Warum Virtual Reality bleibt und wo es sich verstecken wird

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Eine der ersten VR Brillen, die auch für den „normalsterblichen“ User erschwinglich ist… So er ein Samsung Smartphone einer bestimmten Generation besitzt

In meinem Umfeld, zugegebenermaßen ländlich geprägt und damit weit weg von allem „neumodischen Zeugs“ steht VR eher für eine bestimmte Gruppe von Banken denn für Virtual Reality. Dennoch sehe ich selbst auf dem Land große Potentiale für Virtual Reality. Natürlich wie immer zuallererst für Gaming und Porno (wo gibt es da eigentlich keine Technologie, die dafür genutzt wird)

Viel spannender finde ich die etwas „abwegigeren“ Möglichkeiten. Player, die ich in der nahen Zukunft als Anwender für VR sehe sind Banken, Baufinanzierer, Baumärkte, Möbelhäuser, schlicht all jene, die direkt oder indirekt mit dem Verkaufen, Vermitteln, Verschönern von Räumen zu tun haben.

Die Bank oder der Baufinanzierer kann z.B. in Kooperation mit Fertighausherstellern oder Architekten seinen Kunden nicht nur das Traumhaus finanzieren sondern direkt virtuell ein Modell des geplanten Hauses erstellen, Veränderungen vornehmen, die dann sofort in die Finanzierungsrechnung eingearbeitet werden können. Baumärkte und Möbelhäuser sind die darauf folgenden Instanzen, die bei der Einrichtung der ersten eigenen Wohnung virtuell helfen können oder bei Umbaumaßnahmen virtuell darstellen, wie sich diese oder jene Holzsorte als Bodenbelag darstellt.

Der nächste große Sektor ist Tourismus.

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Mein Sohn bei ersten Tests, die die Brille mit Bravour bestanden hat.

Erste Hotels bieten schon virtuelle Begehungen ihrer Hotelzimmer an, damit man sich als Gast vorab ein Bild machen kann, das nie zuvor so authentisch war. Zusätzlich können örtliche Attraktionen vorab besichtigt werden.

Aber auch Regionen können ihre Attraktionen virtualisieren. Ich lebe in einer wunderschönen Fachwerkstadt. Was liegt da näher als davon einen 3d Film zu drehen, der dem potentiellen Besucher einen virtuellen ersten Eindruck bietet. Vergnügungsparks, es gibt bereits einige Videos von Achterbahnfahrten. Wenn ich das erst mal virtuell erlebt habe und Fan von Achterbahnen bin, ist das Interesse weitaus größer, das ganze auch real zu erleben.

Auch in der Medizin erkenne ich Potential für VR. Zum einen bei der Behandlung von  Phobien. Samsung bietet mit der Gear VR eine Software an, die unter anderem die Fahrt in einem Glasaufzug sehr realistisch darstellt, ebenso eine Fahrt an einem Abhang und einen Helikopterflug. Ich habe Höhenangst und tatsächlich wirkte die Gear VR Darstellung so real, dass ich dort auch Höhenangst bekam.

Andererseits kann ich mir gut vorstellen, dass zum Beispiel längere Zeit kranke Kinder mittels VR Brille am Unterricht in der eigenen Schule teilnehmen können. Kombinieren wir das mit einem Telepräsenzroboter und es kann auch während der Erkrankung der soziale Kontakt gehalten und Schule geboten werden.

Natürlich sind die aktuellen Brillen noch sehr klobig. Allerdings beobachte ich das Thema seit ca. 1994 und die damaligen VR Brillen waren Monster und die Darstellung gruselig.

Warten wir noch 2-3 Jahre und wir werden sehr handliche Brillen erleben, die neben VR auch AR also Augmented Reality ermöglichen.

Ich bin sicher: VR bleibt, schon, weil es bereits jetzt Anwendungsgebiete dafür gibt.

Was bringt das Jahr 2015 technologisch?

