Samsung Galaxy SIII unboxing und erste Eindrücke

Dank Simyo und der #simyotour habe ich heute das brandneue Samsung Galaxy SIII in weiß für einen vierwöchigen Test als Leihgerät bekommen. Im folgenden nun das Unboxing des Geräts und erste Eindrücke.

Nachdem der Akku geladen wurde und die ersten Einstellungen vorgenommen sind, fällt mir zunächst die extrem schnelle Reaktionszeit der Software auf. Das SIII nutzt Android Icecream Sandwich und das zeigt sich als sehr performant und in der Bedienung sehr konsistent. Das Galaxy SIII besitzt einen MicroSD Slot, der zwar unter dem Cover auf der Rückseite versteckt ist, aber endlich nicht mehr bedingt, dass man den Akku entfernen muß, um an die Karte zu kommen.

Der Micro SD Slot ist endlich ohne Entnahme des Akkus erreichbar

Im Gegensatz zum Galaxy Nexus besitzt das SIII neben den „Bildschirmbuttons“ auch noch einen zentralen Homebutton, und zwei Buttons rechts und links daneben, die nur aufleuchten,

 wenn das Gerät verwendet wird und zum einen das Menü aktivieren aktiveren, zum anderen die zurück Taste.

Die vorinstallierte Software beschränkt sich auf einige wenige Anwendungen, unter anderem MyTaxi, Lieferheld, KaufDa Navigator und HRS Hotels (leider auch BILD, was ich persönlich sehr unpassend finde aber na ja.)

Das Display ist ein HD Super AMOLED Display mit einer HD-Auflösung (1280 x 720) bei einer Größe von Diagonale 4,8 Zoll im Vergleich zum Galaxy Nexus, das bei gleicher Auflösung eine Diagonale von „nur“ 4,65 Zoll bietet.

Wie zu erwarten bietet das Display brilliante Farben und die Schrift erscheint klar und sehr gut lesbar.

Wie für jedes Smartphone gilt natürlich auch für das Galaxy SIII, dass man nur mit einer Internet Flat wirklich sinnvoll mit dem Gerät arbeiten kann. Dazu bietet Simyo jetzt ganz neu die AllNet Flatrate an für 19,90 bei 500MB Highspeed. Danach wird das ganze auf GPRS Geschwindigkeit gedrosselt. Wer mehr braucht, kann für 5 Euro zusätzlich nochmals 500MB Highspeed zubuchen. Insofern ein gutes Angebot, da in der Flatrate auch eine Flat für das Festnetz und ALLE Handynetze enthalten ist.

Nächster Schritt wird jetzt sein, einige Programme herunter zu laden, die den Prozessor voll ausschöpfen um einen Performanzvergleich zu haben. Dazu wird vermutlich auch mein TF300T Transformer Tablet in den Ring steigen, das mit dem Tegra3 Chip bestückt ist.

 

 

 

 

 

Rezension Social Location Marketing

Es besteht immer noch in weiten Bereichen die Meinung, Dienste wie Foursquare oder Google Places wären reine Spielerei ohne Mehrwert für Unternehmen.

Hier bietet das Buch „Social Location Marketing: Erreichen Sie Ihre Kunden mit Lokalisierungsdiensten von Simon Salt die Möglichkeit, insbesondere für Einsteiger in die Welt der Checkins und des Location Sharing zum einen einen tieferen Einblick in die Dienste und ihre Möglichkeiten zu gewinnen, zum anderen anhand von Praxisbeispielen bereits erfolgreiche Kampagnen mit Location based Services kennenzulernen.

Dabei wendet sich das Buch inhaltlich wirklich vor allem an Einsteiger, denn es werden kurz die Grundlagen der Idee Social Media vorgestellt, um dann eben jene Dienste zu präsentieren, die auf dem Bekanntgeben der Lokation des Nutzers basieren. Foursquare, Gowalla (ja, hier ist das Buch inaktuell, das ist aber wohl eher dem schnellen Wandel der Szene geschuldet) Facebook Locations und andere werden vorgestellt und auch der Neuling erhält einen tieferen Einblick in die Funktionalität und die Möglichkeiten der Apps. Der wenn man so will dritte Teil wiederum präsentiert schließlich anhand aktueller echter Umsetzungen, was man als Unternehmen aus den Lokationsdiensten an Nutzen gewinnen kann.

