Scheinheilige Politik und von Lobbyisten gelenkte Gesetze. Wenn man von Politikern ent aigner t wird. Das neue Meldegesetz

Wir erinnern uns: Ilse (Ent-)Aigner wetterte gegen Facebook wegen bedenklichen Datenschutzverhaltens. So sagte sie in einem Interview mit der Zeit„Bei Facebook sehe ich viele Fragezeichen“.Und es ist genau die Regierung zu der sich die liebe ?? Frau Aigner auch zählt, die jetzt, auf Druck von Lobbyverbänden den Einwohnermeldeämtern Adresshandel erlaubt. Denn nichts anderes ist es, was nun in einem Gesetz versteckt mal wieder am Bürger vorbeigeschleust werden soll. Ihr ärgert euch über Bürger, die euch beschimpfen und mit Shitstorms überziehen? Wer so regiert und so Lobbyabhängig geworden ist, hat es nicht anders verdient. Tut mir leid, aber mein Mitleid hält sich in fast nicht mehr meßbaren Grenzen! Tja Frau Aigner, bei Ihnen und ihren Regierungskollegen sehe ich eigentlich schon keine Fragezeichen mehr sondern Ausrufezeichen der Wut.

Gehts noch? Facebook beschimpfen aber selbst genau so handeln? Da wird Wasser gepredigt und nicht nur Wein, sondern sogar Champagner genippt. Vermutlich von den Lobbyverbänden gestiftet. Respekt, für so dreist hätte ich unsere Regierung nicht gehalten.

Update: Übrigens, anders als bei Gesetzen, die dem Bürger einen Nutzen bringen, und über die dann monatelang ergebnislos debattiert wird, brauchten unsere Volksverscharerer für dieses Gesetz nur 57 Sekunden, bis es beschlossen war!

Rezension Praxiswissen Joomla! 2.5

Praxiswissen Joomla! 2.5
Tim Schürmann
2. Auflage März 2012
ISBN 978-3-86899-107-9
920 Seiten, inkl. CD-ROM, Klappenbroschur
EUR34.90
eBook Ausgabe:
Praxiswissen Joomla! 2.5 (eBook-Bundle: PDF + EPUB)

Nachdem ich einige Auftritte auf der Basis von Joomla betreue, ist für mich ein umfassendes Buch zu Joomla naturgemäß interessant. Dabei brauche ich vor allem auch die etwas tiefer gehenden Informationen zu Plugins und Erweiterungen und interessiere mich für den einen oder anderen Tipp und Trick. All dies versammelt das Buch Praxiswissen Joomla! 2.5.

Dabei versucht das Buch den Spagat von den ersten Schritten mit Joomla 2.5 bis hin zu Tipps und Tricks, die den Leser unter die „Motorhaube“ dieses mächtigen Content-Management Systems blicken lassen.

Grundlagen werden in den ersten zwei Teilen gelegt. Hier wird die Installation von Joomla, die Konfiguration und das Erstellen von Inhalten mit Joomla beschrieben. Mit vielen Screenshots und Erklärungen wird es dem Einsteiger leicht gemacht, eine vollständige Joomla Installation auf die Beine zu stellen. Danach folgen ab dem dritten Teil die Tipps und Tricks, der Blick unter die Motorhaube. Von Erweiterungen von Joomla bis hin zur Erstellung von eigenen Modulen wird hier der ganze Bereich „Joomla für Fortgeschrittene“ abgedeckt.

Wer also mit Joomla startet, aber auch später noch den einen oder anderen Tipp bekommen möchte oder gegebenenfalls später mit der Entwicklung eigener Plugins weitermachen möchte, ist dieses Buch genau das richtige. Natürlich wird ein Grundverständnis von PHP und allem, was mit dem Erstellen von Webauftritten zu tun hat vorausgesetzt. Aber der Anspruch des Buches ist auch nicht, alles zu erklären, sondern insbesondere den Start mit Joomla zu erleichtern.

Ergänzt wird das Buch durch eine DVD, auf der neben allen Programmbeispielen und dem Archive von Joomla 2.5 inklusive eines Xampp Server auch noch ein Videotutorial zur Installation und Konfiguration von Joomla vorhanden ist.

