Das Kurio Tablet für Kinder. So sollte ein Kindertablet aussehen

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Der rote Rahmen ist nur ein Schutz gegen Stürze und lässt sich auch abnehmen.

Als mir angeboten wurde, das Kurio Tablet für meinen Blog zu testen, war ich zunächst zwiegespalten. Zu oft schon hatte ich Geräte in der Hand, die mit einem echten Tablet nur den Bildschirm gemein hatten.
Aber die Spezifikationen des Kurio Tablets klangen gut. Also ließ ich mich auf den Test ein. Und ich muss sagen, ja, das ist ein Kindertablet, das ich empfehlen kann.
Es basiert auf Android und die technischen Daten sind erstaunlich gut für den geringen Preis von knapp 120 Euro:
7 Zoll kapazitiver Touchscreen (5-Punkt)
Auflösung: 1024×600 pixel
Prozessor: Intel® Atom® Z2520–1.2 GHz Dual core
Betriebssystem: Android™ 4.4 KitKat
Speicher: 8GB
Arbeitsspeicher: 1GB
Kamera: Front: 0.3Mpx / Back: 2.1Mpx
Konnektivität: Wi-Fi, 802.11 b/g/n – Bluetooth 4.0
Lautsprecher: 2x1Watt
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch und viele weitere
USB Verbindung: Micro USB 2.0 – OTG support
Batterie: Lithium Polymer Akku 3000mAh
Micro SDHC Card Slot für bis zu 32GB mehr Speicher

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Im Elternmodus hat man über ein eigenes Widget sehr einfach Zugriff auf die entsprechenden Einstellungen. Alles andere entspricht einem normalen Android Tablet

tabletkatjaDas Tablet besitzt zwei Account Kategorien, zum einen den Eltern Account, der einem Standard Android Account sehr nahe kommt zum zweiten Kinderaccounts. Diese können zum Beispiel keine Spiele selbst installieren und auch die sonstigen Einstellungen werden über den Elternaccoutn geregelt. Abhängig vom Alter des Kindes lassen sich verschiedene Internetdienste sperren, Apps können entsprechenden Kategorien zugeordnet werden und dezidiert je Kinderaccount freigegeben werden.
Dabei lassen sich zudem noch Parameter einstellen wie die Möglichkeit, ins Internet zu gehen, Die Zeit, die am Tablet verbracht werden darf sowie Werbefilter und ob der USB Port genutzt werden kann.

Um hier nicht vollständig von den Einstellmöglichkeiten erschlagen zu werden, hat das Tablet bereits vorgefertigte Profile für Kinder unter 7 Jahren, von 8-9, von 10-12 Jahren ab 13 und ab 13 mit sozialen Netzwerken. Wer es genauer haben will, kann sich aber auch seine eigenen Filter einrichten. Auf den Kinderaccounts ist das Installieren von Apps dann nicht möglich, die zur Verfügung stehenden Apps werden stets im Elternprofil freigegeben.
Interessant auch dass der Hersteller offenbar mit verschiedenen Kindersendern je nach Land kooperiert, auf unserem Testtablet waren einige Filme des Toggo Clever Clubs vorinstalliert sowie der Toggo TV Planer.

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Es lassen sich Zeiten, Webfilter und Zugriff auf USB einstellen

Was die Performanz angeht, so haben meine Kinder das Tablet mit ihrere Lieblingsapp Minecraft für Mobile ausgiebig getestet und für sehr gut befunden. Auch ich konnte keine größeren Lags feststellen. Lediglich der kleine Speicher von nur 8GB schränkt das ganze ein, Medien kann man aber zumindest auf eine Micro SD Karte auslagern.

 

Die in unserem Fall rote Plastikschutzhülle schützt das Tablet for Stössen und dem herunterfallen aber auch ohne Hülle wirkt das Tablet sehr robust.

Insgesamt ist das Kurio Tablet für den Preis eine gute Anschaffung, zumal es wirklich optimal auf die Verwendung in der Familie abgestimmt ist, und neben Standardeinstellungen viele Möglichkeiten bietet, das Tablet auf den eigenen Bedarf einzurichten.

