Der neue Rucksack von ubuntu/Ogio ist da: Ein Testbericht

Lange hatte mir mein alter ubuntu Rucksack gute Dienste erwiesen (es müssen mind. 4 Jahre sein, und der Rucksack war in dieser Zeit so gut wie jeden Tag in vollem Dauereinsatz, auch als Outdoor Rucksack für die Reise und bei Konferenzen und Vorträgen als mobiles Büro). Doch jetzt gingen doch einige Nähte auseinander und das ganze war nicht mehr reparabel. Ein neuer musste her, aber kein Billigrucksack, denn mit diesen hatte ich so meine schlechten Erfahrungen gemacht.

Deshalb wieder beim ubuntu Shop vorbeigeschaut und tatsächlich gibt es einen Nachfolger in schwarz.

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Ogio ist der Hersteller, das Branding kommt klar von ubuntu

Die Verarbeitung ist bekannt hochwertig (Ogio ist da wirklich sehr genau) und diesmal wurden leichtere Stoffe für die Außenhaut verwendet, nachdem der erste noch aus dickem Tuch bestand. Auch gibt es jetzt zwei Netztaschen rechts und links, so daß man jetzt auch Getränke außerhalb verstauen kann.

Hier reisst keine Naht so schnell, der Übergang ist aus einem Guss

Die Verarbeitung ist wie gesagt hochwertig, speziell die Schultergurte sind sehr gutmit dem gesamten Rucksack vernäht.

Erste Tragetests heute waren schon sehr angenehm. Er fühlt sich, gerade bei der zur Zeit herrschenden heißen Witterung leichter und angenehmer an. Im Gegensatz zum ersten passt in diesen auch ein 17 Zoll Notebook, wobei auch mein 10 Zoll Netbook sich noch gut aufgehoben fühlt in der grossen Notebook Tasche. Ein grosses Fach für CD oder MP3 Player, ein sehr geräumiges Innenfach und ein Organizerfach mit vielen Verstaumöglichkeiten runden das ganze ab.

Ganz oben die grosse Tasche für Notebook oder Netbook, davor die Haupttasche, in die auch ein Aktenordner passt, und davor die Organizertasche. Rechts und links befinden sich noch zwei große Taschen für z.B. Netzteile oder in meinem Fall einen kleinen Schirm.

Alles in allem ein hochwertiger Rucksack, der für den Sponsoring Preis von knapp 60 Euro wirklich sehr zu empfehlen ist. Er wirkt nicht nur hochwertig, sondern ist auch hochwertig verarbeitet. Durchdachte Stauräume und gut verarbeitete Nähte und Übergange zwischen den einzelnen Teilen des Rucksacks machen ihn sehr robust und durch die verwendeten Materialien bleibt er dennoch recht leicht.

Die digitale Zeit. Das beste aus beiden Welten und ein philosophischer Exkurs

Ich bin Die Zeit Abonnent. Weil mir der Schreibstil gefällt. Weil mir gefällt, daß ich nicht mit allen Artikeln einverstanden bin, aber stets zum Nachdenken angeregt werde. Weil eben nicht der Tagesjournalismus und bunte Bildchen zählen, sondern beständigere Fakten, Blicke hinter die offensichtlichen Fassaden.
Bisher ging das alles aber nur im von der Zeit bekannten papierenen Großformat. Das an sich störte mich nicht, da ich ja für unterwegs als Abonnent auf die PDF Version zurückgreifen konnte. Dann die Überraschung.

