Im Internet bin ich ein Timelord. Die zwei Zeiten der Realität

Ja, ich gestehe, dieser Titel entstand auch aus einem spontanen Infekt mit dem Dr. Who Fieber.
Aber was ich damit eigentlich sagen will. Während mein Umfeld immer noch alles synchron, hier und jetzt tut, existiere ich mittlerweile in zwei Zeitwelten. Da ist die uns allen bekannte physische Welt, die durchzogen ist mit Arbeit, Meetings (meist zwei disjunkte Dinge) und all den alltäglichen Tätigkeiten, die nur zu einer bestimmten Zeit stattfinden.

Dann gibt es aber noch die Welt des Internet. Diese weigere ich mich als virtuell zu bezeichnen, weil sie für mich genauso real ist wie die physikalische Welt. Aber in ihr kommuniziere ich weitestgehend asynchron. Ich antworte nicht auf jede Frage sofort. Ich schreibe keine Artikel genau dann, wenn ich sie poste.

Eigentlich springe ich dort in der Zeit, schreibe zum Beispiel Artikel für eine Veröffentlichung übermorgen, chatte mit einem Kontakt oder einem Geschäftspartner hier und jetzt oder beantworte Anfragen aus Facebook, Twitter oder anderen Kanälen im Nachhinein abends. Nichts muss jetzt geschehen, alles kann. Das ist vielleicht eines der Prinzipien, die die meisten Menschen missverstehen, wenn sie behaupten, durch das Internet sei ich dauernd online. Das Internet ermöglicht eine dauernde Erreichbarkeit, wie ich damit aber umgehe, ob ich mich durch ständige Erreichbarkeit stressen lasse oder meiner Umwelt klar mache, dass mich online zu sehen schlicht nur heißt, man kann mir eine Nachricht HINTERLASSEN. Das liegt in meinem Ermessen. Und für mich persönlich ist das sogar eine Freiheit, weil ich so zwar immer erreichbar sein kann, aber nie erreichbar sein muss.

Das anzunehmen bedeutet, dass da jemand das Medium und den Nutzer verwechselt. Bin ich immer erreichbar habe ich das meinem Chef, meinem Unternehmen zuzuschreiben, die das fordern oder mit Entlassung drohen (wobei ich so viel Dummheit eigentlich bei keinem Chef, keinem Unternehmen annehme). Es sind oft Ängste vor Bestrafung, wenn ich nicht direkt antworte, die aber eigentlich völlig unnötig sind.

Ein Gedankenexperiment. Wenn zu hause das Telefon klingelt, gehen sie IMMER SOFORT ran?`Oder im Büro? Und wenn ja, warum zum Teufel? Wir sind nicht selbstbestimmt, wenn wir immer erreichbar sein MÜSSEN. Wenn ich selbst entscheiden kann, wann mich mein Chef erreichen kann und wann ich Freizeit habe oder einfach nur Ruhe, um konzentriert an einem Thema zu arbeiten, dann bin ich produktiver. Jede Studie zur Arbeitseffektivität bestätigt, dass Unterbrechungen, insbesondere aktive durch Telefonate und EMails viel vom Arbeitstag auffressen. Wenn ich aber die neuen Technologien nutzen kann, um asynchron antworten zu können, kann ich genau diesen Stress vermeiden.

Eine Lederjacke mit Freisprechanlage, Heizung und Ladefunktion Die Ilation Jacke

Ein Produkt aus der Reihe: Was es nicht so alles gibt. Aber in bestimmten Kontexten sicher ne gute Idee:

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Bildquelle: Kickstarter

Wilmington USA/Gilching GER, 09.10.2014 – Das iilation Jacket ist ein Vorzeigemodell für das, was Conformable Electronics genannt wird. Die Technik, die in der Lederjacke steckt, ist dünn, flexibel, leicht und extrem leistungsstark. Sie wärmt Schultern, Nacken, Rücken, Nieren und Hände, fungiert als Freisprechanlage und macht das komfortable Musik hören ohne Kopfhörer möglich; lädt das Handy dann noch bei Bedarf auf. Das iilation Jacket wurde für all jene konzipiert, die ihre Freizeit gerne im Freien verbringen.