2014 war ein Jahr, in dem sich zumindest zwei Dinge etabliert haben. Wearables und Smartwatches. Dagegen mussten die Tablets Marktanteile abgeben und oh Wunder, die Notebooks konnten zum Schluss wieder bei den Verkaufszahlen dazugewinnen.

Dieser Trend wird sich vermutlich in 2015 fortsetzen, wobei ich das grösste Potential bei etwas leistungsstärkeren Chromebooks sehe. Dort werden wir den Einzug stärkerer Prozessoren und 4GB RAM als neuen Standard erleben.

Bei den Smartphones ist 2015 5,5 Zoll der neue Standard für die Bildschirmgrösse, die Auflösung wird bei 2560×1440 Pixeln (Quad-HD-Auflösung) als Standard liegen und auch bei Android wird jetzt auf mehr Hardware 64bit laufen.

Die Wearables werden an Funktionsumfang zunehmen oder verschwinden. Vermutlich werden wir in 2015 bei den Smartwatches eine Marktbereinigung erleben. Entweder, die Uhren werden im Funktionsumfang deutlich ausgeweitet und bieten weit mehr Stand alone Features an (Schrittzähler, GPS, MP3 Player, Navigation ggf.auch 3g) oder sie werden vom Markt verschwinden. Insgesamt rechne ich mit einer Konsolidierung beim Wearables Markt, die beiden Kategorien Fitnesstracker und Smartwatches werden auf Dauer verschmelzen.

Bei den Tablets wird sich der Markt weiter bereinigen und ein Großteil der neu verkauften Geräte wird von Hybriden abgedeckt, die sowohl Note/Netbook als auch Tablet sind und eine Dockingstation mit Tastatur gleich mitliefern.

Und zu guter Letzt gehe ich davon aus, dass 2015 das Jahr sein wird, in dem sich entscheidet, ob der neueste Anlauf zum Smart Home gelingen wird. Dabei wird nicht die Verfügbarkeit der Hardware der entscheidende Faktor sein, sondern die Zusammenarbeit unterschiedlicher Systeme. Abosysteme werden meiner Ansicht nach keinen Erfolg haben, denn warum soll ich für eine Hardware und für einen Netzdienst parallel zahlen? Hingegen werden immer intelligentere Basisstationen auf den Markt kommen, die in ihrem Funktionsumfang bald in die Nähe von Homeservern rücken werden.

So viel zu meinem Ausblick für 2015. Mal sehen, was am Ende des Jahres davon wirklich eintrat.

Ein Beitrag zur digitalen Diplomatie

Immer wieder stossen Onliner und Offliner, technologisch affine und eher technikfeindliche Menschen aufeinander und es entzünden sich, ähnlich den Disputen zwischen Vegetarieren und Fleischessern Konflikte, die zu vermeiden wären. Deshalb hier ein paar nicht immer ganz ernst gemeinte Regeln für das bessere Zusammenleben aus der Sicht eines digital affinen Menschen.

Zunächst etwas grundsätzliches. Wirklich verstehen werden sich Onliner und Offliner nie. Es sind schlicht zwei komplett unterschiedliche Denkmodelle.

Das beginnt schon bei der irrigen Annahme, es gäbe so etwas wie eine virtuelle online und eine reale physische Welt. Welch ein Irrtum. Ich vernetze mich  mit Menschen, tausche reale Erfahrungen mit ihnen aus. Dies ist die große Fehlannahme der Offliner. Die reale Welt der Online lebenden Menschen ist schlicht um eine neue Komponente erweitert worden, die nahtlos in das eigene Leben integriert ist. Ich bin nicht „auf Facebook“ oder „auf Twitter“. Ich bin da, wo ich physisch gerade bin. Nur kann ich dies (mit-)teilen.