Es gibt Die Zeit endlich auch für eBookReader im ePub Format. Das an sich ist ja schon großartig, leider mit dem Wermutstropfen, daß ich auf Digital Editions von Adobe angewiesen war, um die neue Zeit Ausgabe herunterzuladen. Heute jedoch die Überraschung. Ganz ohne Digital Editions, direkt auf meinen ubuntu Notebook und von da auf meinen eBookReader lies sich Die Zeit transferieren. In der Hoffnung, daß hier kein Versehen, sondern Absicht vorliegt bin ich nun sehr zufrieden mit den digitalen Aktivitäten der Zeit. Ich finde, hier hat man die beste Verbindung von Offline und Online, von Print und Digital gefunden. Immer noch liebe ich es, meine Zeit in Papierform zu lesen, so es mir Raum und Zeit ermöglichen. Aber ich habe sie jetzt auch stets auf meinem kleinen, kompakten eBookReader dabei. Und da Die Zeit mehr Wert auf das geschriebene Wort als auf bunte Bildchen legt, ist es auch sehr gut möglich, eine für einen eBookReader umformatierte Die Zeit zu lesen. Ich bin da vielleicht etwas undogmatischer als andere. Aber ich schätze auch neue Techniken, ich nutze das, was mir im Moment am praktischten erscheint. Und nein, der eBookReader ist kein neues Gadget, sondern schon lange im Gebrauch. Aber durch die sehr kompakte Bauweise extrem unauffällig. Ich freue mich schon auf den nächsten Urlaub. Mit viel Lektüre, die aber keinen Platz wegnimmt, da im eBookReader auf MicroSD verstaut.

Und parallel bietet Die Zeit ausgewählte Artikel auch im Podcast über yasssu an. Eine weitere interessante Alternative, denn so kann ich quasi ausgewählten Artikeln z.B. auch während einer Autofahrt lauschen, oder wenn mir einfach gerade nicht nach lesen ist. Multimedia at its best. Und ZeitOnline als eigener Kanal rundet das Angebot dann mit speziellen Nachrichten und ergänzenden Artikeln ab. Ein sehr gutes Rundum Angebot.

The future is now. Man muß nur manchmal auch etwas Freude am neuen haben und nicht gleich alles voll Ablehnung und mit diesem arroganten Lächeln desjenigen betrachten, der eigentlich die Technik toll findet, aber merkt, daß er sie wohl nicht ganz begreift.
Ich sage stehts, und bleibe dabei: Es gibt Menschen, die Fische fangen und solche, die nur das Wasser trüben.
Lästert ihr nur über Dinge, die ihr nicht begreift. Ich geniesse derweil den Fisch.

Und nein, ich habe nicht zu viel Geld. Ich spare mir nur andere Ausgaben. Ich interessiere mich nun mal für Technik. Weniger für Diskos, weniger für häufiges Ausgehen, weniger für teure Männerspielzeuge wie Autos und Biergelage. Man muß Prioritäten setzen. Meine sind halt etwas anders. Aber darin zeigt sich die Toleranz eines Menschen. Wenn er akzeptiert, daß andere anders leben wollen. Und wenn er erkennt, daß das ok ist.

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Faszinierend, wenn man beide Welten nutzen kann und das auch noch offen

Update: Auf eine Anfrage über Twitter kam soeben die Bestätigung, das freie ePub Format bleibt. DANKE! Das macht die Sache für mich doppelt interesssant und spannend. Da ist man wirklich gerne Abonnent.

Was ist nur mit Microsoft los? Verlassen die Kunden den sinkenden Marktführer?

Heute gleich zwei interessante Meldungen in meinem Google Reader Stream.

Die Zeit meldet: Microsoft stoppt KIN. Das war eigentlich Microsofts Antwort auf Googles Nexus One und das IPhone? Ok, es gibt noch andere Geräte mit Windows Mobile aber das ist kein gutes Signal für Microsofts Position auf dem Smartphone Markt. Parallel dazu ist zu lesen, daß IBM seinen Mitarbeitern die Verwendung des Firefox verordnet. Nun gut. Mir ist der Firefox mittlerweile zu langsam geworden und ich nutze lieber Google Chrome. Aber auch hier wendet sich ein langjähriger Partner mit Signalwirkung einem anderen Produkt zu, und das firmenweit. Nun darf man nicht vergessen, dass immer noch Microsoft Windows auf den meisten PCs läuft und auch in zumindest naher Zukunft laufen wird. Aber es scheint, daß immer mehr auch globale Player mittlerweile merken, daß man nicht zwangsweise auf Microsoft setzen muss, daß auch andere Mütter schöne Töchter haben.

