Heute angekommen: Meine eBook Tarnung, damit ich mir diese nervigen „Ohhh, haste ein neues Spielzeug?“ Fragen erspare.
Sieht außerdem schick aus und ist ein guter Schutz für meinen eBook Reader!

Das Google Nexus One, ein Abgesang auf eine gute Sache
Schade finde ich das. Das Nexus One war doch eigentlich ein sehr gutes Android Smartphone. Zumal es sehr schnell die neuesten Versionen des OS bekam. Gut, es war teuer. Vermutlich zu teuer. Und als man sich zu Anpassungen beim Preis entschloss, waren schon zu viele spannende Konkurrenten auf dem Markt. Es krankte meiner Ansicht nach aber auch and er einfachen Verfügbarkeit. Der Deutsche z.B. geht offensichtlich immer noch am liebsten zum Mobilfunkprovider seiner Wahl um das nächste Gadget zu holen.
Immerhin eine gute Nachricht am Rande. Das HTC Desire, das auch ich mein eigen nenne, soll in den nächsten Tagen endlich Frojo 2.2 bekommen. Das heisst, die ungebrandeten. Meines, das ja ein unsichtbares Vodafone Branding hat, wird dann wohl noch ein paar Wochen darauf warten müssen. Aber dann kann endlich auch auf die SD Karte installiert werden, und somit gibts wieder Platz auf dem Device.
Fortschritt ist nicht Technik sondern Einstellung
Viele scheinen dem Irrtum zu obliegen, ich führe eine neue Technik (sei sie abstrakt, als Managementtechnik, oder wirklich ein Stück „Hardware) ein das klappt schon und wundern sich, warum dennoch nichts besser, nichts anders wird.
Der Denkfehler liegt darin, dass Neuerungen meist zum Selbstzweck verkommen. Wenn ich nur Methode a oder Hardware/Software b anwende, wird alles besser. Falsch: Aber verständlich… So funktionieren ja auch die meisten Ratgeber und Berater. Hier wird aber das Pferd von hinten aufgezäumt. Viel wichtiger, als die neue Technik ist die Einstellung derer dazu, die sie später anwenden sollen/müssen. Erst muss man die Zielgruppe ins Boot holen und wirklich analysieren, ob sie die neue Technik annehmen wird. Sonst heisst es irgendwann. War ne gute Idee. Nutzt aber keiner… Abschalten.
Manchmal versickern tolle Ideen einfach dadurch, dass sie niemand von den Anwendern akzeptiert oder gut findet. Erst heisst es die späteren Anwender ins Boot holen, dann kann man sich auf die Entwicklung der Neuerung stürzen. Leider passiert es oft umgekehrt, weil man selbst davon ausgeht, ich weiss schon, was gut für die Kunden /Mitarbeiter ist. FALSCH. Das ist das Fremdbild vom Anwender. Man sollte sich immer mehr auf das Selbstbild des Anwenders verlassen und ihn oder sie fragen, was sie erwartet, was besser werden soll.
Hurra ich kauf mir was…. Das kein Mensch braucht
Ich lese gerade das extrem empfehlenswerte Buch (ja, das Buch, nicht das eBook!) von Ben Goldacre : Die Wissenschaftslüge: Wie uns Pseudo-Wissenschaftler das Leben schwer machen. Ein interessantes Kapitel darin handelt von Antioxidantien,und wie eine ganze (Nahrungsergänzungsmittel-)industrie, oder besser gesagt, die gleichen Konzerne, die auch an vielen Medikamenten sehr gut verdienen, mit der Unwissenheit und Leichtgläubigkeit der Menschen gute Geschäfte macht. Obwohl aktuelle WISSENSCHAFTLICHE Studien längst erwiesen haben, daß hohe Dosen von Antioxidantien und Vitaminen sogar Erkrankungsquoten erhöhen wird der Müll immer noch beworben und verkauft. Unterstützt von pseudowissenschaftlichen Halbwahrheiten die auch für solche Idiotiten wie die Impfmüdigkeit oder die Angst vor Funkstrahlen veranwortlich ist.