Salt schreibt in einem sehr gut lesbaren Stil, wirkt dabei nie oberlehrerhaft und nutzt handfeste Praxisbeispiele, um dem Leser die Möglichkeiten klar und leicht verständlich vor Augen zu führen. Das Buch gibt meiner Ansicht nach einen umfassenden Einblick in Social Location Marketing und zeigt dabei auch die Kultur und das kulturelle Denken der Community auf,  das bei keiner Social Media Aktivität außer acht gelassen werden sollte.

Alles in allem ein gelungenes Buch für den Einsteiger, der erfahrene Nutzer, der bereits die Dienste und Begrifflichkeiten kennt und nutzt wird wohl nur aus den Beispielen tieferen Nutzen ziehen.

Daher meine Wertung 4 von 5 möglichen Punkten aber auf jeden Fall ein Einsteigerempfehlung

Die wirkliche Botschaft von Apples neuem Macbook Pro: Bye bye, Desktop

Was ich bei der ganzen Präsentation der Neuerungen von Apple herauslese? Dass offensichtlich die Tage des reinen Desktop PCs in Form eines Towers gezählt sind. Die Performanzdaten des neuen Macbook sind weit über jenen, die herkömmliche Desktop Systeme liefern, alleine das ultrahochauflösende Retina Display mit einer Auflösung von  2880 x 1800 Pixeln. Die Monitore mit einer entsprechenden Retina Auflösung werden folgen. Aber letztlich ist das Signal: Wir investieren in hochperformante Mobilgeräte. Das zeigt mir eine Hinwendung zu mobilen Endgeräten, die für mich einhergeht mit dem Trend zum immer mobileren Arbeitsplatz.

Denn wir sind letztlich heutzutage mehr durch Präsenzpflicht und Desktop Arbeitsrechner an den Schreibtisch gebunden, als durch die Notwendigkeit, die aus der Tätigkeit resultiert. Immer mehr Menschen arbeiten im Bereich der „Wissensarbeit“ und sind somit quasi überall in der Lage zu arbeiten. Insofern werden wir weitere Produkte sehen, die den Fokus auf die mobile Arbeit legen. Und immer noch mein Trend Nummer eins für die nahe Zukunft: Das Notebook, dessen Display gleichzeitig Tablet ist. Siehe hierzu auch meinen Test des Asus TF300, das für mich genau in diese Richtung zeigt.

Kombinieren wir dies mit hochauflösenden Monitoren für den Desktop Einsatz so kann ich mir durchaus ein Subnotebook vorstellen, dessen Display in der Grösse von 12 Zoll abnehmbar ist, das aber gleichzeitig dank hochauflösender Grafikkarte an einem stationären Retina Monitor operieren kann. Ob das dann von Apple kommt oder jemand anderes dies produziert ist sekundär. Spannend für mich, dass ich hier einen neuen Trend sehe, der schon lange herbeidiskutiert wurde, aber mit solchen High End Notebooks wie dem neuen Macbook Pro an Zugkraft gewinnt.

Geschäftsprozessmodellierung oder, warum es erst komplizierter wird, bevor es einfacher werden kann

Oft höre ich Menschen aufstöhnen, wenn sie mit dem Begriff Geschäftsprozessmodellierung konfrontiert werden. Ihnen graut vor Sitzungen voller Fragen darüber, was sie eigentlich tun. Oft besteht auch die Befürchtung, die Modellierung dessen, was der Mitarbieter tut, soll nur dazu führen, den Mitarbeiter zu ersetzen.

Dabei wird aber oft das Potential der Geschäftsprozessmodellierung verkannt, das für mich mit das wichtigste ist. Die Chance zur Vereinfachung, um Druck, um Stress aus Prozessen zu nehmen.

Dazu braucht es allerdings eine andere Grundprämisse zum Start der Modellierung, als so manch einer vermutet. Es gilt nicht nur, den Prozess zu dokumentieren, so wie er im Unternehmen gelebt wird, sondern bei jedem einzelnen Schritt die Notwendigkeit zu hinterfragen. Und das hat nichts mit dem Wunsch eines Arbeitsplatzabbaus zu tun. Meist verbirgt sich dahinter das Potential, unnötige Bürokratismen und sinnfreie aber geforderte Einzelschritte zu identifizieren, die lediglich Zeit kosten und durch ihre Sinnlosigkeit eher demotivieren denn motivieren.

