Ein Künzelsauer startet zur ISS. Die Bluedot Mission von A. Gerst und wie ihr dabei sein könnt.

TMA-13M mission with ESA astronaut Alexander Gerst.
ESA Astronaut Alexander Gerst. Bildquelle: ESA

Morgen ist es endlich soweit. Nach jahrelangem Astronautentraining startert der Künzelsauer Alexander Gerst zur ISS. Der Start ist geplant für 21:56 CEST, Deutsche Zeit. Wer die Mission auch via Smartphone mitverfolgen will, oder wer wissen will, wo die ISS gerade ist, für den gibt es einige interessante Apps im Play Store von Google.

Zunächst aber der direkte Livestream der NASA auf UStream:

Broadcast live streaming video on Ustream

Und ein Online ISS Tracker:

Als erstes gilt es den ISS Detector zu erwähnen, der einem immer meldet, wenn die ISS am eigenen Standort sichtbar ist. Die ISS ist am Himmel dann als heller, sich schnell bewegender Lichtpunkt zu sehen (der nicht blinkt. Wenns blinkt, ists ein Flugzeug)

[appbox googleplay com.runar.issdetector]

vergleichbar für IOS ist der ISS Spotter:

[appbox appstore id523486350]

für Windows 8 gibt es dann noch die APP:

[appbox windowsstore 44661656-6c28-460a-9720-22c860f37c2f ]

Wer das aktuelle Tagesprogramm der ISS Mission verfolgen will und einen Eindruck vom Aufbau der ISS und der Funktion der einzelnen Module haben möchte, der sollte sich ISS Live ansehen, wo man neben einem 3d Modell auch die aktuellen Tagespläne der Astronauten verfolgen kann.

[appbox googleplay gov.nasa.isslive]

[appbox appstore id502032954]

Leider bislang nur für IOS verfügbar, aber hier hoffe ich auf eine baldige Android Version, die App der ESA

[appbox appstore id441518639]

 

Natürlich empfiehlt sich die offizielle NASA App für Infos rund um die ISS und den NASA TV Livestream, der neben der Mission auch immer wieder Livebilder aus dem All liefert.

[appbox googleplay gov.nasa]

[appbox appstore id334325516]

auch für Windows 8 gibt es einige Apps mit Nachrichten der NASA, unter anderem

[appbox windowsstore 281d2c09-9775-4fbd-8e50-962a3f171cb7]

oder alternativ und auch sehr schön gelungen:

[appbox windowsstore 1fffb346-239c-4a07-9525-db49af16f8c4]

Via der App UStream kann man zudem aktuell live Bilder von der ISS erhalten, und so nicht nur mitverfolgen wo sie ist, sondern auch was die Astronauten gerade sehen könnten, so sie denn Zeit hätten.

[appbox googleplay tv.ustream.ustream]

[appbox appstore id301520250]

 

Auf diesem Wege Alexander Gerst viel Erfolg bei seiner Mission und ich werde sehr interessiert beobachten, was in seinem Blog und auf seinem Twitter Account so alles passiert.

 

Ein Spektrometer für jedermann in der Größe einer Streichholzschachtel

 

Ein Spektrometer für jedermann. Das klingt wie Science Fiction aber wenn es nach den Initiatoren des Kickstarter Projekts geht bald Wirklichkeit.

Schon am ersten Tag hat das Projekt knapp die Hälfte der benötigten Summe eingenommen und steuert auf einen neuen Rekord zu. Ich werde das beobachten, denn ein solches Spektrometer, das seine Daten jederzeit über die  Cloud aktualisiert und erweitert bietet viel Potential. Gerade auch im Bereich Fitness dürfte es interessant sein, wenn man mit einem solchen Werkzeug Lebensmittel direkt scannen kann, um genauere Angaben über Nährwerte zu erhalten. Und es sind sicher noch andere Anwendungsgebiete denkbar.

Das alles erinnert mich schon sehr an die Gerätschaften, die auf dem Raumschiff Enterprise zum Einsatz kommen (ich sage nur, Tricorder)

 

Rezension:ISpace, das digitale auf Papier gedruckte Multimediabuch

Viele Verlage klagen über die Konkurrenz durch die zunehmende Digitalisierung. Oder, wenn sie schlau sind, nutzen sie das beste aus beiden Welten.

