Ein Geschenk für beste Freunde

Ein Gedicht, als Dankeschön für all jene Menschen, die ohne Bedingungen, ohne „ja aber“ ihren Freundinnen oder Freunden zur Seite stehen, auch wenn sie sich Jahrzehnte nicht gesehen haben:

Ihr seid besondere Menschen, und das ist ein kleines Dankeschön.

 

Der Lebensweg ist unbestimmt,
und oft doch endet, was beginnt
mit Freud und Lachen und zerronnen,
ist Zeit und Lieb, die einst begonnen.

des Lebens Licht, es wird gar schwach,
doch denk dran, liegst du nächtens wach.
den Weg gekreuzt hat manche Seel
und manch ein Herz, schlägt heut noch schnell,
wenn Bilder und Gedanken wandern,
zurück zur Lieb zurück zum andern.

Den einst man hat zutiefst geliebt,
und der zurück in fremde blieb.
die Wiederkehr mag kaum zu hoffen,
doch lässt man Geist und Herze offen,
so findet sich so manches Mal,
ein Licht erneut im dunklen Tal.

und Hand und Herz man dir dann reicht,
und hofft, dir wird die Seele leicht,
weil alte Lieb nur selten rostet
und suess Erinnerung man kostet.

So mag Vergangnes längst vergessen.
Doch glaub nicht, es wär unterdessen,
die alte Lieb, vergessen und verloren,
Auf ewig bleibt, was einst geboren.

Depression abzugeben wird zum Hörbuch und ist bereits vorbestellbar

Seit heute kann man bei Amazon „Depression abzugeben“ auch als Hörbuch vorbestellen. Damit wird ein großer Wunsch von mir wahr und auch diejenigen, die lieber Hörbücher hören, können „Depression abzugeben“ endlich hören.

Den Sprecher habe ich mir bei anderen Einspielungen angehört und er passt wie ich finde sehr gut. Jetzt bin ich nur noch gespannt, das Hörbuch selbst endlich hören zu können. Das wird sicher noch mal ein sehr komisches Gefühl sein.

 

Das Hörbuch von

Vom Bitten um Verzeihung und einem neuen Aufbruch

Nein, ich meine nicht das Verzeihen gegenüber meinen Eltern. Mittlerweile weiß ich, ja auch das muss irgendwann passieren.
Aber jetzt muss ich es erst mal schaffen, mir selbst zu verzeihen. Dafür, dass ich Chancen nicht genutzt habe. Dafür, dass ich sicher oft ungerecht war und kein guter Vater.
Dafür, dass ich den falschen Idealen gefolgt bin, dass ich nicht auf meine Seele gehört habe und wertvolle Talente lange Jahre habe verkümmern lassen.
Natürlich, die Zeit lässt sich nicht aufholen, wiederholen oder zurück holen. Aber ich kann endlich damit abschließen, anerkennen, dass ich immer noch einige Jahre habe. Akzeptieren, dass ich nicht mehrere bin, der ich noch 2015 auch in den Kliniken war.
Und ich kann meine neuen Werte endlich zu leben beginnen. Eine Petition einreichen, weil ich nicht mehr akzeptiere, man könne als einzelner nichts bewegen.
Und Fremdbilder habe ich immer schon gehasst, aber jetzt werde ich sie keine Macht mehr über mich haben lassen.
Mit Fremdbildern wird viel zu sehr manipuliert, werden Träume und Menschen zerstört, Ghostlighting und Mobbing sind da nur die extremen Auswüchse.
Wir sollten uns so akzeptieren, wie wir uns sehen, nicht wie andere uns sehen wollen. Weil wir ihnen damit nutzen oder weil sie damit die Kontrolle über uns zu haben glauben.
Aber ein weiteres Verzeihen wünsche ich mir dann doch.
Das meiner Kinder und meiner Frau. Sie haben all die Jahre viel mit mir durchgemacht und halten immer noch zu mir. Das ist das größte Geschenk und gleichzeitig auch immer noch fragil und mit Verlustängsten behaftet.

Deshalb danke ihr vier. Ihr wart immer und seit weiterhin das Zentrum meines Lebens. Ihr seid der Grund, warum ich mich aus dem dunklen Abrund herausgekämpft habe.
Und ihr seid jetzt die Stütze und Ermutiger im Kampf gegen Stigmatisierung und Vorurteile.
Danke!

