Brief an meine Kinder

Ich weiß, dieses Jahr war nicht leicht für euch. Zu verstehen, warum ich tat, was ich getan habe kann niemand von euch verlangen.

Aber dass ihr mir verziehen habt, dass ihr mich immer noch liebt, das verleiht mir eine Stärke und einen Willen zu kämpfen, den ich nicht für möglich gehalten habe.

Was ich tun wollte, hatte nichts mit euch zu tun, es waren andere Menschen, die Grund dafür waren. Ihr wart und seid für mich das wertvollste in meinem Leben. Euer Lachen, eure Tränen, eure Hoffnungen, eure Wünsche. All das hätte ich beinahe zerstört und kann es mir selbst immer noch nicht verzeihen.

Was auch immer geschehen mag, wohin euch euer weiterer Lebensweg tragen wird, ich weiß jetzt, dass ich euch weiterhin begleiten will, dass es hinterhältig war, mich einfach davonstehlen zu wollen. Wenn ihr mich braucht, ich werde da sein. Und wenn ihr mich nicht braucht, ja, versprochen, dann lass ich euch in Ruhe.

Ich liebe euch zutiefst. Und was auch immer euch erwarten mag. Seid euch selbst bewusst, dass ihr alle wertvolle, wichtige, gute Menschen seid. Lasst euch von niemandem jemals einreden, ihr wäret nichts wert oder falsch, so wie ihr seid. Das ist eine Lüge. Die Wahrheit ist. So wie ihr seid, seid ihr perfekt.

Ich bin jetzt dabei, den letzten Schritt zu machen, damit ich wieder gesund zu euch zurückkehren kann. Und ich werde für euch da sein, denn was mir eindringlich beigebracht wurde, es gibt nichts, das wichtiger ist, als die Familie. Und ihr seid zusammen mit eurer Mutter meine Familie und damit das wertvollste, das ich auf dieser Erde habe.

Danke, dass es euch gibt, danke, dass ihr mir verziehen habt, danke für eure Liebe

Euer Papa

Das Kurio Tablet für Kinder. So sollte ein Kindertablet aussehen

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Der rote Rahmen ist nur ein Schutz gegen Stürze und lässt sich auch abnehmen.

Als mir angeboten wurde, das Kurio Tablet für meinen Blog zu testen, war ich zunächst zwiegespalten. Zu oft schon hatte ich Geräte in der Hand, die mit einem echten Tablet nur den Bildschirm gemein hatten.
Aber die Spezifikationen des Kurio Tablets klangen gut. Also ließ ich mich auf den Test ein. Und ich muss sagen, ja, das ist ein Kindertablet, das ich empfehlen kann.
Es basiert auf Android und die technischen Daten sind erstaunlich gut für den geringen Preis von knapp 120 Euro:
7 Zoll kapazitiver Touchscreen (5-Punkt)
Auflösung: 1024×600 pixel
Prozessor: Intel® Atom® Z2520–1.2 GHz Dual core
Betriebssystem: Android™ 4.4 KitKat
Speicher: 8GB
Arbeitsspeicher: 1GB
Kamera: Front: 0.3Mpx / Back: 2.1Mpx
Konnektivität: Wi-Fi, 802.11 b/g/n – Bluetooth 4.0
Lautsprecher: 2x1Watt
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch und viele weitere
USB Verbindung: Micro USB 2.0 – OTG support
Batterie: Lithium Polymer Akku 3000mAh
Micro SDHC Card Slot für bis zu 32GB mehr Speicher

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Im Elternmodus hat man über ein eigenes Widget sehr einfach Zugriff auf die entsprechenden Einstellungen. Alles andere entspricht einem normalen Android Tablet

tabletkatjaDas Tablet besitzt zwei Account Kategorien, zum einen den Eltern Account, der einem Standard Android Account sehr nahe kommt zum zweiten Kinderaccounts. Diese können zum Beispiel keine Spiele selbst installieren und auch die sonstigen Einstellungen werden über den Elternaccoutn geregelt. Abhängig vom Alter des Kindes lassen sich verschiedene Internetdienste sperren, Apps können entsprechenden Kategorien zugeordnet werden und dezidiert je Kinderaccount freigegeben werden.
Dabei lassen sich zudem noch Parameter einstellen wie die Möglichkeit, ins Internet zu gehen, Die Zeit, die am Tablet verbracht werden darf sowie Werbefilter und ob der USB Port genutzt werden kann.