Irrtum Nummer zwei, der so alt ist, dass es traurig ist, ihn immer noch erwähnen zu müssen. Nicht wir sind immer online, sondern unser virtueller Avatar. Gehe ich von einer durchschnittlichen Nutzung von Social Media aus, so bin ich im Schnitt insgesamt pro Tag vielleicht eine oder 2 Stunden wirklich online. Den Rest der Zeit sind Softwareprogramme für mich online, bin ich durch meinen Messenger auf Facebook, Twitter, Google+ angemeldet. Das heißt aber keineswegs, dass ich als Person dann erreichbar bin. Hier greift der entscheidende Unterschied zwischen Telefon und online sein. Ich kann auf das, was online geschieht reagieren, wann es mir passt. Will jemand mit mir telefonieren, dann kann ich rangehen und kommunizieren, oder bin gar nicht erreichbar. Online bin ich zwar immer erreichbar, aber ich muss nicht immer auch reagieren. Man kann es vergleichen mit einem Anrufbeantworter, den ich auch abfrage, wenn es mir passt. Ebenso antworte ich auf Twitter oder Facebook, wenn es mir passt oder lasse gar Programme dort für mich arbeiten, veröffentliche zeitversetzt Artikel oder lasse mit Hilfe von Buffer in regelmässigen Abständen Postings erscheinen, obwohl ich überhaupt nicht erreichbar bin.

Wir dürfen als digital affine Menschen nicht annehmen, dass alle Welt Freude an Technik hat. Leider immer noch die Mehrheit findet Technik eher ein notwendiges Übel und in den Schulen wird auch nicht gerade viel dafür getan, die Medien- und Technikkompetenz bei modernen Technologien zu steigern. Wer glaubt, mit einer Einführung in Word habe man Technikkompetenz vermittelt, der glaubt sicher noch einige andere Märchen.

Und wir technisch affinen Menschen müssen uns mit dem Gedanken abfinden, dass es unabhängig von Generationen vor allem in Deutschland angesagt ist, jedwede Technologie erst einmal abzulehnen oder zumindest für eine Gefahr zu halten. Die ach so beliebten digitalen Auszeiten oder der stolze Bericht vom Urlaub ganz ohne Smartphone zeugen davon.

Hier ein paar Regeln, die ihr im Alltag stets bedenken sollten, vor allem wenn ihr wisst, dass ihr nicht unter euresgleichen seid.

1) Technologie ist böse, und das gilt für fast alles, was nicht überlebenswichtig ist.

2) Alles, was Strom braucht, ist eigentlich schädlich, alles was strahlt sowieso

3) Papier gut, Bildschirm böse

4) Social Media ist überflüssiges Spielzeug

5) Wer ein Smartphone nutzt, spielt

6) Wer ein Tablet nutzt, spielt

7) Wer Papier nutzt, arbeitet… IMMER

8) Ihr seid süchtig

9) und seid nicht bereit es zuzugeben

10) Es ist toll ohne Computer, Fernseher, Smartphone

11) Nichts in der heutigen Zeit ist von digitaler Technologie abhängig

12) Nein, ihr könnt nicht vom Gegenteil überzeugen

13) Ein Computer kann nichts in unserem Namen tun, wir hängen den ganzen Tag vor der Kiste

14) Onliner sind intolerant, Offliner tolerant

15) Online sein ist krankhaft, und nicht real

16) Wir Onliner gehen eh nie raus

17) Es gibt einen Unterschied zwischen der virtuell und real.

18) Ich schreibe das hier alles gerade live 😉

Fazit: Seid gnädig, versteckt eure Gadgets und wenn ihr ein EBook lest, dann holt euch wenigstens eine Schutzhülle, die wie ein Buch aussieht, das beruhigt die Offliner Seele.

Und übrigens sind Smartwatches eine geniale Erfindung, solange die Offliner diese nicht als solche erkennen 😉

 

 

Macht es einfach einfach. Technologie und das leichte Leben

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Die Zukunft beginnt jetzt. Wenn wir wollen.