Man ist so alleine

Wenn sie da ist, fühlt man sich plötzlich wie ein Astronaut einsam im All. Man blickt hinunter auf die Erde, auf die Menschen, deren Leben, deren Lebenswege. Man erinnert sich an die Schmerzen, die Trauer, die vernarbten Seelenschichten, die man sich nach und nach zugelegt hat, bis der Panzer einen so weit weg von den Menschen getragen hat, dass man irgendwann wie ein Astronaut auf einer fremden Welt nur noch mit dem Seelenpanzer nach draußen konnte.

Dieser Planet, auf dem man lebt, wurde schwer unter den Füssen und in der Seele. Es wurde kalt um einen, weil man sich einschloss, weil man keine weiteren Narben mehr ertragen konnte. Zwar klopfte manch einer an den eigenen Panzer der Seele, aber die Türen waren alle versperrt, man schickte seine Masken nach draußen.

Das Atmen in diesem Panzer wurde schwerer und schwerer, irgendwann wollte man nur noch schlafen. Bis da ein Mensch war, der nicht nachgab, der die letzte, dünne Rettungsleine sandte und es schaffte, den einsamen Astronauten wieder zurück auf die Erde zu bekommen. Langsam, ganz langsam entfernten sich die Seelenpanzerungen. Auch wenn es Besserwisser gab, die zu glauben meinten, wie man jetzt weiter machen sollte spürte man, dass man noch zu kurz zurück auf der Erde war, um sich gegen die Dummen, die falschen Ratgeber zu wehren.

Aber es wurden Hände gereicht, man hörte der Geschichte des einsamen Astronauten zu. Und die Einsamkeit wurde weniger, wurde nicht mehr so überwältigend, nicht mehr so dunkel und kalt wie der leere Raum. Danke dafür, dass ihr mich zurück auf diese wunderbare Erde gebracht habt, dass der einsame Astronaut im schwarzen, kalten All wieder ein paar vertraute Seelen gefunden hat. Noch sind die Fangseile dünn, aber sie werden stärker. Und sie werden mehr.

Meine Geschichte wird fortgeschrieben. Und jetzt ist es meine Geschichte, ehrlich und verletzlich. Weil der Seelenpanzer endlich weg ist.

Freilandhaltung, die Fortsetzung von „Depression abzugeben“

Weil weder Bastei Lübbe noch meine Agentur an ein Leserinteresse für „Freilandhaltung“ glaubt, gehe ich jetzt mal einen anderen Weg. Ihr könnt hier die ersten drei Kapitel nach und nach lesen. Gebt Kommentare, teilt die Kapitel, schreibt darüber.

Ich möchte von meinen Lesern wissen, ob daraus doch noch ein Buch werden soll. Denn eigentlich fing meine Geschichte erst mit der Entlassung so richtig an.  Der Text ist in der ersten Rohfassung, noch ohne großes Lektorat, also quasi frisch aus der Feder (Aehm, Tastatur)

Und nun viel Spass mit Vorwort und Kapitel 1: Bald mehr.

Vorwort statt Nachruf und Kapitel 1: Sie sind entlassen!

Kapitel 2: Was habe ich mir dabei nur gedacht

Rezension: Ein Schnupfen ist kein Beinbruch

Ein Schnupfen ist kein Beinbruch will aufzeigen, dass Medizin nicht immer massiv wirken muss, dass nicht immer große Behandlung notwendig ist.
Auf insgesamt 222 Seiten erklären Dr. Med. Johannes Wimmer, bekannt unter anderem durch seinen YouTube Kanal und Professor Dr. Robin Haring, warum nicht jedes Medikament nötig ist, was es mit der Technik in der Medizin auf sich hat und warum nicht Nahrungsergänzungsmittel nur selten nützen.
Das Buch ist dabei nicht mit Fachtermini durchsetzt, die beiden Autoren schaffen es, einem die zum Teil komplexe Materie der modernen Medizin anschaulich und streckenweise sehr unterhaltsam näher zu bringen.
Speziell die Kapitel, die sich mit populären Irrtümern über unser Gesundheitssystem befassen, sind sehr spannend zu lesen und greifen Themen auf wie Qualität der deutschen medizinischen Versorgung, Stand der Forschung und alternative Medizin und deren (Un)wirksamkeit.
Insgesamt lässt sich das Buch sehr angenehm lesen, es werden keine Fronten eröffnet sondern es wird versucht darzustellen, dass nicht alles immer optimal läuft, man aber weit weniger Grund zum Klagen hat, als viele meinen. So zeigen die Autoren, dass durchaus auch die Haltung der Bürger zur Medizin nicht immer objektiv ist und manch eine Medikation nicht nötig wäre oder manch ein Besuch beim Arzt oder im Krankenhaus überflüssig.
Gerade jenen Menschen, die sehr kritisch gegenüber der „Schulmedizin“ sind, sei dieses Buch ans Herz gelegt, zeigt es doch die Defizite wie auch die Errungenschaften sehr deutlich und offenbart, dass manch ein Anspruch an behandelnde Ärzte oder Kliniken schlicht zu groß oder die Einschätzung dessen, was die optimale Behandlung für das eigene Leiden ist, sehr subjektiv sein kann.
Das Buch ist ein richtiges und wichtiges Plädoyer für den informierten Patienten, der durch Wissen Fehlbehandlungen mit vermeiden helfen kann. Es liegt nicht die ganze Verantwortung beim Arzt, auch als Patient sollte man sich informieren, um Werbeversprechen nicht einfach zu erliegen oder den guten, ernsthaften Arzt vom Scharlatan unterscheiden zu können.
Dieses Buch kann da sehr gut als Einstieg dienen, um die eigene Patientenkompetenz zu schärfen.
Daher von mir 5 von 5 Sternen für ein Buch, das es schafft, sowohl zu unterhalten als auch zu informieren.
Ein Schnupfen ist kein Beinbruch ist bei Ullstein zum Preis von 10 Euro erschienen.

