taz nicht mehr als iBook
Und warum? Nun, scheinbar konnten neue Ausgaben nicht schnell genug im Store bereitgestellt werden. Das halte ich aber angesichts der heutigen schnelllebigen Zeit für merkwürdig. Da wird ein Gerät gerade mit der Möglichkeit beworben, darauf auch Zeitungen zu lesen und dann braucht es mehrere Tage, bis die neue Ausgabe online erscheint. Wenn ich schon eine Zeitung online lese, erwarte ich eigentlich, dass sie zumindest zeitgleich mit der Printausgabe verfügbar ist, wenn nicht für Abonnenten sogar etwas früher. Insofern ist das ein klares No Go. Wie mir scheint schlägt jetzt auch hier langsam die Realität durch, nachdem der erste Hype verklungen ist. Warten wirs ab, wie sich die Konkurrenz aufstellt. Ich für meinen Teil freue mich jeden Morgen parallel zur Printausgabe auf mein ePub eBook der Zeit, dass ich mir morgens runterladen und gleich mitnehmen kann.
Allerdings auf einem klassischen eBookReader, der mehrere Wochen durchhält, ein entspiegeltes angenehmes Schriftbild hat und auch andere Formate ohne Probleme übernimmt.
Wir drucken die Wälder leer, obwohl es besser ginge
Nicht überraschend titelt die Computerwoche:
Studie zum Druckverhalten
Deutsche sind Europas Papierverschwender. Das ist richtig, aber daran sind wir selbst schuld. Wer so technophob ist, daß er jede Mail, jeden Foliensatz nochmal auf Papier haben will, wer sich nicht vorstellen kann, Dokumente auf einem eBookReader zu lesen, der braucht sich auch nicht zu wundern. Es wäre ohne Probleme möglich, eBookReader mit WLan in Unternehmen einzusetzen, um Dokumente direkt als PDF dorthin zu transferieren. Viele EMails werden nur ausgedruckt, weil der einzige PC ein Desktop PC ist, und man nicht z.B. einen kleinen Netbook mit ins Meeting nehmen könnte. Wenn ich ins Meeting mit meinem TabletPC gehe, werde ich schief angeschaut und man lästert über mein Spielzeug. Also ist ja wohl klar, woher diese Papierverschwendung kommt. Wir könnten schon längst weitestgehend papierlos arbeiten. Nur der Wille fehlt, und der Mut, auch mal Technik einzusetzen, die es schon lange gibt. Selbst der neue Trend zu Tablets wird hier sicher nichts verbessern. So lange man noch ernster genommen wird, wenn man mit Papier und Bleistift im Meeting oder am Arbeitsplatz umgeht, so lange wird sich hier nichts ändern. Im Gegenteil, es wird noch schlimmer werden, da das Informationsaufkommen ja immer höher wird.
Ein Nachmittag im Leben eines AT-AT. Ein genialer Animationsfilm von Patrick Boivin
Ja, ich gebe zu, auch ich fand als Junge die AT-ATs aus Star Wars immer „total cool“.
AT-AT day afternoon from Patrick Boivin on Vimeo.
Das Bild vom Wissenschaftler und warum wir normale Menschen sind
Eine schöne Geschichte habe ich bei Astrodicticum Simplex enteckt: Kinder stellen fest: Wissenschaftler sind ganz normale Menschen
Dort wird berichtet, dass Kinder die Wissenschaftler am Fermilab besuchen durften und über ihr Bild vom Wissenschaftler zuvor und danach befragt wurden. Schöne Geschichten, die da herauskamen.
Als Wissenschaftler find ich das schon deshalb amüsant, weil viele in meinem Umfeld gar nicht wissen, daß ich Wissenschaftler bin, bzw. denken, als Wissenschaftler müsste man an einer Universität oder einem Labor arbeiten. Wissenschaftler zu sein, ist aber vielmehr eine Geisteshaltung, eine Einstellung zum Leben. Es beinhaltet die Lust Fragen zu stellen, nach Antworten zu suchen, sich selbst und seine Arbeit immer wieder zu hinterfragen.
