Fundstück der Woche und vielleicht mein nächstes Smartphone: Das Blackphone

Ab dem 24. Februar 2014 kann man das Blackphone vorbestellen, das erste Smartphone, das den primären Fokus auf Privacy und Kontrolle durch den Nutzer legt. Unter anderem von Phil Zimmermann, dem Erfinder von PGP und  und den Gründern von Geekphone initiiert, soll das Blackphone es seinem Nutzer ermöglichen, verschlüsselt zu telefonieren und zu kommunizieren und damit die eigene Privatsphäre besser zu schützen, als alle gängigen Smartphones.

Aber seht selbst:
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Google, Apple, wir hatten vor den Falschen Angst

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Auch am Wahlergebnis war ablesbar: Die Überwachung ist wohl doch kein so wichtiges Thema für den Durchschnittsbürger

Google die Datenkrake, Apple will alles über uns wissen. Solche und ähnliche Klagen haben wir in den vergangenen Jahren zuhauf gehört und hören wir noch heute. Seltsam daran, darüber berichtet die Presse, das wird in der Bevölkerung diskutiert. Dabei ist das meiner Ansicht nach sehr kurzsichtig um nicht zu sagen falsch.

Googles Geschäftsmodell bedingt neben der Datenanalyse vor allem auch ein Vertrauensverhältnis mit dem Nutzer. Ja, Google analysiert was wir suchen, aber das wird abstrahiert. Denn sind wir doch mal ehrlich. Was bringt es mir für die Optimierung von Suchergebnissen, wenn ich genau weiß, was Peter Lustig sucht? Dann kann ich ja schon bei Peter Traurig noch mal von vorne mit der Datenerhebung beginnen.

Was viele ignorieren ist, dass die abstrahierten Surfverhalten von PersonenGRUPPEN für Google von viel größerem Interesse sind, als die einzelne Person. Und für andere Unternehmen wie Apple, Microsoft oder Yahoo gilt ähnliches.

Das ist auch der Grund, warum ich die Wut der großen Player auf die NSA für durchaus ehrlich halte. Denn genau das, was man Google et al immer vorwirft, die einzelnen Nutzer auszuspionieren hat die NSA gnadenlos gemacht. Inwieweit da die Unternehmen wirklich freiwillig  mitgeholfen haben, kann ich natürlich nicht sagen, ich gehe aber stark davon aus, dass hier oftmals auf die eine oder andere Art Druck ausgeübt wurde.

Seltsam nur, wie wenig dieses Thema in der Öffentlichkeit behandelt wird, wie wenig Druck auf die Politik gemacht wird und wie ignorant die meisten Bürger damit umgehen. Statt auf die Barrikaden zu gehen gegen eine Spionage, die WIRKLICH in das Privatleben jedes einzelnen eingreift, wird weiter auf die Datenkraken Google und sonstige gebasht. Man sieht wieder einmal, was populistisch auch durch die Medien ausschlachtbar ist, das wird kolportiert, wo es aber an die wirklich relevanten Themen geht, die auch mit eigenen Maßnahmen und direkteer Einflussnahme auf die Politik geändert werden könnten, da wird der brave Michel plötzlich ganz still.

Auf Google schimpfen geht immer, da glaubt man ja, dass nur Geld dahintersteckt und die sind ja wie wir alle durch die Medien brav gelernt haben sowieso böse.

Warum funktioniert dies aber nicht bei den eigentlich bösen? Warum regen sich so wenige WIRKLICH über die Machenschaften von NSA und Co auf? Weil damit zu befassen wirkliches Interesse voraussetzt anstelle schlichten nachgeplappers dessen, was die eigene Peergroup meint.

Und das ist den meisten dann doch zu anstrengend.

Amüsant am Rande, dass jetzt der „oberste Sprecher“ aller Blogger das Internet für kaputt erklärt. Und damit kommt er an. Denn was kaputt ist, ist ja eigentlich unsere Gesellschaft, aber das würde ja… richtig, wieder heißen, man müsste sich selbst so seine Gedanken machen. Da ist dieses böse Internet doch viel einfacher als Schuldiger auszumachen. Das neumodisch Zeug wollte die Mehrheit ja eh noch nie (weil sie es nicht begreifen will).