Aber warum fällt der Mensch darauf rein. Das liegt wie so oft an einer Mischung aus Halbwissen und der Angst vor gesellschaftlichem Druck. Zum einen vertrauen immer noch viel zu viele Menschen jedem Artikel, der in der Zeitung steht. Das hat für mich als Blogger eine gewisse Ironie. Zum anderen lassen wir uns durch gesellschaftlichen Druck vieles einreden. Dass wir diese und jene Markenkleidung brauchen oder nur dieses oder jenes Auto uns glücklich macht, ist zwar dumm, aber im Verhältnis zu den Lügen um gesunde Ernährung relativ unschädlich (außer für die Umwelt und für die Menschen, die in Billiglohnländern schuften müssen, damit wir uns all den Müll möglichst billig kaufen können). Wenn aber eine Industrie nachweislich schädliche Produkte verkauft, oder Patente auf Lebensmittel anmelden will, und damit die Kontrolle über unsere Ernährung erhält, da hört für mich der Spass auf. Wir sollten uns wieder bewusst machen, dass die Natur ein herausragendes System entwickelt hat, das mit vielen Situationen zurecht kommt. Und dass wir in Europa in einer extremen Überflussgesellschaft leben, in der wir nun wirklich ALLES haben, was wir zum sehr guten Überleben brauchen). Das schlimme ist, dass die Dummheit oft in den oberen Etagen von Konzernen und Medien sitzt. Oder ist es Gier? Wir sollten uns immer klar sein. Die Wirtschaft ist nicht da, um uns das Leben zu erleichtern, dass war einmal. Heute reden wir zum grössten Teil von internationalen Aktienkonzernen. Und denen geht es um die Rendite. Wenn der Kunde ihnen Geld geben würde, ohne überhaupt ein Produkt zu bekommen, dann wären sie am glücklichsten. Warum z.B. ist ein eBook gleich teuer wie das gedruckte Buch. Ich bekomme keinen physikalischen Gegenwert, muss aber den gleichen Preis zahlen. Das ist für mich eine überkommene Vorschrift, oder schlicht, eine Frechheit. Aber letztlich nichts im Vergleich zu Unternehmen, die mir weiss machen wollen, eine gezuckerter viel zu fetter Joghurt stärke die Abwehrkräfte meiner Kinder oder um gesund zu bleiben bräuchte ich irgendwelche überflüssigen Vitaminpräparate. Und auch für die Haut braucht es wenn überhaupt eine einfache Fettcreme. Alles andere ist nach allen wissenschaftlich durchgeführten Studien Blödsinn. Die Haut ist dazu da, den Körper vor Umwelteinflüssen zu schützen. Glaubt jemand ernsthaft, dass dann Pflanzenstoffe, die ich mir auf die Haut schmiere, da etwas bewirken? Das ist reinste Propaganda und durch nichts belegt. Wer mir nicht glaubt, dem lege ich sehr Ben Goldacre Die Wissenschaftslüge: Wie uns Pseudo-Wissenschaftler das Leben schwer machen ans Herz. Hierin wird nicht beschrieben, dass die Wissenschaft lügt, sondern dass uns ein Heer unwissender Pseudowissenschaftler mit Halbwissen zum Teil in Lebensgefahr bringt. Und wer sich noch genauer informieren will, der sollte sich mal den „Skeptiker“ ansehen, die Zeitschrift der GWUP- der „Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften“ ansehen. Nicht immer einfach, was dort offengelegt wird aber wissenschaftlich fundierter als jeder Artikel in der Tagespresse. Und Wissenschaft aus erster Hand gibts bei „Spektrum der Wissenschaft“ und deren interessanter Homepage. Denn auch ich gebe Geld aus, aber ich investiere es gerne in Dinge, die mich auch intellektuell etwas weiter bringen als das dumme Fernsehprogramm oder die Halbwahrheiten aus der Tagespresse.
