Samsung und Google verschieben Launch Event des Nexus Prime wegen Steve Jobs Beerdigung?

Vermutlich, weil um den 11. Oktober die Beerdigung von Steve Jobs angesetzt ist, verschieben Samsung und Google den für diesen Tag geplanten Launch Event des Nexus Prime.

Eine sehr schöne Geste, wie ich finde, die zeigt, dass man in der Industrie auch mal anders mit einander umgehen kann, als nur auf einander draufzuhauen. Es ist zwar noch nichts bewiesen, aber die Begründung klingt für mich doch sehr danach.

Die offizielle Stellungnahme:

“Samsung and Google decide to postpone the new product announcement at CTIA Fall. We agree that it is just not the right time to announce a new product. New date and venue will be shortly announced.”

 

Update: Ehrlich gesagt hoffe ich mittlerweile, dass sie seine Beerdigung heimlich im kleinen Kreis stattfinden lassen. Wenn ich in den amerikanischen Medien lese, dass scheinbar ein radikaler Baptistenprediger dort demonstrieren will.

Da sieht man wieder mal, wer Anstand hat, und wer nicht..

 

Mein Wunsch für die IT der nächsten Generation? Macht sie sexy!

Was ist es, das Apple und seinen Erfolg auszeichnet? Und warum ist Apple für „echte“ IT Geeks oft ein rotes Tuch?

Eine Zeitung sollte auch auf einem Tablet ein "bekanntes" Interface haben, selbst wenn sie dynamisch erzeugt wird.

Weil die Geräte einfach „schön“ sind. Und zwar nicht nur, was die Hardware angeht, sondern auch die Software ist verspielter. Bücher blättern wirklich um. Scrollen läuft mit dem sogenannten Rubberband Effekt, also mit physikalischem Feedback.

Das ist es, was bis heute noch nicht bei allen Entwicklern angekommen ist. Der Durchschnittskunde ist KEIN ITler. Er will ein Gerät, das einfach funktioniert und dessen Bedienung er nicht erst intensiv erlernen muss. Und genau das hat Apple perfektioniert. Als ich das Simyo IPad2 Testgerät das erste Mal in Händen hielt, war mein erster Test folgender: Kann ich das IPad2 auch bedienen ohne eine Zeile der Bedienungsanleitung gelesen zu haben.

Und ja, das geht. Auch bei den erfolgreichen Android Tablets funktioniert genau das. Wenn wir  also in Zukunft Software und Hardware entwickeln, sollte endlich auch klar werden, dass die Entwickler nicht nur ihre tollen Algorithmen  im Auge haben sollten sondern mindestens ebenso viel Gewicht auf eine elegante, ansprechende und einfach zu bedienende Oberfläche gelegt werden muss. Ich erinnere mich an meinen Manager in meinen Tagen bei der IBM. Dort war  ich im Bereich interaktive Oberflächen für Lernsysteme tätig und er sagte stets. „Ob die Antwort auf eine Frage an das System von echten Menschen kommt, die sie irgendwo eintippen oder vom Computer ist dem Kunden letztlich egal. Wichtig für ihn ist, wie sieht die Schnittstelle aus.“ Recht hatte und hat er.

Wobei natürlich die Optimierung vor der Interface Software nicht halt macht. Es müssen auch  neue Konzepte her, mit den Geräten an sich zu interagieren. Noch immer wäre die angenehmste Form die gesprochene Sprache. Aber hier gibt es noch immer einige entscheidende Schritte zu machen, bevor solche Systeme die breite Masse erreichen dürfen.

Gestensteuerung ist ein anderer denkbarer Weg, wenn dieser auch vielleicht nicht in jedem Kontext sinnvoll ist. Schon die Anzugträger, die mit Bluetooth Headset im Ohr scheinbar mit sich selbst redend durch Parks oder Bürofluchten marschieren bewirken oft eher ein müdes bedauerndes Lächeln. Was erst, wenn plötzlich wild gestikulierende Menschen durch ebendiese Parks marschieren.