Wenn ein Kind in der Familie sich ein Tablet wünscht, kann ich sehr zum Kurio Tablet raten.  Und dem haben auch meine drei Tester zugestimmt, die das Tablet wirklich auf Herz und Nieren geprüft haben. Auch von ihnen ein dickes Daumen hoch.

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Entweder, man greift auf ein festes Profil zurück oder erstellt ganz eigene Vorgaben
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Jedes Kind bekommt ein eigenes Profil das man dann auch noch mit entsprechenden Filtern hinterlegt.

Die Borg und die Tablets: Wie es mit den Tablets weitergeht

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Tablet und Subnotebook in einem, das Acer Switch 10 ist neueste Inkarnation eines meiner Ansicht nach wachsenden Trends.

Grin, ja ich weiß, etwas far fetched dieser Titel. Aber er trifft einen Punkt, den ich für sehr wichtig halte. Die Tablets sind/waren nur eine Mode. Denn mal ehrlich, wer kann denn wirklich sinnvoll damit arbeiten außer jenen, die ein Tablet nur zum Konsumieren von Informationen brauchen. Aber genau dafür kann ich auch einen Notebook verwenden und genau deshalb werden letztlich neue Formen von Notebooks die Tablets „assimilieren“ (sic)

Sobald ich etwas mehr als nur lesen und ein paar kurze Mails beantworten will, komme ich um eine elegantere Eingabeform nicht umhin. Und weder Stifteingabe noch Spracheingabe sind so ausgereift, dass es damit wirklich Spaß macht, längere Texte zu schreiben.

Insofern ist auch Microsoft nicht tot, was viele ja bereits ob des Tablet Hypes behaupteten. Vielmehr sehe ich mit der neuen Generation von Surface Tablets und insbesondere mit den Hybriden, von denen ich eine Inkarnation in Form des Acer Switch 10 vor kurzem testen konnte die Chance einer aufgefrischten und moderneren Rückkehr von Microsoft auf den Markt und auch wieder wachsende Zahlen bei den „Notebook“ Verkäufen. Meine Prognose für die Hardware des Everyday Users in den nächsten Jahren werden 13-15 Zoll Notebooks sein, deren Bildschirm abnehmbar und damit zum Tablet modifizierbar sein wird.  Während die Smartphones in zwei Formfaktoren bestehen werden (ca 4,5-5 Zoll für kleinere und um die 6 Zoll für größere Geräte) werden die Tablets immer häufiger in ein Dock integriert verkauft werden.

Das einzige Gerät, das über kurz oder lang verschwinden wird sind die Desktop PCs. Denn außer extremen Hardcore Gamern hat nun wirklich niemand Bedarf für ein solches Monstrum, das zudem auch noch weit mehr Strom verbraucht als ein Notebook oder Tablet Hybride.

Auch wenn ich den einen oder anderen in der Wiederholung langweile. Fast ebenso wie die ersten Netbooks eine spannende Nische waren, die aber bei zu vielen Aspekten mit Defiziten zu kämpfen hatte, gilt dies für die Tablets, die zu sehr auf den Konsum fokussiert sind. Auch wenn die Verkäufe der PC Sparten zurückgegangen sind, das heißt noch lange nicht das Ende des Notebooks. Im Gegenteil, da die Geräte ja durchaus sehr leistungsfähig sind und waren, hat einfach der eine oder andere auf einen Erneuerungszyklus seines Notebooks verzichtet (der läuft ja noch) und sich mit diesen neuen trendigen Tablets befasst. Aber ebenso werden wir erleben, dass mit dem Auftauchen immer weiterer Hybridgeräte so manch einer zum guten „alten“ Notebook zurückkehren wird, das im dann gleichzeitig auch ein Tablet liefert. Insofern eine von diesen berühmten (Achtung Managementsprech) Win-Win Situationen.

 

Ein Tabletständer für Big Size Tablets und sogar Notebooks

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Gebt zu, so zusammengeklappt kommt man schwerlich drauf, was das ist.
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Hier und in den folgenden Bildern ist sehr schön zu sehen, dass der Tabletständer viele verschiedene Positionierungsmöglichkeiten bietet.

