Wie man noch mehr aus der AW414go Smartwatch rausholt: Tipps&Tricks

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Meine AW414go mit Aviate Launcher und höherer Auflösung, dank ResolutionChanger.

Wer hier eifrig mitliest, weiß, dass ich mich zum einen aktuell für wearable devices begeistere, zum anderen insbesondere Smartwatches genauer unter die Lupe nehme. Im Moment begeistert mich vor allem die AW414go von Simvalley, die bei Pearl mittlerweile für knapp 150 Euro verfügbar ist, und damit was Preis und Leistung angeht einfach unschlagbar ist. Dass ihr euch ein vollständiges Smartphone am Handgelenk einkauft, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.

Und selbst der Akku ist schon ganz schön performant. Es geht aber noch mehr.

Hier also ein paar Tipps, ggf. wird daraus eine Reihe.

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Hier lässt sich die Auflösung ändern (natürlich nicht die physische aber zumindest die Darstellung via Software)

Vorraussetzung ist allerdings, dass ihr die Smartwatch gerootet habt. Das geht sehr einfach mittels Framaroot (Anleitung dazu und die App findet ihr bei den XDA Developers). Dass ihr dadurch aber eure Garantie verliert (wei auch bei anderen Smartphones, die ihr rootet) brauche ich euch ja wohl nicht zu schreiben…. Danach könnt ihr diverse Modifikationen vornehmen. Ich empfehle hier, greenify einzurichten, das  bei mir in Kombination mit Juice Defender meine Akkulaufzeit beinahe verdreifacht hat. Wichtig ist, zuvor ein Tool zum (kurzfristigen) Verändern der Auflösung einzurichten, damit ihr auch die Buttons von Programmen erreicht, die eigentlich nicht auf der kleinen Auflösung funktionieren.

Ich verwende hier Resolution Changer. Für den Alltag fahre ich die Uhr auf 480×480 bei 220 DPI. Um auch andere Programme nutzen zu können, kann man, sofern die Smartwatch gerootet ist, die Auflösung auf 480×480 bei 120 DPI fahren. Dann ist das Bild zwar sehr klein, aber man kommt auch an die Buttons von z.B. Greenify heran, die zu Beginn erscheinen, um Root Zugriff anzufragen. Und beim Umstellen auf höhere Auflösung die Frage nach der zweiten Rückfrage mit Ja beantworten, dann setzt sich zur Not die Auflösung am Ende des Prozesses von selbst zurück.

Um mit der höheren Auflösung dennoch eine Tastatur auf der vollen Breite des Bildschirms zu haben (die meisten Tastaturen schrumpfen equivalent zur Bildschirmauflösung und werden dann fast unbedienbar) rate ich zu Hackers Keyboard, das diverseste Anpassungen erlaubt und sich wieder auf die gesamte Bildschirmbreite ausdehnt, auch wenn die Auflösung verstellt wurde.

All diese Tipps natürlich wie man das so kennt auf eigene Gefahr, ihr solltet schon wissen, was ihr tut.

Und nicht vergessen, hinterher die Auflösung wieder auf sinnvolle Werte zurückzusetzen 😉

Und wer mit dem standardmäßigen Launcher ohne Homescreen nicht zurecht kommt, viele alternative Launcher laufen sehr gut auf der Uhr, ich habe bereits Nova Launcher und Aviate erfolgreich getestet.

Wer die Statusleiste vermisst, dem sei die App: Swipestatusbar ans Herz gelegt, mit der man die Statusleiste durch wischen von oben nach unten temporär erscheinen lassen kann.

Durch die höhere Auflösung lassen sich dann auch einige Programme besser nutzen, die zuvor nicht sauber skalierten. So kann ich bei 480×480 mit 220dpi perfekt mit Ingress arbeiten.

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Mit angepasster Auflösung läuft sogar Ingress sehr gut auf der AW414go

Habt ihr Fragen? Tipps? Eigene Hacks? Einfach eine Nachricht in den Kommentaren hinterlassen, mich auf Twitter oder Facebook kontaktieren. Bei hinreichendem Interesse werde ich daraus eine kleine Serie mit verschiedenen Tipps machen.