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Bildquelle: Kickstarter

Mit dem iilation Jacket können Cabrio-Fahrerinnen und -fahrer Fahrten mit offenem Verdec k an deutlich mehr Tagen im Jahr genießen, da ihnen kühlere Temperaturen nichts mehr ausmachen. Oldtimer-Fahrer, die meistens weder Sitzheizung noch Freisprecheinrichtung in ihrem Wagen haben, verfügen über diese Funktionen nun in einer Jacke. Eine aufwändige und unzeitgemäße Nachrüstung bleibt erspart. Während der Fahrt, beim Stadtbummel oder im Café kann man sein Mobiltelefon in der Jacke wieder aufladen.

iilation ist aus feinstem deutschem Rindsleder und wird von Hand gefertigt. Der beheizte Innenkragen der Jacke ist aus feinstem Woll-Strickmaterial. Die Ärmelabschlüsse sind aus dem gleichen Material hergestellt.

Die Elektronik wurde eigens für diese Jacke entwickelt und integriert neueste Technologie aus dem Bereich Conformable Electronics. Gefertigt wird sie in modernsten Anlagen.

Die Heizfunktion lässt sich bei Bedarf zuschalten. Zwei Heizzonen sind unabhängig voneiander fünfstufig regulierbar. Die erste Heizzone wärmt den oberen Rücken, geht über die Schultern bis zur Brust und beheizt den Kragen. Die zweite Heizzone wärmt die unteren Rückenpartien und die Nieren. Die Damen-Jacke hat zusätzlich eine Heizung in den beiden Seitentaschen. Gesteuert wird die Heizfunktion über ein kleines Bedienelement in der Jackentasche. Eine Handy-App ist ebenfalls in der Entwicklung.

Gespeist wird die Jacke entweder direkt im Fahrzeug am Zigarettenanzünder oder über zwei integrierte, eigens für die Jacke entwickelte, sehr flache, leichte und flexible Hochleistungsakkus. Die Jacke heizt bei Akkubetrieb zwischen 1,5 und 6 Stunden – je nach Heizstufe und Außentemperatur. Wenn sie direkt im Fahrzeug angeschlossen ist, gibt es keine Beschränkung in der Heizdauer.

Für den Anschluss im Fahrzeug befinden sich Stecker sowohl in der rechten als auch in der linken Jackentasche, sodass kein Kabelsalat entsteht.

Die Akkus können an der Steckdose oder im Fahrzeug geladen werden. Lädt man sie im Fahrzeug, muss die Heizung deaktiviert sein.

In den Kragen sind ein Mikrofon sowie kleine und leistungsstarke Lautsprecher integriert. Über eine Bluetooth-Verbindung wird die Jacke mit dem Mobiltelefon verbunden und fungiert als Freisprecheinrichtung. Auch Musik kann über die Jacke wiedergegeben werden. Anrufannahme und -beenden sowie die Lautstärke werden über ins Leder integrierte Tasten am linken Oberarm gesteuert. Die beiden Lautsprecher übertragen gute, sehr klare Sprachqualität. Der integrierte Stereo-Audioverstärker verfügt über ca. zwei mal 1 Watt. Die Lautsprecher sind hierauf abgestimmt.

Das integrierte Handyladegerät mit Standard-USB-Ausgang (Typ A) befindet sich für die Herren in der rechten Außentasche. Für die Damen wurde der Anschluss in die rechte Innentasche der Jacke gelegt, da die Außentaschen der Damenjacke beheizt sind. Alle gängigen Ladekabel können hier verwendet werden.

Ein einzigartiges Erkennungsmerkmal des iilation Jackets sind zwei kleine Leuchtpunkte unten am Jackenärmel. Das Markenzeichen für das iilation Jacket glimmt leicht und pulsiert dezent.

Die für das iilation Jacket entwickelte Technologie soll in weiteren Produkten für andere Anwendergruppen eingesetzt werden. Auf Kickstarter können Unterstützer ihre Ideen und Wünsche einbringen.

Um die letzten Schritte in der Entwicklung zu finanzieren, startet Teiimo eine Kampagne auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter. Die Kampagne läuft vom 9. Oktober bis 30. November. Unterstützer bekommen dort unter anderem eine limitierte Auflage des iilation Jackets, die „Supporter Edition“. Sie beinhaltet einen Preisvorteil, ist Made in Germany und wird zuerst produziert und ausgeliefert. Die Auslieferung erfolgt voraussichtlich ab April 2015.

Später soll die Jacke dann direkt auf www.teiimo.com erhältlich sein – auf Vorbestellung. Preis und Lieferzeiten sind auf Anfrage erhältlich.

