Der eigene Tellerrand existiert häufiger, als man denkt. Windows Phone und ich

wpid-20140912_112244.jpgTja, so bin ich eigentlich in die Smartphone Welt eingestiegen. Mit Windows CE Geräten. Dann ein LG Windows Phone, das mir eigentlich ganz gut gefiel bis ich als Linux Fan und Java Entwickler auf Android umstieg. Linux als Grundlage, Java als Entwicklersprache, das war für mich das Optimum. Apple war und ist mir zu eingesperrt, zu selbstbezogen und absolut zu proprietär. Und auch Windows Phone schien mir in den letzten Jahren in die völlig falsche Richtung zu gehen.  Doch dann las ich von begeisterten Usern des Lumia 630. Ein Budget Phone, das sogar die Hardcore Gadgetexperten begeistert? Und das mit Windows Phone kommt? Ganz so schlecht kann dann die neueste Inkarnation von Wiindows Phone, das ja bald nur noch Windows heißen soll nicht sein.

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Kabelloses Laden ist beim Lumia 1520 schon integriert. Man braucht nur die passende Ladestation

Und tatsächlich konntet ihr ja vor einiger Zeit einen Test des Lumia 630 bei mir lesen und ich war und bin vom Preisleistungsverhältnis ebenso wie vom jetzigen Stand von Windows Mobile sehr angetan. Lange genug war Microsoft der Underdog was mobiles OS angeht und hat es nicht wirklich geschafft, eine überzeugende Konkurrenz zu Android und iOS darzustellen.

Mit Windows Phone 8.1 könnte sich das bald ändern. Das System wirkt jetzt sehr durchdacht, hat wichtige Ergänzunge wie die Nachrichtenleiste bekommen und läufwpid-20140912_112543.jpgt insgesamt sehr flüssig und stabil. Auch die verfügbare Software hat sich sehr verbessert. Auf dem Lumia 630 konnte ich alles versammeln, was ich als Blogger, Autor und Entwickler brauche.

Um hier einen Eindruck aus dem Alltag zu bekommen habe ich mich entschlossen, Windows Phone als mein HauptOS eine Chance zu geben. In den nächsten Monaten wird das Lumia 1520 (mit einer genialen Kamera) mein Hauptsmartphone sein und ich werde in einer Serie von Artikeln darüber berichten.

Bislang nur so viel. 6Zoll klingen groß, sind es auch aber passen zu mir.Die Kamera ist eine Offenbarung, sowohl was Leistung als auch was Möglichkeiten angeht. Softwaretechnisch ist ein sehr interessanter Aspekt, dass viele Apps als Windows und Windows Phone Versionen existieren und erwerbe ich eine davon, kann ich die andere ebenfalls nutzen.

Jetzt werde ich das Lumia zunächst intensiv testen und im Laufe der nächsten Wochen erste Erfahrungen vermelden.

Und damit niemand behaupten kann, ich würde hier von Microsoft gesponsort. Das Lumia 1520 habe ich mir vom eigenen Geld beschafft ebenso wie die kabellose Ladestation. Ich will diesen Test so objektiv wie möglich machen.

Das heißt natürlich nicht, dass mein Note 3 nicht weiterhin dabei sein wird, aber vermutlich wird es hauptsächlich der Datenlieferant für die LG Watch sein und seltenst aus der Tasche kommen.

 

 

Microsoft, Apple und der Business Irrtum

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Die Idee der einheitlichen Oberfläche auf allen Endgeräten wird meiner Ansicht nach nicht aufgehen.

Hatten wir es nicht eindringlich bei Blackberry erlebt? Da hat man ein scheinbar jahrelang erfolgreiches Geschäftsmodell vor die Wand gefahren. Warum? Weil man glaubte, auf alle Ewigkeit der einzige sein zu können, der Business Kunden zufriedenstellt.
Aber mit der sich immer weiter auflösenden Trennung von Business und Privat geht nun eben auch dieses Geschäftsmodell zu Ende.

