Nützliches fürs Smartphone, ein paar Empfehlungen

Man erarbeitet sich mit der Zeit einen gewissen Ruf, was Hardwarekenntnisse angeht. Und in den vergangenen Wochen und Monaten stieg die Zahl derer, die sich Infos und Tipps zu Zubehör wünschten massiv an.

Mag sein, dass es das Ergebnis aus den Weihnachtsgeschenken darstellt.

Deshalb hier mal ein paar Tipps für nützliche Hardware, die man sich zu einem guten Smartphone durchaus gönnen sollte.

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Beginnen wir mit dem Schutz des guten Stücks. Es gibt ein Füllhorn an Cases, Taschen etc. hier mal ein paar Vorschläge:

Ein etwas anderes Konzept für ein Business Case bietet zur Zeit Mobilefun für kleines Geld an. Die Tasche von Pudini ähnelt star den minimalistischen Hüllen, die Samsung selbst anbietet. Im Gegensatz zu den Originalen, bei denen die Rückwand durch eine Rückwand mit Klappe ausgetauscht wird, bietet das Pudini Case eine etwas andere Lösung. Das Smartphone wird in eine Hardschale geklipst, was natürlich etwas mehr aufträgt, dafür aber ein leichtes Entfernen des ganzen Covers ermöglicht. Zudem ist der Deckel mit einem kleinen Saugnapf versehen, der den Deckel beim Transport im Gegensatz zu den Taschen von Samsung geschlossen hält.

Ein Kollege, der diese Tasche verwendet hat mich hier aber auf ein Problem hingewiesen. Nutzt man das Cover ohne eine Bildschirmfolie oder ähnliches, bleiben Spuren auf dem Display zurück. Ich kann nicht sagen, ob es sich hier um ein generelles Phänomen oder einen Einzelfall handelt. Das wiegt für mich aber weniger schwer, da ich sowieso jedem empfehlen würde, einen Displayschutz zu verwenden, sei es aus Folie oder was ich bevorzuge, aus Echtglas, wie von Spigen. Die Hülle an sich ist elegant verarbeitet und eignet sich insbesondere fürs Büro. Wer eher Outdoorhüllen sucht, wird bei Mobilefun aber auch fündig, ich nutze sehr gerne die Cases von UAG (Urban Armor Gear) da diese neben dem wichtigen Schutz auch ein nach meinem Geschmack ansprechendes Design bieten.

Wer häufig ohne Steckdose in Reichweite unterwegs ist, der sollte sich Gedanken über die Anschaffung eines Akkupacks machen. Und wenn, dann empfehle ich, schon weil wir alle meist nicht nur ein Gadget haben einen richtig starken.

Auch hier hat Mobilefun ein Angebot, das ich dankenswerterweise testen durfte.

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Zwei Anschlüsse mit unterschiedlicher Ausgangsleistung für Smartphone und Tablet.
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Dank Adaptern schon für viel Geräte vorbereitet, es passen aber auch alle gängigen USB Ladekabel

Der Powerakku hat eine Kapazität von 15.000 mAh bzw. in der größten Leistungsstufe von 20.800 mAh und zwei USB Anschlüsse, einen mit 1 und einen mit 2 V für das Aufladen von Smartphones UND Tablets (wobei auch ein Phablet am 2V Anschluss deutlich schneller läd 😉 )Die Größe ist sehr angenehme sie entspricht in etwa der Größe meines Note 3. Natürlich ist er kein Leichtgewicht, aber für den Rucksack überhaupt kein Problem. Zum Akku gibt es noch ein USB Anschlußkabel mit Adaptern, damit man verschiedenste Geräte direkt anschließen kann, wobei natürlich jedes herkömmliche Ladekabel an den beiden USB Ports genutzt werden kann. Mit dem Akku brauche ich mir auch bei einem Tag intensivster Nutzung (zum Beispiel in einer Tagung oder in Gebieten mit schlechtem Mobilfunkempfang) keinerlei Sorgen mehr zu machen, dass mir der „Saft“ ausgehen würde. Und binnen weniger Stunden sind die 15.000 mAh auch wieder aufgefüllt.

