Folgendes Bild ist gestern auf der Heimfahrt vom Büro entstanden. Das ist auch einer der Vorteile des Radfahrens. Man bekommt viel mehr von den schönen Seiten des Winters mit. Und das Bild war ein Schnappschuss des HTC Desire.
Für mich einer der interessantesten Aspekte der neuen Smartphone Generation. Die Bildqualität ist zumindest für den Durchschnittsfotografen heute so gut, dass er bald keine extra Kamera mehr braucht. Und parallel können die Smartphones mittlerweile die geschossenen Bilder extrem einfach auf allen Social Media Plattformen und in Blogs bereitstellen. Somit kann man quasi davon sprechen, daß letztlich jeder auch zum Fotoreporter wird.
Nach einer Studie der Initiative D21 zur digitalen Gesellschaft sind 63 Prozent der Gesellschaft nicht oder wenig souverän im Umgang mit der digitalen Technik.
Ach? Was hat das jetzt speziell mit digitaler Technik zu tun? Ich wage mal zu behaupten, daß das so ziemlich die Prozentzahl der Bevölkerung ist, die schon immer Probleme mit Technik hatte. Vermutlich nicht prozentgenau aber es gab schon immer Technophobiker, die glaubten, beim Zug fahren würden sich die inneren Organe verschieben, das CERN könne mit einem schwarzen Loch die Erde vernichten, Mobilfunkstrahlen würden Krebs erzeugen (selbst wenn der Mast gar nicht angeschaltet war). Es ist nun mal so, dass viele Menschen Probleme mit Technik haben. Und die wird man auch nicht überzeugen können. Wer immer noch emotional argumentiert, wenn es um die Vorteile eines papierenen Buchs geht, wer jedes elektronische Bürohilfsmittel immer noch als „Spielzeug“ klassifiziert und sich stolz brüstet, er fände sich auch ohne Navi zurecht, der soll von mir aus in der digitalen Diaspora versauern.
Ich mags langsam nicht mehr hören. Wer nicht will, den soll man in seiner Welt lassen. Wir können nicht alle von den Vorteilen der modernen Welt überzeugen. Das hat noch nie geklappt. Es bedarf stets auch eines Generationenwechsels, um gewisse Technologien selbstverständlich zu machen.
Ich erinnere mich noch gut an die dummen Sprüche, als ich in den Neunzigern mein erstes Mobiltelefon hatte: „Des braucht niemand, i will gar ned erreichbar sein“ und so weiter und so fort.
Heute geben nur noch die ewig gestrigen, die die Technik nicht verstehen mit der Nichtnutzung an. Und werden von der modernen Kommunikation abgehängt. Und exakt das wird mit der aktuellen Generation, oder zumindest dem Teil, der nicht gewillt ist auch mal etwas neues kennenzulernen passieren. Wir werden sie nicht mehr erreichen. Aber wir sollten die Welt auf die nachwachsende Generation vorbereiten, wir die wir heute schon sehen, wie die Welt morgen aussehen wird. Und wer jetzt sagt, das sind doch vor allem die „Alten“: Au contraire!!! Ich kenne auch im Alterspektrum derer zwischen 20 und 40 hinreichend viele Technikallergiker, die schon Panik bekommen, wenn nur mal das Mobiltelefon klingelt oder jeden enerviert anschauen, der nicht auf einem Stück totem Holz seine Notizen macht sondern auf einem Tablet PC.
Und wer heute immer noch ignorant meint: „Social Media? Bloggen? Du musst ja Zeit haben!“ Dem schleudere ich ein verachtungsvolles: „Nee, aber du ne bescheidene Terminplanung!“ entgegen.
Die Computerwoche titelt: „Die Generation Y: Weg mit den Hierarchien„. Und ich muss sagen, nicht nur die Generation Y, also die nach 1980 Geborenen pfeifen darauf. Wenn ich mir ansehe, wie hoch das Durchschnittsalter der Nutzer von Plattformen wie Facebook und Twitter ist (jenseits der 30) dann kann ich nur sagen, wir sind bereits mitten im Wandel und es gibt bereits eine immer grösser werdende Zahl von Arbeitnehmern, die schon lange jenseits der Hierarchien arbeiten.