Ich bin gespannt, wie der gesamte IT Markt in etwa 10 Jahren aussieht, ob dann Microsoft immer noch der grosse Marktführer sein wird, wage ich schon heute zu bezweifeln. Da bis dahin viele Dienste in die Cloud gewandert sein werden, gehe ich von einem zersplitterten Markt aus, weil es dann nicht  mehr wichtig ist, welches OS auf dem Device läuft, sondern welche Dienste ich mir im Netz abonniert habe.
Und meine ganz spezielle Vision: Das Smartphone wird auch den Desktop beherrschen. In Zukunft haben wir nur noch ein Device, das zu hause in ein Dock gesteckt wird, an dem Tastatur und Bildschirm hängen. Denn mit immer stärkeren Prozessoren sind die Smartphones von heute schon zu Dingen in der Lage, die bis vor kurzem nur ein grosser Desktop PC leisten konnte.

Java Forum Stuttgart 1. Juli 2010, Live Blogging

8:40 Erster Workshop, Pleiten, Pech und Pattern Testing
Erstes Beispiel für fehlgeschlagenes Testing: Ariane 4 Übergang auf Ariane 5. Oh yes, I remember it well.

Die grösste Panne ist die Gestaltung der Folien, viele Teile des Textes sind wegen unvorteilhafter Farbgebung kaum lesbar.

Security Chip auf vielen EC Karten fehlerhaft. Warum war der Chip so schnell abschaltbar?
Pattern stellen guten Code dar, Code, wie er gewünscht ist
AntiPattern für Worst Case Coding. (Spagetti Code, Dead Code)

Auch als Bibliothek einbindbar für nicht aspectj affine Häuser.

Mit Maven ist es direkt einbindbar als org.patterntesting…….Für offline Testing bietet sich die Annotation „Integrationstest“ an. Alle Tests, die laut Property Testing nicht auf IntegrationTest stehen, werden ausgelassen.

Weitere Annotationen sind @SmokeTest, @Broken, @RunTestOn(„MacOSX“)
@SkipTest(„Linux“) @Deprecated, @TestException

Bei Socket oder Http Errors ist immer interessant, welcher Server angesprochen wurde.
Hier bietet sich PatternTesting Exception zur informativen Anreicherung an.

Stichwort für die Suche nach Bad Practices Pattern Testing (eigentlich AntiPatternTesting)
Die Vortragenden wechseln showhaft zu einem Problemfall. Gute Idee, die Zuschauer sind aufgewacht.

Stichwort Junit Test, eine Sache die schon die wenigsten Projekte nutzen.
Besides, die Demo läuft natürlich mit Eclipse.
Pattern Testing benötigt das AspectJ Plugin, da Pattern Testing Teil von AspectJ
Vortrag wird hauptsächlich über Code Demo dargestellt.

Pointcuts mit Wildcards können dezidiert Punkte im Programm ansprechen mit spezifischen Features. Hier können dan Check Anforderungen „eingewoben“ werden.

Über den Runtime Monitor können Systemparameter überwacht werden wie Classpath Doubletten o.ä.
http://patterntesting.org für mehr Infos bzw. http://oli.blogger.de
8:45 Java GUI Testing von A-Z

Vortrag der Firma Froglogic
Gui Testen, Bedienung der grafischen Oberfläche wie ein Anwender und Abprüfung erwarteter Resultate-> Funktionales GUI Testen

Kann mit Coverage Tests und Load/Stress Tests kombiniert werden

Es werden stehts Anforderungen bzw. Use Cases als Basis benötigt.

