Samsung gewinnt gegen Apple in Australien

Ähnlichkeit bedeutet zumindest in Australien kein Kaufverbot mehr.

Wie „Android Central“ vermeldet hat Samsung in Australien gegen Apple endgültig gewonnen. Nach Aussage des Gerichts ist Apples Klage unbegründet und Samsung darf somit ab jetzt ganz offiziell das Galaxy Tab 10.1 in Australien verkaufen. Das ist nun bereits die zweite Niederlage, nachdem auch in Amerika eine Klage von Apple gegen Samsung abgelehnt wurde.

Nach den eher peinlichen Aussagen der Apple Anwälte in Australien war dieses Urteil zu erwarten. Samsung verführe die Apple Kunden, sich Android zuzuwenden als Grund für eine Klage lässt sich durchaus als „lächerlich“ bezeichnen.

Meine 10 Megatrends der nächsten zehn Jahre

Roboter werden alltäglicher

Da wir dem Jahresende entgegen gehen und es dann immer wieder Zeit wird, dass sich die Fachmagazine mit ihren Prognosen über die Trends der nächsten Jahre auszustechen versuchen hier mal meine Prognose, die eher versucht, das weiterzudenken, was heute bereits technisch möglich ist.

 

1. Senior IT:

Wir erleben alle den demographischen Wandel, hier sehe ich den Wachstumsmarkt der nächsten Jahre. Technologien, die älteren Menschen helfen, ihr  Leben nicht nur zu meistern, sondern mit Komfort zu leben, werden boomen. Seien dies bionische Erweiterungen wie die Exoskelette, um auch Menschen mit Gehbehinderungen ihre Mobilität zu erhalten oder Unterstützungs- und/ oder Überwachungssysteme für Vitalfunktionen, die es auch bei schwereren Erkrankungen ermöglichen, weiterhin in den eigenen vier Wänden zu wohnen

2. Intelligente Häuser:

Immer mehr It wird sich nahtlos in das Haus der Zukunft integrieren. Von Sensoren, die abhängig von Außentemperatur aber auch von der An- oder Abwesenheit der Bewohner die Temperatur, Beleuchtung etc. regeln bis hin zu Ferndiagnosesystemen, die den „Status“ des Hauses aufs Mobiltelefon bringen um zum Beispiel von der Ferne die Heizung zu regeln oder Funktionen wie die Jalousien fernzusteuern. Das Haus wird durch neue Integration in ein gemeinsames Hausnetz intelligenter, in dem die Steuerung der Verbraucher im Haus dynamisch nach den Bedürfnissen der Bewohner und den Jahres- und Tageszeiten geregelt werden kann.

3. Das Ende des klassischen „Mobiltelefons“:

Auch wenn immer noch viele Stimmen sagen: „So ein Smartphone ist doch ein Spielzeug, das brauch ich nicht“. Wie so oft wächst eine Generation heran, die sich diese Frage gar nicht mehr stellt, für die ein „normales“ Mobiltelefon schlicht zu funktionsarm ist und die die Möglichkeiten der Smartphones, sei es Navigation, Kommunikation, Social Media Interaktion oder auch Location Bases Services aktiv nutzt.

Auch der Festnetzanschluss wird stark an Nutzern verlieren, denn wer mobil ins Netz geht, braucht oft keinen Festnetzzugang mehr, zumal wir in den nächsten Jahren einen verstärkten Ausbau der breitbandigen Mobilzugänge erleben werden, einerseits getrieben vom Kundenwunsch andererseits von der Industrie, die nach und nach die Chancen der Location Based Services für gezieltes Marketing erkennt.

4. Die Verschmelzung von Buch und EBook:

Rogner&Bernard und Haffmanns und Tolkemitt haben es gerade angekündigt und ich bin sicher, andere werden folgen. Nach und nach wird das EBook an die Stelle des Paperbacks treten und wer ein Hardcover kauft, erhält die EBook Ausgabe quasi als Dreingabe dazu.

Die EBooks werden sich in weiten Teilen der Bevölkerung etablieren, wünschenswert vor allem im Bildungssektor, wo sie dazu führen könnten, dass die Schulranzen der Kinder deutlich leichter werden und die Kosten für die Materialausstattung deutlich sinken.

