Amazon und der Skandal der Scheinheiligkeit

Hallo ihr da draußen, die ihr euch so herzlich über die ARD Doku zu den Zuständen bei Amazon aufregt.

Mal wieder runter kommen. Vor allem all jene, die jetzt zum Boykott von Amazon aufrufen. Wie wäre es dann damit, auch mal über einen Boykott der Post (miese Bedingungen bei Zulieferern), vieler Smartphone Hersteller (Stichwort Foxconn) oder auch bei Discountern (Preisdruck auf Produzenten) nachzudenken? Am besten wäre es ja, den Konsum ganz einzustellen. Damit ist dann zwar auch keinem einzigen Mitarbeiter geholfen, dem es dort dreckig geht, aber man hat halt für sich ein Zeichen gesetzt und sein Gewissen beruhigt. Und mal ganz ehrlich. Ich bin mir sicher, auch wenn alle, die in den sozialen Medien jetzt „Boykott“ brüllen, nicht mehr bei Amazon einkaufen würden, spürbar wäre das für einen global agierenden Konzern wie Amazon kaum.

Für mich sind Boykotts so ähnlich wie die von der Leyenschen Stoppschilder. Ich kauf da nicht mehr also passiert da auch nix mehr, weil jetzt ja deren Umsatz zusammenbricht.

Just my two cents.

Und ich werde weiterhin bei Amazon bestellen, aber auch weiterhin ein Auge drauf haben, wie sich deren Bedingungen entwickeln. Denn das ist etwas, das wir Blogger tun können, um etwas zu bewegen. Den Finger länger auf der Wunde halten, als es die öffentlich rechtlichen unter dem Druck der Quote tun. Denn bei einem könnt ihr sicher sein. In einem Monat ist das Thema allerspätestens aus den Medien verschwunden.

 

Ist moderne Telearbeit etwa doch ein Irrweg?

Evgeny Morozov, ein von mir sehr geschätzter Autor veröffentlichte vor kurzem in der FAZ seine Sicht auf die Telearbeit unter dem Titel „Telearbeit könnte Ihre Work-Life-Balance ruinieren„.

Zunächst war ich versucht, zu protestieren, aber bei genauem Studium des Artikels muss ich Morozov zustimmen. Denn was er als Befürchtung aufzeigt hat durchaus korrekte Schlussfolgerungen als Basis.

Morozov geht davon aus, und so wird es heutzutage durchaus noch vielfach gehandhabt, dass in Unternehmen die Möglichkeit der Heimarbeit eingeführt wird, aber immer noch mit dem alten Kontrollanspruch einer hierarchischen Verwaltung, die Mitarbeiter kontrollieren muss, damit sie etwas tun.

Das aber ist kontraproduktiv, da es in den Mitarbeitern eine Mischung aus Angst und Schuldgefühlen produziert, da sie jetzt ja in einem scheinbar freien System arbeiten dürfen, dass aber immer noch, und jetzt quasi rund um die Uhr überwacht wird.

Erst, wenn wir uns auch davon verabschieden, unsere Mitarbeiter permanent kontrollieren zu wollen kann das ganze funktionieren.

Und in einem teile ich da mittlerweile Morozovs Einschätzung: Wenn es überhaupt passieren wird, dann wird es noch lange dauern,  mindestens eine Generation. Bis dahin gilt, seien sie misstrauisch, wenn man ihnen plötzlich einen Heimarbeitsplatz anbietet und hinterfragen sie, wie denn dann ihre „Leistung“ beurteilt wird. Denn so lange im Unternehmen immer noch Anwesenheit=Entlohnung ist, wird es auch eine wie auch immer gestaltete (technische) Überwachung der effektiv gearbeiteten Zeit geben. Und so lange kann ich nur dringend vom Heimarbeitsplatz abraten.

 

 

Das Scheingefecht um die 30 Stunden Woche. Es geht um ganz anderes.

workplace
Ach arbeite doch wie du willst…. Ja gerne, dann bin ich auch besser 😉

Es war ja zu erwarten. Da veröffentlicht ein breites Bündnis von „Experten“ einen Aufruf zur 30 Stunden Woche und kurz darauf, wie im Reflex wettern die Arbeitgeber dagegen.

