Stadt-Geschichten

Ich freue mich auf den Sommer. Wenn die Menschen in meine Parks strömen. Wenn lachende Kinderaugen auf großen Rutschen in lebensvollen Bädern ins Wasser jagen.

Der Sommer. Tische und Stühle vor Häusern. Menschen, die sich mit einem Lächeln begegnen. Parks, grün und voller Leben. Menschen besuchen mich, fremde Menschen, bewundern meine schönen Gebäude, vergnügen sich in Museen und Theatern. Ich habe viele Theater, meine Kultur verziert mich, macht mich schön von innen.

Ich freue mich auf den Herbst. Wenn ich aus Blättern ein neues Kleid bekomme. Wenn graue Straßen verbuntet werden durch Ahorn und Buche, durch Eiche und Birke. Menschen genießen die letzten Strahlen der späten Sonne. Gärten werden gepflegt, gereinigt, schön gemacht für das bald folgende Winterkleid. Menschen spazieren unter den bunten Blätterdächern meiner Wälder, sammeln Kastanien, basteln Figuren.
Mein Lichterkleid wird wieder herausgeputzt. Männer mit Leitern und gewichtigen Mienen wechseln Birnen, reinigen Glas, machen mich strahlend für die dunkle Zeit

Der Winter ist meine Ruhezeit. Ich hülle mich in ein weißes Kleid. Jetzt verschwinden meine Menschen in Häusern und lassen wärmenden Rauch aufsteigen.Lichter allüberall, ich glänze, strahle, leucht die Nacht zum Tag aus.
Bald werden die Menschen ihre Feste feiern. Sie hetzen schon von Geschäft zu Geschäft, füllen ihre Taschen, gehen auf Märkte, deren Düfte so betörend sind. Zimt und Wein, Gebäck und Gegrilltes.
Dann wird es still. Die Zeit zwischen den Jahren. Meine Bewohner bekommen Besuch, man feiert gemeinsam, macht Spaziergänge, bereitet den Abschied vor vom alten Jahr. Wunderschöne Glitzerkanonen bersten über mir, lassen Licht und Sterne über mich regnen.

Ich freue mich auf den Frühling. Wenn nicht nur Natur, sondern auch meine Menschen erwachen. Wenn der letzte Schnee von mir geputzt wurde und erste zaghafte Knospen in meinen Parks wieder sprießen. Kinder springen zum ersten Mal wieder lachend auf den Spielplatzen umher, probieren alte wie neue Spielgeräte, denn die großen Menschen haben wieder hergerichtet, erneuert, gepflanzt und gepflegt, entsorgt und gestrichen.
Der Frühling verleiht mir ein neues Kleid aus frischen, strahlenden Farben und dem Lachen der Kinder. Menschen treten vor Türen, atmen auf, atmen durch, blinzeln in die Sonne, die ein Lächeln auf manch ein Gesicht zaubert.

Ich bin die Stadt, und ich beherberge euch alle. Euer Glück ist meine Freude, eure Trauer mein Verlust.
Ich bin die Stadt, ihr seid meine Kinder.

Beinahe wäre ich tot gewesen

Ein bewegtes Jahr liegt fast hinter mir. Der Anfang war beinahe mein Ende im wortwörtlichen Sinne. Menschen, die meinten, mir wohlgesonnen zu sein, jagten mich in eine Hölle aus Angst, Panik und Wertlosigkeit. Dank anderer Menschen, die mich begleitet haben, die mich so akzeptierten wie ich bin, habe ich es langsam wieder geschafft, in der Düsternis ein Licht zu sehen.
Und ich habe Menschen kennengelernt, die meine Talente erkannten, förderten und mir so zu der Chance meines Lebens verholfen haben (Danke Erik)
Ich habe in diesem Jahr viel gelernt, vor allem, wie sehr ich von der Meinung anderer über mich abhängig war und wie falsch ich damit lag.
Und ich habe gelernt, dass Unwissenheit, Ignoranz und Intoleranz furchtbare Schäden in meiner Seele angerichtet haben.
Meine Geschichte scheint ein Happy End zu bekommen, im Moment manifestiert sich der physische Teil dieses Happy Ends, das gleichzeitig ein unglaublich positiver Wendepunkt wurde. Es wird ein Buch geben über meine Geschichte, bei einem großen, spannenden, tollen Verlag. Und es wird so alles gut geht zur nächsten Buchmesse erscheinen.
Aber die Menschen, die mir dazu verholfen haben waren nicht die, die mich in dieses Jahr geführt haben. Es waren Menschen, die ich über dieses böse Internet kennen- und schätzen gelernt habe. Und es waren Menschen, die mir auf dem Barcamp in Stuttgart mit offenen Herzen zugehört und mir wundervolles Feedback und Impulse gegeben haben.
Ja, nach einem katastrophalen, existenzbedrohenden Anfang hat sich das Jahr 2015 doch noch zum guten gewendet.
Und denen, die mich ins Dunkel gestossen haben, habe ich verziehen. Aber vergessen werde ich es nie.
Und auch wenn es wieder Kritiker geben wird die dieses Internet am liebsten löschen würden (Nicht war Frau Doktor?)
Twitter, Facebook, eure EMails und Whatsapp Nachrichten. All das hat mir während meiner Therapie zurück ins Leben unendlich gut getan und geholfen. Wegen meiner Familie und wegen euch, meiner erweiterten Familie habe ich gekämpft und es letztlich geschafft.
Ich muss jetzt noch 5 Wochen Reha hinter mich bringen, die ich aber mit Rückblick auf die Tagesklinik eher als Betreuten Urlaub abarbeiten werde. Dann bin ich zurück, stärker denn je.