5. Neu Formen der Arbeit, weg vom 9-17 Uhr Job am festen Schreibtisch im Büro:

Eine These, die ich schon seit einiger Zeit propagiere. Nicht für alle Arbeitnehmer, aber in einer sich immer mehr verstärkenden Wissensgesellschaft für immer mehr Arbeitnehmer wird der Ort, an dem sie arbeiten irrelevant. Es werden sich Mischformen herausbilden aus Heimarbeit und Bürojob. Konzepte aus den Coworking Spaces werden auch in den klassischen Büros Einzug halten. Denn es werden neue Aspekte wie Energieeinsparung zum tragen kommen, wenn sich mehrere Mitarbeiter einen Büroschreibtisch teilen können und einen Teil der Arbeit nicht zur Arbeit fahren müssen, weil sie von zu hause online Zugang haben.

Auch werden sich neue Jobprofile entwickeln, so etwa das des angestellten Beraters, der seine Skills nicht nur dem eigenen Unternehmen, sondern in dessen Auftrag auch anderen anbietet. Microjobs werden versteckten Talenten die Chance auf einen Nebenerwerb geben, wir werden mobiler arbeiten ohne gleichzeitig mehr pendeln zu müssen und damit mehr Ressourcen zu verbrauchen.

6. Collaborative Consumption:

Produkte zu teilen beginnt gerade als Konzept Fuß zu fassen. Car Sharing sie hier nur genannt oder Mifahrdienste wie www.flinc.org. Doch collaborative consumption als Teilen statt zu kaufen ist noch in vielen weiteren Bereichen denkbar. Von Gartengeräten bis hin zu Küchenutensilien gibt es in jedem Haushalt viele Gerätschaften, die einmal gekauft nur noch verstauben. Es wird verstärkt durch die technischen Möglichkeiten des Internet zu einem Aufblühen von Nachbarschaftsplattformen kommen, in denen jeder seine Leihprodukte anbieten und andere Produkte leihen kann.

Generell wird es einen Trend zur virtuellen Community von Gleichgesinnten geben, die sich gegenseitig bei bestimmten Fragestellungen helfen. Wobei im Gegensatz zu Chatforen hier der direkte Austausch von Diensten oder Hilfen im Vordergrund steht.

 

7. Social Business und Work Life Integration:

Auch wenn Gewerkschaften und Betriebsräte das sicher als Bedrohung sehen werden. Die Grenze zwischen Arbeit und Privat wird zunehmen verschwinden. Es entstehen hier völlig neue Herausforderung für den Einzelnen und die Unternehmen, hier eine Integration zu erreichen, die sowohl die Interessen der Firma in Richtung Umsatz und Effizienz als auch die Interessen der Mitarbeiter mit Blick auf ausreichend Privatleben und Wahrung der Gesundheit bzw. Schutz vor Stress und Burn Out zu erlangen. Aber auch durch die neuen Formen der Arbeit mit zunehmender Mobilität und Unabhängigkeit von Ort UND Zeit wird sich hier einiges wandeln und eine stärkere Vernetzung beidder Lebensbereiche stattfinden. Hier eine gesunde Balance zu finden, wird eine der grossen Herausforderungen für Mitarbeiter wie für die Personalabteilungen der Unternehmen.

8. Roboter werden alltäglich:

Damit sind nicht zwangsläufig humanoide Roboter gemeint, aber intelligente Haushaltshelfer, wie sie schon heute in der Form von Roboterrasenmähern und Roboterstaubsaugern in Privathaushalten Einzug halten, werden in Zukunft auch in anderen Bereichen Dienstleistungen übernehmen. Wenn man nach Japan blickt, sind die Perspektiven gerade auch in der Pflege vielfältig.

 

9. Bionik als neue Schlüsseltechnologie:

Die Medizin wird sich im Bereich der Bionik stark weiterentwickeln. Exoskelette, Implantate, die es bislang bereits ermöglichen, das Blinde wieder Formen und Schattierungen erkennen werden sich weiterentwickeln. Es wird möglich sein, bislang unheilbare Behinderungen zwar nicht zu heilen, aber das Leben mit der Behinderung deutlich zu vereinfachen.

 

10. Makerbots für jedermann:

Bislang eher eine exotische Erscheinung werden sich in zukünftigen Haushalten gerade für die Produktion einfacher Gebrauchsgegenstände 3D Printer, sogenannte Makerbots etablieren. Da nach meiner Prognose die Preise drastisch sinken werden, kann sich in Zukunft jeder neben seinem Drucker oder gar als Multifunktionsgerät und Ersatz eines einfachen Druckers einen Makerbot leisten. Damit ist es jedem Privatmann in begrenztem Maß möglich, einfach Produkte für den täglichen Bedarf wie Tassen, Gläser oder ähnliches selbst produzieren. Durch die Weiterentwicklung der Technologie werden die möglichen Objekte komplexer werden. Hier gilt es zu beobachten, welche neuen Möglichkeiten in den 3d Druck noch integriert werden.

