Warum wir ein Grundwissen von Informationstechnologien für alle brauchen

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Nur wer weiß, was technisch möglich ist, kann auch Angebote und Dienste richtig bewerten.

Wir leben in einer Zeit, die immer mehr von uns fordert. Wo immer neue technologische Möglichkeiten auf den Markt drängen. Aber oft arbeiten wir noch nach althergebrachten Methoden oder mit überkommenen Technologien.

Nicht,weil wir nicht anders könnten, sondern weil uns gar nicht bewusst ist, dass es Alternativen gibt. Jüngstes selbst erlebtes Beispiel. Eine Firma spricht permanent von Apps, die sie entwickeln wollen und weckt damit die Sorge eines Kunden, ob auch alle Mitarbeiter diese „Apps“ den auf ihren Endgeräten nutzen können und ob es nicht viel zu teuer wäre, so eine App für alle Betriebssysteme zu entwickeln.

Es stellt sich heraus, dass es sich nicht um eine „klassische“ App für ein mobiles Endgerät handelt, sondern die Firma stehts von einer WEB App gesprochen hat, die auch ohne Installation, einfach durch Aufruf einer Webadresse gestartet werden kann.

Wäre dies nicht zutage getreten (ja, ich hatte da beratend meine Finger im Spiel), hätte die Firma, die die App produziert womöglich nur aus der Unwissenheit des Kunden heraus die Anwendung nicht verkauft.

Hier ist niemand ein Vorwurf zu machen aber es zeigt für mich deutlich, dass wir längst über das Stadium hinweg sind, wo sich die Fachabteilung, die mit IT-Technologien oder gar dem Internet aktiv arbeitet, nur das notwendigste zu wissen. Hier muss beständige Weiterbildung gerade in den neuen, im entstehen begriffenen Technologien geschehen, im gerade die Potentiale zu erkennen, die es für die Zukunft ermöglichen, etwas zu vereinfachen oder gar eine Marktführerschaft zu erlangen. Auf einen neuen Internet Trend aufspringen ist leicht, aber es ist sehr gefährlich, wenn man hier zu lange wartet. Besser ist es, auch mal einen Trend mitzumachen, der später im Sande verläuft, als erst dann einzusteigen, wenn der Markt bereits aufgeteilt ist. Und meine Erfahrung aus mittlerweile 30 Jahren IT und ca. 20 Jahren Internetentwicklung und Beratung zeigen mir. Die Zyklen werden immer kürzer. Mittlerweile reichen ca. 3 Jahre um zu erkennen, ob eine neue Technik oder Plattform dauerhaft besteht, oder wieder verschwindet.

Aber es ist elementar, dass ein grundlegendes Verständnis für die Möglichkeiten der IT vermittelt wird. Und für die Wichtigkeit, beständig auf dem Laufenden zu bleiben. Sonst kann es sein, dass man vom Markt abgehängt wird, ohne es wirklich zu verstehen.

Noch ein weiteres, kurzes Beispiel. Immer noch entwickeln diverse Agenturen Apps zunächst für IOS und dann „irgendwann“ auch für Android. Schaut man sich die Marktanteile an, ist das eine fatale Strategie, weil man dann für eine Minderheit einen Dienst anbietet und der Mehrheit indirekt sagt: Das ist keine Anwendung, kein Dienst für euch.

Das große Problem mit allem IT technischen ist, dass oftmals neue Möglichkeiten entstehen, die so nicht außerhalb des Zirkels der IT „Profis“ gestreut werden. Und wenn, dann in einer Sprache, die nicht wirklich vermittelt, welche Potentiale die neue Technik hat. Das ist, neben der leider in Deutschland weit verbreiteten Technologiephobie ein Hauptproblem, warum oft komplexe Lösungen entwickelt werden, wo man längst mit neuen Methoden viel einfacher und eleganter Probleme lösen könnte.

BOINC für Android, jetzt rechnen auch Smartphones für die Wissenschaft

boinc Ich bin schon seit langem ein großer Unterstützer von BOINC dem Berkeley Open Infrastructure for Network Computing. Über diese Software kann jeder seinen PC oder Notebook zu hause an wissenschaftlichen Projekten mitrechnen lassen und so z.B. ein Heilmittel für Malaria oder HIV finden. Und nun gibt es auch einen Client für Android Smartphones und Tablets.