Dabei geht die Diskussion völlig am Problem vorbei. Wir erleben zwar in Deutschland immer noch eine Beschäftigungssituation, die nicht wirklich prekär ist (mal davon abgesehen, dass viele Menschen sich mit ihrem Lohn eigentlich nicht mehr am Leben halten können, was für ein reiches Land wie Deutschland schlicht eine Schande ist).

Aber blicken wir auf das so häufig bemühte Gesamteuropa sieht die Lage schon viel schlechter aus. Insofern, zumindest ein interessanter Denkansatz ist das schon. Was mich aber stört, es erhebt die Bedeutung der Zeit wieder über die des Ergebnisses. Warum nicht 20 Stunden, wenn auch dann noch die Arbeit getan wird? Warum nicht die gleiche Arbeit auf mehr Schultern verteilen, und das flexibler?

Ich lese gerade das hochinteressante zweite Buch von Cali Ressler und Jody Thompson über ihr ROWE Modell mit dem Titel „Why managing sucks and how to fix it“ und darin zeigen die beiden, dass es in der heutigen Arbeitswelt noch viel zu oft gehandhabt wird, wie zwischen Eltern und Kindern. Wer möchte nicht wie ein Erwachsener behandelt werden, aber ist es wirklich erwachsen, wenn man über jede gearbeitete Minute Rechenschaft ablegen muss? Wenn man bei allem und jedem controllt (Da steckt absichtlich Troll drin) und immer das Gefühl hat, ohne Vorgesetzte, ohne Kontrolle wäre man ein faules Schwein und würde gar nichts tun.

Es wird Zeit, das ganze Konzept von Arbeit neu zu denken. Im Sinne von: „Ich gehe nicht zur Arbeit, ich arbeite“. Damit fällt sowohl der Zeitfaktor, als auch der Ortsfaktor weg.

Wir wechseln immer mehr in eine Wissensgesellschaft und hier müssen wir uns fragen lassen, ist unsere Arbeitswelt darauf wirklich eingestellt? Oder arbeiten wir nicht alle immer noch wie am Fließband, Hauptsache ausgelastet?

Gerade in ihrem neuen Buch zeigen Ressler und Thompson sehr schon an realen Beispielen, wie manigfaltig die Auswirkungen einer ergebnisorientierten Arbeitswelt sind. Und wie viel Verwaltungsoverhead damit abgebaut werden kann. Vielleicht ist es noch nicht so wirklich bewußt, aber Modelle wie Rowe sparen Geld, fördern Leistung, steigern Umsatz. Und das sind keine fiktiven Behauptungen, das können all jene Unternehmen nachweisen, die auf das Modell umgeschwenkt haben. Und es gibt nicht DEN einen Rowe Weg. Jedes Unternehmen sollte sich aber Gedanken darüber machen, ob eine 30 Stunden versus 40 Stunden Diskussion heutzutage überhaupt noch der modernen Arbeitswelt gerecht wird.

Warum das Leben doch ein Ponyhof sein sollte (part time)

Jeder kennt den Spruch, der vor allem kommt, wenn man sich wieder über zu hohe Anforderungen, Stress oder das Leben allgemein beklagt. „Das Leben ist kein Ponyhof“. Will sagen, das Leben ist nicht nur Spaß, sondern auch Ernst.

Mag ja stimmen, aber ich finde, wir übertreiben das mit dem Ernst mittlerweile. Wir bereiten ja nicht nur unsere Kinder auf den Ernst des Lebens vor (der scheinbar heutzutage nur noch aus dem Arbeitsleben besteht), wir versuchen auch, in unsere spärliche Freizeit möglichst viel Sinn zu pressen. Und wer nicht nahe am Burnout steht, der arbeitet ja nicht genug.

Wie wäre es, wenn wir mal diesen ganzen „Spass kann ich noch später“ haben Irrsinn hinterfragen würden.

