Und alle so: YeahYeahYeahYeahYeah Bilder, sonst nix

Und wieder ein interessantes Fundstück im Netz. Die Website http://yeahyeahyeahyeahyeah.com/ zeigt Bilder. Bilder und sonst nichts. Einfach nur Bilder. Wenn ich an yeah@yeahyeahyeahyeahyeah.com ein Bild sende, erscheint es kurz darauf in einem nicht enden wollendem Strom von Bildern anderer User. Unkommentiert, unsortiert, ausser diesem Bilderstrom bietet die Webseite keine weiteren Informationen. Und dennoch, es ist spannend was dort auftaucht, es ist wie ein Schnappschuss der Gegenwart. Weltweit. Und man rätselt über die Herkunft der Bilder, manchmal auch über den Inhalt.
Und richtig interessant wird es, wenn die User über die eingesendeten Bilder eine Art Dialog entspinnen. Sei es durch geschriebene Botschaften innerhalb des Bildes, sei es durch den Themenbezug zwischen den Bildern.
Man sieht, er ist immer noch da. Der kreative Umgang mit dem Medium. Und die Seite hat in ihrer scheinbaren Sinnlosigkeit schon fast etwas beunruhigend beruhigendes. Man findet sie schön und interessant, oder sinnlos. Aber darüber lässt sich kaum diskutieren. Oder doch?

Wir blamieren uns in Facebook:Toleranz und Fairness scheint nicht Sache der deutschen Fussballfans zu sein

Tja, ich hab das Spiel ja nicht gesehen, weil ich mich generell nicht für Fussball interessiere. Wohl aber dafür, wie sich User im Netz (daneben) benehmen. Worüber BasicThinking hier berichtet (Facebook-Attacke gegen spanischen Referee Alberto Undiano) das treibt mir die Zornesröte ins Gesicht. Wer immer mal wissen wollte, warum ich nicht sonderlich viel von enthusiastischen Fans halte, möge sich hier nur den Auszug anschauen von Postings, die auf der Facebookseite von Alberto Undiano abgesondert wurden. Das geistige Niveau mancher Facebook user und Fussballfans scheint ja unbeschreiblich unterirdisch zu sein.
Hey, schon mal was von Fairness gehört. Wäre das gleiche passiert und Deutschland hätte gewonnen, hättet ihr gejubelt.
Ich hoffe nur, die anderen Nationen sehen den deutschen Fans diese verbal absolut verblödeten Entgleisungen nach und die Fans kriegen ihren Verstand wieder in den Griff. Nein, ich werde auch weiterhin nichts von Fussball halten. Und das ist gut so.

Und das unterirdische Niveau geht noch weiter: Jetzt gibt es sogar eine Hasspage. Ja wir Deutschen sind wirklich ein faires Fanvolk, besides, kleiner Hinweis am Rande: Fällt so ne Seite nicht unter rassist/hat page?

Vom richtigen Timing beim Veröffentlichen von Blog Artikeln

Eine Weile habe ich mich gefragt, warum manche meiner Artikel sehr schnell retweetet wurden, manche garnicht.
Klar, zuerst vermutet man: Der Artikel war halt nicht sehr relevant. Aber auch relevante Themen fanden erst ab einer bestimmten Tageszeit wirklich Verbreitung. Jetzt nutze ich aktiv die Einstellungen zum Publizierungstiming von WordPress. Sofort poste ich brandaktuelle Themen, die gerade auch auf Twitter oder Facebook hochgepuscht werden. Themen, die etwas mehr Lesezeit oder auch etwas mehr Nachdenken brauchen lege ich mittlerweile in die frühen Morgenstunden, auf die Mittagspause der meisten Büros oder auf den Abend.

Wenn möglich ist es auch spannend, die Seitenstatistiken auszuwerten und zu prüfen, wann man die meisten Besucher im Blog hat. In diese Zeitfenster lohnt es sich dann, lesenswertes, wichtiges zu publizieren.

Damit kann ich zum einen die Zielgruppe etwas steuern, die mein Posting liest, zum anderen kann ich brandaktuelles länger prominent stehen lassen, ohne es gleich durch den nächsten Blogeintrag abzuschwächen.

Mein Tablet bleibt daheim. Mein Umfeld ist noch nicht so weit ;)

Zwei Wochen hab ich jetzt den EeePC T91mt wirklich on the road als tägliches Tool im Büro genutzt.
Mein Fazit: Für mich persönlich ein gelungenes Werkzeug, allerdings mit guter Schrifterkennung nur unter Windows 7. Und noch nicht geeignet für den Büroalltag in einer nicht IT Company. Warum nicht? Dort wird jemand der in einem Meeting mit solch einem Device auftaucht eher für ein Spielkind gehalten, als dass man das Gerät als Arbeitswerkzeug ansieht. Und solange jemand mit Papier und Stift als „seriös“ gilt und jemand mit Tablet als Spielkind ist es mir die ganze Erklärerei nicht wert. Mein Smartphone ist unauffällig dabei, damit ich kann ich die Kurzrecherchen im Interent machen, die ich täglich so nützlich finde und die leider im Büro dank diverser Filter oft nicht gehen (Entwicklerblogs-gesperrt, Twitter-gesperrt, Facebook-gesperrt.. Aber darüber laufen auch meine Geschäftsrecherchen…)