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Dabei braucht man sich keine Sorgen machen, dass die Anwendung die Batterie leersaugen würde, denn BOINC rechnet in den Standardeinstellungen nur, wenn das Smartphone am Netzteil hängt und auch zu mindestens 90% geladen ist.

Ansonsten spart sich die App jeden grafischen Schnickschnack in Form von 3D Darstellungen und fokussiert sich auf Rechenprojekte, die auch mit einem modernen Smartphone oder Tablet leistbar sind.

Eines der bekanntesten Projekte ist wohl SETI, die Suche nach außerirdischem Leben, die Radiosignale aus dem Weltall nach logischen Sequenzen durchsucht. Aber auch ein Klimadatenprojekt existiert, und diverse andere spannende Wissenschaftsprojekte, aus denen man auswählen kann. Wer seine Rechenleistung gleichmäßig an verschiedene Projekte verteilen will, dem sei zum World Community Grid geraten, einem Netzwerk, das verschiedenste Forschungsinstitute unterstützt.

Natürlich läuft bei mir die Software bereits auf Tablet und Smartphone und ich werde in den nächsten Tagen ein genaues Auge darauf haben, ob die Anwendung wirklich akkuneutral arbeitet.

Erste Tests liefen sowohl auf meinem Note 2 als auch auf meinem Asus Transformer erfolgreich. Ich werde jetzt wohl öfter meine Gadgets zusätzlich im Dienste der Wissenschaft rechnen lassen.

Und natürlich läuft BOINC auch auf dem Dell Latitude Tablet. Denn da darauf Windows 8 installiert ist, kann man hier die Standardanwendung von BOINC verwenden. Aber dran denken. Nur rechnen lassen, wenn das Tablet am Stromnetz hängt.

[appbox googleplay screenshots edu.berkeley.boinc]

In eigener Sache: Leseempfehlung „Arbeit im Wandel“

G:/reihe/umschlag/11956-8.dviDas Buch „Arbeit im Wandel“ führt verschiedene kurze Artikel zu einer Sammlung von Trends und Herausforderungen der Arbeitswelt der Zukunft zusammen.

Entstanden ist das Buch im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprojekts „International Monitoring“ (IMO) and der RWTH Aachen.

 

Auch ich habe einen kleinen Beitrag geleistet und mein bereits existierendes oder im entstehen begriffenes mobiles Arbeitsumfeld dargestellt, das Cloud basiert unabhängig von Ort und Zeit macht.

Weitere Autoren behandeln Themen wie „Menschliche Arbeitskraft“, „Innovationen am Arbeitsplatz“ , „Kollektive Kompetenz“. Es ist ein Sammelband mit vielen wirklich spannenden Beiträgen und einer guten Mischung aus Wissenschaftstheorie und Berichten aus der Praxis.

Wer Interesse hat, das Buch gibt es direkt beim Verlag (auch als PDF) oder bei Amazon.

 

Sciencestarter – Crowdfunding für die Wissenschaft

Es gibt sie noch, die richtig guten Ideen. Warum nicht eine Plattform wie Kickstarter weiterdenken, neu denken, als Fundingplattform für die Wissenschaft. Wo sich doch immer wieder darüber beklagt wird, dass die Wirtschaft zu viel Einfluß gewinnt. Hier bietet sich nun die Möglichkeit für jeden, interessante wissenschaftliche Projekte zu unterstützen. Noch ist Sciencestarter.de am Anfang, gerade mal etwas mehr als 2 Wochen am Start, aber daraus könnte sich für mich eine wirklich interessante neue Plattform für wissenschaftliche Forschung auch und gerade im Bereich der Grundlagenforschung ergeben.

Es lohnt sich auf jeden Fall, Sciencestarter weiter zu beobachten. Und das eine oder andere Projekt werde ich auch unterstützen.. Vor allem, da zumindest im Moment oft Beträge benötigt werden, die mit der Crowd ohne weiteres erreichbar sein sollten.

Folgende Projekte sind im Moment am Start:

PFEN – ENERGETISCHE NUTZUNG VON PFERDEMIST

ERFINDUNG DER DEUTSCHEN COMPUTERMAUS 1968

GLOBAL CANNABIS CULTIVATION SURVEY, DEUTSCHE VERSION

HOME – SOCIAL MEDIA FÜR ALLE

UUMED – DRAHTLOSER MEDIZINISCHER OPEN-SOURCE-SENSORKNOTEN

ONE WORLD ONE LAB

THERE IS LITERATURE IN AFRICA?! FORSCHUNGSREISE NACH SENEGAL

GESTENINTERAKTION MIT RAUM-ZEITLICHEN DATEN

Die App zur Mars Mission „Be a martian“

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Be a martian, alles rund um die Missionen der NASA zum roten Planeten.

