Es ist Blogwichteltag, auch mir hat ein lieber Wichtel was gebracht

Mein Wichtel sandte mir folgenden schönen Text:

K. machte sich auf den morgendlichen Weg zu seinem Büro. Als er nachlässig seinen Finger in die Mulde der Bioerkennung legte, begrüßte ihn eine sanfte, weibliche Stimme mit den Worten: „Guten Morgen, Herr K.! Ich hoffe, Sie haben gut geschlafen! Ihr Puls ist heute etwas höher als gestern.“ und die Glastür gab den
Weg in einen strahlend weißen Flur frei, der ins Innere des Gebäudes führte. An den Wänden baute sich plötzlich eine Tropenlandschaft auf, die Herr K. als Motiv bevorzugte, und ein leises Plätschern und
Vogelgezwitscher begleitete seinen Weg. Zwischen den Blättern erschienen wie ein schwarzes Band die heutigen Börsenkurse und die Zahlen seines  Unternehmens. Herr K. fühlte sich wohl. Er würde in der heutigen Sitzung nur Angenehmes berichten können, und er freute sich schon auf die anerkennenden Worte seines Chefs
wie auf einen warmen Sonnenstrahl.

Als er die weiße Tür zu seinem Büro öffnete, traute er seinen Augen kaum. Sein Schreibtisch war von einer Roten, überquellenden Masse besetzt, die sich amorph an seinem Tablet-PC rieb. Aus einem Gesicht mit roten Bäckchen blitzten ihm zwei blaue Äuglein entgegen, und aus dem furchtbaren, weißumbarteten Höllenschlund dieses Lebewesens gurgelte ihm ein „Ho! Ho! Ho!!“ entgegen. Herr K. zögerte einen kurzen Moment – vielleicht hatte er sich auch in der Tür geirrt? Nein, er war richtig. Hinter dem Fenster zeichnete sich die altbekannte Kulisse des Büroturms ab, die er Tag für Tag vor Augen hatte, wenn er ziellos aus seinem Fenster blickte. Was tun? Fliehen?

Er fühlte sich, wie durch ein Wunder, wieder in seine Kindheit zurückversetzt. Das war ja, ja, – ihm fehlten die Worte. Er musste in einer defekten Zeitmaschine gefangen sein, die ihn statt nach vorne in eine glänzende Zukunft in seine dunkelste Vergangenheit zurückkatapultiert hatte. Damals hatte er noch an Männer in
roten Mänteln, mit weißen Bärten und lustigen Zipfelmützen geglaubt. Voller Vorfreude hatte er sich auf jenen Moment gefreut, in dem ein silberhelles Glöckchen das Verschwinden des Christkinds andeutete und
er endlich das weihnachtlich erhellte Wohnzimmer betreten durfte. Da fühlte er einen sanften Druck auf seinem Arm…“Vergiss es nicht, das Kind! Und wenn du geistig noch so weit in der Zukunft herumdüst…“

Irgendein Geräusch riss ihn aus seiner Versunkenheit. „Herr K., Biokonferenz! Wo bleiben Sie denn?“ Er war eingeschlafen, und morgen war doch schon Weihnachten, was für ihn jedes Jahr nur die Jagd nach
außergewöhnlichen Geschenken bedeutet hatte. Dieses Mal würde er alles anders machen…

„Herr Ka-aaaa!!!“

Gedanken in der Bahn: Wir brauchen keine Titel sondern Talente

Mit der passenden "Ausrüstung" lässt sich auch im Zug vortrefflich arbeiten.

Wieder eine dieser Reisen in meiner  Rolle als Blogger, die mich mindestens genauso stark nachdenken lassen, wie hoffentlich meine Hörer.

Der Vortrag bei Beiersdorf ging um  die Frage, wie die IT unser aller Leben in der Zukunft beeinflussen wird. Dann beim gemeinsamen Abendessen mit der CIO kam das Gespräch wieder auf mein momentanes Lieblingsthema: Workplace of the future. Auch bei Beiersdorf Shared Services wie eigentlich in den meisten Unternehmen ist das Bewußtsein geschärft für den Wandel.