Danke euch allen. Von Herzen Danke.
Auch ihr habt mir das Leben gerettet!

Tot in meiner kleinen Welt

Die lauten Menschen ängstigen mich. Nicht deren Geräusche, sondern deren Seelen. Sie sind so fordernd, so intolerant. Du wirst gepresst in Schablonen, in Schaufenster, in denen sie deine Seele exponieren, den anderen Lauten dein innerstes auf dem Seziertisch servieren und kein stilles Stück an dir lassen.
Es gab eine Zeit, da wünschte ich mir tot zu sein. Nicht im physischen, nicht im körperlichen Sinne. Tot in den Gedanken und Erinnerungen der Treiber und der Jäger.
Ich wollte meine parallele Welt verstecken, verheimlichen, den anderen, den Grässlichen, den Lauten den Zugang verwehren.
Nur meine stillen Freunde, die ihre Welten nicht vor sich her, sondern tief in sich vergraben tragen, sie sollten mein Besuch, meine Gäste sein am Bankett der Stille.
Ich würde sie vor dem Kamin versammeln, ein wärmendes Feuer, dass Seelen und Fantasien öffnet sollte uns in die Welt der kleinen Geschichten und stillen Abenteuer tragen.
Aber immer wieder werden meine Träume zerstört, brüllt man meine Gedanken nieder mit dem dröhnenden Donner des scheinbar Normalen.
Immer wieder fühle ich mich getrieben von den Lauten. Gejagt, in die Ecke gedrängt. Aber nach und nach finde ich Verbündete. Gebrochene, stille, wundervolle Seelen, die an der lauten, grellen, dummen Welt leiden und manches mal zu Grunde gehen.
Sie werde ich in mein Refugium bitten, wir werden Mauern aus Büchern, aus Geschichten, aus stillen Momenten errichten. Und wir werden gemeinsam sein, nicht allein. Gemeinschaft ist nicht laut. Gemeinschaft ist still aber stabil, schön, sensibel und sicher. Dann wird sich das Laute der Lächerlichkeit preis geben.
Wir werden triumphieren. In unserer stillen Welt. In der Welt derer, deren Gedanken manchmal lauter sind, als alle Worte der brüllenden tumben Riesen da draußen.

Es geht los. Endgame startet und das Buch ist bereits in Deutsch erhältlich

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Das Buch, das gemeinsam mit dem Internet die Lösung und den Gewinn von 500.000$ in Gold beinhaltet.
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Zusätzlich zum Roman verfügbar. Ein Lexikon mit allen Orten, Fakten und Mythen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Endgame, das Rätselspiel von Google, dessen Geschichte und versteckte Hinweise zur Lösung des Rätsels in einem Buch niedergelegt sind, startet heute, und das Buch ist bereits im PlayStore verfügbar. Und das auch auf Deutsch. Wer das Rätsel löst, erhält 500.0000 Dollar in Gold.Ja, wirklich, echtes Gold. Im Blog habe ich bereits ausführlich darüber berichtet, was hinter Endgame steckt und was noch zu erwarten ist. Wobei man Endgame klar von Ingress unterscheiden sollte, es handelt sich hier um zwei getrennt laufende Spiele und die Niantic Labs geben hier „nur“ den Skill zur Entwicklung eines Spiels für Android dazu, das aber nichts mit der Lösung des Rätsels direkt zu tun hat.

