Den letzten fressen die Kunden. Die Inflation der Musikportale

Manchmal wundere ich mich, wieso jemand eine Geschäftsidee startet. Schon lange gibt es Dienste wie Spotify, Simfy, ITunes. Aber die Konkurrenz ist nicht müde, immer neue Musikportale aus dem Boden zu stampfen. Jüngstes Beispiel gefällig? XBox Music (ein Dienst, den ich schon immer für etwas absurd hielt, denn das letzte, was ich an meiner XBox machen will, ist Musik hören) bietet nun auch Apps für Apple und Android an.

Mal ganz von den Ressentiments abgesehen, die Apple und Android User Microsoft entgegenbringen. Noch ein Musikdienst? Seriously? Ich habe schon einen und ich gehe mal davon aus, die Mehrzahl derer, die musikaffin ist ebenso. Warum also soll ich  mir noch eine App auf meine Device laden?

Für CDs, die ich wirklich „besitzen“ (sprich deren MP3s ich auch überall offline nutzen möchte) bietet mir Amazon seinen Cloud Dienst an und hat mir netterweise meine Käufe der Vergangenheit gleich digitalisiert. Alles andere, was man nur mal ab und zu hören möchte, kann man ja über Spotify bereits hervorragend machen. Die Apple Fraktion wird sowieso bei ihrem ITunes bleiben.

Wieder mal beweißt Microsoft, dass sie im Moment vor allem ein Talent haben. Das des zu spät kommens. Ich kann schon hören, wie da im Top Management sicherlich wieder die Gedankengänge waren. „Was die anderen machen, könnnen wir alles besser. Wartet nur,wenn wir unseren Dienst präsentieren, der ist besser, schneller, bunter.“ Ja sicher but: Who cares?

 

 

Zwei Jacken von Scottevest, Smartwear für den Geek!

scottvest
Sitzt perfekt und gibt ordentlich warm. Die Scottevest Revolution Plus

Meine Frau nennt mich immer den Taschenfetischisten. Meine Jacken können, wahrscheinlich bedingt durch mein Geekbekenntnis nie genug Behältnisse für meine Gadgets haben.

Das stellte mich bislang immer vor zwei Herausforderungen. Entweder, die Jacke hatte genug Taschen, aber dann sah ich voll bestückt wie aufgebläht aus. Oder die Jacke saß sehr gut aber dann waren die Taschen sehr begrenzt.

Schon vor einiger Zeit hatte ich von Scottevest gehört, mich aber bislang immer gescheut, bei denen zu bestellen, weil sie nur aus den USA liefern. Doch dann nahm Thinkgeek.com zum einen die Jacken in Spezialversionen, die mir extrem passend erschienenen.

Zunächst interessierte mich die Tropiformer, da es noch schön warm war und mir eine Übergangsjacke und etwas leichtes für den Sommer fehlte. Die Tropiformer ist so geschnitten, dass man Kragen und Ärmel ganz leicht abnehmen kann, das sie nur mit starken Magneten an der Weste gehalten werden. (Keine Sorge, die Magnete sind nicht so stark, dass sie irgendein Gadget beeinflussen könnten, lediglich Träger von Herzschrittmachern sollten die Jacke zur Sicherheit nicht tragen).

1183_sev_tropiformer_x-ray
Ein Blick in die Tropiformer Jacke mit insgesamt 22 Taschen.

Ich entschied mich für die graue Version, da mir die anderen irgendwie zu bunt waren. ThinkGeek lieferte die Jacke in sagenhaften 3 Tagen direkt aus den USA vor unsere Haustür. Eine stramme Leistung und auch jetzt, als ich mir eine neue Winterjacke anschaffen musste (trottelig wie ich bin, hab ich meine alte Jacke irgendwo vergessen), kam ich wieder auf ThinkGeek/ScottEvest zurück und deren Revolution Plus Jacke, wie sie bei ThinkGeek heißt. Die gabs dann auch in meiner Lieblings“farbe“ schwarz. Ebenfalls nach drei Tagen war die Jacke da.