Was ich aber mitgenommen habe für meine Recherchen zur Arbeitswelt der Zukunft: Wir brauchen nicht  nur eine Abkehr von den alten Denkmustern zu Lohnarbeit, nämlich, das Anwesenheit = Leistung. Wir müssen auch Talent und Bezahlung neu denken. Es kann nicht angehen, dass z.B. ein neuer Mitarbeiter, der sich auf eine Stelle beworben hat, für die er oder sie ¨überqualifiziert¨ist  nur deshalb abgelehnt wird, weil zwar der Personalbereich UND der neue Mitarbeiter sich auf die Gehaltsstufe der Ausschreibung geeinigt haben, nach Tarifvertrag der Skill aber eine andere Einstufung verlangt. Wir müssen wegkommen von der Bevormundung der Mitarbeiter, vor dem Anspruch vor allem vieler Betriebsräte, den Mitarbeiter vor sich selbst schützen zu wollen. Das ist pure Arroganz und Bevormundung erwachsener Menschen.

Ich würde es mir verbitten, vorgeschrieben zu bekommen, wie ich genau meine Arbeit zu organisieren habe. Wir reden mittlerweile in vielen Bereichen gerade der IT von Arbeitsmodellen, die dem Empfinden und der Arbeitsweise vieler Informatiker schlicht konträr laufen. Und das wird sich auf weitere Bereiche der ¨Wissensarbeit¨ausdehnen. Der grösste Denkfehler ist anzunehmen, es gäbe das Arbeitsmodell, das Denkmuster für bezahlte Arbeit, das 100% und für alle Menschen gleich geeignet sei. Der Mensch ist Individuum, und das endet nicht am Eingang zum Unternehmen.

Wir müssen zudem den Fokus endlich wegnehmen von erworbenen Titeln, die einen Mitarbeiter in gewisse Bezahlkorsetts zwingen und einen Wechsel in andere Bereiche dank scheinbarer Überqualifizierung fast unmöglich, oft aber zumindest sehr schwierig machen. Es gilt wieder mehr den Mitarbeiter zu betrachten mit seinem aktuellen Status Quo. Wie viele versteckte Talente sind in Unternehmen quasi begraben, weil ihre ¨Ausbildung¨angeblich nicht zur Stellenausschreibung passt. Hinterfragt man aber das Motiv für die Bewerbung findet man oft ein verstecktes Talent, das auf die ausgeschriebene Stelle nicht nur passt sondern eigentlich quasi die Idealbesetzung darstellen würde. Wenn dann aber der Tarifvertrag das nicht hergibt, darf dieser Person dann die Stelle verweigert werden, wenn sie selbst damit einverstanden ist, anders eingruppiert zu werden? (Die Betriebsräte unter meinen Lesern rufen jetzt hoffentlich nicht gleich wieder nach dem elterlich besserwisserischen Beschützen des Mitarbeiters vor sich selbst)

Lasst Menschen die Chance, auch neues zu probieren, vertraut auch wieder mehr auf Selbsteinschätzung desjenigen, der sich bewirbt. Wir reden hier von erwachsenen Menschen und sollten ihnen zumindest die Chance einer Probezeit geben. Und kommt mir nicht mit Kosten. Ich bin der festen Überzeugung, dass die meisten Menschen sehr wohl einschätzen können, ob eine Anstellung zu ihnen passt oder nicht (die meisten trauen sich ehe zu wenig als zu viel zu). Wir müssen aber auch die Chance zum Wechsel, zum Schnitt, zum Neuanfang in einem anderen Thema möglich machen. Der talentierte, motivierte Mitarbeiter auf neuem Gebiet ist mir allemal lieber, als alle Mitarbeiter auf ihre Titel und die dazu passenden Berufe zu reduzieren. Ich bin nicht nur Informatiker, sondern auch Autor, Blogger, Maler und vieles mehr.
Sucht die Talente, nicht die Titel!

Blogparade: Bloggen – Rückblick 2011 und Ausblick 2012

Mein "Bloggerspace"

Robert Basic ruft zur Blogparade, auch selbständig im Netz ruft auf und alle, alle kommen. Na ja, nicht ganz, aber die Idee, einen kleinen persönlichen Jahresrückblick unter Bloggern zu inszenieren hat mich doch angeregt, hier meine eigenen Gedanken zu sammeln.
Zunächst mal, mein Thema des Blogs scheint auf Interesse zu stossen.
Wenn dieser Artikel erscheint, bin ich auf dem Weg zu einem Vortrag nach Hamburg, eingeladen von Beiersdorf Shared Services und werde einen Ausblick darauf geben, wie die IT unser aller Privatleben in der Zukunft beeinflussen wird.

