Gute Beratung ist mehr wert als das „günstigste Gerät“: Unser neuer Kaffeevollautomat

Heute waren wir bei unserem lokalen Lieblingselektrofachmarkt „HEM“ und wieder wurde mir bewiesen, daß es sich lohnt etwas mehr zu investieren und auch eine gute Beratung zu bekommen als immer nur auf den billigsten Preis zu achten. Meine Frau wünschte sich einen Kaffeevollautomaten und deshalb beschlossen wir zum HEM zu gehen um uns dort über gute Geräte beraten zu lassen. Tja, daraus wurde dann eine vollständige Kaffeeverkostung mit genauester Erläuterung der vor und Nachteile der verschiedenen Geräte. Letztlich haben wir jetzt eine Nivona 770.

Der Automat macht einen wunderbaren Latte Machiatto, Espresso und Kaffee

Die Marke kannte ich zuvor überhaupt nicht. Muss aber sagen, wir sind höchst zufrieden. Ein ausgesprochen leckerer Kaffee, man kann grosse Tassen verwenden, das Gerät ist sehr einfach zu reinigen und macht einen wunderbaren Milchschaum.

Gut, die Maschine ist kein Billiggerät, aber nach einigen Erfahrungen mit vermeintlich günstigen Angeboten kann ich jedem nur empfehlen, mehr auf Qualität als auf den Preis zu achten. Einige Details an der Maschine sind sehr gut durchdacht und sie ist ihren Preis wirklich wert.
Das ist mir einen besonderen Dank an Herrn Yalcin wert. Sehr freundliche und ausführliche Beratung und der Kaffee war wirklich sehr gut 😉

Was will ich damit sagen? Auch wenn ein Händler scheinbar teurer ist als die Konkurrenz, kann es sich lohnen, etwas mehr zu investieren, wenn man dann letzlich genau das bekommt, was man möchte und in guter Qualität. Ich persönlich finde es wichtiger, das zu bekommen, was mir am optimalsten nutzt und nicht das, was gerade noch so die ihm gestellte Aufgabe erfüllt.

Mit Verlaub Google, eure Fernlöschaktion war dämlich und Wasser auf die Mühlen der Google Gegner.

Ich gebe zu, ich mag mein Android Smartphone. Es ist schnell, quelloffen und bietet geniale Funktionen. Und das Google genauso wie Apple zur Not auch Anwendungen aus der Ferne löschen kann, war mir bewusst, und bei der Wahl von Pest oder Cholera entschied ich mich für den weniger zensierenden Laden.
Aber jetzt eure Remote Lösch Funktion auszuführen war fast so dumm wie die Aktion von „Amazon“ wegen 1984. Oder die Zensur von Apple bei seinen Apps wenn es um leichtbekleidete Damen oder Bilder von Kriegsgewalt geht.
Im heutigen IT Markt geht es um Reputation, um Glaubwürdigkeit. Und mit dieser Aktion habt ihr euch einen riesen Teil eurer Reputation in der Smartphone Szene verscherzt. Böser Fehler, ganz böser Fehler. Jetzt werden sich sicherlich viele überlegen, wo da noch der grosse Unterschied zu Apples rigider App Store Politik ist. Denn wer fehlerhafte Software aus der Ferne löschen kann, kann das auch mit unliebsamer Software machen.

#epicfail

Homöopathie, die Wissenschaft vom Glauben

Die ZEIT berichtet: Heilkraft aus dem Nichts und berichtet, dass Homöopathie nur dann wirkt, wenn man daran glaubt. Oder um es anders zu formulieren. Homööpathie lebt vom Placeboeffekt. Das ist für mich aber nun nicht sehr überraschend. Zwar halte ich es nach wie vor für extrem verantwortungslos, wenn man bei einer schweren, lebensbedrohlichen Erkrankung der Homöopathie den Vorzug gibt.

Aber bei Wehwechen habe ich schon selbst erlebt, dass die Gabe von ein paar Globuli (nein, ich kauf das Zeug nicht, aber meine Frau) tatsächlich unsere Kinder BERUHIGTE (das hat aber nix mit einer wirklichen Behandlung der Grunderkrankung zu tun). Das hat aber garnichts mit einer etwaigen Wirksamkeit des Mittels an sich zu tun. Vielmehr greift hier der Placebo Effekt, der durch den Glauben an eine Wirksamkeit eine positivere Grundeinstellung beim Patienten auslöst und damit die Heilung unterstützt.
Das schlimme an alternativer Medizin ist eher die Charakterlage ihrer Anhängerschaft. Dort herrscht eine geradezu religiöse Gläubigkeit an die Wirkung, und jeder , der das hinterfragt wird geradezu inquisitorisch verfolgt und verdammt.