 

Aus der Reihe „Ich habs geahnt“: Erste Verlage verkaufen Hardcover mit EBook zusammen

Zukünftig inklusive EBook Version 😉

Hab ich doch den richtigen Riecher gehabt:
Nach einer Info der FAZ verkaufen zukünftig Haffmans und Tolkemitt sowie Rogner&Bernhard ihre Bücher im Bundle aus Hardcover UND Ebooks, genau das, was ich mir schon vor einiger Zeit gewünscht hatte!
Zitat: „EBooks sind an sich eine geniale Idee. Aber auch hier haben sich die Anbieter wieder zu sehr in verschiedenen Formaten und in einer viel zu schnellen Modellwechselquote verheddert, anstelle sich auf das EBook an sich zu konzentrieren. Es wäre so einfach. Jedes papierene Buch, z.B. jedes Hardcover hat als Beigabe einen speziellen Code, mit dem man sich die DRM freie EBook Version herunterladen kann.“ Na also, die ersten Verlage greifen die Idee auf.

Für mich die erfreuliche Nachricht des Tages, zumal ich beide Verlage sehr schätze.

Das Hausnetzwerk und PCs kindersicher machen, eine Anleitung

Die Filter sind hochgefahren

Da mein letzter Artikel auf unerwartet grosses Echo stieß und auch angemerkt wurde, es wäre doch sinnvoll, einen Howto Artikel zu schreiben hier nun eine Beschreibung, wie ich unser Familiennetzwerk kindgerecht gestaltet habe.

Zunächst aber ein paar klärende Worte.
Zum einen. DAS sichere Internet für Kinder gibt es nicht. Wer will, kann immer auch Dinge sehen, die für ihr/sein Alter nicht geeignet sind. Aber als Elternteil sehe ich mich in der Pflicht, zumindest den Rahmen abzustecken und dafür zu sorgen, dass nicht versehentlich irgendwelcher Müll erscheint.
Alles weitere ist keine Frage der Absicherung sondern der Erziehung. Und der Handhabung des Mediums. Wer meint, seinem Kind schon mit 10 oder 8 Jahren einen eigenen Fernseher ins Kinderzimmer zu stellen, der hat schon hier ein Problem mit der Medienkompetenz. Für mich gilt, ein PC macht für das Kind im eigenen Zimmer frühestens Sinn, wenn es in eine weiterführende Schule kommt. Und dann sollte es nicht unbedingt der SpielePC sein. Unsere Lösung: Netbooks mit Linux und einer externen Tastatur sowie externem Monitor. Das reicht für die Internet Recherche und das schreiben von Texten und Mails. Mehr ist da auch nicht nötig. Und wenn ein Spielecomputer im Haus ist, dann unter der elterlichen Kontrolle, will sagen, ich als Elternteil kann SEHEN, was meine Kinder am Computer spielen und wann.

Nun aber zu unserer Netzwerklösung. Wir nutzen einen Zugang von 1und1 und haben deshalb auch eine Fritzbox 7270. Um nun Inhalte, die nicht für Kinder geeignet sind, fahre ich eine Doppelstrategie. Die Fritzbox bietet an sich schon einen Jugenschutzfilter, den ich aktiviere und der es mir ermöglicht, zum einen die Onlinezeiten einzelner Rechner im Netzwerk festzulegen, zum anderen auch via Blacklist oder Whitelist Inhalte zu filtern. Zusätzlich kann man dann auch noch die in Windows integrierte Kindersicherung nutzen. Was der eigene WLan Router anbietet, ist meist in der Anleitung beschrieben und mit wenigen Klicks eingerichtet.
Der nächste Schritt für mich lautete, etwas Geld investieren und einen Premium Account bei OpenDNS besorgt. Damit erhält man zwei neue DNS Adressen (also Adressen von Servern, die die Namen von Webseiten in die passenden IP Adressen umwandeln, also www.zumbeispiel.de in 192.124.22.1 oder ähnlich). Bei OpenDNS heißen die beiden Server Adressen

208.67.222.222
208.67.220.220

Der Zugriff auf das Internet lässt sich auch zeitlich kontrollieren.