20140420_094255
Die Fahrzeuge und Objekte des Buches erwachen Dank der zugehörigen kostenlosen App für IOS und Android zum Leben

So handelt auch der Kosmos Verlag, den ich bislang hauptsächlich wegen der ausgesprochen hochwertigen und spannenden Experimentierkästen kenne, die meine Kinder bereits zu verschiedenen Themen gerne nutzen und wegen der sehr guten Sachbücher.

Nun wurde ich angesprochen, ob ich nicht ein neues Buch rezensieren wolle, das mit den Mitteln der Augmented Reality arbeitet und damit beide Welten zusammenführt.

Das Buch heißt ISpace und mit einer dazu gehörenden kostenlosen App kann man auf bestimmten Seiten 3D Modelle über die AR App über dem Buch schweben sehen und sie mit einem virtuellen Cursor sogar manchmal drehen und steuern. Dazu sind auf den entsprechenden Seiten Elemente integriert, die man dann mit der App scannt und damit in der App das für die entsprechende Seite passende 3D Modell aktiviert. Diese sind dann auch interaktiv und über Kontrollbuttons steuern.

Da sich das ganze aber nur schwer erklären lässt, hier zwei kurze Videos, die den erstaunlichen und sehr gut funktionierenden Effekt darstellen.

 

Der Effekt ist wirklich verblüffend und unsere Kinder lasen das Buch mit wachsender Begeisterung. Gerade die Kombination aus klassischem Buch und moderner virtueller Realität macht das ganze spannend und das Thema Astronomie und Visionen der Zukunft tut sein übriges.
Ich finde, eine gelungene Kombination von altem und neuem Medium und eine sehr schöne Art, wissenschaftliche Themen näher zu bringen. Und auch wir Erwachsenen hatten unseren Spaß mit den virtuellen Modellen ebenso wie mit dem realen Buch.
Die endgültige Wertung fällt eindeutig aus und kommt dieses Mal von unseren drei jungen Haupttestern.

20140419_193651
Ich denke, das Ergebnis der Jury ist eindeutig

 

Für alle, die ein Interesse für Wissenschaft haben und Kinder, die bereits mit dem Smartphone groß werden ein schöner Weg, beides zu kombinieren.

Gratulation an die ESA, Rosetta ist aufgewacht

Mit einem „Hallo Welt“ hat sich die Sonde Rosetta aus ihrem zwei jährigen Schlaf zurück gemeldet. Nun kann sie im November auf einem Asteroiden landen. Was für eine Ingenieursleistung. Hier Bilder vom entscheidenden Moment:
image

image

Spielerisch der Wissenschaft helfen: Fraxinus

screengrabs_02Es existiert ein Pilz namens Fraxinus excelsior der bei Eschen zu einem Triebsterben führt. Und es gibt Facebook und viele hundertausende Spieler, die gerne Spiele wie Candy Crush Saga spielen.

Daraus hat das Sainsbury Labor und die Spielefirma  Team Cooper das Spiel „Fraxinus” entwickelt, das auf den ersten Blick Spielen wie Candy Crush Saga sehr ähnelt, in Wirklichkeit aber dabei hilft, ein Mittel gegen den Pilz zu finden. Dabei hilft jedes einzelne Spiel ein wenig dabei, den genetischen Aufbau des Pilzes zu entschlüsseln, der im Moment in England ganze Waldgebiete vernichtet.

Dabei besteht die genetische Information aus Milliarden einzelner Einheiten. Jedes einzelne Muster im Spiel repräsentiert dabei eine möglicherweise zur Schädigung führende Informationseinheit innerhalb der Gesamtinformation.

Dr MacLean betont, dass hierbei reine Computerleistung nicht zielführend ist, aber durch die Teilnahme der freiwilligen Nicht-Spezialisten viel effektiver nach möglichen Gegenmitteln gesucht werden kann.