Der Kunde will nicht zwei Geräte sondern eines, mit dem er beides kann, geschäftlich arbeiten, telefonieren, aber eben auch die privaten Mails bearbeiten, Spiele spielen, Medien konsumieren. Und hier kommen Anbieter wie Apple ins Spiel, die durch die Mischung aus elitärem Gebaren und schickem Design die Geschäftskunden scharenweise anlockten. Und wer erst mal privat ein deutlich besseres Stück Hardware in den Händen hält als im Büro, der will früher oder später auch geschäftlich all das, was sein privates Endgerät schon kann.

Das scheint nun wiederum Microsoft immer noch nicht erkannt zu haben, scheinen sie doch auch unter ihrem neuen Chef Satya Nadella weiterhin den Fokus aufs Business zu legen. Dort braucht man aber schon lange nicht mehr zwingend einen Windows PC oder Notebook. Alternativen sind da, viele schwenken zu Apple, manche zu Linux und gerade im Bildunsgbereich scheinen sich mittlerweile die Chromebooks zu verkaufen wie geschnitten Brot.
Wenn Microsoft hier nicht schnell die Kurve kriegt, dann könnte aus dem einstmaligen Marktführer schnell ein zweiter oder dritter werden, der nur noch Nischen bedient und den großen Kuchen nicht mehr kosten darf.

Die Philosophie des einen Erscheinungsbilds auf allen Endgeräten wird so nicht funktionieren, da die Nutzer auf den verschiedenen Formfaktoren und Anwendungsgebieten ganz andere Anforderungen haben. Hier wäre eine diversifizierte Strategie mit einer mobilen und einer Office Plattform meiner Ansicht nach die sinnvollere.
Aber die Zeit wird zeigen, ob sich Microsoft weiterhin halten kann oder der Siegeszug der einstmaligen kleinen Konkurrenten sich wie bislang fortsetzt.

Die Einschläge kommen für Microsoft näher, Acer will sich auf Chrome OS und Android konzentrieren

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Man könnte meinen, es wäre ein Notebook. Es ist aber ein Android Tablet.

Das ist doch mal eine Ansage. Acer will sich zukünftig mehr um die Android und Chrome OS Geräte kümmern. Zwar werde man weiterhin Windows PCs und Notebooks herstellen, aber dort sieht Acer den Markt stark schrumpfen, während man für Android basierte Systeme ein Wachstum von um die 30 % erwartet.

Das finde ich schon ein deutliches Signal Richtung Microsoft und eine Ansage, dass der Markt sich weiterhin stark Richtung mobile Geräte wandeln wird. Und da durch die Hybridtablets und ChromeOs Ultrabooks bereits valide Geräte verfügbar sind, die auch in Büroumfeldern durchaus bestehen könnten, muss Microsoft hier schleunigst das Ruder herum reißen, um nicht völlig von der Entwicklung des Marktes abgehängt zu werden.

Offensichtlich hat man hier in Redmond wieder einmal eine neue Entwicklung völlig unterschätzt bzw. geglaubt, man müsse den alten Wein „Windows“ nur in den neuen Schlauch „Windows Phone“ umfüllen und hätte die ultimative Antwort parat.

So funktioniert das heute aber nicht mehr. Nie war der Wandel schneller und die Technologie flexibler. Wir dürfen gespannt sein, was vom einstigen Marktführer Microsoft noch übrig bleibt. Meine Prognose: Windows wird sich zum Betriebssystem im Büroumfeld (quasi der Blackberry für den Desktop) gesundschrumpfen und vom Marktführer zu einem kleinen Player im großen Kanon der Hardware/Softwarehersteller werden.

 

 

Microsoft ist noch nicht tot

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Auf einem Tablet (im Bild das Dell Latitude 10 mit Bluetooth Tastatur/Hülle) macht die Kacheloberfläche nicht nur Sinn, sondern Spaß. Aber eben nicht auf Non-Touch Geräten

Aber es riecht komisch. So könnte man formulieren, wie man den Konzernumbau interpretieren könnte.

Im Moment teste ich ein Windows 8 Pro Tablet von Dell und ich muss sagen, auf Tablets gefällt mir die Kacheloberfläche sehr gut.