Immer wieder beklagt man sich in Gesprächen mit mir, meist wenn ich Freundes- oder Bekanntenkreis wieder einen Rechner einrichten, ein Zubehör reparieren oder eine Software aufspielen soll über die ach so schwierige Technik.

Und die da klagen haben Recht. Noch haben sie recht, denn für mich ein weiterer Megatrend der nahen Zukunft ist das Prinzip Vereinfachung.

Initiiert durch die neuen Technologien von Tablet und Smartphone beginnt insbesondere die technologiegetriebene Industrie sich endlich Gedanken zu machen, wie man den Umgang mit Hardware vereinfachen kann. Und das auch deshalb, weil die Entwicklung vom großen Desktoprechner über Notebooks jetzt in Richtung „wearable devices“ geht. Smartwatches, Google Glass. Alles Technologien, die nach sehr einfachen natürlichen Eingabemöglichkeiten verlangen. Wenn ich nur noch Fingergesten oder gar die Sprache verwenden kann, muss das Interface klar und einfach sein. Und gerade bei Technologien, die einen gewissen „verspielten“ Aspekt haben, bei denen sich der eine oder andere sicher fragen wird „brauche ich das?“ ist es dringend angeraten, den Umgang so angenehm und unaufdringlich wie möglich zu machen, will ich die für den Erfolg nötige Marktakzeptanz erreichen.

Das bedingt aber auch, dass wir immer mehr erleben werden, dass Technologie unaufdringlich im Alltag verschwindet. Ich trage ein Fitnessarmband, das eigentlich auch als „Schmuck“ durchgehen könnte. Ich nutze eine Smartwatch, die mit der passenden Uhrenapp wie eine ganz normale Armbanduhr aussieht. Und wir werden eine noch viel weiter gehende Integration erleben.

Google Glass ist der erste Schritt, die nächsten Generationen werden früher oder später so unauffällig ausehen, dass sie nicht mehr von einer normalen Brille zu unterscheiden sind.

Damit werden die Technologien, denen wir Jahrzehnte lang, manchmal zu Recht vorgeworfen haben, sie würden uns das Leben nur BEqX3gqCIAAosBVschwerer und komplizierter machen endlich dem Anspruch gerecht, das Leben zu erleichtern.

Aber nur, wenn wir sie als das akzeptieren, was sie sind, Enablertechnologien, deren Anwendung, deren Verankerung in der Gesellschaft wir in der Hand haben. Wir müssen uns neben der neuen Technologie stets um die moralischen und gesellschaftlichen Implikationen kümmern. Und das bevor der Staat mit oft viel zu harter Hand und meist unwissend ob der Möglichkeiten reglementarisch eingreift.

Auch deshalb habe ich die Wolfsburger Erklärung des 2b AHEAD ThinkTanks mitunterzeichnet , weil ich denke, wir sollten den Entwicklungen nicht passiv und ablehnend hinterherlaufen sondern aktiv, ja proaktiv und wenn möglich positiv mit den neuen Technologien und deren gesellschaftlichen Implikationen umgehen. Technik kann das Leben schwer, oder einfach machen. Es liegt an uns, was wir wollen.

Über die Diskrepanz zwischen Technologe und Nutzer

Das neue Google Nexus 4 kommt auf den Markt. Für mich, der im Moment nach einem neuen Smartphone sucht zunächst ein Grund, sofort zuzuschlagen. Reines Android 4.2, schnelle OS Updates. Aber da ist ja noch das Samsung Note 2, der Nachfolger des legendären Note, das ich mir durchaus auch angeschafft hätte, hätte ich mich damals nicht, Vertreter der reinen Lehre für das Galaxy Nexus entschieden.

Nun denn, was solls denn sein. Ich schwanke, bin mir nicht mehr so sicher. Dann die Entscheidung. Aufhören mit dem Blick eines Technologen, anfangen damit, was ich mit dem Gerät TUN will.