Und ich nehm einen Notizblock und Stift mit, das muss reichen. In den meisten Meetings gibt es eh wenig relevantes zu notieren, da das meiste in einem Protokoll noch mal elektronisch verteilt wird.
Zumindest eines habe ich für mich gemerkt. Ein Ipad ist für mich aus einem einfachen Grund nichts. Ich BRAUCHE eine gute Tastatur, um 10 Finger schreiben zu können. Denn handschriftlich bin ich nicht nur deutlich unleserlicher, sondern auch deutlich langsamer. Ich schreibe mittlerweile mit 10 Fingern schneller als mit dem Stift.

Auf dem Schreibtisch im Büro (und nur dort) steht mein kleiner Netbook mit UMTS Stick für die schnelle Recherche. Da ich im Moment auch zu Social Media Themen im Unternehmen recherchiere und arbeite ist für mich ein direkter Zugang zum gesamten Netz essentiell, viele Artikel, Infos und Meinungen tauchen zuerst in Facebook und/oder Twitter auf, das scanne ich mit Hootsuite, so bekomme ich regelmässige Updates über die „Hot Topics“. (Und der hat ne breite 10 Finger Tastatur!)

Was mach ich jetzt mit dem T91MT. so dekadent das klingt, er dient jetzt als leiser energiesparender Server für die Wetterstation und als „Schreibtisch“ Computer. Bevor ich jetzt den grossen Notebook hochfahre, klappe ich den ständig laufenden EePC kurz auf, recherchiere schnell was und klapp ihn wieder zu. Damit spar ich mir Hochfahrorgien und die ewigen Wartezeiten.

Tablet? Im Prinzip ne gute Sache. Aber erst, wenn man ihn nicht nur nutzen kann, sondern auch darf……. Schon vor Jahren hab ich die Erfahrung mit nem TL und meinem damaligen PDA gemacht. Die Zeit war noch nicht reif. Jetzt rennt alles, was sich für wichtig hält mit einem Blackberry rum, da kann ich endlich meine Termine ebenfalls offiziell elektronisch verwalten.

Und noch ein Eindruck zum Ende: Das Tablet wird sich durchsetzen für den „konsumierenden User“. Der agierende Blogger, Twitterer und Entwickler wird stehts auch einen „Tastaturcomputer“ nutzen, ist angenehmer und effektiver (nicht effizienter … 😉 )

Warum Kontrolle krank macht und unsere Kultur eine (noch?) kranke ist

Kontrolle statt Vertrauen: Schlechte Führung macht Mitarbeiter krank. So zu lesen in der Computerwoche. Aber ist das wirklich eine neue Erkenntnis? Schon Gunter Dueck wies in seinen Büchern über „Lean Brain Management“ und „E-Man“ darauf hin.
Sobald ich Menschen ob ihrer Leistung überwache tun sie genau, was von ihnen verlangt wird. Aber auch nicht mehr, da sie ja nicht einschätzen können, ob das gewollt ist. Und in Berufen, die von Kreativität und Innovation leben, speziell auch in der IT ist solch eine Kontrolle tödlich für die Motivation der Mitarbeiter. Sobald ich keine Freiheitsgrade mehr habe, werde ich unkreativ, da ich mehr damit befasst bin, mich entweder den Kontrollen zu entziehen oder sie bis aufs letzte BIT einzuhalten. Das zielt in die Richtung, die ich schon seit längerem vorhersage, dass in ganzen Berufsgruppen das Arbeiten nach einem festen Zeitschema für das auch bezahlt wird eine Ende haben wird. Es wird abgelöst durch eine zielorientierte Bezahlung, bei der die auf das Ergebnis verwendete Zeit irrelevant wird. Und ich halte dieses Vorgehen für gerechter. Schon deshalb, weil dann nicht mehr die Geschwindigkeit oder die „Auslastung“ der Ressource Mensch zählt, sondern das erzielte Ergebnis: Oder wie Gunter Dueck es formulierte. „Irgendwann hat man in der Autoindustrie aufgehört, dafür zu sorgen, dass die Maschinen ausgelastet waren und sich darum gekümmert, dass hinten auch gute Autos rauskommen.“

Kostenloser Labyrinthstift von GetDigital! Und die Fussmatte des Geeks noch dazu!

Da war ich doch ordentlich überrascht: Ich hatte bei der Facebook Aktion von GetDigital mitgemacht und als Dank die Geek Fussmatte „There is no place like 127.0.0.1“ abgestaubt.

