Ich bin froh, depressiv zu sein

Das klingt sicher völlig verrückt. Aber seitdem ich diese Diagnose habe, erklärt sich mir vieles, was ich über Jahre hinweg nicht verstanden habe. Ich begreife die dunklen, die traurigen Phasen endlich, die zwar manchmal zu kreativen Ausbrüchen führten, aber meist auch tiefschwarze Tage mit sich brachten.

Es gibt eine tiefe Einsamkeit, wenn man an sonnigen, hellen Tagen als einziger mit einer schweren Trauer durch die Welt geht. Und man sich niemand mitteilen kann, weil keiner es wirklich verstehen kann, der nicht selbst depressiv ist.

Jetzt, seitdem ich offen damit umgehe, meine Depression zur Schau stelle bis sie sich schämt, geht es mir häufiger gut. Nicht immer, das zu erwarten wäre vermessen. Aber ich sinke nicht mehr so tief und es gibt wieder Dinge, über die ich mich wirklich freuen kann.

Und mit dem herauszerren der Depression aus der Heimlichkeit, wird auch die immer präsente Angst weniger. Angst vor Versagen, Angst vor dem Verlieren all dessen, was mir wichtig und wertvoll ist. Die Angst war wie die Depression immer mein Gefährte, vielleicht sogar länger als die Depression, denn ihr, der Angst erinnere ich mich seit meiner  Kindheit. Es ist oft eine irrationale Angst, die mich beherrscht und die Welt so schwarz macht, dass die Depression sich dort mit Freuden niederlässt.

Und so manch ein Kritiker oder ein Kreis von Kritikern hat es in der Vergangenheit geschafft, mich in dieses tiefe und lebensgefährliche Loch aus Angst zu stossen, wo am Grund die Panikattacke und damit der völlige Verlust der Kontrolle über das eigene Leben wartet. Ja, ich lebe noch, aber das habe ich nur einem Menschen zu verdanken. Meiner Frau, die mich tiefer und intensiver kennt, als alle anderen Menschen in meinem Leben und zur rechten Zeit den richtigen Instinkt hatte.

Mit Depressionen zu leben, ich wünsche es keinem Menschen. Man sagt, depressive Menschen seien besonders empfindsam oder kreativ. Das mag sein, aber zu welchem Preis?

Sollte ich jemals wieder die dümmste aller Zukunftsfragen hören: „Wo sehen sie sich in fünf Jahren?“ werde ich ab jetzt antworten: „Am Leben.“

Die Verlogenheit der Jünger des Analogen

Ja, ich bin schon lange krank. Meine Depressionen bessern sich zwar, aber so etwas ist nichts, was man eben mal mit ein paar Pillen kuriert.

Ein Ratschlag, den ich immer wieder auch von Therapeuten bekam war, doch mehr echte Kontakte zu Menschen zu haben. Nun, im Moment kann ich mich nur ernsthaft mit Menschen unterhalten, die genug Tiefgang haben, auch meine Krankheit auszuhalten.Zudem bin ich nicht und war ich noch nie ein Mensch für oberflächlichen Smalltalk. Und der wird leider meist erwartet. Und da muss ich leider sagen: Die Menschen mit diesem Tiefgang finde ich insbesondere online unter meinen Twitter Followern.

Und diese bald auf dem Stuttgarter Barcamp zu treffen, darauf freue ich mich. Der Rest? Der hat mich fallen lassen, schneller, als man Krankmeldung sagen kann. Es wurde nur noch über mich mit Ärzten und Pflegern kommuniziert, nicht mit mir. Dafür haben sich meine virtuellen Kontakte regelmäßig erkundigt, wie es mir geht, mir gute Tipps gegeben, Trost gespendet und ja, einige haben sich sogar mit mir getroffen. Stellt euch vor ihr Analog Extremisten. Die haben das wirklich gemacht. Und in Stuttgart werde ich das auch tun. Aber auch wenn ich Menschen nicht physisch vor mir habe, sie können mir dennoch sehr helfen und mir sehr viel geben.

Also wenn mir nochmal jemand sagt, virtuelle Freundschaften seien nix wert möge er einfach die Klappe halten.

