Macht es einfach. Wie man komplexe Projekte wartungsfreundlich hält

Es ist immer das gleiche Phänomen. Eine neue Software wird entwickelt, und dabei holt man sich die besten Entwickler zusammen, nutzt State of the Art Tools und entwickelt nach den neuesten Softwareentwicklugnsparadigmen.

Das Projekt wird zum Erfolg (meist zumindest) und die Software geht in den Einsatz. Und dann beginnt der schleichende Wissenszerfall. Denn meist übernehmen nicht die Entwickler das Produkt für die Wartung, die es initial entworfen haben, sondern „Linienmitarbeiter“. Und je komplexer das Projekt war, je moderner die Herangehensweise, um so schwerer fällt es dann, das Wissen zu übergeben und die Software weiter zu pflegen.

Ich empfehle immer darauf zu achten, dass der Code möglichst einfach gehalten wird. Das bedeutet auch, dass man ggf. auf spezielle zwar elegante Programmierparadigmen verzichtet, wenn sie später für den Durchschnittsentwickler nicht verständlich sind.

Und schon in der Projektphase lohnt es sich, ein gemischtes Team zusammenzustellen aus den „Entwicklerstars“ und dem „durchschnittlichen Entwicklerhandwerker“. Denn nur wenn auch ein durchschnittlicher Entwickler den Code versteht, wird er auf lange Sicht pflegbar sein. Die Philosophie, sich immer nur die besten in Projekte zu holen hat den Nachteil, dass danach der Code oft auch so aussieht. Zwar brilliant entwickelt, mit allen Kniffen und Finessen, aber nach ein paar Monaten oder Jahren für einen Einsteiger fast nicht mehr lesbar.

Insofern gilt auch für die Softwareentwicklung, auch wenn das manche „Cracks“ zu gerne vergessen. Macht es so einfach wie möglich, gute Lesbarkeit sollte immer vor gutem Stil kommen.

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