Meine 10 Megatrends der nächsten zehn Jahre

Roboter werden alltäglicher

Da wir dem Jahresende entgegen gehen und es dann immer wieder Zeit wird, dass sich die Fachmagazine mit ihren Prognosen über die Trends der nächsten Jahre auszustechen versuchen hier mal meine Prognose, die eher versucht, das weiterzudenken, was heute bereits technisch möglich ist.

 

1. Senior IT:

Wir erleben alle den demographischen Wandel, hier sehe ich den Wachstumsmarkt der nächsten Jahre. Technologien, die älteren Menschen helfen, ihr  Leben nicht nur zu meistern, sondern mit Komfort zu leben, werden boomen. Seien dies bionische Erweiterungen wie die Exoskelette, um auch Menschen mit Gehbehinderungen ihre Mobilität zu erhalten oder Unterstützungs- und/ oder Überwachungssysteme für Vitalfunktionen, die es auch bei schwereren Erkrankungen ermöglichen, weiterhin in den eigenen vier Wänden zu wohnen

2. Intelligente Häuser:

Immer mehr It wird sich nahtlos in das Haus der Zukunft integrieren. Von Sensoren, die abhängig von Außentemperatur aber auch von der An- oder Abwesenheit der Bewohner die Temperatur, Beleuchtung etc. regeln bis hin zu Ferndiagnosesystemen, die den „Status“ des Hauses aufs Mobiltelefon bringen um zum Beispiel von der Ferne die Heizung zu regeln oder Funktionen wie die Jalousien fernzusteuern. Das Haus wird durch neue Integration in ein gemeinsames Hausnetz intelligenter, in dem die Steuerung der Verbraucher im Haus dynamisch nach den Bedürfnissen der Bewohner und den Jahres- und Tageszeiten geregelt werden kann.

3. Das Ende des klassischen „Mobiltelefons“:

Auch wenn immer noch viele Stimmen sagen: „So ein Smartphone ist doch ein Spielzeug, das brauch ich nicht“. Wie so oft wächst eine Generation heran, die sich diese Frage gar nicht mehr stellt, für die ein „normales“ Mobiltelefon schlicht zu funktionsarm ist und die die Möglichkeiten der Smartphones, sei es Navigation, Kommunikation, Social Media Interaktion oder auch Location Bases Services aktiv nutzt.

Auch der Festnetzanschluss wird stark an Nutzern verlieren, denn wer mobil ins Netz geht, braucht oft keinen Festnetzzugang mehr, zumal wir in den nächsten Jahren einen verstärkten Ausbau der breitbandigen Mobilzugänge erleben werden, einerseits getrieben vom Kundenwunsch andererseits von der Industrie, die nach und nach die Chancen der Location Based Services für gezieltes Marketing erkennt.

4. Die Verschmelzung von Buch und EBook:

Rogner&Bernard und Haffmanns und Tolkemitt haben es gerade angekündigt und ich bin sicher, andere werden folgen. Nach und nach wird das EBook an die Stelle des Paperbacks treten und wer ein Hardcover kauft, erhält die EBook Ausgabe quasi als Dreingabe dazu.

Die EBooks werden sich in weiten Teilen der Bevölkerung etablieren, wünschenswert vor allem im Bildungssektor, wo sie dazu führen könnten, dass die Schulranzen der Kinder deutlich leichter werden und die Kosten für die Materialausstattung deutlich sinken.

5. Neu Formen der Arbeit, weg vom 9-17 Uhr Job am festen Schreibtisch im Büro:

Eine These, die ich schon seit einiger Zeit propagiere. Nicht für alle Arbeitnehmer, aber in einer sich immer mehr verstärkenden Wissensgesellschaft für immer mehr Arbeitnehmer wird der Ort, an dem sie arbeiten irrelevant. Es werden sich Mischformen herausbilden aus Heimarbeit und Bürojob. Konzepte aus den Coworking Spaces werden auch in den klassischen Büros Einzug halten. Denn es werden neue Aspekte wie Energieeinsparung zum tragen kommen, wenn sich mehrere Mitarbeiter einen Büroschreibtisch teilen können und einen Teil der Arbeit nicht zur Arbeit fahren müssen, weil sie von zu hause online Zugang haben.