Es ist nicht das Internet kaputt, sondern der Mensch: Eine Replik auf Sascha Lobo

„Das Internet ist kaputt“ postuliert Sascha Lobo jüngst in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Dem mag ich nun so gar nicht zustimmen.

Zumal hier wieder einmal Technologie, deren Verwendung und die ethisch moralischen Grundwerte einer Gesellschaft in einen Topf geworfen werden.

Aber von Anfang an. Zunächst, wäre das Internet kaputt, so könnten wir keine EMails mehr abrufen, nicht mehr surfen oder unsere Geschäfte tätigen. Das alles aber geht. Was ist denn dann nun kaputt? Es ist die Sicht der Menschen, zum einen auf ethisch moralische Werte, auf die Welt allgemein und die digitale Welt im Besonderen.

Es ist quasi der Sündenfall des digitalen Zeitalters. Als das Internet noch „jungfräulich“ war und nur Experten es zu nutzen wussten, da war das Paradies noch für alle zum Greifen nah. Zugriff auf Daten weltweit, das Wissen der Menschheit nur einen Klick entfernt.

Doch dann kam der Sündenfall. Das ehemals kostenlose und elfenbeinturmartig geschützte Netz trat hinaus in die Öffentlichkeit. Und jetzt auch ins Angesicht des Durchschnittsmenschen. Der natürlich sofort fragte: Was bringt es mir (finanziell)? Und schneller als der Wissenschaftler die Sündenfallfrucht zu verhindern versuchte traten erste Unternehmen auf den Plan. Es begann die Kommerzialisierung des Netzes und damit der breite Zugriff für alle. Nun aber wurde das Netz nicht nur für Unternehmen interessant sondern auch für die eher halbseidenen oder auch illegalen Organisationen, die natürlich ein gleich großes Interesse daran hatten. Und in Folge auch für die Staatsorgane, wobei hier nicht der durchschnittliche Politiker gemeint ist, der das Internet immer noch in der Nähe der Bundesautobahnen verortet sehen will sondern diejenigen, deren ureigenstes Ziel immer schon das Beschaffen möglichst lückenloser Informationen war und ist. Die Geheimdienste.

Und während die Mehrheit der Bevölkerung sich nur widerwillig ins Netz begab, empfingen die dunkleren Organisationen vom Stile einer #NSA das Netz mit offenen Armen, bot es ihnen doch ein Füllhorn an Informationen und dank des Desinteresses der breiten Masse auch zunehmend Informationen, die sie so noch nie zuvor erlangt hatten. Bewegungsprofile, Personenprofile, eine unabsehbare Zahl von  Datenquellen.

Aber es gab sie, die Mahner, diejenigen, die bereits zu Beginn erfasst hatten, was das Problem, was die Gefahr dieser Datenfülle war. Seien es EFF oder CCC (wer diese Begriffe nicht kennt, interessiert sich sicherlich noch heute kein Jota für Datenschutz in der wirklich relevanten digitalen Form)

Doch die Mehrheit der Bürger glaubten und glauben immer noch jenen, die ein großes Interesse haben, den Bürger möglichst gläsern zu gestalten. Unternehmen, die das Kaufverhalten kennen wollen, Regierungen und Geheimdienste, die wissen wollen, wie der Bürger tickt.

Es war das Denken, das Interesse des Bürgers, oder besser sein Desinteresse, das kaputt war und ist. Wo Sender wie RTL und Pro 7 Erfolge feiern, wo die BILD Zeitung als glaubwürdiges Nachrichtenorgan gehandelt wird und die Mehrheit immer noch glaubt, dass Wahlversprechen auch gehalten werden, da ist es kein Wunder, wenn auch das Internet zunehmend aus seinen unschuldigen Anfängen immer mehr in einen Sumpf von Missbrauch und Datendiebstahl gerät. Es ist der mangelnde Ernst im Umgang mit dem Internet, das Verkennen seiner Bedeutung und der Gefahren, wenn es in die falschen Hände gerät. Das Internet an sich ist immer noch das ideale Medium für Demokratie und ihre Prozesse. Und mehr als ein Mal konnten wir es dabei schon im realen Einsatz erleben.