Und da ich hoffe, dass dies nicht der letzte bezahlte Vortrag sein wird, habe ich mich jetzt endlich dazu durchgerungen, mich im Nebenjob als freiberuflicher Autor zu etablieren. Zwar nur in kleinem Maß, aber immerhin. Mein Arbeitgeber weiß bescheid und hat auch nichts dagegen und ich werde wohl auch nicht zu viel nebenher machen (können). Aber mein Blog etabliert sich doch so langsam als eine wenn auch noch sehr kleine Stimme im Netz.

In 2012 werde ich den Fokus noch verstärkt auf Trendforschung und Zukunftstechnologien legen, wobei sich eventuell aus meiner beratenden Tätigkeit als Blogger im neuen Jahr auch bei meinem Arbeitgeber neue Perspektiven ergeben. Man wird sehen, die Zukunft ist weit offen und da mein Motto lautet: „Mehr als die Vergangenheit, interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.“, bin ich sehr gespannt, was das Jahr 2012 bringen wird. Als Autor will ich auf jeden Fall noch aktiver werden und hoffe auch auf die eine oder andere Gelegenheit, in meiner Rolle als Trendforscher noch den einen oder anderen Vortrag an Land zu ziehen. All das wird aber als Basis stets das Blog haben, und falls diese Frage mal wieder kommen sollte. Ja ich kümmere mich auch um meine Familiie. Aber halt nicht ums Fernsehen 😉

Motorola könnte den Verkauf von IPhone und IPad in DE stoppen

Verschiedene Medien berichten heute, dass Motorola in einem Patentstreit mit Apple einen Sieg errungen hat, der dazu führen könnte, daß Apple keine IPhones un IPads in Deutschland verkaufen darf.

Für mich wieder ein weiteres Signal, daß  es Zeit wird, sich endlich ernsthaftere Gedanken um das Patentrecht zu machen. Im Moment wird der Markt durch  diverse Patentklagen  beherrscht, wo eigentlich nur die Qualität der Produkte entscheidend sein sollte. Angeblich ist der Markt frei, also sollte endlich auch der Markt entscheiden, was er kaufen möchte und welches Gerät das bessere ist, nicht Patente und Anwälte.

Samsung gewinnt gegen Apple in Australien

Ähnlichkeit bedeutet zumindest in Australien kein Kaufverbot mehr.

Wie „Android Central“ vermeldet hat Samsung in Australien gegen Apple endgültig gewonnen. Nach Aussage des Gerichts ist Apples Klage unbegründet und Samsung darf somit ab jetzt ganz offiziell das Galaxy Tab 10.1 in Australien verkaufen. Das ist nun bereits die zweite Niederlage, nachdem auch in Amerika eine Klage von Apple gegen Samsung abgelehnt wurde.

Nach den eher peinlichen Aussagen der Apple Anwälte in Australien war dieses Urteil zu erwarten. Samsung verführe die Apple Kunden, sich Android zuzuwenden als Grund für eine Klage lässt sich durchaus als „lächerlich“ bezeichnen.

Meine 10 Megatrends der nächsten zehn Jahre

Roboter werden alltäglicher

Da wir dem Jahresende entgegen gehen und es dann immer wieder Zeit wird, dass sich die Fachmagazine mit ihren Prognosen über die Trends der nächsten Jahre auszustechen versuchen hier mal meine Prognose, die eher versucht, das weiterzudenken, was heute bereits technisch möglich ist.

 

1. Senior IT:

Wir erleben alle den demographischen Wandel, hier sehe ich den Wachstumsmarkt der nächsten Jahre. Technologien, die älteren Menschen helfen, ihr  Leben nicht nur zu meistern, sondern mit Komfort zu leben, werden boomen. Seien dies bionische Erweiterungen wie die Exoskelette, um auch Menschen mit Gehbehinderungen ihre Mobilität zu erhalten oder Unterstützungs- und/ oder Überwachungssysteme für Vitalfunktionen, die es auch bei schwereren Erkrankungen ermöglichen, weiterhin in den eigenen vier Wänden zu wohnen

2. Intelligente Häuser:

Immer mehr It wird sich nahtlos in das Haus der Zukunft integrieren. Von Sensoren, die abhängig von Außentemperatur aber auch von der An- oder Abwesenheit der Bewohner die Temperatur, Beleuchtung etc. regeln bis hin zu Ferndiagnosesystemen, die den „Status“ des Hauses aufs Mobiltelefon bringen um zum Beispiel von der Ferne die Heizung zu regeln oder Funktionen wie die Jalousien fernzusteuern. Das Haus wird durch neue Integration in ein gemeinsames Hausnetz intelligenter, in dem die Steuerung der Verbraucher im Haus dynamisch nach den Bedürfnissen der Bewohner und den Jahres- und Tageszeiten geregelt werden kann.