Und dabei fällt mir auf, dass viele meiner bisherigen Technikentscheidungen vom Technologenstandpunkt aus richtig, aber oft in der täglichen Nutzung eher unglücklich waren.

So meine Entscheidung, ein 10.1 Tablet nutzen zu wollen. Eigentlich schöner Formfaktor. Aber auf Dauer stellte ich fest. Fürs Arbeiten zu wenig, fürs reine „Spielgerät“ zu viel. Also Gebrauchtmarkt in Anspruch genommen, abgestossen und weniger technologisch, mehr pragmatisch ein Asus Transformer angeschafft. Auch 10.1 Zoll aber mit Tastatur, die als Dock das ganze zum Subnotebook werden lässt. Jetzt zwar nicht unbedingt das Gerät, dass die  Technologenseele als das seligmachende empfiehlt, aber der reine Nutzer ist hochzufrieden.

Der Gedanke, der sich mir hier aufdrängt. Wie oft entscheiden wir nicht danach, was wir brauchen, sondern wovon wir meinen, dass wir damit in unserem Sozialisationsumfeld möglichst gut dastehen. Das Phänomen kennt wohl jeder zumindest beim Kauf eines PKW, so er oder sie sich nicht gänzlich von den einschlägigen Diskussionen abzukoppeln in der Lage ist.

Bestimmtes Produkt, bestimmtes Signal. Das ist ja auch das, worauf ein Großteil des Marketing basiert, bei Produkten, die sich oft in der reinen Ausstattung nur unwesentlich unterscheiden. Dennoch lohnt es sich bei so manch einer Anschaffung mal aus dem eigenen Sozialisationsumfeld hinauszutreten und mit dem Blick von außen auf den eigenen Bedart zu schauen.

Das kann Nerven und Zeit sparen. Auf jeden Fall bringt es einen in der Kaufentscheidung näher an das, was man später auch wirklich nutzt weil es nützlich für einen ist.

Meine Kaufentscheidung zumindest steht, und wird vermutlich einige überraschen. Aber das macht nix. Wieder eine Schublade gesprengt 😉 Und nein, es wird kein IPhone. So viel Sprengkraft hat die Entscheidung denn doch nicht.

 

Der Windows 8 Launch Event: Technophobiker kriegen, was Technophobiker wollen

Netbooknews berichtete vom Microsoft Launch Event anlässlich der Einführung von Windows 8 und dem seltsamen Umgang mit den Vertretern von Blogs und Presse.

(Bitte beachten, bitte lesen, bitte nachdenken und wer trollt fliegt raus. Ich hoffe, das war jetzt klar und JEDER hat das Ironietag begriffen…..)

Nun. ganz so verwundert bin ich da nicht. Wenn ich mir die deutsche „Hochkultur“ so ansehe mit ihrer inhärenten Aversion gegen alles technische, dann ist das nur konsequent. (Ok, vielleicht nicht gerade umsatzfördernd für den deutschen Markt, aber das steht auf einem anderen Blatt)

Hier verstecken sich um des Technophobiker Friedens Willen ein EBook Reader und ein Tablet. Man will ja in Ruhe arbeiten dürfen.

Sobald auch nur ein technischer Begriff in irgendwelchen Unterlagen auftaucht, die nicht für die IT Abteilung bestimmt sind, kriegt die Hälfte derer, die den Text korrekturlesen alles mögliche zwischen Hautausschlag und Pickeln. Auch der Umgang mit neuer Technik ist eher von Angst, Haß und Ablehnung geprägt (Neumodisches Zeug,Spielzeug, Kinderkram, früher haben wir das auch ohne gemacht).

So lange wir uns immer wieder auf vergangene Zeiten zurückziehen und jeder neuen Technologie zunächst nur schlechtes unterstellen, werden wir eben von internationalen Konzernen auch so behandelt. Wie ein Entwicklungsland, dem man erst mal langsam und schonend beibringen muß, dass die nächste Technologie nicht den Weltuntergang heraufbeschwört (was das CERN erst per Gerichtsverfahren bestätigt bekommen musste).