Aber solange die Mehrheit der Bevölkerung das Internet immer noch als eine technologische Spielerei betrachtet und „auch gut ohne“ auskommen kann bzw. dieses „Internetz“ am liebsten ganz abschaffen möchte, so lange werden diejenigen, die einen halbseidenen Nutzen daraus ziehen weiterhin unbehelligt die Grundlagen des Internets unterminieren können. Und wer uns erzählen möchte, das Internet zerstöre die Demokratie, der verkennt, dass das Internet kein Lebewesen ist, kein selbst entscheidendes System. Wir sind es, wir alle, die wir uns durch Lethargie und Ignoranz, durch Technophobie und weltfremdes zurückblicken auf die angeblich so viel bessere Vergangenheit davon abhalten lassen, das Internet positiv zu nutzen und uns gegen die zu stellen, die es missbrauchen.

Was Snowden aufgedeckt hat, war nicht die Zerstörung des Internets. Es war und ist die Zerstörung der Freiheit von uns allen, der eigentlichen demokratischen Idee und der unbändige Wunsch der Regierenden, uns lückenlos überwachen zu können. Das Internet ist ein neutrales Instrument. Wir sind es, die durch unser Nichtstun einer Minderheit erlauben, es negativ zu missbrauchen.

Wir brauchen kein Lamentieren über ein kaputtes Netz. Wir brauchen einen Aufstand gegen eine kaputte Gesellschaft.

 

Gedanken zum Jahresanfang: Was kommt 2014 auf uns zu?

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Das nächste grosse Ding. Wearable Computing

Ich lasse zu Beginn des neuen Jahres immer wieder gerne Revue passieren, was alles geschehen ist, wo meine Prognosen stimmten und wo ich daneben lag.

Ein großer Irrtum meinerseits war der sinkende Bedarf an Smartphones, der so (noch) nicht eingetreten ist. Allerdings merkt man, auch gerade im Moment beim Start der CES in Vegas, dass der Fokus der Unternehmen aus der IT Branche weg von den Smartphones und Tablets hin zu Wearable Devices und Smart Homes geht. Daher dürfte auch in der IT Branche das eigene Haus in den Fokus rücken bzw. die Mietwohnung. Insofern erwarte ich nach den bislang auf den Markt gekommen stark invasiven Lösungen, dass die Hersteller nun mit einfachen Plug&Play Geräten an den Markt gehen, die keinen großen Umbau verlangen sondern sich nahtlos in bereits bestehende Infrastrukturen einfügen. Intelligente Zusatzstecker, Glühbirnen und Hausgeräte mit WLan werden für immer mehr Menschen interessant werden, die bei der Neuanschaffung diesen Teil mit in die Überlegungen einbeziehen. Und was seit Jahren zu beobachten ist, wir nun auch oder gerade für die ländlichen Regionen relevant. Breitbandige Anbindungen werden immer mehr über über den Erfolg von Neubaugebieten entscheiden.  Wir haben zwar keine Konsumsättigung aber eine gewisse Technologiesättigung erreicht. Das nächste, noch schnellere Smartphone macht keinen wirklichen Unterschied mehr auch eine höhere Displayauflösung ist mehr ein technisches Datum denn ein visuell für die meisten wirklich erkennbarer Unterschied. Spannend dürften hier vor allem Aspekte wie Sicherheit (Iriserkennung etc.) sowie die Techniken für gebogene Displays sein, wie ja bereits in ersten Interviews zum Beispiel für das Note 4 angedeutet.

Denn für die Generationen, die nun ans Kaufen oder Bauen denken ist der Breitbandanschluß so natürlich und elementar wie für uns der Strom oder das Wasser.

Und wir werden eine noch intensivere Verschmelzung von Beruf und Privat erleben. Angetrieben aber nicht von den Unternehmen, die oft noch über Mitarbeiter wie über Produktionsgüter denken, sondern von den jetzt auf den Arbeitsmarkt drängenden, intelligenteren Generationen, die solche Restriktionen wie nichts privates am Arbeitsplatz als das entlarven werden, was sie sind. Unsoziale Einschränkungen, die bar jeglicher heutiger Lebensrealität sind. Mit Smartphones, Smartwatches und sicher noch unauffälligeren Lösungen als Google Glass wird die junge Generation immer auch privat unterwegs sein und das auch einfordern.