Tablets zwingen zu ganz neuen Interfaces und könnten der Start einer Zuwendung zur eigentlich wichtigen Nutzerschnittstelle werden.

Wir haben uns meiner Ansicht nach in den letzten Jahren viel zu wenig um die eigentlich wichtige Komponente jeder IT gekümmert, um die Schnittstelle. Aber die Tablets mit ihrem neuen Bedienkonzept zwingen quasi zum Umdenken. Und meiner Ansicht nach ist das noch lange nicht das Ende der Entwicklung.  Wir fangen gerade erst an.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das ZDF, der Twitteraccount und zwei Twitterer: Gutjahr enthüllt (fast)

Das Interview läuft, da wars aber noch ein Geheimnis (und ich musst mich ssssoooo beherrschen.. grins)

Gutjahr deckt auf (na ja, ich weiss es schon länger, liegt aber auch daran, dass ich Marco persönlich kenne). Diese Story müsst ihr lesen: Wer steckt hinter dem Twitter Account @zdfonline vom ZDF. Nicht etwa zwei Medienprofis sondern zwei „Amateurtwitterer“ die mal nicht stumpfsinnig abgemahnt wurden, sondern deren professionelle Schreibe wohl auch dem ZDF gefiel und die kurzerhand eingestellt wurden.

Was mir das zeigt? Wenn alte und neue Medien, wenn Community und Firmen nicht gegeneinander arbeiten, sondern sich aufeinander einlassen, können extrem fruchtbare Kooperationen entstehen.

Talente zeigen sich oft auf

verschlungenen Wegen. Man sollte und das meine ich eigentlich für viele Bereiche der neuen Technologien, lieber auf die abgelieferten Arbeiten als auf die Titel und Urkunden schauen. Manchmal finden sich dann kreative Köpfe, wo man sie am wenigsten vermutet ;)Für mich ist das ZDF mit dieser Story extrem im Ansehen gestiegen, oder was meint ihr?

 

Update: Was mir dabei auch noch auffällt. Wieder ein gutes Beispiel dafür, dass es mittlerweile in immer mehr Bereichen irrelevant wird, wo man arbeitet. Denn die Jungs haben das quasi in der digitalen Diaspora aufgezogen, nicht etwa in Berlin, München oder Frankfurt. Also wir sollten vielleicht viel mehr alte Zöpfe abschneiden, als wir bisher bereit sind. Mit Notebook und Internet Zugang lässt sich an sehr vielen Orten arbeiten.

Update: Danke des Blogs „Wiegold zwo“ stellt sich mir die Geschichte jetzt noch etwas anders dar. Es geht nicht so sehr um die Enthüllung, denn die war schon viel früher da, naemlich im Blog Adeffect „Vom privaten Twitterer zum ZDF Botschafter“ sondern es geht darum, wer die grösste Klappe und damit die Marktmacht hat. Gutjahr ist halt bekannt wie ein bunter Hund und insofern ist es da leicht, das ganze als Enthüllung darzustellen. Also ist es wieder mal weniger die Botschaft, sondern die Lautstärke, die zählt.

Wir sind Helden und die Bild, eine stilvolle Absage! : Update!

Wundervoll, das hat mir den Tag versüsst. Offensichtlich hat die Agentur, die für Bild diese unsägliche Werbung mit Prominenten macht, auch bei „Wir sind Helden“ angefragt. Das hat Judith Holofernes zum Anlaß genommen, mit einem Brief zu antworten. Aber mit WAS FÜR EINEM! Kompliment, lesenswert! Da der Server der Helden vor lauter Begeisterung der Community zusammengebrochen ist, hat auch das BildBlog den Brief veröffentlicht. Unbedingt lesen!

Update: Das Abschaumblatt schlägt zurück: Jetzt missbrauchen sie den Brief auch noch als Werbung. Mit Verlaub wie grosser Abschaum kann man denn eigentlich sein….