Der Kunde hängt die Unternehmen ab. Wenn Marketing auf falsche Kanäle setzt

(Quelle: PewResearchCenter)

Interessante Studie, die ich da beim Android Magazin gefunden habe: Während der Nachrichtenkonsum über TV und Internet stagniert, wächst er über mobile Endgeräte rasant. Aber mein Eindruck, die Unternehmen haben diese Plattformen noch nicht im Visier, oder wenn, dann nur als Fesseln für ihre Manager, die sie mit Crackberries gefügig machen.

Dabei wird hier eine ganz neue Form von Kundenansprache benötigt. Auf kleinen Bildschirmen dürfte auch das kleinste Werberbanner eher nerven, als das eigene Produkt ins rechte Licht zu rücken. Hier sind neue Konzepte gefragt, wie in App Ads oder sponsort Apps.

Aber mein Eindruck ist, dass viele Werber immer noch glauben, der beste Kanal wäre das Fernsehen und dieses Internet nur auf eigener Homepage oder bestenfalls auf Facebook. Derweil verabschiedet sich der Kunde, vielleicht auch genervt von einem weiteren mit Werbemüll überfluteten Kanal und sucht sich neue Plattformen.

Wer weiterhin mit seiner Werbung ankommen will, sollte dringend darüber nachdenken, sie anders zu präsentieren, das kann durch neue inhaltliche Formen sein, aber auch durchaus durch andere Strategien, die weniger auf das plumpe Anpreisen des Produkts zielen, sondern vielmehr das eigene Unternehmen auch unter anderen Gesichtspunkten positiv darstellen. Dank Social Media und mobilen Endgeräten wird für mich der Faktor „Reputationsmanagement“ und Mehrwert jenseits des Produkts wichtiger. Denn eine Vision habe ich bereits für Google Glass. Den Werbefilter für die Realität. Quasi Adblock Plus für Litfaßsäulen, Bandenwerbung und alles, was so auf Bildschirmen erscheinen kann. Dann wirds wirklich hart, noch eine Werbebotschaft zu platzieren, ohne damit zu nerven.

Denn im Netz noch viel mehr als in der „realen Welt“ sind Produkte immer austauschbarer da immer ähnlicher. Nur der Mehrwert jenseits des Produkts eignet sich noch zur  Diversifikation.

Blogparade: Was macht einen guten Corporate Blog aus?

Angeregt durch meine Session beim Barcamp Stuttgart „Corporate Blogging WTF?“ und die sehr positiven Antworten und Tipps angeregt, möchte ich hier mal zur Blogparade aufrufen.

Meine Fragestellung: Wenn ihr in einen Corporate Blog involviert seid, wie macht ihr das? Es muss keine Firma genannt werden, interessant sind aber die Vorgehensweisen.

Folgende Fragen stelle ich in den (virtuellen) Raum, gerne dürft ihr ergänzen, was euch noch wichtig ist:

Wer schreibt den Unternehmensblog? 

Bei uns ein Journalist, der aber von einem Kreis von Mitarbeitern aus der Unternehmenskommunikation und dem Marketing mit Ideen versorgt wird. Gelegentlich gibt es auch Gastbeiträge von Mitarbeitern.

Was sind für euch die wichtigsten Merkmale eines guten Corporate Blogs?

Wichtig ist für mich, dass die Artikel ehrlich sind und die Realität abbilden. Einblicke ins Unternehmen, authentisch rübergebracht und interessante Themen, die auch zum Unternehmen passen, sollten sich ergänzen. Dabei ist es wichtig, die Köpfe hinter den Artikeln zu kennen und zu wissen, nur wer da auch schreibt, erscheint. Negativ finde ich direkte Produktwerbung im Blog und zu starke Schönfärberei. Blogartikel sollten auch nicht zu journalistisch sein, sondern eine authentische Sprache haben. Gerne auch unterschiedlich,  wenn es unterschiedliche Autoren sind. Und ganz wichtig ist, dass die Artikel aktuell sind und sich auch mal auf Tagesgeschehen beziehen, damit auch die Aktualität sichtbar wird.

Wie wird für regelmäßige Inhalte gesorgt?

Es wird ein monatlicher Redaktionsplan erstellt, in dem die alle drei Tage erscheinenden Posts abgelegt sind.

Was darf in den Blog, was nicht (mal abzüglich der selbstverständlichen Firmengeheimnisse)?