3. Das Ende des klassischen „Mobiltelefons“:

Auch wenn immer noch viele Stimmen sagen: „So ein Smartphone ist doch ein Spielzeug, das brauch ich nicht“. Wie so oft wächst eine Generation heran, die sich diese Frage gar nicht mehr stellt, für die ein „normales“ Mobiltelefon schlicht zu funktionsarm ist und die die Möglichkeiten der Smartphones, sei es Navigation, Kommunikation, Social Media Interaktion oder auch Location Bases Services aktiv nutzt.

Auch der Festnetzanschluss wird stark an Nutzern verlieren, denn wer mobil ins Netz geht, braucht oft keinen Festnetzzugang mehr, zumal wir in den nächsten Jahren einen verstärkten Ausbau der breitbandigen Mobilzugänge erleben werden, einerseits getrieben vom Kundenwunsch andererseits von der Industrie, die nach und nach die Chancen der Location Based Services für gezieltes Marketing erkennt.

4. Die Verschmelzung von Buch und EBook:

Rogner&Bernard und Haffmanns und Tolkemitt haben es gerade angekündigt und ich bin sicher, andere werden folgen. Nach und nach wird das EBook an die Stelle des Paperbacks treten und wer ein Hardcover kauft, erhält die EBook Ausgabe quasi als Dreingabe dazu.

Die EBooks werden sich in weiten Teilen der Bevölkerung etablieren, wünschenswert vor allem im Bildungssektor, wo sie dazu führen könnten, dass die Schulranzen der Kinder deutlich leichter werden und die Kosten für die Materialausstattung deutlich sinken.

5. Neu Formen der Arbeit, weg vom 9-17 Uhr Job am festen Schreibtisch im Büro:

Eine These, die ich schon seit einiger Zeit propagiere. Nicht für alle Arbeitnehmer, aber in einer sich immer mehr verstärkenden Wissensgesellschaft für immer mehr Arbeitnehmer wird der Ort, an dem sie arbeiten irrelevant. Es werden sich Mischformen herausbilden aus Heimarbeit und Bürojob. Konzepte aus den Coworking Spaces werden auch in den klassischen Büros Einzug halten. Denn es werden neue Aspekte wie Energieeinsparung zum tragen kommen, wenn sich mehrere Mitarbeiter einen Büroschreibtisch teilen können und einen Teil der Arbeit nicht zur Arbeit fahren müssen, weil sie von zu hause online Zugang haben.

Auch werden sich neue Jobprofile entwickeln, so etwa das des angestellten Beraters, der seine Skills nicht nur dem eigenen Unternehmen, sondern in dessen Auftrag auch anderen anbietet. Microjobs werden versteckten Talenten die Chance auf einen Nebenerwerb geben, wir werden mobiler arbeiten ohne gleichzeitig mehr pendeln zu müssen und damit mehr Ressourcen zu verbrauchen.

6. Collaborative Consumption:

Produkte zu teilen beginnt gerade als Konzept Fuß zu fassen. Car Sharing sie hier nur genannt oder Mifahrdienste wie www.flinc.org. Doch collaborative consumption als Teilen statt zu kaufen ist noch in vielen weiteren Bereichen denkbar. Von Gartengeräten bis hin zu Küchenutensilien gibt es in jedem Haushalt viele Gerätschaften, die einmal gekauft nur noch verstauben. Es wird verstärkt durch die technischen Möglichkeiten des Internet zu einem Aufblühen von Nachbarschaftsplattformen kommen, in denen jeder seine Leihprodukte anbieten und andere Produkte leihen kann.

Generell wird es einen Trend zur virtuellen Community von Gleichgesinnten geben, die sich gegenseitig bei bestimmten Fragestellungen helfen. Wobei im Gegensatz zu Chatforen hier der direkte Austausch von Diensten oder Hilfen im Vordergrund steht.