Mein Lieblingssatz in letzter Zeit: Das gibt es schon längst: Oder auch „Flipboard“ ist ein alter Hut
Die TAZ titelt: Social Magazine statt Zeitschriften aber was ist so neu daran? Ich nutze mit Feedly, Twittertim.es und relevANTS schon längst Dienste, die mir einen aufbereiteten, zusammengefassten Blick auf meine Streams und News liefern. Wieder mal wird die Implementierung einer Idee auf einem neuen Device mit einem neuen Konzept verwechselt. Sicher, Flipboard hat einige neue Features oder ein anderes Look and Feel. Aber das Konzept an sich ist durchaus schon älter.
Was ich viel spannender fände wären Aggregatoren, die mir immer wieder auch NEUE News aus nicht abonnierten Feeds und nicht gefollowten Tweets liefern, die aber zu meinem aktuell abonnierten Nachrichtenstream passen. Denn sonst verhindere ich, was ich in jeder guten Zeitschrift habe. Ich stolpere nicht mehr über Artikel und Infos, die ich nie in dieser Zeitschrift vermutet hätte, die mich aber auf neue Gedanken, neue Ideen bringen.
Wieder mal gilt, es ist nicht die Technologie, sondern die Philosophie dahinter, die das ganze spannend macht. Man darf den Hype um eine Device nicht mit wirklich neuen Ideen verwechseln.
Vom Zwang des Online seins. Gibt es auch gute Gründe, offline zu gehen?
Immer mehr Dienste spriessen aus dem Boden, immer mehr Location based Services bieten sich an, um mir Zusatznutzen zu bieten. Klar, die webaffinen Bekannten und Kollegen nutzen viele dieser Dienste, aber manchmal beschleicht mich das Gefühl, wir geraten wieder in eine „wenns alle cool finden, dann ich auch“ Spirale, wie schon bei der DotCom Blase.
Auch heute gilt, wir sollten nicht unreflektiert alles neue adaptieren und jedem neuen Hype hinterherlaufen.
Zur Zeit beobachte ich recht kritsch die Dienste im Stile von Gowalla und Foursquare. Ich nutze sie, weil ich mich über die Technik informieren will. Aber bislang erschliesst sich mir hier weder ein Mehrwert, noch ein dezidierter Nutzen. Die meisten Bekannten, mit denen ich mich treffen will, vereinbaren mit mir im Vorfeld ein Treffen, viele derer, die ich auf der Freundesliste habe leben so weit von mir entfernt, dass die Chance auf eine spontane Begegnung via Gowalla oder Foursquare gen null strebt.
Was mir im Moment ein bisschen fehlt ist das reflektierte Beobachten und auch das Bewusstsein, dass Online sein nicht in sich selbst sinnvoll ist. Miriam Meckel beschreibt das in ihrem Buch „Das Glück der Unerreichbarkeit“. Denn und das habe ich ja auch schon in einem anderen Artikel reflektiert: Die neuen Techniken und Möglichkeiten sollen uns das Leben erleichtern. Wenn die Nutzung selbst zum Stressfaktor wird, sollte man sein Verhalten überdenken. Technik sollte im Idealfall Arbeit abnehmen und das Leben vereinfachen. Wenn ich mich, vor einem Lokal oder dem Bahnhof stehend erst in 5 Dienste einchecken muss um up to date zu sein, dann läuft da was falsch.
Dieses Jahr werde ich persönlich mal das Experiment offline für unseren Jahresurlaub wagen und mich zwei Wochen aus dem Netz verabschieden. Nicht weil wir wegfahren, sondern um einfach mal Urlaub vom Netz zu machen 😉
Der nächste Megatrend? Offline und dennoch Online?