Auch werden sich neue Jobprofile entwickeln, so etwa das des angestellten Beraters, der seine Skills nicht nur dem eigenen Unternehmen, sondern in dessen Auftrag auch anderen anbietet. Microjobs werden versteckten Talenten die Chance auf einen Nebenerwerb geben, wir werden mobiler arbeiten ohne gleichzeitig mehr pendeln zu müssen und damit mehr Ressourcen zu verbrauchen.

6. Collaborative Consumption:

Produkte zu teilen beginnt gerade als Konzept Fuß zu fassen. Car Sharing sie hier nur genannt oder Mifahrdienste wie www.flinc.org. Doch collaborative consumption als Teilen statt zu kaufen ist noch in vielen weiteren Bereichen denkbar. Von Gartengeräten bis hin zu Küchenutensilien gibt es in jedem Haushalt viele Gerätschaften, die einmal gekauft nur noch verstauben. Es wird verstärkt durch die technischen Möglichkeiten des Internet zu einem Aufblühen von Nachbarschaftsplattformen kommen, in denen jeder seine Leihprodukte anbieten und andere Produkte leihen kann.

Generell wird es einen Trend zur virtuellen Community von Gleichgesinnten geben, die sich gegenseitig bei bestimmten Fragestellungen helfen. Wobei im Gegensatz zu Chatforen hier der direkte Austausch von Diensten oder Hilfen im Vordergrund steht.

 

7. Social Business und Work Life Integration:

Auch wenn Gewerkschaften und Betriebsräte das sicher als Bedrohung sehen werden. Die Grenze zwischen Arbeit und Privat wird zunehmen verschwinden. Es entstehen hier völlig neue Herausforderung für den Einzelnen und die Unternehmen, hier eine Integration zu erreichen, die sowohl die Interessen der Firma in Richtung Umsatz und Effizienz als auch die Interessen der Mitarbeiter mit Blick auf ausreichend Privatleben und Wahrung der Gesundheit bzw. Schutz vor Stress und Burn Out zu erlangen. Aber auch durch die neuen Formen der Arbeit mit zunehmender Mobilität und Unabhängigkeit von Ort UND Zeit wird sich hier einiges wandeln und eine stärkere Vernetzung beidder Lebensbereiche stattfinden. Hier eine gesunde Balance zu finden, wird eine der grossen Herausforderungen für Mitarbeiter wie für die Personalabteilungen der Unternehmen.

8. Roboter werden alltäglich:

Damit sind nicht zwangsläufig humanoide Roboter gemeint, aber intelligente Haushaltshelfer, wie sie schon heute in der Form von Roboterrasenmähern und Roboterstaubsaugern in Privathaushalten Einzug halten, werden in Zukunft auch in anderen Bereichen Dienstleistungen übernehmen. Wenn man nach Japan blickt, sind die Perspektiven gerade auch in der Pflege vielfältig.

 

9. Bionik als neue Schlüsseltechnologie:

Die Medizin wird sich im Bereich der Bionik stark weiterentwickeln. Exoskelette, Implantate, die es bislang bereits ermöglichen, das Blinde wieder Formen und Schattierungen erkennen werden sich weiterentwickeln. Es wird möglich sein, bislang unheilbare Behinderungen zwar nicht zu heilen, aber das Leben mit der Behinderung deutlich zu vereinfachen.