Aber da ist auch das Problem. Warum hat man unbedingt auch für den Desktop die Kachel als Nutzerparadigma eingeführt. Es war doch abzusehen, dass man sich damit all jene Nutzer verprellt, die eben noch kein Touchscreengerät haben. Oder die einfach so weiterarbeiten wollen, wie bisher. Windows ist kein mobiles OS, man hätte hier entweder ein komplett neues System einführen müssen oder zumindest zwei Varianten, die sich jeweils innerhalb einer Distribution abhängig vom Endgerät einstellen lassen. Windows 8 in der jetzigen Form ist aber für die meisten Kunden weder Fisch noch Fleisch. Wer ein Tablet nutzt, wird mit den Kacheln zufrieden sein, fragt sich aber, warum es nicht bei allen Anwendungen klappt (der Wechsel in eine nicht Metro Anwendung ist nach der klaren und angenehmen Nutzererfahrung unter Metro oft sehr… gewöhnungsbedürftig)

Auch die „Idee“ mit Windows Surface war nicht wirklich durchdacht. Schon die verkrüppelte Windows Starter Version für die Netbooks war eher ein Reinfall. Da hätte man draus lernen können.

Mein Fazit: Mir macht die Arbeit auf meinem Dell Latitude Tablet Spaß. Aber jedes Mal, wenn ich eine der Anwendungen starte, die eben nicht Metro Style haben, dann muss ich mit schmalen Fensterrahmen leben, mit Programmen, deren Menüs und Buttons eben NICHT für Touch optimiert sind. Hier wäre eine Lösung sinnhafter gewesen, die via Automatismus hier den Stil der Windows-Anwendung vergrößert.

Windows hat leider seine besten Tage hinter sich. Wagt Microsoft hier nicht größere Veränderungen im Design und in der gesamten Philosophie kann es durchaus sein, dass das Windows OS in ein paar Jahren Geschichte ist. Dann riecht Microsoft nicht mehr nur komisch, dann sind sie wirklich tot. Noch gibt es eine Chance für einen Paradigmenwechsel. Bei der Marktmacht von Apple und Google bleibt Microsoft aber nicht mehr viel Zeit.

Und was man auch nicht unterschätzen darf: Die Konkurrenz drängt auf das originäre Gebiet von Microsoft, den Desktop. Gerade die Hybrid Tablets lassen sich immer besser auch als „Notebook“ Ersatz nutzen. Hier gewinnt, wer als erster das alle Plattformen durchdringende Gesamtkonzept anbietet. Und mein Eindruck hier ist, dass Apple hier mittlerweile in der Führung ist, dicht gefolgt von Google und Microsoft den beiden Konkurrenten eher hilflos hinterherrennt.

 

Der Messenger von Microsoft macht dicht. Umzug zu Skype am 15. März

Wie Microsoft in einer Massenmail (die mir witzigerweise wohl in meinem Spam Filter verloren gegangen ist) ankündigt, werden zum 15. März die bestehenden Accounts zum neu erworbenen Dienst Skype migriert und der Messengerservice (abzüglich China) dann geschlossen, so berichtet das Magazin T3N.

Nun bin ich schon seit mehreren Jahren bei Skype aktiv und zwar mit der gleichen EMail Adresse, insofern bin ich gespannt, ob dieser Umzug auch wirklich problemlos funktioniert und vor allem, ob Microsoft auch die Möglichkeit bietet, nach dem Umzug bestehende Accounts zu migrieren.

Mein Fundstück der Woche: Microsoft arbeitet am Babelfisch

Im folgenden Video wird präsentiert, wie Microsoft es schafft, nicht nur gesprochene Sprache in geschriebenen Text mit einer unglaublich geringen Fehlerrate umzusetzen sondern auch das ganze noch in Chinesisch zu übersetzen UND mit der Stimme des Sprechers auszusprechen. Einfach grandios.
Ich prognostiziere, dass wir in ca. 5 – 10 Jahren Smartphones haben werden, die Telefongespräche fast in Echtzeit übersetzen werden.
Für mich als Computerlinguisten ist das eine ENORME Leistung!