Das kleine, große Geschenk. Eine selbstgeschriebene Weihnachtsgeschichte

Der Baum leuchtete in Gold und Rot. Ganz hinten, am Ende des Krankenhausflurs stand er, umgeben von kleinen und größeren Kartons, verpackt in buntes, weihnachtliches Papier.
Der kleine Junge stand wie jeden Morgen seit einer Woche davor, die Augen leuchteten gleichzeitig und sahen traurig aus. Seit 4 Wochen war der Junge nun auf der Krebsstation des Krankenhauses und seine Behandlung würde noch mindestens 8 weitere Wochen dauern. Wochen ohne seine Familie, Wochen ohne die Wärme des eigenen Zuhauses, ohne Festtagsstimmung und ohne vorweihnachtliche Freude. Heike, die als Krankenschwester auf der Station arbeitete, blickte den Flur hinunter. Die Schultern des Jungen hingen nach unten und sie konnte die Traurigkeit förmlich spüren.

“Traurig, an Heiligabend so alleine im Krankenhaus zu sein.” Heike erschrak, wandte sich um. Hinter ihr Stand Paul, lächelte sie an. “Ich habe vorhin mit ihm gesprochen, er wünscht sich keine Geschenke, nur dass seine Familie bei ihm ist. Aber die können über die Feiertage nicht kommen. Zu weit weg, zu wenig Geld.” Paul kam jedes Jahr zur Weihnachtszeit in die Klinik, beschäftigte sich vor allem mit den Kindern auf der Krebsstation und versuchte, ein paar der Wünsche zu erfüllen. Er war vor seiner Rente erfolgreich im Beruf, hatte sich ein kleines Vermögen angesammelt.

Aber vor Jahren hatte er seine Familie bei einem schrecklichen Unfall verloren, lag selbst für Monate mit schwersten Knochenbrüchen in der Klinik. Um die Einsamkeit zu ertragen hatte er irgendwann begonnen, so etwas wie der innoffizielle Weihnachtsmann der Klinik zu sein.
Meist erfüllte er kleine oder größere materielle Wünsche. Doch immer wieder gab es auch immaterielle Wünsche, nach Gesundheit, nach einer Entlassung vor Weihnachten. Paul und Heike kannten sich, auch sie übernahm freiwillig die Weihnachtsschichten,, weil zuhause niemand auf sie wartete.
“Er ist gerade in einer wichtigen Phase seiner Behandlung, es wäre zu riskant, ihn über die Feiertage zu entlassen.”
Paul nickte. „Er weiß das. Aber trotzdem wünscht er sich nichts mehr, als bei seiner Familie zu sein. Sein Vater ist vor ein paar Jahren an der selben Krankheit verstorben, gegen die er jetzt kämpft. Aber seine Mutter und seine Geschwister wohnen weit weg und können sich die weite Anreise nur sehr selten leisten. Meist kommt dann auch nur seine Mutter.”
“Meinen Sie, wir könnten da irgendwas machen?” Heike blickte Paul fragend an.”
Er nickte: “Irgendwas lässt sich immer machen, die Frage ist, ob es in wirklich glücklich macht.”
“Wenn wir doch nur seine Familie hier her bringen könnten.”
“Das habe ich bereits zu erreichen versucht, aber seine Mutter muss auch über die Feiertage arbeiten, sie hat gerade mal zur Bescherung ein paar Stunden extra frei bekommen. Das reicht nicht, für eine rechtzeitige Anreise.”
Heikes Blick blieb an einem der Bildschirme hängen, die auf der Station Patienteninformationen darstellten und zwischendurch einen Nachrichtensprecher zeigten. Er saß sehr bedeutungsschwanger da, und verkündete am Tag vor Heiligabend letzte Nachrichten des Tages. Szenen eines Unfalls waren zu sehen, viele Helfer und Krankenfahrzeuge. Im Hintergrund landete ein Notfallhubschrauber und ein Feuerwehrfahrzeug stoppte an der Unfallstelle. Feuerwehrleute in ihrer roten Bekleidung sprangen aus dem Fahrzeug und begannen, die Unfallstelle zu räumen und die Verletzten zu versorgen.
Gerade, als Heike sich wieder ihrer Arbeit zuwenden wollte, sagte Paul mit einem Blitzen in den Augen: “Ich glaube, ich hab da eine Idee.“

