Im Urlaub zu hause. Home Automation mit Gigaset Elements und Hue

Mein Testsetup. Das Basispaket, ergänzt um einen Fenstersensor.
Mein Testsetup. Das Basispaket, ergänzt um einen Fenstersensor.

Ja, wir hatten auch einen Haussitter, danke nochmals auf diesem Wege an unsere Nachbarin Daniela, die sich wirklich super um unser zuhause in unserer Abwesenheit gekümmert hat.

Aber wir hatten auch elektronische Haussitter. Neben den drei Webcams, die das Haus überwachten und auch via Bewegungsmelder Verdächtiges gemeldet haben war das Gigaset Elements System installiert und die Philips Hue Lampen schalteten sich zu passender Zeit ein.

Das Gigaset Elements System war dabei der Rückmeldekanal für den Zustand von Fenstern und Türen. Wir konnten jederzeit abrufen, ob eine Tür offen stand oder ein Fenster nicht geschlossen war. Gott sei Dank brauchten wir den Einbruchsalarm nicht, der aber sofort auf der App Alarm geschlagen hätte, hätte sich jemand an bestimmten Türen zu schaffen gemacht.

Durch die App war es möglich, alle Status abzurufen und wäre ein Alarm ausgelöst worden mit einem Klick einen Anruf an eine bestimmte Nummer absetzen oder direkt die Polizei alarmieren.

Das gute. Wir mussten nicht dauernd auf die App schauen, ob alles in Ordnung ist. Genau genommen haben wir gar nie draufgeschaut, denn wäre etwas passiert, hätte sie aktiv Alarm gegeben (ja, haben wir vor dem Urlaub getestet). Aber es war ein sehr beruhigendes Gefühl zu wissen, dass auch ein elektronischer Wächter zu hause läuft. Deshalb werden wir das System sobald verfügbar auch um den Rauchmelder ergänzen, der ein weiterer wirklich sinnvoller Alarmgeber ist.

wpid-20140914_105506.jpg
Die Hue Tischleuchte, die auch verschiedenfarbig leuchten kann. Zusätzlich waren noch Hue Glühbirnen in verschiedenen Deckenlampen im Einsatz.

Für entsprechende Beleuchtung und das automatisiert über IFTTT sorgten und sorgen die Hue Lampen, die regelmäßig bei Sonnenuntergang aktiviert und ungefähr um Mitternacht abgeschaltet wurden. Das ganze lief wirklich zuverlässig und wurde uns auch durch die IFTTT App und eine Webcam rückgemeldet.

Insgesamt ist das System zwar noch mit dem Manko behaftet, dass die einzelnen Komponenten  nur zum Teil über IFTTT miteinander kommunizieren können (Bsp. Kamera empfängt Signal vom Bewegungsmelder und aktiviert dann eine Lampe und eine Alarmmail) aber immerhin sind alles vielversprechende Ansätze die keinerlei Eingriff benötigen. Also alles auch sehr gut für Mietwohnungen einsetzbar.

Alles in allem waren alle Systeme sehr zuverlässig und laufen mittlerweile weit über einen Monat sehr stabil. Durch die völlige Automatisierung ist auch ein Nachsehen bezüglich des Systemzustandes nicht nötig. Da die Anwendungen via Web angesteuert werden, merkt der Server selbständig, sollte eine der Installationen nicht mehr erreichbar sein und gibt seinerseits Alarm. Dann könnten wir zur Not unsere Haussittterin informieren, die dann nachsehen und etwaige Fehler bereinigen  könnte. Brauchte sie aber nicht also insgesamt sind sowhl Hue als auch Gigaset Elements zuverlässige und bereits alltagstaugliche Lösungen für jeden, der ohne großen handwerklichen Aufwand ein Smarthome aufbauen will.

Und alle, die jetzt mit dem „Spielerei, das brauch ich nicht kommen.“. Wenn mans nicht braucht einfach mal Fresse halten und nicht immer denn Besserwisser raushängen lassen, wenn ihr es nicht braucht gut. Für uns war es hilfreich und sorgte auch zu einem Teil für einen entspannten Urlaub.