Wer dauerhaft mehr Akkupower haben möchte, der sollte sich evtl. die Cases mit integriertem Akku anschauen. Damit wird das Smartphone zwar in den meisten Fällen zu einem „Boliden“, da natürlich der zusätzliche Akku ordentlich aufträgt, aber zumeist bieten die Cases zusätzlichen Schutz und gerade für mich, der gerne ohne viel sonstiges Zubehör unterwegs ist, sind diese Cases eine valide Alternative und manche davon sehen auch ausgesprochen schick aus.

Und etwas, das so manch einer nicht beachtet habe ich für mich ebenso als sehr nützlich entdeckt. Das Produkt nennt sich Crystalusion Flüssigglas. Dabei darf man sich nicht an dem Begriff Glas stören, eigentlich wird auf das Display eine spezielle Schutzschicht aufgetragen, deren Effekte auf Nanotechnologie basieren.

Der Vorteil des ganzen. Man kann zwar Schmierer auf dem Display damit auch nicht ganz vermeiden, aber sie halten deutlich schlechter, lassen sich meist bereits mit der Hand entfernen oder sehr, sehr einfach mit einem Wisch eines normalen Tuchs.

Die Flüssigkeit ist oleophob, hydrophob und antibakteriell. Damit schützt man das Display nicht nur vor Kratzern sondern auch noch vor zu schneller Verschmutzung. Wer insbesondere bei Sonne schon mal auf einem verschmierten Display etwas ablesen wollte, der weiß die Effekte dieses Mittels zu schätzen. Ich habe das Produkt auf meinem großen 10 Zoll Transformer Tab und auf meinem Note 3 und beide sind deutlich länger sauber und wenn mal Schmierer sichtbar werden, lassen diese sich extrem leicht entfernen. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, sollte man die Flüssigkeit abends anwenden und das Smartphone oder Tablet dann ca. 12 Stunden ruhen lassen, damit die Schicht völlig durchtrocknen konnte.

 

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Ein ganz süßer Testbericht. Lambertz erstes Testpaket

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Eine Gebäckauswahl von Lambertz, die den Namen auch verdient!

Wie ich ja hier kurz vor Weihnachten schon berichtet habe, hat mich die Firma Lambertz, bekannt für allerlei süße Gebäckleckereien auserkoren, für ein Jahr einer ihrer testenden Blogger oder bloggenden Tester zu sein, je nachdem, wie man das sehen will.

Und dabei war auch gleich das erste Paket, voll mit Produkten von Lambertz. Und das generelle Fazit, das auch meine Frau mir bereits bestätigt hat. Das ist alles verdammt lecker.

Ja ich weiß, ich bin da etwas pauschal, deshalb die Punkte, die mir bislang positiv aufgefallen sind. Zum einen sind die Produkte zwar ganz klar Süßigkeiten, aber nicht überzuckert oder „geschmacksneutral“. Das hatte ich glaube ich bereits einmal erwähnt, dass ich da lieber auf die Qualität achte und etwas mehr zahle um dann auch wirklich etwas besonderes zu haben. Da man ja eh nicht sooo viel süßes essen soll, sollte man dann wenn man schon mal „sündigt“ zumindest auf die Qualität achten. Und da kann Lambertz definitiv punkten!

Zum anderen noch ein schöner Punkt. Mit Gebäck assoziieren die meisten ja Weihnachten oder maximal noch Ostern. Was Lambertz aber im Programm hat, ist bis auf die wenigen Weihnachtsklassiker eigentlich das ganz Jahr über passend. Und gerade die Auswahlboxen mit verschiedenen Variationen kommen schon ganz dicht an eine edle Pralinenschachtel ran. Sind halt Gebäck aber von wirklich hoher Qualität.

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Der Klassiker: Aachener Printen. Gehen auch zum Frühstück. Glaubts mir, habs probiert…..