Das iilation Jacket kommt 10 Jahre nach Markteinführung des weltweit ersten Communication und Entertainment Jacket: „The Hub“ von O`Neill, eine Snowboard-Jacke mit integriertem MP3-Player und Bluetooth-System. Die Technologie für dieses Produkt wurde ebenfalls von Teiimo-Gründer Markus Strecker entwickelt, der zu den Pionieren im Markt der Wearable Electronics zählt und seit mehr als 10 Jahren zahlreiche Produktentwicklungen federführend betreut hat. Sein letztes Projekt war in seiner Funktion als Director Electrical Engineering für adidas das miCoach elite Team-System zu entwickeln, ein Trainingssystem für Profifußballer, das von der deutschen Nationalmannschaft sowie von zahlreichen europäischen Spitzenclubs und der kompletten Major League Soccer in den USA eingesetzt wird.

Das Technologieunternehmen Teiimo ist spezialisiert auf conformable electronics, also Elektronik-Systeme, die sich an den Körper oder die Umgebung anpassen, weil sie dehnbar und biegbar ausgeführt werden können. Teiimo bietet eigene Produkte an, wirkt als Bindeglied zwischen Forschung und Industrie, entwickelt Komponenten und berät in Projekten der Industrialisierung von conformable electronics.

Teiimo steht für „Technologies in Motion“.  

Das Nexus 6 und das Nexus 9 und sie laufen auf Lollipop

Nexus-Family
Jetzt sind sie da, die Fakten zum Nexus 6 und zum Nexus 9. Beide werden mit dem neuen Android Lollipop geliefert. Das Nexus 6 wird von Motorola gebaut und läuft mit den folgenden Specs:

Display
5,96”-Display mit einer Auflösung von 1.440 x 2.560 Pixeln (493 ppi)

Akku
3.220 mAh

Kamera
13MP rear-facing with optical image stabilization
2MP front-facing

Prozessor
CPU: Qualcomm SnapdragonTM 805 – Quad Core 2,7 GHz
GPU: Adreno 420
Speicher: 32 GB, 64 GB

Interessant dabei die Schnellladefunktion, die mit 15 Minuten laden 6 Stunden Nutzungsdauer liefern soll. Verfügbar wird das Nexus 6 Ende Oktober sein, der Preis für die USA wurde mit happigen knapp 650 Dollar beziffert.

Das Nexus 9 kommt von HTC mit einem 9 Zoll Display und folgenden Specs:

Display
8,9″ IPS LCD

Akku
6.700 mAh

Kamera
8-MP-Kamera auf der Rückseite, 1,6-MP-Kamera auf der Vorderseite

Prozessor
CPU: 64-bit NVIDIA Tegra K1-Prozessor 2,3 GHz
GPU: Kepler DX1
Speicher: 16 GB & 32 GB

und last but not least wird es das Nexus 5 wohl weiterhin geben, vermutlich insbesondere für die, denen 5,9 Zoll doch etwas zu groß sind. Lollipop wird auch darauf laufen, die bekannten Specs lauten wie folgt:

Display
4,95″-Display mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel (445 ppi)

Akku
2.300 mAh

Kamera
8 MP Rückseite, 1,3 MP Vorderseite

Prozessor
CPU: Qualcomm Snapdragon™ 800, 2,26 GHz
GPU: Adreno 330, 450 MHz
Speicher: 16 GB, 32 GB#

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Und wohl zunächst nur für den amerikanischen Markt wurde der Nexus Player vorgestellt, der Android TV liefert und dessen Specs wie folgt lauten:
Overview
1.8GHz Quad Core, Intel® Atom™
802.11ac 2×2 (MIMO)
HDMI out
In-box
Nexus Player
Remote with voice search
Power adapter
2 AAA batteries
Quick-start guide
Warranty, Safety and Regulatory booklet

Requirements
TV with HDMI input & HDMI cable
Internet connectivity (Wi-Fi only)
Front and back views of Player remote
Top view of Player console
Side view of Player remote

Und ja, klingt alles verdammt ähnlich wie das von Amazon vorgestellte Fire TV 😉

Wikileaks macht sich zum Narren. Vom Aufklärer zum Troll

Es ist kein Scherz. GetDigital hat offensichtlich von einer für Wikileaks tätigen Agentur verboten bekommen, weiterhin T-Shirts mit Motiven der Organisation zu verkaufen.
War schon in der Vergangenheit nicht mehr ganz klar, wie ernst die Plattform zu nehmen ist, so dürfte jetzt wohl klar sein, dass man Wikileaks getrost abschreiben und in den Annalen der Geschichte verklappen kann.
Ich bin fassungslos wie unverfroren hier mit einer einstmals guten Idee Profit gemacht werden soll und die einstigen Ideale offensichtlich dem Kommerz geopfert werden sollen. Ich hoffe, die Medien reagieren angemessen auf diesen Skandal.