Und am Rande sei erwähnt, dass wir deutlich besseres Wetter hatten, als zuhause. Das hat uns unsere Netatmo Wetterstation bestätigt, die übrigens auch mit dem Smarthome über IFTTT gekoppelt war und so zum Beispiel bei schwererem Regen, der für gewöhnlich auch für weniger Licht sorgt, schon mal zwischendurch das Licht angeschaltet hat. Der Geräuschsensor konnte zudem ergänzend die Innenräume überwachen und dank Regenmesser und Wetterinformationen wussten wir auch 20140712_133034Bescheid, falls es sehr stark geregnet hätte oder ein Sturm drohte. Hier wird es noch interessant, sobald Gigaset Elements auch Aktoren anbietet, die dann z.B. für ein Schließen gekippter Fenster oder das Schließen der Rolläden bei Unwettern sorgen könnten.

 

Ein ganz entspannter Urlaub. Und das gerade weil er online lief.

Es gibt ja dieses meiner Ansicht nach idiotische Bild vom Urlaub, das damit beginnt, dass alle davon schwärmen, in Funklöcher zu reisen, um nicht mehr erreichbar zu sein. Denkfehler, denn was passiert dann, wenn man zurück kommt. Erreichbar bin ich immer. Wenn ich es will.

Aber lassen wir das, berichten wir lieber von wundervollen 7 Tagen England, die gerade deshalb so gut liefen, weil wir eben nicht offline waren.

Schon die Anreise gestaltete sich dank „Waze“ sehr entspannt. Waze, das Social Sharing Navi sagte uns nämlich einige Staus und Hindernisse an, die selbst im Radio überhaupt nicht erwähnt wurden. Und was ich festgestellt habe. Auch diese Software funktioniert im Ausland nochmals weit besser. Kaum hatten wir das technophobe Deutschland verlassen, tauchten auf den Waze Karten plötzlich jede Menge andere Fahrer mit der Software auf und es gab jede Menge Infos die teils minutenaktuell waren.

20140830_072015
Unser Ibis Style Hotel war wirklich klasse

Dass ich sowohl den Urlaub, als auch unser Hotel für die Übernachtung in Calais online übers Tablet gebucht hatte, muss ich wohl nicht extra erwähnen, wohl aber, dass es dank Beurteilungsseiten auch tatsächlich ein sehr schönes und kinderfreundliches Hotel war, das dank Preisvergleichen und Tipps meiner Community auch noch extrem günstig im Preis und in der Lage (ein paar Minuten bis zum Fähranleger) war.

In Frankreich waren wir alle relativ unbedarft, was die Sprache angeht, dafür konnte uns Wordlens bei dem einen oder anderen Schild eine wörtliche Übersetzung liefern und Google im Restaurant den angebrachten Trinkgeldbetrag.

Auch einige interessante Sehenswürdigkeiten inklusive deren Geschichte und Lage fanden wir dank elektronischer brandaktueller Reiseführer, ebenso verschiedene Öffnungszeiten. Das Cottage in England war zudem nur dank Google Maps einfach zu finden. Im Standalone Navi fehlte die Einfahrt völlig. Ganz begeistert waren unsere Kinder, als wir dank Google und London Taxi noch die Straße fanden, in der die neue Sherlock Serie gedreht wird, denn die echte Bakerstreet kommt in der TV Serie nicht vor sondern die  North Gower Street.

bakerstreet
North Gower Street die Bakerstreet 221b der neuen Sherlock Serie

Auch in England diente uns das Smartphone als Reiseführer, der topaktuell war und zudem auch geschichtliche Hintergründe und spannendes Spezialwissen lieferte.

Ich kannte zum Beispiel die Wachen im Tower of London stets als „Beefeater“, in Wirklichkeit heißen diese aber „Yeoman Warders of Her Majesty’s Royal Palace and Fortress the Tower of London“ und spricht man von ihnen als Beefeater, ist das eine Beleidigung. Sehr gut war auch, dass wir alle Termine für Wachablösungen und die Öffnungszeiten der Londoner Sehenswürdigkeiten sowie zum Teil die Wartezeiten an den Schlangen dort online abrufen konnten. So kamen wir ohne jede Wartezeit in das London Eye und dank einiger Tipps auf Foursquare waren wir auch bei den Wachablösungen im Tower of London rechtzeitig und lange genug, denn die normalen Touristen verpassen beim Collecting the Word, also dem Abholen der Tagesparole für die Angestellten und Wachen des Tower nach dessen Schließung den zweiten Teil, wenn die Wachen wieder zurückkehren und dann noch nach und nach ausgetauscht werden.

benjis
Ganz links Richard, dem wir ein echtes englische Frühstück und eine interessante Einführung in Englands Geschichte verdanken und mit dem wir jetzt eine Mail Freundschaft haben.