Bislang hab ich ja immer Gadgets vorgestellt, die möglichst kompakt sind. Ist auch irgendwie klar, da ich bekennender digitaler Nomade bin und gerne mein Büro im Rucksack oder Messenger Bag mit mir trage. Allerdings fiel mir beim neuesten Trend zu Big Size Tablets jenseits der 10 Zoll doch auf, dass die meisten Tabletständer dafür eher ungeeignet, weil zu schwach oder instabil sind.
Dafür gibts jetzt aber von mobilefun.de Abhilfe: Den Big Size Tablet Ständer, den man auch für Notebooks verwenden kann.

Das ganze ist natürlich nicht mehr ganz so kompakt, lässt sich aber dennoch auf ein sehr transportables Format zusammenklappen. Als ich ein Foto des zusammengeklappten Ständers gepostet habe, war es sehr amüsant mitzuerleben, auf welche Vermutungen die Follower kamen, worum es sich dabei handeln könnte.

Wie bei den meisten Tabletständern ist das Objekt der Begierde eher unspektakulär, aber die Funktionalität überzeugt. Der Ständer lässt sich sinnvoll ab 7 Zoll Tablets nutzen, aber erst für Tablets aber einer Größe von 10 Zoll macht er wirklich richtig viel Sinn. Die Konstruktion ist stabil und lässt sich in verschiedenen Winkeln aufstellen. Das ganze besteht aus gut verarbeitetem Plastik, und die Gelenke und Standfüße lassen sich mühelos ausziehen bzw. aufklappen.

Wer für unterwegs allerdings eine leichtgewichtige Lösung sucht, der sollte sich besser nach etwas anderem umsehen, die Konstruktion, vermutlich auch der benötigten Stabilität geschuldet, wiegt immerhin ordentliche 269g. Wenn aber eines der neuen 12 Zoll Tablets oder gar ein Ultrabook oder Chromebook damit gestützt werden soll, ist dieser Ständer sicher eine gute Wahl, da auch größere Formfaktoren sicher in der Halterung stehen und Tablets sowohl im Hoch- als auch im Querformat stabil stehen (siehe auch Bilder unten). Bei Mobilefun kostet dieser Ständer 17,99€ , was ich für einen angemessenen Preis halte.

An dieser Stelle übrigens auch mal ein Dank an Mobilefun.de, die mir immer wieder interessante Geräte zur Verfügung stellen, um sie zu testen und zu besprechen. Und bisher hatte ich bei der Auswahl weitestgehend Glück, es war noch kein Totalausfall dabei.

 

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Ertrunken im Gadget Meer. Weniger ist Me(h)(e)r

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Dockingtastatur als Standard bei Tablets. Die Hybriden werden den Markt übernehmen.

Der Mobile World Congress präsentiert neue Smartphones, Wearables, Tablets. Aber wer braucht das eigentlich alles?

Ein Notebook, ein Smartphone. Brauche ich denn wirklich mehr? Ich denke nein, denn mit den großen Smartphones jenseits der 5 Zoll kann man die meisten Anwendungen, die bislang auf dem Tablet genutzt wurden auch angenehm auf dem Smartphone verwenden. Und das Tablet als mobiles Endgerät, das sagen unter anderem die Verkaufszahlen ist eine Illusion. Die überwiegende Mehrheit der Tablets hat kein UMTS und wird zuhause auf der Couch verwendet.

Und bereits jetzt erscheinen immer mehr hybride Endgeräte, die eine Brücke schlagen zwischen Tablet und Notebook. Meine Prognose für die nächsten Jahre ist, dass wir eine durchschnittliche Displaygröße von Smartphones um die 5 Zoll erleben werden, NUR Tablets werden verschwinden und den Weg frei machen für Hybriden, die eine Dockingtastatur besitzen und zusätzlich als Tablet verwendet werden können.

Denn ich möchte maximal zwei Endgeräte haben. Eines, das ich immer überall dabei haben kann und eines für die bequeme Nutzung zu hause.