 

Der European Inventor Award 2014, eure Stimme zählt

Social_MediaDen „European Inventor Award“ gibt es schön länger initiiert durch das Europäische Patentamt würdigt der Preis herausragende Erfindungen. Doch 2014 wird der Preis auf breitere Beine gestellt. Ihr, die Öffentlichkeit könnt mitbestimmen, wer den Preis bekommen soll. Bislang waren so disruptive Erfindungen dabei wie Bluetooth, das LCD Display oder auch WLan. Man sieht also, dem Preis geht es nicht nur um Innovation, sondern um Disruption, um Entdeckungen , die nicht nur technologisch, sondern auch gesellschaftlich etwas bewegt haben.

Die Kategorien, in  denen Preise ausgelobt werden sind:

Industrie: Herausragende und erfolgreiche Technologien, die von großen europäischen Firmen patentiert wurden.

KMUs: Herausragende Patente kleiner und mittelständischer Unternehmen

Forschung: Für Innovatoren, die an Universtäten oder Forschungslabors arbeiten

Lifetime Award: Preis für einen europäischen Innovator, der über einen längeren Zeitraum aktiv war

Non-European Countries: Für Innovatoren, die außerhalb der EU gearbeitet haben, aber ein europäisches Patent angemeldet haben.

Dieses Jahr kann nun auch die Öffentlichkeit mit abstimmen. Um das ganze noch etwas attraktiver zu gestalten, lobt dabei das Europäische Patentamt für zwanzig zufällig ausgewählte Teilnehmer einen Preis aus. Sie erhalten eine Wasserstoffzellen Akkus, mit denen ein Smartphone auf innovative Art geladen werden kann.

Zudem lohnt es sich schon deshalb, bei der Abstimmung mitzumachen, da das Europäische Patentamt für jede abgegebene Stimme 0,25 Euro an die Aktion Child Vision spendet, die es sich zur Aufgabe macht, inspiriert durch den European Inventior Award Finalisten 2011 Joshua Silver selbst anpassende Brillengläser durch ein in Schulen basiertes Verteilungsprogramm in den Entwicklungsländern bereitzustellen.

Insofern werde ich auf jeden Fall diese Aktion mit meinem Blog weiter begleiten, da ich zum einen die Idee sehr gut finde, die Öffentlichkeit in den Entscheidungsprozess mit einzubeziehen, zum anderen auch die Spendenaktion für eine sehr gute Sache halte.

Und letztlich befasse ich mich in meinem Blog genau mit solchen Innovationen, die nicht nur technisch etwas verändern, sondern eben auch insbesondere die Gesellschaft verändern und das im positiven Sinne.

Also macht mit, es lohnt sich in mehrfacher Hinsicht.

 

 

 

Zwischen innerer Kündigung und Burn out. Haben wir die Balance verloren?

BnChpcEIUAACobSMir fiel es wieder mal auf einer Konferenz auf. Die re:publica 2014 ein Konglomerat aus Netzaktivisten, Bloggern, Autoren, Journalisten und „ganz einfachen Leuten“.Und es vibriert vor Enthusiasmus, vor Begeisterung vor Lust, zu diskutieren, sich auszutauschen. Dennoch wirkt niemand gehetzt, gestresst. Man nimmt sich Zeit, wichtig ist nur das nächste gute Gespräch.

Auf der Fahrt nach hause, wo auch zu diesem Blogbeitrag die Grundlagen entstanden, machte ich mir dann so meine Gedanken. Warum ist es für viele Menschen im Alltag so viel anders? Warum erlebe ich bei meinen Recherchen und in meinen Workshops und Gesprächen immer wieder zwei sehr gegensätzliche Pole. Da sind zum einen die „geht mir doch weg mit dem ganzen Mist“ Charaktere. Sie machen zwar alles mit, was man ihnen (meist beruflich) vorgibt, sind aber weder mit Herz noch Verstand dabei. Ich nenne sie gerne die Automatenmenschen.

Eine interessante Session war „Burnout and Broken Comment Culture„, die mir vor Augen führte, dass selbst bei den Menschen, die eigentlich in emotional wie auch ökonomisch viel sinnhafteren Welten, denen des Aktivismus leben und arbeiten, viele bereits in die Ökonomisierungsfalle tappen, da sie ja meist gegen genau dieses System kämpfen müssen, und sich dazu oft derer Mittel bedienen müssen, so sehr sie diese auch hassen.