Ein weiteres Online Highlight war das Treffen mit einem sehr sympathischen Rotarier aus Battle, der seinen Enkel nach London in die Charing Cross Station brachte, damit dieser wieder zu seiner Mutter fahren konnte. Nicht nur, dass daraus eine EMail Freundschaft seines Enkels mit unserem Ältesten und seiner Enkelin mit unserer Tochter entstand, wir wurden auch für den Mittwoch von ihm eingeladen zu einem originalen englischen Frühstück, nachdem wir ihm erzählt hatten, das unsere Kinder das unbedingt probieren wollten (alle drei mochten es übrigens sehr). Und danach bekamen wir noch hochspannenden Geschichtsunterricht geboten, als er mit uns Battle Abbey besuchte, wo Wilhelms der Normanne 1066 das Ende des Angelsäschischen Englands einläutete durch die berühmte Schlacht von Hastings.

Nachdem wir die ersten Besuche geplant hatten, haben wir dann spontan noch Bodiam Castle besucht, das ich über eine Umkreissuche  nach schönen Objekten aus dem english heritage bzw. dem National Trust  gesucht hatten und das dabei hervorstach.

Und es hat sich wirklich gelohnt.

bodiam
Bodiam Castle

Oh, und natürlich machten wir viele Bilder und zwar nur mit den Smartphones, die wir dann, dank Auslandsflats bzw. britischer SIM Karten sofort online sicherten.

Was mir allgemein aufgefallen ist, ist die viel stärkere Nutzung  von Smartphones und Tablets durch alle englischen Bevölkerungsschichten. im Zug nach London lasen die meisten mit Tablet oder EBook Reader. Als ich mir ein kostenloses Exemplar einer Lokalzeitung sicherte, war ich fast der einzige im ganzen Zug, der das noch auf Papier las während um mich herum mindesten 3 Passagiere das Blatt online lasen.

Alles in allem war der Urlaub überaus entspannend, und das vor allem, weil wir immer und überall online Zugriff hatten und tagesaktuelle Nachrichten bei uns. Dabei half die gute Versorgung auch auf dem Land  mit LTE sowie die weite Verbreitung von freiem WLan auch in kleineren Städten. Meist waren die Telefonzellen gleichzeitig kostenlose WLan Hotspots.

Was außerdem ganz angenehm war, war die Ausrüstung unseres Zuhauses daheim in Deutschland als Smarthome. So konnten wir immer nachvollziehen, ob jemand versuchte, ins Haus zu gelangen, hatten dank Hue Lampen auch eine Anwesenheitssimulation am Laufen, die noch von unserem Haussitter ergänzt wurde und sahen via Live Streaming Webcams, wie es den Haustieren der Kinder geht und was am Haupteingang so vor sich ging. Und wir konnten nachverfolgen, wie viel Glück wir in England mit dem Wetter hatten. Nur beim Besuch von London hatten wir vormittags mit etwas „Drizzle“ zu kämpfen, ansonsten hatten wir bestes Sommerwetter.

cottage
Das Haupthaus unserer Farm. Wir lebten wirklich mit den Farmleuten, hatten Schafe, Hühner, Hunde um uns und eine fantastische Zeit bei bestem Sonnenwetter.

 

 

 

 

 

 

 

Die abschließende Überraschung kam dann von Google, das eine wunderschöne „Story“ aus unserem Urlaub und den hochgeladenen Fotos erstellte.

Wenn einer eine Reise plant: Umfangreiche App Tipps für alles rund um den Urlaub

Achtung: Längerer Artikel, dafür mit einem umfassenden Überblick über empfehlenswerte Apps für den nächsten Urlaub

Dieses Jahr wird wieder ein Familienurlaub geplant. Der hat natürlich bei Vater, Mutter und drei Kindern ganz andere Rahmenbedingungen. Und für mich bedeutet das, dass ich doppelt froh bin, wenn mich mein Smartphone hier von der Planung bis zum Urlaub dabei unterstützt.

