Ohne Worte, bin einfach nur beeindruckt!
MODERN TIMES from BC2010 on Vimeo.
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Dank Cybermonday kam ich diesen Montag sehr günstig an einen Livescribe Pulse 2Gb (bei 1edu für ca. 80 Euro) und heute kam das gute Stück nun an!

Gleich nach dem Auspacken fällt auf, der Stift ist schon sehr gross. Allerdings für mein Gefühl noch leichtgewichtig und liegt recht gut in der Hand. Die Software für das Andocken an den Computer kann man sich direkt von www.livescribe.com herunterladen. Danach wird der Stift nach dem Einstecken sofort erkannt, die Treiber werden automatisch installiert und sogar ein Softwareupdate für den Stift wird durchgeführt.

Was mir gleich ins Auge sticht und mich sehr freut: Es gibt eine Anbindung an Evernote! Damit habe ich ein weiteres Device, das mir meine Daten in die Cloud stellt.
Während des Updates nimmt die Desktop Software auch erste Einstellungen am Stift vor (Uhrzeit setzen) und ich kann mich bei Livescribe registrieren, um auf die verschiedenen Online Dienste zugreifen zu können wie z.B. Pencast. Damit ist es möglich, mit dem Stift aufgezeichnete Niederschriften wie einen Film quasi nochmals abzuspielen. So können andere mitlesen, was ich aufgeschrieben habe.
Jetzt den Stift abgedockt und erste Einstellunge mit dem Stift durchgeführt. Das verblüffende: Ohne komplizierte Konfiguration funktioniert der Stift.
Ich kann ihn durch Tippen auf ein Feld auf der Einstiegsanleitung für mich als Linkshänder konfigurieren. Der Stift reagiert erstaunlich schnell und sicher auf die auf dem speziellen Notizblockpapier aufgedruckten Steuersymbole und man kann bestimmte Steuerkreuze sogar selbst malen. Durchs Menü navigiert man, in dem man auf dem Papier auf das entsprechende Symbol bzw. den passenden Pfeil tippt.
Alles ist wirklich erstaunlich selbsterklärend und die Aufzeichnung funktioniert aus dem Stand und ohne grössere Probleme. Die Sprache ist recht klar zu verstehen und für grössere Räume liegt ein Headset mit eingebautem Mikrophon bei, das auch dort gute Ergebnisse liefert.

Anbei noch ein Grössenvergleich zu einem normalen Stift und ein erstes kleines Demovideo von meinen ersten Gehversuchen.
Fazit: Ich bin fasziniert. Das das ganze zum einen so einfach und vor allem so gut funktioniert, hätte ich nicht erwartet. Damit werde ich sicherlich den einen oder anderen Vortrag mitprotokollieren, zumal der Akku definitiv für einen Tag reicht!
Eine klare Kaufempfehlung und noch ein Tipp zum Abschluss. Da es den Nachfolger Echo ganz neu auf dem Markt gibt, der aber fast baugleich ist und nur mehr Speicher hat (wobei 2Gb bereits für mehrere Tage reichen) gibt es den Pulse bei Versendern und vor allem bei EBay schon für unter 100 Euro. Wer also viel mitschreibt (viele Meetings, viele Vorlesungen) der findet im Pulse das ideale Werkzeug. Und für mich ist er schon deshalb interessant, weil ich mit diesem Werkzeug auch in einem technophoben Umfeld noch willkommen bin.
Studie: Wachsende Sorge um „digitale Außenseiter“ titelt der Heise Ticker.
Nach einer Studie der Initiative D21 zur digitalen Gesellschaft sind 63 Prozent der Gesellschaft nicht oder wenig souverän im Umgang mit der digitalen Technik.
Ach? Was hat das jetzt speziell mit digitaler Technik zu tun? Ich wage mal zu behaupten, daß das so ziemlich die Prozentzahl der Bevölkerung ist, die schon immer Probleme mit Technik hatte. Vermutlich nicht prozentgenau aber es gab schon immer Technophobiker, die glaubten, beim Zug fahren würden sich die inneren Organe verschieben, das CERN könne mit einem schwarzen Loch die Erde vernichten, Mobilfunkstrahlen würden Krebs erzeugen (selbst wenn der Mast gar nicht angeschaltet war). Es ist nun mal so, dass viele Menschen Probleme mit Technik haben. Und die wird man auch nicht überzeugen können. Wer immer noch emotional argumentiert, wenn es um die Vorteile eines papierenen Buchs geht, wer jedes elektronische Bürohilfsmittel immer noch als „Spielzeug“ klassifiziert und sich stolz brüstet, er fände sich auch ohne Navi zurecht, der soll von mir aus in der digitalen Diaspora versauern.
Ich mags langsam nicht mehr hören. Wer nicht will, den soll man in seiner Welt lassen. Wir können nicht alle von den Vorteilen der modernen Welt überzeugen. Das hat noch nie geklappt. Es bedarf stets auch eines Generationenwechsels, um gewisse Technologien selbstverständlich zu machen.
Ich erinnere mich noch gut an die dummen Sprüche, als ich in den Neunzigern mein erstes Mobiltelefon hatte: „Des braucht niemand, i will gar ned erreichbar sein“ und so weiter und so fort.
Heute geben nur noch die ewig gestrigen, die die Technik nicht verstehen mit der Nichtnutzung an. Und werden von der modernen Kommunikation abgehängt. Und exakt das wird mit der aktuellen Generation, oder zumindest dem Teil, der nicht gewillt ist auch mal etwas neues kennenzulernen passieren. Wir werden sie nicht mehr erreichen. Aber wir sollten die Welt auf die nachwachsende Generation vorbereiten, wir die wir heute schon sehen, wie die Welt morgen aussehen wird. Und wer jetzt sagt, das sind doch vor allem die „Alten“: Au contraire!!! Ich kenne auch im Alterspektrum derer zwischen 20 und 40 hinreichend viele Technikallergiker, die schon Panik bekommen, wenn nur mal das Mobiltelefon klingelt oder jeden enerviert anschauen, der nicht auf einem Stück totem Holz seine Notizen macht sondern auf einem Tablet PC.
Und wer heute immer noch ignorant meint: „Social Media? Bloggen? Du musst ja Zeit haben!“ Dem schleudere ich ein verachtungsvolles: „Nee, aber du ne bescheidene Terminplanung!“ entgegen.
Zugegeben, ich hatte schon immer ein Faible für intelligente Ordnungssysteme. Aber jetzt hab ich meinen speziellen Favoriten gefunden.