 

10. Makerbots für jedermann:

Bislang eher eine exotische Erscheinung werden sich in zukünftigen Haushalten gerade für die Produktion einfacher Gebrauchsgegenstände 3D Printer, sogenannte Makerbots etablieren. Da nach meiner Prognose die Preise drastisch sinken werden, kann sich in Zukunft jeder neben seinem Drucker oder gar als Multifunktionsgerät und Ersatz eines einfachen Druckers einen Makerbot leisten. Damit ist es jedem Privatmann in begrenztem Maß möglich, einfach Produkte für den täglichen Bedarf wie Tassen, Gläser oder ähnliches selbst produzieren. Durch die Weiterentwicklung der Technologie werden die möglichen Objekte komplexer werden. Hier gilt es zu beobachten, welche neuen Möglichkeiten in den 3d Druck noch integriert werden.

 

Blogparade zu „Arbeit und Lebenssinn“

Heute möchte ich eine Blogparade starten zu einem Thema, das mir in meinen Recherchen über die Arbeitswelt der Zukunft immer wieder begegnet: Rationalisierung, Fremdbestimmung, 9-17 Uhr Jobs. Für viele Menschen scheint Arbeit vom sinnstiftenden Element ihres Lebens immer mehr zum reinen „Broterwerb“ ohne ethische, moralische oder sinnbringende Ansprüch zu werden, deshalb folgende Blogparadenfrage:

Wie wird „sinnhafte Arbeit“ in Zukunft aussehen? Kehren wir wieder zurück zu „sinnhaftiger Arbeit“ oder wird sich Arbeit als Broterwerb immer weiter von sinnstiftender Tätigkeit entkoppeln? Woraus werden wir uns in Zukunft definieren? Jenseits der kreativen Berufe verlieren die Mitarbeiter doch immer mehr den Bezug zu ihrer Tätigkeit, zur Sinnhaftigkeit des Tuns. Für viele wird das „Hobby“, das, was sie als „Amateur“ (als als jemand, der sein tun amare, also liebt) zu ihrem Lebenssinn, während hochrationalisierte, fremdgesteuerte Tätigkeiten immer weniger „Lebenssinn“ geben können. Oder wird es ganz anders sein?

Ich bin gespannt auf eure Beiträge, die ich sammeln und als EBook hier bereitstellen werde. Und bitte, verbreitet den Aufruf, je mehr Beiträge um so interessantere Ergebnisse.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mobil in der Zukunft? Mobil in die Zukunft!

Das CODE_n Blog hat einen Wettbewerb ausgeschrieben. Einen, zu dem ich einfach nicht nein sagen kann, den er behandelt mein momentan wichtigstes Thema: Mobil in die Zukunft, mobil in der Zukunft?

Ein Tag in der Zukunft!

2031: Morgens um 8:30,  mein Smartphone weckt mich aus dem Schlaf, projeziert mir die neuesten Nachrichten des Morgens, das Wetter für den Tag und meine persönlichen Twitter und Twoice  Nachrichten an die Wand bzw. liest sie mir vor. „Hallo Uwe, Peter hier, wir treffen uns heute nachmittag in Berlin, du weißt schon, die Präsentation über die neuen Infoagenten.“

Richtig, der Termin heute: Zu meinem Smartphone gewandt sage ich: „Stell mir meine Unterlagen sowie die neuesten News und Tweets zu dem Thema bitte zusammen und leg sie mir auf meinem Medienserver ab.“ „Geht in Ordnung Uwe“ antwortet mein Smartphone und informiert mich noch: „Und heute abend nicht vergessen die Videokonferenz mit zu hause“. „Klar, du hast bereits den Termin eingestellt?“ „Selbstverständlich Uwe, ich erinner dich ne halbe Stunde vorher wenn du möchtest.“ „Mach das“.

Ich stehe auf, geh ins Bad und höre dabei, dass meine Frau  bereits in ihrem Büro arbeitet. Auf dem Spiegel erscheinen ein paar aktuelle Informationen zum Wetter in Berlin und unten blendet mein Smartphone meinen eigenen Twitterstream ein. Ein kurze Geste in Richtung der Leiste lässt einen Tweet hervortreten. Ich diktiere eine kure Antwort, die mein Smartphone sofort überträgt und die kurz darauf in der Tickerleiste am Spiegel erscheint. Schon praktisch, diese vernetzten Raumdisplays.