Es bedingt, dass man offen ist für neue Ansichten, daß man Freude an Wissen und Fakten hat. Schon deshalb bin ich auch Skeptiker, weil wir heute in einer Zeit leben, in der erstaunlicherweise Technophobie und der Glaube an esoterische Pseudowissenschaftler noch erschreckend weit verbreitet ist. Ein Wissenschaftler ist jemand, der Wissen schafft. Der sich nicht mit Halbwahrheiten und Pseudowissen abgibt.
Insofern sind wir schon etwas anders, wir wollen die Wahrheit wissen, auch wenn es unangenehm sein kann.
Allerdings gebe ich zu, daß es schwieriger sein kann, einen Wissenschaftler in einem „normalen Unternehmen“ zu beschäftigen. Dort zählt der Status Quo, dort geht es eher um Macht und Kontrolle und wer da zu viel fragt, fällt eher negativ auf. Da muss man als wissenschaftlich denkender Mensch so seine Strategien entwickeln. Hier gilt für mich:
„There are two kinds of people, those who do the work and those who take the credit. Try to be in the first group; there is less competition there.“ Indira Gandhi
Ich fühle mich in der „do the work“ Kategorie mittlerweile sehr wohl. Und wissenschaftlich arbeite ich dann halt eher in meiner „Freizeit“. Aber ganz wichtig. Wissenschaftler sein ist eher eine Geisteshaltung denn eine Berufsbezeichnung.
Kodak Playsport unter Wasser Testfilm
Bin beeindruckt. Heute war ich mit den Kids im Waldbad und mein ältester Sohn und ich haben mal eine kurze Tauchsequenz mit der Kodak Playsport aufgenommen und die Ergebnisse finde ich schon sehr beeindruckend. (Der Lärm unter Wasser rührt eher daher, daß doch eine ganze Rasselbande von Kids im Bad war). Also für mich hat die Playsport damit alle Bloggertests mit Bravour bestanden. Sie lässt sich auch unter Wasser sehr gut bedienen, hat sogar eine Farb/Toneinstellung für Unterwasseraufnahmen, ist extrem robust und Videos fürs Blog lassen sich sehr schnell erstellen. Eigentlich heisst der einzige Schritt: Video von der Kamera auf YouTube laden.
Eine unbedingte Empfehlung meinerseits, wenn man eine Bloggerkamera sucht, die auch Wetter und Wasser gut überstehen soll.
Gute Beratung ist mehr wert als das „günstigste Gerät“: Unser neuer Kaffeevollautomat
Heute waren wir bei unserem lokalen Lieblingselektrofachmarkt „HEM“ und wieder wurde mir bewiesen, daß es sich lohnt etwas mehr zu investieren und auch eine gute Beratung zu bekommen als immer nur auf den billigsten Preis zu achten. Meine Frau wünschte sich einen Kaffeevollautomaten und deshalb beschlossen wir zum HEM zu gehen um uns dort über gute Geräte beraten zu lassen. Tja, daraus wurde dann eine vollständige Kaffeeverkostung mit genauester Erläuterung der vor und Nachteile der verschiedenen Geräte. Letztlich haben wir jetzt eine Nivona 770.

Die Marke kannte ich zuvor überhaupt nicht. Muss aber sagen, wir sind höchst zufrieden. Ein ausgesprochen leckerer Kaffee, man kann grosse Tassen verwenden, das Gerät ist sehr einfach zu reinigen und macht einen wunderbaren Milchschaum.
Gut, die Maschine ist kein Billiggerät, aber nach einigen Erfahrungen mit vermeintlich günstigen Angeboten kann ich jedem nur empfehlen, mehr auf Qualität als auf den Preis zu achten. Einige Details an der Maschine sind sehr gut durchdacht und sie ist ihren Preis wirklich wert.