Um hier nicht vollständig von den Einstellmöglichkeiten erschlagen zu werden, hat das Tablet bereits vorgefertigte Profile für Kinder unter 7 Jahren, von 8-9, von 10-12 Jahren ab 13 und ab 13 mit sozialen Netzwerken. Wer es genauer haben will, kann sich aber auch seine eigenen Filter einrichten. Auf den Kinderaccounts ist das Installieren von Apps dann nicht möglich, die zur Verfügung stehenden Apps werden stets im Elternprofil freigegeben.
Interessant auch dass der Hersteller offenbar mit verschiedenen Kindersendern je nach Land kooperiert, auf unserem Testtablet waren einige Filme des Toggo Clever Clubs vorinstalliert sowie der Toggo TV Planer.

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Es lassen sich Zeiten, Webfilter und Zugriff auf USB einstellen

Was die Performanz angeht, so haben meine Kinder das Tablet mit ihrere Lieblingsapp Minecraft für Mobile ausgiebig getestet und für sehr gut befunden. Auch ich konnte keine größeren Lags feststellen. Lediglich der kleine Speicher von nur 8GB schränkt das ganze ein, Medien kann man aber zumindest auf eine Micro SD Karte auslagern.

 

Die in unserem Fall rote Plastikschutzhülle schützt das Tablet for Stössen und dem herunterfallen aber auch ohne Hülle wirkt das Tablet sehr robust.

Insgesamt ist das Kurio Tablet für den Preis eine gute Anschaffung, zumal es wirklich optimal auf die Verwendung in der Familie abgestimmt ist, und neben Standardeinstellungen viele Möglichkeiten bietet, das Tablet auf den eigenen Bedarf einzurichten.

Wenn ein Kind in der Familie sich ein Tablet wünscht, kann ich sehr zum Kurio Tablet raten.  Und dem haben auch meine drei Tester zugestimmt, die das Tablet wirklich auf Herz und Nieren geprüft haben. Auch von ihnen ein dickes Daumen hoch.

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Entweder, man greift auf ein festes Profil zurück oder erstellt ganz eigene Vorgaben
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Jedes Kind bekommt ein eigenes Profil das man dann auch noch mit entsprechenden Filtern hinterlegt.

Statt eines Neujahrsgrußes: Brief an meine Kinder

rezensenten-666893576rezensenten-666893576Ich weiß, ich bin noch nicht „alt“. Zumindest nicht in den Augen meiner Kinder. Aber ich denke, mit meinen mittlerweile 46 Lenzen hat sich doch eine ganze Menge an Lebenserfahrung angesammelt, die ich hier nach und nach weitergeben möchte. In der einen oder anderen Art wird dieser „Brief“ vielleicht eine Serie ergeben, jetzt liegt mir aber zunächst einmal daran, ein paar Gedanken zu sammeln, da meine Kinder mittlerweile mit ausgesprochen guten und oft nicht einfach zu beantwortenden Fragen auf mich zu kommen und ich denke, dass das sicher auch für meine Leserschaft interessant sein dürfte.

 

Lieber Jan, liebe Katja, lieber Marc.

Ein neues Jahr, 2014 hat begonnen und ich habe beschlossen, hier meine Gedanken dazu zu sammeln, was ich in meinem bisherigen Leben so erlebt/erfahren habe und denke, dass es erwähnens- bzw. weitergebenswert ist.

Ihr drei seid für mich wirklich etwas besonderes, und jeder von euch liegt mir sehr am Herzen und bedeutet mir unendlich viel. Ihr stellt euch schon jetzt sehr bedeutsame Fragen nach dem Sinn des Lebens, dem Beruf, den ihr einmal ergreifen sollt und was ich für gut und was für böse halte.

Fangen wir mal von hinten an. Gut und Böse, da habt ihr gleich einen der schwierigsten Punkte. Denn das kann man überhaupt nicht pauschal sagen. Vieles, was gut gemeint ist, wird zu etwas Bösem oder etwas Böses kann der Quell für etwas ungeheuer Gutes sein. Für mich habe ich gut so festgelegt, dass ich mit meinen Handlungen niemandem bewusst schade und stets versuchen will, hilfsbereit, freundlich und tolerant zu sein. Das schließt für mich Hautfarbe, Geschlecht, Nationalität und ja, auch wenn ihr alle nicht getauft seid und ich mittlerweile Atheist auch die Freiheit des Glaubens ein. Euer Opa hat hier ein schönes Bild, das Igel Prinzip, ich will und verlange von meiner Umwelt so zu leben, dass wir alle unseren Platz haben und niemand den anderen willentlich beschränkt.