Ein Dankeschön fürs nicht vergessen werden

klapse

Kleines Statement von mir:
Allen, die mich in meiner Krankheit positiv begleitet haben, die für mich da waren, ohne kluge Ratschläge geben zu müssen, die auch heute noch an mich denken und mich nicht vergessen haben ein ganz großes und sehr ernst gemeintes Dankeschön. Bald habe ich es geschafft, aber es war und ist für mich ein sehr hartes Jahr.

Es wurden viele Wunde geöffnet, manche auch wieder geschlossen, ich habe gelernt, zwischen echten Freunden und denen, die nur mein „bestes“ wollen zu unterscheiden und schließe dieses Kapitel meines Lebens hoffentlich spätestens im November mit einer Reha ab.

Nein, meine Depression wird nie ganz verschwinden, aber jetzt habe ich die Mittel, sie unter Kontrolle zu halten und weiß, dass es elementar ist, zwischen dem zu unterscheiden, was man für sich, und was man für andere tut. Ich lebe jetzt mit der Depression, anstatt das Problem zu verleugnen. Glaubt mir, das macht vieles leichter.
Und ich habe gelernt, dass jemand, nur weil er es behauptet nicht zwangsläufig ein Experte sein muss.

Danke vor allem all den Ärzten und dem Pflegepersonal, die mich auf meinem Weg raus aus der Dunkelheit begleiten. Ihr habt ein Leben gerettet. Wortwörtlich.

Und danke all jenen, die immer noch an mich denken. Es sind weniger geworden, aber es sind jetzt die richtigen.

Oliver Kalkhofe kommentiert die rechte Gewalt. Der beste Kommentar bislang

Es lohnt absolut, sich diesen Kommentar von Oliver Kalkhofe anzusehen. Treffender kann man es nicht ausdrücken. „Gewalt war schon immer die Sprache der Dummen.“ Wie wahr, wie wahr.

Und für alle, die gerade in einem bildungs- und spassfremden Büroumfeld sein müssen, hier das ganze als Text:

Hallo. Ich bin Oliver Kalkofe.
Einer dieser längst vergessenen, mediengeilen Z-Promis, die für ein bisschen Aufmerksamkeit absolut alles tun –
weshalb ich heute ganz groß die Fresse aufreiße und auf den medialen Mainstream-Zug der naiven Gutmenschen aufspringe.
Armes Deutschland!
So – das kurz vorab für alle, die sowieso nicht wirklich zuhören wollen… oder nicht können… und einen Grund zum Abschalten oder eine Texthilfe für ihren orthographisch tollkühnen Pöbelkommentar unter dem Video brauchen. Gern geschehen.
Ich sage jetzt allerdings trotzdem meine Meinung.
In der Hoffnung, andere damit zu motivieren, auch nicht länger den Mund zu halten und nicht mehr schweigend zuzuschauen, wie sich in unserem Land furchtbare Dinge ereignen, die ich aus dem Geschichts-Unterricht, aus Filmen und Büchern kenne,
von denen ich mir aber niemals habe träumen lassen, sie einmal selbst miterleben zu müssen.
Und bevor die sich selbst ernannten ‚Besorgten Bürger’ gleich wieder aufschreien:
Es geht hier nicht darum, welche Meinung man zum Thema Flüchtlinge oder Ausländer vertritt, ob die Politik alles richtig gemacht hat – was man derzeit wohl fraglos bezweifeln darf – und wer wo wie am meisten Recht hat.
Es geht darum, dass derzeit Menschen, auf der Flucht und um ihr Leben kämpfend, in einem für sie fremden Land, auf der Suche nach Hilfe, von Parolen-grölenden Vollidioten gewalttätig bedroht werden.
Dass Heime, in denen die ärmsten Schweine, die hier momentan rum laufen, nur für kurze Zeit in Sicherheit durchatmen sollen, angezündet und niedergebrannt werden –
Und zwar ganz offensichtlich von den dümmsten Schweinen, die bei uns gerade rumlaufen.
Dass Ausländerkinder von hirnfrei lebenden Rechtsextremisten in der U-Bahn beschimpft und vollgepinkelt werden.
Sorry –
Das alles hat nichts mit Kritik oder Meinungsäußerung zu tun.
Das ist einfach abartig, widerwärtig, kriminell und beschämend.
Wenn das bedeuten sollte, ein aufrechter Deutscher zu sein, gebe ich gern meinen Ausweis ab.
Aber das heißt es zum Glück nicht – denn solche Taten bedeuten nur ein ausgemachtes Arschloch zu sein.
Emotionslose Kreaturen und mutwillige Intelligenz-Flüchtlinge, die derartige Dinge tun, sollte man wirklich nicht als ‚Pack’ bezeichnen – denn dieser Ausdruck ist viel zu harmlos und beschönigend für solch ekelerregend degenerierte Menschen-Darsteller und feige Verbrecher im faulig schimmelnden Schutzmantel des vorgetäuschten Patriotismus.
Die Bücherverbrennung der Nationalsozialisten war übrigens auch keine Literaturkritik,
die Scheiterhaufen der Hexenverbrennung kein friedlicher Diskussions-Beitrag zur Okkultismus-Debatte
und der Ku-Klux-Klan auch keine freundliche Gesprächsgruppe besorgter weißer Bürger mit Zipfelmützen.
Gewalt war schon immer die Sprache der Dummen.
Wer seine Meinung auf Grund verstandesmäßiger Begrenzungen nicht verbal ausdrücken oder einigermaßen fehlerfrei aufschreiben kann,
der muss halt schreien, schlagen oder irgendwas anzünden.
Dies gilt übrigens für beide Seiten.
Links oder Rechts, Schwarz oder Weiß, Reich oder Arm.
Dumme und böse Menschen gibt es überall – keine Frage.
Zur Zeit allerdings in erschreckend hohem Maße unter vermeintlich anständigen Menschen, die uns ihre hoch kriminellen Handlungen als Akt der Meinungsfreiheit verkaufen wollen.
Nee, Leute, so nicht.
Wer Gewalt und Ungerechtigkeit im Kampf gegen Gewalt und Ungerechtigkeit einsetzt, mit der Begründung: die anderen machen es ja auch – oder werden es bestimmt noch tun, wenn ich nicht vorher zuschlage – der hat leider nicht verstanden, was es heißt ‚Mensch’ zu sein und in einer Gemeinschaft zu leben.
Man kann Ungerechtigkeiten nicht gegeneinander aufwiegen wie an der Fleischtheke der Fehlverhalten.
Wer auf Dinge, die seiner Ansicht nach falsch laufen, damit reagiert, es einfach noch falscher zu machen, dreht selbst die Spirale des Irrsinns ins Absurde und zerstört damit – rein rechnerisch – jede Chance auf das Richtige.
Und wenn Gutmensch in einer Gesellschaft zum hämischen Schimpfwort mutiert, um damit das eigene Schlechtmenschentum zu beschönigen, ist definitiv etwas nicht in Ordnung.
Allerdings muss ich sagen: dann doch lieber Gutmensch als Arschloch!
Brandstiftung, Körperverletzung und Demütigung sind keine Ausdrucksmittel der freien Meinungsäußerung, sondern schlicht und einfach Verbrechen.
Wir können uns nicht alle immer weiter nur gegenseitig auf der Straße oder im Internet Wut und Hass entgegenschleudern und alle fremden Menschen als Bedrohung ansehen.
Nicht die Politiker oder die anderen – wir selbst entscheiden wie unsere Welt aussieht.
Wenn jetzt nicht langsam jeder einzelne anfängt, für sich persönlich einen eigenen moralischen Kompass zu entwickeln, um nach ihm nicht nur zu reden, sondern auch zu handeln, dann sieht es düster für uns alle aus.
Und dieser Kompass ist eigentlich ganz simpel:
Einfach einem anderen Menschen nichts antun, was man nicht selbst erleben möchte.
Und andere Menschen so behandeln, wie man selbst gern behandelt werden würde.
Vielleicht naiv, aber rein logisch gesehen unsere einzige Chance auf Besserung.
Stoppen wir die Blödheit, den Hass und den Wahnsinn.
Und schweigen wir nicht, auch wenn das Böse und das Dumme meist lauter ist als die leise Stimme der Vernunft.
Benehmen wir uns einfach endlich einmal wieder wie Menschen.
Und für alle, die trotzdem immer noch sagen:
‚Na und, mir wurde auch nie was geschenkt!’ –
Doch. Verstand, Vernunft und Mitgefühl gab es für jeden von uns – zumindest theoretisch – für jeden von uns absolut kostenfrei!
Dann kann man die doch ruhig auch mal benutzen, oder?