Auch Bild der Wissenschaft titelte in seiner März Ausgabe „warum Ärzte mit Placebo-Medizin Erfolg haben, Zuckerpillen auf dem Prüfstand“.
Jedem, der fast religiös an solchen Müll wie Vitaminpräparate oder Alternative Heilmethoden glaubt, sei Ben Goldacres Buch „Die Wissenschaftslüge“ ans Herz gelegt. Darin räumt mit einigen Lügen und gefährlichen Behauptungen der alternativen Medizin wie auch der Pharmaindustrie auf.

Mag Steve keine Linkshänder ?

Wenn man Linkshänder ist, und eines der neuen IPhones nutzen will, hat man ein (Empfangs-)problem.

Die TAZ erklärt: Nichts für Linkshänder.
Das an sich fände ich als ausgewiesener Linkshänder ja nur ein bisschen diskriminierend. Aber dass dann Steve uns Linkshändern empfiehlt, es einfach nicht so zu heben, wie ich es als Linkshänder nun mal tue, das finde ich schon ganz schön frech. Zumal gerade er das Ei auf seiner Präsentation genau so hält.
Also, ich werd mir jetzt mein Android Phone schnappen…. Mit der LINKEN Hand. Und genüsslich mit HSDPA surfen…..
Tja Steve. Linkshänder sind nicht nachtragend. Aber auch sie haben ein recht auf funktionierende Geräte die man auch als Linkshänder halten kann.

Und noch ne Frage: Bitte erklär mir Steve: Warum lieferst du der Bloggerszene eigentlich gerade so viel Inhalt? Guerilla Werbung ist das nicht mehr, oder doch?
Gestörtes WLan, Update Probleme mit dem neuen OS, IPhones, die nicht mal aus einem Meter Höhe fallen können (das hält sowohl ein Hero als auch ein Desire ohne Probleme aus). Ich verstehe es nicht. Bitte Steve, erleuchte mich.

Und übrigens. Mit den Designern und den Testingenieuren, denen so ein Fehler nicht auffällt würd ich mal ein ernstes Wörtchen reden. Da war wohl mehr als nur ein (deutsches) Bier im Spiel?

Die FAZ, @MSPRO und der gezogene Stecker, #ctrl-verlust gelöscht. Hallo FAZ, gehts noch?

Die FAZ entfernt komplett einen wirklich guten Blog, den von @MSPRO geschriebenen Blog #ctrl-verlust. Wie es dazu kam, das beschreibt @MSPRO hier. Meine Frage an die FAZ. Hey, was soll das ? Sixtus hat schon den Begriff #buecherverbrennung in den Raum geworfen und tut mir leid, aber diesen Beigeschmack hat das ganze. Ungefragt Inhalte entfernen, auch wenn sie in einem Blog stehen, das zeugt von einer Schere im Kopf, von ungleicher Wertung, von der ach so bekannten Printarroganz. Oder sollte nur der liebe Herr S. mal wieder zu viel gehabt haben und sich gedacht haben, den Blog schaff ich jetzt nicht auch noch, also schaff ich ihn ab.
Ich fordere, der Blog muss wieder online gehen. SOFORT!

Es gibt ein Leben jenseits des Firmeninternets: Eine Zensur darf nicht stattfinden.

Vernetzung allenthalben. Durch die immer tiefere Durchdringung des Internets in den Alltag speziell der Generation Y bilden sich viele Netze, auch beruflicher Art immer mehr außerhalb der IT Infrastruktur der Unternehmen. Die Diskussion, wie man die ganzen Smartphones ins Intranet integriert, ist längst obsolet, da immer mehr Menschen solche Smartphones auch privat nutzen. Damit haben sie aber permanent und überall das gesamte Internet, unzens.. aeh ungefiltert bei sich. Insofern sind viele Diskussionen in Firmen, was denn der brave rund um die Uhr arbeitende, als Unternehmer agieren sollende Mitarbeiter sehen darf und was nicht. Wenn er es nicht im Internet am Arbeitsplatz sehen darf, dann wird schnell das Smartphone gezückt. Gut, man könnte den Empfang stören. Das ist aber nicht nur rechtlich bedenklich. Denn schon die Sperrung von Teilen des Netzes für die Mitarbeiter zeugt von einem tiefen Misstrauen. Und in solch einer Atmosphäre kann keine offene, vertrauensvolle Kommunikation entstehen. Wer mich auf diese Art kontrolliert, der vertraut mir nicht, und dem vertraue ich auch nicht. Also werde ich mich von dessen Netz abkoppeln. Schon deshalb, weil ich als Wissensarbeiter auf freien Zugang zu Informationen angewiesen bin.
Je mehr ich kontrolliert werde, um so mehr verhalte ich mich kontrolliert. Und das ist der Tod von Kreativität, Engagement und Motivation. Ich schreibe es schon wieder, ich weiss, aber das ist in der heutigen Zeit die elementares Ressource, die ein Unternehmen hat. Kreative, motivierte und dem Unternehmen verbundene Mitarbeiter. Und wer hier mit Sperren und Kontrollen ansetzt, der hat verloren.