Wir sind auch Mensch wenn wir ein Unternehmen betreten und dank neuer und immer unsichtbarer werdender Technologien würde es schon eine sehr restriktive und intolerante Vorgehensweise einfordern, würden Unternehmen dies wirklich heutzutage noch ernsthaft verhindern wollen.

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In Zukunft ist nicht wichtig, wo ich arbeite und wann, sondern was.

Zumal dies, so denn richtig angewendet eher zum Vorteil gereicht denn zum Nachteil. Gerade die jungen Unternehmen und die Querdenker führen uns immer wieder vor, dass die im Moment immer wichtigeren Innovationen nicht aus dem starren Korsett fest niedergelegter Prozesse sondern aus dem kreativen Geist eines frei arbeitenden Menschen kommen. Und wir werden den Beginn einer Entschlackung der Führungsebenen erleben. Denn wo ich mich über technologische Wege auf dem kurzen Dienstweg gar über Unternehmensgrenzen hinweg unterstützen kann, wo der Crowdsourcing und Crowdfunding-Gedanke immer mehr an Fahrt gewinnt, ist es mittlerweile geradezu für den Erfolg des Unternehmens wichtig, mehr Freiräume zu bieten. Denn die echten Talente werden vielleicht nicht in ein anderes Unternehmen abwandern sondern gleich ihr eigenes Ding, gefördert von der Crowd aufziehen und damit wichtige Innovation dem in deren Fall innovationsfeindlichen Arbeitsumfeld entziehen.

Und mit Blick auf NSA und Datenskandale, auf Arbeitsbedingungen und Einkommensscheren werden immer mehr Menschen auch ethische und moralische Gründe für oder gegen einen Arbeitgeber, für oder gegen ein Produkt ins Feld führen. Und dank der Möglichkeit, Werbebotschaften im Netz direkt zu hinterfragen, hinter die Fassade der ach so netten, aber auch ach so gleichen Unternehmensfilme (Stichwort Obststand Didi) zu blicken, braucht es mehr Ehrlichkeit in der Wirtschaft. Immer weniger Menschen glauben tatsächlich noch Werbelügen oder Hochglanzbroschüren. Die Kaufentscheidung fällt in der Cloud und wird maßgeblich von anderen Nutzern und insbesondere von Opinion Leadern wie Bloggern oder bekannten Größen in den sozialen Netzen befeuert.

Rein technologisch werden wir das Jahr der Wearable Devices und des Smart Homes erleben, nicht in der breiten Masse, aber das Thema findet jetzt endgültig seinen Anfang, ist sowohl technologisch als auch finanziell vernünftig durchführbar. Und durch diese beiden Komponenten werden wir uns auch im Alltag noch mehr mit unserem privaten Umfeld vernetzen, auch wenn wir gerade im Büro sind.

Der Satz: „Ich lebe und arbeite in X“ ist von gestern (und so immer schon schrecklich, weil er suggeriert, dass man nur außerhalb der Arbeit leben kann.“ Mein bereits seit langem geforderter Begriff der Work-Life Integration wird in 2014 noch verstärkt werden und letztlich werden wir erleben,wie Arbeit und Privat immer mehr verschmelzen. Wenn wir als Arbeitnehmer hier aktiv teilhaben dann zum Guten. Lassen wir diese Themen nur von den brainstormenden Verwaltern entscheiden, werden wir noch mehr kontrolliert, als schon jetzt. Die Karrierebibel titelte so schön: Transparenparadoxon: Vor dem Chef verstecken macht produktiver.“ Und da ist was wahres dran, denn viele arbeiten im Angesicht ihrer Vorgesetzten, so wie sie sollen, bzw. wie sie glauben, dass der Chef es sehen will. Sind sie alleine, arbeiten sie dann oft so, wie es für die Erledigung der Aufgabe am besten ist und zudem auch der Arbeitsatmosphäre dient.

Oder wie ich zu sagen pflege. Der Mitarbeiter, der jeden Tag vier Stunden arbeitet, um ein Ziel zu erreichen, ist mir lieber als der Mitarbeiter, der 8 Stunden so arbeitet, wie sein Chef es von ihm erwartet oder wie es die Prozesse vorschreiben.

Wer eigenverantwortliche als Mitunternehmer denkende Mitarbeiter will, muss auch die dafür notwendigen Freiräume erlauben.

Wir arbeiten nicht alle mit den gleichen Methoden gleich gut. Das ist eine Illusion, die die Controller gerne hätten. Aber das ist jenseits jeder Realität

 

Deutscher Familienverband und gleichgeschlechtliche Partnerschaften, der Beginn eines Shitstorms

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Fürs Protokoll, falls diese Ausgeburten an Toleranz auch noch auf die Idee kommen, diese Peinlichkeit zu löschen.

Es gibt sie immer noch, die ewig gestrigen. So wollte wohl der deutsche Familienverband seine Mitglieder dazu bringen, gegen ein Plakat zu protestieren, dass neben der „klassischen“ Familie auch andere Formen propagiert.

Was mich diebisch freut, der Schuss geht auf Facebook gerade tierisch nach hinten los und der Protest der Facebook Nutzer überschwemmt die Kommentare.

Hallo Familienverband. Wie wäre es mal, aus dem Mittelalter in die Gegenwart zu kommen?

Ricarda Riechert bringt das ganze auf Google+ auf den Punkt:


Statt eines Neujahrsgrußes: Brief an meine Kinder

rezensenten-666893576rezensenten-666893576Ich weiß, ich bin noch nicht „alt“. Zumindest nicht in den Augen meiner Kinder. Aber ich denke, mit meinen mittlerweile 46 Lenzen hat sich doch eine ganze Menge an Lebenserfahrung angesammelt, die ich hier nach und nach weitergeben möchte. In der einen oder anderen Art wird dieser „Brief“ vielleicht eine Serie ergeben, jetzt liegt mir aber zunächst einmal daran, ein paar Gedanken zu sammeln, da meine Kinder mittlerweile mit ausgesprochen guten und oft nicht einfach zu beantwortenden Fragen auf mich zu kommen und ich denke, dass das sicher auch für meine Leserschaft interessant sein dürfte.

 

Lieber Jan, liebe Katja, lieber Marc.

Ein neues Jahr, 2014 hat begonnen und ich habe beschlossen, hier meine Gedanken dazu zu sammeln, was ich in meinem bisherigen Leben so erlebt/erfahren habe und denke, dass es erwähnens- bzw. weitergebenswert ist.

Ihr drei seid für mich wirklich etwas besonderes, und jeder von euch liegt mir sehr am Herzen und bedeutet mir unendlich viel. Ihr stellt euch schon jetzt sehr bedeutsame Fragen nach dem Sinn des Lebens, dem Beruf, den ihr einmal ergreifen sollt und was ich für gut und was für böse halte.

Fangen wir mal von hinten an. Gut und Böse, da habt ihr gleich einen der schwierigsten Punkte. Denn das kann man überhaupt nicht pauschal sagen. Vieles, was gut gemeint ist, wird zu etwas Bösem oder etwas Böses kann der Quell für etwas ungeheuer Gutes sein. Für mich habe ich gut so festgelegt, dass ich mit meinen Handlungen niemandem bewusst schade und stets versuchen will, hilfsbereit, freundlich und tolerant zu sein. Das schließt für mich Hautfarbe, Geschlecht, Nationalität und ja, auch wenn ihr alle nicht getauft seid und ich mittlerweile Atheist auch die Freiheit des Glaubens ein. Euer Opa hat hier ein schönes Bild, das Igel Prinzip, ich will und verlange von meiner Umwelt so zu leben, dass wir alle unseren Platz haben und niemand den anderen willentlich beschränkt.

Das ist dann aber auch schon die nächste Lektion. Ihr werdet nie etwas 100% bekommen. Seid stets bestrebt, das Beste zu tun, zu sein, zu wollen. Aber seid euch auch im Klaren, dass das, was ihr für das Beste haltet immer auch nur das Zweitbeste sein kann. Wisst, dass das Leben aus einer immerwährenden Kette von Entscheidungen, Erfolgen, Misserfolgen, Fehlern ja auch kleinen und größeren Katastrophen ist. Beinahe schon abgegriffen ist das lateinische Zitat „Carpe Diem“ Nutze den Tag. Aber es ist wahr. Macht euch nicht zu viele Sorgen über die Vergangenheit, denn die ist vorbei und plant eure Zukunft aber sorgt euch nicht um sie, denn sie ist noch nicht da und ihr könnt nur mit euren HEUTIGEN Entscheidungen beeinflussen, wie die Zukunft sich gestalten wird. Bestimmen könnt ihr es nicht.

Auch wenn ihr euch Gedanken darüber macht, was ihr einmal werden wollt, übt euch in Gelassenheit. Freut euch über eure Begabungen, jede davon ist wertvoll und wichtig und kümmert euch um eure Defizite aber lasst euch von niemandem einreden, weil ihr etwas nicht so gut könnt, seid ihr ein schlechter Mensch. Und bei der Wahl eures Berufes, bedenkt stets, dass einen Beruf zu haben auch immer bedeutet, dass man nicht nur das tun kann, was einem an diesem Beruf Freude bereitet. Stets wird es auch Dinge geben, die nun mal gemacht werden müssen. Doch sucht nach etwas, das ihr mit dem Herzen tut. Denn es gibt schon genug Menschen, die in einem Beruf arbeiten, der sie nur unglücklich sein lässt. Versucht stets, den Entscheidungsdreiklang zu bedenken: Wenn etwas euch nicht gefällt, dann entweder ändert es, findet dennoch Gefallen daran oder geht weg. Und bitte umgebt euch nicht mit Menschen, die euch nach unten ziehen.

Menschen, die den ganzen Tag nur das negative sehen, die sich immerfort beklagen, sich selbst leid tun, die schaden auch ihrer Umwelt. Ihr könnt nicht glücklich, optimistisch, erfolgreich sein, wenn ihr euch mit beständigen Nörglern und negativen Menschen umgeht. Sucht die Gesellschaft von Optimisten, die die Welt realistisch aber positiv sehen.

Seid immer bestrebt, das beste zu geben, aber sucht nicht den Perfektionismus und was das absolut wichtigste ist. MACHT FEHLER. Fehler sind der wichtigste Bausteine auf dem Weg, besser zu werden. Und seid wissbegierig. Lasst euch nicht einreden, wir würden erst heute in einer Zeit lebenslangen Lernens leben. Ich lerne immer wieder mit Freuden etwas neues. Und wer das tut, der hat gar keine Zeit für Traurigkeit, Langeweile oder gar Einsamkeit. Lernt, und genießt es, immer wieder etwas neues zu erfahren, immer wieder den eigenen Tellerrand zu verlassen. Es gibt so viele Menschen, die sind seelisch jetzt schon tot, weil sie in der Vergangenheit leben, weil sie meinen, schon alles zu wissen. Und das schlimmste, sie selbst wissen es gar nicht, wie verkümmert ihre Seele bereits ist.

Toleranz, Freude, Entdeckergeist, ein positiver Blick auf die Zukunft ist nur dann möglich, wenn ihr die Zukunft als das anseht, was sie eigentlich ist. Ein unbegangener Weg, der erst durch das darauf voranschreiten entsteht. Und ein Weg, der so viele Abzweigungen, Gabelungen hat, dass es DEN richtigen Weg gar nicht gibt. Oder besser, alle Wege sind richtig, so lange sie sich nach vorne orientieren und ihr euch nicht mit dem befasst, was längst geschehen und hinter euch liegt. Macht Fehler, aber lernt daraus. Kein Fehler ist umsonst, wenn er euch auf eurem Lebensweg weiter bringt.

Ein Optimist zu sein, muss nicht heißen, den ganzen Tag nur die rosa Brille zu tragen und auch das größte Unglück noch wundervoll zu finden. Aber es bedeutet, dass ihr euch dessen bewusst seid, dass immer wieder ein Weg nach vorne führt, auch aus einem tiefen Tal kann man wieder empor steigen, wenn man nur will. Und vor allem bedeutet Optimist zu sein, nicht gleich aufzugeben, wenn etwas nicht auf Anhieb klappt oder auf dem Weg zum Ziel plötzlich Probleme auftauchen. Denn gerade, wenn ich etwas besonderes auf die Beine stellen will, dann gibt es Hindernisse, Hürden, Neider, Widersacher. Nur wer den Biss hat, seine Sache durchzukämpfen, wird auch seine Wünsche, seine Ziele erreichen.