Die Webseite des Projekts findet sich unter: http://oadb.tsl.ac.uk/ und das Facebook Spiel unter: http://apps.facebook.com/fraxinusgame/

Und das dürfte wohl auch eines der wenigen Spiele sein, die ich unter Facebook nicht blockiere 😉

Hausvernetzung ganz einfach. Die Ninjasphere.

e8911c3af362c5b6a581f11a6752bd67_largeEine Philosophie, die ich für technische Geräte schon immer fordere ist. Es muss möglichst einfach sein. Die gerade auf Kickstarter gestartete Kampagne für die „Ninjasphere“ verspricht genau das. Die Sphere erkennt automatisch alle im Haus funkenden Geräte, mit denen sie auch nur irgendwas anfangen kann und vernetzt diese. Dabei kommen verschiedenste Protokolle zum Einsatz wie Bluetooth, WLan oder Zigbee.

Damit kann die Sphere alle mögllichen Home Automation Systeme abdecken und ggf. ohne Änderungen in der Hausinfrastruktur und ohne lästiges Löcher in Wände bohren oder Leitungen verlegen ein ganzes Haus intelligent vernetzen und von Ferne steuerbar machen.

 

Zum Start bietet die Sphere bereits Kompatibilität mit den folgenden Protokollen:

sphere

Ab Juni 2014 soll die Sphere für 150 Dollar ausgeliefert werden. Wir dürfen gespannt sein. Das Finanzierungsziel ist schon jetzt so gut wie erreicht, die Kampagne läuft aber noch knapp 2 Monate, insofern dürfte es hier wieder ein interessante neues Produkt geben, das möglicherweise einen ähnlich disruptiven Effekt haben könnte, wie einst die Pebble. Denn bislang kocht jeder Homeautomation Player sein eigenes Süppchen, was den Erfolg der Idee an sich nicht gerade fördert.

Makerswarm vernetzt eure Devices zu einem intelligenten Schwarm

61fd56ff4f0a46342c067e06c26b3f69_largeUnd wieder ein interessantes Kickstarter Projekt. Makerswarm will die vielen elektronischen Geräte, die über das Netz kommunizieren auf möglichst einfache Art miteinander verbinden um so einen intelligenten Schwarm verschiedenster Geräte zu erreichen. Dabei ist es egal, ob es sich dabei um einen Roboter, ein Smartphone, ein Tablet oder andere Heimvernetzungsgeräte handelt. Die Plattform bietet hier eine einfache, grafisch aufgebaute Programmierung, die vom Prinzip der Visualisierung von Ein- und Ausgängen einzelner Sensoren ausgeht.

Die vernetzten Geräte werden Hive genannt und man kann in solch einem Hive zum Beispiel einen Sensor eines Android Smartphones über ein anderes im Hive befindliches Smartphone ansprechen und abfragen. Ebenso kann, wie in einem der unten angehängten Videos eindrucksvoll vorgeführt wird, zum Beispiel eine AR Drone über einen Sphero 2.0 Ball gesteuert werden.

Ich finde, eine spannende Sache, denn viele Sensoren im Haus „vegitieren“ still vor sich hin, obwohl sie durchaus sinnvoll genutzt werden könnten.

Ein Aspekt, der mir hierbei insbesondere gefällt ist, dass damit auch Kinder quasi spielerisch an die Programmierung herangeführt werden können und dabei noch miteinander und mit ihren Devices interagieren. Das macht Programmierung auch im spielerischen zu dem, was sie heute schon lange ist, eine kommunikative Tätigkeit, die Kooperation, Abstimmung und Zusammenarbeit verlangt.

 

Sich selbst konfigurierende Roboter

Folgendes Video habe ich auf Google+ gefunden und bin von dem Potential des ganzen fasziniert. Schon jetzt kann man damit verschiedenste Strukturen erzeugen für spezielle Aufgaben. Wenn wir jetzt noch über Miniaturisierung nachdenken, ist es nicht mehr weit bis zu den sich selbst zusammenbauenden Robotern. Man stelle sich nur vor, diese einzelnen Würfel würden in den Miniaturisierungsbereich von Millimetern transferiert. Unglaubliche Möglichkeiten sind denkbar, theoretisch könnten sich die Roboter selbst zu einem Motor für einen Radantrieb etc. konfigurieren. Einfach faszinierend!