Wichtig ist aber hier als erster Schritt, nicht die Steigerung der Leistung in den Fordergrund zu stellen, sondern die erreichbare Qualität in der gegebenen Zeit. Denn wir gewinnen nichts, wenn wir durch Geschäftsprozessmodellierung nicht auch den Druck aus den Prozessen nehmen. Unter Druck mag man kurzfristig Höchstleistung bringen können, auf die Dauer brennt man aber aus. Insofern bietet sich auch durch die Geschäftsprozessmodellierung ein noch wenig erkanntes Potential zum Abbau unnötiger Stressquellen. Primäres Ziel für einen guten Prozess muss neben dem optimierten und weitestgehend redundanzfreien Ablauf auch die Leistbarkeit unter Normalbedingungen sein. Somit modelliere ich einen Prozess, der auch in einer Notfallsituation noch gemeistert werden kann und im normalen Alltagsgeschäft nicht zu Überforderungen führt.

Letztendlich kann  ich nur empfehlen, überall da, wo der Eindruck entsteht, dass Mitarbeiter überlastet sind und Tendenzen zur Selbstausbeutung und damit in Folge zum Burnout vorliegen, sich die Prozesse, denen sich die Mitarbeiter unterwerfen zu analysieren und deren Sinnhaftigkeit intensiv zu hinterfragen.

Letztlich ist wichtig, die einzelnen Ergebnisgegenstände zu identifieren und deren Erreichbarkeit pro Entwicklungsphase zu definieren für eine NORMALE Arbeitskraft, also keinen langjährigen Experten.

Denn jeder Arbeitsprozess, der schon im Alltag am Rande des ressourcenmöglichen läuft, der wird zum Flaschenhals, wenn das Projekt oder die Arbeitseinheit unter Volllast operieren muß.

Geschäftprozess modellieren MUß auch immer zwei Fragen klären: Die Sinnhaftigkeit des Schrittes, und die Leistbarkeit mit gesundem und damit normalen Arbeitsaufwand.

Mehr Infos zu spezifischen Fragen der Geschäftsprozessmodellierung kann man zum Beispiel nachlesen bei Ali M. Akbarian in seinem Artikel: „GoPM: Gegenstandsorientierte Prozessmodellierung“ und auch bei Wikipedia und auf diversen anderen Webseiten finden sich ausführliche Beschreibungen verschiedener Variationen. Nach welcher Methodik man vorgeht hat letztlich auch etwas mit eigenen Präferenzen zu tun. Wichtig ist eine regelmässige Validierung und das Bewußtsein, dass Reduzierung eine der wichtigsten Komponenten sein sollte.

Die Zukunft des Fernsehens aus meiner Sicht

Heute abend ist es so weit. Die letzte Folge der Rundshow wird sich mit sich selbst befassen. Na ja, eigentlich mit sich als Medium. Es geht um die Zukunft des Fernsehens. Das ist eine Frage, die auch mich interessiert. Denn letztlich schaue ich nur noch sehr selten „klassisch“ fern.

Das meiste passiert bei mir on demand. Sei es, über YouTube oder die Media Angebote von ARD und ZDF. Die Privatsender sind für mich irrelevant, da hier weder inhaltlich Glaubwürdigkeit existiert, noch der journalistische Stil, den ich schätze.

Aber ich konsumiere auch sehr gerne Videopodcasts oder höre Audiostreams wie „Not safe for work“. Es ist ein Konglomerat aus guten Amateurarbeiten, Profijournalismus und seit neuestem so spannenden Konzepten wie der Rundshow oder ZDF Login.

Für mich ist perspektivisch zweierlei zu erwarten:

Zum einen wird es immer weniger „Liveseher“ geben, die wirklich Sendungen dann sehen, wenn sie übertragen werden. HD Recorder, Streamingangebote und Mediatheken werden viele dazu bringen, dann die Sendung ihrer Wahl zu sehen, wenn sie die Zeit dafür haben. Somit muß journalistisch zeitunabhängiger produziert werden, da ich mich z.B. nicht mehr auf eine Tageszeit beziehen darf, wenn ich Programm mache und ich auch immer davon ausgehen muß, dass zum Zeitpunkt des Konsums durch den Zuschauer möglicherweise bereits andere,neuere Informationen existieren.

