Wie Androipit vermeldet, gibt es erste Gerüchte eines neuen Samsung Android Phones für 2011. Wenn eines der Features stimmt, hat sich meine Befürchtung bestätigt, daß wir gerade einen Denkfehler bei den Smartphone Ingenieuren erleben. Angeblich soll das neue Samsung Galaxy I9200 einen Dual Core 2GHZ Prozessor bekommen. Warum? Schon das HTC Desire läuft doch mit dem 1GHZ Snapdragon sehr gut. Ich möchte vielmehr, dass ich mit meinem Smartphone endlich länger als einen Tag richtig arbeiten kann. Schon wenn ich nur regelmässig Emails abrufe, das GPS für Foursquare nutze, dann evtl. auch noch twittere erlebe ich einen leeren Akku oft schon am frühen Nachmittag. Bitte, kümmert euch mal ein wenig mehr um die Akkulaufzeit anstelle diese Dinger mit immer stärkeren Prozessoren auszustatten. Da denkt ihr gerade völlig am Bedarf der Nutzer vorbei, die ein Smartphone wollen, das sie auch mal ein paar Tage ohne Ladegerät irgendwohin mitnehmen können !
Auch die National Geographic Society nutzt Crowdsourcing
Nachdem ich vor kurzem bereits moonzoo und andere Projekte aus dem Zooniverse vorgestellt habe, jetzt eine neue spannende Anwendung von Crowdsourcing: Mongolia, Valleys of the Khans sucht Freiwillige, die im Rahmen des Crowdsourcing helfen, auf Satellitenaufnahmen historische Objekte zu finden. Das ist für mich immer wieder eine Chance, mein Interesse an Wissenschaft und Forschung im realen Einsatz in den Dienst der guten Sache zu stellen. Schon direkt nach meinem Studium habe ich sowohl zwei Wochen meines Urlaubs als auch über tausend Euro investiert, um damals bei einem Projekt der Earthwatch Gesellschaft bei der Beobachtung von Walen und Delphinen in der irischen See zu helfen. Bis heute verbinde ich mit dieser Expedition ganz besondere Erlebnisse, ganz besondere Menschen, die aus allen Teilen der Welt zusammen gekommen sind, um einem Wissenschaftler zu helfen,Wale und Delphine zu schützen. Und wir durften aktiv mitarbeiten, nicht als „Wasserträger“ sondern mit allen klassischen Mitteln der Forschung! Ich bin immer wieder mit Begeisterung dabei wenn es darum geht, wissenschaftlich zu arbeiten, jenseits von Profitdenken und Return of Investment 😉
Digital Rights Management als Ärgernis und Behinderer neuer Technologien. Der Misserfolg der eBooks dank DRM.
Auch ich habe einen Account bei Bookworm . Damit kann ich meine eBooks online verwalten, sie auch online lesen, oder auf jedes beliebige Device downloaden, das einen Internet Zugang besitzt. Alle? Nein, leider sind DRM geschützte Bücher davon ausgenommen. Und es gibt noch andere Probleme. Vor kurzem wollte ich neben meinem Notebook und dem Netbook noch ein weiteres Device freischalten. Da bockte Digital Editions, das DRM Management Programm für meine eBooks. Denn diese Bücher lassen sich auch nur mit einem DRM Programm der selben Art öffnen. So habe ich keine Möglichkeit Bücher, die ich in Amazons Format für den Kindle kaufe, auf andere Devices ohne Kindle Unterstützung zu laden.
DRM ist für mich das gleiche Problem für eBooks, das es schon bei MP3 war. Es ist ein grosses Hindernis und solange die Verlage auf dem dummen Konzept bestehen, so lange wird sich das eBook nicht durchsetzen. Denn zumindes ich habe den Anspruch: Wenn ich für etwas bezahlt habe, will ich damit machen können was ich will. Sonst will ich das Produkt über kurz oder lang nicht mehr. „Die Zeit“ hat da, ganz ihrem Namen verpflichtet, die Zeichen der Zeit erkannt und bietet ihre elektronische eBook Ausgabe für Abonnenten, wie überigens auch schon das PDF ohne DRM an. Das nenne ich fortschrittliches Denken und vor allem erzeugt „Die Zeit“ bei mir damit ein Vertrauensverhältnis. Klar werde ich das eBook nicht weitergeben. Aber ich habe auch guten Grund, weiterhin begeisterter „Zeit“ Leser zu sein. Denn offensichtlich nimmt man mich im Verlag ernst, ganz im Gegensatz zu vielen anderen Verlagen, die mich mit DRM nerven.