Das einzige zusätzliche Device, das ich mir noch vorstellen kann, ist ein Fitnessdevice, das aber auch Uhr sein muss und als Erweiterung des Smartphones fungiert. Aber selbst das ist und wird auch in Zukunft eine Nische bleiben, denn im Prinzip genügt dem durchschnittlichen Nutzer, der vielleicht gelegentlich joggt sein Smartphone als Fitnesstracker.

Ein Hybrid Notebook und ein Smartphone jenseits der 5 Zoll. Das sind die zwei Devices, die ich für den breiten Markt in den nächsten Jahren sehe. Wearables werden nur dann zum flächendeckenden Erfolg werden, wenn sie nicht zu teuer und ständig tragbar sind. Zudem muss die Synchronisation quasi transparent laufen (Stichwort Bluetooth) oder gleich mit der Cloud erfolgen. Überhaupt die Cloud, sie und das Vertrauen, das wir hoffentlich bald wieder in sie bekommen werden zum Schlüssel für die Vernetzung und die Gadgets der Zukunft. Denn ich will meine Daten immer greifbar haben, unabhängig, auf welchem Gerät ich gerade arbeite. Und auch hier gilt, transparente Synchronisation, nichts, was ich aktiv tun muss.

 

 

Das Dell Latitude 10, der Status Quo

Nun nutze ich das Latitude 10 von Dell schon eine ganz schön lange Zeit. Und erstaunlicherweise ersetzt es für mich mehr den Notebook als das Tablet. Dazu muss man wissen, dass ich als Smartphone ein Note 3 nutze, das in vielen Situationen völlig ausreicht. Da ich aber auch Blogger bin, brauche ich des öfteren ein gutes Device, das es mir ermöglicht, angenehm an meinen Blogartikeln zu schreiben, bzw. dazu zu recherchieren. Auch möchte ich doch hin und wieder mal unterwegs zumindest an kleinen Stücken Programmcode arbeiten. bild2

Beides ermöglicht mir das Latitude 10 in Verbindung mit der Bluetooth Tastatur. Und wenn ich nicht zu leistungsintensive Programme nutze, dann hält das gute Stück auch einen ganzen Arbeitstag durch.

An der Verarbeitung gibt es auch weiterhin nichts auszusetzen. Es sieht noch aus wie am ersten Tag. Ich denke, für mich die absolut idealste Kombination wäre das Latitude 10 in der Form eines Hybriden mit Android, wenn es zum Tablet wird und Windows 8, sobald es in einem Tastaturdock steckt.

Für das Couchsurfen ist das Gerät zwar etwas schwer, aber was die Antwortzeiten angeht ideal und durch die Möglichkeit, alle klassischen Browser inklusive aller Plugins wie zum Beispiel auch Flash etc. zu verwenden, habe ich keinerlei Einschränkungen beim Ansurfen von Webseiten.

Auch kann man mittlerweile wirklich auf ein Füllhorn von Apps im Windows Store zugreifen, die eine oder andere prominente Anwendung fehlt zwar noch, aber da wird sich sicherlich auch noch etwas tun.

Wer ein gutes Tablet sucht und dabei auf Windows 8 zugreifen will, dem kann ich das Latitude 10 wirklich empfehlen. Aber auf jeden Fall würde ich zum parallelen Erwerb eines Tastaturdocks raten. Dann macht das ganze so richtig Spaß.

Und da meine Kids den Notebook des Herrn Papa mittlerweile immer häufiger für ihre Minecraft Bauaktionen im Heimnetzwerk mit nutzen bin ich ganz froh, auf das Latitude 10 ausweichen zu können. Das Latitude 10 hat sich für mich auf jeden Fall zum Ersatz für Tablet und Notebook auf Bloggerreisen gemausert. Und das will bei mir Android Geek was heißen.

Das Dell Latitude 10 Tablet, ein sehr positives Zwischenfazit

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Entertainment Center für den Sohn

Es soll ja ein Langzeittest werden, und ein paar besondere Anwendungen wie Liveblogging von einem Barcamp stehen erst noch an, aber ich denke, es wird Zeit für ein erstes Zwischenfazit aus den Alltagserfahrungen mit meinem mir von Dell dankenswerterweise zum ausgiebigen Test zur Verfügung gestellten Dell Latitude 10 Tablet.