Wir haben für uns eine Kriterienliste erstellt, nach der wir Themen bewerten und auf ihre Eignung für den Blog prüfen. Dabei ist das wichtigste Ziel, dass die Artikel authentisch sind und bei Beschreibungen von Orten oder Produkten der Autor sie auch besucht bzw. in der Hand gehabt hat. Grundstimmung soll aber stets positiv sein, da wir unsere Kunden informieren und unterhalten wollen. Im Blog selbst wird aber keine Werbung für unsere Produkte gemacht.

Wie geht ihr mit privaten Bloggern um, die auch über die Arbeit schreiben?

Das wird von uns nicht speziell beobachtet.

Gibt es eine Vergütung für die Artikel? Bzw. gibt es einen eingeplanten Zeitaufwand?

Der Autor selbst wird dafür vergütet, Gastbeiträge sind durch die Arbeitszeit der Mitarbeiter abgedeckt.

Hattet ihr schon Probleme mit Kommentaren im Corporate Blog?

Es gab noch keine wirklich bösartigen Postings, kritische Kommentare versuchen wir stets angemessen zu beantworten.

Wie schnell sind eure Antwortzeiten? 

Da wir unsere Antworten meist innerhalb der für den Blog zuständigen Gruppe abstimmen sehr schnell.

Rezension: Die fabelhafte Reise zu den ABC-Inseln

Kinderbuch und gleichzeitig Lernstoff für das ABC. Das sind oft trockene und langweilige Bücher, die in den Regalen der Kinderzimmer verstauben.

Erstaunlich, wie viel man aus einem Buchstaben herauskitzeln kann.

Als aber das Buch „Die fabelhafte Reise zu den ABC-Inseln„, erschienen bei Langenscheidt bei uns angekommen ist, und das erste unserer drei Kinder das Buch in Händen hielt, war die erste Meinung „Cool, das sind ja Geschichten mit nur einem Anfangsbuchstaben“. Damit war der Bann gebrochen und alle drei, unabhängig vom Alter blätterten und lassen sich in faszinierender Geschwindigkeit durch das Buch. Die Geschichte um Opa Heinrich und Oma Frieda und die Kinder Lea, Tim und Emily ist liebevoll gezeichnet. Grundplot ist die Geburtstagsfeier des Opas. Da Opa Heinrich mal zur See gefahren ist, beschließen die Kinder und die Großeltern, eine Seereise mit einem „selbstgebauten Boot“ zu spielen und verschiedene Inseln zu besuchen, die wiederum die einzelnen Stationen der Reise durchs Alphabet repräsentieren.. Daraus entwickelt sich dann der Plot, aus dem die einzelnen Geschichten entstehen. Und zu jedem Buchstaben des Alphabets gibt es eine extra Geschichte, die sich nur aus diesem Buchstaben als Anfangsbuchstaben zusammensetzt.Die Schrift ist angenehm groß, und der Schriftsatz neutral, so daß Kinder die Geschichten, auch wenn sie erst mit dem Lesen beginnen, gut verstehen können.Dazu wird das Buch durch großflächige, liebevoll gestaltete Zeichnungen ergänzt, die die Reise der Kinder mit ihren Großeltern schön illustrieren. Dabei ist die Sprache nicht kindlich sondern nimmt den Leser mit und ist in der Form auch sehr angenehm als Vorlesestoff geeignet. Primär allerdings ist das Buch ein idealer Einstieg für Erstleser, die sich etwas sicherer in den Buchstaben des Alphabets fühlen wollen, ohne sich dabei  mit langweiligen Übungstexten rumzuschlagen.

Sowohl von meinen drei Kindern als auch von mir bekommt „Die fabelhafte Reise zu den ABC-Inseln“ für die gelungene Aufmachung ebenso wie für die witzigen Zeichnungen und die kreative Umsetzung des Alphabets 5 von 5 Sternen.

Das Buch ist wirklich ein großer Spaß für Leseanfänger, ohne trocken didaktisch zu sein.

Erschienen ist „Die fabelhafte Reise zu den ABC-Inseln“ bei Langenscheidt zum Preis von 14,99 €

Der Rezensent hat eine klare Meinung zum Buch. 😉

Mein Dank geht an www.bloggdeinbuch.de und Langenscheidt für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars

Mein Bekenntnis zum Geektum

Meine „Einstiegsdroge“ der Commodore VC 20

Die Geeksisters, Bloggerinnen, die sich zu ihrem Geektum öffentlich bekennen, haben zur Blogparade aufgerufen. Da ich ja nicht nur nach eigener Definition ein Geek of all trades bin, sondern auch in meinem Umfeld dergestalt verschrien bin, fällt es mir sehr leicht, hier mitzumachen.

