Mein Fundstück der Woche: Die Geschichte von Lego als Animationsfilm

Da haben sich die Leute von Lego aber mal so richtig ins Zeug gelegt. In einem wirklich liebevoll gemachten Video werden die 80 Jahre der Entstehung und des Wachstums von Lego nacherzählt. Man erfährt so einiges über die Anfänge, und wie es eigentlich zur Entstehung des Namens kam, ebenso wie die Steine entstanden sind, die nicht von Anfang an das Hauptprodukt von Lego waren. Anschauen, es lohnt:

Auch bei YouTube Deutschland gibt es jetzt erste Filme

Offenbar hat YouTube jetzt auch für Deutschland die Filmfunktion freigeschaltet. Erste Filme sind bereits verfügbar, wobei die Auswahl noch recht bescheiden ist. Aber immerhin lassen sich diese Filme kostenlos ansehen und sogar einbetten.

Für mich ein besonderes Schmankerl. Dark Star, so etwas wie Monty Python im Weltraum ist verfügbar.

Aber schaut selbst unter: http://www.youtube.com/movies

 

Star Wars the old republic wird free to play. Das war zu erwarten

Man muß auch im Bereich der Online Spiele dem Markt gerecht agieren. Das hat offensichtlich EA jetzt die Konsequenz aus den zuletzt massenweise davonlaufenden Abonnenten gezogen und wird im Herbst ein eigenes „Free to Play“ Modell für Star Wars the Old Republic anbieten. Und dann werde auch ich dort einsteigen, denn ganz ehrlich, Abonnementsmodelle haben sich überholt. zumal immer mehr Online Spiele auf den Markt drängen, spielt man hier nur ein Spiel, mögen ja 10 Euro im Monat oder mehr noch ok sein, aber die meisten spielen eben mehrere Spiele und dann sind Abonnements einfach nicht finanzierbar. Letztlich will ich selbst entscheiden, wann ich wie viel auszugeben bereit bin. Insofern warte ich nur noch darauf, dass auch World of Warcraft früher oder später ein Free to Play Modell anbietet. Denn der Markt füllt sich. Und die wenigsten setzen heute noch auf ein Abo.

Zitat: Electronic Arts:

Wir glauben, dass den aktuellen und zukünftigen Spielern zwei Dinge besonders wichtig sind: Flexibilität und Auswahlmöglichkeiten. Daher haben wir uns damit beschäftigt, wie das Spiel um ein kostenloses Spielmodell erweitert werden könnte.

Ab diesem Herbst wird es zwei Möglichkeiten geben, das Spiel zu erleben. Als Abonnent hat man weiterhin unbeschränkten Zugang zu allen Spielfeatures und zukünftigen Spiel-Updates, ohne dass dafür zusätzliche Kosten entstehen. Alternativ kann man kostenlos bis Stufe 50 spielen, muss dabei jedoch Einschränkungen bei den Spieloptionen und bestimmten Inhalten hinnehmen. Unser Ziel ist es, unseren aktuellen Spielern auch weiterhin die hochwertigen Inhalte zu bieten, die sie gewohnt sind, und ihnen neue Belohnungen zu geben. Deshalb bin ich sehr stolz, ankündigen zu können, dass wir viele tolle neue Inhalte geplant haben, die nun auch noch häufiger erscheinen werden. Wir arbeiten gerade an einer neuen Operation – ‚Schrecken aus der Tiefe‘ -, einer neuen Heldenmissionsreihe auf dem Planeten Belsavis, mehreren Weltraummissionen für Stufe 50 für die ganz Hartgesottenen, der Einführung eines gefährlichen neuen Gefährten und einem neuen Kriegsgebiet für die PvP-Fans: die Alten Hyperraumtore!

Litflow, eine Plattform, die Literatur weiter denkt

Erfreulich, wenn man sich mal intensiver mit den Chancen der digitalen (R)evolution für die Literatur und Kultur beschäftigt.

Schön, wenn man über Facebook auch mal so einen interessanten Kontakt knüpft. Die Plattform Litflow war auf mein Blog aufmerksam geworden und informierte mich über die eigene neue Plattform litflow, die sich mit neuen Konzepten für Literatur in Zeiten von EBook und Social Media interessiert. Das ist es mir doch gleich mal wert, hier eine Empfehlung für einen Besuch auszusprechen, da ich schon einige sehr spannende Artikel dort gefunden habe. Litflow schreibt über sich selbst: „Die Literatur wird von der Zukunft eingeholt. Digitale Technologien und Entwicklungen im Netz dynamisieren den gesamten Kulturbetrieb. Mit „LitFlow“ initiiert die Kulturstiftung des Bundes einen öffentlichen Thinktank, der sich mit diesen Veränderungen beschäftigt.