Was lässt sich nun über beide Jacken sagen.

Zunächst ja, man kann wirklich Unmengen an Gadgets in den Jacken unterbringen, ohne dass es von außen auch nur im Geringsten auffällt. Ich habe das mit meinem Dell Latitude 10 in der Tablet Tasche und Ersatzakku sowie Note 2 auf der anderen Seite versucht. Zum einen fühlte es sich nicht so an, wie bei normalen Jacken, die dann doch einen ganz schön runterziehen. Zum anderen war von außen absolut nicht zu erkennen, was ich da bei mir trage.

Die Verarbeitung beider Jacken ist sehr gut. Sie sitzen eher etwas weiter (was sinnvoll ist, wenn man wirklich was mitnehmen will) man sollte, wenn die Maße grenzwertig sind immer zur größeren Nummer greifen.

Die Revolution Plus bietet zusätzlich eine gut verarbeitete wärmende „Dämmung“ und sitzt ebenso wie die Tropiformer absolut bequem.

scottjacketxray
Hier kann man recht gut sehen, was so alles in der Revolution Plus Platz hat.

Auch wenn ich meine Zweifel wegen des Kragens der Tropiformer hatte, der ja nur mit Magneten fixiert ist,  muß ich sagen, funktioniert hervorragend.

Das einzige Mal, wo ich die Magnete merkte war, als ich mich mit der Jacke an eine Eisenlehne angelehnt habe. Da spürte man kurz ein Rucken, da die Magnete natürlich an der Lehne leicht hafteten 😉

Die Tropiformer bietet sagenhafte 22 Taschen, darunter eine für eine Trinkflasche!, für ein Tablet, ein Smartphone, Brille, Kugelschreiber, und hat ein eingebautes „System“ um Kopfhörer im Kragen der Jacke zu verstecken und so baumelte Kabel zu vermeiden. Zusätzlich lässt sich die Jacke so klein machen, dass sie in die auf der Rückseite befindliche Tasche passt und dann nur noch ein kleines Packet darstellt.

Die Revolution plus wiederum bietet sogar 26 Taschen, beide haben sogenannte Clear Touch Taschen, in denen man durch eine Art Folie das Display des Geräts in der Tasche sehen UND bedienen kann und beide bieten oben erwähntes Personal Area Network (PAN), also eine Art eingebauter Kabelkanäle, damit man Kabel von Tasche zu Tasche führen kann.

 

Anbei zwei Videos, die sehr schön zeigen, was sich so alles in den Jacken unterbringen lässt, ohne das es von außen wirklich sichtbar wird.

Ich kann die Jacken von ScottEvest uneingeschränkt empfehlen und sie sind definitiv den etwas höheren Preis wert.

 

 

Meine Pebble Smartwatch ist da. Und sie überzeugt.

IMG_20130916_200705
Schick ist sie.Und mit Canvas kann man sich sehr einfach sein eigenes Watchface erstellen.

Das große Thema im Moment sind Smartwatches. Als Teil des Gesamtkonzepts Smartwear sind sie der erste wirklich Prominente Vertreter einer ganzen Palette neuer Gadgets.

Das ganze hat wirklich an Fahrt aufgenommen, als die Pebble Smartwatch auf Kickstarter eine Rekordsumme von  10,16 Millionen Dollar einsammelte. Langer rede kurzer Sinn, ich war auch einer der Backer und meine Pebble machte sich im April auf den Weg.

