Der Verbund kann auch Barcamp! Von Füchsen, Volksbanken und einem twitternden CEO

Sowohl electrouncle als auch der Bausparfuchs berichten aktuell vom ersten Barcamp im Verbund bei der Volksbank Bühl.

Leider war ich nicht „eingeladen“, sofern man das bei nem Barcamp überhaupt sagen kann, aber nach allem, was ich über die Volksbank Bühl via Twitter und Facebook mitbekommen und durch die beiden Berichte gelesen habe, stelle ich fest, beim Verbund, und bei dessen Bausparkasse arbeite ich ja, wächst das Interesse und das Engagement für Social Media stetig. Die Zeichen der Zeit wurden erkannt. ABER: Auch die Hürden sind natürlich gross aber nicht unüberwindlich. Letztlich geht es viel mehr um einen Kulturwandel als um eine Technologie.

Es verlangt eher ein anderes Denken im Umgang mit Information, mit dem Kunden und mit dem Netz als neue Technologien. Und entscheidend ist die Begeisterung und der „versteckte“ Skill der Mitarbeiter, die sich bereits in ihrer Freizeit mit Social Media befassen. Insofern freuts mich sehr, dass ich meine Kenntnisse bei uns im Unternehmen einbringen darf und soll.

Social Media is here to stay und auch mein Arbeitgeber ist da aktiv! Gell Fuchs?

TeamViewer: Fernwartung leicht gemacht

GASTBEITRAG von Constantin Falcoianu (Teamviewer.com):

Wer kennt das Problem nicht: Mama, Tante oder sonst irgendein technisch nicht so affiner Mensch aus dem näheren Umfeld hat ein Problem mit seinem Rechner.

Die Teamviewer Homepage
Die Homepage von Teamviewer

Schnell mal angerufen, man kennt doch immer jemanden,

der halbwegs Ahnung von Computern hat. Dann aber geht die

Problemidentifizierung los: „Ich habe da unten links ein Symbol, da hab ich immer drauf geklickt für die Photos von der Corinna. Jetzt ist es weg!“ Hmmm.

Mit TeamViewer (http://www.teamviewer.com) alles kein Problem. Die Software ist schnell heruntergeladen und sofort einsatzbereit. Konfiguration an Routern, Ports oder Firewall, sowie statische IP-Adressen sind nicht notwendig. Oma mit dem Problem lädt sich ein einfaches, kleines Modul von http://www.teamviewer.com/download/TeamViewerQS.exe herunter und gibt ihre ID und das Passwort an.

Derjenige, der die Fernwartung startet, lädt sich direkt die Vollversion herunter http://www.teamviewer.com/download/TeamViewer_Setup.exe. Die Verbindung steht innerhalb von wenigen Sekunden.


Das Hauptfenster von Teamviewer zur Verbindung mit einem entfernten Rechner

Zusätzlich zur reinen Fernsteuerung des entfernten Rechners können auch praktische Funktionen wie Sprach- und Videoübertragung, Dateitransfer, Richtungswechsel, Neustart des entfernten Rechners und einige mehr genutzt werden. Der Einsatz von TeamViewer ist für private Zwecke völlig kostenlos.

Praktisch sind vor allem zwei Aspekte. Teamviewer läuft auf allen gängigen Betriebssystemen und auf dem PC des Anwender muss keine spezielle Software installiert werden.

Von der alltäglichen Selbstüberschätzung: Fehler machen IMMER die anderen.

Ich gebe zu, auch ich bin nicht perfekt. Auch ich habe schon Schuld zugewiesen, wo ich selbst Mist gebaut habe. Aber dann stand ich zumindest zu meiner Fehlinterpretation. Was ich aber, und das ist so eines von den „je älter ich werde“ Dingern immer wieder feststelle. Sehr viele scheinen tendenziell immer alles richtig zu machen und alle um sie rum sind furchtbar, machen alles falsch, sind an allem schuld.
Nun bin ich dahingehend altersmilde geworden, dass ich solche Menschen eher meide, weil sie zu viel Energie aufsaugen und letztlich niemanden, nicht mal sich selbst voranbringen.

Und gerade in der Softwareentwicklung ist Schuldzuweisung gegen andere fatal, da heute alle grössere Entwicklung ja in Teams und Projekten abläuft.