Zusammen mit internationalen Experten denken wir über neuartige Formen der Produktion, Distribution und Rezeption der nächsten Literatur nach. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche Projekte sich in den kommenden dreißig Jahren etablieren könnten.

Der Thinktank wird vom LitFlow-MAGAZIN begleitet. Dort sammeln und kommentieren Guido Graf, Stephan Porombka, Kay Steinke und Karl W. Flender täglich Projekte, Ideen und Ereignisse, die uns Hinweise darauf geben, wie sich der mediale Rahmen für die Literatur, die Literaturvermittlung und die Literaturwissenschaft verändert und wie das Schreiben, Lesen und Publizieren neu definiert wird.“

Ein wichtiger Schritt, Kultur weiterzudenken in Zeiten zunehmender Digitalisierung und auch mal über die neuen Möglichkeiten zu disktutieren, statt stets nur den Untergang der Kultur heraufzubeschwören.

 

Augmented reality für die Wandgestaltung: TapeRay bietet augmented reality Wandtattoo App

Mittels Augmented reality kann man schon vorher sehen, wie das Wandtattoo später wirken wird.

Das find ich mal ne richtig coole Idee. Dank Augmented Reality App kann man seinen Wohnraum virtuell mit Wandtattoos gestalten.

Hier die Pressemitteilung dazu:

Berlin, Juli 2012. Mal eben schauen, ob die Skyline von Berlin, eine schöne Straßenszenerie oder eines der Motive im Street Art Style über die Couch passen? Das Wandtattoo-Portal TapeRay hat eine kostenlose App auf den Markt gebracht, die genau das ermöglicht. In Echtzeit können User ihre realen Wohnräume virtuell mit Artworks aus der Wall Art Community verschönern. Zum Launch hat sich das Unternehmen etwas Besonderes überlegt: Wer einen außergewöhnlichen Ort für eines der Motive entdeckt, macht ein Foto und schickt es an info@taperay.com. Unter allen Teilnehmern verlost das Startup zehn Wandtattoo-Gutscheine im Wert von je 30 Euro. Einsendeschluss ist der 30. August, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die App dient in erster Linie der Entscheidungsfindung, aber sie macht auch Spaß“, sagt TapeRay-Geschäftsführer Thomas Jeffke. Schnell und unkompliziert können User vor einem möglichen Kauf testen, welches der verfügbaren Motive sie sich als Wandtattoo nach Hause bestellen wollen. Ist die App installiert, richten Benutzer ihre Handykameras auf eine ausgewählte Fläche und laden das gewünschte Bild aus dem Portal hoch. Die Motive lassen sich mit zwei Fingern vergrößern und verkleinern, auch unterschiedliche Farben stehen zur Auswahl. Wer sich erst mit seinen Freunden beraten möchte, speichert den Favoriten als Bilddatei ab und versendet das Foto anschließend mit nur einem Klick. Die App ist für alle Smartphones mit Android-Betriebssystem geeignet und in Deutsch oder Englisch im Google Play Store erhältlich.

Weiterführende Informationen zur App und alle Artworks von TapeRay finden sich auf www.taperay.com.
Über TapeRay

Die TapeRay GmbH wurde 2012 als Community-Portal für Künstler und Kunstinteressierte von den Geschäftsführern Thomas Jeffke und Marcel Cornels in Berlin gegründet. Gemeinsam mit dem kreativen Kopf Daniel Mack haben die Jungunternehmer einen einzigartigen Marketplace für Wandtattoos geschaffen, denn bei TapeRay entscheiden die Künstler selbst über die Höhe ihrer Bildpreise. Zu TapeRays besonderen Zielen gehört die weitere Erschließung und künstlerische Fortentwicklung des Kunstformats Vinylfolie (VinylART).

 

Ich finde, eine klasse Idee.

Apple zensiert mal wieder: Czernin-Sammelband als ‘zu explizit’ gesperrt

Ich verstehe, wenn man dafür Sorge tragen will, dass bestimmte Literatur nicht in die Hände von Kindern fällt. Das ist auch für Filme rechtens.

Aber ich zumindest würde es mir verbitten, ob ich das Buch nun lesen will oder nicht, wenn ein Konzern, noch dazu einer, dessen Hauptgeschäft eben nicht das Verlagswesen ist, mir einfach als erwachsenem Menschen den Zugriff verwehrt. Das grenzt für mich schon sehr stark an Zensur. Und vor allem ist es etwas, das ich mir von einem Hersteller verbitten würde, dem ich dafür Geld bezahlt habe, auf meinem Endgerät Literatur egal welcher Couleur lesen zu können.

