Die Lüge als Grundlage von Politik und Wirtschaft

Wir werden belogen. Ich hoffe, das ist für den einigermaßen informierten Leser nichts neues. Aber das Ausmaß und die Dreistigkeit finde ich erschreckend. (Hinweis in eigener Sache: Wer gerne und oft Sätze wie „Du siehst das viel zu eng“ oder „Das bildest du dir alles nur ein“ oder gar „Die Politiker wollen doch nur unser Bestes“ benutzt, der sollte jetzt mit dem Lesen aufhören)

Von der Werbung will ich mal gar nicht anfangen, die ja nie lügt, aber durchaus trickreich die Lüge als Halbwahrheit tarnt, und wirklich relevante Informationen einfach unter den Tisch fallen lässt. Da wird die Süssigkeit zum Fitness Snack mit der extra Portion Milch, da soll man Nahrungsergänzungsmittel kaufen in einem Land, dem es an vielem mangelt aber sicher nicht an vielfältiger, vitaminreicher und gesunder Nahrung, die man dann am ehesten findet, wenn man der Werbung  nicht glaubt.

Auch die Politik hat die Lüge zum Grundprinzip gemacht. zu Guttenberg hat uns das letztlich mit seiner Aneinanderreihung von Lügen über seine Doktorarbeit nur sehr stümperhaft vor Augen geführt. Auch die Lüge der Energiewende mit der angeblich notwendigen Verteuerung vertuscht vor allem, dass Unternehmen von vielem befreit werden, was der Bürger, der eigentlich Arbeitgeber der Politik tragen muss. Wirtschaft über alles, dafür ist jede politische Lüge recht.

Und auch der Abhörskandal der NSA zeigt, wie sehr man die Lüge bereits politisch verinnerlicht hat. Der Bürger soll sich nicht so haben, das in  den Medien sei doch alles aufgebauscht und Snowden ein Lügner. Bis zu dem Zeitpunkt an dem Big Mama Merkel abgehört wird. Plötzlich ist alles ein Skandal, aber man kann Snowden dennoch kein Asyl gewähren, weil man es sich ja mit Amerika nicht verscherzen dürfe. GELOGEN. Man will einfach nicht ehrlich genug sein, das ganze Ausmaß des Skandals in die Öffentlichkeit zu tragen, und die Lügen der letzten Jahre, vermutlich Jahrzehnte offenlegen.

Und da lügen uns die Golfplatzbewohner und Monsterdreckschleuderfahrer an, man könne einfach keine Tariferhöhungen jenseits der 5 Prozent bieten, da die Wirtschaft daran zu Grunde ginge und überhaupt hätte man ja so viele Sozialschmarotzer. Das sagen die, die sich Millionengehälter in den Rachen schieben und damit vermutlich die größten Sozialschmarotzer sind.

Ganz trickreich aber ist die Duldung einer Lüge, weil sie nutzt, weil sie ablenkt. Die Montagsdemos der Verschwörungstheoretiker mit ihren idiotischen Chemtrail Drohszenarien und dem dumpf/dummen rechten Gedankengut spielen Wirtschaft und Politik förmlich in die Hände. Denn im Zweifel lässt sich mit diesem Hintergrund jede Kritik an den Lügengebäuden von Wirtschaft und Politik entwerten, in dem man sie in die Nähe der Verschwörungstheorien drängt. Da wird uns Wasser, das mit etwas Glück den Schatten eines Wirkstoffs gestreift hat als teure und wirkungsvolle homöopathische Medizin verkauft, und wenn man dann berechtigte Zweifel aus wissenschaftlicher Sicht anbringt, sieht man sich einem durch Wirtschaftsinteressen angeheizten  Mob gegenüber, der einen beschimpft und bedroht. (Wobei, selbst in der echten pharmazeutischen Industrie gibt es solche Mobs bling gläubiger Menschen. Ich sage nur die Droge Ritalin).