Die Zeiten der Hierarchien und der Kontrolle von oben nach unten nähern sich ihrem Ende. Wer das nicht versteht, wird es erleben müssen, in dem er immer mehr vom Strom der Information abgekoppelt wird, die einfach an ihm vorbei, um ihn herum geht.

Lotus JamCamp Smarter Work auf der re:publica, da war ich auch dabei.

Cool, der Workshop wurde ja doch aufgezeichnet und unsere coole Orga für den Linux Desktop Workshop wird auch als Beispiel erwähnt ab Minute 57 kommt unser Beispiel, wie wir über Twitter einen Vortrag auf der re:publica binnen 2 Tagen organisiert haben. Wer also immer noch glaubt, Twitter und co. seien lediglich Spielzeug, der hat das Prinzip des Networkings, des gleichberechtigten Austauschs von Gedanken und Ideen noch nicht verstanden. Es gilt die Potentiale des Mediums zu nutzen, ohne die Gefahren aus den Augen zu verlieren. Wir müssen das ewige Bedenkenträgertum ablegen und gelegentlich auch den Schritt nach vorne wagen und etwas einfach mal „nur“ ausprobieren. Wenn es nicht sinnvoll ist, kann man es ja immer noch lassen. Aber zumindest weiss man dann, worüber man redet. Die meisten Kollegen, mit denen ich im Büro über Twitter, Facebook und co. rede schimpfen zwar drüber, haben es sich aber weder richtig angesehen, noch wissen sie wirklich, wovon sie sprechen.

Das war unser Beispiel für Twitter und den Nutzen für die Arbeit….

100% sind NICHT 100%: Der Einlastungsmythos und das wirkliche Leben

Heute wieder ein klassisches Beispiel für den Unterschied zwischen ergebnisorientierter und auslastungsorientierter Denkweise erlebt. Spricht mich doch ein Kollege an: Wie, du bist morgen auf einem anderen Workshop? Wir haben dich doch zu 100% für unser Projekt. Ich war vesucht zu sagen, ja und? Heisst das jetzt, wenn ich auf irgendein Ergebnis warte, um weiterarbeiten zu können, muss ich däumchendrehend am Schreibtisch sitzen,weil ich ja zu 100% dem Projekt gehöre? Dumm nur, dass ich ergebnisorientiert arbeite, und wenn ich in einer Projektaufgabe nicht weiterkomme, dann auch durchaus mal eine kleinere projektfremde Tätigkeit annehme. Wenn von einem schon unternehmerisches Denken gefordert wird, sollte man auch so handeln dürfen. Wir müssen uns endgültig von diesem irrsinnigen Auslastungsdenken verabschieden und wieder darauf hin arbeiten was wir eigentlich als Ergebnis wollen. Das erspart uns Kosten, Stress, Frustration und letztlich auch Fluktuation. Wenn ich selbstbestimmt, ohne den Druck von Zeiterfassung und Kostendruck arbeiten kann, arbeite ich effektiver (nicht effizienter, wer den Unterschied versteht, sei mir herzlich als moderner Arbeitnehmer willkommen).

Tut mir leid, das sagen zu müssen, aber bei der Entwicklung von neuen Produkten und bei der Erfindung neuer Algorithmen oder Vorgehensweisen kann ich nicht im Voraus sagen, das braucht jetzt exakt 5 pt. Das ist dummer Quatsch, der nur dazu dient, die Kostenrechnungstabellen zu füllen. Wenn ich Qualität will, dann ist das Produkt fertig, wenn es FERTIG ist, nicht wenn das Zeit/Kostenbudget zu Ende ist…..

So, wo ist mein Baldrian?