Mut macht mir hier die Generation Y, die plötzlich mit ganz anderen, und in meinen Augen sinnvolleren Ansprüchen an die Manager herantritt. Da geht es auch um Freude, um Sinn, um Spaß am Leben. Endlich, denn hey, auch wenn manch einer anders lebt. Wir haben nur EIN Leben, und das gehört zuallererst uns selbst und WIR sind verantwortlich dafür, was wir daraus machen.

Sogar die sogenannten Experten haben das Thema bereits entdeckt und mit dem wohlklingenden Label „Gamification“ hinterlegt. Damit meinen sie aber wieder nur das Spielen um des Konsums willen. Ich sehe das ganze aber weiter gefasst. Das Leben ist schon schwer genug, als das wir es uns noch schwerer machen sollten. Carpe Diem beinhaltet auch, lebe im Tag, genieße im Tag.

Und sind wir mal ehrlich. Letztlich ist all das, was bei den meisten von uns im Berufsleben passiert, doch auch ein riesengroßes „Spiel“ nur eben ohne den motivierenden Ponyhof. Denn es geht doch stets um die gleichen Ziele, die auch ein gutes Spiel ausmachen: Besser sein als der „Gegner“. Einen Preis (Verkaufszahlen, Abnahme eines Produkts, Erfolgreiche Bewerbung als Agentur) gewinnen, gegen die Konkurrenz „kämpfen“. Alles Aspekte, die auch in Spielen vorkommen. Nur sind sie dort um -Achtung- die Motivation zu steigern (!!!!) mit Elementen hinterlegt, die Freude bereiten. Warum machen wir uns also nicht mehr Gedanken darüber, wie wir die Freude auch in den Beruf tragen könnten? Wie wir auch, in sinnvollem Maße die Arbeit zum Ponyhof machen könnten. Und erste Beispiele geben uns ja recht, man möge sich nur mal ansehen, werd die beliebtesten Arbeitgeber sind, und wie die Arbeits(um)welt dort aussieht. Ich denke nicht, dass ich hier auf Google noch explizit eingehen muß?

 

Denn vieles geht mit Spaß daran leichter. Und möglicherweise auch streßfreier. Das kann ich jetzt nicht beweisen. Aber ich arbeite an Feldversuchen ;). Und jeder, der Kinder hat wird mir bestätigen können. Etwas, das ihnen Spaß macht, tun Kinder deutlich gerner, als etwas, was halt getan werden muß. Das ist quasi Gamification 1.0.

Ist die strenge Trennung von Arbeit und Privatleben doch richtig?

RIM kündigt bei seinen neuen Blackberry Modellen eine Funktion an, die streng zwischen privater Nutzung und geschäftlicher Nutzung unterscheidet. Nicht einmal das Kopieren von Daten zwischen privat und geschäftlich ist möglich.

Zunächst hielt ich diese Idee für völligen Blödsinn, propagiere ich doch anstelle der so fast nie realisierbaren Work-Life Balance, also einer ausgewogenen Trennung von Privat und Beruf die Work-Life Integration, bei der ich zwischen beruflicher und privater Aktivität nicht mehr wirklich unterscheide. Aber als ich etwas genauer darüber nachdachte, warum RIM gerade jetzt mit so etwas auf den Markt kommt, vielen mir doch einige Punkte ein, die womöglich auch mein Gedankenmodell der Work-Life Integration im Moment noch konterkarieren.

Letztlich halte ich Work-Life Integration für erstrebenswert, aber offensichtlich in den nächsten 2-5 Jahren kaum für realisierbar. Zu viele in alten Mustern verhaftete Führungskräfte in den Unternehmen schätzen den Wert einer Humanressource (vormals Mensch und Mitarbeiter) eher nach ihrer physischen Präsenz, der Bereitschaft zu oftmals unsinnigen Überstunden und der Priorisierung des Berufs vor dem Privatleben ein. Aber auch zu viele hochgradig misstrauisch gewordene Arbeitnehmer vertrauen nichts mehr, was als innovatives neues Arbeitsmodell eingeführt wird, aus den Erfahrungen diverser Personalabbaumaßnahmen, Unternehmensfusionen und anderer Managemententscheidungen, die entweder Personal kosteten oder die Arbeitsbelastung erhöhten.