Diese trägt man, so das im eigenen WLan Router möglich ist, anstelle der dort eingestellten DNS Server ein.
Wie man das bei einer Fritzbox in der Fritzbox selbst am besten macht, beschreibt folgende Anleitung sehr gut. Das hat zugleich den Vorteil, dass auch etwaige mobile Endgeräte, die über den Router ins Internet gehen, damit den OpenDNS Proxy verwenden.

Wem das zu kompliziert ist, eine Umstellung ist auch am entsprechenden Rechner selbst möglich. Eine Beschreibung für alle gängigen Betriebssysteme bietet unter anderem der CCC.
Auf www.opendns.com kann man dann je nachdem, ob man etwas ausgeben will oder nicht entweder die Parental Controls aktivieren, die dann entsprechende Inhalte ausfiltern, oder sich einen Account kaufen, der dann noch andere Features bietet wie abgestufte Filterung, Auswertungen und weitere Features.

Generell rate ich, keinen ADMIN Account fürs Kind, guten Virenscanner, hier lohnt sich definitiv der Kauf und klare Zeiten festlegen. Und ein Spielcomputer hat im Kinderzimmer nichts verloren.

Das ist eigentlich alles, was es braucht, um das hauseigene Netz FÜR DEN ANFANG sicher zu machen. Wichtiger noch, wie ich oben erwähnt habe ist aber Erziehung, zum einen im Umgang mit dem Medium Internet, zum anderen auch Aufklärung darüber, was man im Netz findet, warum man als Eltern das nicht gut findet und warum das das Kind nicht sehen darf/soll. Denn spätestens mit dem Verlassen der eigenen vier Wände greift maximal noch das, was man als Elternteil seinem Kind über den richtigen Umgang mit dem Internet vermittelt hat.

Update: Die neuesten Firmware Updates unserer Fritzbox bieten jetzt auch direkt im normalen Fritzbox Menü die Möglichkeit, alternative DNS Server einzurichten, damit entfällt für die neue Firmware Version natürlich der komplizierte Weg über Telnet.

 

Die Jugendgefährdung aus dem Freundeskreis

„Gut, dass unsere Kinder so einen Papa haben.“ Was als Kompliment meiner Frau an mich wirken könnte ist für mich eher erschütternd. Denn der Hintergrund des ganzen: Unser Ältester besitzt einen Notebook. Mit Linux, damit sind schon mal einige Probleme außen vor. Und ich habe auf unserem Hausrouter entsprechende Filter eingerichtet, die einschlägige Themengebiete blockieren.

Nun bin ich nicht so dumm, zu glauben, damit sei es schon getan. Ich kontrolliere auch regelmässig, was die Filter wann so an Themen abgefangen haben. Und immer wieder stelle ich mit Entsetzen fest, was im Freundeskreis meines Sohns wohl so alles üblich sein muss. Auffallend genau zu den Zeitpunkten, an dem mein Sohn mit einem Freund auf seinem Zimmer ist und sie online gegangen sind, sind dem Filtersystem doch ein paar Webseiten ins Filternetz gegangen. Man kann die Zeitfenster deckungsgleich bekommen. Interessant wirds dann, wenn man sich ansieht, was kurz zuvor gesucht wurde. Meist wurden Suchanfragen durchgeführt, die in sich völlig harmlos sind aber dann über etwas missglückte Suchergebnisse bei Google auf inakzeptable Angebote führen. Und bevor jetzt gleich wieder der Ruf nach Sperrung laut wird. Es handelt sich um nichts illegales, aber eben um Angebote, die schon auf den Startseiten Material darstellen, dass ich keinem Kind zumuten würde.

Das heißt jetzt nicht, dass alle Freunde meines Sohnes verdorben und mein Sohn ein Engel ist, aber gerade das Zusammensein mit Freunden fördert natürlich auch den „Forscherdrang“ die von den Eltern aufgestellten Grenzen auszuloten und zu zeigen, wie cool man darüber hinweg kann.

Der Filter greift. Jeder, der seine Kinder ins Netz lässt, sollte solche Filter einstellen. JEDER!