Das ist dann aber auch schon die nächste Lektion. Ihr werdet nie etwas 100% bekommen. Seid stets bestrebt, das Beste zu tun, zu sein, zu wollen. Aber seid euch auch im Klaren, dass das, was ihr für das Beste haltet immer auch nur das Zweitbeste sein kann. Wisst, dass das Leben aus einer immerwährenden Kette von Entscheidungen, Erfolgen, Misserfolgen, Fehlern ja auch kleinen und größeren Katastrophen ist. Beinahe schon abgegriffen ist das lateinische Zitat „Carpe Diem“ Nutze den Tag. Aber es ist wahr. Macht euch nicht zu viele Sorgen über die Vergangenheit, denn die ist vorbei und plant eure Zukunft aber sorgt euch nicht um sie, denn sie ist noch nicht da und ihr könnt nur mit euren HEUTIGEN Entscheidungen beeinflussen, wie die Zukunft sich gestalten wird. Bestimmen könnt ihr es nicht.

Auch wenn ihr euch Gedanken darüber macht, was ihr einmal werden wollt, übt euch in Gelassenheit. Freut euch über eure Begabungen, jede davon ist wertvoll und wichtig und kümmert euch um eure Defizite aber lasst euch von niemandem einreden, weil ihr etwas nicht so gut könnt, seid ihr ein schlechter Mensch. Und bei der Wahl eures Berufes, bedenkt stets, dass einen Beruf zu haben auch immer bedeutet, dass man nicht nur das tun kann, was einem an diesem Beruf Freude bereitet. Stets wird es auch Dinge geben, die nun mal gemacht werden müssen. Doch sucht nach etwas, das ihr mit dem Herzen tut. Denn es gibt schon genug Menschen, die in einem Beruf arbeiten, der sie nur unglücklich sein lässt. Versucht stets, den Entscheidungsdreiklang zu bedenken: Wenn etwas euch nicht gefällt, dann entweder ändert es, findet dennoch Gefallen daran oder geht weg. Und bitte umgebt euch nicht mit Menschen, die euch nach unten ziehen.

Menschen, die den ganzen Tag nur das negative sehen, die sich immerfort beklagen, sich selbst leid tun, die schaden auch ihrer Umwelt. Ihr könnt nicht glücklich, optimistisch, erfolgreich sein, wenn ihr euch mit beständigen Nörglern und negativen Menschen umgeht. Sucht die Gesellschaft von Optimisten, die die Welt realistisch aber positiv sehen.

Seid immer bestrebt, das beste zu geben, aber sucht nicht den Perfektionismus und was das absolut wichtigste ist. MACHT FEHLER. Fehler sind der wichtigste Bausteine auf dem Weg, besser zu werden. Und seid wissbegierig. Lasst euch nicht einreden, wir würden erst heute in einer Zeit lebenslangen Lernens leben. Ich lerne immer wieder mit Freuden etwas neues. Und wer das tut, der hat gar keine Zeit für Traurigkeit, Langeweile oder gar Einsamkeit. Lernt, und genießt es, immer wieder etwas neues zu erfahren, immer wieder den eigenen Tellerrand zu verlassen. Es gibt so viele Menschen, die sind seelisch jetzt schon tot, weil sie in der Vergangenheit leben, weil sie meinen, schon alles zu wissen. Und das schlimmste, sie selbst wissen es gar nicht, wie verkümmert ihre Seele bereits ist.

Toleranz, Freude, Entdeckergeist, ein positiver Blick auf die Zukunft ist nur dann möglich, wenn ihr die Zukunft als das anseht, was sie eigentlich ist. Ein unbegangener Weg, der erst durch das darauf voranschreiten entsteht. Und ein Weg, der so viele Abzweigungen, Gabelungen hat, dass es DEN richtigen Weg gar nicht gibt. Oder besser, alle Wege sind richtig, so lange sie sich nach vorne orientieren und ihr euch nicht mit dem befasst, was längst geschehen und hinter euch liegt. Macht Fehler, aber lernt daraus. Kein Fehler ist umsonst, wenn er euch auf eurem Lebensweg weiter bringt.