Es gibt verschiedene Aspekte, wobei ich hier einen Aspekt kritisieren muss, der in dem Artikel empfohlen wird. Es sollen in den Meetings die Stresslevel der einzelnen Mitarbeiter thematisiert werden. Das setzt aber stehts einen vernünftigen, toleranten und am Menschen orientierten Umgang voraus. Und genau hier hapert es in der IT. Oft sind gerade die dort tätigen Mitarbeiter nicht gerade die Ausgeburten an sozialer Kompetenz. Sich über die Leistung oder die Probleme des anderen lustig machen gehört ebenso dazu, wie ein harter Konkurrenzkampf und die Furcht, nicht zu den Topperformern zu gehören.
Keine nervige Plastikstrippe sondern echte Schnur, und auf dem weißen Zettel haben "meine Schneider" unterschrieben. Danke euch zwei: Tolle Arbeit!
Eigentlich bin ich nicht der Typ, der sehr viel Wert auf Mode legt. Aber die Idee von @manomama, das hat sicher der eine oder andere bereits gemerkt, gefiel mir von Anfang an. (Und mittlerweile feiert @manomama schon das erste sehr erfolgreiche und mit vielen Auszeichnungen bedachte erste Jahr ihres Bestehens. Mögen noch viele folgen)
Handgefertigte Kleidung, nach ökologischen und sozialen Kriterien hergestellt, nicht nur mit dem Profit im Kopf.
Nun ja, ich hab schon ein wenig gezögert, aber dann war das Team um @manomama so gemein, diesen tollen Parka anzubieten!
Da konnt ich dann doch nicht mehr nein sagen.
Heute nun kam die Lieferung, nach nur 4 Tagen an.
Man bedenke: Der Parka wurde nach meinen Maßen geschneidert, also kein Produkt von der Stange.
In einem vielbeachteten Essay hat Tim Berners-Lee im Scientific American vor einer Inselbildung durch die Begehrlichkeiten von Social Media Plattformen wie Facebook aber auch durch die Aufkündigung der Netzneutralität durch Mobilfunkdienstleister gewarnt. Und er hat recht. Alleine der jüngste Zensurfall bei Facebook zeigt, wie dominant die grossen Plattformen geworden sind, wie sehr sie unsere Rezeption des Netzes kontrollieren. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht die Infrastruktur, die durch die grossen Dienstleister bereitgestellt wird, mit dem gesamten Netz verwechseln. Denn so paradox das klingen mag. Fokussieren wir uns zu sehr auf die grossen Plattformen, so schränken wir unsere Vernetzung und die damit verbundene Freiheit wieder ein. Plötzlich sind nur noch die Kontakte sichtbar, die auch auf Facebook sind, plötzlich interessieren sich die User nur noch für die Videos, die von einer breitbandig angebundenen Plattform schnell gestreamt werden.
Gerade deshalb sind für viele Netizens im Moment evtl. solche Ansätze wie Diaspora interessant, die genau das wollen, die Wahlfreiheit im Netz wieder herstellen und die Dominanz einzelner Marken zu brechen.
Das Netz gehört nicht den Konzernen und Plattformen, das Netz gehört uns allen, die wir uns darin bewegen. Das dürfen wir nicht vergessen und uns auch nicht wegnehmen lassen.
Die Zeit berichtet aktuell: Facebook schmeißt Konkurrenten raus .
Um selbst nicht in die Schusslinie des grossen Zensors zu kommen werd ich hier mal zur Sicherheit mit einem Alias arbeiten: „Gesichtsbuch“ 😉
Was ist geschehen? Die Satireseite Lamebook scheint offensichtlich den grossen Zensor „Gesichtsbuch“ an einer empfindlichen Stelle getroffen zu haben. Der Daumen nach unten passt wohl nicht ins super Saubermann Bild von „Gesichtsbuch“.
Was lernen wir daraus? Wir dürfen uns nicht abhängig machen von nur einem Portal. Denn so gewinnt ein Dienst die Informationshoheit und beginnt genau das zu verwirklichen, was unser aller Regierung so gerne hätte. Eine Zensurinfrastruktur, in der nur noch das zu lesen ist, was dem grossen Zensor „Gesichtsbuch“gefällt.
Aktuell habe ich eine Statusmeldung mit dem Begriff Lamebook abgesetzt und sie ist (noch) nicht zensiert aber wer weiß, ob es nach der ersten kurzen Zensurwelle nicht noch eine zweite geben wird? Oder vielleicht ein anderes Thema, das „Gesichtsbuch“ nicht in den Kram passt? Kritik an den ganzen Müllspielen, die Timelines verstopfen?
Oder an den enervierenden Werbeeinblendungen und seltsamen Empfehlungen?