Aber ich frage mich manchmal schon, wie man diesen Leuten ihren Irrtum vor Augen führen kann? Denn bislang hat jeglicher Hinweis meinerseits stehts zu Schuldzuweisungen gegen mich oder „die anderen“ geführt, aber Einsicht konnte ich noch nie produzieren. Möglicherweise auch, weil diese Menschen meist auch die grösste Klappe haben.

Das wäre ja eigentlich keinen Blogeintrag wert, wenn nicht gerade solche Charaktere oftmals die Projektarbeit extrem erschweren. Und sie sind leider in guter Gesellschaft, denn direkt neben ihnen stehen oft die „Das haben wir schon immer so gemacht“ Menschen. Manchmal verkörpert eine Person sogar beides.

Gut nur, dass ich die meisten dieser Charaktere nach Feierabend nicht mehr sehe. Und wer mir in meiner Freizeit mit solche einer Einstellung über die Quere läuft, der muss damit leben, dass ich im Geiste Lily Allens Lied „Fuck you“ summe und ihn unter die Kategorie einordne: Menschen, die ich nicht nochmal gesehen haben muss.

Es wird weniger gebloggt! Ist die Masse überhaupt schon bereit für Social Media?

Facebook-Euphorie auf dem Rückzug titelt silicon.de.

Sagen wir es mal so, manche Nachrichten werden einfach durch Wiederholung nicht besser. Und auch Early Adopters haben irgendwann die Nase voll davon, dauernd vermittelt zu bekommen, daß ihre „Visionen“ ja eh nur Spinnereien seien.
Der viel grössere Faktor, der in Deutschland noch massiv zuschlagen wird, ist die Trägheit der Masse. Wir sind und bleiben ein technophobes Volk, das Techniken erst dann adaptiert, wenn es sie quasi „zwangsweise“ in seinen Alltag integriert bekommen hat.
Ich erinnere mich an die vielen Kollegen, die sich für besonders cool halten, weil sie kein Mobiltelefon nutzen, kein Navi im Auto haben und dieses Internet auch nur selten anmachen. Wie ignorant und teilweise gar dumm sie damit rüberkommen, erkennen sie nicht. Denn Technik kann man nutzen oder nicht. Gibt man aber mit der eigenen Ignoranz an und wertet diejenigen als „dumm“ ab, die die Technik verstehen und nutzen, dann macht man sich selbst lächerlich.
Navigationsgeräte machen den Verkehr sicherer (wie oft habe ich Autofahrer in fremden Städten rumzuckeln sehen, verzweifelt die Straßennamen suchend und eine grosse Karte auf dem Beifahrersitz. Hinter ihm dann meist eine Schlange genervter Verkehrsteilnehmer), ein Mobiltelefon, sinnvoll eingesetzt macht mich erreichbarer für die Menschen, die mir wichtig sind. Letztlich ist die Ablehnung so mancher Technik eher vergleichbar mit der Aussage: Das lass ich mal lieber, ich verstehe das nicht. So beweisst so manch einer mit seiner unreflektierten Technophobie nur die eigene Dummheit. Denn jemand, der die Technik erprobt hat, und danach für sich selbst feststellt, er braucht sie nicht, dessen Meinung akzeptiere ich. Generelle Ablehnung ohne Reflektion ist schlicht dumm.

Es mag durchaus sein, dass auch ich bald weniger blogge. Aber nicht, weil ich keine Inhalte finde oder eigene Gedanken habe. Nur würde ich gerne auch für diejenigen schreiben, die nicht zu den Early Adopters gehören. Aber bis die im Netz lesen, wirds wohl noch ein paar Jahre dauern.

Meine Zeit ist mir zu wichtig: Von Zeitdieben und dem Wert der Zeit

Peter Glaser schreibt in einem interessanten Artikel bei Carta über den neuen Tatbestand des Lebenszeitdiebstahls. Grob umrissen liegt die „Straftat“ darin, daß uns durch die Informationsflut und die daraus resultierenden Aufwände für die Filterung von Relevanz wertvolle Lebenszeit gestohlen wird. Nun gab es schon vor Jahren eine Bewegung, die das „Simple Living“ propagierte, und in Büchern wie „Your money or your life“ sehr gut darlegte, daß wir bei jedem Konsum hinterfragen müssen, wie viel der eigenen Lebenszeit dafür geopfert werden muss, weil ich für den Erwerb arbeiten muss, das Objekt gepflegt und ggf. auch aufwändig entsorgt werden muss.