Ein Optimist zu sein, muss nicht heißen, den ganzen Tag nur die rosa Brille zu tragen und auch das größte Unglück noch wundervoll zu finden. Aber es bedeutet, dass ihr euch dessen bewusst seid, dass immer wieder ein Weg nach vorne führt, auch aus einem tiefen Tal kann man wieder empor steigen, wenn man nur will. Und vor allem bedeutet Optimist zu sein, nicht gleich aufzugeben, wenn etwas nicht auf Anhieb klappt oder auf dem Weg zum Ziel plötzlich Probleme auftauchen. Denn gerade, wenn ich etwas besonderes auf die Beine stellen will, dann gibt es Hindernisse, Hürden, Neider, Widersacher. Nur wer den Biss hat, seine Sache durchzukämpfen, wird auch seine Wünsche, seine Ziele erreichen.

Also lasst euch nicht entmutigen, wenn etwas nicht gleich klappt. Ist es eure Herzensangelegenheit, werdet ihr sie auch erreichen. Nicht gleich, aber auf jeden Fall irgendwann.

Und was den Sinn des Lebens angeht, für mich habe ich festgestellt, dass er einfach darin besteht, für sich persönlich möglichst viele Glücksmomente im Leben zu schaffen. Und da das größte Glück nichts wert ist, wenn es ein einsames, ein ungeteiltes Glück ist, bedeuten mir Momente wie das Zusammensein mit euch oder eurer Mutter, Gemeinschaft und Zuneigung viel mehr, als all die Dinge, mit denen ich mich umgebe. Sicher, ich hänge auch an Dingen, weil sie für mich Erinnerungen tragen oder mir der Umgang mit Ihnen Freude bereitet. Aber die wirklich tollen Momente im Leben waren nicht mit Dingen, sondern mit Menschen verknüpft.  Eure Geburt, das Ja Wort eurer Mutter, als ich sie fragte, ob sie mich heiraten will. Der Moment, als ich einem Menschen das Leben retten durfte. Es sind immer diese Momente gewesen, die in meinem Herzen den größten Platz einnehmen.

Lasst euch in eurem Leben von niemandem den Weg vorschreiben, den ihr gehen wollt. Und bedenkt, dass der Weg, so er mit Blick auf die Zukunft gerichtet ist, immer dunkel und unklar sein muss. Achtet auf das, was um euch geschieht, nutzt Gelegenheiten, die sich euch bieten und wenn ihr euren Wunschberuf oder ein anderes euch wichtiges Ziel nicht auf direktem Weg erreicht, habt Geduld, es wird sich zur unerwartetsten Stunde ein neuer Weg auftun.

Als ich mir über meine Zukunft begann, Gedanken zu machen, und das muss so ungefähr zu der Zeit gewesen sein, als ich so alt war, wie ihr, da war ein großer Traum, denn wie ihr wisst bin ich ein großer Bücherwurm, dass ich irgendwann einmal ein Buch schreiben wollte, Autor werden, dessen Bücher man in jedem Buchladen erwerben kann. Es hat gedauert bis ich 46 Jahre alt wurde, aber nun ist der Traum war geworden. Ganz anders, als ich mir das damals ausmalte, aber nun kann ich tatsächlich in einen Buchladen gehen, und nach dem Autor „Uwe Hauck“ fragen.

Es gibt immer einen Weg und es wird auch immer eure Mutter und mich geben, die euch mit Freuden dabei unterstützen, jedweden eurer beruflichen Träume nach euren Möglichkeiten zu erfüllen. Aber wird werden euch nicht sagen, was ihr tun sollt, was ihr werden sollt, woran ihr glauben sollt. Wir können euch nur dabei helfen, die Erkenntnis zu gewinnen, was ihr für wichtig, gut, erstrebenswert haltet. Es ist nicht an uns, euer Leben zu bestimmen. Aber es ist unsere Aufgabe,  euch so viel Wissen und moralisch-ethische Hilfe zu geben, wie ihr anzunehmen bereit seid.

