Android Jellybeans, erster Test und Highlights.

Gestern hab ich es mir heruntergeladen und installiert. Jellybeans für mein Galaxy Nexus.

Ein erstes Fazit: Projekt Butter ist überall spürbar. Da ruckelt wirklich gar nichts mehr. Ausgesprochen flüssige Animationen und ein OS wie aus einem Guß.

Das neue Google Currents gefällt mir sehr, was ich aber noch faszinierender finde ist Google Now. Heute das Erlebnis damit: Mit dem Auto zum Kanufahren, als wir danach wieder zurückfahren zeigt mir Google Now automatisch neben dem Wetter und anderen Zusatzinfos auch den Hinweis, wie lange ich mit dem Auto zurück brauche, und wo ich gerade bin inklusive Route für die Rückfahrt.

Google Voice Search funktioniert extrem flott und genau aber das wirkliche Highlight ist das erweiterte Notification System, das jetzt bei vielen Meldungen keinen Sprung mehr in die App braucht, weil alles wichtig schon direkt im Display der Notification erscheint.

Das neue Face Unlock mit „Blinzelkontrolle“ klappt erstaunlich gut und lässt sich jetzt nicht mehr ganz so einfach von Fotos täuschen (wobei, wer dieses System als alleinigen Schutz für sein Smartphone nutzt, mit verlaub schon etwas arg blauäugig ist).

Alles in allem, der Update hat sich gelohnt, alle Software, die ich bislang nutzte läuft weiterhin, in vielen Bereichen aber jetzt noch flüssiger. Und da das Galaxy Nexus ja mit dem Original Android kommt, brauchte ich auch gar nicht lange auf das Update Package zu warten, es wurde quasi gleichzeitig mit der Google I/O Konferenz im Netz direkt von Google bereitgestellt. Ich kann jedem, der gerade über ein  neues Smartphone nachdenkt das Galaxy Nexus nur ans Herz legen, so lange uns Apple in Deutschland  noch erlaubt, es zu kaufen.

 

Warum ich Microsoft mit Surface durchaus Chancen einräume

Wer sieht den Notebook, der da auch drin steckt?

Wir erleben die Ära des Tablets, und alle, die auch nur ein wenig mit dem Thema befasst sind, sehen das Ende des Notebooks und die Zukunft in den flachen Flundern und Touch Bedienung.

Ich denke anders. Letztlich sind und bleiben die reinen Tablets Konsummaschinen. Und damit sind sie in ihrer Verwendung eingeschränkt. Bislang zehren sie vom Hype und der Aura des exklusiven, hypen, aber wie ich schon auf Silicon.de und in meinem Blog prognostiziert habe, Ende des Jahres dürfte der Hype vorbei sein. Und da taucht Microsoft mit ihrer eigenen Tablet Lösung auf? Nicht etwas zu spät?Nur, wenn man nicht weiter denkt. Letztlich werden auch die Fans des Tablets wieder erkennen, dass es gewisse Aufgaben gibt, die sich nun mal besser mit einer Tastatur lösen lassen. Und hier steigt Microsoft meiner Ansicht nach richtig ein. Zum einen, in dem sie auf das Surface Gerät Windows 8 geben, das ja alles an Anwendungen laufen lassen kann, was heute auch schon für Windows 7 verfügbar ist (also auch das klassische Office Paket UND ein Füllhorn an Spielen), zum anderen, in dem sie den Formfaktor Tablet zum Start mit Tastatur ausstatten, also gleich zu Beginn das Signal wieder in Richtung „Universalcomputer“ setzen. Schon hat Asus ein Transformer Tablet (die Form, die am nächsten am Netbook/Notebook liegt) angekündigt, mit Windows 8. Damit könnte tatsächlich das Ende des herkömmlichen Notebooks am Horizont erscheinen, aber anders, als der Markt sich das vielleicht denkt.

Anstelle einer Ablösung durch Tablets sehe ich in der nahen Zukunft die Ablösung durch Hybriden, bei denen ein durchaus auch mal 15 Zoll grosser Bildschirm zugleich als Tablet fungiert, und dank Windows 8 und folgende dennoch die ganze bekannte Office Software läuft.

Mein Transformer TF300T zeigt, wie ein zukünftiges Microsoft Tablet auch aussehen könnte. Auf den ersten Blick wie ein Subnotebook. Best of both worlds.
Man soll den Gegner nicht tot sagen, bevor er am Ende ist. Und Microsoft hat noch einiges in Peto. Sie mögen mit Windows Mobile nicht den besten Weg gegangen sein, aber noch ist das Tablet Rennen nicht entschieden. Und noch gibt es hinreichend viele Menschen, die auf ein Notebook angewiesen sind und dankbar dafür wären, sich nicht zwei Geräte kaufen und danach auch rumtragen zu müssen.

 

2 Wochen mit dem Galaxy SIII im Praxiseinsatz

Überzeugend in Ausstattung und Leistung. Das SIII von Samsung

Nun nutze ich das Samsung Galaxy SIII schon über zwei Wochen. Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen.