Tja, dann kam aber der deutsche Zoll dazwischen, der nachdem einige Pebble Uhren durchgeschlüpft waren das Großteil aufhielt und entweder in den Lagern wegschloß oder gleich zurücksandte. Pebble versprach den sichtlich erbosten deutschen Backern, eine Lösung für das Dilemma zu finden und nun scheint man sich eines Tricks zu bedienen um zumindest diejenigen deutschen Kunden zu beliefern, die die Uhr auf Kickstarter unterstützt hatten. Die Uhr wird nicht mehr aus dem Ausland nach Deutschland eingeführt, sondern k0mmt jetzt aus Holland, ist damit also in der EU unterwegs und umgeht so den Zoll. Wie lange das gut geht, wage ich nicht zu vermuten, aber meine ist nun endlich da!

 

Und was soll ich sagen: Ich bin begeistert. Die Uhr sieht elegant aus, ist zwar ein wenig groß aber nicht unangenehm, das Display ist, wie von einer eInk Uhr zu erwarten nur schwarz-weiß aber extrem gut, sie ist angenehm leicht und sieht trotz Plastik nicht billig aus.

IMG_20130916_151930
Schlicht ist die Verpackung und auch der Dokumentationsumfang. Möglicherweise ein Beschwerdepunkt beim Zoll. Das Ladekabel wird mittels Magnet am Gehäuse gehalten.

An mein Note 2 war die Uhr schnell angekoppelt und nachdem sie sich mit Bluetooth verbunden hatten konnte ich ziemlich schnell die ersten Benachrichtigungen empfangen. Einige zusätzliche Apps habe ich auch gleich installiert. So kann ich jedem nur Canvas für Pebble ans Herz legen, eine App, die es ermöglicht, sehr flexibel eigene kleine Watchfaces (so heißen die verschiedenen Uhrendesigns) für die Pebble zusammenzuklicken. Daneben nutze ich Pebble Notify, womit ich mir quasi von jeder App die Benachrichtigungen auf die Uhr schicken lassen kann.

Die Bedienung der Uhr mit den vier Knöpfen ist intuitiv und geht leicht von der Hand. Auch die Bluetooth Verbindung bleibt erstaunlich stabil und zieht nicht wirklich viel Strom von meinem Note 2.

Bislang bin ich von der Uhr wirklich beeindruckt, sie bietet genau das, was ich von ihr erwartet habe, eine sichere und stabile Erweiterung meines Smartphone Displays bei optimaler Batterielaufzeit und guter Ablesbarkeit. Da demnächst auch die Kreyos und die neue Smartwatch von Simvalley/Pearl bei mir für Tests landen werden gibt es bald einen direkten Vergleich verschiedener Smartwatch Konzepte.

Dachte ich schon, die Sony Smartwatch wäre doch eigentlich ganz brauchbar, muss ich nun sagen, im Vergleich schlägt die Pebble Smartwatch das Sony Gerät um Längen.

Dennoch muss ich sagen, der aktuelle Stand der Technik spricht mit Sicherheit eher die Early Adopter und die Geeks an. Für den Alltag sind meiner Ansicht die aktuellen Modelle alle noch nicht wirklich geeignet. Nichts desto trotz ein interessantes Segment, das im Kontext von Wearable Computing durchaus seine Berechtigung hat.

[appbox googleplay screenshots com.pennas.pebblecanvas]

[appbox googleplay screenshots com.getpebble.android]

[appbox googleplay screenshots com.dattasmoon.pebble.plugin]

 

Die Unternehmens-IT auf verlorenem Posten. BYO Whatever.

a2f7edef67326d794ec20516195f2ef7_large
Ein digitales Gadget, aber nicht als solches erkennbar

Noch unterhält man sich, ob der Notebook des Mitarbeiters auch sein private sein kann, ob das Tablet mit ins Büro darf. Aber Entwicklungen wie Google Glass, Smartwatches und diverse Trackerdevices machen eine ganz neue Front auf. Was, wenn niemand überhaupt realisiert, dass der Mitarbeiter ein Device bei sich trägt, dass ggf. auch interne Daten tragen könnte? Bis wohin dürfen wir in Zukunft überhaupt noch eingreifen und vorschreiben, was mitführbar ist, und was nicht? Schon gibt es erste Ringe mit RFID Daten, oder miniaturisierte Devices, die Simulatandolmetscher spielen können.