Und wir werden da sein, auch wenn wir ganz fern sind. Alleine im Leben mögt ihr des öfteren sein, sei es durch einen Umzug, durch eine enttäuschte Liebe oder andere Umstände, doch einsam seid ihr nie, denn ihr habt uns, und ihr habt euch als Geschwister. Und das ist ein Band, das ein Leben lang hält.

 

Warum ich Videospiele für sinnvoll erachte

Die BBC berichtete in einem Feature über eine ältere Dame, die Videospiele spielt, um mental fit zu bleiben.  Mit Sicherheit die bessere Strategie als das Fernsehen 😉 und ja, ich glaube, dass Computerspiele auch mental gutes tun können ;):

Aber  ich bin auch eher ein Vertreter der Fraktion, der es weit mehr schätzt, wenn seine Kinder vor dem Computer sitzen und z.B. Minecraft Welten erschaffen, als dröge vor dem TV zu sitzen und sich mit Kinderprogrammen berieseln zu lassen.

Nicht falsch verstehen. Ebensowenig wie ich es gut finde, wenn Eltern ihre Kinder vor dem Fernsehprogramm abstellen, propagiere ich ein alleiniges Sitzen vor PC oder Spielekonsole.

Aber wir sollten mal etwas realistischer auf das ganze Thema Kinder und Computerspiele schauen. Wenn ich meine drei beim gemeinsamen Mindcraft spielen beobachte, dann kann ich über die genialen Konstruktionen und die Zusammenarbeit beim Erschaffen ganzer Dörfer nur staunen. Und Spiele mit geschichtlichem Hintergrund haben bei meinen Kindern auch das Interesse an der Epoche an sich geweckt. Man sollte darauf achten, dass Computerspielen nicht nur aus tumbem Ballern besteht, aber selbst unser Ältester, der mittlerweile gemässigte „Ballerspiele“ spielen darf, schätzt den Aufbau und die Strategie viel mehr.

Gut, er hat den Vorteil eines Gamervaters, der sich mit den Spielen und ihren Inhalten auskennt. Aber das mindeste, was man als Elternteil tun sollte ist, sich für die Spiele zu interessieren, die die Kinder spielen. Und bis zu einem gewissen Alter sollte man auch die Kontrolle über die Konsole behalten. Spielecomputer oder Konsolen im Kinderzimmer halte ich für genauso falsch wie Fernseher. Aber nicht, weil ich Angst vor irgendwelchen negativen Auswirkungen der Spiele habe, sondern schlicht, weil sich der Computer oder die Konsole in Sichtweite der Eltern besser kontrollieren lässt, was die Zeitdauer angeht. Wobei wir festgestellt haben, dass natürlicherweise unter gewissem Protest dennoch bestimmte Zeiten einführen lassen.

Aber was ich immer wieder beobachte, unsere Kinder nehmen Ideen, Informationen aus den Spielen in ihre alltäglichen Spiele, interessieren sich plötzlich für Leonardo da Vinci, weil der Name in einem Spiel viel, wollen plötzlich mehr über das Mittelalter wissen, weil die Siedler sie so fasziniert. Und zumindest bei uns werden mittlerweile schon eigene Erklärfilme gedreht, in denen unsere  Kinder zeigen, wie sie ihre eigenen Minecraft Konstruktionen bauen.

Nur sollte man sich als Eltern dann auch darüber klar sein, dass es keinen Sinn macht, streng zu fordern: „Hör jetzt auf!“ wenn das Kind gerade mitten in einer taktischen Runde des Spieles ist. Weiche Endezeiten +-15 Minuten sind da viel sinnvoller.

Wer sich über die Bedrohung durch Computerspiele beklagt vergisst, dass es IMMER irgendwelche Gefahren für unsere Kinder gibt. Schon wenn wir sie unbeaufsichtigt spielen lassen, können sie irgendwo hoch klettern und herunterfallen, sie können im Straßenverkehr verletzt werden. Aber sperren wir sie deshalb zu hause ein? Nein, wir erklären ihnen alles wichtige und -jetzt kommt das entscheidende- vertrauen ihnen zunächst einmal. Genau das gleiche halte ich beim Thema Kinder und Computer für sinnvoll. Bis zu einem gewissen Alter sollte man selbst aktiv bestimmen, wer wann was macht. Aber ganz ehrlich, ich würde mich als Heranwachsender, erst Recht in der Pubertät nicht ernst genommen fühlen, würden meine Eltern bei allem was ich tue hinter mir stehen. Zumal in dem Alter die Möglichkeiten, solche Kontrollen zu umgehen vielfältig sind.