Wer sich für Astronomie und insbesondere für die neue Mission der NASA Sonde Curiosity interessiert, dem sei die App „Be a martian“ ans Herz gelegt.

Mit der App kann man die aktuellsten neuen Bilder der Mars Mission direkt auf dem Smartphone oder Tablet sehen, mehr über den Mars und aktive Missionen rund um den roten Planeten lernen, Fragen zum Mars stellen, brandaktuelle Nachrichten erhalten und Videos rund um die Menschen hinter den Missionen sehen.

 

 

 

 

Zu finden ist die App in Googles Play Store:

 

Curiosity ist gelandet, und zwar auch bei Lego

Mein Fundstück der Woche: Aus Lego Mindstorms haben die Bastler Doug Moran and Will Gorman ein voll funktionsfähiges Modell des Mars Rovers Curiosity erstellt.

DAS nenn ich mal eine kreative und gleichzeitig herausfordernde Verwendung für Lego!

Update: Wer den Roboter selbst mit Lego nachbauen will, findet bei Collectspace dazu eine Anleitung, die mit handelsüblichen Standardbausteinen arbeitet und Schritt für Schritt den Zusammenbau erklärt.

Spektrum Sonderhefte und Spektrum Neo jetzt auch als Apps für Android

Meine App Empfehlung des Tages, der Woche, des Monats und eigentlich auch des Jahres: Spektrum Neo und Spektrum Sonderhefte aus der Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH lassen sich jetzt auch dank spezieller Apps sehr bequem mitnehmen. Dabei bieten beide Anwendungen echten Mehrwert und sind auch grafisch sehr schön gestaltet.Ich finde schon die Printausgaben unbedingt lesenswert, wenn man sich mit Wissenschaft aus erster Hand aber dennoch verständlich geschrieben befassen möchte. Aber die Apps setzen dem ganzen noch das Sahnehäubchen auf. Und die Printausgabe von Spektrum der Wissenschaft selbst, lässt sich, so man Abonnent ist, kostenlos als PDF herunterladen bzw. kann auch erworben werden, zwar nicht innerhalb der Apps aber auf der Homepage. Idealer kann man digitale und Printversinen nicht verknüpfen.

Die neue Spektrum Sonderhefte App bietet:

Die Ausgaben bieten:

– alle Artikel im Volltext, mit Lesemodus
– zoombare Bilder und Grafiken
– ergänzende Bildergalerien, Weblinks und Videoclips
– intuitive Navigation
– Lesezeichen für Texte und Bilder
– umfassende Suchoptionen
– Übersicht über alle verfügbaren Ausgaben
– Archivierung aller heruntergeladenen Ausgaben

 

 

Das Lieblingsmagazin unserer Kinder, alle drei sind davon total begeistert.

Und auch Spektrum Neo glänzt mit Besonderheiten.So können die jungen Leser selbst mitbestimmen, welche Artikel jeweils in der nächsten Ausgabe erscheinen sollen.

In den Ausgaben finden die jungen Leser

– alle Artikel des gedruckten Heftes
– zoombare Bilder und Grafiken
– Bildergalerien
– Weblinks

und man kann

– Lesezeichen für Texte und Bilder setzen
– durch alle oder in einzelnen neo-Ausgaben nach Wörtern suchen
– eure heruntergeladenen Ausgaben archivieren

Der Verlag selbst sagt dazu: „Spektrum neo entsteht zusammen mit Experten des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) in Kiel. Sie hatten im Jahr 2006 für PISA mit dem Schwerpunkt Naturwissenschaften die Federführung in Deutschland inne. Außerdem entwickeln sie die Science-Olympiaden und führen sie auch durch. 
Die erste Ausgabe von Spektrum neo – „Unser Universum“ – hat sogar schon Bestnoten von Experten bekommen. Ein Gymnasiallehrer aus der Jury der Fachzeitschrift w+v empfiehlt Spektrum neo auf Grund der „gelungenen Grafiken und Schaubilder“ auch ausdrücklich für den Praxiseinsatz in der Schule. Vielleicht auch in eurer?

Ich kann jeder Schule, die die wissenschaftliche Neugier der Schüler wecken will nur zu einem Abonnement der Zeitung raten, wirklich herausragend gut gemacht!