Der Tod der Work-Life-Balance: Ich nenne es Work-Life-Integration

Mobile Workplace, my style.

Immer häufiger wird der meiner Ansicht nach völlig überladene Begriff der Work-Life-Balance in letzter Zeit in den Medien kritisch hinterfragt. So schrieb erst kürzlich die „Karrierebibel“:

Alles im Lot? – Work-Life-Balance ist ein Mythos

Ich verwende in meinen Vorträgen zur Arbeitswelt der Zukunft schon seit längerem den Begriff der „Work-Life-Integration“. Denn das denken in den Dimensionen Arbeit und Privat halte ich für falsch und riskant. Balance finde ich meiner Ansicht nach nur, wenn ich mich stets in beiden Feldern nach Bedarf bewege und zwischen diesen variabel jonglieren kann. Auch ein Verschwimmen ist meiner Ansicht nach durchaus akzeptabel. Der grosse Irrtum in den meisten Diskussionen ist, dass jeder, der seinen Fokus auf die Arbeit legt gleich übertreibt. Das ist wahr, es gibt solche Menschen. Aber die haben ein Defizit, das nichts mit einem Mangel an Ausgleich zu tun hat sondern mit der Charaktereigenschaft, nicht nein sagen zu können. Und da wir immer noch in einer 9-17 Uhr Kultur leben, in der nur der ein Topleister ist, der dann auch noch Überstunden anhängt, ist die Gefahr der Ausbeutung hier sehr groß.

Davon müssen wir weg kommen, es müssen wieder mehr die Resultate zählen und REALISTISCHE Zielvorgaben. Deshalb ist neben der Work-Life-Integration auch in gewissem Rahmen ein Abschied vom alternativlosen Wachstumsdenken notwendig. Denn eines muss jedem klar sein. Nur ein zufriedener AUSGEGLICHENER Mitarbeiter kann auch Top Ergebnisse liefern. Wer unter Druck steht, macht zwangsläufig Fehler.

Wir müssen ein integratives Leben führen, in dem es möglich ist, eine Familie zu gründen UND in einem interessanten Beruf zu arbeiten. Und zwar OHNE eine Auszeit nehmen zu müssen. Technologisch sind wir schon lange so weit dank mobiler Endgeräte und schneller Datenleitungen. Aber in den Köpfen arbeiten wir immer noch wie im 19. Jahrhundert nach dem Muster Arbeit=Zeit. Wichtig ist das (Team-) Ergebnis. Und dass wir ein glückliches Leben führen, sei es im Privaten wie auch im Beruflichen. Das klingt nach Träumerei aber wer nicht träumt, der will auch nichts mehr verändern…

Nachhaltige Rabatte mit Biodeals: Eine geniale Idee

Nachhaltigkeit mit Rabatt

Für manche Idee ist die Zeit einfach reif. Wer kennt nicht Groupon, den bekanntesten Rabattedienst im Netz. Aber leider gibt es dort absolut seltenst wirklich nachhaltige, ökologische und fair gehandelte Produkte. Doch es gibt eine Alternative! biodeals.de springt genau in diese Bresche und bietet Gutscheine für Unternehmen, die biologische, fair gehandelte und nachhaltige Produkte anbieten. Seien wir mal ehrlich, wir alle sind doch Sparfüchse und froh über jeden Rabatt, den wir kriegen können. Aber viele von uns würden ja auch ökologischer und „fairer“ handeln, wenn es denn nur Gelegenheit dazu gäbe.

Das aktuelle Angebot bei Biodeals

Das halte ich für eine sehr gute Idee, denn wie besser könnte man Konsumenten zum ökologischeren Konsum, zu fairen Produkten und Diensten bringen, als mit einer Plattform, die gerade für solche Produkte Rabatte bietet. Momentan haben Sie einen Deal online, bei dem es sich um Papierkörbe handelt, die selber aus recyceltem Papier hergestellt wurden. Der Shop heißt Grünspar. Die Kunden können bei einen Gutschein im Wert von 40,- Euro für nur 19,90 Euro erwerben.