Gefordert war, drei Fragen zu beantworten:

 

Mein Blogger- und Geekarbeitsplatz

 

 

1. Was macht Dich zum Geek?
Zum einen habe ich Computerlinguistik und Künstliche Intelligenz studiert und schon damals diverse Programmiersprachen kennengelernt. Zudem fasziniert mich jeglich Form elektronischen Gadgets, seien es Roboter, Smartphones, PCs etc. Bei uns zu hause läuft eine Wetterstation mit Internet Anschluß, wir haben mehrere Webcams mit Internet Zugang zur Hausüberwachung und sogar einen kleinen über das Internet fernsteuerbaren Roboter. Und auch im Bereich Social Media tummle ich mich sehr aktiv und versuche hier, den nicht Social Media affinen Menschen die Möglichkeiten zu vermitteln. Ich bin regelmässiger Kunde bei Versendern wie „Getdigital“ und liebe es auch mal völlig sinnbefreite, aber extrem spaßige Gadgets zu testen und/oder zu kaufen. Mein Kaffetassenwärmer oder der USB Yoda sind in meinem Umfeld legendär. Und mit manchem meiner Blogbeiträge zu diversen Gadgets habe ich auch schon nachweislich andere Geeks angesteckt.

 

Und natürlich findet sich in meiner Bibliothek die übliche Auswahl an Büchern, die man als Geek einfach gelesen hat: Gödel, Escher, Bach. Tolkien, Pratchett, Douglas Adams to mention just a few. Und ja, ich lese sie digital, mit meinem EBook Reader. Oft, während unser Staubsaugerroboter gerade mein Büro sauber macht 😉

 

Parallel interessiere ich mich für die Arbeitswelt der Zukunft und arbeite im Nebenberuf als Vortragender und Trendforscher. Should be enough by now 😉

2. Wie bist Du zum Geek geworden?
Begonnen hat es Mitte der 80 Jahre als ein Freund mich mit zu einer Informatik AG schleppte. DER TRS-80 war meine Einstiegsdroge, dem bald ein VC20 folgte, auf dem ich mehrere Spiele programmierte und auch verkaufte. Damit finanzierte ich mir meinen ersten selbstbezahlten Computer einen AMIGA 1000. Ich denke, das war mein Einstieg und ich habe dann konsequent das Thema weiterverfolgt was letztendlich zu meinem Studium führte und dazu, dass ich bis heute in der Softwareentwicklung bzw. Planung arbeite und final beim Online Marketing gelandet bin, wo ich mich unter anderem um Social Media kümmere.

 

Der Geek in mir bricht sich Bahn…

3. Wie wirkt sich Dein Geektum auf Dein Leben aus?
Ich wage zu behaupten, dass ich durch mein Geektum meinen Beruf und damit meine Berufung gefunden habe. Zudem habe ich eine Unmenge interessanter und spannender Menschen kennengelernt, bin selbst zu einer „gewissen Prominenz“ in der Social Media Szene gelangt und habe viel gelernt und lerne auch jeden Tag weiterhin.

Und zum Teil habe ich mein Geektum auch an meine Kinder

Eine Variante meines typischen Blogger/Geek Büros für unterwegs.

weitergegeben, denn im Gegensatz zu manchem Kritiker finde ich, ein Geek zu sein hat viele gute Seiten. Wenn man es schafft, über die Ignoranz und das Belächelt werden der Umwelt hinwegzusehen. Denn Geek sein heißt für mich auch, mehr Dinge zu durchschauen, als andere, mehr zu können und allgemein offener für neues zu sein. Ich bin chronisch neugierig und zukunftsorientiert.

Und das ist auch gut so.

Wenn es eine neue Technik, ein neues Gadget gibt,werde ich oft befragt, ob es sich lohnt oder was dahinter steckt. Und oft passiert es mir, dass ich mit meinem neuen „Spielzeug“ belächelt werde, das ja eh kein Mensch braucht. Und etwa ein Jahr später rennt die mehr als die Hälfte meiner Freunde und/oder Bekannten genau mit diesem Gadget rum. Konflikte gibt es eigentlich nur, wenn die Analoger mir Digitalo nicht gönnen, dass ich dank Tablet, Notebook und Smartphone für mich weitestgehend auf Papier verzichte. Oder wenn sie immer noch meinen, man würde mich per Telefonanruf oder SMS bzw. EMail am besten erreichen. Dabei ist für mich der momentan einfachste Kanal Instant Messaging oder wahlweise Twitter. Alles andere kommt eher unter ferner liefen. Und wenn ich eine Idee, ein Gadget, ein Konzept für wirklich gut halte, dann brenne ich dafür. Und das kann für mein Umfeld manchmal schon anstrengend sein, weil ich dann eine gewisse Evangelisierungsneigung zeige und meine Energien genau auf diese Idee, dieses Konzept lege.Und dann gilt, wie Queen schon so schön treffend sang: „Don’t stop me now, cause I am having a good time!“