Und dann gibt es da die andere Seite. Traurigerweise meist nur bei den jüngeren. Die Menschen, die brennen für eine Idee, die sich für neues begeistern, die den Wandel leben und in ihrer Arbeit aufgehen, sie neu weiterdenken und enthusiastisch bei der Sache sind.
Das sind die Feuermenschen. Dazwischen? Meist gähnende Leere. Menschen in Balance, die zwar ihre Aufgaben ernst, aber nicht zu ernst nehmen, die willens und interessiert sind, etwas neues zu lernen, ohne es gleich bis ins Detail erfassen zu wollen. Fehlanzeige.
Für diesen Typus Mensch muss ich dann schon auf Konferenzen wie die re:publica fahren.

Oder könnte es sein, dass sich sowohl hinter den Flammen der Flammenmenschen als auch hinter den meist toten, kalten Blicken der Automatenmenschen eigentlich der wirklich Mensch nur versteckt?

Haben wir verlernt, ein Leben zu leben und leben nur noch eine Erwerbsarbeit oder fokussieren uns aus Angst vor Versagen so sehr auf unser Thema?

Denn eines habe ich auch bereits des öfteren beobachtet. Und hier kommt mir zum ersten Mal mein Alter zu gute. Viele der Flammenmenschen verlöschen irgendwann. Und wenn sie Glück haben, dann werden aus ihnen Automatenmenschen. Haben sie Pech, fallen sie gänzlich aus dem System und ihre Flamme verbrennt sie, sie erleben ihren ganz persönlichen Burn Out.

Eine ebenso inspirierende Session dazu war „One day we will be tired baby“:

Leider scheint auch dort die beste Botschaft zu sein: Werde selbständig, alles andere ist schwer.

Interessant hierbei, obwohl die Medien das häufig und gerne falsch koloportieren. Online Sucht ist KEINE anerkannte Erkrankung sondern eigentlich nur aus einem Witz eines Psychiaters entstanden.

Ich kenne in meinem Umfeld einige, die voller Begeisterung und Ideen für ein Thema, ihre Aufgabe gekämpft haben. Und plötzlich von Heute auf Morgen verschwunden waren. Länger, überraschend. Jüngster Fall mittlerweile 6 Monate und Rückkehr ungewiss.

Woher kommt das? Ich denke, es gibt mehrere Faktoren, die zusammenspielen und in der aktuellen Wirtschaftsgesellschaft verstärkt wirken.

Zum einen ist es der Fokus der gesamten Gesellschaft auf Ökonomisierung. Alles ist dem ökonomischen Aspekt unterzuordnen. Das greift mittlerweile sogar bis ins Privatleben. Wenn ich aber auch den Menschen zu einem Wirtschaftsfaktor, oder wie die schlipstragenden Beraterfuzzies so gerne sagen, zu einer fakturisierbaren Humanressource degradiere, dann muss diese Ressource eben auch wirtschaftlichen Kriterien genügen. Und diese heißen auch heute noch, obwohl wir es besser wissen müssten: Wachstum, mehr, besser, höher. Dabei hat jeder Mensch natürlich Grenzen. Und auch wenn uns das so manch einer einreden will: Eine Kultur der Spitzenleistung geht nur über einen sehr begrenzten Zeitraum. Denn niemand ist in der Lange IMMER sein bestes zu geben. Aber eben diese Spitzenleisterkultur fordert genau das.

Der nächste Denkfehler besteht darin, durch Rationalisierung nicht das erreichen zu wollen, was ich als die ureigenste Idee des Einsatzes von Maschinen betrachte, nämlich dem Menschen die Arbeit zu erleichtern. Nein, meist werden Maschinen eingesetzt, um den ach so unvollkommenen Menschen zu ersetzen oder in zu noch mehr Arbeit in der gleichen Zeit zu pressen. 100% Leistung, auch wenn eigentlich jeder wissen müsste, wie dumm diese Forderung ist.

Aber wir leben in einer Zeit der Manager, nicht der Unternehmer. Wer als Manager unternehmerisch denkt, der muss in einer Nische tätig sein, oder damit klar kommen, dass er seinen Posten nicht lange inne haben wird.
Schneller Profit, kurzfristiger Gewinn und der unsägliche weil extrem irrelevante „Shareholder Value“ bestimmen die Strategie eines Unternehmens, schon lange nicht mehr das Streben nach guten, nachhaltigen Produkten oder zufriedenen Kunden. Das hört man zwar dauernd in der Werbung. Aber wir wissen ja, wie ehrlich Werbung zu uns ist.

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Gefunden bei echtlustig,com, aber leider noch viel zu häufig wahr.