Jedes dieser Devices kann auch Datenträger werden, oder zum Beispiel über eine miniaturisierte Kamera etwas aufnehmen. Da wird das Smartphone zum großen Klotz, das man lieber zu hause lässt.

Letztlich muss die IT in Zukunft weniger verhindern als Wege öffnen, denn die eigenen Devices kommen sowieso. Spätestens wenn zum Beispiel die Enablertechnologien für Menschen mit körperlichen Einschränkungen geht, wird es kritisch zum Beispiel Devices, die Gesundheitsdaten an einen Arzt senden im Unternehmen zu verbieten. Aber auch Smartwatches können bald genau so viel wie ein Smartphone, sind aber vermutlich nicht immer als solche erkennbar. Der flexible Mitarbeiter entzieht sich zudem immer häufiger der Kontrolle durch physische Präsenz, in dem er immer häufiger mobil und unterwegs arbeitet.

 

Es geht darum, BYO whatever als etwas zu akzeptieren und zu integrieren, das kommen wird und das man am besten begleitet, statt es zu verhindern.

Lernen in und mit der Cloud: Examtime, ein spannendes Konzept fürs digitale Lernen

lernplattform
Klare Struktur, nützliche Funktionalität und eine schnelle und gut strukturierte Oberfläche zeichnen Examtime aus. Der Schlüssel zum Erfolg ist aber die schön gemachte Gruppenfunktion.

Es gibt viele Varianten, wie man digital und online lernen kann. Neben Online Vorlesungen, ganzen Online Unis habe ich jetzt mit Examtime ein schönes Webtool entdeckt, mit dem man in Lerngruppen zusammenarbeiten kann. Dabei versteht sich Examtime als Werkzeug, dass die Kollaboration erleichtern soll.

Prinzipiell kann ich Examtime auch alleine nutzen,aber da man ja auch sonst meist in einer Lerngruppe besser voran kommt ist auch hier die Idee der Gruppe eines der Kern Features der Anwendung.

Das Design ist angenehm schlicht aber professionell und lenkt so wenig von den Inhalten ab. Die Struktur erinnert an andere Time Management und Verwaltungstools.

Sehr schön gelungen ist die Mindmapping Funktionalität, die gerade in der Zusammenarbeit mehrerer Nutzer sehr hilfreich sein kann.

Was ich wichtig und sehr gelungen finde ist der Fokus auf eine klare und einfach strukturierte Oberfläche sowie die durchdachte und nicht überbordende Menge an Features. Die Inhalte lassen sich dank diverser Importfunktionen dem jeweiligen Lernprojekt sehr gut anpassen. Neben Mindmap und Karteikarten bietet die Plattform auch eine Quizfunktion an und einen Kalender, mit dem sich zum Beispiel die Vorbereitung auf eine anstehende Prüfung sehr gut verwalten, aber auch Lerneinheiten planen lassen.

2013-09-09 09_56_07-ExamTime - Ein erster Test
Auch Mindmaps lassen sich erstellen und so gemeinsam Lerninhalte und Themengebiete gut strukturieren. DIe Anwendung läuft sehr flüssig und ist einfach zu bedienen.

Alles in allem halte ich Examtime für eine sehr gelungene Plattform für jedwede Art von Vorbereitung und Lerngruppenverwaltung. Durch das performante Webinterface lässt sich Examtime zudem auch gut auf Tablet bzw. Smartphone nutzen und bietet damit überall den mobilen Zugriff auf Lerninhalte und Lernerfolge.

 

Jedem, der ein gutes, schnelles und sinnvolles Werkzeug zur Examensvorbereitung oder für Lerngruppen sucht kann ich Examtime nur ans Herz legen.