 

 

Werbung ist nicht tot, aber sie riecht komisch

In Zeiten von Social Media und Adblockern, in Zeiten von Video on Demand und Streaming Audio fragen mich manche, wieso ich gerade jetzt ins Marketing gewechselt habe. Ganz einfach, JETZT kommen die spannenden Herausforderungen.

Nie war klarer, dass klassische Werbung immer weniger beim Kunden ankommt. Der Nutzer im Netz ist deutlich anspruchsvoller, er will gut unterhalten werden und möglichst wenig durch plumpe „bitte, bitte kauf mich“ Werbung gestört.

Hier muß ein Umdenken stattfinden, denn das Netz und seine Nutzer akzeptieren Werbung nur widerwillig und meist nur dann, wenn sie damit auch einen direkten Mehrwert haben.

Und je weiter sich die Technologie entwickelt, um so mehr Möglichkeiten gibt es auch, Werbung auszublenden.

Weder auf meinem Notebook noch auf meinem Smartphone sehe ich Werbung, da beide mit Werbeblockern ausgestattet sind.

Und auch wenn der Twitterpost ironisch gemeint war, dass Google Glass als Killeapp einen Adblocker für die Realität haben könnte, ist so abwegig nicht. Wenn es Apps gibt, die in ein bestehendes Bild eine Übersetzung des dort stehenden Textes überblenden können, so ist es nicht mehr weit bis zum Ersetzen nervender Werbung durch Lieblingsfotos aus dem eigenen Album. Ich wage zu behaupten, Werbung wird in Zukunft indirekter, sie muss stets auch einen akuten Mehrwert bieten, sei es, dass sie als Sponsor für Apps auftritt oder einen Dienst anbietet. Produkte sind im Netz selbst austauschbar. Worin sich Unternehmen in Zukunft differenzieren sind die Dienstleistungen, die sie zusätzlich als kostenlosen Service für den Kunden bieten.

Denn: Sollte es tatsächlich mal so eine App für Google Glass geben, ich wäre der erste, der sie installieren würde.

Die Verschmelzung von Internet und Fernsehen, ein neuer Versuch

Die App Couchfunk ist momentan einer der bekannteren Vertreter der Secondscreen Idee.

Gerade geistert ein neues Buzzword durch die Branche, das bei manchen Medienverantwortlichen Angstschweiß, bei anderen glänzende Augen erzeugt.

Es geht um Second screen, den neuesten Ansatz zur Verschmelzung von Fernsehen und Internet.

Second Screen bietet zum laufenden Fernsehprogramm verschiedene Angebote, von begleitenden Gewinnspielen, über Chats zum Inhalt des Fernsehprogramms bis hin zu Zusatzinformationen zu Inhalten des gezeigten Features.

Waren die meisten bisherigen Versuche zum Scheitern verurteilt, zum einen, weil die Fernsehauflösungen zu gering waren, zum anderen man immer nur die Wahl hatte zwischen entweder Internet oder TV so sieht der neueste Ansatz vielversprechender aus.

Man hat erkannt, dass die meisten Nutzer nicht ein entweder oder wünschen, sondern beides parallel nutzen. Gerade mit dem Einzug der Tablets hat sich die Nutzung des Internets im Wohnzimmer und vor allem beim Fernsehen extrem vereinfacht.

Und durch Fernsehgeräte mit höheren Auflösungen lassen sich gar auf dem Fernseher ohne Probleme begleitend auch Internetseiten darstellen.

Ich denke, hier werden zwei Plattformen parallel genutzt werden und es wird auch weiterhin so sein, dass das TV Gerät primär dem Konsumieren dient. Aber ergänzt wird durch Anwendungen wie Couchfunk, die dann in real time Kommentare liefern. Aber hier muss noch weiter gedacht werden. Ich empfände es zum Beispiel als hochgradig spannend könnte man das laufende Fernsehprogramm auch auf dem Tablet sehen aber mit dem Zusatz, dass in den Fernsehbildern Hotspots integriert sind, deren Berührung Zusatzinformationen zum Beispiel zu Schauspielern, Texten oder gar zu Werbeeinblendungen bietet. Quasi eine Webseite mit Hyperlinks, deren Inhalt das laufende Fernsehbild ist.