Kurz Besuch bei meiner Frau im Heimbüro. „Guten Morgen Schatz.“ Sie schaltet die Videokonferenztapete auf Standby und gibt mir einen guten Morgen Kuss.“ „Na, was meinst du, wann bist du in Berlin?“ „Ich denke, wenn der ICX pünktlich ist in 2 Stunden.“ „Alles klar, ruf dann kurz durch oder schick mir nen Tweet“. Mach ich und bis morgen früh. Ich fahr dann gleich los“. Sie schaltet die Videokonferenztapete wieder an und im nach draußen gehen erhasche ich noch einen Blick auf das Büro, das die Tapete in ihr Heimbüro überträgt. Schon ne praktische Sache diese Tapeten, dabei sind die jetzt auch schon mind. 8 Jahre alt. Hätte ich nicht gedacht, dass sich elektronische Tinte einmal so weiterentwickeln würde, aber mittlerweile muss man schon sehr genau hinschauen um zu erkennen, daß man nicht einen realen Raum sondern nur eine Projektion sieht.

Mittlerweile hat mir mein Smartphone die Daten für die Präsentation zusammengestellt und meine Präsentation mit den neuesten Daten aktualisiert. Auf dem Weg nach draußen lasse ich mir noch ein paar weitere Tagesnachrichten auf mein Headset vorlesen und diktiere ein paar Tweets. Das Elektrotaxi bringt mich zum Bahnhof, wo ich mit meinem Smartphone am Zug einchecke. Seitdem die Fahrkarten nur noch elektronisch verteilt werden brauche ich mir auch keine Sorgen mehr um vergessene Tickets zu machen, im Zweifel buche ich sie direkt vor dem Zug am Smartphone.

Im Abteil packe ich die Dockingstation aus und stecke das Smartphone in den Dockingslot. Schon erwacht das Multitouch Display und ich beginne auf meinem Tabletbook zu arbeiten. Schliesslich will ich noch etwas eigene Recherche für einen Blogartikel machen. Mir gegenüber sieht ein Passagier auf einem DINA3 grossen Unfold Videoschirm einen Kinofilm, während mir gegenüber eine Frau auf einem Tablet offensichtlich eine Mediazeitung liest. Ich muss grinsen, denn in meiner Jugend waren solche animierten Zeitungen noch eher etwas für Romane über jugendliche Zauberer.

Am Bahnhof in Berlin angekommen wartet schon ein Taxi auf mich, auf dessen Seitenscheiben meine Name eingeblendet ist und das mein Smartphone kurz vor der Ankunft in Berlin für mich gebucht hatte. Währenddessen sendet mein Smartphone einen Tweet nach hause auf den Direktkanal meiner Frau und informiert über meine Ankunft.

Im Hotel angekommen aktiviert mein Smartphone den Hotelbildschirm und sammelt für mich ein paar Informationen zu Wetter und Verkehrslage in Berlin und stellt ein mögliches Abendprogramm nach meinen Interessen zusammen.

Via Foursquare sehe ich auch, dass Peter in einem Hotel in der Nachbarschaft eingecheckt hat. Da dieses auch mit Videokonferenzleinwänden ausgestattet ist, rufe ich dort kurz an und wir besprechen direkt die Präsentation an der Grossbildttapete und gehen noch mal die wichtigsten Punkte durch.

Kurz darauf treffen wir uns in der Lobby des Unternehmes. Dort werden wir auch bereits von einem Firmenvertreter erwartet, der ebenfalls via Foursquare business services von unserer Ankunft informiert wurde.

Der Vortrag gestaltet sich einfach, per Videotapete sind Niederlassungen in China und Taiwan zugeschaltet, was den Raum dank der hohen Projektionsqualität gleich drei mal so gross wirken lässt.