Das ist mir einen besonderen Dank an Herrn Yalcin wert. Sehr freundliche und ausführliche Beratung und der Kaffee war wirklich sehr gut 😉
Was will ich damit sagen? Auch wenn ein Händler scheinbar teurer ist als die Konkurrenz, kann es sich lohnen, etwas mehr zu investieren, wenn man dann letzlich genau das bekommt, was man möchte und in guter Qualität. Ich persönlich finde es wichtiger, das zu bekommen, was mir am optimalsten nutzt und nicht das, was gerade noch so die ihm gestellte Aufgabe erfüllt.
Mit Verlaub Google, eure Fernlöschaktion war dämlich und Wasser auf die Mühlen der Google Gegner.
Ich gebe zu, ich mag mein Android Smartphone. Es ist schnell, quelloffen und bietet geniale Funktionen. Und das Google genauso wie Apple zur Not auch Anwendungen aus der Ferne löschen kann, war mir bewusst, und bei der Wahl von Pest oder Cholera entschied ich mich für den weniger zensierenden Laden.
Aber jetzt eure Remote Lösch Funktion auszuführen war fast so dumm wie die Aktion von „Amazon“ wegen 1984. Oder die Zensur von Apple bei seinen Apps wenn es um leichtbekleidete Damen oder Bilder von Kriegsgewalt geht.
Im heutigen IT Markt geht es um Reputation, um Glaubwürdigkeit. Und mit dieser Aktion habt ihr euch einen riesen Teil eurer Reputation in der Smartphone Szene verscherzt. Böser Fehler, ganz böser Fehler. Jetzt werden sich sicherlich viele überlegen, wo da noch der grosse Unterschied zu Apples rigider App Store Politik ist. Denn wer fehlerhafte Software aus der Ferne löschen kann, kann das auch mit unliebsamer Software machen.
#epicfail
Homöopathie, die Wissenschaft vom Glauben
Die ZEIT berichtet: Heilkraft aus dem Nichts und berichtet, dass Homöopathie nur dann wirkt, wenn man daran glaubt. Oder um es anders zu formulieren. Homööpathie lebt vom Placeboeffekt. Das ist für mich aber nun nicht sehr überraschend. Zwar halte ich es nach wie vor für extrem verantwortungslos, wenn man bei einer schweren, lebensbedrohlichen Erkrankung der Homöopathie den Vorzug gibt.
Aber bei Wehwechen habe ich schon selbst erlebt, dass die Gabe von ein paar Globuli (nein, ich kauf das Zeug nicht, aber meine Frau) tatsächlich unsere Kinder BERUHIGTE (das hat aber nix mit einer wirklichen Behandlung der Grunderkrankung zu tun). Das hat aber garnichts mit einer etwaigen Wirksamkeit des Mittels an sich zu tun. Vielmehr greift hier der Placebo Effekt, der durch den Glauben an eine Wirksamkeit eine positivere Grundeinstellung beim Patienten auslöst und damit die Heilung unterstützt.
Das schlimme an alternativer Medizin ist eher die Charakterlage ihrer Anhängerschaft. Dort herrscht eine geradezu religiöse Gläubigkeit an die Wirkung, und jeder , der das hinterfragt wird geradezu inquisitorisch verfolgt und verdammt.
Auch Bild der Wissenschaft titelte in seiner März Ausgabe „warum Ärzte mit Placebo-Medizin Erfolg haben, Zuckerpillen auf dem Prüfstand“.
Jedem, der fast religiös an solchen Müll wie Vitaminpräparate oder Alternative Heilmethoden glaubt, sei Ben Goldacres Buch „Die Wissenschaftslüge“ ans Herz gelegt. Darin räumt mit einigen Lügen und gefährlichen Behauptungen der alternativen Medizin wie auch der Pharmaindustrie auf.