Und es heißt auch nicht, dass ich glaube, mein Sohn interessiere sich nicht auch für Müll im Netz. Wer mir gegenüber behaupet: Mein Kind macht so etwas nicht, dem kann ich nur abgrundtiefe Blauäugigkeit bescheinigen.Aber meine Kinder haben zumindest, so weit ich die technische Kontrolle über die Endgeräte habe,
bei uns zu hause keine Möglichkeit, darauf zuzugreifen. Und mit allen spreche ich über diese Themen und versuche ihnen zu erklären, warum ich diese Angebote für nicht akzeptabel halte und ihnen entsprechende ethische und moralische Werte zu vermitteln.
Extrapoliere ich aber die Suchbegriffe, die im Filter unseres Systems auftauchen, sobald ein Freund mit ihm auf dem Zimmer ist, dann muss ich sagen, da kann es in manchen Familien wohl kaum irgendeine Form von Jugendschutz fürs Internet geben, da scheinen manche Kinder offensichtlich freien Zugriff auf pornographische, ja manchmal schon illegale Inhalte zu haben.
Ich bin mir nicht sicher, ob die Eltern dieser Kinder wissen, in welche psychologische wie rechtliche Gefahr sie sich und ihre Kinder bringen. Und dass der Filter wirkt, erkenne ich schon daran, dass die Menge an Anfragen, die gefiltert werden müssen, deutlich zurückgegangen ist. Es wird wohl gelegentlich noch versucht, aber sobald die Sperrmeldung kommt, merkt man schnell, dass die Jungs sich anderen Themen zuwenden.

Auf jeden Fall muss es jedem Elter klar sein. Nur, weil man sein Kind bei sich zu hause beschützt, heißt das noch lange nicht, dass es nicht Zugriff auf Müll zum Teil der perversesten Sorte erlangen könnte.

Bei uns im Hausnetz ist Gott sei Dank die Attraktivität des Internets recht gering. Zumal auch Chatforen und Social Media Plattformen NOCH gesperrt sind. Denn jetzt ist unser Ältester in einem Alter, in dem ich mit ihm über diverse Themen sprechen werde, und dann das Netz FÜR IHN und NUR FÜR IHN etwas freier gestalten werde und nur noch illegale Inhalte im Filter aktiv entfernen lasse.

Und ich hoffe, dass er den Mut hat, auch bei Freunden nein zu sagen, wenn dort der entsprechende Schmutz ungefiltert auf den Rechnern erscheint.

Ach und für alle, die sich jetzt mit der Medienabstinenz in ihrem Haushalt brüsten.

Viel wichtiger, als ein striktes Verbot ist das Gespräch mit den Kindern, die Medienerziehung. Und wenn man selbst nicht das Wissen dazu hat. Es gibt hinreichend viele Tutorials, Vorträge und Kurse zu dem Thema. Und damit meine ich nicht diese dummen Vorträge der Polizei oder irgendwelche Psychologen a la Spitzer, die das Netz grundsätzlich zum Hort des Bösen machen. Das ist genau so dumm wie ein komplett unüberwachter Zugang. Aber man darf nie vergessen. Nur weil man selbst zu hause einen Hort der Sicherheit eingerichtet zu haben glaubt, heißt das noch lange nicht, dass nicht irgendwo, irgendwer einen offenen Zugang besitzt. Aber wer mit seinen Kindern im Kontakt bleibt, wer darüber spricht, der hilft ihnen, selbst eine kluge Entscheidung zu treffen.

Im Moment kooperiere ich mit mehreren passenden Organisationen, um eine sinnvolle Einführung in den Umgang mit dem Internet für Familien mit Kindern anzubieten. Denn sperren alleine ist nur ein Teil der Lösung. Und komplette Abstinenz löst das Problem nicht, sondern verlagert es nur in den Freundeskreis, frei nach dem Motto, aus dem Auge, aus dem Sinn.

Wir dürfen solche Themen nicht ausblenden noch an Institutionen delegieren. Gerade heute ist es enorm wichtig geworden, auch moralische Werte zu vermitteln (und das sollten wir tun, denn wenn ich sehe, was über die Kirchen zutage gekommen ist, erwarte ich von dort keinerlei angemessene Hilfe) UND einen vernünftigen Umgang mit dem Medium Internet. Der kann zu Beginn im Filtern des Internets starten (vor 10 Jahren bin ich der Meinung benötigt KEIN Kind direkten Online Zugang. Maximal Surfen mit Papa oder Mama in sehr kleinen Dosen) und je älter das Kind wird, umso mehr sollte man Verantwortung, Ethik und einen kritischen Umgang mit dem Medium vermitteln.