Später im Hotel rufe ich zu hause an, mein Smartphone hat mich ja rechtzeitig informiert und via 3D Laserprojektion erscheinen meine Kids und meine Frau quasi direkt bei mir im Raum. Wir erzählen uns von unseren Erlebnissen des Tages, ich spiele mit den Kids via Videotapete noch für eine Weile ein Multiuserstrategiespiel und nachdem wir uns verabschiedet haben, geniesse ich das weiche warme Bett und schaue mir noch einen Kinofilm an, während mein Smartphone alle Buchungen für die morgige Rückreise vornimmt und dann wie ich in den Ruhezustand geht. Lediglich ein sacht an der Videowand schimmernde Uhr zeigt, dass das Smartphone weiterhin aktiv ist und für mich im Netz surft, interessante Nachrichten sammelt und während ich schlafe meine persönliche digitale Infozeitung für den nächsten Morgen zusammenstellt.

Innovation ist wie Pilzezüchten

Dieser Vergleich klingt vielleicht auf den ersten Blick merkwürdig. Aber Pilze zu züchten und Innovation voranzutreiben hat schon Gemeinsamkeiten.

Was ich immer wieder beobachtet, gelernt und selbst erlebt habe ist, dass Innovation, so sie wirklich innovativ und nicht nur evolutionär verändernd sein soll, grosse Freiheitsgrade braucht.

Wenn hinter dem Innovator zu Beginn schon das Management steht, mit Terminen und Kosten droht und als Bedenkenträger für die Akzeptanz funktioniert, dann wird keine Innovation statt finden, dann wird maxinmal bestehendes modifiziert.

Innovation soll immer auch ablösen, bzw. ganz neu erfinden. Und dafür Bedarf es der Möglichkeit, gesetzte Rahmen auch ein Mal zu verlassen. Die grössten Innovationen entstehen nicht nach einem vorgegebenen Projektplan sondern in der Freiheit, nicht auf irgendwen sonst hören zu müssen, eine Idee, so verrückt sie klingen mag verfolgen zu dürfen.

Und ganz wichtig, Innovation muss es auch erlaubt sein, komplett zu scheitern. Alle grossen Erfinder hatten eine Vielzahlv on Misserfolgen zu verkraften, bevor die wirkliche Innovation zu Tage trat.

Unternehmen wie Google haben das erkannt und bieten deshalb entsprechende unreglementierte Freiräume innerhalb des Arbeitsalltags an. Und das ist ein weiterer Aspekt, der wichtig für Innovation innerhalb des Unternehmens ist. Wer nicht die Freiräume während der Arbeitszeit bekommt, aber hochgradig innovativ denkt, wird sich früher oder später vom Arbeitgeber entkoppeln und im schlimmsten Fall Innovation außerhalb und wie die Pilzzucht versteckt und im Dunkeln weitertreiben.

Und durch den technologischen und gesellschaftlichen Wandel und dessen zunehmende Beschleunigung gilt auch ein weiteres Argument nicht mehr:

Mein Unternehmen muss nicht so innovativ sein. Da sage ich klar FALSCH. Wir leben zunehmend in einem Wirtschaftsumfeld, in dem auch bedingt durch die sozialen Netze die Firmen und ihre Produkte austauschbar werden. Schon heute fällt es mir schwer, z.B. auf der Autobahn ein Fahrzeug von Hersteller a vom Fahrzeug der gleichen Klasse von Hersteller b zu unterscheiden.

Hier gilt es für JEDEN innovative Konzepte zu entwickeln, die das Unternehmen und seine Produkte oder Dienstleistungen herausstechen lassen.

Die Innovation, die ich in meinem Unternehmen versäume, geschieht früher oder später bei der Konkurrenz. Wir sind nicht mehr durch die Produkte, sondern durch den Service und das Image verschieden. Und hier braucht es innovative Konzepte, um diese Unterschiede auch in Zukunft zu pflegen und auszubauen.