Nachdem ich mir über die Seite Holiday Insider erste sehr gute Tipps zur App Ausstattung meines Smartphones geholt hatte (sehr schön zum Beispiel der Toilettenfinder. Eine App, über die ich zunächst gelacht, angesichts von drei Kindern aber nach kurzem Nachdenken doch genickt und einen durchaus hohen Nutzwert attestiert habe), hab ich nochmal etwas tiefer gegraben und liefere hier eine Zusammenstellungen von Anwendungen, die ich durchweg für den nächsten Urlaub empfehle, schon weil ich sie fast alle auch auf meinem Smartphone habe und nutze. Oh, und für alle, die ihre Urlaubsplanung lieber direkt am PC machen ist Holiday Insider sicher auch interessant, da man dort auch, wie bei diversen anderen Plattformen nach Ferienhäusern und Ferienwohnungen suchen kann. Das ist gerade für Familien mit Kindern interessant, für die es oft problematisch ist, in einem Hotel zu übernachten.

Der Play Store von Google bietet mittlerweile ein breites Füllhorn an Apps, aus denen ich hier mal diejenigen vorstellen möchte, die sich für mich in der Vergangenheit als sehr nützlich erwiesen haben. Die Liste wird keine kurze sein, aber ich denke,  jeder der an die Planung eines Urlaubs geht, freut sich über die eine oder andere Anregung.

Alles beginnt mit einer guten Planung. Natürlich gibt es diverse Anwendungen auch für den PC, aber ich gehe mir mal davon aus, dass ich alles via Smartphone oder Tablet erledigen möchte.

Da wäre zunächst die Buchung. Alles beginnt hier für uns mit der Herausforderung, dass zwei Erwachsene und drei Kinder untergebracht sein wollen. Also erst einmal nach einer Unterkunft gesucht. Wir planen dieses Jahr einen Urlaub irgendwo an der Küste. Deshalb schränkt sich die Suche auf den hohen Norden ein. Diverse Apps bieten hier die Möglichkeit, nach Unterkünften zu suchen.

Ich verwende persönlich gerne die Apps von HRS Hotelsuche, dort lassen sich sehr viele Rahmenparameter einstellen. Für diejenigen, die eher spontan reisen sei wiederum Justbook empfohlen, eine App, die gerade auch die Last Minute Angebote findet und vor Ort nach freien Zimmern am aktuellen Tag sucht. Auch Trivago und expedia.de bieten entsprechende Apps an, alles wiederum eine Frage des Geschmacks.

Für Individualisten sei aber auch airbnb genannt bzw. couchsurfing. Wobei airbnb eher in Richtung Vermietung privater Wohnungen oder Häuser geht, wohingegen man bei couchsurfing im wahrsten Sinne des Wortes minimal eine Couch angeboten bekommt. Beides jedoch adäquate Angebote, wenn primär der Schlafplatz wichtig ist, oder man jenseits der gängigen Touristenmöglichkeiten übernachten will. Airbnb bietet zudem zum Teil sehr exklusive Angebote wie eine private Yacht oder besondere Lofts oder Häuser.

Da wir mit drei Kindern aber eher etwas „günstig aber gutes“ mit vollem Service suchen, ist für uns auch die neue App von Center Parcs interessant (Eine Urlaubsform, die wir wirklich nur für Familien mit noch kleineren Kindern empfehlen und auch nur deshalb überhaupt in Betracht ziehen, aber es ist einfach angenehm, wenn man selbst bei schlechtem Wetter immer eine Beschäftigung in der Nähe hat). Nachdem lange Zeit nur die Buchung und Information über die Webseite möglich war, bietet Center Parcs mittlerweile auch eine eigene App an. Zwar muss man immer noch über die Webseite buchen, aber die App bietet diverse Informationen rund um den Park und ermöglicht zudem die Buchung von Zusatzangeboten.
Nachdem der Ort und die Reisezeit geklärt und gebucht sind, gilt es ein Programm für die Zeit des Urlaubs zusammenzustellen (sofern man nicht die ganze Zeit mit drei quängelnden Kindern verbringen will, die permanent fragen: „und was machen wir heute?“)