Ich nutze die Version mit Windows 8 Pro, 32GByte SD Platte und 2GB Ram. Alles absolut ausreichend,um mit Windows 8 darauf flüssig und schnell arbeiten zu können. Da ich immer noch mit der physischen Tastatur am schnellsten bin, habe ich das Gerät noch um eine Bluetooth Tastaturhülle von Kensington ergänzt.

Erster Punkt: Ja, für mich ist es zum echten Arbeitstier geworden. Als Blogger gehen meine Ansprüche vor allem in Richtung Schreibarbeiten, Recherche. Dafür ist das Tablet mehr als ausreichend ausgerüstet. Dank des hochauflösenden Displays und der Unterstützung aller von mir genutzter Software (ganz wichtig: OpenOffice und Chrome) kann ich auf dem Tablet genauso gut wie auf meinem Bürorechner arbeiten. Mein Tablet hat nur WLan, was aber kein Problem darstellt, da ich die meisten Endgeräte von mir und meinen ggf. mitreisenden Bloggerkollegen eh über einen MIFI Router ins UMTS Netz bringe.

Die Verarbeitung ist top, es sieht jetzt noch wie am ersten Tag aus, dabei ist  es im Urlaub einmal von der Couch auf den Boden gefallen. Kein Kratzer, nix. Alles immer noch bestens.

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Während der Papa es eher in seiner Rolle als Blogger nutzt.

Bei mir hält das Tablet gut einen ganzen Arbeitstag durch, das Highlight war die Fahrt in den Urlaub, wo es als Multimediacenter für eines meiner Kinder zum Einsatz kam, und uns sage und schreibe 6 1/2 Stunden mit Multimediaunterhaltung versorgt hat (selbst 2 Stunden Stau waren fürs Kind dann gar nicht schlimm;))

Windows 8 Pro ist sehr angenehm auf dem Tablet zu nutzen, lediglich die normale Desktopoberfläche irritiert und dass der Store am Anfang auf deutsche Software eingestellt ist. Das lässt sich aber leicht korrigieren, in dem man den Sprachfilter abschaltet. Und nutzt man im normalen Desktop die vergrösserten Schriften, lässt sich dieser ebenfalls gut bedienen.

Das Tablet selbst ist sehr lichtstark, man kann es auch in der Sonne noch einigermaßen nutzen. Zieht man eine matte Bildschirmfolie drüber, geht es schon wirklich sehr gut.

Ich bin ja immer froh, wenn ich Geräte für Tests bekomme, die mich begeistern und genau das hat das Dell Latitude definitiv geschafft. Seit ich es nutze, bleibt der Notebook zu hause immer häufiger aus, weil ich einfach alles auch auf dem Tablet machen kann. Und ich wage zu behaupten, dass auch der eine oder andere meiner Kollegen mittlerweile über die Anschaffung dieses Tablets nachdenkt, insbesondere einige meiner Entwicklerkollegen sind davon doch sehr angetan 😉

Im Prinzip kann ich das Tablet als Ersatz für meinen Notebook bezeichnen, damit ist mein Setup wieder kompakter geworden, da jetzt nur noch Tablet mit Keyboard und Galaxy Note 2 mit auf Bloggerreisen gehen werden.

Eine Entscheidungshilfe beim Tabletkauf

bildcompDie Auswahl wird immer größer und gleichzeitig wird es damit immer schwerer, für sich das richtige Tablet zu finden.

Deshalb hier ein paar Fragen, die man sich stellen sollte und deren Antwort eine Entscheidungshilfe darstellen kann.

1) wann will ich es nutzen?
Soll es immer dabei sein, dann empfehle ich entweder ein Phablet, also eine Kreuzung aus Smartphone und Tablet, das meist ab 5 Zoll Bildschirmgröße beginnt, oder ein 7 Zoll Tablet.
Bei einem Einsatz hauptsächlich zu Hause rate ich zum 10 Zoll Gerät.