Deshalb: Für mehr Vertrauen und weniger Angst vor dem Computer.

Und abschließend sei allen, die sich für das Thema Kinder und Computer ernsthaft interessieren das Buch „Netzgemüse“ ans Herz gelegt, hier schreiben Tanja und Johnny Haeusler aus erster Hand über die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Eltern sein einer Generation, für die ein Computer ohne Internetzugang kaputt ist.

 

Netzgemüse, eine Leseempfehlung für verantwortungsbewußte UND moderne Eltern

Netzgemüse, ein Buch für Eltern, die nicht nur verbieten, sondern kompetent erziehen wollen

Ja, Manfred Spitzer regte und regt mich auf. Als Wissenschaftler, weil er mit extrem unwissenschaftlichen Verhaltensmustern Diskussionpartner niederbrüllt, als „Digital Resident“, weil ich nicht nur ob der Gefahren, sondern auch ob der Chancen des Netzes weiß. So geht es aber wohl nicht nur mir, sondern auch Tanja und Johnny Haeusler, die mit „Netzgemüse: Aufzucht und Pflege der Generation Internet
„ein Buch auf den Markt gebracht haben,  das wirklich aus der Sicht von Eltern berichtet, die zwar durchaus technologisch verständiger sein mögen als der Durchschnitt und vor allem als ein Herr Spitzer, die aber andererseits mit den gleichen erzieherischen Fragen zu kämpfen haben wie wir alle, die wir als Eltern zwischen verbieten und erlernen, zwischen der Angst vor dem Schmutz im Netz und dem Wissen ob der intellektuellen und kreativen Möglichkeiten hin und her gerissen sind.

Von Chat über Facebook bis hin zu Youtube präsentieren die Haeuslers nicht nur die Grundlagen der Dienste, ohne dabei zu sehr ins technische abzurutschen, sie stellen sich auch den Fragen nach dem korrekten Umgang, nach der Dosierung des Mediums. Und immer wieder zeigen sie, das Medienkompetenz durchaus und unbedingt ein wichtiges Thema ist. Und das es manchmal gar so ist, dass die „Jugend“ mehr Medienkompetenz aufweist, als wir ihr landläufig zutrauen.

Wer auch immer Kinder hat, die ins Alter kommen, in dem der Wunsch nach einem Smartphone, einem Facebook Account oder dem Zugang zum Internet generell sich stellt, und wer nicht so dumm ist, sein eigenes Unwissen darüber mit einem strengen Verbot zu kaschieren (was ja schon zu unserer Zeit eher die Attraktivität des Verbotenen gesteigert hat), dem kann ich „Netzgemüse“ nur dringend empfehlen.

Und ganz nebenbei schreiben Tanja und Johnny auch noch in einem sehr lesbaren und amüsanten Schreibstil.

Danke euch zwei für dieses längst überflüssige Buch. Ihr solltet es Manfred Spitzer schenken. Aber das wird er ja nicht lesen. Passt ja nicht in sein Weltbild 😉

Alle anderen aber, die sich der Zukunft stellen wollen, die nicht nur aus einer Position der Schwäche, der Vorurteile und der Angst erziehen möchten, holt euch dieses Buch, es wird euch ein guter Begleiter sein, um gemeinsam mit euren Kindern die unglaublichen Möglichkeiten des Netzes zu entdecken,ohne die Gefahren zu ignorieren!

GEMA freie Weihnachtsliednoten, danke Musikpiraten!

Dank der Initiative der Musikpiraten e.V. gibt es in diesem Jahr die Möglichkeit, auch im Kindergarten mit den Kindern Weihnachtslieder zu singen, ohne gleich wieder in die gierigen Fänge der GEMA zu geraten: Gemeinfreie Notenblätter für Advents- und Weihnachtslieder von musik.klarmachen-zum-aendern.de

Tolle Sache, vielen Dank dafür, das werde ich ausdrucken und verbreiten, so weit es geht. Wäre ja toll, wenn in meinem Umfeld alle diese Noten verwenden würden. Denn hier gilt: Kopieren ausdrücklich erlaubt!