Die Fussmatte des Geeks
Das an sich ist nun ja schon wirklich ne nette Geste (klar, auch Marketing aber hey, auch ein Versender von geekigen Produkten kann die eine oder andere Werbemassnahme vertragen). Aber dann bekam ich als Dreingabe auch noch den Labyrinthstift ;), und das nur fürs Eintragen in den Newsletter von GetDigital. Wobei das ja an sich keine gute Idee ist. Dann krieg ich ja jedes neue Geekspielzeug mit, und ob das meinem Bankkonto so gut…. aber lassen wir das 🙂
Das ist nun wirklich nett, zumal dieses Gadget mir mittlerweile schon das eine oder andere Meeting versuesst hat. Im Stift sind zwei kleine Kugeln, die man durch ein Labyrinth von oben nach unten und wieder nach oben lenken kann.
Im Stift ist ein kleines Kugellabyrinth, das vortrefflich langweilige Wartezeiten vertreibt

Wirklich eine nette Spielerei und erzeugt schon den einen oder anderen neidischen Blick so von Geek zu Geek.

Sicher, manche werden meckern, dass jetzt Blogs durch solche Aktionen verkommerzialisiert werden. Hierzu nur zwei Anmerkungen von mir. Zum einen, Die Domain, die mein Blog hostet, zahle ich aus eigener Tasche und ich bin da für jede Unterstützung dankbar.
Zum anderen, ICH suche aus, wer hier überhaupt rezensiert wird. Und ihr könnt euch sicher sein, es werden objektive Rezensionen sein. Denn letztlich bin ich das diesem Blog schuldig. Und bei GetDigital bin ich schon länger Kunde, kann hier also mit ruhigem Gewissen Bloggen, Testen und berichten. Denn an sich ist GetDigital schon eine Empfehlung wert. Das Zeug, das es da gibt, ist einfach ZUUUUUU geekig!

Mittlerweile laufen bei uns zu hause auch schon einige Hexbugs rum, die heimlichen Stars meiner Kids und ich wärme mir den Kaffee auf meinem USB Tassenwärmer. Call me a geek and you never will be wrong!

Die Rückkehr des Information-Brokers?

Wissen ist Macht. Diese Erkenntnis ist schon sehr alt (genau genommen knapp 500 Jahre, ursprünglich geprägt durch den englischen Philosophen Francis Bacon (1561–1626)).
Und in Zeiten von Social Media, Multikanalinformationen, Blogs, Wikis und Online Streaming ist nicht mehr nur Wissen Macht, sondern auch das richtige, das sinnvoll gefilterte Wissen.
Als technophiler Mensch, der ich nun mal sehr zum leidwesen mancher Technophobiker in meinem Umfeld, muss ich ja nicht mehr erwähnen, dass ich nicht den ganzen Tag online bin, wohl aber meine Computer sehr oft. Sie suchen für mich Informationen aus Streams, Tweets, Blogs und fassen zusammen, sortieren, strukturieren. Gute Tools die ich dafür habe sind unter anderem TwitterTim.es, Feedly in Kombination mit Google Reader, Newsmap, Tabbloid (letzteres lass ich mir jeweils einmal am Tag generieren und lasse es automatisch auf meinen eBookReader als PDF aktualisieren, das ist wirklich eine Tageszeitung, die aus Quellen wie ZEIT, Spiegel, Sueddeutsche und einigen Technikmagazinen beliefert wird) . Damit erzeuge ich mir quasi allmorgendlich meine ganz spezielle, sehr eigene Tageszeitung.

Aber was mache ich, wenn ich nicht technikaffin bin. Wenn ich die vielen Filter und Tools nicht kenne.
Ich sehe die Chance einer Wiederbelebung des schon in den neunzigern propagierten Information Brokers, also eines Menschen, der für die Filterung, Strukturierung, Aufbereitung von Informationen zu relevanten Themen bezahlt wird. Denn wir haben immer mehr Kanäle zur Verfügung, die auch durch immer mehr Alltagsmüll geflutet werden (insofern gebe ich dir recht Heiko 😉 aber wir werden auch immer mehr Informationen direkt aus dem Medium Internet beziehen, denn dort sind die Quellen weiter gestreut, dort ist auch der Vergleich einfacher und es gibt die Chance eines Crowdsourcing. Wie ich schon in meinem Blogbeitrag „Das Ende der Experten“ geschildert habe, sehe ich ein Ende des Hoheitswissens kommen. Es wird viele Quellen geben, die ihren Informationsanteil dazu beitragen, und die Bewertung, Sortierung und Filterung geschieht immer mehr durch das Netz.

Und hier kann auch der Informationbroker neu belebt werden. Als Kontrollinstanz, als Online Redakteur für Unternehmen, Abteilungen, die Politik und die Wirtschaft. Spezifisch mit einer Fragestellung beauftragt wird er alle Kanäle nutzen, um dezidierte Exposes für bestimmte Fragestellungen aufzubereiten. Ob er Informationbroker heissen wird? Ich weiss es nicht, aber er wird wiederkommen. Schon heute kenne ich in vielen Unternehmen Persönlichkeiten, die sich aktiver als andere mit dem Filtern von Informationen und der Aufbereitung befassen. Bislang quasi noch für sich und ihr Team, aber dies könnte ein Talent werden, das in Zukunft von viel mehr Menschen gebraucht wird.