Letztlich geht es um versteckte Kosten über die sich der Mensch für gewöhnlich keine Gedanken macht. Aber es ist durchaus richtig und wichtig, sich Gedanken zu machen, wie viel meiner Zeit ich dafür investiere, Informationen zu bekommen und zu filtern.

Ok, man kann sich das meiste im Fernsehen schenken und spart so eine Menge an Lebenszeit für sinnvolles. Aber auch sinnvoll eingesetzte Werkzeuge können einem hier helfen. Im Netz wahllos gesurft habe ich schon seit längerem nicht mehr. Mein Startpunkt ist Google Reader und ein paar Tools, die sich um ihn ranken. Wir sollten uns stets vor Augen halten, wofür wir unsere Zeit investieren und wofür wir sie investieren wollen. Und das gilt sowohl für den Beruf, als auch fürs Privatleben. Wer permanent Überstunden arbeitet, und den Beruf vor die eigenen Interessen stellt, darf sich nicht beschweren, wenn er nur einen sehr begrenzten Freundeskreis und vermutlich keine Partnerin/keinen Partner hat. Und eine Familie besitzt man nicht, in einer Familie lebt man. Mich würde interessieren, wie viele Familien deshalb zerfallen, weil letztlich einfach einer der Elternteile nicht wirklich präsent war.
Es gehört auch zum Leben, bei der Einschulung der Kinder dabei zu sein, Zeit für einen Familienausflug zu haben oder einfach nur mit Sohn oder Tochter etwas zu basteln.

Viele sind zu sehr mit ihrer Karriere beschäftigt, während das Leben andere Dinge vor hat.

Workshop zum Fuchsblog. Warum es nicht einfach ist, einen Firmenblog zu betreiben

Heute war der Bausparfuchs im „Fuchsbau“ und hat mit uns drüber nachgedacht, wie man den Fuchsblog weiterführen kann, nachdem die Reise des Bausparfuchses zu Ende ist. Gar nicht so einfach die Fragestellung. Schliesslich wollen wir das ja nicht als reine Werbeplattform haben sondern auch einen Mehrwert für die Leser bieten.
Und da ist es halt wichtig, was der Leser eines Businessblogs überhaupt erwartet. Einige interessante Vorschläge sind schon zusammengekommen, aber was ich festgestellt habe. Es ist schwer, gleichzeitig glaubwürdig zu sein, das Image einer Marke zu vermitteln und auch noch interessante Themen zu liefern.
Da gibts dann so elastische Begriffe wie Relevanz und Authentizität.

Aber einige interessante Ideen sind bereits im Entstehen und dank der Unterstützung von Namics, vertreten durch Tina Schwarze denk ich, wir werden da bald einiges umsetzen. Mit Tina bin ich auch über Twitter in regem Austausch, alldieweil wir auch in unserer „Rolle“ als Nerds ähnlich Interessen und eine grosse Affinität zu Social Media Themen haben, gleichzeitig schätze ich an ihr, daß sie im Gegensatz zu so manchem selbsternannten „Social Media Experten“ das Thema nicht rosarot darstellt, sondern eine sehr realistische Sicht auf die Möglichkeiten des Social Web hat.
Freut mich auf jeden Fall speziell in meiner Rolle als Blogger, daß auch mein Arbeitgeber sich weiterhin mit Social Media befasst und auch in weiterer Zukunft noch da mitmischen will.

Was mich besonders gefreut hat: Ich habe endlich Marco kennengelernt. Er ist Blogger, Twitterer und hat als erster über den Bausparfuchsblog berichtet. Da lag es nahe, ihn auch in diesen Kreis einzuladen, um auch die Meinung eines unabhängigen Bloggers zu so einem Businessblog kennenzulernen. Letztlich bringt es ja nix, wenn man so vor sich hin bloggt und die Meinung der (Blogger)community gänzlich ignoriert.
Sag noch mal einer, die Bausparkasse Schwäbisch Hall wäre nicht innovativ! Wobei da mit Beate Schmitz auch ein sehr kreativer Kopf dahinter steckt, die das ganze federführend vorantreibt. Schliesslich ist sie nicht nur beruflich sozial medial sondern betreibt auch nen eigenen Blog.
Und nicht zu vergessen den Schorsch, Geek par excellence was Webtechnologien angeht und der IT-Kopf dahinter! So gesehen, wir sind schon ein verdammt cooler Haufen!