Mit der am häufigsten genutzten Funktionalität beginnen (Priorisierung auf das wichtige)

Manuelle Tests sind fehleranfällig, langweilig und dauern recht lange. Menschliche Tester sind zudem „teuer“.

Problem auch, es wird nicht immer genau gleich getestet, der Testablauf als solcher kann sich ändern.

Automatische Tests haben eine hohe initiale Hürde, aber sie sind schneller, skalierbarer, lassen sich einfacher in unterschiedlichen Konfigurationen nutzen und günstiger „in the long run“.

Meist existiert ein gemischtes Vorgehen aus manuellen Tests zu Beginn und immer mehr automatischen Tests zum Ende hin. Aber es wird auch immer manuelle Tests geben.

Am Beginn steht die Auswahl des Werkzeugs:
Hat es Support für mein Toolkit
Kann ich auf den Non-GUI Layer zugreifen
Wird scripting unterstützt?
Wird meine Plattform unterstützt?
Ist es erweiterbar?

Wie stehts es um den Support?
Bekomme ich Hilfe, wenn nötig?
Update Strategie?

GUI Tests sind nix für „nebenher“. Die Testfälle müssen nicht nur eingerichtet sondern auch gepflegt werden. Die Rolle für eine spezielle Person.

Beginnen mit den „low hanging fruits“

Automatisierte Ausführung der Testfälle sollte frühzeitig angedacht und implementiert werden. Test müssen z.B. via cron Jobs ohne Eingriff automatisch zu bestimmten Zeitpunkten oder unter bestimmten Bedingungen durchgeführt werden.

Ergebnisse sollten für alle verfügbar sein. Hudson oder Cruise Control sollten auch ausgewählte GUI Tests mit ansprechen.

Test Management Tool für die Verwaltung der Ergebnisse einsetzen.

Auch die Fehlerbereinigung muss koordiniert werden. Abnahme nur ohne unerwartete Fehler.

11:15 Bessere Tests mit JUnit 4.X

David Saff:JUnit is the intersection of all possible useful java test frameworks, not their union.

Kent Back: A programmer-oriented Testing Framework

Ab 4.x neue Features:

assertThat(1 + 1, is(2));

Matcher lassen sich einfacher kombinieren.

Vordefinierte Matcher (is, not, allOf, anyOf, nullValue,…..

weitere Matcher über hamcrest, auch die Möglichkeit, eigene Matcher zu definieren.

Mittels hamcrest lassen sich auch Matcher Bibliotheken erstellen.

Parametrisierte Tests seit 4.x möglich auch mit Methoden, dazu gibt es die sogenannten Theories

Rules als Erweiterungsmechanismus für Tests um z.B. beim Test eigenen Code einzufügen.

Und Rules können auch selbst entwickelt werden.

Categories ermöglichen Trennung von Tests, so daß nicht alle Tests immer ausgeführt werden.

Kategorie ist Klasse oder Interface, annotiert mit Category @Category(Slow.class)

Migration auf neue JUnit Version ist denkbar einfach, alle alten Tests laufen immer noch.

12:15 OSGi Lessons learned: Best and Worst Practices

Best practices: Don’t program OSGi (nicht gegen die APIs programmieren)

Idee dahinter: pojo basiert bauen, die Umgebung „ignorieren“ und sich dadurch nicht davon abhängig machen.

„Your code sucks. Versioning can help!“

Klare Gedanken über Modulgrenzen machen „Good fences make good neighbours“. Was muss zwischen Bundles sichtbar sein, was nicht.

Es gibt keine allgemeingültige Grössendimensionen für Bundles. Aber nicht zu gross werden lassen.

Auf die Abhängigkeiten zwischen den Modulen achten, daraus ergibt sich, wie gut das System weiterentwickelt werden kann. Modular heisst auch, wenige Abhängigkeiten.

OSGi Services verwenden, das ist die Grundlage der ganzen Idee.