Wo ist hier aber nun der Unterschied zu dem situativen Kontext, wie ich ihn auf der re:publica erlebt habe?
Nun, dort wird nicht nach dem Wert eines Menschen gefragt, dort ist jeder Mensch per se wert. Dort müssen sich auftretende Unternehmen oder Firmenvertreter rechtfertigen, was sie denn jenseits von Shareholder Value zur Gesellschaft beitragen.

Oder um es einfach zu fassen, auf solchen Konferenzen geht es um die Gesellschaft der Menschen, während es im Alltag der meisten Menschen um die Ökonomie der Unternehmen geht.

Ersteres ist für den Einzelnen, letzteres für die anonyme Wirtschaft, die einem idiotischen weil selbstzerstörerischen Dogma des unendlichen Wachstums hinterherhinkt.

Und als „humaner“ Teil dieses Rädchens, so man nicht den großen Mut aufbringt, selbständig tätig zu werden und auf viele Annehmlichkeiten des Angestelltenlebens zu verzichten, um also als humaner Teil zu bestehen, tja, da gibt es außer in ganz wenigen Ausnahmen für die meisten Menschen nur zwei Lösungsszenarien, Verbrennen, oder verblassen, Innere Kündigung oder Burn Out. Und wenn man die Studien der letzten Jahre liest, erkennt man den Trend. Beides steigert sich.

Und anstatt sich um die wirklichen Gründe zu kümmern, anstatt zu entschleunigen und den Menschen die oft vor allem gewünschte Sicherheit zu geben, kommen dann Sprüche wie „Fördern und Fordern“, „Change-Management“ und der hundertste Workshop darüber, wie man besser miteinander arbeiten könnte, der dann nach einigen Monaten mitsamt der Ergebnisse in irgendeiner Schublade verschwindet und durch einen weiteren Workshop abgelöst wird.

Dabei ist es so einfach, man müsste nur den Druck rausnehmen, Freiheiten ermöglichen, Fehlerkultur nicht nur fordern, sondern auch leben. Aber wer seine Mitarbeiter immer noch jährlich im Gespräch „Führungskraft da oben, Mitarbeiter da unten“ bewertet, der wird auch weiterhin Verbrennen wie Verblassen erleben und nur auf ein ganz kleines Quäntchen von Mitarbeitern zurückgreifen können, die jenseits dieser beiden extreme (noch) arbeiten.

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Ich bin nicht always on oder sometimes off. Für mich ist Internet wie Strom: Es ist da, und ich nutze es.

Ich wage zu behaupten, wir dürften im Moment in den meisten Unternehmen fast nur noch Verblasser oder Verbrenner erleben. Erstere als das Heer der Arbeiterameisen, letztere als das Heer der Leittiere, die dann irgendwann auf der Führungsetagenschlachtbank landen.

Vielleicht ist es an der Zeit, der Wirtschaft mal vor Augen zu führen, dass sie, auch wenn sie das sicher nicht gerne hört, ohne eben diese ausbrennenden oder verblassenden Humanressourcen auf lange Sicht nicht existieren kann, und dass der Reichtum weniger auf eben den Schultern vieler „Humanressourcen“ entstanden ist. Auch wenn das die Wohlhabende Minderheit nicht hören will. So leid es mir tut, aber auch sie ist Teil der Gesellschaft und wird früher oder später darunter leiden, wenn es der Gesellschaft als ganzes nicht gut geht.

Und genau das erleben wir immer mehr.

Und zum Abschluß, die Stein Strategie: Für alle, die auch mal querdenken können.

Die Post re:publica Depression. Und ein paar Mittelchen dagegen

Bm8B3ixIQAAsGfODiesen Text schreibe ich, auch wenn er erst später erscheint im Zug zurück von einer grandiosen re:publica 2014. Und ich weiß schon jetzt, dass ich mich spätestens am Montag Morgen zurück wünsche in diese Ansammlung kreativer, schreibaffiner, denkaffiner, querdenkender ganz besonderer Menschen.

Es ist eigentlich nicht die Stadt Berlin, die die re:publica ausmacht, es sind die Menschen, die hier zusammenkommen und sich wie selbstverständlich jenseits von Ideologien und vorgefertigten Denkmodellen austauschen. Wer zur re:publica geht, und wieder kommen will, der hat die Gabe des „Über den Tellerrand hinaus denkens“.