Was zuallererst auffällt. Es hakelt wirklich nichts mehr. Sei es die Oberfläche, die Widgets oder auch die Apps. Alles läuft flüssig und reagiert sehr schnell. Ausgesprochen angenehm, wenn man das Smartphone zückt und binnen Sekunden die App auf dem Schirm und die Infos hat. Jetzt ist wirklich nur noch das Netz der Verzögerer, und zumindest für den Raum Hall kann ich für Simyo eine durchaus gute Bilanz ziehen. Im Vergleich zum O2 Netz, das ich auch nutze ist das EPlus Netz, das von Simyo genutzt wird gleichwertig, mal hat der eine besseren Empfang, mal der andere. Wie schon bei den Tests mit dem IPad im ersten Teil meiner Simyotour bin ich auch mit dem SIII in Kombination mit dem Simyo Paket vollauf zufrieden. Klar ist aber auch, dass es wirklich lohnt, eine 1GByte Flatrate zu buchen, denn das Smartphone verführt dank Grösse und Leistungsfähigkeit doch deutlich häufiger zum schnellen nachlesen im Netz.

Sowohl an die Farbe als auch an die Haptik des Gehäuses habe ich mich mittlerweile gewöhnt, lediglich wenn ich es auf schrägen Untergrund legen will, muss ich dran denken, dass es im Gegensatz zum Nexus leichter ins Rutschen gerät.

Da ich, auch durch die Smartphones meiner beiden „Großen“ einen direkten Vergleich habe. Man gewöhnt sich verdammt schnell an die Bildschirmauflösung. Ein kleineres Display hat mittlerweile bei mir keine Chance mehr, und auch wenn Google sich dabei sicher was gedacht hat, ich hätte jetzt auch gerne beim Nexus diese Hardware-Buttons, die dafür sorgen, dass auf dem Bildschirm doch deutlich mehr Platz ist.

Ansonsten mein Eindruck: Wer bereits ein Galaxy Nexus oder ein SII besitzt, sollte sich überlegen, ob er wirklich wechseln will, denn so enorm sind die Unterschiede nicht. Allen anderen kann ich das Galaxy SIII nur intensivst ans Herz legen, selten habe ich ein so ausgereiftes Smartphone in der Hand gehalten, das eher zu viele, als zu wenige interessante Features bietet.

Update: Weil ich direkt auf Twitter danach gefragt wurde. Bei normaler Nutzung hält der Akku einen ganzen Tag durch und ist abends bei ca 10-20%. Wenn ich das Smartphone im Standbymodus lasse, habe ich nach 2 Tagen noch einen halbvollen Akku. Insofern respektable Werte. Wenn ich natürlich intensiv surfe und rechenintensive Apps starte, dann ist der Akku auch beim SIII spätestens nach 6-8 Stunden leer.

 

Da fehlt schon etwas Platz beim Nexus

 

Gadgets für den Geek

Getdigital.de ist ja bekanntermaßen einer meiner Lieblingsshops für geekige Gadgets aller Art.

Hier mal meine drei Favoriten aus dem aktuellen Programm von Getdigital:

 

TV-B-Gone: Dabei handelt es sich um eine Universalfernbedienung, deren einziger Zweck es ist, jeden Fernseher, egal welcher Marke auszuschalten. Das erreicht die Ferbedienung, in dem sie in allen gängigen Signalformen das Ausschaltsignal aussendet, bis es das Signal erwischt, dass zum Fernseher deiner Wahl passt. Sorgt ganz sicher für einige überraschte Gesichter und ist sehr hilfreich in Kneipen, in denen der Fernseher überlaut läuft….

Und mein ultimatives Geek-Gadget und für mich als Star Wars Fan ein Muß ist der USB Yoda, dessen Lichtschwert aufleuchtet, sobald sich etwas in den Bereich seiner Bewegungssensoren begibt und wahlweise noch passende Filmzitate von sich gibt.

Völlig sinnfrei aber ein Heidenspaß auf dem Geekschreibtisch.

Mit dem Anyloader lässt sich die Laufzeit des Smartphones verlängern. Das spannende daran, ist, dass es sich nicht nur um einen Solarlader sondern auch um einen Zusatzakku handelt, der sich unabhängig vom Endgerät erst mal aufladen lässt, um dann die Energie erst später abzugeben.

Aber ich empfehle eigentlich, immer mal wieder da vorbei zu schauen, es gibt immer wieder interessante neue Sachen. Speziell die Rubrik: Neue Artikel besuche ich immer wieder mal.

Live Fallschirmsprung mit Google Glass Hangout und andere Demos vom ersten Google I Tag

Das nenn ich mal ne Live Demo. Auf der Google IO Konferenz konnten die Besucher live miterleben, wie Google Glass tragende Fallschirmspringer auf dem Dach des Konferenzgebäudes landen, wie Biker dann zum Rand des Daches fahren und sich dort wiederum Menschen mit Seilen abseilen. Absolut brilliant und ohne einen Absturz oder Fehler.  Für mich DIE Demo des Jahres!

Aber seht selbst:

Aber auch die weiteren Demos waren wirklich beeindruckend:

Das Nexus 7 kommt mit einem hochauflösendem 7-Zoll-Display für 199 Dollar.