2) was will ich damit tun?
Geht es hauptsächlich um die Verwendung als EBook Reader und Surfstation, genügt ein günstiges 7 Zoll oder 10 Zoll Gerät um die 100 bis 150 Euro, will ich auch anspruchsvolle Spiele, sollte man um die 400 Euro investieren für ein gutes 7 oder 10 Zoll Gerät

3) Will ich hauptsächlich konsumieren oder mit dem Tablet auch arbeiten?
Wenn ich nur konsumiere, darf es auch ein Android oder IOS Tablet sein, das ohne physische Tastatur auskommt. Sollen aber auch längere Texte erstellt werden, so rate ich zu einem der immer häufiger erscheinenden Hybriden wie der Transformer Serie von Asus, bei der eine physische Tastatur als Dock fungiert, und die dann oftmals auch noch als Zusatzakku dient. Bin ich zudem auf meine vertraute Microsoft Office Umgebung fixiert, bleibt fast nur noch der Griff zum Windows 8 Tablet, es sei denn, ich bin bereit, unterwegs mit ein paar Einschränkungen und einer etwas anderen Umgebung zu leben, denn auch IOS und Android Tablets können Office Dokumente (mit Einschränkungen) verarbeitene.

4) Will ich eine bekannte Umgebung, oder lasse ich mich auch mal auf was neues ein?

Wenn ich nicht gerne neue Umgebungen nutze, dann sollte ich bei dem OS bleiben, das ich auch zu hause nutze.  Will sagen, als Mac User sollten sich die zwei IPad Varianten ansehen, Windows Nutzer die vielen verfügbaren Windows 8 Tablets. Schaue ich aber auch mal gerne über den Tellerrand gilt, einfach in einen Laden gehen, die verschiedenen Betriebssysteme  ausprobieren und zu dem greifen, das sich persönlich am besten anfühlt. Zumal man auch mit Android eine vollwertige Arbeitsumgebung inklusive Textverarbeitung, Bildbearbeitung etc. erhält.wpid-20130721_143845.jpg

5) Will ich selbst bestimmen, welche Software ich nutze, oder reicht mir das Portfolio des Herstellers der Hardware?

Wer sich ein IPad kauft, ist zwangsläufig an Apple gebunden und an dessen Appstore. Wer bei Android oder Windows 8 zugreift, kann zwar auch den hauseigenen Store nutzen, kann aber auch Software aus anderen Quellen installieren und wird nicht durch die interne Inhaltsprüfung des Herstellers beschränkt.

6) Will ich selbst Programme für das Tabet entwickeln?

Wenn nein, dann freie Auswahl, wenn ja, dann rate ich entweder zu Windows8 8 oder zu Android, die beide vielfältige Möglichkeiten bieten, kostenlos Software zu entwickeln. So gibt es für Android zwei frei verfügbare Entwicklungsumgebungen und Windows 8 kann, da darauf Java lauffähig ist mit freien Entwicklungsumgebungen wie Eclipse programmieren, aber auch mit anderen Programmiersprachen.

Letztlich empfehle ich persönlich für den mobilen Nutzer ein 7 Zoll Tablet ohne Vorgabe des Betriebssystems, für den Blogger oder Autor ein 10 Zoll Gerät mit Bluetooth oder Dockingtastatur und für den Entwickler ein 10 Zoll Windows 8 oder Android Tablet mit wahlweise Bluetooth oder Dockingtastatur.

Zum Schluß noch ein paar allgemeine Tipps. Nicht von Betriebssystemfanatikern, Werbung oder der Größe beeindrucken lassen sondern ehrlich hinterfragen, was man will und dann Testberichte studieren. Nur wenn ich ganz sicher das Tablet hauptsächlich zu hause nutze, sollte ich mir vor allem 10 Zoll Geräte ansehen.

Will ich unbedingt mit wenig Gepäck mobil sein, sollte ich mir auch die neue Kategorie der Phablets, also der Smartphones mit einer Bilddiagonale jenseits der 5 Zoll ansehen. Dort kann man auch sehr gut lesen und surfen, braucht aber nicht noch zusätzlich ein Tablet.

Und letztlich gilt, immer ausprobieren, und zu dem Greifen, womit man am schnellsten umgehen kann und das sich für einen persönlich richtig anfühlt.