 

Sie ist da, die EBook Flatrate „Kindle Unlimited“ von Amazon startet in Deutschland

2014-10-07 09_28_48-Amazon.de_ Kindle Unlimited unbegrenzt LesenSie ist da, die erste EBook Flatrate, präsentiert von Amazon. Kindle Unlimited bietet für 9,99 Euro im Monat unbegrenzten Zugriff auf im Moment knapp 650.000 Titel. Das Abo kann einen Monat getestet werden und wird danach monatlich abgerechnet und kann ebenso monatlich gekündigt werden.

Wir dürfen gespannt sein, wie sich die deutschen Verlage positionieren und ob es hier eine Aboantwort gibt, oder erst mal wieder die Anwälte das Wort bekommen.

Die Zeit, die Anstalt und die Zensur

Fundstück der Woche : ZDF zensiert “Die Anstalt” nach erstinstanzlichem Urteil Josef Joffe war wohl nicht amüsiert und ich empfehle, ein so beeinflusstes Blatt nicht mehr zu lesen, da dessen journalistische Qualität nicht mehr gegeben ist. | Die Propagandaschau https://propagandaschau.wordpress.com/2014/07/26/zdf-zensiert-die-anstalt-nach-erstinstanzlichem-urteil/
Und bitte alle den Film sichern falls der große Zensor auch hier zuschlägt. Ich habe ihn schon digital vorliegen.

Google Kiosk jetzt auch in Deutschland mit Zeitschriftenkauf und digitalen Abos

 

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Seit heute kann man auch in Deutschland über Google Kiosk Zeitungen und Zeitschriften kaufen und abonnieren. Einige Ausgaben sind zum Start kostenlos verfügbar, die CT für den gleichen Preis von 4,20 Euro, wie man sie auch bei Heise selbst erwerben kann.

Bin gespannt, wer hier noch auf den digitalen Zug mit aufspringt. Noch ist das Angebot eher übersichtlich, ich hoffe, dass sich hier bald eine breite Palette von Printmedien präsentiert.

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Rezension:ISpace, das digitale auf Papier gedruckte Multimediabuch

Viele Verlage klagen über die Konkurrenz durch die zunehmende Digitalisierung. Oder, wenn sie schlau sind, nutzen sie das beste aus beiden Welten.

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Die Fahrzeuge und Objekte des Buches erwachen Dank der zugehörigen kostenlosen App für IOS und Android zum Leben

So handelt auch der Kosmos Verlag, den ich bislang hauptsächlich wegen der ausgesprochen hochwertigen und spannenden Experimentierkästen kenne, die meine Kinder bereits zu verschiedenen Themen gerne nutzen und wegen der sehr guten Sachbücher.

Nun wurde ich angesprochen, ob ich nicht ein neues Buch rezensieren wolle, das mit den Mitteln der Augmented Reality arbeitet und damit beide Welten zusammenführt.

Das Buch heißt ISpace und mit einer dazu gehörenden kostenlosen App kann man auf bestimmten Seiten 3D Modelle über die AR App über dem Buch schweben sehen und sie mit einem virtuellen Cursor sogar manchmal drehen und steuern. Dazu sind auf den entsprechenden Seiten Elemente integriert, die man dann mit der App scannt und damit in der App das für die entsprechende Seite passende 3D Modell aktiviert. Diese sind dann auch interaktiv und über Kontrollbuttons steuern.

Da sich das ganze aber nur schwer erklären lässt, hier zwei kurze Videos, die den erstaunlichen und sehr gut funktionierenden Effekt darstellen.

 

Der Effekt ist wirklich verblüffend und unsere Kinder lasen das Buch mit wachsender Begeisterung. Gerade die Kombination aus klassischem Buch und moderner virtueller Realität macht das ganze spannend und das Thema Astronomie und Visionen der Zukunft tut sein übriges.
Ich finde, eine gelungene Kombination von altem und neuem Medium und eine sehr schöne Art, wissenschaftliche Themen näher zu bringen. Und auch wir Erwachsenen hatten unseren Spaß mit den virtuellen Modellen ebenso wie mit dem realen Buch.
Die endgültige Wertung fällt eindeutig aus und kommt dieses Mal von unseren drei jungen Haupttestern.

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Ich denke, das Ergebnis der Jury ist eindeutig

 

Für alle, die ein Interesse für Wissenschaft haben und Kinder, die bereits mit dem Smartphone groß werden ein schöner Weg, beides zu kombinieren.