Und durch die immer größere Zahl alternativer Angebote,von ambitionierten Amateuren wird sich die Rolle des Journalisten wandeln. Meiner Ansicht nach aber eher zum besseren, denn er wird sich wieder mehr aus der „schnellen Nachrichtenvermittlung“ zurückziehen um Faktenrecherche, Validierung von Informationen aus dem Netz und Aggregation von Informationen zu Featuresendungen und Artikeln zu produzieren.

Ich denke, für viele Zuschauer wird das Medium Fernsehen auch in Zukunft ein reines Konsummedium sein, aber das ist ein Phänomen, das das Internet mit ihm teilt. Lediglich ein kleiner ambitionierter Kreis wird sich interaktiv mit den Medien auseinandersetzen. Aber der Rückkanal vom Zuschauer zum Fernsehen wird in Zukunft häufiger existieren und die Idee des „Secondscreen“ hat sich ja, wie man z.B. Sonntags beim Tatort oder bei Großveranstaltungen auf Twitter immer häufiger erleben kann, wo parallel zum Fernsehen über einen zweiten „medialen Kanal“ eine rege Diskussion zum Thema herrscht. Mein Wunsch für viel mehr Sendungen, in denen es um Diskussion und Teilhabe der Bürger geht. Twitterwalls, Twitterticker, Google Hangouts. Partizipation a la Rundshow muss nicht immer sein, aber es gibt viele Formate, wo ich mir das wünschen und für eine spannende und gute Sache halten würde!

Mein Fazit: Trotz aller technischer Hürden durch mangelnde Bandbreite etc.. Die Rundshow als Konzept sehe ich als Wegweiser in neue Möglichkeiten der Partizipation und der weit offeneren Diskussion, als bislang, wo zu TV Talkshows doch eh immer nur „die üblichen Verdächtigen“ geladen wurden.

Secondscreen, oder wenn Social Media das Fernsehen wachküsst

Couchfunk mit dem bislang interessantesten all in one Angebot zum Second Screen Prinzip

Secondscreen, ein neues Buzzword, das nicht erst seit der re:publica in aller Munde ist. Was versteht man darunter? Im Prinzip ist es ganz einfach, es ist die Verknüpfung von Fernsehen und Social Media. Mit die ersten Nutzer waren Twitterer, die mit Leidenschaft und Verve TV Ereignisse kommentierten und kommentieren. So hat sich am Sonntag abend zum Beispiel eine regelmäßige Gemeinde etabliert, die über den neuesten Tatort diskutiert oder konnte man, selbst wenn man nicht zusah, den European Song Contest indirekt mitverfolgen.

Aber mittlerweile weitet sich das ganze auf spezielle Dienste aus. So bieten getglue.com oder  gomiso.com via Webseite oder mobile App die Möglichkeit, sich zu bestimmten TV oder Filmevents einzuchecken und damit ähnlich Foursquare Badges zu sammeln.
Ganz neu auch Couchfunk, das neben dem Einchecken auch noch die Kommentare zur Sendung aus verschiedenen Social Media Kanälen aggregiert und zentral bereitstellt.

Die Rundshow vom Bayrischen Rundfunk

Mittlerweile planen auch die großen TV Sender eigene Second Screen Anwendungen, so startete erst vor kurzem mit der Rundshow von Daniel Fiene und Richard Gutjahr eine Sendung, bei der der Zuschauer via Google Hangout bereits aktiv teilnehmen kann.

Wir sehen, selbst das klassische EinwegTV wandelt sich in Zeiten von Social Media zu einem interaktiven Kanal. Und wenn erst einmal jedes neu verkaufte TV Gerät auch Internet integriert hat, wird der Kanal zurück zum Sender noch an Bedeutung gewinnen. So wird langsam aber sicher aus einem Konsumentenprodukt ein Interaktionsprodukt. Und ich finde, dadurch können wir alle nur gewinnen.