Und nicht zwangsläufig das aktuellste Gerät kaufen. Dort sind die Einstiegspreise meist sehr hoch und erfahrungsgemäß verfallen sie in den ersten Monaten. Wir sind heute bei einer Qualität und Performanz angelangt, bei der auch das „Vorjahresmodell“ noch top Performanz liefert und für alle Anwendungen  mit Sicherheit ausreicht.

Und ein ganz persönlicher Rat: Wenn es ein Windows Tablet wird, Finger weg von Surface bzw. Windows RT Tablets. Damit kauft man sich nicht wirklich ein Windows Tablet sondern ein kastriertes System, das nur einen Bruchteil dessen bietet, was ein echtes Windows 8 Tablet kann.

Wer sich für IOS Geräte entscheidet muss sich darüber im Klaren sein, dass dann auch das Zubehör nur von Apple und für IOS Geräte funktioniert und somit einige Hardware, die man ggf. mit dem PC nutzt am Tablet nicht einsatzfähig ist.

Und will ich auch meine Fotos einfach aufs Tablet bringen, dann sollte ich zu einem Windows 8 oder Android Gerät greifen, und dabei darauf achten, dass ein externer SD oder Micro SD Slot verbaut ist.

Mobile Computing ist die Killertechnologie für Social Media

Das Smartphone macht uns nicht zu virtuellen Menschen sondern verknüpft uns real viel besser
Das Smartphone macht uns nicht zu virtuellen Menschen sondern verknüpft uns real viel besser

Ich weiß, etwas provokant die These. Aber ich denke, da steckt viel wahres drin. Denn so lange ich dazu gezwungen bin, meine Social Media Aktivitäten nur an „bestimmten Orten“ durchführen zu können, ist Social Media nicht integraler Bestandteil sondern getrennte Technologie. Das „Immer erreichbar“ Prinzip hat damit nicht unbedingt etwas zu tun. Vielmehr ist es das „immer sozial sein können“ Prinzip.

Denn Social Media funktioniert, entgegen der Meinung so manchen Social Media Kritikers eben nur dann wirklich gut, wenn ich es mit dem real sozial sein verknüpfen kann. Wenn ich auch mal von dem Konzert, bei dem ich gerade bin, von der Konferenz oder einfach nur in einer Auszeit, in der ich mich mit anderen austauschen möchte auch posten kann.

Das ist wohl der wichtigste Indikator dafür, dass die Trennung zwischen virtueller und realer Welt mittlerweile nur noch abstrakt in den Köpfen der Gesellschafts- und Technikkritiker steckt.

Wer lange mit Social Media vertraut ist merkt, wie es zu einem integralen Bestandteil eben auch der realen Welt wird. Mein Netzwerk nutze ich, um Fragen beantwortet zu bekommen, um herauszufinden, wo ich in einem bestimmten Ort am besten Essen gehe oder ins Kino, um mich sehr informell und einfach mit Bekannten in einer fremden Stadt treffen zu können und um mich über meine Interessen und Hobbies, aber auch meine Arbeit oder Forschung mit Menschen austauschen zu können. Es geht nicht darum, vor der realen in die virtuelle Welt zu flüchten, es geht darum, die reale Welt besser zu vernetzen, in dem man virtuelle Bande knüpft, die im realen Auswirkungen haben.

Wir alle tendieren dazu, in neuen Technologien zunächst eine Gefahr zu sehen, etwas, das alles schlechter werden lässt. Dabei übersehen wir viel zu oft die Chancen. Wer aber dauernd zum Wohle der anderen denkt und handelt tut nicht zwangsweise etwas für deren Wohl.

Nur weil ich selbst nicht damit zurecht komme, zwischen erreichbar sein, wenn ich will, und erreichbar sein, wenn andere wollen dies als Gefahr für alle zu sehen, ist ein ungültiger Schluss. Wie oft und wie sehr ich erreichbar bin, liegt und lag schon immer in meiner Verantwortung. Aber ich kann mich vernetzen, unabhängig von Zeit und Ort. Das ist die große neue Chance der Kombination mobiler Endgeräte und Social Media. Nicht umsonst erfolgen heutzutage mehr Zugriffe auf Social Media Portale von Smartphone oder Tablet als von Desktop PC oder Notebook.