Der Taschenbegleiter von roterfaden . Entstanden aus einer Design Diplomarbeit bieten die Taschenbegleiter eine einfache wie geniale Methode, beliebige Zettel aber auch Terminkalender oder Notizhefte variabel und flexibel mitzunehmen. Durch drei Klammern werden beliebige Zettel im Taschenbegleiter festgehalten, und gleichzeitig dient die Klammer als Lesezeichen.
Das ganze ist Handarbeit und lässt sich auf der Seite von roterfaden mit verschiedenen Farben, Materialien, aber auch unterschiedlicher Anzahl an Innentaschen und Klammern indivdualisieren. Zudem kann man als Krönung der Individualisierung auch eine eigene Stickerei einbinden lassen.

Auch in Zeiten, in denen vieles digital erledigt wird, sind die Taschenbegleiter eine extrem sinnvolle Lösung, da sie quasi als Sammelbecken für all die verbliebenen losen Blätter, Notizen und Zettel dienen. Es gibt die Taschenbegleiter in den Formaten A4, A5 und A6.
Gerade jetzt so kurz vor Weihnachten ein schönes Geschenk, das in Deutschland in Handarbeit hergestellt wird und Ordnung ins Chaos so mancher Tasche bringen wird. Auch hier gilt, es ist nicht ganz billig, aber die Handarbeit, die Produktion in Deutschland und der hohe Individualisierungsgrad rechtfertigen den Preis, der bei knapp 49 Euro startet und dann entsprechend dem Maß an Individualisierung steigt.
Und auch der Service von roterfaden ist vorbildlich, man erhält zu jeder Frage eine Antwort und kann auch Sonderwünsche direkt mit den Mitarbeitern abklären. Mein Taschenbegleiter wird mit einer kleinen Stickerei versehen sein. Meinem Lieblingszitat von Albert Einstein und meinem Lebensmotto: „Viel mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben….“
Und dennoch gibts es auch noch nicht elektrifizierte, schöne Dinge, die nützlich sind und einem das Leben erleichtern können.
Und hier noch ein Promovideo, das das Prinzip sehr gut zeigt:
Update: läuft auch als Beitrag zur Blogparade Wo gibt es gute Weihnachtstipps im Netz
Die Computerwoche titelt: „Die Generation Y: Weg mit den Hierarchien„. Und ich muss sagen, nicht nur die Generation Y, also die nach 1980 Geborenen pfeifen darauf. Wenn ich mir ansehe, wie hoch das Durchschnittsalter der Nutzer von Plattformen wie Facebook und Twitter ist (jenseits der 30) dann kann ich nur sagen, wir sind bereits mitten im Wandel und es gibt bereits eine immer grösser werdende Zahl von Arbeitnehmern, die schon lange jenseits der Hierarchien arbeiten.
„Die Generation Y pfeift auf Hierarchien. Aber nicht nur die!“ weiterlesen

