Festgemauert in der Erden ist aber so was von out.

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Nicht auf dem Fernseher, sondern auf meinem Tablet habe ich mir vor kurzem Inglorious Bastards angesehen.

„Loewe liegt am Boden“ vermeldet vor kurzem die Wirtschaftswoche. Und das verwundert mich nicht. Wurde immer gebetsmühlenartig propagiert, der Arbeitnehmer der Zukunft müsse mobil sein, hat sich das nicht bewahrheitet.

Wohl aber eine andere Form der Mobilität. Die der Dinge um uns herum. Nachdem wir bislang stets den großen Fernseher im Wohnzimmer nutzten, wechselt nun ein letztes statisches Stück digitaler Einrichtung in den mobilen Bereich. Warum sollte das Smartphone Second Screen sein? Schon vor einiger Zeit habe ich darauf hingewiesen, dass für die junge Generation, so überhaupt noch relevant der Fernseher der Second Screen ist. Und warum brauche ich überhaupt noch einen statischen, großen, im Wohnzimmer fixierten Bildschirm, wenn ich doch alles auch auf Smartphone, Tablet oder Computer sehen kann. Und zwar wann und wo ich will.

Insofern nur eine konsequente Entwicklung, die nach Musik und Büchern nun das bewegte Bild und dessen Konsum grundlegend verändert.

Und wieder mal hat eine Branche das ganze Thema schlichtweg verschlafen, kommt jetzt mit Smart TV an den Markt, wo der typische Zuschauer mittlerweile viel mehr auf Smart Phone setzt.

Ich will keine kostenlose BILD. Die Aktion reloaded

bitte_keine_bild_einwerfenUnd wieder meint der Axel Springer Verlag, er müsse sein Machwerk kostenlos an die Bevölkerung verteilen. Dieses Mal kurz vor der Bundestagswahl, damit die eigene Hauspartei auch sicher gewinnt?  Tut mir leid, auch dieses Mal habe ich null Interesse daran, ein Blatt zu bekommen, das aus dem journalistischen Auftrag eine Farce macht. Deshalb unterstütze ich auch dieses Mal die Aktion „Keine Bild in meinem Briefkasten“ bei der man gegen Zusendung eines frankierten Rückumschlags Sticker für den eigenen Briefkasten bekommen kann, um gegen die kostenlose Verteilung von so etwas ähnlichem wie einer Zeitung zu protestieren.deine_meinung_redesign

Google kauft Waze, Google Maps bald mit sozialer Komponente?

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Grafisch nicht ganz so peppig wie Google Maps dafür mit sehr viel mehr Community Aspekten. Waze innerhalb Google Maps könnte interessant werden.

Laut einem Artikel von Bloomberg ist Google kurz davor, den Social Media Kartenservice Waze für 1 Milliarde Dollar zu kaufen. Das könnte für Google Maps eine spannende Ergänzung werden.

Was andere Anbieter erst nachträglich und zum Teil recht kompliziert umgesetzt haben ist bei Waze elementarer Bestandteil der Anwendung und die Community ist sehr aktiv. Zudem ist die gesamte Datenerhebung als integraler Bestandteil in Waze verankert, so erkennt die Anwendung, wenn auf einer Strecke, auf der z.B. Richtgeschwindigkeit 100 besteht das eigene Fahrzeug nur mit 10-20km dahinzuckelt erkennt dies Waze und fragt nach, ob man sich gegebenenfalls in einem Stau befindet.

Auch Gamification Aspekte sind in die Anwendung verankert, so kann man Punkte gewinnen,  wenn man auf wenig befahrenen oder noch nicht erfassten Routen unterwegs ist.

Insgesamt ist mir die Vorstellung deutlich lieber, dass Google Waze kauft als Facebook, die auch im Gespräch waren. Denn mit Google Maps lässt sich hier eine ideale Ergänzung erkennen und möglicherweise werden wir bald in Google Maps die Features von Waze finden.

 

Die Streisand Kampagne für Adblocker

Mehrere Medien machen im Moment bei einer Kampagne mit, die sich gegen die Verwendung von Adblockern im Netz wendet.

Da muß ich doch schmunzeln. Zunächst mal, wann kommt dann die Kampagne gegen all die bösen Menschen, die in der Werbepause wegzappen oder auf die Toilette gehen? Hallo? Das Internet ist ein demokratisches Medium, in dem ich entscheide, wie ich mich dort bewege. Und was wäre denn im Moment so viel besser, wenn ich den Adblocker, den ich meist nutze ausgeschaltet ließe, dann würde ich diverse Seiten gar nicht mehr besuchen, weil sie mich permanent mit übergroßen, blinkenen Werbebannern nerven.

Nur, weil der eine oder andere „brav“ ist und nur dezente Werbung einsetzt sollte nicht vergessen werden, dass die Mehrheit offensichtlich noch nach dem Prinzip „je lauter desto besser“ arbeitet. Und ich kenne diverse Seiten, bei denen man schon ganz genau hinschauen muss, um überhaupt noch zwischen Werbung und Content zu unterscheiden. Und bevor ich mir das antue, schalte ich einen Adblocker ein. Und dann eben nicht mehr aus, wenn ich auf die „braven“ Seiten komme.