 

7. Social Business und Work Life Integration:

Auch wenn Gewerkschaften und Betriebsräte das sicher als Bedrohung sehen werden. Die Grenze zwischen Arbeit und Privat wird zunehmen verschwinden. Es entstehen hier völlig neue Herausforderung für den Einzelnen und die Unternehmen, hier eine Integration zu erreichen, die sowohl die Interessen der Firma in Richtung Umsatz und Effizienz als auch die Interessen der Mitarbeiter mit Blick auf ausreichend Privatleben und Wahrung der Gesundheit bzw. Schutz vor Stress und Burn Out zu erlangen. Aber auch durch die neuen Formen der Arbeit mit zunehmender Mobilität und Unabhängigkeit von Ort UND Zeit wird sich hier einiges wandeln und eine stärkere Vernetzung beidder Lebensbereiche stattfinden. Hier eine gesunde Balance zu finden, wird eine der grossen Herausforderungen für Mitarbeiter wie für die Personalabteilungen der Unternehmen.

8. Roboter werden alltäglich:

Damit sind nicht zwangsläufig humanoide Roboter gemeint, aber intelligente Haushaltshelfer, wie sie schon heute in der Form von Roboterrasenmähern und Roboterstaubsaugern in Privathaushalten Einzug halten, werden in Zukunft auch in anderen Bereichen Dienstleistungen übernehmen. Wenn man nach Japan blickt, sind die Perspektiven gerade auch in der Pflege vielfältig.

 

9. Bionik als neue Schlüsseltechnologie:

Die Medizin wird sich im Bereich der Bionik stark weiterentwickeln. Exoskelette, Implantate, die es bislang bereits ermöglichen, das Blinde wieder Formen und Schattierungen erkennen werden sich weiterentwickeln. Es wird möglich sein, bislang unheilbare Behinderungen zwar nicht zu heilen, aber das Leben mit der Behinderung deutlich zu vereinfachen.

 

10. Makerbots für jedermann:

Bislang eher eine exotische Erscheinung werden sich in zukünftigen Haushalten gerade für die Produktion einfacher Gebrauchsgegenstände 3D Printer, sogenannte Makerbots etablieren. Da nach meiner Prognose die Preise drastisch sinken werden, kann sich in Zukunft jeder neben seinem Drucker oder gar als Multifunktionsgerät und Ersatz eines einfachen Druckers einen Makerbot leisten. Damit ist es jedem Privatmann in begrenztem Maß möglich, einfach Produkte für den täglichen Bedarf wie Tassen, Gläser oder ähnliches selbst produzieren. Durch die Weiterentwicklung der Technologie werden die möglichen Objekte komplexer werden. Hier gilt es zu beobachten, welche neuen Möglichkeiten in den 3d Druck noch integriert werden.

 

Aus der Reihe „Ich habs geahnt“: Erste Verlage verkaufen Hardcover mit EBook zusammen

Zukünftig inklusive EBook Version 😉

Hab ich doch den richtigen Riecher gehabt:
Nach einer Info der FAZ verkaufen zukünftig Haffmans und Tolkemitt sowie Rogner&Bernhard ihre Bücher im Bundle aus Hardcover UND Ebooks, genau das, was ich mir schon vor einiger Zeit gewünscht hatte!
Zitat: „EBooks sind an sich eine geniale Idee. Aber auch hier haben sich die Anbieter wieder zu sehr in verschiedenen Formaten und in einer viel zu schnellen Modellwechselquote verheddert, anstelle sich auf das EBook an sich zu konzentrieren. Es wäre so einfach. Jedes papierene Buch, z.B. jedes Hardcover hat als Beigabe einen speziellen Code, mit dem man sich die DRM freie EBook Version herunterladen kann.“ Na also, die ersten Verlage greifen die Idee auf.

Für mich die erfreuliche Nachricht des Tages, zumal ich beide Verlage sehr schätze.

Das Hausnetzwerk und PCs kindersicher machen, eine Anleitung

Die Filter sind hochgefahren

Da mein letzter Artikel auf unerwartet grosses Echo stieß und auch angemerkt wurde, es wäre doch sinnvoll, einen Howto Artikel zu schreiben hier nun eine Beschreibung, wie ich unser Familiennetzwerk kindgerecht gestaltet habe.