Blogparade: Zeig mir deinen (mobilen?) Arbeitsplatz

Hallo,

weil es mich gerade sehr umtreibt, wie wir in Zukunft arbeiten werden, würde mich mal interessieren, wie diejenigen, die heute schon mobil bzw. „anders“ arbeiten als die Mehrheit der Bevölkerung ihren Arbeitsplatz eingerichtet haben.

Am besten ein Bild vom Arbeitsplatz, und wenn ihr Lust habt, noch folgende Infos dazu:

Beschreibe kurz das besondere deines Arbeitsplatzes.

Wie viel Zeit verbringst du dort?

Was ist das wichtigste auf/an deinem Arbeitsplatz?

Wie viel Papier bewegst du dort noch?

Was hättest du  noch gerne erwähnt.

 

Hier schon mal mein Beitrag:

 

Beschreibe kurz das besondere deines Arbeitsplatzes.

Wie viel Zeit verbringt ihr dort?

 

Ich besitze in meiner Denkweise drei Arbeitsplätze.

Zum einen meinen Tagesbüroarbeitsplatz, der eher funktional eingerichtet ist:

Eher schlicht in der Einrichtung, mein Büroarbeitsplatz

 

An ihm verbringe ich am Tag in etwa 7 Stunden, unterbrochen nur von Meetings und Gesprächsterminen.

Dann wäre da mein semiprivater Arbeitsplatz zu hause als Blogger:

Dort arbeite ich im Schnitt 1-2 Stunden pro Tag (privater Papierkram, Blogbeitrag recherchieren, Blogbeitrag schreiben (ich schaue sehr selten fern).

und last but not least, mein mobiler Arbeitsplatz, den ich eigentlich rund um die Uhr bei mir habe.

Hier steckt alles drin, was ich fürs mobile Arbeiten brauche. Notebook, Tablet/Netbook, Zubehör und Notfallnotizblock

 Was ist das wichtigste auf eurem Arbeitsplatz?  

Das wichtigste für mich an meinem Arbeitsplatz ist der direkte elektronische Zugriff auf all meine Informationsquellen. Ich möchte stets Zugriff auf alle meine Informationen haben, weshalb die meisten meiner eigentlichen Arbeitsunterlagen virtuell im Netz abgelegt sind und gar nicht mehr in Papierform existieren.

Wieviel Papier bewegst du dort?

Am Büroarbeitsplatz befindet sich noch immer meiner Ansicht nach zu viel Papier, da ich oft noch merke, dass es das Vorurteil gibt, nur wer Papier mit sich trägt, arbeitet auch wirklich. Ich versuche für mich aber so viel Papier wie möglich zu vermeiden.

Privat bewege ich eigentlich nur noch die Post, die ich bearbeite, alles andere läuft weitestgehend digital. Gleiches gilt für meinen mobilen Arbeitsplatz

Was hättet ihr noch gerne erwähnt.

Mein Traum wäre, alle drei Arbeitsplätze zu einem ultramobilen Arbeitsplatz zu vereinen. Technisch zwar schon möglich scheitert das aber bislang immer noch an diversen äußeren Gegebenheiten, die ich aber nach und nach zu verändern suche.

Scheint übrigens ein interessantes Thema zu sein, denn auch Webmasterfriday ruft zu so einer Aktion auf, also los. Zeigt her eure Arbeitsplätze.
 

 

 

twago: Freelancingpotentiale im Arbeitsmarkt der Zukunft

Wie der Arbeitsplatz der Zukunft aussehen wird, lässt sich pauschal kaum prognostizieren. Angesichts der Branchendiversität und der hochkomplexen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt ist diesbezüglich kaum eine präzise Aussage zur mittelfristigen Zukunft zu machen. Dennoch können prägnante Trends auf dem Arbeitsmarkt ausgemacht werden: Arbeitplätze werden zunehmend virtualisiert und geografisch entgrenzt, Beschäftigungsverhältnisse flexibilisiert und allgemein ist eine immer höhere Dynamik zu verzeichnen. Als Kristallisationspunkt dieser Entwicklungen im Kontext vernetzter Digitaltechnik kann der Trend zum Freelancing gesehen werden.