Also lasst euch nicht entmutigen, wenn etwas nicht gleich klappt. Ist es eure Herzensangelegenheit, werdet ihr sie auch erreichen. Nicht gleich, aber auf jeden Fall irgendwann.

Und was den Sinn des Lebens angeht, für mich habe ich festgestellt, dass er einfach darin besteht, für sich persönlich möglichst viele Glücksmomente im Leben zu schaffen. Und da das größte Glück nichts wert ist, wenn es ein einsames, ein ungeteiltes Glück ist, bedeuten mir Momente wie das Zusammensein mit euch oder eurer Mutter, Gemeinschaft und Zuneigung viel mehr, als all die Dinge, mit denen ich mich umgebe. Sicher, ich hänge auch an Dingen, weil sie für mich Erinnerungen tragen oder mir der Umgang mit Ihnen Freude bereitet. Aber die wirklich tollen Momente im Leben waren nicht mit Dingen, sondern mit Menschen verknüpft.  Eure Geburt, das Ja Wort eurer Mutter, als ich sie fragte, ob sie mich heiraten will. Der Moment, als ich einem Menschen das Leben retten durfte. Es sind immer diese Momente gewesen, die in meinem Herzen den größten Platz einnehmen.

Lasst euch in eurem Leben von niemandem den Weg vorschreiben, den ihr gehen wollt. Und bedenkt, dass der Weg, so er mit Blick auf die Zukunft gerichtet ist, immer dunkel und unklar sein muss. Achtet auf das, was um euch geschieht, nutzt Gelegenheiten, die sich euch bieten und wenn ihr euren Wunschberuf oder ein anderes euch wichtiges Ziel nicht auf direktem Weg erreicht, habt Geduld, es wird sich zur unerwartetsten Stunde ein neuer Weg auftun.

Als ich mir über meine Zukunft begann, Gedanken zu machen, und das muss so ungefähr zu der Zeit gewesen sein, als ich so alt war, wie ihr, da war ein großer Traum, denn wie ihr wisst bin ich ein großer Bücherwurm, dass ich irgendwann einmal ein Buch schreiben wollte, Autor werden, dessen Bücher man in jedem Buchladen erwerben kann. Es hat gedauert bis ich 46 Jahre alt wurde, aber nun ist der Traum war geworden. Ganz anders, als ich mir das damals ausmalte, aber nun kann ich tatsächlich in einen Buchladen gehen, und nach dem Autor „Uwe Hauck“ fragen.

Es gibt immer einen Weg und es wird auch immer eure Mutter und mich geben, die euch mit Freuden dabei unterstützen, jedweden eurer beruflichen Träume nach euren Möglichkeiten zu erfüllen. Aber wird werden euch nicht sagen, was ihr tun sollt, was ihr werden sollt, woran ihr glauben sollt. Wir können euch nur dabei helfen, die Erkenntnis zu gewinnen, was ihr für wichtig, gut, erstrebenswert haltet. Es ist nicht an uns, euer Leben zu bestimmen. Aber es ist unsere Aufgabe,  euch so viel Wissen und moralisch-ethische Hilfe zu geben, wie ihr anzunehmen bereit seid.

Und wir werden da sein, auch wenn wir ganz fern sind. Alleine im Leben mögt ihr des öfteren sein, sei es durch einen Umzug, durch eine enttäuschte Liebe oder andere Umstände, doch einsam seid ihr nie, denn ihr habt uns, und ihr habt euch als Geschwister. Und das ist ein Band, das ein Leben lang hält.

 

Memotion: Ein „Lügendetektor“ für Android

lieEs gibt einige Menschen, bei denen ich gerne mal wissen würde, ob und wie oft sie lügen. Angela Merkel, Barack Obama, verschiedene Kirchenvertreter, Pressesprecher etc. Dafür gibts jetzt auch eine App. Memotion nimmt nicht nur gesprochenen Text auf, sondern bietet zudem eine Stimmanalyse an, die die Stimmung des Sprechers beim Sprechen des Textes analysiert.