Wir alle erleben im Moment einen Hype. Social Media, always on, Twitter und mein Facebook Status. Wer netzaffin ist, der ist auch online und meldet seinem Umfeld immer und überall, was ihn umtreibt.
Oder auch nicht. Es gibt immer noch viele, die dem ganzen nichts abgewinnen können, die sagen: „Dafür ist mir meine Zeit zu schade, was solch ich denn bloggen/twittern, das ist mir alles zu kompliziert.“
Auftritt: Web 3.0. Ja ich weiss eine Buzzword Nummerierung aber wenn man mal hinter die Fassade schaut und sich so seine Gedanken über das kommende Semantic Web macht… Ich finde, da kommt was spannendes auf uns zu.
Letztlich nutze ich jetzt schon RSS Feeds, Aggregatoren und Suchfilter, um die Informationsflut in für mich interessant und eträgliche Bahnen lenken. Aber es wird mehr werden. Und ich bin mittlerweile auch wieder kontrolliert offline, gönne mir längere informationstechnische Auszeiten. Aber das schaffe ich, da ich mich mit den Technologien befasse und aktiv nach Aggregierungsmöglichkeiten und Filterungswegen suche.
Was ich als die grosse Chance von Web 3.0 ansehe, sind Möglichkeiten, Informationsströme auch semantisch aufzubereiten. Da im Semantic Web auch der Inhalt einer Seite aus der Seitenbeschreibung hervorgeht ist meiner Ansicht nach die Zeit für intelligente Informationsagenten gekommen. Wir werden, so meine Prognose, Werkzeuge an die Hand bekommen, die für uns anhand dessen, was wir bislang angesurft haben nach neuen Quellen suchen, zusammenfassen, aufbereiten und uns ein sehr komprimiertes Bild der aktuell im Netz vorhandenen Informationen geben. Sie schauen auf unser Facebook und Twitter Profil, auf die bislang von uns gesendeten Tweets und recherchieren auf diese Basis nach weiteren Informationen. Ich muss nicht mehr „persönlich“ online sein und meine Filter justieren, um über meine Themen auf dem Laufenden zu bleiben. Das wird Software für mich erledigen. Es könnte z.B. kleine Newsticker geben, die vielleicht sogar als Standalone Devices einen gefilterten Nachrichtenstorm zu mir ins Haus, aufs Smartphone und vielleicht sogar ins TV liefern. Diese Ströme bestehen dann nicht mehr nur aus Text, sondern können auch Videoschnipsel enthalten.
Wir werden meiner Ansicht nach erleben, dass die Zukunft wieder mehr „Offline“ Zeit erlaubt. Denn always on ist auch ein Stressfaktor. Wer ist schon so diszipliniert, wirklich auch mal offline zu gehen? (Ok, und auch , weil ich abends lieber im Web recherchiere oder ein Buch lese, als dem Fernsehprogramm zu folgen)
1. Barcamp Hohenlohe (2011?), die Planung ist gestartet
Hallo,
da ich begeisterter Blogger und Social Media Evangelist bin und der Szene nicht nur Konsument sein will, sondern auch selbst etwas anbieten habe ich mich entschlossen, den Versuch zu starten, in meiner Region ein eigenes Barcamp auf die Beine zu stellen.
Die Planung hat jetzt mit dem Einrichten einer Plattform auf Mixxt begonnen unter : BarcampHohenlohe. Um überhaupt abzuschätzen, ob sich solch eine Veranstaltung lohnt, wäre die erste grosse Hilfe der Community, sich dort zu registrieren und mitzuhelfen (natürlich speziell meine Follower aus der Region), damit wir das auf die Beine stellen können. Termin ist noch nicht sicher, ich avisiere im Moment das Frühjahr nächsten Jahres oder ggf. den Juni/Juli.
Wer auch immer mir mit Tipps, Infos, Material, Dos und Don’ts helfen kann, sei mir herzlichst willkommen.. Ist, wie man so schön sagt, mein erstes Mal 😉