Apple kämpft an der falschen Front. Der lachende Dritte: Microsoft

Es gibt diesen schönen Spruch: Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte: Die beiden Streithähne: Apple und Samsung. Der lachende Dritte: Microsoft. Während Apple immer noch davon ausgeht, dass die ganze Welt ein reines Tablet will und eine Tastatur ein nicht wichtiges Zubehör ist, springen die Hersteller der Konkurrenz nicht nur auf Microsofts Windows 8 Zug auf, sondern bringen, wie ich im Artikel Das Tablet ist tot, lange leben das Tablet beschrieben habe, massenweise Hybrid Tablets auf den Markt, die bereits mit Formfaktoren in Richtung Retina Display aufwarten, gleichzeitig aber ein vollwertiges Windows unter der Haube haben und zusätzlich als Tablet verwendet werden können. Damit hat man sowohl ein „Arbeitsgerät“ also einen Subnotebook oder Notebook und gleichzeitig ein Tablet für das Konsumieren von Inhalten. Insofern die ideale Symbiose. Und durch den Einsatz von Microsoft Windows 8 bietet sich die gesamte Vielfalt bereits existierender Windows Software auf einen Schlag für das vollständige Arbeiten mit dem neuen Hybriden an. Dagegen steht bei Apple immer noch eine notwendige Kombi aus Macbook Pro oder Air, plus IPad.

Wenn sich hier die Erwartungen an Windows 8 erfüllen, dessen Oberfläche tatsächlich sehr gut an die Tablet Nutzung angepasst ist, dann sollte sich Apple vielleicht in Zukunft eher Gedanken machen, wie es die offene Flanke Richtung Microsoft und  Hybridrechner schließt, denn hier hat Apple nicht nur nichts entgegenzusetzen sondern auch keine Patente in der Schublade, mit denen sie Microsoft vom Markt klagen könnte. Es sei denn, es werden hier nicht nur völlig fehlausgewählte, sondern auch noch gekaufte Jurys eingesetzt, die nicht mal den Unterschied zwischen einem Notebook und einem Hybriden als trennendes Merkmal anerkennen. Dann sollten wir aber auch alles wegschließen, was nur irgendwie mit Strom funktioniert und einen Bildschirm hat.

Apple mag gerne weiter gegen Samsung ins Feld ziehen. Währenddessen lacht sich Microsoft und der Rest der Hersteller ins Fäustchen und definiert eine neue Geräteklasse, die Apple erst noch liefern muss.

 

 

Office 365 Customer Preview verfügbar

Heute war es soweit. Steve Ballmer präsentierte die ersten Eindrücke von Office 365. Schlüsselfeatures unter anderem: Das gesamte Office ist auch touchbasiert und mit Stift bedienbar. So kann man durch Powerpoint Präsentationen wischen, auch vergrössern und verkleinern geht. Zudem hat Powerpoint jetzt einen Presenter Mode, bei dem auf dem zweiten Schirm eine spezielle Ansicht mit Vorschau auf die nächste Folie und die Notizen erscheint.

Excel bekommt einige neue Features, so eine automatisierte Spaltenfüllfunktion namens Flash Fill, bei der intelligent anhand der eingegebenen Zellreferenzen der Rest ausgefüllt wird. Excel kann nun auch die für die eingegebenen Daten besten Visualisierungen empfehlen.

Daneben gibt es noch OneNote, das natürlich wie alle anderen Anwendungen vollständig Touch bedienbar ist. Wie man es von Microsoft kennt, wird alles auch Stifteingaben unterstützen, so daß man in allen Anwendungen auch digitale Annotationen oder Markierungen einbinden kann.

Word bietet jetzt einen Reader Mode, in dem die Texte entsprechend dem Endgerät aufbereitet werden, und der ein wenig an Instapaper erinnert.

 

Mit Office 365 wir das Cloud Prinzip zuende gedacht, so daß man auf allen Endgeräten die gleichen Dokumente mit sich führt, angepasst an Device und Bildschirmformat.

Ebenso sind Skype und Yammer intergriert, somit auch Social Services die sich nahtlos in die Systeme eingebunden. Insbesondere Outlook profitiert davon, denn nun sind nicht nur Adressen und EMails sondern auch die Kontakte aus sozialen Netzen zusammengeführt und an einem Ort verfügbar sind, inklusive aller Updates.

Das ganze sieht erstaunlich vielversprechend aus und auch das Design wurde grunderneuert und wirkt aufgeräumter und strukturierter.

Wer das ganze bereits testen will, kann dies durch Download der englischen Consumer Preview tun.