Zudem wurde Lamebook wegen Markenrechtsverletzung verklagt. Danke „Gesichtsbuch“, danke Mr. Suessungsmittelerhebung, dass hier mal wieder eine marktdominierende Plattform ihr hässliches Gesicht zeigt.
Die Netzgemeinde merkt sich das!
Inzwischen hat „Gesichtsbuch“ sich entschuldigt und festgestellt, dass man da wohl einen Fehler gemacht hat. Wirklich? Oder war man nur peinlich berührt davon, daß man die Zensur nicht unbemerkt durchziehen konnte? Und wann wird das nächste Mal versucht, unliebsame Beiträge zu zensieren? „Gesichtsbuch“ I do not buy your excuse.
Wie wäre es eigentlich mal mit etwas Lamebook Galore? Warum posten wir nicht einfach alle mal bei jeder Statusmeldung noch einen Link zu Lamebook. Streisand Effekt reloaded.
Ökologisch und sozial verantwortlich produziert manomama
Neue Wege bieten neue Chancen. Genau das hat sich wohl Sina Trinkwalder gedacht, als sie ihr Label manomama ( so findet man sie auch auf Twitter unter dem Nick @manomama) gründete.
Der Herren Rollkragenpulli in der Farbgebung Vampire, andere Farben sind ebenso möglich wie Sondergrössen.
Ziel: 100% ökologisch 100% sozial 100% transparent zu produzieren. Und die Idee schlug ein wie eine Bombe. Durch geschickte Nutzung der Möglichkeiten des Social Web verbreitete sich die Kunde von hochwertiger Kleidung, die sowohl ökologisch als auch sozialverträglich produziert wird. Echte deutsche Handarbeit. Nicht Gewinn, sondern Kundenorientierung als oberste Priorität, gleichwohl aber auch ein soziales Arbeitsumfeld mit gerechter Bezahlung. Geht nicht? Blödsinn.
Der Erfolg gibt ihr recht. Selbst Prominenz wie Thomas D. zählt zu ihren Kunden.
Und ich auch. Weil es einfach ein gutes Gefühl ist, qualitätiv hochwertige, gesunde Kleidung zu tragen, die auch noch fair produziert ist.
Wer mehr wissen will von diesem tollen Label, gehe einfach auf www.manomama.de oder folge Sina auf Twitter unter ihrem Pseudonym @manomama. Natürlich ist manomama auch auf Facebook vertreten.
Wer sagt, papierne Ordnung wäre out, hat roterfaden noch nicht kennengelernt
Aber noch ein zweites Label hat meine Aufmerksamkeit erregt. www.roterfaden.com, die Produzenten eines genialen Organisationssystems, des sogenannten Taschenbegleiters. Eigentlich nur eine Außenhülle mit 6 oder acht Klammern innen kann der Taschenbegleiter neben Notizheften auch alle Arten von Zetteln sicher aufnehmen.
Und auch hier ist der Kunde König. Es ist möglich, sich auf der Seite www.roterfaden.com seinen ganz persönlichen Taschenbegleiter zusammenzustellen, inklusive persönlicher Stickerei. Und auch hier gilt: 100% deutsche Handarbeit, fair produziert. Noch eine klare Empfehlung für alle, die auf hohe Qualität wert legen.
Ich bin begeistert darüber, daß es offensichtlich nicht nur einen Markt für hochwertige, fair und bei manomama auch so weit irgend möglich ökologisch produzierte Produkte gibt. Nein, zudem bietet das Internet durch die soziale Vernetzung via Twitter, Facebook und co. ungeahnte Möglichkeiten, Kunden auf sich aufmerksam zu machen und stellt eine neue und viel effizentere Form von Mundpropaganda dar.
Hier die Tanzbodenversion des Taschenbegleiters. Diese Hülle ist sehr strapazierfähig.
Zufriedene Kunden, die bloggen, twittern oder auf Facebook kommentieren bieten eine direkte Informationsquelle. Und Sina hat darauf sogar noch eins draufgesetzt. Es gibt die manomama Treffs, bei denen ähnlich dem Tupperprinzip, ausgebildete manomamas oder auch manopapas direkt die Produkte vorführen, Maß nehmen und individuell beraten.
Faszinierend, welch neue Geschäftmodelle sich im Netz plötzlich realisieren lassen. Und extrem beruhigend zu wissen, daß es noch Unternehmer(Innen) gibt, die nicht nur nach dem Gewinn gieren, sondern sich auch ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung bewußt sind. Weiter so. Mehr davon!
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