Ich hab mir dieses Angebot mal näher angeschaut und kann es wirklich empfehlen. Aus ähnlichem, ebenfalls nachhaltigem Material habe ich einen Schreibtischorganizer, der bei mir schon seit zig Jahren sehr gute Dienste leistet Und die Idee ist so trivial wie genial. Neben dem normalen Papierkorb gibt es eine Ablage für Schmierpapier, also oft einseitig bedrucktes Papier, das man durchaus noch für schnelle Notizen verwenden kann. Ja, ist eigentlich naheliegend, aber der Mensch ist faul, und wenn er nicht direkt eine Möglichkeit hat, solches Papier zu lagern, seien wir doch mal ehrlich, dann wandert es meist doch in den Papiermüll. Das kann man mit den Papierkörben von Biodeals und Grünspar vermeiden. Und das halte ich schon deshalb für eine geniale Idee, weil hier mit extrem wenig Aufwand ein toller Effekt erzielt wird. Wem die Papierkörbe so gut gefallen wie mir, für den habe ich noch eine Extra Überraschung, nämlich einen Gutscheincode: livingthefuture10 bringt euch nochmal 10% Rabatt auf die so schon meiner Ansicht nach wirklich günstigen Papierkörbe mit dem coolen Design.

Alle Fakts zum neuen IPad

gibt es nicht hier bei mir aber unter anderem bei:

http://www.ftd.de/it-medien/computer-technik/:apple-vorstellung-das-ist-das-neue-i-pad/70004838.html

http://bazonline.ch/digital/computer/Das-kann-das-neue-iPad/story/17801240

http://www.berliner-kurier.de/digital/das-neue-ipad-die-neue-flunder—ohne-wunder,7168826,11784554.html

http://www.handelsblatt.com/technologie/it-tk/mobile-welt/apple-das-neue-ipad-hat-was-auf-den-rippen/6300410.html

http://www.focus.de/digital/computer/apple/-live-ticker-ipad-3-apple-tv–die-moeglichen-apple-neuheiten_aid_721712.html

 

Was ich mit diesem Artikel bewerkstelligen will?

Beweisen, dass man alleine durch die Erwähnung eines neuen Produkts von Apple geradezu hysterische Klickraten auf der eigenen Homepage erzielt!

Oder um es anders zu sagen:

 

Ich kündige (nicht)!

Jetzt ist es so weit. Morgen werde ich meine neue Stelle antreten. Im Bereich Online Marketing werde ich ein schon jetzt tolles Team mit meinen Skills rund um Social Media und Internet zu verstärken versuchen. Aber ich kündige nicht wirklich sondern wechsle nur. Vom Kreditwerk, der Tochter der Bausparkasse Schwäbisch Hall hin zur Mutter selbst.

Und dieser Schritt scheint mein Umfeld mehr zu verblüffen, als mich selbst. Ich gestehe, ich bin vom „Stallgeruch“ her ein Informatiker und nicht der prototypische Marketing Mensch. Aber das Thema hat mich schon immer fasziniert und mit Marketing, gerade im Bereich online habe ich mich schon lange beschäftigt. Jeder, der mich etwas näher auch privat kennt, weiß das.

Ich denke  persönlich, nichts kann im Moment spannender sein, als einem Unternehmen bei seinen Schritten in den sozialen Medien zu helfen. Auch wenn viele das Netz am liebsten für sich behalten würden. mit dem richtigen Geist, das glaube ich fest, kann man auch als Unternehmen einen spannenden Beitrag leisten. Dafür ist natürlich eine andere Denke notwendig, aber ich bin da Querdenker genug, um da „anders zu denken“.

Und für mich war es einfach die Gelegenheit, das zu tun, was ich in meinen Vorträgen zu „Arbeitswelt der Zukunft“ und ja, auch meinen Kindern immer sage. Sucht euch später einen Beruf, dem ihr mit Leidenschaft und Herzblut nachgeht. Wir alle arbeiten viel zu viel um etwas zu tun, was nicht unserer Leidenschaft entspricht. Insofern war für mich das ganze ein Wechsel von Leidenschaft (Softwareentwicklung) zu Leidenschaft (Internet Marketing, Social Media). Ich finde, man sollte neue Chancen nutzen, sich auch mal verändern, wenn sich die Gelegenheit bietet. Und dank toller Unterstützung war für mich weder die Entscheidung, mich zu bewerben noch das Thema und das Umfeld schwierig. Ab 1. Februar heißt es also: Tschüss Senior Software Engineer und Hallo Referent Online Marketing. Was mich erwartet? Ich ahne es, aber ich weiß es nicht. Da halte ich es mit dem schönen Gedicht von Robert Frost:

