Social Media ist vorbei

Social Media ist für mich nahezu wertlos geworden, lediglich Kontakt halten zu meinen Followern und Fans macht noch Sinn. Warum? Nein, nicht Mal wegen der rechten Trolle. KI hat dem Medium die Glaubwürdigkeit geraubt. Bilder, Videos, Texte sind nahezu unmöglich als KI generiert erkennbar. Das führt aber zu einer generellen Vertrauenskrise was das Medium angeht. Welcher Instanz darf man noch glauben. Man kann noch einige öffentlich rechtliche Kanäle verwenden, selbst scheinbare Wissenschaftskanäle können aber komplett generiert und damit anfällig für Halluzinationen sein. Zumal KI nach wie vor nicht VERSTEHT was sie schreibt, sondern Wahrscheinlichkeiten ermittelt. Das zwar in erschreckend hoher Qualität aber eben völlig unvalidierbar. 

Es braucht Strategien, KI als solche zu entlarven und Methoden, das Halluzinieren zu unterbinden. Aber selbst dann wird das Medium Social Media immer weniger interessant. Weil alles generiert und damit nicht real sein könnte.

Ja, selbst Cat Content.

Wo bin ich, wer bin ich, was will ich

Ich wurde in letzter Zeit des Öfteren gefragt, warum es so still geworden ist um meine Geschichte.

Es gibt eine Zeit und einen Ort. Und ich denke, meine Zeit ist nicht mehr die eines Aktivisten gegen Depression und die damit einhergehenden Vorurteile.  Hier ist eine neue Generation gefragt, ich kehre zurück zu meinen Wurzeln und befasse mich mit KI insbesondere Generativer KI, auf die ich seit meinem Studium vor 30 Jahren gehofft habe. Die letzten Jahre wurde es still, der Bedarf an meiner Geschichte beschränkt sich zunehmend auf Schulen. Das werde ich auch weiterhin anbieten, weil ich der festen Überzeugung bin, je früher wir eine Bewußtsein für mentale Gesundheit schaffen, um so besser.

Aber Moment.

Gestern war ich auf dem KI Festival des IPAI in Heilbronn. Und dort wurde unter anderem auch die Vision einer Diagnostik mit Hilfe von KI vorgestellt.  Das mag manche gruseln, ich sehe es aber als große Chance. Wir brauchen allerdings viel mehr Daten, Diagnosen, Untersuchungsergebnisse, um Modelle definieren, programmieren und trainieren zu können.

Deshalb plädiere ich weiterhin für einen offenen Umgang mit psychischen Erkrankungen. Man kann Daten einfach pseudonimsieren aber dennoch relevante Informationen erhalten. Aber auch dafür gilt es, eine Öffentlichkeit zu schaffen.

Und es gilt, Ängste und Hemmungen im Bezug auf KI abzubauen. Es birgt Risiken, KI zu verwenden aber auch unendliche Möglichkeiten, Chancen, Wege in die Zukunft.

Es ist wie  mit dem Messer, dass man zum töten oder Brot schneiden verwenden kann. Es ist nicht das Messer, es ist unser Umgang mit KI, der entscheidet, ob wir uns selbst aus der Gleichung nehmen oder eine Zukunft für alle schaffen. Dafür braucht es Umdenken und vor allem keine Politik, die immer am alten, fossilen, immer schon so getanen festklebt.

Wir brauchen Mut, um neue Wege zu gehen, Mut, auch Fehler einzugestehen, Mut, wieder aufzustehen und weiter zu machen.

Ich werde wohl doch ewig der Aufklärer, der Aktivist bleiben, aber jetzt möglicherweise auf zwei Gebieten. Mentale Gesundheit und die Chancen durch KI in der Diagnostik.

Warum „du bist doch nicht normal“ was Gutes ist

 

Klar bin ich nicht normal. 1.93 groß, Linkshänder, depressiv, liebt klassische Musik aber interessiert sich null für „Saufen gehen unter Männern“ was meine Alterskohorte zumindest in meinem Umfeld nach wie vor zelebriert. Mag kein Fußball, schaut kein TV mehr. Ich könnte ganz schön lange so weiter machen.