Die junge Generation hat hier ganz andere Prioritäten, die aber eben in den Etagen, die für die Strukturierung der Arbeit und Vorgaben so nicht gesehen oder oft gar nicht gewünscht wird. Es benötigt vermutlich mindestens eine ganze Generation, bis wir uns wirklich neu orientieren können und andere Denkmodelle realisieren. So wird die Familie wieder wichtiger und gerät oft in härteren Konflikt mit beruflicher Karriere, als bei früheren Generationen.

Die Veränderung kommt schleichend, oft durch Startups, die eben nicht mehr das Arbeiten bis zum Ausbrennen propagieren, sondern eine Balance leben. Die sich auch um junge Familien jenseits der Kita Öffnungszeiten kümmern. Und vermutlich benötigen wir auch ein anderes Denken, das den Wert eines Menschen nicht mehr direkt an bezahlte Arbeit koppelt. Letztlich streben wir mit aller Rationalisierung und Technologisierung die Reduktion der Arbeit an, aber erwarten dann immer noch eine Gesamtbevölkerung, die in einer 40 Stundenwoche in Jobs arbeitet, die wir zuvor wegrationalisiert haben. Vermutlich stimmt es, was mir so manch einer als Bremse für meinen Enthusiasmus bezüglich der Arbeitswelt der Zukunft mit auf den Weg gibt.

Die Idee und die Vision, wie so eine Arbeitswelt aussehen kann, mag richtig und gesünder sein, als das, was wir heute als Präsenzkultur erleben. Aber dafür braucht es vor allem ganz andere Entscheider, die ihre Wertigkeit nicht aus langen Arbeitstagen und möglichst vielen Mitarbeitern um sich beziehen, sondern eine wirkliche Balance für alle wollen, in der auch mal etwas nicht gemacht wird und nicht eine Kultur des „alles und zwar sofort“ herrscht.

Und schließlich braucht es auch auf Seiten der Arbeitnehmer, seien es die Vertreter wie Gewerkschafter oder Betriebsräte oder die Mitarbeiter selbst das Vertrauen, dass neue, alternative Arbeitszeitmodelle, mehr Freiheiten, Vertrauensarbeitszeit nicht nur dafür eingeführt werden, um die Arbeitskraft noch besser auszunutzen. Da ist es nicht ausreichend, wenn von oben signalisiert wird, das dem nicht so ist, da benötigt es vielmehr Regelungen, die in der Einführung die Grenzen klar aufzeigen aber nur so lange aktiv kontrolliert werden sollten, bis das ganze in die Belegschaft „gesickert“ ist. Erst wer merkt, dass er nicht mehr mit dummen Sprüchen belästigt wird, wenn er bereits um 13 oder 14 Uhr das Haus verlässt um z.B. im Home Office weiterzuarbeiten, wird der gesamten Maßnahme auch vertrauen.

Hier empfehle ich das Buch „Why work sucks and how to fix it“ das auf sehr schöne Art das ergebnisorientierte Arbeiten darstellt. Und ganz neu „Why managing sucks and how to fix it„, in dem auch die Seite der Führungskräfte beleuchtet wird, die hier natürlich auch einem massiven Wandel unterzogen ist.

 

Sind uns ältere Arbeitnehmer wirklich wichtig?

Deutsche gehen trotz Einbußen früher in Rente: berichtet die Süddeutsche und merkt an, dass unklar ist, wer freiwillig und wer gezwungenermaßen so früh in Rente geht.

Ich wage zu behaupten, dass die große Mehrheit gezwungenermaßen in Rente geht, weil sie einfach mit 60+ keinen neuen Job mehr findet. Denn was die Medien uns vorgaukeln wollen, dass der ältere Arbeitnehmer wegen seines langjährig aufgebauten Wissens so wichtig wäre, passt nicht zur Realität vieler. Warum werden gerade die älteren Mitarbeiter oft mit Abfindungen oder Vorruhestand aus den Unternehmen gedrängt?