Was ich aber noch viel amüsanter finde. Macht man jetzt eigentlich Werbung gegen oder für Adblocker? Denn bislang, so behaupte ich, kannten Adblocker eigentlich nur diejenigen, die etwas technikaffin waren, da man da ja „was installieren“ musste. Ich prognostiziere, dass jetzt diverse neue Nutzer Adblocker für sich entdecken werden, frei nach dem Motto, wie, die Verlage fürchten das? Dann muss es ja gut funktionieren.

Statt hier Werbung für Werbung zu machen, sollten sich die entsprechenden Verantwortlichen viel mehr Gedanken darüber machen, wie gute Werbung im Netz aussehen könnte. Und das heißt eben nicht, so wie im TV. Denn hier gibt es andere Einflüsse. Ich habe erst vor kurzem darauf hingewiesen, dass im Netz die Empfehlung des Freundes oder des Meinungsbildners weit mehr zählt, als Werbung, der die große Mehrheit im Netz sowieso nicht vertraut.

Also mehr Community, mehr echter Dialog, mehr reale Tests durch Blogger und Interaktion mit Kunden. DAS ist die Werbung der Zukunft für das Netz. Die kommt auch glaubwürdiger rüber als das tausendste „Ach sind wir toll“ Banner.

Und falls jetzt jemand meckert, jaaa gut gebrüllt, aber du schaltest doch auch Werbung: Richtig. Aber NACH dem Content, und bei mir muss man den Content nicht suchen. Und die beste Werbung, die ich anbieten kann, sind objektive Produkttests. Was bei mir nen Daumen hoch bekommt, hat ihn sich wirklich verdient, dazu ist mir mein Ruf als Technikgeek viel zu wertvoll.

Wer meinem Rat schon mal gefolgt ist, war zumindest aus meinem Umfeld noch nicht enttäuscht.

 

Update: Folgendes vermeldete AdblockPlus gerade auf Twitter:

AdblockPlus12:38pm via Web

Danke für Euren Aufruf, liebe Verlage! Unsere Bilanz gestern: Installationen aufAdblockPlus.org +129%, Spenden +167%#Adblock

Quod erat demonstrandum.

Blogparade: Faszination Social Media, was ich daran so faszinierend finde

Ein Aufruf zu einer Blogparade. Da sehe ich immer genauer hin, denn hier entstehen oft wundervolle Sammlungen an Meinungsbildern. So etwas erhoffe ich mir auch von der Blogparade „Faszination Social Media“ von .

Was also fasziniert mich so an Social Media. Nun, zum einen natürlich der Vernetzungsaspekt. Egal, welches Interesse man hat, man kann immer Gleichgesinnte oder Diskurspartner finden, die sich mit dem gleichen Thema befassen. Und es entsteht oft ein dauerhafter und fruchtbarer Austausch. Außerdem ist für mich die Faszination auch darin zu sehen, dass ich durch Social Media Möglichkeiten, Chancen, Potentiale habe, die zuvor nie möglich gewesen wären.

Mein Paradebeispiel ist mein Kontakt zu @digitalnaiv alias Stefan Pfeiffer. Kennengelernt habe ich ihn durch ein paar Tweets, in denen er mich fragte, ob ich Interesse hätte, innerhalb eines Workshops auf der re:publica 2010 einen Vortrag zu Linux auf dem Business Desktop zu halten. Klar hatte ich, was ich aber nicht erwartet habe ist, in Stefan so etwas wie einen Bruder im Geiste zu finden, und ja, obwohl wir uns nur gelegentlich übers Jahr hinweg sehen so etwas wie einen Freund gefunden zu haben. Und daraus entstand mehr, denn dieser Blog hat auch bereits weiter abgestrahlt und dazu geführt, dass ich als nebenberuflicher Berater zu Social Media, Arbeitsplatz der Zukunft und Mobile Computing aktiver werde und auch in einigen wissenschaftlichen Publikationen bereits Beiträge geleistet habe.

Für mich ist Social Media keine Technologie, sondern eher ein Enabler, die Möglichkeit jenseits von Hierarchien und Titeln, rein durch die eigenen Fähigkeiten etwas zu bewirken und zu verändern. Und es hebelt auch althergebrachte, oft ärgerliche Mechanismen aus. So zwingt es Unternehmen dazu, ehrlicher zu werden, auf Augenhöhe zu kommunizieren, wollen diese nicht Shitstorms provozieren. Jede Marketinglüge lässt sich durch die Macht der Crowd enttarnen und wenn etwas nicht so funktioniert, wie die Social Media Community es sich vorstellt, dann ist immer häufiger der nächste Schritt das „Selbermachen“ über entsprechende Communities oder Plattformen wie Kickstarter oder Startnext.

Social Media hat ein ungeheures Potential für Wandel. Und das ist für mich vielleicht das spannendste.