Vor meinen Therapien, vor jenem Tag vor mittlerweile 7 Jahren hab ich mir oft gewünscht, so zu sein, wie die anderen. Aber immer, wenn ich versucht hab, mich da einzufügen, ging das grandios schief oder machte so gar keinen Spaß, dass ich es meist schnellstens wieder gelassen hab.

„Irre, wir behandeln die Falschen“ von Dr. Lück war ein Augenöffner. Viel mehr aber die ganzen Therapien in den Kliniken, mit meinen Verhaltenstherapeuten und in die wunderbaren Gespräche mit meinen „Mitbekloppten“. Nein „In der Klapse sind die normalen Menschen, die mit dem Wahnsinn da draußen nicht mehr fertig werden. “ hab ich damals getwittert und das ist zu meinem meistkolportierten Tweet geworden. Weil es einfach stimmt. Trump, Putin, Showstars, Politiker alle gelten als völlig normal. Und Millionen von Menschen folgen ihnen, halten all die Lügen für richtig. Trump lügt, wenn er den Mund aufmacht, aber wie will man Lügner therapieren, wenn sie doch offensichtlich gesellschaftlich akzeptiert sin? Man kann ja nur behandeln, was gesellschaftlich nicht für normal gehalten wird. Bzw. so denken viele, die uns „Bekloppte“ als gefährlich, zumindest aber merkwürdig ansehen. Dabei ist oft die merkwürdigste Gestalt, die morgens im Spiegel. An der heutigen Gesellschaft nicht zu verzweifeln ist schon fast in sich pathologisch.

Wir vernichten sehenden Auges den Planeten, der unser einziges Zuhause ist und der Politik fällt nichts besseres ein, als mehr vom gleichen Mist. Und das sollen wir dann für normal, für logisch halten, dabei ist es doch nur noch irre.

Es kann so nicht weitergehen und vielleicht steckt die Lösung eben nicht in der Normalität, vielleicht müssen wir „Anders seienden“ mal lauter werden, um die Normalen auf ihren legalen Wahnsinn hinzuweisen.

Auf die Idiotie des Sparens bis alles kaputt ist, auf Empfehlungen, man solle doch mit Holzpellets heizen, die für die Umwelt eben nicht eine gute Alternative sondern ebenso schädlich sind, wie z.B. Kohle und Öl.

Ich würde aus „Irre, wir behandeln die Falschen“ weitergehend. „Irre, wir hören auf die Falschen“ machen.

Der Wahnsinn ist da draußen. Und dass ich eben anders bin, ist für mich mittlerweile kein Makel mehr, sondern Rettung vor dem Wahnsinn, den andere für vernünftig und richtig halten. Übrigens halte ich die Arbeitswelt nach wie vor für einen Kindergarten für Erwachsene (auch wenn ich dafür einen der berühmten Drohbriefe bekommen habe), denn solange ich jemanden über mir habe, der bestimmt, wie ich mich zu verhalten habe, wie ich meine Arbeit erledigen soll, ist das eine ähnliche Machtposition wie in Kindergarten und oft auch noch in der Schule. Wir sind Erwachsene, die in der Regel wie ungehorsame Kinder behandelt. Ärgerlich nur, dass dank Corona nicht nur ans Licht kam, das in etwa 75 Prozent durchaus mit Freude von unterwegs oder zuhause arbeiten, statt in einem lauten, anonymen und stressigen Großraumbüro unter Dauerbeobachtung. Noch ärgerlicher war wohl nur, dass es in den allermeisten Fällen auch noch funktionierte und der Laden weiterlief, als gäbe es weder Corona noch Home Office.

Fazit:

Genau genommen habe ich in den Kliniken nicht gelernt, mein „anders sein“ abzulegen, sondern den Wahnsinn besser verkraften zu können.

Tage der Stille

Nicht wundern, wenn es möglicherweise eine Weile dauert, bis ich hier wieder mit Beiträgen aktiv werde. Was aktuell bei Corona und in der Ukraine geschieht, besorgt mich sehr. So sehr, dass ich aus Selbstfürsorge meine Filter hochfahre, um nicht von den schlechten Nachrichten überrollt zu werden.