Das ist es, was für mich bei der Vielfalt und Divergenz der Vorträge das verbindende Element war und ist. Alle sind interessiert, alle bereit, sich auszutauschen. Manchmal lässt man dafür sogar eine Session Session sein, um ein gutes und anregendes Gespräch weiter zu führen. Insgeheim würde ich mir wünschen, alle re:publicaner könnten ein halbes Jahr einfach nur beisammen sein, weiterdenken, Ideen ausentwickeln. Es würden sicher fantastische Dinge dabei entstehen.

Nun aber begibt sich die „Gemeinde“ (Netzgemeinde werde ich mir sparen, denn die re:publica geht längst über die netzaffinen Menschen hinaus) wieder zurück in ihren Alltag. In anderen Städten oder der Digitalen Diaspora. Zu Kolleginnen und Kollegen, die die Denkmuster teilen und es nicht schlimm finden, wenn man ein Smartphone benutzt bis hin zu jenen, die einen gleich mit vernichtenden Blicken zurücklassen, erlaubt man sich auch nur ein wenig Technikaffinität zu zeigen.

Was nehme ich mit, was sollten wir mitnehmen? Zum einen die nötige Penetranz, die wichtigen Themen, die auf der re:publica diskutiert wurden immer und immer wieder in den Alltag zu tragen. Das ist die negative Seite daran, wenn man sich mehr mit der Zukunft, mit dem befasst, wie es sein könnte, es sein sollte. Man braucht eine gewisse nervende Penetranz und darf sich nicht von Widerständen irritieren lassen. Wir sollten weiterhin das Thema Datenschutz und PRISM in der Öffentlichkeit aufrecht halten, denn die Überwachungsverbrecher auch in unserer Regierung hoffen, dass sich das ganze irgendwann von selbst erledigt.

Wir sollten wieder mehr darüber nachdenken, nicht so sehr gegen die Unternehmen zu arbeiten, sondern sie vielmehr ins Boot holen, ihnen klar machen, dass gelebter Datenschutz und entsprechende Angebote ein Marktvorteil sein können und dass in Zukunft das Geschäftsmodell gewinnt, dass nicht nur den Profit, sondern auch und insbesondere den Kundenvorteil in den Fokus stellt. Auch wenn ich Sascha Lobos Vorträge manchmal „anstrengend“ finde. Der diesjährige hat zu Recht aufgerüttelt und uns unsere eigene Trägheit vor Augen geführt. Es reicht eben nicht, bei jeder neuen Petition zu unterzeichnen und ein Like zu teilen. Wir müssen auf diejenigen zugehen, die (manchmal dummerweise) in unserem Namen über die digitale Welt entscheiden. Und wer das nicht kann, ja der sollte doch tatsächlich mal bereit sein, zu spenden oder gleich Mitglied zu werden in einer jener Vereinigungen, die sich nicht wie der vorgestrige ADAC mit Technologien der Vergangenheit sondern wie CCC oder Netzpolitik mit den Themen der Zukunft befassen.

Die re:publica, und das fand ich ausgesprochen angenehm, disktuierte weit mehr über Gesellschaftsmodelle, über politische Themen, als in den Vorjahren, sie ist erwachsen geworden, ohne sich erwachsen aufzuspielen. Sie ist weiser geworden und gleichzeitig in der Vielfalt der Themen verspielter.

Jetzt ist es an uns, das, was wir in diesen drei intensiven Tagen gelesen, gehört, gesehen haben, die Gespräche und Ideen, die wir gemeinsam entwickelt haben, in den Alltag zu tragen. Quasi wie eine re:public Guerilla immer wieder dort aktiv zu werden, wo wir jenseits von unseren Rollen oder „Daytime Jobs“ merken, dass wir etwas bewirken können.

Ich für meinen Teil fand insbesondere den Track über die Rolle von digitalen Medien und digitalem Wissen in der Bildung hochgradig spannend, denn an uns, ja auch an uns Eltern ist es, unseren Kindern das Werkzeug für einen positiven Umgang mit der digitalen Zukunft mitzugeben.

Insofern arbeite ich jetzt bereits an einem Sessionvorschlag für die #rp15. Und werde mein Wissen in Schulen und in die Köpfe von Lehrern, Eltern und Schülern zu transferieren versuchen. Und das hat nichts mit „was ist das beste Smartphone“ zu tun. Sondern mit Datenschutz, Netzpolitik und gesellschaftlichem Wandel.