Für mich präsentiert sich mit Examtime ein Trend, der sich in Zukunft noch verstärken wird. Die Vermischung aus klassischem Offline Lernen wird immer stärker durchsetzt durch Gruppenarbeiten, die über Klassen, Seminare und Jahrgänge hinweg Menschen zusammenführt, die ein gemeinsames Lerninteresse haben.

Eine Plattform wie Examtime kann ich mir auch sehr gut im Geschäftsumfeld vorstellen, wo sie inhouse Schulungen ebenso wie Kurse außer Haus hervorragend unterstützen und ggf. den Lernerfolg durch weiterführende Übungen, Recherchen oder Tests nach der eigentlichen Präsenzphase verstärken kann.

Letztlich lernen viele „Digital Natives“ ja heute schon vernetzt, dies aber mit Tools wie Facebook, die nicht wirklich auf die Anforderungen für vernetztes Lernen ausgerichtet sind. Examtime bietet hier genau den richtigen Mix aus „Gamification“ durch Gruppenarbeit und sinnvoller Struktur.

 

 

 

 

 

 

Das Dell Latitude 10 Tablet, ein sehr positives Zwischenfazit

tester
Entertainment Center für den Sohn

Es soll ja ein Langzeittest werden, und ein paar besondere Anwendungen wie Liveblogging von einem Barcamp stehen erst noch an, aber ich denke, es wird Zeit für ein erstes Zwischenfazit aus den Alltagserfahrungen mit meinem mir von Dell dankenswerterweise zum ausgiebigen Test zur Verfügung gestellten Dell Latitude 10 Tablet.

Ich nutze die Version mit Windows 8 Pro, 32GByte SD Platte und 2GB Ram. Alles absolut ausreichend,um mit Windows 8 darauf flüssig und schnell arbeiten zu können. Da ich immer noch mit der physischen Tastatur am schnellsten bin, habe ich das Gerät noch um eine Bluetooth Tastaturhülle von Kensington ergänzt.

Erster Punkt: Ja, für mich ist es zum echten Arbeitstier geworden. Als Blogger gehen meine Ansprüche vor allem in Richtung Schreibarbeiten, Recherche. Dafür ist das Tablet mehr als ausreichend ausgerüstet. Dank des hochauflösenden Displays und der Unterstützung aller von mir genutzter Software (ganz wichtig: OpenOffice und Chrome) kann ich auf dem Tablet genauso gut wie auf meinem Bürorechner arbeiten. Mein Tablet hat nur WLan, was aber kein Problem darstellt, da ich die meisten Endgeräte von mir und meinen ggf. mitreisenden Bloggerkollegen eh über einen MIFI Router ins UMTS Netz bringe.

Die Verarbeitung ist top, es sieht jetzt noch wie am ersten Tag aus, dabei ist  es im Urlaub einmal von der Couch auf den Boden gefallen. Kein Kratzer, nix. Alles immer noch bestens.

liveblogger
Während der Papa es eher in seiner Rolle als Blogger nutzt.

Bei mir hält das Tablet gut einen ganzen Arbeitstag durch, das Highlight war die Fahrt in den Urlaub, wo es als Multimediacenter für eines meiner Kinder zum Einsatz kam, und uns sage und schreibe 6 1/2 Stunden mit Multimediaunterhaltung versorgt hat (selbst 2 Stunden Stau waren fürs Kind dann gar nicht schlimm;))

Windows 8 Pro ist sehr angenehm auf dem Tablet zu nutzen, lediglich die normale Desktopoberfläche irritiert und dass der Store am Anfang auf deutsche Software eingestellt ist. Das lässt sich aber leicht korrigieren, in dem man den Sprachfilter abschaltet. Und nutzt man im normalen Desktop die vergrösserten Schriften, lässt sich dieser ebenfalls gut bedienen.

Das Tablet selbst ist sehr lichtstark, man kann es auch in der Sonne noch einigermaßen nutzen. Zieht man eine matte Bildschirmfolie drüber, geht es schon wirklich sehr gut.