The Road Not Taken

Two roads diverged in a yellow wood,
And sorry I could not travel both
And be one traveler, long I stood
And looked down one as far as I could
To where it bent in the undergrowth;

Then took the other, as just as fair,
And having perhaps the better claim,
Because it was grassy and wanted wear;
Though as for that the passing there
Had worn them really about the same,

And both that morning equally lay
In leaves no step had trodden black.
Oh, I kept the first for another day!
Yet knowing how way leads on to way,
I doubted if I should ever come back.

I shall be telling this with a sigh
Somewhere ages and ages hence:
Two roads diverged in a wood, and I –
I took the one less traveled by,
And that has made all the difference.

Der nicht gegangene Weg

Zwei Wege trennten sich im fahlen Wald
und, weil ich nicht auf beiden konnte gehn
und einer bleiben, macht‘ ich lange Halt
und schaute auf des einen Wegs Gestalt,
soweit ich durch die Büsche konnte sehn.

Ging dann den andern – der, genauso schön,
den größer’n Anspruch hatte auf Gebrauch,
denn Gras wuchs drauf und brauchte Drübergehn –
obgleich die Wand’rer, muß ich schon gestehn,
gebrauchten einen wie den andern auch.

Sie lagen vor mir, beide gleich, zuhauf
mit Blättern, die kein Tritt noch aufgestört.
Ich hob mir einen Weg für später auf!
Doch Wege führ’n zu and’rer Wege Lauf:
Ich wußte wohl, daß keiner wiederkehrt.

Und seufzend werd‘ ich einmal sicherlich
es dort erzählen, wo die Zeit verweht:
Zwei Waldeswege trennten sich und ich –
ich ging und wählt‘ den stilleren für mich –
und das hat all mein Leben umgedreht.

Update: Seit heute ist auch mein Gastbeitrag beim Bausparfuchs Blog online 😉 Danke für die Einladung, mich vorzustellen.

 

Schlecker, Social Media und die Macht des Konsumenten

Ich möchte mir hier kein Urteil zur Causa Schlecker erlauben. Aber eins finde ich dennoch bemerkenswert. Immer wieder wurde mir gesagt, ach was, dieses Social Media mit seinen Shitstorms und Streisand Effekten hat doch in Wirklichkeit gar keinen Einfluß auf Unternehmen. Für mich ist spätestens seit der Insolvenz von Schlecker klar, dass dies nicht stimmt. Denn im Gegensatz zur Vergangenheit, in der man auch für Nachrichten reiner Konsument war und die Macht des einzelnen sich stark einschränkte, da eine Massenbewegung schwer organisierbar war, haben mir die neuen Social Media Plattformen eines gezeigt.

Der Kunde ist nicht mehr länger nur reiner Konsument. Und wer als Unternehmer, oder als Manager reines Gewinnstreben als Ultima Ratio vor das Wohlergehen der Mitarbeiter stellt, der wird in der neuen, der sozialer geprägten Welt schnell scheitern. Smartphones,die von Chinesen unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt werden, Drogeriemärkte, die mit ihren Mitarbeitern schlecht umgehen. Heute ist es möglich, die Botschaft weiträumig zu verbreiten. Natürlich bedeutet das nicht zwangsweise, dass jedes Vergehen gleich ans Licht kommt. Aber neben dem Produkt tritt immer mehr auch der ethisch moralische Aspekt in den Vordergrund. Geht das Unternehmen gut mit den Ressourcen um, mit seinen Mitarbeitern, mit der Gesellschaft?