Gut überlegen, wo es sich lohnt, einen OSGi Service draus zu machen.

Hmm, also einige der Aussagen sind aber nun wirklich nicht OSGi spezifisch, sondern eigentlich was jeder gute Entwickler sich auf die Fahnen schreiben sollte, egal mit was er arbeitet.

Man soll in OSGi testen.. Ersetze OSGi durch IMMER!

Nach der Mittagspause:

14:30 Java Entwicklung für Embedded Devices

-Famous Last Words-

„Ja, kein Problem, ich schaff das“

Oft sehen Entwickler nicht die Unterschiede zwischen Java Midlet und Standard Edition!

Ggf. müssen Libraries portiert werden.

Der Compiler Level ist NICHT das Hauptproblem. Am besten auf spezielles Environment für Mobile Entwicklung wechseln.

Tests müssen am Device erfolgen. Und damit ist nicht die Emulation gemeint.

Immer dran denken. Es gibt Speicherlimits auf Mobile Devices.

Merke: Lessons Learned und Famous Last Words Vorträge in Zukunft meiden, das meiste ist offensichtlich und wird nur von jenen nicht gelernt, die sich nicht für die Sache an sich interessieren.

Best Practices, oder wie ich zu sagen pflege. Gesunder Menschenverstand!

Lol, da wurde ja hauptsächlich über die Entwicklung für Windows Mobile berichtet. Also garnicht über vernünftige Embedded Devices….

Interessant, wie oft die guten Ideen der neuen Technologien ignoriert werden. Die IPhone GUI ist kein Hype, Windows Mobile ist tot. Veraltet, Computersteinzeit und klassisches Java Mobile ist bald irrelevant.

Ich mache mir langsam Sorgen um die Sichtweisen einiger Java Protagonisten. Die verlieren nach den Sprüchen, die hier so abgesondert werden, so langsam den Anschluss an die Zukunft.

15:30 Android- Java für unterwegs.

Die Jungs sind schon mal sehr amüsant. Wer ihnen folgen möchte: @elektrojunge @derwildemomo

Es wird aber mehr eine Vorstellung, was eigentlich Android ist. Insofern wenig Live Bloggbarer Inhalt, werd es einfach still geniessen und ggf. ein paar Facts einwerfen.

Zur Historie: 2008 wurde die Plattform angekündigt.

Guter Vortrag der Vor- und Nachteile darstellt. Google als offenes System mit allen Vor- und Nachteilen. Remote Wipe wird erwähnt, ebenso wie die anderen Remote Möglichkeiten und die Fähigkeit, auch auf die Hardware zuzugreifen.

Mit Froyo geht auch im Browser ein Zugriff auf die Hardware.

Fazit ist Froyo macht Android auch fürs Unternehmen interessant, aber Business Integration ist nicht so einfach, wie manche sich das vorstellen. Jetzt für die Techniker unter uns die Dalvik VM.

Dalvik ist der Kern des ganzen, durch die Dalvik Engine ist Android performant. ABER, es gibt keine Verwendbarkeit des klassischen Java Bytecodes.

Für mich ist der Vortragsblock damit durch, jetzt noch Social Networking und Business Card Sharing.

Alles in allem wieder eine gelungene Veranstaltung, vor allem auch dank interessanter Gespräche zwischen den spannenden Vorträgen und einigen neuen Kontakten, sei es in RL oder auch via Twitter. Der Tag hat mich wieder inspiriert und Lust auf neue Entwicklertätigkeiten auch im Android Umfeld gemacht. Ein paar gute Ideen wachsen gerade, mal sehen, was daraus wird. Um es mal plakativ zu formulieren: „We ain’t seen nothing yet.“