Update: Weil der Wunsch nach weiterführenden Links geäußert wurde:

Gute Suchmaschine und Infos : fragfinn

Guter DNS Server Dienst, der auch Filterung nach jugendgefährdenden Inhalten anbietet: OpenDNS

Gute Anleitung, um OpenDNS in einem AVM Router einzurichten: Fritzbox 7270 mit AVM

Gutes Angebot zum Thema: Internet-ABC

 

@Frauenfuss reloaded, nach der Schneekugel jetzt der Weihnachtsbaum

Und wieder gibt es ne süsse kleine Weihnachtsspielerei von Michaela Aichberger, besser bekannt als @frauenfuss . Der Weihnachstbaum zum selber dekorieren. Wieder eine schöne App, die durch die zeichnerische Begabung Michaelas glänzt und Android Smartphones in vorweihnachtliche Stimmung bringt.

Zu finden im Android Market und kostenlos.

 

Nach der Schneekugel jetzt der Weihnachtsbaum

 

Die Sueddeutsche definiert 10 Trends für die Arbeitswelt von morgen. Ein Kommentar

Unter dem Titel
Zehn Trends in der Berufswelt
Chef ist, wer das Projekt betreut

stellt die Sueddeutsche zehn Thesen zur Arbeitswelt der Zukunft auf.
Da sie damit genau mein Spezialthema des Tages anreisst, möchte ich hier die von der Sueddeutschen aufgestellten Trends kurz beleuchten und bewerten:

Die Mobilität

Definitiv ein wichtiger Punkt, wobei es hier zwei Aspekte gibt. Zum einen wird Mobilität gebetsmühlenartig von immer mehr Unternehmen gefordert, zum anderen ist sie aber auch gerade in den Wissensberufen dank Telearbeit, hochwertigen Videokonferenzen und Desktop Sharing immer häufiger überflüssig. Dieser Bereich hat zwei Komponenten, die sich oft gegenseitig das Leben schwer machen. Zum einen verlangen ganze Wirtschaftzweige nach einem sesshaften Leben, nach einem Haus, einer Einbindung in die sozialen Strukturen. Zum anderen sollen wir alle hypermobil sein, soll Pendeln kein Problem sein, auch wenn das sowohl der Gesundheit als auch der Umwelt schadet. Hier ignoriert man meines Erachtens oft die negativen Auswirkungen einer hypermobilen Gesellschaft.

Das Wissen

Wissen ist sicher ein wichtiger Faktor. Wir arbeiten in einer immer stärker auf Wissensarbeit fokusierten Gesellschaft. Wobei dies natürlich nicht bedeutet, dass Handwerk und Dienstleistungen z.B. im Gesundheitsbereich überflüssig sind, ganz im Gegenteil, aber es wird eine Verschiebung in Richtung Wissenarbeit stattfinden. Nur sind wir, und da greift ein weiterer Punkt des Spiegel-Artikels darauf eigentlich nicht wirklich vorbereitet. Der klassische Nürnberger Trichter hilft uns in einer Zeit, in der die Informationsmenge von Tag zu Tag steigt, nicht mehr weiter. Wir brauchen neues Wissen, Wissen, wie ich Informationen bekomme, Wissen, dass ich auch mal querdenken muss, um auf neue Lösungen zu kommen. Und da sehe ich unsere momentane Bildungspolitik nur unzureichend vorbereitet.

Die Dienstleister

Wie beim Wissen beschrieben, es werden weiterhin Dienstleistungen gefordert sein, aber in spezifischen Bereichen. Vielfach wird die Dienstleistung vom Kunden selbst erledigt. Betrachten wir nur einmal die Selbstscan Kassen in diversen Supermärkten. Oder auch die gesamten SB Angebote an sich. Ich hebe mein Geld mittlerweile zu 100% am Automaten ab und mache mehr als 90% meiner Bankgeschäfte online. Dienstleistung wird sich auf bestimmte vor allem soziale Dienstleistungen eingrenzen, diese werden aber an Bedeutung gewinnen und dementsprechend auch teurer werden (müssen).

Neue Arbeitsverhältnisse

Da stimme ich voll zu. Ich sehe in der Zukunft den festen 9-17 Uhr Job bei einem Arbeitgeber als Auslaufmodell. Verschiedene Modelle sind hier denkbar, vom echten Freiberufler bis zum angestellten Mitarbeiter, der aber auch an andere Unternehmen „geliehen“ wird. Hier hängt viel von der Flexibilität der Arbeitnehmer UND der Offenheit von Betriebsräten, Gewerkschaften und Vorständen ab. Neue Wege gehen, ohne dabei nur die Humanressource Mitarbeiter auszubeuten ist ein spannendes, aber wichtiges neues Feld, gerade mit Blick auf den „War for Talents“.