Denn eigentlich spannend ist für mich ein interaktives Fernsehen, dass mir für die auf dem Touchscreen sichtbaren Bilder Zusatzinfos liefert. So ließen sich zum Beispiel Dokumentationen mit Mehrwert füllen, man könnte bei Wildtieren mit einem Tipp auf das Tier entsprechende Daten aus Wikipedia oder anderen Datenbanken bekommen, das Tippen auf einen Schauspieler könnte eine Filmographie und eine Biographie bieten und ähnliches. Das wäre wahre Interaktion und sollte prinzipiell technisch keine zu große Hürde sein.

Es geht nicht um Technologien sondern um Nutzbarkeit

Was mir immer wieder bei den Diskussionen über das für und wider von IPhone oder Android, aber auch bei TV, Video, oder Digitalkameras auffällt. Selbst im Unternehmenseinsatz wird viel zu oft auf die technischen Aspekte der Produkte eingegangen, anstelle den Mehrwert für den Kunden, respektive den Mitarbeiter in den Fokus zu stellen. Da wird Software für ein Endgerät entwickelt, weil es halt am einfachsten und günstigsten ist, ohne darauf zu achten, dass im Markt bereits ein anderes Produkt die Marktführerschaft übernommen hat.

Da wird Hardware eingekauft, die zwar die Sicherheitsabteilung in der IT glücklich macht, die Mitarbeiter regelmäßig auf die Palme bringt. (Warum zum Beispiel wechseln im Moment diverse Unternehmen ihre Mobiltelefonhardware aus und lassen dabei Blackberries explizit außen vor?).

Auch das Thema Cloud Computing wird dem Kunden immer noch viel zu oft unter technischen Gesichtspunkten angeboten bzw. aufgebaut. Der Nutzer interessiert sich nicht dafür, welches der System sich am einfachsten absichern läßt. Er will den Komfort, den er meist im privaten Umfeld durch Dienste wie Google Drive oder Skydrive gewohnt ist.

Wir sind längst über die Phase hinweg, in der der Nutzer nach dem ob fragt. Er will bestimmten Komfort, bestimmte Dienste. Die Frage ist, ob die IT Abteilungen in der Lage sind, den Service in dem Komfort zu bieten, der erwartet wird. Sicherheit geht vor. Aber sie darf auf keinen Fall auf Kosten der einfachen Bedienbarkeit und des vollen Funktionsumfangs gehen.

Und wie peinlich ist es eigentlich, wen eine Agentur einem Auftraggeber ein Dokument zusenden will, und es keinen vernünftigen Weg gibt, eine 50MB Datei ins Unternehmen zu bringen, weil sämtlich Online Storage Dienste abgeschaltet sind und Mails nur maximal einen Anhang von 10MB verkraften. Da kann die IT argumentieren, so viel sie will. Der Kunde, in diesem Fall der interne Kunde erwartet den Dienst nutzen zu können. Wenn nicht, zwingt man quasi zu Schatten-IT.

Wenn gelangweilte Beamte Kleiderhaken zu Waffen erklären

Die Kleiderhaken, die das BKA wohl als Waffe sieht. Haben wohl keine anderen Probleme…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt Geschichten, die sind so unglaublich, dass man nur noch den Kopf schütteln kann.

So hatte der Gadget Versender  GetDigital bis vor kurzem einen Kleiderhaken in Schurikenform im Angebot.

Nun ist aber dummerweise eine Schurike, wenn nicht an einer Wand hängend auch ein Wurfstern.  Wers nicht glaubt, nebenstehend ist der Brief vom BKA abgebildet, den GetDigital erhalten hat.

Wieder mal stehe ich fassungslos vor so viel Ignoranz und Unverständnis. Das einzige, was für GetDigital daran gut sein könnte ist der virale Aspekt. So viel behördliche Dummheit wird hoffentlich im Netz weit gestreut werden.

Den Beamten muss es ja wirklich extrem langweilig sein, zudem scheinen sie völlig humorbefreit zu sein und sich nicht wirklich um wichtige Themen kümmern zu wollen.

Rechte Gewalttäter laufen lassen, aber sich über harmlose Schurikenkleiderhaken aufregen. Vermutlich muss ich demnächst dem BKA die Messergarnitur aus unserer Küche melden. Könnte ja auch als Waffen verwendet werden.

Wenn Dummheit weh tun könnte…..