Blogger für Flüchtlinge. Denn wir alle können ein Zeichen setzen

Wer die Ereignisse in Freital und jüngst Heidenau verfolgt hat, der weiß, wie viel dummes, rechtes Gedankengut sich unreflektiert und falsch informiert gegen die Flüchtlinge stellt, die in den allermeisten Fällen aus der puren Not heraus zu uns kommen.

Länder wie Syrien sind für ihre Bewohner mittlerweile eine Lebensgefahr. Und wir sind mitschuld an diesem Dilemma, verdient doch unsere deutsche Waffenindustrie sehr gut an all diesen Kriegen.

Deshalb finde ich die Initiative Blogger für Flüchtlinge von Nico Lumma, Stevan PaulKarla Paul und Paul Fritze so wichtig und richtig, die nichts anderes macht, als Spenden zu sammeln und diese dem Verein Moabit hilft zukommen lässt.

Also, erzählt von der Aktion, bloggt, vlogt, podcastet was das Zeug hält. Wäre doch gelacht, wenn wir Blogger nicht unsere Leser, unsere Hörer, unsere Follower aktivieren könnten, damit die zu uns kommenden Flüchtlinge wenigstens mit dem allernötigsten versorgt werden.

Und all ihr Trolle und Heimatschützer, „Ich bin ja kein Nazi, aber..“ Lügner und sonstigen Verwirrten. Spart euch, hier rumzutrollen, jeder fremdenfeindliche Kommentar wird sofort gelöscht. Auch wenn ihr es nicht glaubt, es gibt so etwas wie ein Hausrecht, sogar in Blogs.

 

Depressiv? Hätte ich mir doch nur ein Bein gebrochen

Ja, auch wenn ich mich wiederhole, ich bin offiziell diagnostiziert depressiv. Endlich haben meine tieftraurigen Phasen, meine Sorgen und Ängste und dieses Gefühl, nie ganz dazu zu gehören eine Definition.

Das macht es aber keineswegs leichter. Wir stigmatisieren und verstecken psychische Krankheiten immer noch, als wäre es etwas bedrohliches und gefährliches. Und die angeblichen Qualitätsmedien schreiben zum Teil einen Bullshit, dass es schon fast körperlich weh tut. Deshalb hier ein paar Fakten zur Aufklärung.

Nein, die aller allergrößte Zahl der psychisch Kranken ist keine Gefahr für ihre Umwelt. Maximal für sich selbst, wenn sie beschließt, da niemand hilft und es offensichtlich auch niemanden interessiert, selbst Schluß damit zu machen. Erweiterte Suizide wie der des Piloten der Germanwings Maschine haben auch noch andere Gründe, wir, die wir Suizid versuchen tun dies, weil wir euch von uns erlösen wollen, nicht weil wir euch Leid zufügen wollen. Das mag hart klingen, aber genau so empfindet das ein tief depressiver Mensch.

Und ja, wir können lachen, unterhaltsam sein, sehr gut arbeiten, aber wir verstecken uns dabei immer hinter einer Maske, und wenn wir diese zu lange aufrecht halten müssen, dann kann es durchaus sein, dass wir darunter zusammenbrechen. Dann müsst ihr uns aber nicht helfen oder uns retten, wir sind schon dankbar für die Menschen, die dann einfach da sind, für eine Umarmung, für ein Gespräch.

Und Depression bedeutet nicht, dass wir nicht auch ein eigenes Leben haben. Es bedeutet aber, dass wir mehr als andere auf unsere Gefühle, unsere Stimmung achten. Und oft auch empfindsamer für die Stimmungen anderer sind.  Stimmt, wir nehmen Beleidigungen oder Vorwürfe persönlicher, können mit Anschuldigungen oft nicht so gut umgehen, weil wir tendenziell allem erst mal glauben, schliesslich sehen wir die Welt ja nicht durch die Rosa, sondern die graue Brille.