Unternehmen, eure Produkte zu empfehlen, könnt ihr euch sparen

Ein Aspekt, den bislang nur wenige sinnvoll im Kontext von Social Media nutzen ist es, den Kunden über das Produkt sprechen zu lassen, und zwar den echten Kunden, nicht irgendwelche gecasteten und gut gestylten Pseudokunden in Werbefilmchen.

Vielleicht liegt es ja daran, dass viele Unternehmen wissen, dass ihre Produkte dann möglicherweise nicht mehr ganz so gut weg kämen. Gerade ruft Foodwatch wieder dazu auf den Goldenen Windbeutel für die dreisteste Werbelüge zu vergeben. Und wie auch schon im Vorjahr ist die Resonanz groß.

Was immer noch nicht überall angekommen zu sein scheint. Werbung lügt. Das wissen mittlerweile die meisten Bürger. Nur noch 18% vertrauen im Netz den Werbeanzeigen, aber über 70% den Empfehlungen von Freunden.

Hier ist der eigentlich interessante Weg, in Zukunft Produkte anzupreisen. Indem man sie von den Meinungsbildnern testen und reviewen lässt. Indem man dafür sorgt, dass ECHTE zufriedene Kunden über das Produkt sprechen. Und zwar wiederum, weil sie davon überzeugt sind, nicht weil man sie bezahlt hat.

Wenn ich auf Facebook oder Twitter diese tollen: Wir empfehlen heute….. Postings sehe, dann kann ich nur unwillkürlich denken. Aha, kriegt ihr wohl nicht so gut los, wenn ihr es extra noch empfehlt. Denn dass hier etwas von denen, die für das Bewerben der Produkte der eigenen Company bezahlt werden ehrlich und aus Überzeugung empfohlen wird, das lässt sich einfach nicht mehr glaubwürdig darstellen. Die Zeiten der Einwegkampagnenkommunikation gehen ihrem Ende entgegen. Der Kunde ist nicht mehr dummer Konsument. Er informiert sich und will wirklich gute Produkte. Sorry about that. Aber jetzt heißt es wohl so langsam, wirklich sinnvolle Sachen produzieren.

Und dass ihr den Verfall eurer Produkte einbaut, obwohl sie deutlich länger halten könnten. Tut mir leid euch das sagen zu müssen liebe Hersteller. Auch das wissen wir mittlerweile und Beispiele dafür werden gesammelt. Also verkauft uns nicht für dumm. Verkauft uns gute Produkte (und zwar technologisch wie auch ethisch).

Oh und übrigens, die beste Werbung machen neben zufriedenen Kunden immer noch motivierte und glückliche Mitarbeiter, denen es noch erlaubt ist, menschlich zu sein und die nicht unter Dauerstress stehen. Beispiel gefällig? Wurde hier zum Beispiel anhand einer Story bei Kamps schön dargestellt!

Praxistest des ThumbsUp Touch Speakers von Megagadgets mit Near Field Audio

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Eine Box, auf die man das Smartphone nur legen muss, damit der Lautsprecher funktioniert? Kann das gehen?

Als Gadget Freak konnte ich hier einfach nicht widerstehen. Dankenswerterweise hat mir Megagadgets.de ein Gerät leihweise zur Verfügung gestellt, da ich einen echten Test durchführen wollte, wie denn nun so ein Gerät wirklich den Klang eines Smartphones verbessern kann.

Der Speaker ist sehr stylisch und kommt mit wenig Zubehör. Man kann den Lautsprecher mit drei AA Batterien betreiben, aber auch an ein USB Netzteil oder den Computer via USB anschließen. Schaltet man das Gerät ein, hat man drei Betriebsarten, An, Standby und aus. Beim Standby wird die Box aktiviert, sobald ein Smartphone auf sie gelegt wird.

Der Klang der Box ist sehr gut, natürlich nicht vergleichbar mit dem Sound einer Hifi Anlage aber gerade für unterwegs liefert die Box einen prima Klang.

Alles weitere könnt ihr euch in den nachfolgenden zwei Videos ansehen, in dem ich den Lautsprecher auspacke und einen Hörtest mit verschiedenen Smartphones und sogar Tablets mache.

Für mich ist die Box für den Preis von 39,95 € eine klare Kaufempfehlung, nicht nur wegen des Klangs, auch wegen des nicht zu unterschätzenden Geek-Faktors 😉

Update: Gerade noch festgestellt. Man kann sein Smartphone auch mit dem Display auf den Lautsprecher legen, die Audio Übertragung funktioniert dann auch. Damit brauche ich mein Note 2 nicht mehr aus der Hülle zu nehmen, um den Lautsprecher nutzen zu können. Ein weiteres nicht zu unterschätzendes plus.

 

 


 

 

 

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Die Box kann auch mit Netzteil oder am USB Port betrieben werden. Und Player, die nicht mit Auflegen funktionieren, kann man konventionell anschließen.
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Ohne das schützende Gummiband kommt die Box in elegantem Schwarz daher und ist sehr kompakt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die graue Gummierung schützt vor allem die Lautsprecher vor Beschädigung und ist vor allem für unterwegs sehr sinnvoll.
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Auch mit drei AA Batterien kann man die Box betreiben. Wie lange sie dann durchhält ist noch Sache eines weiteren Tests.