Danke Wikileaks für die Vergangenheit. Aber verpisst euch in der Gegenwart. Noch eine Kommerzplattform, die aus dem Engagement von Menschen Profit schlägt, brauchen wir nun wirklich nicht. Nur schade, dass sich Menschen wie Edward Snowden jetzt wohl wieder auf die Suche nach vertrauenswürdigen Partnern machen müssen, denn so einem Kommerztheater sollte man sich besser nicht anvertrauen. Wer weiß, wie schnell hier noch andere (Geld-)Interessen über das Wohl und Wehe von Informanten entscheiden.

Disney zeigt sein wahres Gesicht. Beliebte Star Wars Games werden entfernt

Wer kennt nicht Star Wars Tiny Death Star oder Star Wars Assault Team für Android, IOS und Windows Phone?

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Nun, die neuen User eines Smartphones werden es nicht mehr kennenlernen, denn Disney hat offensichtlich ohne Rücksprache mit den Entwicklerstudios beide Spiele flächendeckend entfernen lassen

. Ein Schelm der das mit dem Freemium Clash of Clans Clone Star Wars Commander in Verbindung bringt, bei dem man für ein besseres Vorankommen in kürzerer Zeit mit barer Münze zahlen muss. Das war bei den anderen Spielen zwar auch so, aber hey,wie kann man sich erdreisten, selbst was verdienen zu wollen.

Hier zeigen sich die ersten Vorboten der Übernahme und die Effekte, wenn ein Medienkonzern mit der Priorität auf Gewinne eine Kultmarke übernimmt.

Angesichts dieser Entwicklung schwant mir schon schlimmes für die Kinotitel, vermutlich buntestes Popcornkino a la Disney. Sorry, aber so macht ihr euch Feinde werte Disney Manager, und diese in einer Fan Community zu haben kann sich fatal auswirken.

An all meine Online Hasser, die dauernd versuchen, mich zu bekehren.

Es geht nicht darum,  dass ich auf euch hören sollte, die ihr mich offline sehen wollt, sondern darum, dass wer die online Welt ignoriert bald von der Realität einer digitalen Zukunft abgehängt wird.

Nicht die digitale Welt ist gefährlich,  sondern sie zu ignorieren. Oder hätten wir auf euch Gestrige hören sollen, als es um Strom,  den Buchdruck,  das Rad oder das Feuer ging. Eben. Ich besuche euch dann bei Gelegenheit auf euren Bäumen.

Ja, ich habe permanent ein Smartphone bei mir, weil es zu meinen Werkzeugen gehört wie Hausschlüssel und Geldbörse.  Aber bleibt ihr ruhig analog, bis niemand mehr euch zuhört, weil alle die Lächerlichkeit dieser Ignoranz erkennen.

Bin ich sauer? Nein, ich habe Mitleid.

P.S. paradoxerweise stellen mir viele diese Frage. … genau. …… online

Warum ich Windows Phone mag aber dennoch bei Android bleibe

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Die Hardware ist ausgereift und die Kacheloberfläche eine wirklch gute Idee für ein Smartphone…. aber…

Tja, es war und ist ein schöner Ausflug. Nach dem Test des Lumia 630, das ich als Budget Smartphone jedem nur wärmstens empfehlen kann, war ich doch sehr angenehm überrascht von der Schnelligkeit und Eleganz von Windows Phone 8.1. Und dank Nokias Kamerasoftware und der neuen Benachrichtigungszentrale ist das System an sich jetzt auch rund. Also folgte ein weiterer Test, diesmal mit  einem High End Smartphone, dem Lumia 1520. Mein Interesse speziell: Die Kamerasoftware und Hardware (wir reden hier von 20 Megapixel PureView und vielen Einstellmöglichkeiten).

Und ich mag Windows Phone immer noch.  Die Kacheln sind auf dem Smartphone sehr schick, und durch die LiveTiles auch überaus funktional. Ich bekomme quasi mit einem Blick die wichtigsten Infos aus Mail und Social Media ohne etwas öffnen zu müssen.

ABER: Leider trifft auch mich die App Gap. Beziehungsweise die App und Hardware Gap. Es gibt zwar für viele Plattformen und Hardwareerweiterungen Apps von Drittanbietern, aber oft sind diese nicht tief integriert bzw. laufen nicht so stabil oder umfassend wie die Lösungen, die ich von Google/Android gewohnt bin.