Und trotzdem. Ein bisschen Blues habe ich, deshalb, wenn ihr mir auf Twitter über den Stream lauft: Bin immer für ein wenig #flausch dankbar 😉

Ach und nein, ich habe keinen Grund, bewußt offline gehen zu müssen. Es stört mich nicht und wer interessant ist, wer mich ernsthaft anhört, für den lege ich mein Smartphone jederzeit zur Seite. Leider gibt es einfach zu viele langweilige Menschen, und Gott sei Dank nicht auf der re:publica 😉
 

 

Das Ende der Fitnessstracker. Facebook und Myfitnesspal

Warum kauft Facebook Moves? Was hat Myfitnesspal mit der Integration einer Schrittzählerfunktion in seiner Plattform vor. Die Strategie ist klar. Das, was bislang Gadgets wie Fitbit oder Jawbone leisten, sind Nischendienstleistungen. Diese werden aber auf Dauer nach meiner Meinung keinen Bestand haben. Denn sie bedienen eine Nische, die früher oder später von den Standarddevices abgedeckt werden wird, die jeder mit sich trägt. Smartphones und intelligente weil nicht so sehr eingeschränkte Smartwear Devices wie z.B. zukünftige Smartwatches. Die werden dann neben Telefonie und Navigation auch Fitnesstracker, Walkman und vieles mehr sein. Dann ist kein Platz mehr am Handgelenk für noch ein Device.

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Die Smartwatch mit Standalone Fitnessfunktion. Sie deckt viel mehr ab als nur eine Nische.
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Nischenprodukt mit nur noch kurzer Zukunft. Der „Single Usage“ Fitnesstracker

Insofern halte ich die Hersteller reiner Fitnesstracker für eine aussterbende Branche. Entweder, sie integrieren sich in smartere Wearables, oder sie erweitern ihre eigene Hardware um diverse weitere Funktionen.

Große Player wie Samsung haben es mit der Integration von Sensoren für Puls, für Höhenmessung, für Schrittmessung gezeigt. Es bedarf keines weiteren Gadgets oder vielmehr. Es ist wünschenswert, wenige Gadgets zu nutzen.

re:publica: Falsche Narrative, richtige Visionen und was uns allen fehlt

wpid-20140507_110355.jpgDie Republik trifft sich. Nein, falsche Formulierung, die res-publica trifft sich auf der re-publica. Wer im Jahre 2014 auf die re:publica kommt, weil er ein Treffen von Nerds mit Nerds, von Bloggern mit Bloggern erwartet, dürfte enttäuscht worden sein.

Selten war die re:publica so sehr auch Spiegel der Gesellschaft, wie dieses Jahr. Das mag auch der schieren Menge an Besuchern und der immer weiter ausfächernden Vielfalt der Themen für die Sessions geschuldet sein. Und dennoch zieht sich auch weiterhin ein digitaler roter Faden durch die, ja was ist die re:publica eigentlich? Konferenz, ne, dazu kann man zu sehr auf Augenhöhe kommunizieren. Barcamp? Zu vorausgeplant. Sagen wir es so, die re:publica ist die Quintessenz dessen, was als immerwährender Diskurs das Jahr über durch die wie wir gelernt haben eigentlich gar nicht vorhandene Netzgemeinde wabert. Sparen wir uns das erste Wort Netz und ersetzen das zweite durch Gesellschaft, kommen wir der Sache schon näher. Die re:publica 2014 ist auch Schmelztiegel von Vorreitern, Mahnern, Vor- und Querdenkern der ganzen Republik (sic). Wenn ein Raul Krauthausen Car Sharing für Menschen mit Behinderung fordert, hören ebenso alle zu, wie wenn ein „einfacher Blogger“ eine Session hält. Es geht nicht um Rollen, um Titel oder Reichweite. Es geht um den offenen Austausch.

Und es geht auch darum, aushalten zu können, wenn Sascha Lobo die Saalgemeinde beschimpt, weil wir doch alle den Worten keine Taten folgen lassen, weil wir alle immer dann laut werden, wenn wir dafür nicht von der Tastatur weg müssen.

Was ich für mich von der re:publica mitnehme ist, dass wir alle verdammt nochmal endlich unseren Hintern hoch kriegen müssen und den Marsch durch Insitutionen, seien das nun Schulen, Vereine, Behörden,Medien gehen müssen um das mal zu tun, was wir seid Jahren immer fordern….. Aber halt nur von „den anderen da“. Wir müssen das Digitale ins Analoge tragen. Wir müssen Menschen die Potentiale aufzeigen und die Gefahren.