Insofern kann ich schon mal postulieren. Lambertz hats nicht nur sozial medial drauf sondern deren Produkte sind auch wirklich gut. Vielleicht ist auch das der Grund warum sie zum einen so aktiv kommunizieren und warum ich zum anderen gerne als Tester dabei bin. Wir vergessen oft den wirklichen Wert einer Ware und schauen nicht auf die Qualität sondern nur auf den Preis. Da haben es dann Qualitätshersteller oft schwer, sich gegen die Discounterbilligkonkurrenz durchzusetzen. Wers mir nicht glaubt, dem empfehle ich mal den direkten Vergleich. Holt euch eine Gebäckauswahl vom Discounter und von Lambertz. Da lieben Welten dazwischen. Oh, und übrigens, ein Tipp. Wer doch noch etwas Gelüste nach eher weihnachtlichem Gebäck hat. Im Online Shop von Lambertz gibts gerade noch „Restposten“ reduziert. Und auch immer mal Bruchware. Ist ein guter Tipp, wenn ihr das was ich hier behaupte erst mal selbst probieren wollt.

 

Das Haus der Zukunft kennt unsere Gefühle und spricht mit uns

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Bildquelle: Indiegogo/Emospark

Gerade auf Indiegogo entdeckt: Emospark, ein Würfel, der das eigene Haus zu einem Emotionen erkennenden, interaktiven Zuhause machen soll, das unsere Gefühle erkennt, lernen kann und mit uns und er Umwelt interagiert.

Das Beispielvideo zeigt sehr schön, in welche Richtung wir noch gehen können, wenn wir uns nicht nur darüber Gedanken machen, wie wir unser Haus elektronisch ansteuerbar machen, sondern auch, wie wir in Zukunft mit ihm interagieren wollen. Durch eine Sprachschnittstelle können wir in Zukunft gesprochene Anweisungen geben, werden aber auch vom Haus proaktiv angesprochen und mit Informationen versorgt. Dazu gibt es, unter anderem Algorithmen, die unsere momentane Stimmung erkennen und uns in unseren täglichen Tätigkeiten bei Bedarf unterstützen. Durch Gesichtserkennung und Zugriff auf die großen Cloud Wissensdatenbanken kann das System auch komplexe Fragen beantworten und uns damit helfen.
Das klingt vielleicht für den einen oder anderen erschreckend, ich finde das Gesamtkonzept hochgradig spannend, da es im Prinzip das logisch fortführt, was Systeme wie Siri oder Googles Spracherkennung auch heute schon tun.
Für mich ein sehr interessanter Aspekt, denn eigentlich ist eben die natürliche menschliche Sprache und der körperliche Ausdruck von Emotionen der direkteste Weg der Interaktion.
Aber seht selbst:

 

Fundstück der Woche und vielleicht mein nächstes Smartphone: Das Blackphone

Ab dem 24. Februar 2014 kann man das Blackphone vorbestellen, das erste Smartphone, das den primären Fokus auf Privacy und Kontrolle durch den Nutzer legt. Unter anderem von Phil Zimmermann, dem Erfinder von PGP und  und den Gründern von Geekphone initiiert, soll das Blackphone es seinem Nutzer ermöglichen, verschlüsselt zu telefonieren und zu kommunizieren und damit die eigene Privatsphäre besser zu schützen, als alle gängigen Smartphones.

Aber seht selbst:
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Moto X ab Februar in Deutschland für 399 Euro

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Quelle: Motorola

Wie aktuell verlautet, wird Motorola sein bislang nur in den USA erhältliches Moto X für 399 Euro ab Februar auch in Deutschland vertreiben.

Erhältlich soll das Smartphone unter anderem bei  The Phone House, Amazon, Media Markt, Saturn, Expert und Sparhandy.de sein . Als einziger Provider bietet zunächst O2 das Moto X  an.

Das Smartphone läutete in den USA wegen seiner Daten und auch seinem Preis in den USA ein kleines Comeback für Motorola ein. Wir dürfen also gespannt sein, wie, nachdem nun bereits die anderen Hersteller auf dem deutschen Markt mit aktuellen Smartphones zu ähnlichen Preisen aktiv sind, Motorolas Flagschiff in Deutschland ankommen wird.