Eigentlich bin ich nicht der Typ, der sehr viel Wert auf Mode legt. Aber die Idee von @manomama, das hat sicher der eine oder andere bereits gemerkt, gefiel mir von Anfang an. (Und mittlerweile feiert @manomama schon das erste sehr erfolgreiche und mit vielen Auszeichnungen bedachte erste Jahr ihres Bestehens. Mögen noch viele folgen)
Handgefertigte Kleidung, nach ökologischen und sozialen Kriterien hergestellt, nicht nur mit dem Profit im Kopf.
Nun ja, ich hab schon ein wenig gezögert, aber dann war das Team um @manomama so gemein, diesen tollen Parka anzubieten!
Da konnt ich dann doch nicht mehr nein sagen.
Heute nun kam die Lieferung, nach nur 4 Tagen an.
Man bedenke: Der Parka wurde nach meinen Maßen geschneidert, also kein Produkt von der Stange.
In einem vielbeachteten Essay hat Tim Berners-Lee im Scientific American vor einer Inselbildung durch die Begehrlichkeiten von Social Media Plattformen wie Facebook aber auch durch die Aufkündigung der Netzneutralität durch Mobilfunkdienstleister gewarnt. Und er hat recht. Alleine der jüngste Zensurfall bei Facebook zeigt, wie dominant die grossen Plattformen geworden sind, wie sehr sie unsere Rezeption des Netzes kontrollieren. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht die Infrastruktur, die durch die grossen Dienstleister bereitgestellt wird, mit dem gesamten Netz verwechseln. Denn so paradox das klingen mag. Fokussieren wir uns zu sehr auf die grossen Plattformen, so schränken wir unsere Vernetzung und die damit verbundene Freiheit wieder ein. Plötzlich sind nur noch die Kontakte sichtbar, die auch auf Facebook sind, plötzlich interessieren sich die User nur noch für die Videos, die von einer breitbandig angebundenen Plattform schnell gestreamt werden.
Gerade deshalb sind für viele Netizens im Moment evtl. solche Ansätze wie Diaspora interessant, die genau das wollen, die Wahlfreiheit im Netz wieder herstellen und die Dominanz einzelner Marken zu brechen.
Das Netz gehört nicht den Konzernen und Plattformen, das Netz gehört uns allen, die wir uns darin bewegen. Das dürfen wir nicht vergessen und uns auch nicht wegnehmen lassen.
Die Zeit berichtet aktuell:
Facebook schmeißt Konkurrenten raus .
Um selbst nicht in die Schusslinie des grossen Zensors zu kommen werd ich hier mal zur Sicherheit mit einem Alias arbeiten: „Gesichtsbuch“ 😉
Was ist geschehen? Die Satireseite Lamebook scheint offensichtlich den grossen Zensor „Gesichtsbuch“ an einer empfindlichen Stelle getroffen zu haben. Der Daumen nach unten passt wohl nicht ins super Saubermann Bild von „Gesichtsbuch“.
Was lernen wir daraus? Wir dürfen uns nicht abhängig machen von nur einem Portal. Denn so gewinnt ein Dienst die Informationshoheit und beginnt genau das zu verwirklichen, was unser aller Regierung so gerne hätte. Eine Zensurinfrastruktur, in der nur noch das zu lesen ist, was dem grossen Zensor „Gesichtsbuch“gefällt.
Aktuell habe ich eine Statusmeldung mit dem Begriff Lamebook abgesetzt und sie ist (noch) nicht zensiert aber wer weiß, ob es nach der ersten kurzen Zensurwelle nicht noch eine zweite geben wird? Oder vielleicht ein anderes Thema, das „Gesichtsbuch“ nicht in den Kram passt? Kritik an den ganzen Müllspielen, die Timelines verstopfen?
Oder an den enervierenden Werbeeinblendungen und seltsamen Empfehlungen?
Zudem wurde Lamebook wegen Markenrechtsverletzung verklagt. Danke „Gesichtsbuch“, danke Mr. Suessungsmittelerhebung, dass hier mal wieder eine marktdominierende Plattform ihr hässliches Gesicht zeigt.
Die Netzgemeinde merkt sich das!
Inzwischen hat „Gesichtsbuch“ sich entschuldigt und festgestellt, dass man da wohl einen Fehler gemacht hat. Wirklich? Oder war man nur peinlich berührt davon, daß man die Zensur nicht unbemerkt durchziehen konnte? Und wann wird das nächste Mal versucht, unliebsame Beiträge zu zensieren? „Gesichtsbuch“ I do not buy your excuse.
Wie wäre es eigentlich mal mit etwas Lamebook Galore? Warum posten wir nicht einfach alle mal bei jeder Statusmeldung noch einen Link zu Lamebook. Streisand Effekt reloaded.