Und zwar in deren Narrativen. Auch das ist ein Auftrag an uns alle. Macht die Botschaft sexy. Zeigt, dass es wichtig, relevant und wertvoll ist, sich Gedanken zu dem zu machen, was unsere Regierung im Fall Snowden tut, und noch viel wichtiger, was sie nicht tut. Wir brauchen klarere Botschaften, wir müssen die Aushorchverbrecher vorführen. Der Protest muss laut, muss öffentlich und muss penetrant sein und bleiben.

Und was ich auch gelernt habe. Wir sollten verdammt nochmal aufhören, unserer Jugend das Engagement, die Innovationsfreude, die Fähigkeit zwischen gut und schlecht zu unterscheiden abzusprechen.

Die Jugend kann sehr wohl zwischen gut und böse, zwischen gut und schlecht unterscheiden. Aber für sie gehören die „alten Medien“ und ja, dazu BnBtqVkCAAAOR1egehören auch bereits die ersten Blogs bereits zum Bereich schlecht. Wenn ich erlebe, wie indifferent meine Kinder dem Thema Datenschutz gegenüber standen, wie oft ich mit ihnen sprechen musste, bis sie verstanden, was gut und was schlecht ist wenn online gestellt, das waren viele Gespräche. Bis zu dem Tag, an dem sie bei ihrem heißverehrten Youtuber @lefloid plötzlich etwas über PRISM und Snowden hörten.

Nun bin ich es, der hinterher hecheln muss um all ihre Fragen sinnvoll,ehrlich und auch vernünftig jenseits meiner Filterblase als „fucking old digital native“ zu erklären.

Ich glaube, wir sind bereits so sehr zum digitalen Establishment mutiert, dass wir uns in den nächsten Monaten ganz schön lang machen müssen, um von unserem hohen „Wir wissen doch alles besser als ihr“ Ross runterzukommen.

Die re:publica im Jahre 2014 und im Jahre 1 nach Snowden der digitalen Zeitrechnung ist tatsächlich in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Nun müssen ihr die Telnehmer in Kopf, Herz und Blog folgen.

We are living the future ist wohl wahr. Aber für 2015 ist mein persönliches re:publica Motto: Out of the wild, into the public.

Und für uns alle, für jeden Tag, für jeden Ort: Kriegen wir endlich unseren Arsch hoch und machen wir unseren Mund auf. Und seien wir penetrant. Erst wenn wir diejenigen, die sich ignorant über den Willen der Bürger und der digitalen wie analogen Gesellschaft hinwegsetzen so richtig nerven können wir sagen: „Now we are talking public“

Brunch bei Acer Deutschland. Wenn man sein Wunsch Tablet zum Frühstück serviert bekommt

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Ein neuer Hybrid Player auf dem Markt. Sieht für mich vielversprechend aus.

Während der re:publica lud mich Acer zu einem Brunch mit freiem WLan und neuen Gadgets ein. Dabei auch die Ankündigung, man habe auch eine Deutschlandpremiere mit im Gepäck.  Was auch tatsächlich stimmt. Das neue Acer Switch 10 ist eines jener Hybrid Tablets die ich als die eigentliche Nachfolge von Notebook UND Tablet ansehe. Das Switch 10 hat einen neuartigen Dockingmechanismus,der auf Magnetismus basiert, und damit das Tablet viel eleganter abnehmbar lässt, als bisherige Konzepte. Die Ausstattung des Devices ist Top Notch, genauere Details am Ende des Beitrags. Hier erst mal ein Überblick über die technischen Rahmendaten.

Windows 8.1 Intel Atom (Z3745, 1.33 GHz, 2 MB) 25.7 cm (10.1″) LED

16:9 HD – Active Matrix TFT Color LCD

In – plane Switching (IPS) Technology

Intel HD Graphics 2 GB LPDDR3

500 GB Serial ATA

Gewicht (ca.) 585 g

Das  Tablet lässt sich auf viele verschiedene Arten einsetzen. Ausgestattet ist es wahlweise mit eMMC oder echter Festplatte,wobei ich immer die eMMC bevorzugen würde. Aber auch hier hat Acer nachgedacht und bietet die Festplatte nicht als entweder oder sondern als Zusatz in der Tastatur an.