Google, Apple, wir hatten vor den Falschen Angst

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Auch am Wahlergebnis war ablesbar: Die Überwachung ist wohl doch kein so wichtiges Thema für den Durchschnittsbürger

Google die Datenkrake, Apple will alles über uns wissen. Solche und ähnliche Klagen haben wir in den vergangenen Jahren zuhauf gehört und hören wir noch heute. Seltsam daran, darüber berichtet die Presse, das wird in der Bevölkerung diskutiert. Dabei ist das meiner Ansicht nach sehr kurzsichtig um nicht zu sagen falsch.

Googles Geschäftsmodell bedingt neben der Datenanalyse vor allem auch ein Vertrauensverhältnis mit dem Nutzer. Ja, Google analysiert was wir suchen, aber das wird abstrahiert. Denn sind wir doch mal ehrlich. Was bringt es mir für die Optimierung von Suchergebnissen, wenn ich genau weiß, was Peter Lustig sucht? Dann kann ich ja schon bei Peter Traurig noch mal von vorne mit der Datenerhebung beginnen.

Was viele ignorieren ist, dass die abstrahierten Surfverhalten von PersonenGRUPPEN für Google von viel größerem Interesse sind, als die einzelne Person. Und für andere Unternehmen wie Apple, Microsoft oder Yahoo gilt ähnliches.

Das ist auch der Grund, warum ich die Wut der großen Player auf die NSA für durchaus ehrlich halte. Denn genau das, was man Google et al immer vorwirft, die einzelnen Nutzer auszuspionieren hat die NSA gnadenlos gemacht. Inwieweit da die Unternehmen wirklich freiwillig  mitgeholfen haben, kann ich natürlich nicht sagen, ich gehe aber stark davon aus, dass hier oftmals auf die eine oder andere Art Druck ausgeübt wurde.

Seltsam nur, wie wenig dieses Thema in der Öffentlichkeit behandelt wird, wie wenig Druck auf die Politik gemacht wird und wie ignorant die meisten Bürger damit umgehen. Statt auf die Barrikaden zu gehen gegen eine Spionage, die WIRKLICH in das Privatleben jedes einzelnen eingreift, wird weiter auf die Datenkraken Google und sonstige gebasht. Man sieht wieder einmal, was populistisch auch durch die Medien ausschlachtbar ist, das wird kolportiert, wo es aber an die wirklich relevanten Themen geht, die auch mit eigenen Maßnahmen und direkteer Einflussnahme auf die Politik geändert werden könnten, da wird der brave Michel plötzlich ganz still.

Auf Google schimpfen geht immer, da glaubt man ja, dass nur Geld dahintersteckt und die sind ja wie wir alle durch die Medien brav gelernt haben sowieso böse.

Warum funktioniert dies aber nicht bei den eigentlich bösen? Warum regen sich so wenige WIRKLICH über die Machenschaften von NSA und Co auf? Weil damit zu befassen wirkliches Interesse voraussetzt anstelle schlichten nachgeplappers dessen, was die eigene Peergroup meint.

Und das ist den meisten dann doch zu anstrengend.

Amüsant am Rande, dass jetzt der „oberste Sprecher“ aller Blogger das Internet für kaputt erklärt. Und damit kommt er an. Denn was kaputt ist, ist ja eigentlich unsere Gesellschaft, aber das würde ja… richtig, wieder heißen, man müsste sich selbst so seine Gedanken machen. Da ist dieses böse Internet doch viel einfacher als Schuldiger auszumachen. Das neumodisch Zeug wollte die Mehrheit ja eh noch nie (weil sie es nicht begreifen will).

Es ist nicht das Internet kaputt, sondern der Mensch: Eine Replik auf Sascha Lobo

„Das Internet ist kaputt“ postuliert Sascha Lobo jüngst in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Dem mag ich nun so gar nicht zustimmen.