 
Die  neue Nexus Q Kugel, ein Multimediadevice mit NFC Anbindung.


 

Google Now. Der Sprachassistent von Google, der auch vorausschauend denken soll und nicht nur reine Antworten geben.


 

 

Ein Plädoyer für mehr Bildung

Je häufiger ich über neue Reformen, die Effekte des Bachelor/Master Systems oder ein 12 jähriges versus ein 13 jähriges Gymnasium lese, um so häufiger frage ich mich, warum wir eigentlich immer nur über die Form, und so selten über die Inhalte diskutieren. Bei dem, was gelehrt wird, scheint man mittlerweile zu dem Konsens gekommen zu sein, dass nur was später im Beruf auch nützlich ist, lehrenswert ist.

Aber wo bleibt da die Kultur, die Ethik, der Sinn für imaterielle Werte? Sicher, es gibt diese Fächer wie Kunst, Musik, Ethik/Religion noch. Aber wie sagte mein Sohn neulich, sehr klar das Prinzip Ausbildung durchschauend. Mist, jetzt hab ich ne 1 in Kunst, in so nem Fach, das mir später gar nix bringt.

Ist es nicht traurig, wenn schon in der Schule nur noch jene Fächer als wertvoll angesehen werden, die auch „für den Beruf“ nützlich sind? Wenn alles sich nach betriebswirtschaftlichen Kriterien ausrichtet (die übrigens eine Mitschuld an der aktuellen Misere tragen). Ich wage zu bezweifeln, dass soziales Denken, Nachhaltigkeit oder auch bewußter, vernünftiger Konsum es leicht haben, in Curricula integriert zu werden. Diese Themen locken halt keinen Hund(t) hinterm Ofen vor, wenn es später um den Beruf geht. Dabei denke ich gerade in unserer vernetzteren, komplexeren Welt bedarf es mehr soft skills, mehr über den Tellerrand schauen und ja, auch mehr kulturellem Verständnis. Bildung ist eben nicht nur Ausbildung zur Berufsbefähigung sondern Bildung fordert den reifen, den gereiften Menschen, der reflektieren, hinterfragen kann.

Aber wahrscheinlich wäre so jemand ja eigentlich eher hinderlich in der Wirtschaft, oder?

Immer wieder wird in der Wirtschaft der Ruf nach innovativen Ideen laut, nach Querdenkern. Aber woher sollen die denn bitte kommen, wenn man ihnen in den Bildungsanstalten oder heute besser Ausbildungsbetrieben (dazu zählen auch Universitäten mittlerweile, seitdem der Bachelor mehr den Charakter einer Schulausbildung hat)  nur für die berufliche Erwartungshaltung der Topmanager aubildet? So lange Ausbildung sich an dem orientiert, was die Wirtschaftsverbände fordern, wird es hier kaum Besserung geben, mal abgesehen von ein paar wenigen mutigen wie der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim, die zumindest ein  individuelles Profilstudium mit interdisziplinären Lehrveranstaltungen in den Bereichen Individual-, Sozial-, Fach-, Methoden- und Medienkompetenzen anbietet.

Schön zu lesen dazu unter anderem auch immer wieder die Kolumne von Gunter Dueck, aktuell passend:

Über Bildung, Schulvollpfropfen und Bachelorziegelsteine (Daily Dueck 168, Juni 2012)

Mein Buchtipp und eine Rezension: Mein Kind auf Facebook

Wirklich empfehlenswert und auch für Eltern sind viele neue Infos dabei, die sich schon auszukennen glauben.


Ja, dieser Text wurde auch bei Amazon veröffentlicht, aber ich muß es einfach hier nochmal wiederholen. Für mich der Social Media Buchtipp für Eltern schlechthin:

Selten begeistert mich ein Buch, aber dieses tut es. „Mein Kind auf Facebook“. Fundiert, dabei in einem angenehmen Schreibstil, den Eltern wie Kinder lesen können und ohne gleich die große „Facebook ist böse“ Keule zu schwingen, beschreiben die Autoren, wie man sich sicher und sinnvoll auf Facebook bewegt. Dabei gehen sie auch auf Details ein, die so manch ein anderer Autor vergessen hat. Wie behandle ich Gewinnspiele auf Facebook? Was steckt hinter all den kostenlosen Spielen?

Durchwoben von vielen Beispielen und üppig illustriert fühlt man sich als Leser auch dann gut informiert, wenn man geglaubt hat, schon alle Fallstricke auf Facebook zu kennen.

Dabei ist das Buch nicht ausschweifend sondern präsentiert kompakt und dennoch vollständig, was es bei Facebook zu beachten gilt. Zeichen der Aktualität, auch die neue Timeline wird im Buch behandelt. Wer dieses Buch erwirbt, bekommt den idealen Leitfaden, um seinen Kindern eine sichere Nutzung von Facebook zu ermöglichen.

Und auch die Eltern lernen durchaus noch den einen oder anderen Kniff und erfahren neues.

Ohne wenn und aber ist dieses Buch seine 5 Sterne wert.

Danke für dieses Fundstück!