Ich predige keinen Nachrichtenverzicht, denn man sollte schon auch in Krisenzeiten in der Realität bleiben. Aber wohldosiert. Das heißt bei mir, einmal am Tag Nachrichten reicht.

Und vor allem, einfache Antworten hinterfragen. Die Welt ist komplex, gerade im Moment.

Passt also auf euch auf, sorgt für ein wohlwollendes Netzwerk und vergesst bei all den Sorgen und Ängsten nicht, auch die schönen Dinge in euer Leben nach wie vor zu lassen. Das stärkt und lässt uns das Negative, Bedrohliche gemeinsam besser durchstehen.

Ja, wir sollten helfen, zusammenstehen, Flüchtlingen mit offenen Armen begegnen. Aber wir sollten auch Kraft tanken, denn wir dürfen uns von diesem menschenverachtenden Diktator nicht ins Bockshorn jagen lassen, das ist es nämlich, was er sich erhofft hatte.

Stehen wir zusammen, achten wir aufeinander.

Wir lesen uns

Ein Jahresrückblick ohne Jahr

Das war dann also 2021. Eigentlich ja 2020 reloaded. Es gibt zwei Ereignisse, die dieses Jahr für mich überhaupt existent machen.

Im Frühjahr die unglaublich erfolgreiche Petition gegen die #rasterpsychotherapie.  Sagenhafte 212.000 Menschen unterstützten mich und halfen mit, Öffentlichkeit zu schaffen. Wir waren damit ein Teil einer gemeinsamen Bewegung, die sich gegen eine Rationierung von Psychotherapie stellten und bewirkten , so dass die Medien und letztlich auch die Parteien verstanden, dass die Gesetzesänderung für Betroffene wie für Therapeut*innen und Angehörige eine fatale Fehlentwicklung dargestellt hätte.

Ich kann für diesen Erfolg nur immer noch etwas fassungslos Danke sagen. Über 200.000 Stimmen binnen einer Woche, das war grandios, fantastisch und tat zudem so gut, weil offensichtlich in der Öffentlichkeit mittlerweile besser angekommen ist, was eine psychische Krankheit bedeutet und wie komplex und eben nicht in Stunden oder Wochen messbar hier eine Behandlung ist als in der Politik.

Und dann im September mein Aufenthalt in der Reha.  Anders als bei meinem ersten Aufenthalt 2015 dieses Mal offen für Erkenntnis, bereit, mich zu verändern, bereit, mich auf meine Depression und die Angst einzulassen. Und es hat geholfen, ich fühle mich gestärkt, habe wieder Mittel und Wege reaktiviert, meine Depression im Griff zu behalten.

 

Oh, und ganz nebenbei hab ich 10kg Gewicht verloren, mir einen Bart wachsen lassen und bin binnen 5 Wochen Reha knapp 100km gewandert. (Wer mich kennt weiß, wie groß das für mich ist)

Ansonsten kann man 2021 getrost wegpacken und nicht mehr so schnell rausholen. Corona beschäftigt uns nach wie vor, man kann leider im Moment nicht mehr unterschiedlicher Meinung sein, was ich allmählich für eine Nebenwirkung von Corona halte und wer meine Position zu dem Ganzen Themenkomplex wissen will, ich sags nicht, weil ich keine Lust auf sinnlose Trollereien habe. Nur so viel. Ende Januar 2022 gibt es die Booster Impfung.

All jenen, die mich 2021 unterstützt, begleitet oder auch nur wohlwollend ertragen haben wünsche ich eine geruhsame Vorweihnachtszeit, etwas Ruhe und gute, normale Gespräche und wir lesen uns 2022 wieder, wo es hoffentlich endlich heißen wird: Corona 0, Menschheit 1.  Und hoffentlich können wir uns nächstes Jahr endlich wieder auf einem realen Barcamp treffen. Oder vielleicht, auch wenn es mein Buch nur noch als EBook und Audiobook gibt, auf der einen oder anderen Lesung oder einem Vortrag.