Die Zeiten des reinen Strebens nach höheren Verkaufszahlen und mehr Gewinn nähern sich ihrem Ende. Nur wer auch ethisch handelt, wird in Zukunft Kunden längerfristig an sich binden. Denn auch Moral und Ethik werden mehr und mehr zu einem Merkmal, das einen Vorsprung vor der Konkurrenz bedeutet. Das beliebte Buzzword „Corporate Social Responsibility“ sollte nicht unterschätzt werden. Das hat zumindest mir auch die Causa Schlecker gezeigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Mehrheitskunde will es einfach. Recht hat er!

Auf diesem Bild sind beim normalen Verbraucher zwei Geräte überflüssig 😉

Spannend finde ich die momentane Diskussion um die neue Klasse der Ultrabooks ja schon. Aber eher aus der Sicht eines Informatikers. Für den Kunden ist das nur mehr eine weitere Gerätekategorie, die man hätte getrost auch die „Macbook Air Clone“ Kategorie nennen können.
Zuerst belächelt, hat Apple wieder mal gezeigt, worin seine grosse Stärke liegt. Darüber nachzudenken, was der Kunde will und worüber zu entscheiden er bereit ist. Und das ist zu Recht nicht sehr viel.

Welchen normalen Menschen interessiert es denn, ob in dem neuen Notebook ein I3 ein I5 ein I7 steckt oder ein AMD Prozessor (und wer der das liest wusste gleich, wovon ich rede?).

Der Kunde hat vernünftigerweise ganz andere Motivationen zum Kauf eines Produkts.

Die rationalen sind: Kann ich damit das tun, wofür ich es kaufe? Ist es einfach zu bedienen? Ist das Preis- Leistungsverhältnis ok?

Die eher emotionalen: Bin ich damit trendy? Sieht es „cool“ aus? Kann ich damit Spass haben, „Gefällt“ es mir?

So, aber das wars dann auch schon.

Insofern, sorry Branche, aber ihr verzettelt euch schon wieder in einer viel zu grossen Vielfalt. SSD versus Festplatte, 2Gb, 4Gb, 8Gb you name it. Das interessiert den Durchschnittsverbraucher überhaupt nicht. Will er sich wirklich informieren, kramt er sich ein Testmagazin heraus und liest darin. Aber die meisten Käufe gehen meiner Ansicht nach nach dem Prinzip:

Kunde betritt Laden, Kunde fragt Verkäufer, was er ihm empfiehlt, (guter) Verkäufer fragt Verwendungszweck ab und zeigt im 3-5 Geräte. Käufer schaut sie sich an, probiert Tastatur, beachtet, ob sie stylisch sind und nimmt dann das Gerät, das ihm VISUELL am besten gefällt.

Also wie wäre es zur Abwechslung mal mit einer etwas geringeren Palette an Geräten, die dafür in sich durchdachter, günstiger und vor allem schicker sind. Und das nicht gleich wieder zu Mondpreisen, denn der normale Kunde kauft sich einen Notebook nicht, weil er grad mal zu viel Geld hat, sondern weil er ihn für irgendwas spezifisches braucht. Und mal ganz ehrlich, wer in der Branche glaubt denn wirklich, dass viele Kunden sich ein Smartphone, ein Tablet, einen Ultrabook, einen Notebook, einen Desktop PC, einen Internet Fernseher leisten? Die meisten werden und das wird auch in Zukunft so sein, EINEN Rechner zu hause stehen haben. Und der muss dann ALLES können.

Und wie Lenovo auf der CES gezeigt hat, ist dieses Konzept nicht sehr weit entfernt. Das Lenovo Ultrabook Yoga ist ein solcher Hybride, der sowohl Tablet als auch Ultrabook darstellt und für mich quasi eine neue Produktklasse eröffnet, die mehrere andere ersetzen wird. Gut, die Idee ist nicht neu, bislang haperte es am Multitouch, einem geeigneten OS (die damaligen Windows Versionen waren denkbar ungeeignet, als Microsoft die Kategorie der Tablets einführte; ja Microsoft, nicht Apple hat diese Kategorie mit den Convertibles ursprünglich eingeführt!) als auch bei Laufzeit und Gewicht. Aber was Lenovo da vorgestellt hat, sieht extrem vielversprechend aus: Deshalb hier nochmal das Video von dem, was ich für die interessanteste Neuvorstellung der CES halte: