Es fing mit einigen Wenigen an, die ihren kompletten Rückzug aus Sozial Media verkündeten. Zuerst hielt ich die Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen für überdreht. Dann meldete Zuckertrump, dass Facebook und Co. das Fact Checking auf die Community verlagern. Wir wissen ja alle, wie gut das geht (nicht).
Mittlerweile wird das zu einem massiven Trend.Weg von den asozialen Marktplätzen für rechten Sumpf und Verschwörungstheorien, zurück zu klassischen Chats. Auch ich werde wohl primär Discord (für die Familie) und Mastodon für meine Fans, Leser und Freunde nutzen. Whatsapp und Co nur noch wenn unbedingt nötig weil sonst nicht erreichbar.
Es wird wohl dauern, bis sich wieder eine vernünftige Kultur des Miteinander umgehens entsteht. Bis dahin werde ich wohl eher auf Github, in den KI Foren und auf Discord und Mastodon sein. Der Rückzug ist nicht permanent, aber solange es so eine Kackophonie von Verschwörungstheorien, Hass und Lügen gibt, ist es für meine mentale Gesundheit einfach besser.
Und ja, auch mein Blog wird weiter bespielt, aber sonst gilt, wenn Sozial Asozial wird, ist die eigene psychische Gesundheit wichtiger als FOMO.
Wir sehen uns sicher auch so. Spätestens zur re:publica oder dem Barcamp Heilbronn oder Stuttgart.
Das Fragezeichen hatte für mich zwei Konnotationen
Es war ein Near Miss. Nicht der übliche Organisator des Barcamp Heilbronn, nicht der übliche Zeitrahmen am Samstag (und oft auch Sonntag alleine der Fülle an Teilnehmern und Sessiongebern geschuldet) und nicht die üblichen Rituale eines Barcamps haben dafür gesorgt, dass ich dieses Mal nicht wirkliches Barcamp Feeling gespürt habe.
Es war interessant, durchaus. Mein Studium der KI liegt mittlerweile 30 Jahre zurück und das war mein erster Kontakt mit dem Thema KI im Hochschulumfeld seither.
Checkin
Es gab aber einige Punkte, die das Barcamp nicht wirklich haben „abheben“ lassen. Es wurden einige Barcamp Prinzipien nicht gelebt. Schon vor der Vorstellungsrunde waren Zeitslots mit Themen belegt. Die Vorstellungsrunde fiel komplett aus, lediglich eine Firma stellte sich kurz vor. Twitter viel komplett aus. Nur @derexperte und ich berichteten überhaupt stringent auf Social Media über das Event. Meine Söhne besuchten genau eine Session, die Auswahl war einfach zu klein und oft war das Thema eher an der Oberfläche. Gut war der Austausch mit Teilnehmern und auch der eine oder andere Stand. Aber ich hätte mir deutlich mehr Auswahl bei den Sessions gewünscht (etwas, bei dem ich normalerweise auf Barcamps eher unter der Qual der Wahl leide).
Warten auf den Beginn des Barcamps
Meine Jungs besuchten genau eine Session von insgesamt 4 Session Slots und auch die beiden merkten an, dass das letzte „richtige“ Barcamp Heilbronn deutlich besser war. Selbst ich nahm nur an zwei der vier Slots teil und lediglich ein Slot war wirklich inhaltlich spannend. Ansonsten hatte man das Gefühl, alle sind noch auf der Suche WAS denn nun mit KI Technologien machbar ist bzw. wo der Nutzen liegt. ChatGPT wurde eher wie etwas komplett neues betrachtet, was mich leicht amüsiert hat, da ich schon vor dreißig Jahren die grundlegenden Techniken erforscht habe und wir eher dank Big Data heute die Erkenntnisse von damals in großem Maßstab und mit der nötigen Rechenpower realisieren können. Es ist ein bisschen wie mit Schach. Oft sind auch heute noch die Lösungen, die aus der aktuellen KI Technologie entstehen mehr Brute Force und WARUM ein System diese oder jene Lösung liefert, ist schwer nachzuvollziehen, was oft auch in der Natur der angewendeten Technologie liegt (spannend in diesem Kontext, dass ich kaum etwas über die Schlagworte Neuronale Netze, Big Data, Lernalgorithmen oder ähnliches gehört habe. Es war eher ein Treffen von Anwendern denn von Entwicklern)
Wie man sieht fehlt die Vorstellungsrunde und die schon geringen 4 Slots waren nach der Eröffnung nicht gänzlich befüllt.
Fazit: Sehr gut, dass das Thema KI aufgegriffen wurde. Besser wäre gewesen, das Barcamp Format wirklich zu leben. So waren zwar viele Themeninteressierte da, aber wenig Barcamp Aktive, die die Slots mit Leben gefüllt hätten.
Es fand schlicht der Grundgedanke eines Barcamps nicht wirklich statt. Menschen kennenlernen (schwer, ohne die Vorstellungsrunde mit den Hashtags und dem Namen) und viel zu wenige Sessiongeber. Ich gestehe, selbst ich hatte dieses Mal nicht den Antrieb, eine Session zu halten, einfach, weil die Atmosphäre so „fremd“ war. Es wirkte eher wie eine KI Konferenz, allerdings fehlte dazu wieder der inhaltliche Tiefgang.
Marc, Jan und ich hoffen jetzt auf das Barcamp 2024 und ein Wiederaufleben des Originalformats Barcamp. Dieses Mal haben wir den Besuch vor dem vierten Sessionslot abgebrochen. Es war schön, wieder interessierte Menschen zu treffen, aber es war eben nicht wirklich ein Barcamp.
Disclaimer: Wer sich hier erkannt fühlt und nicht namentlich genannt wurde ist, wie bei allen meinen Postings, sei es hier oder in Social Media NICHT GEMEINT. Weitere Post brauche ich wirklich nicht.
2016. Das Jahr eins nach meinem Suizidversuch. Und schon zu Beginn ein holpriger Start. Zu schnell wollte ich wieder zu perfekt sein. Das endete erst mal wieder in der Tagesklinik. Danach ein 12 wöchiger Neustart, der mich endlich wieder zurück in einen „normalen“ Arbeitsprozess brachte, zumindest was meinen Hauptberuf angeht. Daneben letzte Arbeiten an meinem ersten in einem klassischen Verlag erscheinenden Buch. Bastei Lübbe wurde für mich in diesem Jahr endgültig zu meiner literarischen Heimat, auch dank toller Menschen, die mich in der Entstehung des Buches unterstützten. Danke Cindy Witt, danke Angela Kuepper, danke auch Ragna Sieckmann und Tina Pfeifer, die sich um Autor wie Buch wirklich toll gekümmert haben. Weder wurde irgendwie kritisiert, dass die Erzählung von geplanten 250 Seiten auf notwendige 430 Seiten anwuchs, noch wurde der Inhalt wesentlich verändert, der zu 100% aus meiner Feder stammt. Und das Lob von dir liebe Angela sowohl über Projekt als auch Inhalt. Es haut mich noch heute von den Socken, wenn ich die EMail mal wieder hervorkrame. Und damit hat sich meine Berufsbezeichnung speziell in den Online Medien geändert. Ich bin jetzt Autor und weitere Bücher sind bereits in Planung bzw. im Entstehen.
Und dann war da auch noch die 37° Reportage „Viel mehr als Traurigkeit“, geplant und organisiert von Wibke Kämpfer. Das Team war sehr einfühlsam, die Drehs so authentisch wie möglich und das Endergebnis spricht glaube ich für sich. Ja, ich weiß, eigentlich war das ganze zu kurz, aber so ist nun mal das Format von 37° und mir war insbesondere wichtig, dass das Thema Depression im öffentlichen Fokus bleibt, damit endlich die Stigmatisierung psychisch Kranker endet. Auch hier waren die Reaktionen überwältigend positiv, wenig Kritik viel Dank für die offene Kommunikation und für mich Bestätigung, dass ich mit meiner Strategie richtig liege.
Auch die re:publica 2016 war für mich etwas ganz besonderes. Meine erste re:publica mit eigener Session und dann noch gemeinsam mit Kati Krause über mein Herzensthema: Social Media und Depression. Nicht nur dort, auf der re:publica war der Zuspruch phänomenal. Die Medien wurden aufmerksam.
Elektrischer Reporter, bayrisches Fernsehen, Südwestpresse, Huffington Post Deutschland, die Liste verlängert sich im Moment täglich. Man war besorgt, ob ich diese Öffentlichkeit verkrafte, ob das alles nicht zu viel für mich sei. Nein Leute, im Gegenteil, es ist für mich ein Quell neuer Motivation, mich weiter mit meiner Krankheit auseinanderzusetzen und anderen Menschen aus dem Versteck zu helfen und die Angst vor der Krankheit und der Behandlung selbiger zu nehmen.
Die Buchmesse 2016 war für mich die erste, die ich nicht nur als Autor sondern auch als Fachbesucher besuchte. Gespräche mit meinen Verlagsansprechpartnern, neue Menschen, die mich, ein völlig neues Gefühl, erkannten und sich fast wie Fans benahmen. Es baute ungemein auf und stärkte mich in einer Phase, in der ich noch sehr verletzlich und unsicher war. Zu Beginn war ich Autor laut meiner Visitenkarte. Am Ende fühlte ich mich auch wie ein solcher. Danke allen, die sich dort mit mir getroffen und ausgetauscht haben. Besonders auch Firas Alshater, ein Mensch, den ich bewundere und dessen Buch ich nur jedem ans Herz legen kann, der einen Blick in eine syrische Seele werfen will, erfahren will, was Menschen wirklich in Syrien erleiden und wie es sich anfühlt, als Flüchtling nach Deutschland zu kommen, dem Königreich des Papierkriegs. Danke Firas, dass du für mich Zeit hattest, danke für dein Buch, danke, dass ich dich kenne. Und danke Jan. Was du mit Firas zusammen auf die Beine gestellt hast und stellst, ist einfach großartig!
Das Barcamp Glück von Lotto BW war ein weiterer spannender Event. Klein aber fein, Gelegenheit, neue Menschen mit ihren Geschichten kennenzulernen, meine Geschichte zu erzählen und erneut in den Austausch zu gehen, zu reflektieren und dem Thema des Barcamps geschuldet auch zu lernen, wie viel Glück ich auch im Unglücksjahr 2015 hatte.
Anfang November dann der von mir schon erwartete Rückfall, kurz, voller Missverständnisse und in seinen Auswirkungen auf mein Umfeld von mir so nicht erwartet. Nicht jede Reaktion war schön, nicht alles kann ich rückblickend verstehen, aber ich habe gelernt, ich muss auch nicht alles verstehen. Ich muss lernen, damit umzugehen, andere Sichtweisen oder Interpretationen zu akzeptieren. Aber ich muss sie mir eben auch nicht mehr zu eigen machen. Zwar gab es Kommunikation, insbesondere mit meiner Frau, die ich bis heute nicht akzeptieren kann. Aber hey, warum aufregen, es gibt wichtigeres.
Dieser Knüppel im Weg meiner Heilung war aber nicht lange ein Hindernis. Schulen und Schüler warteten und warten auf Aufklärung, darauf, meine Geschichte zu hören. Schwäbisch Hall, Heilbronn, Winnenden und Ellwangen im neuen Jahr sind nur einige. Ich bin allen bislang besuchten Schulen und Schülern für ihr Interesse und für die wirklich sehr intelligenten und teils schweren Fragen sehr dankbar. Und ich werde meine Geschichte weiter erzählen, in der Hoffnung, dass sie weiterhin das bewirkt, was schon in der Zeit der Tweets #ausderklapse passierte. Menschen, die sich wegen meiner Initiative mehr um sich selbst kümmern, Menschen, die zur Sicherheit einen Therapeuten aufsuchen, Menschen, die anderen betroffenen Menschen zur Seite stehen.
All jenen, die aus meinem Beispiel etwas für sich herausgeholt haben sage ich danke. All jenen, die Menschen mit psychischen Erkrankungen sei es beruflich oder privat als Freund oder Angehöriger beistehen sage ich erst recht DANKE. Ihr tut etwas ungeheuer wertvolles und es kann durchaus sein, dass ihr im wahrsten Sinne des Wortes ein Leben rettet.
Mein allergrößter und nicht wirklich vollumfänglich ausdrückbarer Dank gilt aber meiner wundervollen Frau Sibylle, die mir die ganze Zeit zur Seite stand, die unglaubliches geleistet hat in der Zeit, die für mich die schlimmste meines Lebens war und die mir dort wieder herausgeholfen hat.
Am 13. Januar 2017 endlich auch physisch im Buchhandel verfügbar, ich hoffe auf viele Leser und viel Feedback
Und danke meinen drei wundervollen Kindern. Euer Zusammenhalt, eure spürbare Liebe zu mir, auch als ich eben nicht der Vater war, der ich sein wollte, das alles kann ich euch gar nicht hoch genug anrechnen. Ihr seid wundervolle, starke, mutige, kluge, empfindsame und besondere Menschen. Bleibt so. Es gibt viel zu wenige von dieser Art.
2017 wird für mich das unglaublichste Jahr überhaupt. Weitere TV Auftritte, am 13. Januar 2017 erscheint endlich mein Buch „Depression abzugeben“. Weitere Artikel, Aktionen, vielleicht sogar Lesungen. Wer weiß, was noch alles kommt. Nur eins weiß ich. Ich werde weiter laut, aktiv, ein Lobbyist sein für all jene, die sich noch nicht offen zu ihrer psychischen Krankheit zu bekennen wagen.
Mein Brot- und Butterberuf soll wieder normal laufen, aber ebenso bleibe ich Autor, Blogger und „Aufklärer“ über Depression, psychische Krankheiten und Suizidprävention und werde auch 2017 den Blog mit Blick auf diese Themen weiterführen. Und wer weiß, vielleicht gibt es dann neue Perspektiven für den Autor Uwe Hauck und seine Buchprojekte. 2016 war für mich trotz all der Dramen, der traurigen Verluste und des zukünftigen Horrorpräsidenten der USA ein aufwühlendes, spannendes, neue Wege ebnendes Jahr. 2017 darf kommen, aber bitte mit weniger Drama und mehr guten Wendungen.
Euch allen wünsche ich ein wundervolles Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2017. Ich genieße die Vorweihnachtszeit zum ersten Mal seit Jahren wieder wirklich. Wir lesen uns 2017. Dank euch allen, die ihr mir zur Seite standet, sei es virtuell oder real. Ihr habt mir mehr geholfen, als ihr euch vorstellen könnt.
Wenn ein Barcamp den Begriff „Klassentreffen“ tragen darf, dann das Barcamp Glück am 26. November 2016, ausgerichtet von Lotto BW.
Lotto BW hatte eingeladen, einen Tag über das große Thema Glück zu diskutieren. Und das Spektrum der Beiträge war trotz knapp über 20 Teilnehmern weitgefächert. Transgender und Süsskrams, Depressionen und LegoPorn. So vielfältig wie die Teilnehmer war auch das Sessionprogramm. Lediglich zwei Räume gab es, das reichte aber vollkommen um selbst bei nur zwei Session Locations die Auswahl manchmal ganz schön schwer zu machen.
Eroffnet wurde das ganze mit einem Impulsvortrag der Glücksministerin Gina Schöler, der uns allen mal wieder vor Augen führte, dass Geld nicht alles und das Glück oft im Kleinen, alltäglichen versteckt ist.
Mögen manche Teilnehmer zu Beginn noch Bedenken gehabt haben, inwieweit Lotto BW das Programm in ihrem Sinne beeinflußen wollte, konnten diese sehr schnell zerstreut werden. Wie bei jedem Barcamp durfte jede Session angeboten werden, lediglich der Wunsch war, vorhanden, es möge in irgendeiner Art etwas mit Glück zu tun haben. So betrachtete ich in meiner Session weniger, was mir in 2015 zugestossen, sondern was daran an Glück auf mich niedergegangen war.
Glücksministerin Gina Schöller
Dana Diezemann berichtete in ihrem sehr sehenswerten Vortrag von ihrem Weg in den richtigen Körper. Wer sie mal irgendwo sehen und hören kann, hingehen, es lohnt sich.
Das war LEEEEEEECKER! Und dank meines Einhorns auch noch SOOOO FLAAAAAUUSCHIG
Für mich immer wieder ein Highlight, wenn die Jungs auf einem Barcamp zugegegen sind war das Sweetup von Christian Kaufmann, Jay F Kay und Jens A. Heim mit 5 besonderen Leckereien, darunter wie für mich gemacht auch mein Favorit, Lakritze ausIsland mit dem fasten schon lyrischen Namen Djupur. Soll ja sogar gegen Depressionen helfen (Urban Legend generiert, Missetat begangen)
Auch mein Einhorn „Depression“ war natürlich dabei
Und aus der LegoPorn Session von Frank aka Riedelwerk, in der es eigentlich nur darum ging, kleine Stopp Motion Filmchen mit Lego Figuren und Smartphone zu machen, habe ich wieder festgestellt, wir alle leben viel zu Ernst. Wir lassen uns von angeblichen Zwängen unser Leben diktieren statt so häufig wie nur irgend möglich Spass zu haben. Die Humorlosen haben scheinbar die Herrschaft übernommen, die Langeweile und Businesskasper. Also, setzen wir ihnen etwas entgegen. Lasst uns wieder völlig sinnfreien aber GLÜCKLICH machenden Spass haben. Davon haben wir in letzter Zeit viel zu wenig.
Mein Fazit von einem Tag in einem sehr familiären Barcamp. Unbedingt wieder machen. Location, Essen, Teilnehmer, alles passte und obwohl ich am Anfang verblüfft ob der kleinen Zahl von Teilnehmern war, es hat gepasst. Und wer weiß, vielleicht schaffen wir beim nächsten Mal doppelt so viele? Luft nach oben ist noch. Das gibt die Location her.
Dann bis zum 2. Barcamp Glück in 2017
Ein ganz großes Daumen nach oben für die Organisatoren, das war klasse.
Das Barcamp Stuttgart war für mich eines der ersten, die ich besuchte. Und es wurde für mich zur Instanz. Hier treffe ich viele meiner Follower. Hier habe ich mich als depressiver Mensch geoutet, der einen Suizidversuch hinter sich hat.
Dieses Jahr, auch wenn das wie eine Floskel klingt, war ein ganz besonderes Barcamp Jahr für mich. Seit Juli wieder vollständig zurück im (Arbeits-)Leben. Seit Juli wieder auf der Suche, sich im „normalen“ Alltag zurecht zu finden. Dabei hatte und hat mir meine Twitter Timeline immens geholfen. Um so mehr freute ich mich darauf, einige davon auf dem Barcamp meines Herzens wiederzusehen (jap, auch die emotionalere Seite von mir ist seitdem ich Frieden geschlossen habe mit meinem Einhorn Depression ein Teil von mir).
Schon vor dem Barcamp wurde immer wieder gefragt: „Sieht man dich in Stuttgart?“. „Aber natürlich“ war die stets folgende Antwort, schon, weil es massivster Naturereignisse bedurft hätte, mich vom Besuch abzuhalten.
Man(n) konnte auch in Bällen baden. Bazingah!
Dann der Tag der Anreise, im Zug kann man beobachten, wie sich die Teilnehmer per Zug, Fahrrad, Auto, Flugzeug und gar zu Fuß auf den Weg machen in den Hospitalhof. #bcs9 sammelt als Hashtag der Wahl die Schäfchen und auch so manchen (Wer-)wolf unter sich.
Dass du aber wirklich „zuhause“ angekommen bist, merkst du am besten, wenn die ersten Begrüssungen und strahlenden Gesichter dich bereits vor dem Eingang zum Barcamp erwarten. Selten wurde ich so positiv empfangen wie durch die strahlenden Augen, das Lächeln und die Umarmung von Nicole Gugger. Ja. Ich bin daheim. Kaum hatte ich mich am Empfang angemeldet, begann der nicht enden wollende Strom von Hallos, von „Danke, für das, was du machst!“ (Nichts besonderes, ja nur konsequent für mich aber schön, den Wert für andere zu erfahren). Und irgendwie überkam mich das Gefühl, mittlerweile zum bunten Hund avanciert zu sein. Prominent vielleicht nicht, aber weit bekannter als ich dachte.
Dann die Sessionplanung und für mich eine unglaublich schöne Überraschung. Bereits am ersten Tag befassen sich insgesamt 5 Sessions mit psychischen Krankheiten/Problemen/Herausforderungen. War das Barcamp Stuttgart jemals ein Technikcamp? Wenn dem so ist, dann hat sich das 2016 radikal geändert. Eine unglaubliche Vielfalt, hochspannende Menschen. Danke Dana, dass ich deine Geschichte kennenlernen durfte und dass du mich so sehr inspiriert hast, meinen Weg weiter zu gehen. Und übrigens. Du klingst wie eine Frau, du siehst aus wie eine Frau und vor allem. Du bist eine Frau. Jetzt, heute, egal wie steinig der Weg noch sein mag!
Meine Session, erneut gut besucht, obwohl ich dieses Jahr eigentlich nur einen Update meines Outings von 2015 anbot. Erneut hochintelligente Fragen, interessiert Zuhörer und ich weiß nicht, ob meine Lesung wirklich gut ankam, die Gesichter zumindest sprachen dafür. Es ist unglaublich ermutigend wenn man spürt, wie viele Menschen es gibt, die Interesse an meinem Schicksal haben, die daraus etwas für sich oder einen Freund/eine Freundin ziehen wollen. Das ist es, wofür ich mich exponiere, wofür ich in die Öffentlichkeit gehe.
Muss man das hervorragende Essen des Barcamp Stuttgart noch erwähnen? Ich glaube ja, man kann den Caterer für Qualität und Geschmack nicht genug loben.
@windfeder war für mich der nächste Grund, sich überwältigt zu fühlen. Nicht die Eloquenz, nicht die sympathische Ausstrahlung der jungen Barcamperin, es war die Offenheit, mit der sie über ihre Probleme mit ihrer psychischen Erkrankung sprach, die klugen Erkennntnisse, die ehrlich Unsicherheit und der Wille, sich verletzlich zu machen um dann von der Barcamper Gemeinschaft mit offenen Armen aufgefangen zu werden. @windfeder DANKE! Ich habe mich so oft an mich vor einem Jahr erinnert gefühlt. Du gehts den richtigen Weg, und du hast einen Vater, auf den du wirklich stolz sein kannst. Es wird gut gehen, ich fühle das. Warum, frag mich nicht. Aber ich habe in der Zeit seit dem Suizidversuch gelernt: Verlass dich endlich wieder auf deine Gefühle, lass den Kopf nicht alles entscheiden.
Selten habe ich auf einem Barcamp so viele Sessions besucht, aber es war einfach immer etwas dabei, jeder Zeitslot hatte mindestens ein interessantes Thema.
Auch die Session über den Umgang mit der eigenen chronischen Krankheit brachte mich positiv an meine Grenzen. Ich kann mich nicht erinnern, in einer Session aus einem Übermaß an Empathie heraus mitweinen zu wollen, aber bei den offenen, ehrlichen und sehr berührenden Aussagen von Charlie aka @charlilottelise erreichten mehr, als nur Tränen in meinen Augenwinkeln. Ja, ich konnte mich da sehr gut wiederfinden, vieles davon hatte ich selbst so gehandhabt, bis es nicht mehr ging.
Es war eine emotionale Achterbahn, aber immer mit positiven Gefühlen. Selten habe ich mich so verstanden, aufgenommen, daheim gefühlt. Meine Familie vielleicht, meine unglaublich schöne, liebevolle, verständige Frau. Dann aber die Community aus Barcampern und Followern. Danach lange nichts.
In meinem Buch, das 2017 bei Bastei Lübbe erscheinen wird, ist das Barcamp 2015 in Stuttgart ein wichtiger Wendepunkt der Geschichte zum Positiven. Sollte es, und die Möglichkeit besteht, einen zweiten Band geben, dann wird das Barcamp 2016 auf jeden Fall einen Abschnitt bekommen, wenn nicht gar ein ganzes Kapitel.
Danke Jan Theofel, für die Orga, danke fürs möglich machen. Danke für eine Plattform, die mein Leben nachhaltig verändert und zum Besseren gewendet hat. Und danke ALLEN Teilnehmern, die mir Feedback gegeben haben, mich begrüsst oder einfach still umarmt haben. Ich war zuhause und bin es in Gedanken immer noch.
Bis bald, bis zum Barcamp 2017, auf dem ich sicherlich wieder dabei sein werde. Und es dürfte sehr spannend sein, wie mein Lebensweg sich bis dahin verändert hat. Neue Abzweigungen tun sich im Moment fast täglich auf.
Das Barcamp Stuttgart. Der Beweis, dass etwas, das man für eine Schwäche hält, unter den richtigen Menschen zu einer Stärke werden kann.
Und was wäre ein Barcamp ohne seine Sponsoren. Deshalb ein ganz besonderer und von Herzen kommender Dank allen, die das Barcamp möglich gemacht haben.
Es gibt diese Ereignisse, die prägen sich ins Gedächtnis wie von einer Dampframme gestempelt. Das Literaturcamp Heidelberg, ein Barcamp für alle, die sich irgendwie mit Buch und Literatur befassen, fand im DEZERNAT 16, der Kultur- und Kreativwirtschaft in der alten Feuerwache Heidelberg statt.
Mit meinem aktuellen Buchprojekt war das Camp quasi Pflichtveranstaltung. Und ich hatte mir nicht zuviel davon versprochen. Von Dramaturgie einer Erzählung über Erfahrungen aus der Lektorenpraxis bis hin zu „Let’s talk about Sex“ (Beteiligte wissen, worum es geht, der Rest möge seiner verdorbenen Fantasie freien Lauf lassen. Auch wenn sie höchstwahrscheinlich daneben liegt), es war ein bunter Strauß an Themen.
Danke an die Hauptorganisatoren Susanne Kasper (@literaturschock), Dirk Welz (@dirkwelz),Nathan Mattes (@zeitschlag), Valentin Bachem (@hdvalentin) und Nils Pawlik (@fripi) für eine tolle Location, tolle Rundum-versorgung und eine Spitzenorga. Insbesondere das vegane Mittagessen und die Leckereien für Frühstück und Nachmittags-versorgung. Daumen nach oben dafür.
Überhaupt ein besonderer Dank all den Sponsoren, ohne die das Barcamp in dieser Form nie stattgefunden hätte!
Und viele alte Bekannte waren da, ebenso wie spannende neue Kontakte, die es zu knüpfen und zu vertiefen galt. Das ganze Literaturcamp war für mich ein einziger großer Motivationsschub für meine Arbeit als Autor und Blogger. Viele neue Ideen, Impulse und Tipps für die tägliche Autorenarbeit ebenso wie Empfehlungen für den Umgang mit dem eigenen Lektor.
Ich bin immer noch völlig geflasht von so vielen neuen Eindrücken, die einerseits für mich als Barcamp „Senior“ schon vertraut, andererseits aber durch den Fokus auf das Thema „Literatur“ auch wieder ganz neu waren. Das Literaturcamp 2017 ist auf alle Fälle bereits eingeplant.
Auf diesem Wege nochmals ein ganz großes Dankeschön allen, die mitgeholfen haben, dieses Literaturcamp zu etwas ganz besonderem zu machen.
Ich bin nun ja kein Neuling mehr, was Barcamps angeht. Aber Heilbronn ist für mich immer irgendwie etwas besonderes. Quasi ein Heimspiel. Und das dritte Barcamp in den Räumen von Fujitsu TDS war wieder eine Zusammenkunft spannender Menschen mit spannenden Themen. Organisiert von connect-it war sowohl für super Räumlichkeiten als auch für hervorragende Verpflegung gesorgt.
Tag 1 und alles wartet auf die Sessionplanung
So vielfältig wie man das von Barcamps kennt spannte sich der Bogen von Drogen über Improvisationstheater zu Agiler Softwareentwicklung.
Selbst Capoeira Training wurde angeboten. Wir lernten Storytelling, wie man es richtig macht (mein Roman liegt da gar nicht mal so schlecht) und ich bot meine mittlerweile bekannte Session über Depressionen, Suizid und Social Media an und ließ wenn es interessierte meine Galaxy Gear ausprobieren. Und ja, das Interesse war sehr groß und auch die Kommentare ließen erkennen, VR is here to stay.
Viele bekannte und noch mehr neue Gesichter, nette Gespräche, Tipps und Tricks und immer wieder das informelle Zusammensetzen oder Stehen, um jemand neues Kennenzulernen und das zu tun, was auf Barcamps beinahe am besten funktioniert: Netzwerken.
Das Interesse an der Samsung Gear VR war groß
Ich bin mir sicher, auch 2017 werde ich dabei sein und freue mich schon auf neue Menschen, neue Themen, neue Kontakte.
Danke an die Sponsoren und das ganze Orgateam, ohne die das Ganze nie funktioniert.
Ihr habt das gerockt und es war ein toller Event!
Bis nächstes Jahr!
Hier noch mal die Sponsoren, die ein wichtiger Teil des Barcamps waren und ohne die es erst gar nicht zustande gekommen wäre. Ein großes Dankeschön fürs möglich machen des Barcamps Heilbronn
Mittlerweile scheine ich ein wenig zum Inventar zu gehören. Zumindest bei all den freundlichen Begrüssungen „ah, der Bicyclist ist auch wieder da. “ und „Der Bicyclist, unser berüchtigter Gadget Geek“. Und herrlich, zum einen so viele aus meiner Timeline und von anderen Events bekannte Gesichter wieder in real zu treffen. Nein, wir Onliner reden nicht nur noch online miteinander, im Gegenteil, die Mischung machts.
Kann ich aber mit leben. Und manchmal machts auch richtig Spass. Zum Beispiel in der Session über empfehlenswerte Apps, bei denen wir unter anderem über blitzer.de, waze, aviate, bring!, sleep as android (und ähnliche) gesprochen haben (wer noch welche hat, einfach mir schicken ich ergänze dann). Viel spannender noch waren die Sessions, die ich besucht habe. Da wurden Quadrocopter vorgestellt, von beinahe schon Insektengröße bis hin zu großen Dronen, wir haben über Heimautomatisierung gesprochen und ich habe sehr viel neue Impulse in einer Session über Megatrends gesprochen.
Was für mich von diesem Barcamp in Erinnerung bleibt. Tolle Location Jan, das hat wirklich was und gerade auch die viel größeren Aufenthaltsbereiche zwischen den Sessions regten nochmal mehr zum informellen Zusammensitzen und sich austauschen an. Danke an alle Sponsoren (der Kuckuck von @bwjetzt war wirklich ne coole Idee). Und das mit dem WLan kriegen wir nächstes Jahr auch noch gewuppt. Darfst mich jetzt schon als Helfer für die Technik einplanen.
Der Running Gag der Session Vorstellung: „Ich bin der Andreas“
Und natürlich war für mich wieder ein kulinarisches Highlight neben dem wie immer großartigen Catering von Esskultur war die Session vom Laktitzplanet, die uns wieder ein paar ausgesprochene Leckereien mitbrachte und Christian, der Meister der Köstlichkeiten und Lakritzdealer Number One ließ uns von den Kostbarkeiten kosten. Ich bin eindeutig für D von Lakrids mit dem direkten Follower B.
Und mir hat Wishdrum gefallen, ein neues Social Network, irgendwo eine Mischung aus Twitter und Foursquare, bei dem man Nachrichten und Wünsche quasi in die Welt „trommelt“. Schauts euch mal an, da könnte noch was ganz spannendes daraus werden, zumal die Macher sehr viel Wert auf die Sicherheit der eigenen Daten legen und nicht zu Datendealern mit euren Infos werden wollen.
Natürlich hab ich auch wieder kräftig zum und über das Barcamp getwittert, was mir…. Trommelwirbel… den zweiten Platz im Twitterranking einbrachte (man muss ja die Klischees bedienen, die man aufgedrückt bekommt 😉 )
Vielen, vielen Dank Jan Theofel, dass du wieder ein tolles, inspirierendes, spannendes, überraschendes Barcamp auf die Beine gestellt hast, und einen Raum für Austausch, für Gespräche, für Erkenntnisgewinn geschaffen hast.
Das ganze Barcamp wäre natürlich nichts ohne die Sponsoren, die mit ihrem Beitrag monetärer wie personeller Art und oft auch mit wirklich spannenden Session zum Gelinge beitragen.
Deshalb hier nochmal ein ausdrücklicher und aus tiefstem Herzen kommender Dank den Sponsoren, die dieses Barcamp erst ermöglicht haben.
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