Zumal hier wieder einmal Technologie, deren Verwendung und die ethisch moralischen Grundwerte einer Gesellschaft in einen Topf geworfen werden.

Aber von Anfang an. Zunächst, wäre das Internet kaputt, so könnten wir keine EMails mehr abrufen, nicht mehr surfen oder unsere Geschäfte tätigen. Das alles aber geht. Was ist denn dann nun kaputt? Es ist die Sicht der Menschen, zum einen auf ethisch moralische Werte, auf die Welt allgemein und die digitale Welt im Besonderen.

Es ist quasi der Sündenfall des digitalen Zeitalters. Als das Internet noch „jungfräulich“ war und nur Experten es zu nutzen wussten, da war das Paradies noch für alle zum Greifen nah. Zugriff auf Daten weltweit, das Wissen der Menschheit nur einen Klick entfernt.

Doch dann kam der Sündenfall. Das ehemals kostenlose und elfenbeinturmartig geschützte Netz trat hinaus in die Öffentlichkeit. Und jetzt auch ins Angesicht des Durchschnittsmenschen. Der natürlich sofort fragte: Was bringt es mir (finanziell)? Und schneller als der Wissenschaftler die Sündenfallfrucht zu verhindern versuchte traten erste Unternehmen auf den Plan. Es begann die Kommerzialisierung des Netzes und damit der breite Zugriff für alle. Nun aber wurde das Netz nicht nur für Unternehmen interessant sondern auch für die eher halbseidenen oder auch illegalen Organisationen, die natürlich ein gleich großes Interesse daran hatten. Und in Folge auch für die Staatsorgane, wobei hier nicht der durchschnittliche Politiker gemeint ist, der das Internet immer noch in der Nähe der Bundesautobahnen verortet sehen will sondern diejenigen, deren ureigenstes Ziel immer schon das Beschaffen möglichst lückenloser Informationen war und ist. Die Geheimdienste.

Und während die Mehrheit der Bevölkerung sich nur widerwillig ins Netz begab, empfingen die dunkleren Organisationen vom Stile einer #NSA das Netz mit offenen Armen, bot es ihnen doch ein Füllhorn an Informationen und dank des Desinteresses der breiten Masse auch zunehmend Informationen, die sie so noch nie zuvor erlangt hatten. Bewegungsprofile, Personenprofile, eine unabsehbare Zahl von  Datenquellen.

Aber es gab sie, die Mahner, diejenigen, die bereits zu Beginn erfasst hatten, was das Problem, was die Gefahr dieser Datenfülle war. Seien es EFF oder CCC (wer diese Begriffe nicht kennt, interessiert sich sicherlich noch heute kein Jota für Datenschutz in der wirklich relevanten digitalen Form)

Doch die Mehrheit der Bürger glaubten und glauben immer noch jenen, die ein großes Interesse haben, den Bürger möglichst gläsern zu gestalten. Unternehmen, die das Kaufverhalten kennen wollen, Regierungen und Geheimdienste, die wissen wollen, wie der Bürger tickt.

Es war das Denken, das Interesse des Bürgers, oder besser sein Desinteresse, das kaputt war und ist. Wo Sender wie RTL und Pro 7 Erfolge feiern, wo die BILD Zeitung als glaubwürdiges Nachrichtenorgan gehandelt wird und die Mehrheit immer noch glaubt, dass Wahlversprechen auch gehalten werden, da ist es kein Wunder, wenn auch das Internet zunehmend aus seinen unschuldigen Anfängen immer mehr in einen Sumpf von Missbrauch und Datendiebstahl gerät. Es ist der mangelnde Ernst im Umgang mit dem Internet, das Verkennen seiner Bedeutung und der Gefahren, wenn es in die falschen Hände gerät. Das Internet an sich ist immer noch das ideale Medium für Demokratie und ihre Prozesse. Und mehr als ein Mal konnten wir es dabei schon im realen Einsatz erleben.