Leider gibt es eine riesige Diskrepanz zwischen dem, was uns Politik, Arbeitgeber und Medien vorgaukeln und der Realität. Ich kenne sehr viele Menschen in meinem Umfeld jenseits der 50, die es sehr schwer hatten, nochmal eine neue Anstellung zu finden und die meisten um die 60 gehen davon aus, dass sie, sollten sie ihren Arbeitsplatz verlieren auf jeden Fall arbeitslos bleiben, nicht weil sie wollen, sondern weil sie keiner will.

Der demographische Wandel wird meines Erachtens gerade auf dem Rücken der älteren ausgetragen. Wirkliche Konzepte für ältere Mitarbeiter fehlen oft, neue Modelle wie Heimarbeitsplätze, neue Arbeitszeitmodelle und ähnliches werden nur sehr sehr träge, wenn überhaupt eingeführt.

Die Rente mit 67 ist keine Verlängerung der Lebensarbeitszeit, sondern eine Rentenkürzung. Das sagt nur niemand so offen.

Burnout Zahlen steigen. Wundert mich nicht.

Der Stern berichtet, dass die Zahlen von Burn Out bedingten Behandlungen bei den Krankenkassen massiv steigen. Die Zahlen sollen sich binnen acht Jahren um das 18-fache gesteigert haben. Verblüfft mich aber leider nicht wirklich.

Zu viel in unserer Gesellschaft fördert den Burn Out. In einer wirtschaftlichen Situation, in der wohl jeder, der (noch) einen Job hat, mehr als glücklich ist, in der jeder immer genauer beurteilt und bewertet wird, und ja, im Falle einer schlechten Bewertung auch als Humanressource entsorgt wird, da ist das nur ein Symptom.

So lange wir nicht wieder mindestens zwei Gänge runterschalten, so lange wir uns nicht von permanentem Streben nach Spitzenleistungen, nach noch mehr, noch schneller, noch genauer verabschieden, wird sich nichts ändern.

Und wenn jeder, der in Hartz IV abrutscht quasi um jeden Cent kämpfen muss und in einer Existenz landet, die zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig bietet, brauchen wir nicht zu erwarten, dass die Menschen freiwillig einen Zahn runterschalten werden. Dazu muss der Knall noch viel lauter sein. Dann kann es aber schon zu spät sein und die Wirtschaft darunter leiden. Wäre das nicht Grund genug für die Entscheider in der Wirtschaft, hier etwas zu tun? Vermutlich nicht, weil es sich nicht direkt in kurzfristigen Umsatzsteigerungen niederschlägt. Und langfristiges Denken ist ja nicht so die Sache der Finanzmärkte. Noch nicht.

Und noch mehr Stress, und keine Änderung

Wieder wird berichtet, der Stress am Arbeitsplatz wächst und mehr Menschen leiden unter Burn Out. Aber es wird sich wieder mal nichts ändern.

Die Arbeitnehmer werden weiterhin brav alle Mehrbelastungen hinnehmen.

Die Arbeitgeber werden sagen, dass das nicht ihre Schuld sei, sie täten ja alles für die psychische Gesundheit und man dürfe nicht so verallgemeinern, das seien alles Einzelfälle und man könne doch über alles reden und gemeinsam eine Lösung finden.

Die Gewerkschaften werden demonstrieren und sich dann doch wieder hinter verschlossenen Türen mit Politik und Arbeitgebern einigen und die Presse wird wieder vermelden, dass man sich zum Wohle des Bürgers und Arbeitnehmers zusammengesetzt habe um eine freiwillige Selbstverpflichtung zu unterschreiben, die das Papier nicht wert sein wird, auf dem sie geschrieben ist. Kurz darauf werden die Arbeitgeber wieder vermelden, aus wirtschaftlichen Gründen müsse Personal abgebaut werden und die verbleibenden sollten doch froh sein, überhaupt noch Arbeit zu haben, es werden wieder Gehaltserhöhungen ausgehandelt werden, die gerade mal die Inflation decken, wenn überhaupt.

Die Arbeitnehmer werden weiterhin brav alle Mehrbelastungen hinnehmen……….

Deutschland reloaded.