Die Selbstvermarkter

Schon heute bin ich als Blogger, als Autor unterwegs, gehe auf Konferenzen und halte Vorträge, obwohl ich eigentlich Softwareentwickler bei einem IT Dienstleister bin. Warum? Selbstvermarktung. Ich will meine Skills offen zeigen und das wird ein Punkt werden, der in Zukunft die starren Titel und Abschlüsse ersetzen wird. Wichtig ist nicht, was ich einmal gelernt habe, sondern was ich jetzt und hier an Skills zu bieten habe. Und das will vermarktet sein. Wissen verändert sich und damit müssen auch wir uns beständig verändern in dem was wir wissen, was wir können.

Die Demographie

Neueste Forschungen zeigen, dass auch im höheren Alter der Mensch sich durchaus noch wandeln kann, dass neues gelernt werden kann. Die Unternehmen müssen sich auf die alternde Belegschaft einstellen, sowohl durch Angebote, um die Gesundheit zu erhalten aber auch, in dem sie ggf. das wertvollste endlich länger nutzen, das ältere Mitarbeiter zu bieten haben: Erfahrung, Gelassenheit und den Blick aufs Ganze.

Der Fachkräftemangel

Ja, es gibt ihn, den Fachkräftemangel, aber das ist meiner Ansicht nach weniger ein demographisches als ein Problem der mangelhaften Ausbildung. Wenn ich es nicht schaffe, Berufe attraktiv zu machen, für die ich Menschen brauche, sollte ich mich als ausbildender Betrieb oder Unternehmen immer AUCH fragen, warum das Image so schlecht ist. Wir erleben eine Gesellschaft, die auch wieder auf andere Werte schaut außer Karriere und Geld. Die vor Augen geführt bekommen hat, was Gier und unbedingtes Machtstreben mit der Gesellschaft anrichten können. Ich spreche zur Zeit mit vielen Menschen, die nicht mehr bereit sind, täglich Überstunden zu arbeiten, die auch noch ein Privatleben wollen, die Kinder aufwachsen sehen wollen und nicht nur ins Bett bringen.
Ein Mangel ist immer auch selbstverschuldet. In dem man zuvor nicht vernünftig in die Zukunft geplant hat.
Und hier sollte man sich auch immer vor Augen halten. Wird wirklich für z.B. eine Krankenschwester, eine Altenpflegerin nicht nur ein ausreichendes, sondern ein gutes und vor allem ein moralisch korrektes Gehalt bezahlt? Wenn ich den Lohn einer Krankenschwester mit dem eines Investmentbankers vergleiche…. Muss ich mehr sagen?

Die Bildung

Was meint die Sueddeutsche hier? Meint sie wirklich Bildung? Oder doch wieder nur Ausbildung, vorbereiten für den Arbeitsmarkt? Vermutlich letzteres, denn der gebildete Mensch hinterfragt auch, ist kritisch, denkt nach und das ist oft auf dem Arbeitsmarkt eher nicht erwünscht. Bildung heißt auch, philosophische Fragen stellen, heißt auch Gesellschaftskritik üben. Insofern ja, wir brauchen Bildung in der Zukunft, aber ob das das Credo des Arbeitsmarktes sein wird, da habe ich so meine Zweifel.

Das weibliche Potential

Eigentlich traurig, so etwas noch erwähnen zu müssen. Aber offensichtlich sind wir immer noch weit von der Gleichberechtigung entfernt, wobei das Gehalt hier nur ein Aspekt ist. Gerade in einer vernetzteren Welt, die mehr auf Teams setzt, sind auch weibliche Stärken gefragt.
Wobei wir einen Fehler nicht begehen dürfen, nämlich uns zu sehr auf das „nur Erwerbsarbeit ist richtige Arbeit“ zu beschränken.
Denn genau deshalb sind meines Erachtens heute noch meist die Frauen eher zu hause und die Männer eher im Beruf, auch wenn beide gleich viel verdienen. Wir müssen uns endlich von klassischen Rollen- und Denkmustern verabschieden und dazu gehört auch zu akzeptieren, dass auch die Erziehung von Kindern, sei sie durch den Vater, die Mutter oder arbeitsteilig durch beide geleistet eine richtige und ernstzunehmende Arbeit ist. Die Medien und die Politik heute vermittelt eher das Bild, dass die gute Mutter, der gute Vater die Kinder so bald als möglich in Betreuung gibt, um wieder dem Arbeitsmarkt dienlich sein zu können. Und zwar außer Haus. Warum denken wir nicht mehr über Telearbeit für junge Familien nach, so daß es die grossen Probleme mit Krippenplätzen, problematischen Arbeitszeiten gar nicht gibt? Auch hier ist Querdenken gefragt, und sind viele überkommenen Denkweisen zu hinterfragen.