Aber solange die Mehrheit der Bevölkerung das Internet immer noch als eine technologische Spielerei betrachtet und „auch gut ohne“ auskommen kann bzw. dieses „Internetz“ am liebsten ganz abschaffen möchte, so lange werden diejenigen, die einen halbseidenen Nutzen daraus ziehen weiterhin unbehelligt die Grundlagen des Internets unterminieren können. Und wer uns erzählen möchte, das Internet zerstöre die Demokratie, der verkennt, dass das Internet kein Lebewesen ist, kein selbst entscheidendes System. Wir sind es, wir alle, die wir uns durch Lethargie und Ignoranz, durch Technophobie und weltfremdes zurückblicken auf die angeblich so viel bessere Vergangenheit davon abhalten lassen, das Internet positiv zu nutzen und uns gegen die zu stellen, die es missbrauchen.

Was Snowden aufgedeckt hat, war nicht die Zerstörung des Internets. Es war und ist die Zerstörung der Freiheit von uns allen, der eigentlichen demokratischen Idee und der unbändige Wunsch der Regierenden, uns lückenlos überwachen zu können. Das Internet ist ein neutrales Instrument. Wir sind es, die durch unser Nichtstun einer Minderheit erlauben, es negativ zu missbrauchen.

Wir brauchen kein Lamentieren über ein kaputtes Netz. Wir brauchen einen Aufstand gegen eine kaputte Gesellschaft.

 

Spielerisch programmieren lernen mit dem C-Jump Brettspiel

20140103_161444Ein Brettspiel? Um programmieren zu lernen? Da wird der eine oder andere den Kopf schütteln. Und natürlich ist das auch etwas hoch gegriffen aber als Einführung und Heranführung an die Programmierung gerade für Kinder und Jugendliche halte ich das C-Jump Brettspiel für überaus gelungen. Dankenswerterweise hat mir GetDigital.de, die das Spiel in Deutschland vertreiben, ein Testexemplar zur Verfügung gestellt und damit stand dem ausführlichen Test nichts mehr im Wege.

Worum geht es? Die Grundidee ist, dass die Spieler einen Skihang herabfahren und dabei ihre Geschwindigkeit und ihr Weg durch Anweisungen bestimmt wird, die aus Programmiersprachen wie C oder Java entlehnt sind.

Im Prinzip läuft das ganze wie folgt ab:

Der Spieler beginnt bei RUN, würfelt und begibt sich auf das durch die Würfelzahl bestimmte Feld. Dort kann er im nächsten Zug entweder wieder würfeln und direkt weiterziehen, sofern hier keine programmatische Anweisung steht, oder er würfelt, führt die dort hinterlegte Anweisung, etwa ein X++ oder ein While X>3 do so lange aus, bis die Bedingung erfüllt oder eben nicht erfüllt ist.

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Im Prinzip ist also auf das Spielbrett ein Programm aufgedruckt, dessen Ablauf zusätzlich durch die erwürfelten Werte der Spieler berechnet wird.

Das Spiel kannvon 2-4 Spielern gespielt werden. Initial sollte ein Erwachsener oder ein Jugendlicher mit Englischkenntnissen dabei sein,da die Spielanleitung nur in Englisch vorliegt, aber nach ein oder zwei Spielen ist es eigentlich selbsterklärend, wie man vorzugehen hat.

Auf jeden Fall eine wirklich spannende Art, interessierte Kinder und Jugendliche an die Programmierung heranzuführen. Es werden nicht nur die Code Fragmente vorgestellt, sondern der Mitspieler kann quasi anhand des eigenen Spielverlaufs erkennen, welche Funktionen die einzelnen Anweisungen haben und spurt quasi am eigenen Leib, wie ein solches Programm abläuft. Durch die klare Darstellung und die Hilfspfeile wird auch immer klar, wohin man zum Beispiel bei einer IF Anweisung oder in einer WHILE Schleife springen muss.

Und für alle, die nicht glauben können, dass man bei so einem Spiel Spaß haben kann, wir haben es getestet, es macht einen riesen Spaß. (Testteam 2 Erwachsene und drei Kinder im Alter von 14, 11, und 9)