Die Sprache des Buches ist klar verständlich, viele Screenshots erleichtern zusätzlich die Lektüre. Gerade für den Joomla Neuling mit Ambitionen für weitere Schritte kann ich dieses mit knapp 900 Seiten sehr umfassende Buch nur empfehlen und gebe 4 von 5 möglichen Sternen.

Danken möchte ich Bloggdeinbuch und dem Verlag O’Reilly für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, dessen Inhalt auch mir noch den einen oder anderen Tipp und die eine oder andere neue Idee gegeben hat.

 

Praxiswissen Joomla! 2.5

Tim Schürmann

2. Auflage März 2012
ISBN 978-3-86899-107-9
920 Seiten, inkl. CD-ROM, Klappenbroschur
EUR34.90

eBook Ausgabe:

 

Mein Fazit nach vier Wochen mit dem Galaxy S3

Das S3 ist für mich das neue Referenzmodell im Bereich Oberklasse Smartphones

Zunächst: Ja, ich kann es uneingeschränkt zum Kauf empfehlen.

ABER: Nur dann, wenn ihr plant, ein neues High End Smartphone anzuschaffen. Wer bereits ein Smartphone wie das Galaxy Nexus oder das SII hat, der kann durchaus noch warten.

Ja, das S3 läuft performant und die 4.04 Oberfläche von Icecream Sandwich flutscht nochmal deutlich besser. Aber die Sprünge sind, zumindest nach meinem Geschmack nicht so hoch, dass ein Wechsel lohnt. Zumal nach neuesten Aussagen auch das SII noch in den Genuß von Jellybeans kommen wird.

Nichts desto trotz ist das Galaxy S3 für mich DAS Top Smartphone überhaupt und wer auf Highend, umfangreiche Features und intelligente Erweiterungen Wert legt, macht mit dem Erwerb mit Sicherheit nichts falsch.

Was mir im Besonderen gefallen hat. Das Smartphone reagiert überall sehr flüssig, da ruckelt gar nichts mehr. Die Samsung spezifischen Erweiterungen wie zum Beispiel die Gesichtserkennung um den Schlafmodus zu vermeiden oder verschiedene Gesten, die bestimmte Funktionen auslösen, machen ausgesprochen viel Sinn und auch Spaß. Selbst anspruchsvollste 3D Spiele steckt das Smartphone ohne Ruckeln locker weg.

Das Display ist brilliant, die Farben kräftig und die Leuchtkraft macht auch ein Ablesen im Freien möglich.

An die glatte Plastikhülle des weißen Geräts habe ich mich schnell gewöhnt, dennoch finde ich, sie sieht irgendwie etwas billig aus. Da wäre meiner Ansicht nach eine matte Hülle besser gewesen. Sehr schön fand ich kleine Details wie die Hardware Buttons, die dem Bildschirm doch einiges an nutzbarem Raum zurückgeben.

Danke nochmals an Simyo für die Bereitstellung des Testgeräts.

Mozilla stoppt die Weiterentwicklung von Thunderbird

Vielleicht bin ich in der Beziehung „old school“ aber ich konnte mich noch nie mit einem Online Mail Client anfreunden, alleine schon deshalb nicht, weil ich immer noch der Meinung bin, ich möchte meine Mails im reinen Ascii und von einem Virenscanner und einem eigenen Spam Filter vorgefiltert. Jetzt kündigt die Mozilla Foundation an, sie ziehe Entwickler vom Thunderbird Projekt ab und werde die Weiterentwicklung einstellen. Das bedeutet nicht zwangsläufig das Ende von Thunderbird, da wir das ja von anderen Programmen kennen wie OpenOffice, das erst in den Händen der Community richtig aufblühte und nach der Übernahme von Oracle Gott sei Dank in LibreOffice weiterlebt.

Aber ärgerlich ist es schon, wenn ein sehr gutes Stück Software, das längst weit über einen reinen EMail Client hinausgeht, derart vernachlässigt wird.

Mich würde interessieren, wie ruft ihr eure EMails ab? Welche Clients nutzt ihr, oder geht ihr wirklich alle „nur noch auf die Webmailer“ ?

Hier die EMail über die Entscheidung im vollen Wortlaut:

Hello Mozillians:

On Monday Mitchell Baker will be posting on the future of Thunderbird.

We’d like you to be aware of it before it goes public. However, this is *confidential* until the post is pushed live Monday afternoon PDT. Please don’t tweet, blog or discuss on public mailing lists before then.