Klingt für mich nach einem interessanten Konzept, zumal ich auch aus der Vergangenheit und meiner damaligen KI Studien weiß, dass es durchaus auch Botschaften jenseits der rein semantischen Bedeutung eines Textes gibt.
Vielleicht sollte ich mal die Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin damit aufzeichnen. Könnte interessant werden.

[appbox googleplay com.brandall.memotion]

Ich bin doch nicht online. Wie man offline online bleibt

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Dank Selbstadaption stellt sich mein Smartphone automatisch auf die Gegebenheiten von Tageszeit und Aufenthaltsort ein.

Oft schon wurde ich gefragt, wie ich die Zeit finde, den ganzen Tag zu posten. Lächelnd muss ich dann meist erst mal aufklären, dass nicht ich das bin, sondern meine Werkzeuge. Die wichtigsten sind hier für mich mein Blog und Buffer. Im Blog vorbereite ich meine Artikel und plane die Veröffentlichung ein. Meist natürlich am Tag, idealerweise zur Frühstücks- oder Mittagspause meiner Leser.

Parallel dazu sammle ich bei meinen abendlichen Recherchen interessante Artikel und Links und schiebe die in Buffer, ein Tool, das es mir erlaubt, Fundstücke zeitversetzt zu posten, so dass über den folgenden Tag immer wieder Postings von mir erscheinen.

Damit kann ich in Ruhe arbeiten, und schaue nur hin und wieder nach, wenn mich eine wichtige Nachricht erreicht. Wichtig ist in diesem Zusammenhang der Schlüsselbegriff. Denn das entscheide ich nicht aktiv, sondern ich nutze Filter für EMail Konten und Termine. So bekomme ich nur für die Themen einen Alarm auf  meinem Smartphone, die wirklich relevant sind.

Die Filterwege sind recht technisch, aber mittlerweile gibt es auch von Unternehmen erste Konzepte, wie man sein Smartphone dynamisieren kann, so dass es tages- wie ortsabhängig verändert arbeitet.

Ich zum Beispiel nutze Aviate als Launcher (noch in einer closed Beta), der mich abhängig von Standort und Uhrzeit mit einem speziell angepassten Homescreen begrüsst.

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Der Filter für die wichtigen Informationen. Nur was hier auf dem Smartwatch Display landet, ist auch wirklich wichtig.

Zusätzlich nutze ich seit kurzem als EMAil Client mailbe.at, zwar noch im Beta Stadium aber schon sehr vielversprechend, da die Software durch linguistische Analyse und KI Technologien Mails vorsortiert, thematische Bezüge herstellt und auch Präferenzen entdeckt.

Meine ToDos verwaltet any.do ein hervorragender ToDo Manager, der mich täglich an meine heute anstehenden Aufgaben erinnert, mich sie kurz einplanen lässt und somit aktiver Mahner für Aufgabenerledigung ist.

Nachrichten lese ich weder aus der Zeitung noch sehe ich sie im Fernsehen, ich lasse mir eine Zusammenstellung meiner wichtigsten Quellen als Digitale Zeitung jeden Morgen von Feedly präsentieren.

Somit ist mittlerweile für mich nicht mehr der PC oder das Tablet sondern alleine mein Note 3 Smartphone zentrale Planungsschaltstelle, die mich proaktiv an Termine erinnert, Notizen mit Stift sogar in Handschrift und inklusive Schrifterkennung erlaubt und dank intelligenter Assistenzsysteme aktiv unterstützt anstatt von mir passives permanentes Nachsehen zu verlangen.

Der Punkt ist nicht, ob wir uns von Technik versklaven lassen, der Punkt ist eigentlich, wie wir die Technik möglichst optimal zu unserem eigenen Nutzenverwenden können. Oder als ganz einfache Frage, ob ich etwas nutzen soll oder nicht. Macht es mir mein Leben leichter, oder komplizierter?

Und noch ein bedenkenswerter Punkt. Automatisierung lohnt natürlich auch nur dann, wenn sie mir wirklich bei hohen Planungsaufwänden die Arbeit erleichtert. Für ein oder zwei ToDos pro Woche oder den einen oder anderen Termin genügt auch zur Not ein Blatt Papier oder beim Smartphone der Standardkalender. Ich habe hier speziell beschrieben, wie bei komplexen Anforderungen möglichst effektiv gearbeitet werden kann.

 

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