Es klingelte an der Haustür. Die Mutter des kleinen Jungen blickte verblüfft zur Uhr. “Wer will denn um diese Zeit was von uns?” Die Geschwister des kleinen Jungen saßen bei ihrer Mutter in der Küche. Richtige Weihnachtsstimmung wollte ohne ihren Bruder nicht wirklich aufkommen.
“Können wir nicht doch noch zu ihm?”, fragte seine Schwester.
“Tut mir leid Kinder, aber dafür reicht unser Geld wirklich nicht. Gerade auch, weil die Preise für Fahrkarten viel zu teuer sind.” Die Mutter ging zur Tür. Dort stand ein Sanitäter und hinter ihm konnte sie einen Krankenwagen sehen.
“Mein Gott, ist meinem Kind was passiert?”
“Keine Sorge, alles in Ordnung. Aber sie sollten trotzdem mitkommen. Packen sie das nötigste und auch seine Geschwister sollten was einpacken. Oh, und derweil laden wir mal die Geschenke ein.”

Heiligabend. Die wenigen Patienten, die auf den Stationen die Weihnachtstage verbringen mussten, hatten sich im großen Aufenthaltsraum um den Baum versammelt. Für jeden gab es ein kleines Geschenk, auch dem Jungen überreichte der Chefarzt der Station ein Geschenk. Es war sehr lang dafür schmal. Heike beobachtete die Szenerie von ihrem Stationszimmer aus, lehnte mit der Schulter gegen die Tür und war nicht wirklich in Weihnachtsstimmung.

Der Junge packte es eher lustlos und traurig aus, aber plötzlich blitzten seine Augen, als er gelesen hatte, was auf dem Zettel stand, den er aus einem kleinen, langen Kästchen geholt hatte. Die Verpackung fallen lassend rannte er mit einem Leuchten in den Augen zum Fenster.
Da hörte es auch Heike. Das Geräusch eines Helikopters. Aber lauter als üblich. Normalerweise landeten die Maschinen auf dem Dach, wo es einen direkten Zugang zur Notaufnahme gab. Dieser aber schien im Innnenhof zu landen. Die Scheiben zitterten und Schnee wurde aufgewirbelt und machte es fast unmöglich, im Innenhof etwas zu erkennen. Heike ging verblüfft zum Fenster, wo es seltsam bunt blinkte. Das war keiner der üblichen Hubschrauber.
Als sie aus dem Fenster blickte, sah sie, was den kleinen Jungen so begeisterte. Da war tatsächlich ein Notfallhubschrauber gelandet. Aber am Steuer saß nicht einer der üblichen Besatzung, sondern ein Mann in rot, mit weißem Bart und roter Mütze. Und im Cockpit blinkte und leuchtete es, als habe man es wie einen Weihnachtsbaum dekoriert.
Sie erschrak, als sie eine Hand auf ihrer Schulter spürte. Es war Paul, der sie anlächelte, ihr ein kleines Geschenk überreichte und sagte: “Manchmal ist es gut, wenn man einen direkten Draht zum Weihnachtsmann hat.” Er lächelte, blickte hinüber zum Chefarzt der Station, der das Lächeln erwiderte und im zunickte.
Der Junge hatte Tränen in den Augen, als er sah, wer da aus dem Helikopter stieg. Zuerst seine Geschwister, dann seine Mutter, die irgendwie verwirrt zu den Fenstern der Station hinaufblickte, als sie aber ihr Kind mit der Nase ans Glas des großen Panoramafensters gepresst stehen sah, glücklich lächelte und ihm zuwinkte. Hinter ihnen stieg auch der Pilot aus, verkleidet wie ein Weihnachtsmann und half seiner Crew, einen ganzen Stapel von Geschenken aus dem Hubschrauber zu schaffen und in die Klinik zu tragen.
“Wie haben Sie das gemacht? Es ist verboten, Notfallfahrzeuge für etwas anderes als Notfälle zu verwenden. Und was stand auf diesem Zettel?“Heike lächelte Paul an, der zufrieden grinsend zusah, wie sich die Familie des kleinen Junge mit ihm um den Baum versammelt hatte und wie nun jeder vom Chefarzt ein großes Geschenk bekam. “Nun, es ist immer gut, wenn man mit einem Chefarzt befreundet ist und der bescheinigt, dass ein Besuch der Familie gerade an Weihnachten elementar ist für die Heilung.” Heike wusste, dass das nicht alles war, aber sparte sich Nachfragen.
“Und zur zweiten Frage: “ Paul grinste jetzt verschmitzt. “Auf dem Zettel stand, frohe Weihnachten vom Weihnachtsmann. Schau aus dem Fenster, da landet gerade dein Geschenk.”
Der kleine Junge strahlte und packte ein Geschenk aus. Doch plötzlich hielt er inne, drehte sich um und strahlte Heike und Paul an. Still formten seine Lippen: “Danke und frohe Weihnachten.”