Projektvermittlungsportale als neuer Job-Mediator

Im Zuge der Etablierung von Internet und World Wide Web wurden traditionelle Maßnahmen der Jobsuche bereits durch Job-Portale und Online-Kleinanzeigen erweitert. Mit dem immer tiefgreifenderen Einfluss, den das Internet auf unsere Gesellschaft ausübt und der damit wachsenden Bedeutung von sozialer Vernetzung und komplexer, digitaler Interaktion wurde allerdings ein weiterer Schritt in Richtung virtualisierter und globalisierter Arbeitsplatz provoziert. Projektvermittlungsplattformen bringen Freelancer und Unternehmen für projektorientierte Kooperationen zusammen. Dadurch können Freischaffende ihr Portfolio durch eine Vielzahl interessanter Projekte erweitern und die Vorteile eines flexiblen und selbstsouveränen Arbeitsalltags ausnutzen. Verbunden ist damit zwar auch ein gewisser Grad an Ungewissheit; der ständige Arbeitnehmerwechsel kann im Kontext einer einfachen und bequemen Bedienung der Plattform und einem großen Netzwerk an potentiellen Arbeitgebern allerdings auch als interessante Dynamik gesehen werden. Vor allem für dynamische Berufsfelder macht es Sinn sich durch Projektmitarbeit ständig neue Erfahrungen zu sammeln und neue Arbeitskontexte kennezulernen. Auch für Festangestellte, die ihr Arbeitsverhältnis nicht beenden und sich uneingeschränkt ins „Freelancertum“ werfen wollen, können so nützliche Erfahrungen zustande kommen.

Twago spezialisiert sich derzeit auf Programmierung, Design und andere Unternehmensservices wie Übersetzung, Suchmaschinenoptimierung und eCommerce. Freelancer können sich bei twago kostenlos registrieren und geben danach ihre Qualifikationen an. Unternehmen, die für ein bestimmtes Projekt noch einen geeigneten Experten benötigen, können dieses ebenfalls kostenlos ausschreiben und erhalten dann die Angebote der für das Projekt ausreichend qualfizierten Dienstleister. Zur Sicherstellung des reibungslosen Ablaufs stellt twago das safePay-System zur Verfügung, das über ein deutsches Treuhandkonto Bezahlungen abwickelt.

Das Freelancerpotential in der IT-Branche

Insbesondere Programmierer und IT-Experten verschiedenster Spezialisierung können von den neuen Möglichkeiten der netzbasierten Arbeitsvermittlung profitieren. Eine Vielzahl an IT-Projekten, wie beispielsweise die Entwicklung von Android- oder iPhone Apps, die Gestaltung von Websites und eCommerce-Lösungen bis hin zur Programmierung hochkomplexer Softwaresysteme, werden bei twago ausgeschrieben. Für Software-Entwickler ergeben sich durch die multinationale Ausrichtung der twago-Plattform ein potentiell weltweiter Pool an Arbeitgebern. Wie weit sich Freelancing tatsächlich als Arbeitsform durchsetzt, bleibt abzuwarten; mit dem Aufkommen von Projektvermittlungsplattformen wird die Bewältigung des Freelancer-Alltags jedenfalls um ein Vielfaches einfacher.

Gastautor: Kai Hoppenheidt, twago

Blogparade: Wovon sollen wir träumen?

Eine schöne Idee für eine Blogparade hatte das „Schmerzwach Blog“
Die Frage lautet, wovon sollen wir träumen?
Hier meine Träume, die es wert sind, geträumt zu werden.

Ich träume von einer Welt, in der Kindergeschrei nicht mehr als Lärm, sondern als Lebensfreude empfunden wird.

Ich träume von einer Welt, in der die Frage nach alt oder jung, Mann oder Frau irrelevant ist, weil wir jeden Menschen als solchen mit seinen Stärken UND Schwächen akzeptieren.