In summary, we’ve been focusing efforts towards important web and mobile projects, such as B2G, while Thunderbird remains a pure desktop-only email client. We have come to the conclusion that continued innovation on Thunderbird is not the best use of our resources given our ambitious organizational goals. The most critical needs for the product are on-going security and stability for our 20+ million users.

However, Thunderbird is one of the very few truly free and open source multi-platform email applications available today and we want to defend these values. We’re not “stopping” Thunderbird, but proposing we adapt the Thunderbird release and governance model in a way that allows both ongoing security and stability maintenance, as well as community-driven innovation and development for the product. This will mean an eventual shift in how we staff Thunderbird at Mozilla Corporation – we are still working out details, but some people will likely end up on other Mozilla projects.

We are going to open this plan for public discussion to individuals and organizations interested in maintaining and advancing Thunderbird in the future on Monday. We are looking for your feedback, comments and suggestions to refine and adapt the plan in the best possible way throughout the summer so we can share a final plan of action in early September 2012.

If you have any questions prior to Monday please reach out to me [jb@mozilla.com] or Mitchell [mitchell@mozilla.org]. Again, this information is for Mozillians-only until Mitchell’s post goes live.

Regards,

Jb Piacentino
Thunderbird Managing Director

Additional information:

New release and governance model for Thunderbird will be available here concurrently to Mitchell’s post:

https://wiki.mozilla.org/Thunderbird/Proposal:_New_Release_and_Governance_Model

Info on Modules and Thunderbird owners:

https://wiki.mozilla.org/Modules

You’re receiving this email because you’re a registered Mozillian. We’ll send you timely and occasional organizational news and updates – meant just for Mozillians. If you do not wish to receive these updates, please unsubscribe here. Read the Mozilla Privacy Policy.

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Eil: Apple verklagt nachträglich Steinzeitmenschen wegen Faustkeil

Ja, jetzt gehts weiter mit dem Patentierwahn des Obsthändlers.

Apple hat in den USA ein Patent für ein keilförmiges Notebook zugesprochen bekommen, das schon weit vor dem Macbook Air existierte aber durch das Air prominent wurde. Damit dürfte dann auch bald jeder Ultrabookhersteller mit Klagen der Patentanwaltstrolle von Apple überzogen werden. Leute, tut mir leid, aber langsam hab ich die Faxen dicke. Das ist nicht mehr tolerierbar, das ist Patenttrollen um die nicht US-amerikanische Konkurrenz zu schädigen. Diese ganzen Patente werden immer belangloser. Ich erwarte demnächst Patente auf die Linie, den Pfeil, den Begriff „Luft“ (air) Licht und Dunkel (Beleuchtung des Bildschirms), die Taste (hat ja NUR Apple erfunden) etc.

Ja Beate, ich rante wieder, aber es ist langsam nicht mehr schön, welche Patente hier angenommen werden, und im Moment muss ich sagen, nutzt Apple das aus wie kein anderer. So etwas fördert nicht Innovation, es verhindert sie, weil Firmen finanziell und personell mit hirnlosen Patentstreitigkeiten beschäftigt sind, anstelle neue Technologien zu entwickeln. Natürlich kann man Apple rein rechtlich nichts vorwerfen, aber es wird wirklich Zeit, hier der Trivialpatentierung einen Riegel vorzuschieben.

Immerhin scheint man in England mittlerweile zu hinterfragen, welche Schwachsinnspatente hier Anwendung finden sollen. HTC hat in einem Rechtstreit gegen Apple wegen des Slide to Unlock Patents gewonnen. Erste Richter stellen wohl wieder Gerechtigkeit über Recht.

 

Aber eigentlich ist das, was Apple und andere mit dem Patentieren anrichten nur lächerlich gegen die Patente, die sich gegen die Gesundheit des Menschen richten. So wurde bereits versucht, Gene, die Brustkrebs AUSLÖSEN können, zu patentieren, damit man eine Marktführerschaft in der Diagnose und Therapie hat (und somit auch den Markt und die Preise beherrschen kann). Dagegen ist das Patenttrollen von Apple nur lächerlich. Hier geht es um die Gesundheit von Frauen, und hier hört der Spaß wirklich endgültig auf. Es wird definitiv Zeit, aktiv in die Diskussion zu gehen, was überhaupt patentierbar sein darf. Sonst enden wir bald in einer Welt, in der nichts mehr ohne Patentklagen geht.