Man kann das Tablet auch umgedreht andocken, was dazu führt, dass man den Keyboard Dock auch als Stütze fürs Tablet verwenden kann. Durch den HDMI Anschluss lässt sich auch ein großer externer Monitor anschließen. Das Gewicht ist angenehm leicht, vor allem, wenn man das Tablet ohne Dock verwendet.

Das Gehäuse ist aus Aluminium, sehr schön gestaltet und die Tastatur bietet einen angenehmen Hub und ein vollwertiges Setup, mit großer rechter Shifttaste. Insgesamt macht das Setup einen durchdachten Eindruck und kann durchaus sowohl einen Desktop PC als auch ein reines Tablet ersetzen. Natürlich reden wir hier nicht von einem PC, der auch für Spiele geeignet ist, aber ich bin sicher, dass das Setting fürwpid-20140507_104038.jpgwpid-20140507_111128.jpg Internet und Office sehr gut geeignet ist. Soviel zum ersten Eindruck.

 

Laut Informationen von Acer soll das Gerät ab der nächsten Woche unter anderem bei Mediamarkt für 349 Euro für die reine eMMC Variante und für 399 in der Variante mit zusätzlicher 500 GB Festplatte in der Tastatur verfügbar sein. Weitere Informationen werde ich mir Morgen noch holen, dann ggf. auch noch Informationen zu weiteren neuen Devices. wie dem Acer 6 Zoll Phablet und einem Dual SIM Smartphone.

UPDATE:Ab Montag ist das Aspire Switch 10 zumindest in der 64GB eMMC Variante lieferbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Jugend und die Vereine. Keine Lust, aus gutem Grund

In meinem Umfeld klagen so einige Vereine über mangelnden Nachwuchs. Sei es der Gesangsverein oder der Umweltschutzverein. Überall lässt das Interesse an aktiver Teilnahme nach. Woran liegt das?

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Während die „Alten“ immer noch „Das Wandern ist des Müllers Lust“ trällern, Slammen die Jungen zu kreativer Poetry wie beim Poetry Slam in Ellwangen

Für mich kristallisiert sich vor allem ein Faktor heraus, der mich selbst auch an so ziemlich allen (vor allem wohl deutschen) Vereinen. Der unglaubliche Dogmatismus. Es gibt Regeln und Positionen zu relevanten Kontexten. Und darüber darf weder diskutiert, noch nachgedacht werden. Ganz schlimm ist das bei den gesellschaftskritischen Vereinen wie Umweltschutz oder Verkehrsverbänden. Bin ich Autoclub, ist alles andere böse. Bin ich Radverband, dann habe ich hier ganz dezidierte Positionen zu Radwegen, Helmen etc. Und das muss dann auch jedes Mitglied immer wieder über sich ergehen lassen. Doch die Jugend merkt, dass es diese reinen Lehren nicht mehr gibt, dass die Welt komplizierter ist.
Dass es zum Beispiel überhaupt nichts bringt. Froschlaich zu retten, wenn man ihn dann in den nächstbesten mit Fischen besetzten See wirft.
Oder dass es eben in manchen Kontexten auch fatal sein kann, gegen Gentechnik zu sein.
Die Jugend engagiert sich selektiver, zieht sich auch aus dummen Projekten schneller zurück und lässt sich generell ungerne vorschreiben, wie die Lebensführung auszusehen hat. Auch mit die größten Vereine, die beiden christlichen Kirchen merken dass, wenn alte teilweise völlig realitätsferne Dogmen nicht hinterfragt werden.
Vielleicht müssen sich hier die Vereine endlich von ihren starren Strukturen lösen und auch akzeptieren, dass die Welt nicht schwarz oder weiß ist.
Aber dann kratzen sie ja an den eigenen Fundamenten. Und besser, man rührt so was gar nicht an, dann müsste man sich ja verändern.

So lange die meisten Vereine ihre Mitglieder in enge Korsetts von Ritualen, von volkstümelnden Gesangsvereinsfesten oder überernst genommenen Turnieren zwängen, werden immer weniger Lust auf Vereinsleben haben. Wer im Chor immer noch die uralten Lieder singt, statt auch mal auf moderne Musik zu setzen, wird eben auch nur genau diese Klientel ansprechen. Und so lange moderne Trends und andere Denkmuster als die eigenen teilweise Jahrzehnte gewachsenen nicht überdacht und an die Gegenwart angepasst werden, wird der Mitgliederschwund weitergehen.