Ihr wollt für uns etwas tun? Ihr wollt uns helfen?

Seid da für uns, steht für die Interessen psychisch kranker Menschen ein, statt sie verstecken oder ignorieren zu wollen.

Es gibt sehr viele psychisch kranke Menschen, mittlerweile ist Depression fast eine Volkskrankheit. Aber eine, die verheimlicht wird, vor allem wenn sie im beruflichen Umfeld auftritt. Dort herrscht immer noch die geleckte verlogene Positivwelt vor, in der alles prima, Spitzenleistung, Topperformer ist, auch wenn die Realität längst das Gegenteil zeigt.

Ihr wollt Depressionen nicht selbst bekommen?

Dann sorgt für euch, glaubt nicht dem immer besser, immer mehr der Werbung und der Ratgeber. Versucht, euch geistige Freiräume  und Ruhezonen zu schaffen. Seid euch selbst genug. Und macht euch unabhängig von den Meinungen anderer.

Es kann jeden treffen, also verdammt nochmal, reden wir drüber.

Oh, und noch was. Glaubt bezüglich Depressionen nicht alles, was in der Zeitung steht. Am besten garnichts. Selten habe ich so viel Müll und Blödsinn gelesen, wie zu psychischen Krankheiten. Und das Drecksblatt mit den vier Buchstaben ist da ganz vorne mit dabei. Redet mit Menschen, die drin stecken, redet mit uns. Wir sind dankbar, wenn sich jemand wirklich für unsere Krankheit interessiert.

Unterstützt netzpolitik.org im Kampf um die Freiheit der Presse

range
im Vordergrund Generalbundesanwalt Harald Range, im Hintergrund Hans-Georg Maaßen, Chef des Verfassungsschutzes

netzpolitik.org wird des Landesverrats beschuldigt, weil sie Dokumente der Öffentlichkeit zugänglich gemacht haben, die als vertraulich gekennzeichnet wurden. Das passt den Menschen nicht, die selbst unser Land verraten, in dem sie die NSA schalten und walten lassen ohne gegen sie vorzugehen. Und an oberster Spitze im Moment unser werter Generalbundesanwalt Range, der die NSA gewähren lässt und kritische Blogger mundtot machen will. Helfen wir netzpolitik.org durch kritische Berichterstattung ebenso wie durch Demonstrationen oder, für die, denen beides nicht möglich ist, durch eine Geldspende.

Und wer sich für die Beschuldigungen interessiert findet hier den Anklagebrief im Volltext sowie die Dokumente, deretwegen die Anklage erfolgte hier und hier. Sicherungen davon habe ich bereits gezogen.

pressefreiheit

Das Leben hat mich wieder

So fühlt es sich zumindest an. Mittlerweile wieder betreut durch meinen Psychotherapeuten fühle ich mich endlich wieder angehend normal. Wobei meine Definition von Normalität sich stark von der alltäglichen unterscheidet. Wieder Freude an Dingen haben, einen Abend mit meiner Frau in der Stadt genießen. Ganz einfach Dinge sind wieder schön, die ich früher gar nicht mehr wahrgenommen hatte.

Ich spüre aber auch, ich bin noch lange nicht stabil, was meine Vergangenheit und die damals erlernten Verhaltensmuster angeht. Da kommt noch ein großes Stück Arbeit auf mich zu. Denn immer noch ist da dieser ätzende ungesunde Glaube, man würde mich nur wegen dem mögen, was ich tue.

Ich habe gelernt, dass es schon sehr früh passiert, diese negative Prägung. Ich bin permanent mit dem „kleinen Uwe“ konfrontiert.

Ein gutes, das Elontril zusammen mit Lithium wirkt wunderbar und auch die vom Venlafaxin stammenden Nebenwirkungen wie übermässiges Schwitzen und Potzenprobleme sind komplett weg.

Wie geschrieben. Man beginnt, sich über die kleinen Dinge zu freuen.