Der Schulbuch-o-mat, ein Projekt, auf das ich schon lange warte.

Auf der Plattform startnext sucht das Projekt schulbuch-o-mat Unterstützer. Da ich schon lange die Meinung vertrete, dass unsere Kinder zu schwere Ranzen in die Schule schleppen und wir mittels der E-Book Technologie hier auf sehr einfache und elegante Art Abhilfe schaffen könnten, habe ich das Projekt natürlich sofort unterstützt. Ziel im ersten Schritt soll es sein,  das erste offene und freie elektronische Schulbuch Deutschlands zu publizieren. Auf der Seite des Projekts bei startnext kann man noch mehr Details erfahren. Hier nur ein Zitat:

Wir wollen das erste offene und freie elektronische Schulbuch Deutschlands publizieren – ohne Verlage, ohne Urheberrecht, alles frei zu verwenden und zu kopieren (unter der Creative Commons-Lizenz CC BY). Als Pilotprojekt ist ein Biologiebuch für die Klassenstufe 7/8 geplant, das im Schuljahr 2013/2014 vorliegen soll. Die meisten Inhalte werden bundesweit im Biologieunterricht der Sekundarstufe I verwendet werden können.“

Ich finde, eine gute Sache und ein deutliches Signal, dass wir mit neuen Sichtweisen hier einiges voranbringen können.

Helft mit, unterstützt diese wie ich finde gute Initiative und verbreitet die Idee. Die Finanzierungsrunde läuft noch bis zum 13.01.2013, 23:59 Uhr

Fast die Hälfte interessiert nicht, ob ihr Chef sie wertschätzt!

Interessante Auswertungen, die der Stern da präsentiert: Wie auch immer man es lesen will, die Hälfte interessiert sich nicht dafür, ob der Chef sie wertschätzt, gleiches gilt für die Kollegen, aber immerhin 80% finden das im familiären Umfeld wichtig. Ziehen wir jetzt noch die Standardantworten ab, so finde ich dieses Bild gerade im Hinblick auf solche Themen wie Burnout oder Work Life Balance/Integration hochspannend. Denn es scheint eine Abkopplung des Lebenssinns der Menschen vom Beruf zu geben.

Warum ist das so?

Dafür kann es verschiedene Faktoren geben. Wenig Freiheitsgrade, wenig Selbstbestimmung oder einen Chef im Kontrollwahn sind nur einige davon. Zu hoher Druck, zu hohe Anforderungen weitere. Was für mich hier deutlich wird ist, dass Unternehmen noch so viel kontrollieren und Zahlen einfordern können, wie sie wollen. Die wahre Verfassung eines Unternehmens, die wirkliche Stimmung unter der Belegschaft wird man so nicht herausfinden.

Der immer höhere Druck, die permanente mediale Befütterung von Existenzängsten bewirkt offensichtlich einen vermehrten Rückzug ins Private. Man versucht sich jenseits von Beruf und Arbeitswelt den Sinn im Leben zu definieren.

Auch wenn die Arbeitgeber oft einen anderen Eindruck vermitteln wollen, so wird doch in den meisten Unternehmen nicht weniger, sondern immer mehr kontrolliert und überwacht. Und die Freiheitsgrade des einzelnen gehen gerade in großen Organisationen, die sich mehr mit der Verwaltung ihrer selbst als ihren Produkten beschäftigen stetig zurück.

Innerlich gekündigt hat, so ein Artikel in der Süddeutschen bereits jeder 4 Arbeitnehmer. Was dies für die Motivation des „Rests“ bedeutet, lässt sich leicht ausmalen.

Wir müssen auch in den Unternehmen den Mitarbeiter wieder als selbstverantwortlichen und freien Menschen sehen, der auch im Beruf erwachsen behandelt werden will. Sonst werden die inneren Kündigungszahlen noch wachsen. Denn es gibt ein Leben jenseits des Büros. Und Menschen wollen mehr, als nur Geld. Sie streben auch nach Liebe, Anerkennung, Selbstverwirklichung. Alles Themen und Motive, die wirtschaftlich aber nicht relevant sind. Zumindest nicht in der Rolle als Arbeitnehmer.

Oder wie es in der Erzählung eines Freundes deutlich wird: „Ich hatte mal einen Chef, der auf die Bitte meinerseits, weil mein Kind schwer krank sei heute doch früher gehn zu dürfen ernsthaft sagte: „Sie müssen schon selbst wissen, ob ihnen ihre Karriere wichtig ist oder nicht.“ Solche Haltungen sind leider auch heute noch weiter verbreitet, als uns allen lieb sein kann.

 

Lifeworkcamp Tag 1: Viele neue Menschen und viele neue Gedanken

Marga und Jan bei der Eröffnung

Das erste Lifeworkcamp in Stuttgart. Irgendwo konnte ich mir einerseits nicht wirklich etwas darunter vorstellen, ich schwankte zwischen, oh klasse genau mein Thema und hoffentlich wird das kein esoterisches Happening.

Aber nein, es ist eine hochspannende Mischung aus Menschen geworden, die sich auf die eine oder andere Art mit der Bedeutung von Arbeit, ihrer Integration in das Leben und der vernünftigen „Balance“ zwischen zu viel und zu wenig befassen. Es waren erfrischend viele neue Menschen da, die offen zugaben, noch keinerlei Barcamp Erfahrung zu haben, die sich aber schon nach Minuten völlig in die Gemeinschaft der Camper integrierten. Viele neue Themen und Impulse habe ich mitgenommen. So dank einer Session von Barbara Fischer-Reineke neue Wege, Burn Out vorzubeugen und für sich Ziele und Lebensinhalte jenseits von 9-17 Uhr zu definieren. Zudem kristallisierte sich heraus, dass auch die nur noch auf eine Kultur der Spitzenleistung fixierte Gesellschaft mit für den Druck verantwortlich ist, da oft die Spitzenleistung von gestern zum Normalzustand von heute erklärt wird. Und auch die von vielen so propagierte Fehlerkultur ist oft nicht mehr als ein Lippenbekenntnis, das in den Unternehmen in Wirklichkeit nicht gelebt wird.

Fotoprotokoll der Schlagworte aus der Burn Out Präventionssession

Schön auch, das Frank Hamm mich dankenswerterweise bei meiner Session unterstützt hat in der es darum ging, wie man die Informationsflut bändigt, wobei das grundlegende Prinzip der Mut zur Lücke und zum konsequenten Löschen ist.

Von Jan und Marga wurden wir rundum gut umsorgt, wie schon vom Barcamp Stuttgart bekannt war die Verpflegung herausragend, wenn auch die Kaffeebecher etwas klein geraten waren, was ich aber durch meine Fördererkaffetasse kompensieren konnte.

Und der Abend wurde beschlossen  mit meiner allerersten Werwolf-Session, die mir sehr großen Spaß gemacht hat. Ich bin auf jeden Fall….infiziert 😉

 

eBook-Premiere auf Blogg dein Buch

Erstmals gibt es auch eBook-Rezensionsexemplare auf Blogg dein Buch.

Dotbooks bietet jetzt Rezensionsexemplare über die Plattform bloggdeinbuch.de

Für den Start hat sich Blogg dein Buch den passenden Verlag dazu gesucht: dotbooks.Der junge Verlag bietet etwas Besonderes: Hier treffen Verlagstradition und digitale Innovation zusammen. Mit viel Liebe zur Literatur und immer die Leser im Blick besticht der Verlag mit einem außergewöhnlichen Programm: Alle Bücher sind vorerst nur als eBooks erhältlich.

Dabei ist es immer das Ziel, für die Leser die besten Autoren zu finden und ihre Geschichten zu publizieren – aus allen möglichen Genres, vom Thriller übers Kinderbuch bis zum Ratgeber.

Zum Start der Premiere haben sich Blogg dein Buch und Dotbooks eine super Aktion überlegt: Die BdB-Blogger können sich aus acht verschiedenen eBook-Titeln aus verschiedenen Genren eBook-Rezensionsexemplare aussuchen. Wollt ihr einen Krimi, einen Fantasyroman oder doch lieber etwas Erotik? Für jeden ist was dabei, also klickt euch rein unter:

http://www.bloggdeinbuch.de/event/GB5DI9/gewinnspiel-ebook-premiere-mit-dotbooks/

Ich freue mich über diesen Schritt besonders, da ich bereits seit geraumer Zeit zu den EBook Lesern gehöre und immer mehr Literatur nur noch in digitaler Form konsumiere.

Wir wollen wie Erwachsene behandelt werden, auch im Büro.

So sieht der Arbeitsplatz aus, an dem ich als Blogger, Autor, Coach und Berater meine kreativsten Einfälle habe. Mal ehrlich: In welchem Unternehmen dürfte ich mich so einrichten. Und Google gilt jetzt nicht 😉

TecChannel schreibt: Straffe Regeln demotivieren Mitarbeiter. Bei der Nachricht könnte ich quasi an der Reaktion meines Gegenübers ablesen, wo diese oder dieser in der Hierarchie steht. Der „normale“ Mitarbeiter wird wissend nicken, während die bereits aufgestiegene sogenannte Führungskraft sich verblüfft geben wird (wobei ich wette, innerlich nickt auch hier die Mehrheit). Denn mal ehrlich. In vielen Unternehmen gelten Umgangsformen und Regelungen, die mehr an die Schulzeit mit Zeugnissen und Bestrafungen erinnern, als an einen erwachsenen Umgang miteinander. Da werden nicht nur Ziele miteinander vereinbart, sondern nach bestimmten Intervallen diese Ziele wie in einem Schulsystem abgefragt und deren Ergebnisse in der Personalakte hinterlegt (erinnert nur mich das an Schulzeugnisse)? Da werden Mitarbeiter in Projekte gesteckt, ohne sie wirklich zu fragen oder es werden Auswahlprozesse angestossen, mit Experten besetzt, deren Ergebnisse dann durch eine Präferenz einer  höheren Instanz einfach überschrieben werden. Mitarbeiter werden in ihrem Surfverhalten überwacht (Führungskräfte seltsamerweise oft nicht) oder es wird vorgeschrieben, was auf dem persönlichen Arbeitsplatz nicht zu stehen hat und was dort „geduldet“ wird. Ja ich habe in meinen Beratungen sogar schon von Mitarbeitern gehört, dass sie in ihrer Arbeitsmethodik kritisiert wurden, weil diese nicht der Erwartungshaltung ihres Vorgesetzten entsprach (hab ich aber auch schon im Laufe meines bisherigen Arbeitslebens erlebt, Gott sei Dank bei mir ein Einzelfall).

Wie kann aber ein Unternehmen überhaupt vom Mitarbeiter als Mitunternehmer sprechen, wenn es diese oder diesen nicht auch wie einen erwachsenen Menschen behandelt. Es mag manchen überraschen, aber wer zu stark kontrolliert, der erreicht das Gegenteil und das in mehrfacher Hinsicht. Denn dann werden die Mitarbeiter zum einen immer mehr damit beschäftigt sein, die Kontrollinstrumente möglichst positiv zu befüttern (wohlgemerkt, positiv, nicht ehrlich, ich erinnere nur  an die berühmte rote Ampel, die dann in der Vorstandsetage plötzlich grün ist) zum anderen wird die Arbeit nicht mehr unter dem Gesichtspunkt, optimales Ergebnis erledigt, sondern oft unter dem Aspekt, optimale Wirkung für eine positive Bewertung meiner Arbeit. Dass das nicht zwangsläufig das gleiche sein muss, erlebt man immer dann, wenn sich Vorgesetzte wundern, dass plötzlich Misstände auftauchen, die ihnen so nie zugetragen wurden, oder wenn Projektleiter sich wundern, warum kurz vor Deadline plötzlich offenbar wird, dass das Projekt gar nicht in time und Budget fertig wird.

Wir wollen wie Erwachsene behandelt werden, das klappt mittlerweile, bis auf einige Ausnahmen in der Politik und der Werbung schon ganz gut. Aber das gleiche gilt auch im Beruf. Einer der Aspekte, auf den ich bei meiner Recherche über Menschen, die vom Angestellten zum Freiberufler wurden,immer wieder gestossen bin ist, dass sie es sehr schätzen, endlich erwachsener behandelt zu werden, nicht mehr dauernd überall kontrolliert und gegängelt zu werden. Und Unternehmen, die das auch bei Externen versuchen, wundern sich oft, warum dann die Fluktuation so groß ist. Je mehr Messlatten ich an meine Mitarbeiter anlege, um so unfreier, fremdbestimmter arbeiten diese.

Und das ist nun wirklich etwas, was die Arbeitspsychologie hinlänglich belegt: Wer selbstbestimmt eigenmotiviert arbeitet erzielt deutlich bessere Leistungen als der fremdbestimmte, und fremdmotivierte Mitarbeiter. Warum da aber sich so wenig ändert? Weil dann zum einen ganze Hierarchieebenen plötzlich überflüssig wären, die sich mit der Überwachung und Steuerung (sie nennen es oft Ergebnissicherung) befasst sind. Zum anderen, weil dann der Kontrollverlust groß wäre und die Charaktere, die heutzutage Führungspositionen einnehmen vermutlich große Probleme damit hätten, Menschen nicht mehr per Order vom Mufti lenken könnten, sondern als Coach, als Unterstützer und Möglichmacher fungieren müssten.

Aber genau das wird die Rolle der Führungskraft in der Arbeitswelt der Zukunft sein. Weg vom Kontrolleur, hin zum Coach.

Denn spätestens mit dem 18. Lebensjahr gilt man als erwachsen. Zumindest im Privatleben. Im Beruf kann das durchaus noch dauern 😉

Litflow, eine Plattform, die Literatur weiter denkt

Erfreulich, wenn man sich mal intensiver mit den Chancen der digitalen (R)evolution für die Literatur und Kultur beschäftigt.

Schön, wenn man über Facebook auch mal so einen interessanten Kontakt knüpft. Die Plattform Litflow war auf mein Blog aufmerksam geworden und informierte mich über die eigene neue Plattform litflow, die sich mit neuen Konzepten für Literatur in Zeiten von EBook und Social Media interessiert. Das ist es mir doch gleich mal wert, hier eine Empfehlung für einen Besuch auszusprechen, da ich schon einige sehr spannende Artikel dort gefunden habe. Litflow schreibt über sich selbst: „Die Literatur wird von der Zukunft eingeholt. Digitale Technologien und Entwicklungen im Netz dynamisieren den gesamten Kulturbetrieb. Mit „LitFlow“ initiiert die Kulturstiftung des Bundes einen öffentlichen Thinktank, der sich mit diesen Veränderungen beschäftigt.

Zusammen mit internationalen Experten denken wir über neuartige Formen der Produktion, Distribution und Rezeption der nächsten Literatur nach. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche Projekte sich in den kommenden dreißig Jahren etablieren könnten.

Der Thinktank wird vom LitFlow-MAGAZIN begleitet. Dort sammeln und kommentieren Guido Graf, Stephan Porombka, Kay Steinke und Karl W. Flender täglich Projekte, Ideen und Ereignisse, die uns Hinweise darauf geben, wie sich der mediale Rahmen für die Literatur, die Literaturvermittlung und die Literaturwissenschaft verändert und wie das Schreiben, Lesen und Publizieren neu definiert wird.“

Ein wichtiger Schritt, Kultur weiterzudenken in Zeiten zunehmender Digitalisierung und auch mal über die neuen Möglichkeiten zu disktutieren, statt stets nur den Untergang der Kultur heraufzubeschwören.

 

Whatsapp, Facebook und die Sache mit dem Datenschutz

Wie unter anderem auch in der letzten Ausgabe der Computerbild zu lesen war (siehe Titelbild), weißt die sehr beliebte Anwendung whatsapp eine eklatante Sicherheitslücke auf, die es ermöglichte, sämtliche SMS mitzulesen. Das ist zum einen ein Unding, da es heute für jeden halbwegs seriösen Softwareentwickler Ehrensache sein sollte, seine Anwendungen so sicher wie möglich zu gestalten.

Zum anderen zeigt es mir aber auch, dass offensichtlich immer noch viele Nutzer wenig bis gar nicht über die Sicherheit der eigenen Daten nachdenken. Man mag mir jetzt sagen, ja, aber ich schicke da ja auch nichts sensibles. Aber wer kann das schon von seinem Gegenüber behaupten?

Man muss sich immer bewußt machen, welches Medium man für welche Art der Kommunikation verwendet. Blackberries senden oft über Server in den USA und dort ist der Umgang mit dem Datenschutz etwa so vertrauenswürdig wie in China. Für mich gilt deshalb. Entweder, was ich über solche Dienste versende ist so unverfänglich, dass es getrost mitgelesen werden kann, oder ich verwende dieses Medium nicht bzw. sorge selbst für Datensicherheit zum Beispiel durch Mails mit digitaler Signatur oder gleich verschlüsselten und gepackten Archiven.

Dann liest sich die Schlagzeile auch gar nicht mehr so schlimm. Denn letztlich stelle ich ja auch auf Facebook keine vertraulichen Daten, und poste nichts, was ich nicht auch auf einer Plakatwand lesen wollte.

Und wenn mir der eine oder andere vorwirft, durch meine extensive Verwendung von Google Diensten würde ich Google all meine Daten überlassen, dann kann ich nur sagen, ja und? Das Geschäftsmodell von Google besteht darin, aus den Daten für Kunden optimale Werbeplatzierungen zu verkaufen, nicht, meine Daten zu verhökern und damit aus der eigenen „Kontrolle“ zu geben. Auch das Management von Google weiß, dass, sollte ein solcher Datenverkauf ruchbar werden, und in Zeiten von Wikileaks und Social Media Shitstorms würde das früher oder später passieren, das Geschäftsmodell von Google von heute auf Morgen tot wäre, ebenso wie Google+ und Android als Plattform.

Insofern, lieber nutze ich die großen Player, auf die alles kritisch blickt, als kleine Dienste, die so gut wie gar nicht in den Augen der Öffentlichkeit erscheinen.