Mein ganz persönlicher Jahresrückblick 2017

2017 war in vielerlei Hinsicht ein ganz besonderes Jahr für mich. Es began mit dem 13. Januar, als mein Buch „Depression abzugeben“ bei Bastei Lübbe erschien. Welchen Zuspruch es bekommen sollte, wie viel Medienanfragen eintrudeln würden und dass ich wahrhaftig auf mehrere Lesereisen gehen würde, all das habe ich Anfang des Jahres noch nicht mal zu träumen gewagt.

2017 bekam ich auch endlich meine Angststörung in den Griff, die eigentliche Ursache für das große Drama 2015, aus dem sich doch tatsächlich etwas so positives entwickelte.

Ich wurde zum SWR eingeladen in eine sehr spannende Talkshow und gleichzeitig Abschlussarbeit der Moderatorenschule Stuttgart. der SWR interviewte mich und Tagesschau24 lud mich ein. Auch das SAT1 Frühstücksfernsehen interessierte sich für mich und meine Geschichte. Ein ganz besonderes Highlight war mein Auftritt beim Patientenkongress in Leipzig, wo ich gemeinsam mit Kati Krause erneut das Für und Wider von Social Media bei Depressionen beleuchtete. Und Dana Diezemann lud mich in ihre Talkshow „Talk mit Dana“ beim Studentenradio Horads ein.

Gegen Ende des Jahres dann noch die Nachricht von meinem Literaturagenten, dass mein Buch wohl auch zum ungekürzten Hörbuch wird und bei einem der größten Hörbuchverlage erscheinen wird. Das Buch verkauft sich nach wie vor gut, wir sind bald bei der dritten Auflage. Danke an all meine Leser für die vielen wundervollen Rezensionen, die persönlichen Emails und Briefe und den Zuspruch und die Unterstützung. Ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen. Und ein besonderer Dank an das Junge Tanztheater in Leverkusen für „Auf:bruch“, ein Tanztheater zum Thema Depression, das auch meine Texte verwendet hat und bei dessen Aufführung ich sehr berührt davon war, wie mutig und wie kreativ das alles umgesetzt worden ist. Unzählige Zeitungen und Zeitschriften haben über mein Buch, meine Geschichte berichtet und nach allem was ihr mir gespiegelt habt, werde ich auch 2018 nicht nachlassen, über Depression aufzuklären und zu entstigmatisieren.

Und ein Teil meiner Follower muss jetzt ganz stark sein. Nach über 25 Jahren Apple Abstinenz (dass Steve damals den Apple Newton killte, für den ich einige innovative Apps geschrieben hatte, hab ich ihm nie verziehen) arbeiten bei mir zuhause jetzt wieder MacBook Pro, IPad Pro und IPhone 7plus. Und ja,auch die Apple Watch in der LTE Version. Wenn schon, dann ein kompletter Schwenk.

Aber das Schönste an 2017 war und ist, dass wir endlich wieder eine Familie sind, dass wieder Ruhe und Glück bei uns eingekehrt sind, so albern das klingen mag.

Jetzt ist es kurz vor Weihnachten und zum ersten Mal seit Jahren ist wieder so etwas wie Weihnachtsstimmung zu spüren. Und ich wünsche all meinen Lesern, Followern ein ruhiges, erholsames Weihnachtsfest und einen guten Rutsch.

U