Ich träume von einer Welt, in der wir nicht konsumieren um des konsumierens willen, in der wir auch teilen, reparieren und verzichten können.

Ich träume von einer Welt, in der Familie und Freunde wichtiger sind als Beruf und Karriere.

Ich träume von einer Welt, in der der Schutz der Umwelt und der Menschenleben wichtiger ist als der Profit der Industrie.

Ich träume von einer Welt, in der wir Menschen nicht wegen ihrer Religion, Hautfarbe, Herkunft hassen.

Ich träume von einer Welt, in der Manager nicht das 100 fache verdienen und in der soziale Berufe besser bezahlt werden als reine Geldherumschubserei.

Ich träume von einer Welt, die es so nie geben wird, die zu erreichen ich aber alles in meiner Macht stehende tun werde.

Denn ich träume von einer Welt, die für meine Kinder zumindest näher kommen soll.

Mein Fazit vom Javaforum in Stuttgart #jfs2011 : Things are changing.

Ein Tag, konzentrierte News, Vorträge und viele Bekannte Gesichter (schön, dich wieder mal in Real Life getroffen zu haben @elektrojunge). Mein Fazit vom Javaforum ist gespalten.

Zum einen, viele  gute Vorträge, eine top Organisation, Aussteller, die offensichtlich auch wieder vertärkt Java Entwickler suchen. Aber was gefühlt mein Eindruck war. Irgendwie fehlt die Vision, wie es mit Java weitergehen soll. Seit der Übernahme durch Oracle ist die Szene misstrauisch geworden.

Das zeigte für mich auch der Vortrag „Das nächste große (Java-) Ding. Das hier die Klammer um Java auftauchte, war sicher gewollt. Mittlerweile stößt Java an seine Grenzen, die Erweiterbarkeit ist längst nicht mehr so einfach und die Virtual Machine limitiert manche grammatikalischen Erweiterungen.

Die Idee der JVM wird sicher weiterhin Bestand haben, aber ob auch Java noch die zweistelligen Versionsnummern erleben wird. Ich wage es nicht zu prognostizieren.

Letztlich war ich aber am verblüfftesten von der geringen Zahl an Tracks zum Thema mobile Computing. Mittlerweile gehen knapp 20%  der deutschen Nutzer via Smartphone ins Internet, jeder vierte Haushalt besitzt ein solches Device und der Markt für Tablets boomt gerade. Dann aber nur zwei Tracks dazu anzubieten war mir eindeutig zu wenig.

Es gibt so viele wichtige Aspekte zu berücksichtigen und wenn ein Bereich die Entwickler in den nächsten Jahren verstärkt beschäftigen wird, dann der mobile Endgerätebereich.

(Kleine Anmerkung am Rande: Schon auf dem Weg zum Veranstaltungsort vielen mir viele QR Codes an Litfaßsäulen oder in Schaufenstern auf und auch auf dem Javaforum waren viele QR Codes zu finden. Ein neuer Trend? Ich prognostiziere ja bereits länger dieses Jahr als das Jahr des QR Codes. Mal sehen, ob ich am Ende recht behalte?)

Ansonsten aber, danke für einen hochinteressanten, informativen und sehr gut organisierten Event, den ich nächstes Jahr sicher wieder besuchen werde.

Was ich mitgenommen habe, ein IT-Projekt braucht IT affine Mitarbeiter. Projektmanagement ist ein Full Time Job und kann nicht parallel zum Tagesgeschäft laufen. Mobile Endgeräte dürfen nicht vernachlässigt werden und es muss auch hier ein Bewusstsein für Datenschutz und saubere, sicherheitsbewusste Programmierung existieren. REST und ähnliche Technologien sind ein spannender neuer Ansatz, um Dienste auf mobile Endgeräte zu bringen, ohne komplizierte Zugriffschnittstellen und aufwändige Programmieranforderungen.

Java is here to stay but may leave in a few years.

See you all next year at #jfs2012