Selbst oReilly hat erkannt, dass der Leser auch ein denkendes Wesen ist und bietet seine Bücher ebenfalls ohne überflüssigen weil nervenden DRM Schutz an. Damit kann ich auch diese Bücher professionelle verwalten und auf all meinen Devices bei mir haben. Denn manchmal ist nur mein Smartphone bei mir und auch darauf lese ich ab und zu gerne mal.
Von der idiotischen Buchpreisbindung will ich hier gar nicht erst ausführlicher anfangen. So lange das eBook genau so viel kostet wie die gedruckte Ausgabe überlege ich mir schwer, ob mir die nur noch digitale durch DRM verkrüppelte Version des Buches so viel wert ist. Was, wenn ich den eBook Reader wechsle? Was, wenn sogar das Format meiner EBooks? Dann muss ich sie ja nochmal kaufen, falls das DRM sie sogar an mein Device bindet. ich sage nur #epicfail Verlage. So gehts nun nicht. Eine ganze Branche macht die gleichen Fehler nochmal, die schon der Musikindustrie mehr Feinde bei den Konsumenten eingebracht haben und die letztendlich doch dazu geführt haben, dass DRM wieder entfernt wurde. Aber wir reden hier ja hier von proftorientierten Managern, die offensichtlich glauben, sie wären Pipi Langstrumpf und sich die Welt widewidewit machen, wie sie ihnen gefällt. Dabei vergessen sie aber, dass der Kunde für jeden profitgeil…aeh profitorientierten Manager immer noch der König sein sollte.
Kleines HowTo Video: Kratzer auf dem Playsport Display bereinigen
Ich gebe zu, ich gehe recht hart mit meiner Playsport um. Aber bislang hat sie nicht gemuckt, lediglich das Display hat ein paar Kratzer abbekommen. Nun habe ich mit Freude festgestellt, dass handelsübliche CD Reparaturpaste auch die Kratzer vom Playsport Display ohne Probleme beheben kann.
Anbei ein kleines Howto und Beweisvideo. Danach waren so gut wie gar keine Kratzer mehr zu sehen.
Ein toller Film, demnächst nicht im Kino! ;)
Danke Jürgen für den genialen Linktipp.
Den Film muss ich mir unbedingt vormerken 😉 DER Film zur Programmiersprache Java und zu Open Source.
Ich tippe auf mindestens 6 Emmys und 3 Oscars.
Manche sind offline und auch noch stolz drauf, Ignoranz 2.0
Ja, diesen Blogeintrag werden genau die,die es eigentlich angeht nicht lesen. Die 29%, die zu einem grossen Teil, laut Artikel der Tagesschau grösstenteils bewusst offline sind und bleiben wollen. Nun war die Erde auch ziemlich lange eine Scheibe, Männer mit mehr Rechten als Frauen behaftet, die Eisenbahn lebensgefährlich, ein Mobiltelefon Spielerei und das Internet überflüssig und böse.
Gut nur, dass die Geschichte auch zeigt, das Ignoranten irgendwann von der Realität überholt und auch ignoriert werden.
Mittlerweile gibt es so viele relevante und wichtige Dinge im Netz, von objektivierenden Informationen über vergleichende Dienstleistungen bis zu offenerer Kommunikation, daß jeder, der sich dem verweigert, wohl eher Angst vor seinem eigenen Unverständnis der Technologie hat.
Ich kann es mittlerweile nicht mehr hören, wie schlimm Computer, wie gefährlich das Internet sein soll. Autofahren ist deutlich gefährlicher für mein Leben, aber dennoch fährt fast jeder Auto!
In 20 Jahren werden wir über die Menschen lachen, die sich dem Netz freiwillig verweigert haben. Nicht jeder muss jeden Tag online sein, aber die Möglichkeiten nutzen sollte man. Wenn etwas das Leben erleichtert ist totale Ablehnung letztlich unreflektiert und in letzter Konsequenz dumm.
Interessant auch, dass es einen Unterschied zwischen Stadt und Land gibt. Scheint doch was an dem Spruch zu sein: Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht.
Ist aber dumm, denn gerade durch das Internet kann das Land gegenüber der Stadt wieder aufholen, weil der Wohnort durch das Internet immer weniger relevant wird.