Der Weltmarkt

Ist das nicht der Schuldige an allem? Nicht wirklich, denn es bieten sich auch Chancen, wenn wir global denken UND handeln. Aber dazu braucht es auch neue Arbeitsmodelle, denn wenn die Arbeit global erledigt wird muss das nicht zwangsläufig heißen, dass jeder Mensch auch dort hin ziehen muss, wo der Sitz des Global Players ist. Hier verbinden sich einige der Aspekte der vorigen Punkte zu einer Melange aus alternativen Modellen von Arbeitsplatz/Arbeitszeit und Sicht auf die Festanstellung. Was genau hindert mich heute, für einen Softwaredienstleister in den USA oder in Indien oder in Australien zu arbeiten? Technologisch nichts, denn alles was ich brauche ist eine breitbandige Internetanbindung und einen Entwicklerrechner. Aber was noch hindert sind die kulturellen Unterschiede, ist auch und da muss ich einigen Sprachfanatikern die rote Karte zeigen, die uns permanent zum Verwenden des deutschen Begriffs für englische Fachwörter zwingen wollen, ist also auch das in grossen Teilen der Gesellschaft noch vorherrschende Defizit, zumindest die Weltsprache englisch wirklich zu beherrschen und nicht nur mit Müh und Not zu verstehen. Je globaler wir werden um so wichtiger wird es, mit einer Zunge zu sprechen. Wir können es mögen oder nicht, Englisch ist nun mal die Weltsprache, die in allen Ländern verstanden wird. Auch hier ist Bildung, ist kultureller Wandel gefragt. Das neue tun heißt ja nicht, das Alte lassen müssen.

Die IT und ihr Elfenbeinturm. Die wirkliche Welt braucht Hilfe

Es war ja zu erwarten. Jetzt will Apple auch noch das neue Galaxy Tab 10.1n in Deutschland verbieten lassen, wegen Verstosses gegen das Gebrauchsmuster. Parallel wurde jetzt die Klage in Australien zurückgewiesen. Interessant, dass Recht und Recht offensichtlich nicht identisch sind.

Aber worauf will ich mit der Überschrift hinaus? Ganz einfach. Wir müssen raus aus unserer IT Welt, wir müssen auch mal in anderen Bereichen tätig werden, beraten, evtl. auch mal mit einem parallelen anderen Skill die „Seiten wechseln“. Viel von dem, was in Deutschland zum Verbot des Galaxy Tab führte war in meinem Auge einfach technisches Unverständnis.

Nicht zu erkennen, dass die Vergleichsbilder so hingephotoshopped worden waren, dass eine grösstmögliche Ähnlichkeit besteht, andere Formfaktoren, die nun wirklich keine Ähnlichkeit mit dem IPad haben auch zu verbieten bzw. überhaupt ein solches Gebrauchsmuster zu genehmigen. All das zeugt für mich von einem extremen Mangel an technischem Verständnis. Das meine ich nicht als Vorwurf aber hier müssten Experten nicht nur hinzugezogen werden sondern von Anfang an in den Prozess (in beiden Bedeutungen des Wortes) voll integriert sein.

Hier verbinden sich meine Themen „Querdenker“ und Medienkompetenz zu einer Forderung, die ich mit „Informatiker, geht raus in die Welt, arbeitet auch da, wo nicht originär IT erwartet wird“ überschreiben würde. Gerade in diesen Bereichen sind oft die spannendsten Themen und die grössten Herausforderungen. Denn die IT ist überall, das Netz ist zum Alltagsmedium geworden. Nur nicht in den Köpfen derer, die die Technologie nicht beherrschen, sondern von ihr beherrscht werden. Die haben oft eher die Tendenz, der IT eins auszwischen, wann immer das geht 😉

 

So, liebe Apple Anwälte, sucht das Galaxy Tab, na wo ist das Galaxy Tab. Such..