Ich bin ja immer froh, wenn ich Geräte für Tests bekomme, die mich begeistern und genau das hat das Dell Latitude definitiv geschafft. Seit ich es nutze, bleibt der Notebook zu hause immer häufiger aus, weil ich einfach alles auch auf dem Tablet machen kann. Und ich wage zu behaupten, dass auch der eine oder andere meiner Kollegen mittlerweile über die Anschaffung dieses Tablets nachdenkt, insbesondere einige meiner Entwicklerkollegen sind davon doch sehr angetan 😉

Im Prinzip kann ich das Tablet als Ersatz für meinen Notebook bezeichnen, damit ist mein Setup wieder kompakter geworden, da jetzt nur noch Tablet mit Keyboard und Galaxy Note 2 mit auf Bloggerreisen gehen werden.

Blogparade: Mein erstes Barcamp

257999_10151173932973418_1937056310_o
Man sieht selbst auf Fotos immer sch….. aus.

Stefan Evertz (denn ich auch auf einem Barcamp kennengelernt habe) ruft auf, sich zu erinnern, wann man zum ersten Mal an einem Barcamp teilgenommen hat und was für Erfahrungen draus resultierten.

Nun, da kann ich mich noch gut an das Barcamp Bodensee erinnern, zu dem mich damals die von mir sehr geschätzte @db_uebersee eingeladen hatte, weil ich doch so interessante Sachen zum Arbeitsplatz der Zukunft bloggen würde. Klang alles ganz spannend, also beschloß ich, da sich gerade sowieso die Gelegenheit bot, zu dem Zeitpunkt wegen Brückentagen einen Kurzurlaub zu machen, dass ich daran teilnehmen werde.

Mein Fazit von damals. Tolle neue Leute kennengelernt (unter anderem @jantheofel  @anachorete, @snoopsmaus, @fwhamm @frankkleinert, @tmmd, @jkorten @oliverg und viele, viele mehr), ein Füllhorn an neuen Inputs für meine tägliche Arbeit aber auch für meine „Trendforschung“ und meinen weiteren Lebensweg gewonnen (hätte ich nicht dort mitgemacht, wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass meine Kenntnisse zu neuen Technologien und Trends auch mal finanziell von Nutzen sein könnten).

barcamp
Me can orgranize Barcamp… Rooar.

Das blieb nicht das einzige Barcamp, bis heute sind ca. 10 Besuche verschiedenster Variationen von Barcamps daraus entstanden. Gerade dieses Jahr werde ich zumindest wieder aufs Barcamp Stuttgart gehen, möglicherweise auch nach Nürnberg. Sogar ein eigenes Barcamp habe ich bereits ausgerichtet, zugegeben, nicht öffentlich für Mitarbeiter meines Unternehmens und anderer Partnerunternehmen, aber immerhin, ich habe bereits einige Erfahrungen diesbezüglich sammeln dürfen und spiele immer noch mit dem Gedanken, irgendwann auch in Schwäbisch Hall ein Barcamp Hohenlohe zu organisieren.

Für mich besteht der große Reiz von Barcamps darin, dass man unabhängig von Titel oder Geschlecht, Ausbildung oder beruflichem Status Menschen kennenlernt, sich mit ihnen auf gleicher Ebene austauscht und dabei mit den verschiedensten „Typen“ in Kontakt kommt. Keine soziale Filterblase, einfach nur ein Haufen motivierter, interessierter Menschen, die ein Wochenende dafür hergeben, Wissen zu teilen und neue Ideen, Gedanken, Wege kennenzulernen.

Ich kann jedem, der gerne mal über den eigenen Tellerrand hinausschaut, Barcamps nur dringend ans Herz legen. Wer offen ist für neues, wer lernbegierig ist, wer es mag, Menschen mit anderen Ansichten unvoreingenommen kennenzulernen und sich auf gleicher Ebene auszutauschen, der ist bei einem Barcamp richtig. Wem sein Doktortitel was bedeutet, wer sich für „was besseres“ hält oder meint, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, der kann sich Barcamps sparen.