Spracheingabe als Mehrwert oder Kaufargument?

S Voice von Samsung, verfügbar auf dem neuen Galaxy SIII. Klappt ganz gut, aber auch nicht wirklich brauchbar.

Nach Apples Siri, Samsungs S Voice und dem noch geheimen Projekt „Majel“ meldet jetzt auch LG eine eigene Spracherkennung.

Warum das alles? Wollen wir wirklich alle mit unserem Smartphone sprechen? Viele der Anwendungen, die ich Tag für Tag nutze machen mit Spracheingabe zwar auch Sinn, sind aber oft viel langsamer zu bedienen. Zudem ist eine Spracheingabe erst dann wirklich sinnvoll, wenn sie 100% fehlerfrei funktioniert, was ich für die nahe Zukunft stark zu bezweifeln wage.

Für mich ist das ganze ein Featurekampf, der alleine zur Differenzierung von Geräten dienen soll, die letztlich in ihren Merkmalen nicht mehr wirklich unterscheidbar sind. Sie tun alle das gleiche, mal auf die eine oder die andere Art, die nächste Chance ist also, eine gänzlich neue Bedienform einzuführen. Und seit dem Hype um Siri ist hier Spracheingabe das Feature der Wahl. Ob es sich auf Dauer durchsetzen wird, hängt mit Sicherheit auch davon ab, wie schnell die Systeme nicht nur fehlerfrei funktionieren, sondern auch auf mehr als Schlagworte reagieren. Und da ich aus der Computerlinguistik und KI komme, weiß ich um die Fallstricke. Präsuppositionen verstehen (also dass ich z.B. nicht wissen will, ob jemand die Uhr ablesen kann, sondern die Uhrzeit wenn ich ihn frage „Weißt du wie spät es ist?“) und ähnliche semantische Hürden dürften noch auf längere Zeit für Spracherkennungs- UND Verarbeitungssysteme schwierig sein.

Insofern sollte man bei der Wahl seines Smartphones nicht unbedingt die Spracheingabe als Entscheidungskriterium wählen. Sie ist eine nette, oft auch schon erstaunlich gut funktionierende Spielerei. Aber eben wirklich nur eine Spielerei….. Noch.

 

Amüsante Fakten zum „Mobile Worker“

In folgender Infografik würde ich mal sagen, erfüllen sich wieder alle Klischees in manchen Bereichen. Der jüngere Mobile Worker bevorzugt IOS und Android der Ältere Blackberry (klar, sehe in meinem Umfeld auch fast nur graumelierte Schlipsträger ausschließlich mit Blackberry. Die meisten anderen haben noch ein eigenes „vernünftiges“ Smartphone.) Auch und gerade für mich spannend. Im Finanzbereich bewegen sich viele ECHTE Mobile Worker! Und noch ein spannender Punkt ist der massive Anstieg der Smartphone Nutzung für die Arbeit. Frage ist zwar hier, wie viele davon arbeiten selbständig und wie viele noch immer in einem Arbeitsverhältnis, in dem nicht die Leistung, sondern die Zeit bezahlt wird.

Auf jeden Fall wie jede Statistik mit Vorsicht zu genießen, regt aber durchaus zum Nachdenken an.

Was mir die Infografik vor allem wieder vor Augen führt. Es gibt in vielen Unternehmen eine große Diskrepanz zwischen der Art, wie Arbeitnehmer arbeiten wollen und dem, was die Managementebenen sich unter dem braven, folgsamen Mitarbeiter vorstellen. Und offensichtlich wollen viel mehr Menschen effektiver arbeiten, zielorientiert, statt nur an der Arbeitszeit gemessen werden. Aber dagegen steht offensichtlich noch ein Denken, das hinter jedem Arbeitnehmer einen arbeitscheuen Verbrecher vermutet, der jedwede Freiheit nur zum eigenen Vorteil ausnutzt. Ich habe es schon mal geschrieben und ich wiederhole mich hier gerne: Wer Arbeitnehmer als Mitunternehmer haben will, muss auch die daraus resultierenden Freiheitsgrade erlauben. Sonst wird die ganze Maßnahme nicht ernst genommen.