Zunächst aber ein paar klärende Worte.
Zum einen. DAS sichere Internet für Kinder gibt es nicht. Wer will, kann immer auch Dinge sehen, die für ihr/sein Alter nicht geeignet sind. Aber als Elternteil sehe ich mich in der Pflicht, zumindest den Rahmen abzustecken und dafür zu sorgen, dass nicht versehentlich irgendwelcher Müll erscheint.
Alles weitere ist keine Frage der Absicherung sondern der Erziehung. Und der Handhabung des Mediums. Wer meint, seinem Kind schon mit 10 oder 8 Jahren einen eigenen Fernseher ins Kinderzimmer zu stellen, der hat schon hier ein Problem mit der Medienkompetenz. Für mich gilt, ein PC macht für das Kind im eigenen Zimmer frühestens Sinn, wenn es in eine weiterführende Schule kommt. Und dann sollte es nicht unbedingt der SpielePC sein. Unsere Lösung: Netbooks mit Linux und einer externen Tastatur sowie externem Monitor. Das reicht für die Internet Recherche und das schreiben von Texten und Mails. Mehr ist da auch nicht nötig. Und wenn ein Spielecomputer im Haus ist, dann unter der elterlichen Kontrolle, will sagen, ich als Elternteil kann SEHEN, was meine Kinder am Computer spielen und wann.

Nun aber zu unserer Netzwerklösung. Wir nutzen einen Zugang von 1und1 und haben deshalb auch eine Fritzbox 7270. Um nun Inhalte, die nicht für Kinder geeignet sind, fahre ich eine Doppelstrategie. Die Fritzbox bietet an sich schon einen Jugenschutzfilter, den ich aktiviere und der es mir ermöglicht, zum einen die Onlinezeiten einzelner Rechner im Netzwerk festzulegen, zum anderen auch via Blacklist oder Whitelist Inhalte zu filtern. Zusätzlich kann man dann auch noch die in Windows integrierte Kindersicherung nutzen. Was der eigene WLan Router anbietet, ist meist in der Anleitung beschrieben und mit wenigen Klicks eingerichtet.
Der nächste Schritt für mich lautete, etwas Geld investieren und einen Premium Account bei OpenDNS besorgt. Damit erhält man zwei neue DNS Adressen (also Adressen von Servern, die die Namen von Webseiten in die passenden IP Adressen umwandeln, also www.zumbeispiel.de in 192.124.22.1 oder ähnlich). Bei OpenDNS heißen die beiden Server Adressen

208.67.222.222
208.67.220.220

Der Zugriff auf das Internet lässt sich auch zeitlich kontrollieren.

Diese trägt man, so das im eigenen WLan Router möglich ist, anstelle der dort eingestellten DNS Server ein.
Wie man das bei einer Fritzbox in der Fritzbox selbst am besten macht, beschreibt folgende Anleitung sehr gut. Das hat zugleich den Vorteil, dass auch etwaige mobile Endgeräte, die über den Router ins Internet gehen, damit den OpenDNS Proxy verwenden.

Wem das zu kompliziert ist, eine Umstellung ist auch am entsprechenden Rechner selbst möglich. Eine Beschreibung für alle gängigen Betriebssysteme bietet unter anderem der CCC.
Auf www.opendns.com kann man dann je nachdem, ob man etwas ausgeben will oder nicht entweder die Parental Controls aktivieren, die dann entsprechende Inhalte ausfiltern, oder sich einen Account kaufen, der dann noch andere Features bietet wie abgestufte Filterung, Auswertungen und weitere Features.

Generell rate ich, keinen ADMIN Account fürs Kind, guten Virenscanner, hier lohnt sich definitiv der Kauf und klare Zeiten festlegen. Und ein Spielcomputer hat im Kinderzimmer nichts verloren.

Das ist eigentlich alles, was es braucht, um das hauseigene Netz FÜR DEN ANFANG sicher zu machen. Wichtiger noch, wie ich oben erwähnt habe ist aber Erziehung, zum einen im Umgang mit dem Medium Internet, zum anderen auch Aufklärung darüber, was man im Netz findet, warum man als Eltern das nicht gut findet und warum das das Kind nicht sehen darf/soll. Denn spätestens mit dem Verlassen der eigenen vier Wände greift maximal noch das, was man als Elternteil seinem Kind über den richtigen Umgang mit dem Internet vermittelt hat.

Update: Die neuesten Firmware Updates unserer Fritzbox bieten jetzt auch direkt im normalen Fritzbox Menü die Möglichkeit, alternative DNS Server einzurichten, damit entfällt für die neue Firmware Version natürlich der komplizierte Weg über Telnet.