Ich lache immer innerlich über die Phobiker, die nicht ein Jota bereit sind, sich auf eine Technik einzulassen und GENAU DESHALB dann mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Und dann werde ich ernsthaft gefragt, wie ich es schaffe, mit all den neuen Dingen fertigzuwerden. Aehem, hallo, jemand zu hause McFly ? Genau dafür NUTZE ich ja Technik, um mir das Leben zu vereinfachen.

Aber  was will ich von einem Volk erwarten, bei dem die Mehrheit esoterischen Scharlatanen glaubt und die Schulmedizin für gefährlich hält? In der Impfgegner ungestraft Kinder in Lebensgefahr bringen dürfen und Hochschulen mit vollem Ernst Pseudowissenschaften lehren. Ich habe manchmal das Gefühl, während der Rest der Welt sich in die Zukunft bewegt, orientieren sich die meisten Deutschen eher zurück in Richtung Mittelalter.

Aber man hat da ja so seine Möglichkeiten. Nicht umsonst gibt es eine wirklich kreative Industrie, die neue Techniken wie Smartphones oder Tablets so verpackt, dass auch der durchschnittliche Fortschrittshasser nicht bemerkt, mit was er da konfrontiert wird. Und offen nutze ich schon lange keine UMTS Sticks mehr, könnte ja sein, dass man von irgendwelchen durchgeknallten Elektrosensiblen gelyncht wird, während sie unter der Strahlung diverser WLans, Strommasten etc. stehen, die sie aber nicht spüren, weil sie ja nicht wissen, dass sie da sind. Und meist hilft es schon, falls man erwischt wurde, glaubhaft so zu tun, als schalte man das Netzwerk ab. Selbst getestet, funktioniert prima, auch wenn man genau so weiter „strahlt“ wie zuvor. 😉

Oh, und übrigens, von Social Media brauch ich ja gar nicht erst anzufangen. Das ist ja alles eh nur ein Hype von Leuten, denen langweilig ist. Und nützlich ist das auch nicht. Braucht kein Mensch… Ich geh dann mal in den Keller, wieder mein Viereck rausholen. Das mit dem Rad war ja auch so ein Irrtum.

</ironie>

Mozilla stoppt die Weiterentwicklung von Thunderbird

Vielleicht bin ich in der Beziehung „old school“ aber ich konnte mich noch nie mit einem Online Mail Client anfreunden, alleine schon deshalb nicht, weil ich immer noch der Meinung bin, ich möchte meine Mails im reinen Ascii und von einem Virenscanner und einem eigenen Spam Filter vorgefiltert. Jetzt kündigt die Mozilla Foundation an, sie ziehe Entwickler vom Thunderbird Projekt ab und werde die Weiterentwicklung einstellen. Das bedeutet nicht zwangsläufig das Ende von Thunderbird, da wir das ja von anderen Programmen kennen wie OpenOffice, das erst in den Händen der Community richtig aufblühte und nach der Übernahme von Oracle Gott sei Dank in LibreOffice weiterlebt.

Aber ärgerlich ist es schon, wenn ein sehr gutes Stück Software, das längst weit über einen reinen EMail Client hinausgeht, derart vernachlässigt wird.

Mich würde interessieren, wie ruft ihr eure EMails ab? Welche Clients nutzt ihr, oder geht ihr wirklich alle „nur noch auf die Webmailer“ ?

Hier die EMail über die Entscheidung im vollen Wortlaut:

Hello Mozillians:

On Monday Mitchell Baker will be posting on the future of Thunderbird.

We’d like you to be aware of it before it goes public. However, this is *confidential* until the post is pushed live Monday afternoon PDT. Please don’t tweet, blog or discuss on public mailing lists before then.