Ich bin nicht gegen Windows, ich bin für Linux

Auch wenn sich sicherlich einige jetzt wundern werden. Ich habe nichts gegen Windows. Ich bevorzuge einfach Linux, weil es mir die Möglichkeiten und Optionen bietet, die ich für mich als wichtig erachte. Es hat weniger Virenprobleme, läuft ressourcenschonender. Aber wenn es Anwendungsgebiete gibt, bei denen ich Windows benötige, dann nutze ich es auch. Denn letztlich behindert einen jeglicher Dogmatismus in der täglichen Arbeit. Alles in allem sollte man primär dafür sorgen, daß die Hardware, die man einsetzt optimal genutzt wird. Und wenn das heisst, Windows zu nutzen, oder MacOS, dann ist auch das angebracht. Mir persönlich ist Linux angenehmer und lieber, aber auch hier laufen Rechner gelegentlich unter Windows, Dualboot sei dank. Optimal wäre meiner Ansicht nach in jedem Computerladen drei gleichwertige PCs, jeweils mit Windows, MacOS und Linux, damit jeder Anwender sich persönlich und objektiv an den Geräten ausprobieren und dann entscheiden kann. Fanboys sind immer subjektiv und viel zu extrem, egal aus welchem Lager sie kommen.

Die TAZ zieht sich aus dem Bookstore des IPads zurück

taz nicht mehr als iBook
Und warum? Nun, scheinbar konnten neue Ausgaben nicht schnell genug im Store bereitgestellt werden. Das halte ich aber angesichts der heutigen schnelllebigen Zeit für merkwürdig. Da wird ein Gerät gerade mit der Möglichkeit beworben, darauf auch Zeitungen zu lesen und dann braucht es mehrere Tage, bis die neue Ausgabe online erscheint. Wenn ich schon eine Zeitung online lese, erwarte ich eigentlich, dass sie zumindest zeitgleich mit der Printausgabe verfügbar ist, wenn nicht für Abonnenten sogar etwas früher. Insofern ist das ein klares No Go. Wie mir scheint schlägt jetzt auch hier langsam die Realität durch, nachdem der erste Hype verklungen ist. Warten wirs ab, wie sich die Konkurrenz aufstellt. Ich für meinen Teil freue mich jeden Morgen parallel zur Printausgabe auf mein ePub eBook der Zeit, dass ich mir morgens runterladen und gleich mitnehmen kann.
Allerdings auf einem klassischen eBookReader, der mehrere Wochen durchhält, ein entspiegeltes angenehmes Schriftbild hat und auch andere Formate ohne Probleme übernimmt.

Wir drucken die Wälder leer, obwohl es besser ginge

Nicht überraschend titelt die Computerwoche:
Studie zum Druckverhalten
Deutsche sind Europas Papierverschwender
. Das ist richtig, aber daran sind wir selbst schuld. Wer so technophob ist, daß er jede Mail, jeden Foliensatz nochmal auf Papier haben will, wer sich nicht vorstellen kann, Dokumente auf einem eBookReader zu lesen, der braucht sich auch nicht zu wundern. Es wäre ohne Probleme möglich, eBookReader mit WLan in Unternehmen einzusetzen, um Dokumente direkt als PDF dorthin zu transferieren. Viele EMails werden nur ausgedruckt, weil der einzige PC ein Desktop PC ist, und man nicht z.B. einen kleinen Netbook mit ins Meeting nehmen könnte. Wenn ich ins Meeting mit meinem TabletPC gehe, werde ich schief angeschaut und man lästert über mein Spielzeug. Also ist ja wohl klar, woher diese Papierverschwendung kommt. Wir könnten schon längst weitestgehend papierlos arbeiten. Nur der Wille fehlt, und der Mut, auch mal Technik einzusetzen, die es schon lange gibt. Selbst der neue Trend zu Tablets wird hier sicher nichts verbessern. So lange man noch ernster genommen wird, wenn man mit Papier und Bleistift im Meeting oder am Arbeitsplatz umgeht, so lange wird sich hier nichts ändern. Im Gegenteil, es wird noch schlimmer werden, da das Informationsaufkommen ja immer höher wird.