Barcamps: It’s not about Titles, it’s about People.

In diesem Sinne, nutzt die Chance, besucht ein Barcamp, ihr werdet gefallen daran finden. Warum ich das weiß? Weil ihr meinen Blog lest. Dafür braucht ihr sicher mehr „Toleranz“ und „Über den Tellerrand denken“ als beim Besuch eines Barcamps.

Barcamp_Stuttgart_2012_21
Barcamp Stuttgart, eines der Highlights der deutschen Barcamp Szene.

Got latte?, Live Blogging made easy.

wpid-Screenshot_2013-09-09-15-38-18.png
Die einzelnen Live Blogs sind sehr schön gestaltet und lassen sich über ein konfigurierbares Widget auch in andere Internetseiten integrieren bzw. über Social Media streuen.

Gerade ist die IFA zu Ende und neue Veranstaltungen warten bereits. Oft wird hierfür ein klassisches Blog System um eine live Komponente erweitert. Einen ganz anderen aber für meinen Geschmack sehr vielversprechenden Weg verfolgt „got latte?“. Hier ist das zentrale Werkzeug eine App für IOS und Android. Damit lässt sich sehr einfach auch in einer Gruppe via Smartphone oder Tablet live von einem Event. Das Tool übernimmt dabei sehr elegant die Oberlächenbereitstellung für Blogbeiträge auch einer Gruppe und in Folge können diese Beiträge sowohl auf der Plattform selbst als auch eingebettet in andere Plattformen gestreut werden.
Damit kann man wunderbar auch eine Ad Hoc Bloggergruppe aufstellen, die sich zum Beispiel bei einem speziellen Event zusammentut und ohne großen Aufwand gemeinsam berichten kann. Innerhalb des Tools lassen sich die Liveblogbeiträge sehr einfach teilen, so dass interessierte Leser direkt mitlesen können, was die Blogger im Liveblog eintragen. Über einen Codeschnipsel lässt sich der Live Blog auch in bestehende Auftritte integrieren, ohne dabei das jeweils verwendete Tool erweitern zu müssen.
Gerade der Aspekt, mittels einer sehr einfach gebauten aber klaren und flott zu bedienenden App allen möglichen Personen einen schnellen Zugang zum Live Blogging zu ermöglichen finde ich sehr gut. Wahrscheinlich werde ich die Software bei einem meiner nächsten Barcamp Besuche einmal in der Praxis testen. Für mich ist GotLatte! eine große Empfehlung wert für jeden, der egal mit welchem Endgerät von unterwegs einen Liveblog aufziehen will.

Ein weiterer Aspekt kann auch für Journalisten interessant sein, denn über Latte lassen sich auch sehr einfach Videobeiträge verbreiten, da die Plattform auch den Upload von Bildern und Videos ermöglicht.

Für mich ein interessantes Konzept, das, da es noch in den Anfängen ist, sicherlich noch viele neue Features anbieten wird, aber für mich schon jetzt eine wirklich gelungene Alternative zum Live Blog auf WordPress Basis bietet, zumal die Smartphone App wirklich einfach und gut zu bedienen ist.

Das ganze habe ich, wie aufmerksame Leser bemerkt haben, am 10.09. auch ausprobiert und zum ersten mal live von einer Apple Keynote gebloggt. Mein Fazit. Das funktioniert hervorragend, vor allem, weil man sich überhaupt keine Gedanken über die Technik machen muss und durch das automatische einspeisen in das Widget der Blog sich quasi von alleine mit den Livebeiträgen füllt. Alle Daumen hoch für eine tolle Software mit viel Potential.

 

 

 

 

 

 

 

[appbox googleplay screenshots net.eegloo.latte]