Hier gibt es diverse Anwendungen, die zum Teil sehr ausführlich über regionale Angebote informieren. So kann ich neben den bereits in den Google Maps und bei Google Now erhältlichen Informationen jedem nur zusätzliche Anwendungen wie  qype, yelp oder meinestadt.de ans Herz legen. Welche davon man nutzt ist Geschmackssache, alle bieten Informationen über zum Beispiel Hotels, Apotheken, Restaurants, Ladengeschäfte aber auch Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote in der Urlaubsregion an. Der große Vorteil. Ist die App aufs Smartphone geladen, kann man sich eine Umkreisauskunft geben lassen, die speziell die Angebote auflistet, die sich im nahen Umkreis des Urlaubsortes befinden. So konnten wir zum Beispiel bei einem kleineren Unfall schon mal den nächstgelegenen Kinderarzt lokalisieren oder eine nahe Apotheke, haben aber auch  schon kleinere Museen oder Sehenswürdigkeiten entdeckt, die in den Reiseführern gar nicht oder nur sehr spärlich beschrieben waren. Etwas ganz besonderes ist hier Wikitude, da hier augmented reality mit verschiedenen Datenbanken verbunden wird, um so einen interaktiven Reiseführer zu generieren. Sehr empfehlenswert, einfach ausprobieren.


 

Nun gilt es, die Anreise zu planen. Auch hier bieten sich für unterschiedliche Nutzergruppen eine Vielzahl verschiedener Apps an, die das Anreiseleben leichter machen.
So gibt es den Klassiker der deutschen Bahn, der neben Fahrplanauskunft auch die Buchung und für Smartphones (Achtung, kein  Tablet benutzen, hier zicken einige Kontrolleure mächtig rum, die App sei  nur für Smartphones gedacht) eine elektronisches Ticket der Bahn. Zudem lassen sich mit einer weiteren App auch die Leihfahrräder der Bahn buchen, ebenso über die App Flinkster Car-Sharing Fahrzeuge. Um über alle Nah- und Fernverkehrsverbindungen auf dem Laufenden zu bleiben, empfehle ich sehr die App Öffi, die wirklich umfassende Fahrpläne bis hin zu Busfahrplänen und das bundesweit bietet.

flinc – Flexible Fahrgemeinschaft zur Arbeit from flinc on Vimeo.

Wer selbst mit dem Auto fährt und auch mal jemanden mitzunehmen bereit ist, dem lege ich flinc.org ans Herz, einen integrierten Mitfahrservice, der nach Eingabe einer geplanten Fahrtstrecke auf dieser Strecke potentielle Mitfahrer anzeigt und auf Wunsch auch die Vermittlung übernimmt. Vorteil: Man hat eine gewisse Sicherheit und kann, so der Mitfahrer dazu bereit ist, auch noch zumindest eine Spritbeteiligung bekommen. Eine besondere Navigationssoftware ist waze, denn hier werden die Kartendaten von den Nutzern interaktiv als eine Art Crowdsourcing aktualisiert und verifiziert und man kann in einer Art social game auch noch Punkte sammeln. Nett gemacht und manchmal aktueller als so manches kommerzielle Produkt.


Auch wer mit dem Flugzeug verreist, kann auf einige sehr interessante Apps zurückgreifen. So zum Beispiel Flightradar Pro oder Flighttrack, mit denen es möglich ist, einen bestimmten Flug (Flighttrack) oder am Himmel gefundene Flugzeuge zu verfolgen, aber auch zum Beispiel über Verspätungen des Abflugs kann man sich informieren lassen. Hier empfiehlt es sich, im Appstore auch mal nach Apps der Fluggesellschaft zu suchen, mit der man zu fliegen gedenkt. So bietet z.B. die Lufthansa eine App an, aber auch andere Apps wie Flughafen Flugstatus Verfolgung bieten die Möglichkeit, auch über Verspätungen informiert zu werden. Auch sehr interessant, falls man von Freunden oder Angehörigen zum Flughafen gebracht wird, damit die am Rückreisetag auf dem Laufenden bleiben, wann man denn nun wirklich ankommt und nicht Stunden auf dem Flughafen verbringen müssen.

Interessant für die gesamte Reiseplanungen sind Apps wie TripAdvisor oder TripIt, die eine Zusammenfassung der gesamten Reisedaten ermöglichen, an bestimmte Termine erinnern können und zudem zentral alle Informationen zur Reise, vom Hotel über geplante Besuche bis zu den An- und Abreiseinformationen zentral sammeln können. Zudem bieten sie, wie  die meisten anderen Apps die Möglichkeit, die Freunde über die Social Media Plattformen über Status bzw. Informationen zur Reise zu informieren.