Zudem ist der gesamte Auswahlprozess für meinen Geschmack absolut intransparent. Wir leben immer noch in einer freien Welt. Und da verbiete ich mir jegliche Zensur oder Einschränkung durch einen Elektronikkonzern.

“Porno wird als zu explizit betrachtet und wurde daher nicht freigeschaltet. Wir bitten um Verständnis.
Herzliche Grüße,
iBookstore Germany, Austria, Switzerland”

(Und solch eine Aussage über ein Buch, das von anderen Versendern ab 16. Jahre empfohlen wird)

Nein Apple, dafür habe ich absolut kein Verständnis.

Aber es gibt ja Gott sei Dank noch demokratische Versender wie Amazon: http://www.amazon.de/Porno-Ela-Angerer/dp/3707603830/ref=sr_1_7?s=books&ie=UTF8&qid=1341513524&sr=1-7

Und Online Buchhändler, die ihren Lesern auch noch ein erwachsenes, selbstverantwortliches Denken zutrauen: http://www.libri.de/shop/action/productDetails/14922750/porno_3707603830.html?searchId=14

Also ihr Apple User. Seid glücklich mit eurer heilen, kindgerechten Welt. Der Rest lebt derweil gemütlich in der realen Welt.

 

Ein Plädoyer für mehr Bildung

Je häufiger ich über neue Reformen, die Effekte des Bachelor/Master Systems oder ein 12 jähriges versus ein 13 jähriges Gymnasium lese, um so häufiger frage ich mich, warum wir eigentlich immer nur über die Form, und so selten über die Inhalte diskutieren. Bei dem, was gelehrt wird, scheint man mittlerweile zu dem Konsens gekommen zu sein, dass nur was später im Beruf auch nützlich ist, lehrenswert ist.

Aber wo bleibt da die Kultur, die Ethik, der Sinn für imaterielle Werte? Sicher, es gibt diese Fächer wie Kunst, Musik, Ethik/Religion noch. Aber wie sagte mein Sohn neulich, sehr klar das Prinzip Ausbildung durchschauend. Mist, jetzt hab ich ne 1 in Kunst, in so nem Fach, das mir später gar nix bringt.

Ist es nicht traurig, wenn schon in der Schule nur noch jene Fächer als wertvoll angesehen werden, die auch „für den Beruf“ nützlich sind? Wenn alles sich nach betriebswirtschaftlichen Kriterien ausrichtet (die übrigens eine Mitschuld an der aktuellen Misere tragen). Ich wage zu bezweifeln, dass soziales Denken, Nachhaltigkeit oder auch bewußter, vernünftiger Konsum es leicht haben, in Curricula integriert zu werden. Diese Themen locken halt keinen Hund(t) hinterm Ofen vor, wenn es später um den Beruf geht. Dabei denke ich gerade in unserer vernetzteren, komplexeren Welt bedarf es mehr soft skills, mehr über den Tellerrand schauen und ja, auch mehr kulturellem Verständnis. Bildung ist eben nicht nur Ausbildung zur Berufsbefähigung sondern Bildung fordert den reifen, den gereiften Menschen, der reflektieren, hinterfragen kann.

Aber wahrscheinlich wäre so jemand ja eigentlich eher hinderlich in der Wirtschaft, oder?

Immer wieder wird in der Wirtschaft der Ruf nach innovativen Ideen laut, nach Querdenkern. Aber woher sollen die denn bitte kommen, wenn man ihnen in den Bildungsanstalten oder heute besser Ausbildungsbetrieben (dazu zählen auch Universitäten mittlerweile, seitdem der Bachelor mehr den Charakter einer Schulausbildung hat)  nur für die berufliche Erwartungshaltung der Topmanager aubildet? So lange Ausbildung sich an dem orientiert, was die Wirtschaftsverbände fordern, wird es hier kaum Besserung geben, mal abgesehen von ein paar wenigen mutigen wie der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim, die zumindest ein  individuelles Profilstudium mit interdisziplinären Lehrveranstaltungen in den Bereichen Individual-, Sozial-, Fach-, Methoden- und Medienkompetenzen anbietet.

Schön zu lesen dazu unter anderem auch immer wieder die Kolumne von Gunter Dueck, aktuell passend:

Über Bildung, Schulvollpfropfen und Bachelorziegelsteine (Daily Dueck 168, Juni 2012)