Social Intranet geht nicht in deutschen Unternehmen

Ich weiß, recht provokant, aber wenn ich so die Nachrichten betrachte, die aus den Unternehmen in meine Ticker laufen, dann geben eben diese Nachrichten mir recht.
Denn solange die Kultur eines Unternehmens noch auf Überwachung, Vorschriften und Kontrolle beruht, so lange braucht das Unternehmen mit Social Media gar nicht erst anzufangen. Gutes Indiz? Social Media Vorschriften, die mit Sätzen wie „Facebook und Twitter sind nur für berufliche Belange genehmigt“ daher kommen. Da zeigt schon der Satz das Unverständnis über Social Media Plattformen.

Oder nimmt man an, der Mitarbeiter habe so etwas wie einen Contentfilter im Gehirn, dass in dem Strom von Nachrichten nur beruflich relevante sieht?

Zudem wird aus den meisten Unternehmen jedwede private Aktivität unter Androhung drakonischer Strafen von Abmahnung bis Entlassung verband. Der Mitarbeiter muss also einen guten Teil seiner Persönlichkeit am Eingang abgeben, und darf nur noch für die Arbeit denken und handeln. Klingt merkwürdig? Ist es auch.

Gerade in deutschen Unternehmen herrscht noch das asocial Intranet, angefüllt mit dienstlichen Informationen und jeder Menge Verboten und drakonischen Strafen bei Nichteinhaltung. Hier eine Social Intranet Plattform einführen heißt Perlen vor die Säue zu werfen. Denn niemand, der bei einigermaßen klarem Verstand ist, wird eine solche Plattform im Sinne eines Social Intranet nutzen und damit ist die Plattform an sich sinnlos.

Bevor also in einem Unternehmen eine Social Intranet Lösung eingeführt wird, sollte man erst mal die Kultur sozialer gestalten. Und vielleicht liefe schon dann einiges viel besser und es gäbe deutlich weniger Dienst nach Vorschrift.

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