Ist man letztlich vor Ort, hilft bereits die bei allen Android Smartphones verfügbare Google Map sehr weiter, wenn man sich vor Ort orientieren muss. Und glaubt mir, alle die behaupten, sie kämen besser ohne Navi zurecht, haben mehr Angst vor der Technik als dass sie wirklich besser mit Karte operieren. Fällt mir jedes Mal wieder auf, wenn vor mir irgendein Fahrzeug herzuckelt, gefährliche Manöver ausführend und man deutlich erkennt, der kennt sich nicht wirklich aus. Oder wenn ein Auto vor einer der großen Stadtkarten an den meisten Einfahrten größerer Städte steht und der Fahrer oder die Fahrerin verzweifelt versucht, auf der Karte zu finden, wohin sie denn nun muß. Dass man dadurch die Orientierungsfähigkeit verliert, stimm zumindest für mich nicht, im Gegenteil. Da ich mich durch  die Anweisungen des Navi ganz auf den Verkehr und die Umgebung konzentrieren kann, fahre ich sicherer und kann mir zudem das eine oder andere Gebäude oder den einen oder anderen markanten Wegpunkt einprägen,so daß ich meist nach der Ankunft bereits den Weg hin und zurück auch ohne Navi kenne.
Zudem ist es einfach für die ganze Familie ein viel entspannterer Urlaub, wenn man sich einfach ins Auto setzt, dem Navi das gewünschte Ziel nennt und dann einfach losfahren kann, ohne sich große Gedanken machen zu müssen, ob man den Zielort auch findet).

Wer mit der Bahn anreist und am Zielort ein Taxi benötigt, dem kann ich aus eigener überragend positiver Erfahrung die App MyTaxi empfehlen, in  den meisten größeren Städten kann man hier, ohne die nervenden Taxizentralen direkt ein Taxi anfordern, erfährt nicht nur den Namen des Taxifahrers sondern auch, wann das Taxi ankommen wird und kann sogar auf einer Karte die Anfahrt verfolgen. Zudem verdienen die Taxifahrer, die dieses System   nutzen mehr an mir, als diejenigen, die auch noch regelmässig an die Taxizentralen zahlen müssen. Aus eigener Erfahrung in Berlin, Hamburg und Stuttgart benötigt ein Taxi vom Ruf bis es an meinem Standort ankommt ca. 1-5 Minuten, so nicht gerade ein Großevent alle Taxis bindet. Das schnellste was ich erlebt habe war ein Taxiruf, als wir im Restaurant gerade bezahlten. Bis  wir aus dem Restaurant bis zur Straße gelaufen waren, stand das Taxi schon bereit.

Neben den Reisevorbereitungen und der Anreise bietet sich das Smartphone natürlich auch im Urlaub auch für diverse Funktionen an, die man sonst zusätzlich mitnehmen müsste.
Allen Geocaching Fans sei c:geo ans Herz gelegt, dass nicht nur alles bietet, die man von einem guten Geocaching Programm verlangen kann, sondern sich auch noch in die sozialen Netzwerke gut integriert. Diverse Anwendunge bieten zudem Wanderkarten für den Offline Gebrauch an. Wer sich etwas für Flora und Fauna am Urlaubsort interessiert, dem kann ich unter anderem die Software Birds Pro empfehlen, der neben den wichtigsten Daten zu verschiedenen Wildvögeln auch Audiobeispiele der Vogelstimmen bietet oder auch die Anwendung: iForest– Bäume und Sträucher, die es ermöglicht, diverse Strauch- und Baumarten anhand verschiedener Merkmale zu bestimmen.
Alle, die Interess an gutem Essen und Foodporn gleichermaßen haben, die dürfte Foodspotting interessieren, eine App, die es erlaubt, nicht nur das Essen eines Restaurants zu kommentieren, sondern auch um ein Foto ergänzen. Mittlerweile ein recht umfangreiche Datenbank, die es nicht nur erlaubt, die Bewertungen eines Restaurants zu sehen, sondern direkt einen Eindruck von der Darreichung der dort angebotenen Speisen zu bekommen.