Und hoffentlich 2022 auch mit mehr Verstand und weniger Aggression……. Sonst setzts was.

Eine wichtige Petition für eine bessere Psychotherapieversorgung. Bitte unterzeichnet

Noch heute bin ich euch allen voll Erstaunen dankbar für die über 200000 Unterschriften gegen die #rasterpsychotherapie. Deshalb möchte ich einer weiteren wichtigen Petition, die von @DianazurLoewen und @AndreasBergholz gestartet wurde, mit meiner und hoffentlich euer aller Unterschrift zum Erfolg verhelfen.

Es geht um folgendes und ich zitiere die Seite der Petition:

Folgen der Pandemie: Mehr Therapieplätze in Ampel-Koalitionsvertrag festschreiben!

Die Corona Pandemie war und ist für uns alle eine große Belastung.

Manche hatten Glück, andere nicht. Einige von uns hat es nicht so hart erwischt, man ist gut durch die Pandemie gekommen. Andere hingegen hat es hart getroffen. So hart, dass es sie aus dem Leben geworfen hat.

Sie brauchen akute Hilfe und unsere Solidarität. Wir starten diese Petition in Namen aller, die therapeutische Hilfe benötigen und auf einen von der Krankenkasse bezahlten Platz warten und hoffen.

Ihr seid nicht allein.

Schon vor Corona gab es zu wenig von den Krankenkassen bezahlte Therapieplätze, durch die Pandemie hat sich die Nachfrage nach Plätzen aber nochmal deutlich verstärkt.

Einer Studie zufolge gibt es weltweit durch Corona 52 Millionen Fälle von Depression mehr als es ohne die Pandemie gegeben hätte. Angstzustände und Panikattacken haben um rund ein Viertel zugenommen (Quelle).

Bei Menschen mit Depressionen und Essstörungen hat sich die Belastung durch die Pandemie verdreifacht – bei Zwangsstörungen sogar verfünffacht. Frauen und junge Erwachsene sind am stärksten betroffen (Quelle).

Neuseeland gibt Milliarden aus um psychische Krankheiten zu bekämpfen, die Briten haben bereits ein „Einsamkeitsministerium“. (QuelleQuelle)

Und Deutschland?

Zurzeit beträgt die durchschnittliche Wartezeit auf einen von der Krankenkasse bezahlten Therapieplatz bei uns 22 Wochen. 22 WOCHEN! Das sind fünfeinhalb Monate, die für Betroffene zu einer qualvollen Zeit werden können, in der sich ihr Zustand rapide verschlechtern kann.

Wenn du dir ein Bein brichst und deswegen zum Arzt musst, lässt man dich dann auch 5 Monate auf eine Behandlung warten? So müssen wir anfangen über die Thematik Therapie zu denken und miteinander zu sprechen.

Bitte unterstützt die Petition, teilt, sprecht darüber, werdet aktiv, redet mit Politiker*innen

Für mehr weniger

Es mag eine Nische sein, aber in zunehmendem Maße beobachte ich, dass die Menschen genug haben von den Werbe- und Wirtschaftslügen von der Wichtigkeit, immer das neueste und beste zu besitzen und vom notwendigen Wachstum.

Samsung bleibt gerade auf seinem Smartphone-Topmodell sitzen (ein Gerät, das für um die 1000 Euro das leistet, was mittlerweile auch Smartphones um die 200 Euro leisten. Oder würden die Konzerne nicht mit der geplanten Obsoleszenz arbeiten, auch das Gerät von vor drei Jahren)

Immer mehr Menschen hinterfragen auch, ob das Rattenrennen im Beruf, das doch noch viele erleben (müssen), wirklich Sinn des Lebens sein kann. Wir müssen endlich umdenken. Wachstum geht nicht endlos und wir vernichten mit unserem Wachstumswahn die Zukunft kommender Generationen.