Eines der gravierndsten Beispiele ist auch hier wie bei Apple das Sharing. Ganz egal, in welcher App ich bei Android bin, mir wird jede App dargestellt, in der ich auch nur irgendwie teilen kann, wenn ich das will.

Bei Windows Phone ist das eher mit IOS zu vergleichen. Die App muss das Sharing integriert haben, und selbst wenn es integriert ist, klappt das oft nur sehr holprig.

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Es gibt auch App Highlights, die man bei Android vergebens sucht, aber meist ist es leider andersrum.

Ein Beispiel: Ich bin im Browser und möchte einen Link auf meinen Social Media Kanälen teilen, und zwar nicht einzeln, sondern über Dienste wie Buffer. Das klappt leider nur zum Teil und mit Add On Software. Und dort ergibt sich dann das nächste Problem. Die URLs werden nicht gekürzt (Shortener sei Dank) sondern in voller Länge gesendet, was vor allem bei Twitter zu vielen Nachrichten führt, die Twitter nicht übernimmt.

Auch bei den mittlerweile so beliebten Smart Home, Wearable und sonstigen Devices ist Windows Phone noch nicht so weit. Man spürt zwar, dass der eine oder andere Hardwarehersteller erkennt, dass in Windows Phone durchaus Potential ist, aber noch zögern die meisten, warten erst mal ab.

Und was mich am meisten stört ist die fehlende Integration von Google. Sorry, ja, auch wenn alle Google für die Ausgeburt des Bösen halten, ich mag die Dienste und die intelligente Integration, die mir Google bietet.

Und hier fehlt so ziemlich alles in der Qualität und Integration, die ich möchte. Kein automatischer Upload in mein Picasa/Google+ Album. Kein Goggles oder Google Now. Klar hat Windows Phone Bing, aber das ist für meine Bedürfnisse nicht das, was ich erwarte. Und Cortana klappt zwar, wenn ich das System auf USA umstelle und erkennt auch viel, aber ist längst noch nicht so stark ins System verankert wie Googles Sprachsuche das ist.

Das Lumia 1520 ist, was die Hardware angeht ein geniales Smartphone. Der eigenständige Kamerabutton, der mir auch Fotos erlaubt, ohne das Telefon entsperren zu müssen und damit sehr schnelle Schnappschüsse möglich macht, die flüssige Bedienbarkeit der Oberfläche ohne Ruckeln,das Kachel-Konzept. Alles Punkte, die mich von Windows Phone anders denken lassen, als noch vor ein oder zwei Jahren. Aber es ist halt immer nur „fast“ alles da, was ich möchte, die netten „Gimmicks“, die mir das tägliche Arbeiten erleichtern, die mein Smartphone Dinge für mich erledigen lassen fehlen mir noch. Sicher, ich kann Fotos automatisch auf OneDrive speichern. Aber solche Geschichten wie Stories, wie AutoAwesome. Automatische Bildsuche bei Google, alles Dinge, die hier fehlen. Und wenn ich jemandem Windows Phone empfehlen soll, dann muss er Geld mitbringen. Viele Apps, die bei Google bereits integraler Bestandteil des Systems sind, oder von den Plattformen angeboten werden, existieren bei Windows Phone einfach nicht.

Dann muss ich auf Fremdentwickler zurückgreifen, und die Kosten was. Das ist an sich ja kein Problem, aber wie soll ich jemandem vermitteln, dass er plötzlich für Software bezahlen muss, die er unter IOS oder Android vom Dienstanbieter kostenlos bekommt.

Windows Phone 8.1 an sich ist ein gelungenes OS und damit zu arbeiten macht wirklich Freude. Aber ohne schlechtes Gewissen kann ich es dennoch nur denjenigen empfehlen, die primär ein Smartphone für Telefonie, EMail und Twitter/Facebook benötigen. Alles weitere braucht eine Einzelfallprüfung, und da ist man leider schnell bei Android oder IOS auf der sichereren Seite.

Ich rechne aber Windows Phone durchaus Chancen ein. Meine Einschätzung ist, dass es zumindest auf dem Smartphone in den nächsten Jahren IOS überholen wird. Schon wegen der Nähe zum Windows Desktop, die mit Windows 10 ja noch sehr viel enger werden wird und damit das Windows Phone zu einem validen Endgerät für den Arbeitsplatz werden lässt.