Wer generell die Urlaubsfotos gerne teilt, dem sei als Alternative zum weithin bekannten Instagram eyeem ans Herz gelegt, eine sehr schöne Foto Community, die umfangreiche Bildbearbeitungsmöglichkeiten ebenso bietet, wie ein gutes Kategorisierungssystem und die Möglichkeit, die geschossenen Bilder in diversen Social Media Plattformen zu teilen.
Natürlich kann man auch direkt auf Google zurückgreifen und dort die Autouploadfunktion aktivieren, die die Bilder, die mit dem Smartphone geschossen werden, direkt auf Google+, natürlich privat markiert hochlädt. Will man zu einem bestimmten Event Bilder sammeln, so kann man dies ganz einfach lösen, indem man zu dieses Event bei Google+ anlegt und zum passenden Zeitpunkt auf dem Smartphone in den Partymodus wechselt. Von da an werden alle Bilder, die mit dem Smartphone erstellt werden direkt dem Event zugeordnet.

Um beim Erstellen der Bilder mehr Möglichkeiten (wie z.B. Zeitrafferaufnahmen bzw. verschiedenste Effekte) nutzen zu können, empfehle ich die wirklich sehr gute App Camera Zoom FX, die ein Füllhorn an Möglichkeiten zur Bildbearbeitung und Korrektur bietet.

Wer wiederum Bilder noch am Urlaubsort entwickeln lassen und Papierabzüge zum Beispiel an die Großeltern schicken lassen möchte, sollte sich die Cewe Smartphoto App ansehen. Mit ihr kann man von Bildern auf dem Smartphone direkt Abzüge bestellen, oder was vielleicht noch interessanter ist, von einem Bild eine Postkarte erstellen lassen, die dann auch direkt an einen Empfänger versandt werden kann.

Soweit mein Überblick, ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit, das sind aber alles Apps, die ich auch selbst in Verwendung habe und die ihre Funktionalität bereits im realen Anwendungsfall auf die eine oder andere Art gezeigt haben.
Möglicherweise gibt es einen Folgeartikel, wenn die diesjährige Urlaubsplanung erfolgreich abgeschlossen und der Urlaub hinter uns liegt. Bis dann, gute Planung und erholsame Ferien, wann auch immer diese sein mögen. Und denkt dran. Der frühe Bucher kriegt den Rabatt 😉

Klar bin ich online im Urlaub……. aber anders

Die TAZ hat als Sonntagsstreitthema das Internet im Urlaub entdeckt. Für mich eher eine ermüdende Diskussion und ein typisch deutsches Denkphänomen. Da wird ein mittlerweile von vielen Menschen täglich genutztes Werkzeug, das Internet in Gestalt von Smartphone und Netbook anstelle einer viel sinnhafteren Diskussion um die berufliche Erreichbarkeit im Urlaub in den Fokus gestellt. Denn letztlich gehts doch genau darum. Was ist so verwerflich daran, wenn ich auch im Urlaub mit meinen Twitterfollowern gerne in Kontakt bleibe? Sollte man das nicht bitteschön mir überlassen, was für mich zur Erholung gehört. Das ist so ähnlich wie der Diätwahn, in dem alle über einen Kamm geschoren werden und sich gefälligst schlecht zu fühlen haben, wenn sie nicht irgendein gerade aktuelles Idealgewicht haben.
Alles Quatsch, ich z.B: will unbedingt mit Smartphone in den Urlaub. Warum? Ich nutze Wikitude anstelle von dicken Reiseführern, kann mir vor Ort sehr einfach einen Platz im Restaurant reservieren oder herausfinden, wo es den nächsten Supermarkt, Arzt oder die nächste Sehenswürdigkeit gibt (Aloqua und Wikitude sei dank). Ich habe ein Navi bei mir und muss auch im Urlaub nicht auf meine ZEIT verzichten, dann allerdings in der eBook-Version, die ich mir auch im Urlaub als Download holen kann, Abonnent der ich bin.
Die Diskussion ist ein Scheingefecht, das davon ablenkt, dass viele Menschen mit dem Online sein, mit den Nutzern des Internets, die es in ihren Alltag integriert haben, immer noch ein Problem haben.
Wie sagte schon Schiller so schön? Gebt Gedankenfreiheit, ich würde es erweiteren zu „Gebt Onlinefreiheit“. Dass wir uns unerreichbar für unseren Beruf machen sollten, ist ein anderes Thema, das aber ebenso für die telefonische Erreichbarkeit gilt.

Übrigens nehme ich mir auch sieben schöne Romane mit. Aber in meinem eBookReader. Da spar ich mir nämlich mindesten 2kg Gepäckgewicht. Oh was bin ich ein böser Kulturverachter.. Aber mir ist die Geschichte wichtig, die ich lese, nicht die äußere Form.