In summary, we’ve been focusing efforts towards important web and mobile projects, such as B2G, while Thunderbird remains a pure desktop-only email client. We have come to the conclusion that continued innovation on Thunderbird is not the best use of our resources given our ambitious organizational goals. The most critical needs for the product are on-going security and stability for our 20+ million users.

However, Thunderbird is one of the very few truly free and open source multi-platform email applications available today and we want to defend these values. We’re not “stopping” Thunderbird, but proposing we adapt the Thunderbird release and governance model in a way that allows both ongoing security and stability maintenance, as well as community-driven innovation and development for the product. This will mean an eventual shift in how we staff Thunderbird at Mozilla Corporation – we are still working out details, but some people will likely end up on other Mozilla projects.

We are going to open this plan for public discussion to individuals and organizations interested in maintaining and advancing Thunderbird in the future on Monday. We are looking for your feedback, comments and suggestions to refine and adapt the plan in the best possible way throughout the summer so we can share a final plan of action in early September 2012.

If you have any questions prior to Monday please reach out to me [jb@mozilla.com] or Mitchell [mitchell@mozilla.org]. Again, this information is for Mozillians-only until Mitchell’s post goes live.

Regards,

Jb Piacentino
Thunderbird Managing Director

Additional information:

New release and governance model for Thunderbird will be available here concurrently to Mitchell’s post:

https://wiki.mozilla.org/Thunderbird/Proposal:_New_Release_and_Governance_Model

Info on Modules and Thunderbird owners:

https://wiki.mozilla.org/Modules

You’re receiving this email because you’re a registered Mozillian. We’ll send you timely and occasional organizational news and updates – meant just for Mozillians. If you do not wish to receive these updates, please unsubscribe here. Read the Mozilla Privacy Policy.

Mozilla
650 Castro Street, Suite 300
Mountain View, CA 94041-2021
(650)903-0800

Mein Galaxy Tab 10.1 Reparaturfall: Das Tab ist schon fast beim Reparaturservice

Gestern nacht kam das Paket wohl an, kurz vor Mitternacht, ich gehe davon aus, dass es heute am Zielort ausgeliefert wird. Also knapp 2 Tage von Schwäbisch Hall bis zum Reparaturdienstleister von Samsung. Das hält sich noch im Rahmen, mit meiner Schätzung liege ich richtig, 4 Tage gesamte Transportzeit hin und  wieder zurück. Jetzt kommen die nächsten Tests: Wie lange dauert die Reparatur und weiß Samsung selbst über den Status Bescheid? Schliesslich kann man sich auf deren Webseite nach seinem Reparaturauftrag erkundigen.

Da wohl der Service das Paket erst heute bekommt, werde ich nach dem Barcamp nächste Woche mal eine Anfrage an Samsung richten, quasi als weiterer Test. Und ich werde weiter berichten.

 

The eagle has nearly landed. Nächste Woche dann der Gegencheck bei Samsung. Wissen die Bescheid darüber?

Update:

Und zur Ergänzung, weil die Frage aufkam. Als ich bei Samsung wegen der Schlieren unter dem Display anfragte, bekam ich folgende Antwort:

26.09.2011 13:40:51
Wir empfehlen Ihnen, Ihr Samsung Galaxy Tab zur Überprüfung an unseren
zentralen Servicepartner zu senden. Dieser wird die Reparatur an Ihrem
Tab vornehmen. An folgende Adresse ist das Tab zu senden:
Samsung Mobile Reparatur-Center
Heinrich-Hertz-Strasse 3c
14532 Kleinmachnow
Dabei müssen Sie folgendes beachten:
– Kopie des Kaufbelegs
– Kurze Fehlerbeschreibung
– Nicht im originalen Karton versenden
– Gerät mit Akku und Ladekabel
– Porto muss übernommen werden 

Stimmt eigentlich was Sascha Kraeling mich fragte: Warum muss ICH das Porto bezahlen, wenn es doch ein Garantiefall von Samsung ist?