Letztlich bringt sich mittlerweile jeder, der das Netz ignoriert früher oder später in eine schlechte Position und wird sich dann mit Sicherheit auch noch darüber beschweren.
Und final interessant ist auch, dass die Internet Ignoranz auch ein Schichtenproblem zu sein scheint. Also ignorieren auch genau die das Netz, die dadurch ihre eigenen Lebensverhältnisse verbessern könnten, durch Zugang zu wichtigen Informationen, durch Bildung von helfenden Netzwerken.
Ein Film als Social Media Experiment: „Life in a Day“
Interessantes Experiment, wenn wirklich hinreichend viele Menschen mitmachen: „Life in a day“
Der 24. Juli soll via grossem crowdsourcing Experiment in einem Dokumentarfilm festgehalten werden.
Wie kann man mitmachen? Am 24. Juli hat jeder 24 Stunden Zeit, einen Ausschnitt seines Lebens aufzunehmen und auf YouTube im „Life in a Day“ Channel bereitzustellen.
Kevin McDonald, der mehrfache Oscar Gewinner wird dann die besten Aufnahmen zu einem Dokumentarfilm zusammenstellen. Dieser wird von Ridley Scott produziert. Präsentiert, wird der Film dann auf dem berühmten Sundance Festival 2011. Wer einen Ausschnitt beigesteuert hat, der es in den finalen Film schafft, wird in den Credits genannt und gehört vielleicht sogar zu den 20 ausgewählten Beitragenden, die bei der Premiere anwesend sein werden.
Ich finde, ein spannendes Konzept und ich werde sicher einen kleinen Beitrag dazu steuern.
Astronomie als Event. Wie man Kinder an die Wunder des Weltalls heranführt und warum Open Source hier eine entscheidende Rolle spielt
Ich bin begeisterter Amateurastronom. Zwar sehr rudimentär, aber ich arbeite daran. Mit einem Celestron Teleskop abends die Planeten, den Mond und die Sterne zu beobachten ist immer wieder faszinierend. Und man kann diese Faszination dank Computertechnik aus seinen Kindern sehr gut vermitteln. Zum einen gibt es wundervolle Astronomiesoftware als OpenSource.
Ans Herz legen kann ich hier vor allem Stellarium, das ein sehr realistisches Bild des Himmels darstellt

und zudem die Möglichkeit hat, die motorgetriebenen Teleskope von z.B. Celestron anzusteuern und auszurichten. Dort kann man dann auch die Bewegungsprofile von Satelliten mit einblenden. Ein guter Überblick über Software , die zum einen als Planetarium fungiert, zum anderen auch die Flugbahnen von Satelliten darstellen kann, findet sich auch unter „CelesTrak„. Herausheben möchte ich das von mir sehr gerne genutzte Satscape,

das neben der Darstellung der Satelliten auf einem 3D Globus auch noch eine Sprachausgabe anbietet, so daß man bei der Sternenbeobachtung direkt angesagt bekommt, ab wann die z.B. die ISS am Nachthimmel sichtbar ist. Und bevor jetzt wieder jemand sich beschwert, woher das Geld für ein so teures Teleskop nehmen. Mal bei Amazon vorbeischauen, bei den Warehouse Deals kann da helfen. So kam ich für die Hälfte des Originalpreises an ein Celetron Einstiegsteleskop mit Computernachführung.
Multimedial wirds bei NASA und ESA. Dort gibt es viele beeindruckende Fotos, Filme und bei der NASA zudem NASA TV. Dort beobachten wir immer gerne die Live Übertragungen der Shuttle Starts und die Berichte von der ISS. Man kann hier live die Arbeit der Astronauten verfolgen. Und wer selbst als Amateur mithelfen will, findet unter Spacehack einiges an Möglichkeiten, sich aktiv an der Erforschung des Weltalls zu beteiligen.
Ich zum Beispiel helfe gerne gelegentlich bei der Kartographierung des Mondes, der Analyse von Staubpartikeln der Stardust Sonde oder der Beobachtung von Sonnenstürmen, alles zu finden im Zooniverse. Find ich viel spannender als dröges Fernsehen am Abend. Und wenn ich mir dumme Sendungen im Fernsehen spare und hochrechne, wie lange der Durchschnittdeutsche täglich vor dem TV sitzt (bis zu 4 Stunden täglich) dann habe ich pro Woche mindestens 28 Stunden für intelligentere Tätigkeiten als TV Starren.