Wir sollten uns von der Kultur der Spitzenleistung verabschieden, weil sie Menschen kaputt macht und zudem die Spitzenleistung von Heute die Minderleistung von Morgen ist. Manager, die sobald das Unternehmen nicht mehr die Shareholder (in Deutsch: Gieriges Pack) befriedigt, nur die Handlung des Mitarbeiter Entlassens sehen, müssen sich die Frage stellen lassen, ob sie als Manager nicht a priori versagt haben, wenn sie so eng planen, dass ein erster Rückgang der Gewinne gleich zur Entlassungspanik führt. Oh, nicht mehr Geld aus den Taschen der Kunden gezogen als im Vorjahr. Entlassen wir doch gleich mal Mitarbeiter und laden den da Gebliebenen gleich mal noch mehr auf.

Psychische Probleme steigen auch deshalb, weil wir immer engeren Maßstäben für Leistung, für gute Arbeit genügen sollen, die meist so überdreht sind, dass sie letztlich krank machen.

Und nein liebe Manager, psychische Gesundheit ist nicht Privatsache, wenn der Mensch die überwiegende Zeit seines Lebens bei der Arbeit verbringt.

Grundeinkommen, 4 Tage Woche, weniger Konsum, weniger Wachstum (wobei wir eigentlich schrumpfen müssten, aber da drehen ja gleich wieder Gieriges Pack und Wirtschaftsvertreter durch).

Wir fahren sehenden Auges auf den Abgrund zu und die Wirtschaft jubelt, mehr, schneller, immer schön geradeaus.

Es wird Zeit für ein neues „Normal“. Ein Normal, in dem es nicht um Wachstum geht, um mehr, um schneller, um besser.

Ein Normal, geprägt von genug, weniger, sinnvoll, entschleunigt. Sonst wird uns spätestens die Wand des Klimawandels hart und konsequent aufhalten. Wir brauchen die Erde. Die Erde braucht uns nicht.

So manch einer wirft Bewegungen wie „Fridays vor Future“ zu radikale Haltungen vor.

Wenn ich aber sehe, wie die Politik agiert und denkt, fällt mir nur ein Satz ein: „Laschet alle Hoffnung fahren.“

Politiker folgen schon lange nicht mehr dem Bürgerwillen sondern der Lobby und Wirtschaftsinteressen. Entscheidungen zum Wohle aller fallen nur, wenn damit die Wiederwahl gesichert werden kann. Und da sind unbequeme Themen wie der Klimawandel halt nicht gewünscht, nicht wahr, Herr Laschet und Co.

Jetzt reicht es (selbst mir)

Lange, wirklich lange habe ich Social Media verteidigt. Hab darauf hingewiesen, dass Whatsapp und Twitter mir einst das Leben gerettet haben. Hab Trolle und Querdenker als Nische abgetan.

Aber jetzt werde wohl selbst ich für einige Zeit die sozialen Medien nur noch als Kanal zum Senden aber nicht. mehr zum Empfangen nutzen. Weil weder Diskussionskultur,  noch Anstand, noch Rücksicht auch nur leicht durchscheinen. Sei es der Weltraum, die Natur oder die Ernährung. Es wird nur noch radikal, schwarz weiß gedacht. Die wenigen gemässigten, am Diskurs interessierten Nutzer werden immer lauter und aggressiver niedergetrollt.

Das ist alles nicht mehr schön, es ist traurig und vieles, was im Moment diskutiert wird, erinnert mich fatal an Interstellar, wo Wissenschaft und Forschung sich in Bunker zurückziehen und verstecken musste, weil die Öffentlichkeit die Zusammenhänge zwischen Grundlagenforschung, dem Drang zu den Sternen und der Weiterentwicklung als Spezies nicht zu durchschauen in der Lage waren.

Nein, es geht mir im Moment nicht gut mit dem Umgangston. Twitter und Facebook sind für mich broken beyond repair und selbst Instagram wird immer mehr zur Plattform um eigene radikale Ansichten hinauszuposaunen und die eigene Dummheit hinter Schimpftiraden und Trollangriffen zu verstecken.

Sorry Leute, so nicht. Kriegt euch bitte wieder ein, bis dahin:

 

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