Ach ja, und dann glauben tatsächlich noch viele, was in der Zeitung steht. Vor allem in dem Drecksblatt mit den vier Buchstaben. Dabei sind viele Medien nicht viel mehr als Geldverdienmaschinen, denen die Nachricht nur dann wichtig ist wenn sie Auflage und damit Geld bringt. Oder glaubt wirklich irgendwer, wir hier im Westen wären auch nur annähernd über die Geschehnisse in der Ukraine informiert worden? Oder im Irak, oder im Fall Snowden?  Die Politik der Spiele und des Brotes ist mittlerweile mithilfe der Lüge schon zur hohen Kunst geworden. Wie genial ist es zum Beispiel, während der Fussball WM (Spiele) alle möglichen unverschämten Gesetze zum Wohle der Wirtschaft durchzuwinken und sie hinterher als wichtig für den Bürger zu verkaufen?

Und es gibt noch viele solcher Lügen: Die Behauptung, man wolle Bildung, wo man nur Ausbildung will, die Behauptung, Hartz IV seie nötig, um Menschen zur Arbeit zu „bringen“, wo man eigentlich nur Geld für die eigenen unverschämten Gehälter haben will und dem Volk Vollbeschäftigung vorgaukelt in einer sich immer weiter automatisierenden Zeit in der eigentlich Arbeit immer mehr verschwindet und man längst über ganz andere gesellschaftliche Themen nachdenken sollte.

Und manche Lüge vergessen wir selbst offensichtlich, kaum haben wir sie einmal durchschaut. War da nicht diese Bankenkrise, ausgelöst durch riesige Lügengebäude von Investmentbanken und ihren angeblichen Speerspitzen der Finanzwelt. Da wurden Lügen in Derivate verpackt und uns vorgegaukelt, eine Bank habe Interesse an unserem Wohl und der Mehrung unseres Vermögens, wo es doch IMMER um die Mehrung des Vermögens von Bank und Shareholdern (ein anderes Wort für Schmarotzer) geht.

Und wer kennt nicht die herrlichen Baulügen in Stuttgart, Hamburg  und Berlin, die Jahr um Jahr mehr Geld verschlingen werden, angeblich zum Wohle von uns allen sind aber in Wirklichkeit doch nur ein paar wenigen Wirtschaftsunternehmen viel Geld einbringen werden und danach Kosten für den Staat und damit uns alle verursachen. (Moment, sorry, fast hätte ich gelogen, das tun sie ja jetzt schon dank solcher Topmanager und Experten wie Herrn Mehdorn und Konsorten)

Ein offener Brief von Nick Hanauer, einem Milliardär an seine wohlhabende Freunde zeigt jetzt schon, wo das alles hinführen kann (wer es lieber original hat, hier die Quelle). Dabei ist für  mich garnicht wichtig zu prüfen, wie echt der Brief an sich ist, mag er sogar gelogen sein. Er beinhaltet mehr Wahrheiten als alles, was die Politik so absondert. Denn er blickt zurück auf frühere gesellschaftliche Ungleichgewichte, entstanden durch die Lüge, dass Reiche immer reicher werden dürfen, ohne dass sie sich um den Rest der Gesellshaft sorgen.

Irgendwann werden die Mistgabeln auftauchen und der große abgehängte Rest wird aufstehen und zumindest für eine kurze Zeit mit zwar unschönen Mitteln aber dennoch wieder ein annäherendes Gleichgewicht herstellen. Wollen wir das? Oder wäre es nicht an der Zeit, etwas intelligenter zu agieren in einer Zeit, in der wir alle Möglichkeiten und Mittel an der Hand haben. Aber vermutlich nicht. Denn es gibt genug, die daran und an der Lüge vom zwingenden Status Quo sehr gut verdienen.

Also dann, lassen wir uns weiter belügen. Bis wieder die ersten Villen brennen. Denn eins ist gewiss. Je mehr uns Politik und Wirtschaft verunsichern, umso egaler ist uns irgendwann was noch wahr und was gelogen ist. Wenn es genügend Menschen schlecht genug geht, wird der Aufstand unabwendbar sein. Das konnten und können wir in anderen Ländern mit schlechterer wirtschaftlicher Situation beobachten. Nur vergessen offensichtlich zu viele Geldadlige, dass die Geschichte zeigt, dass oft der Adel zuerst dran war, wenn es ans Umverteilen ging.

 

 

Google, Apple, wir hatten vor den Falschen Angst

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Auch am Wahlergebnis war ablesbar: Die Überwachung ist wohl doch kein so wichtiges Thema für den Durchschnittsbürger

Google die Datenkrake, Apple will alles über uns wissen. Solche und ähnliche Klagen haben wir in den vergangenen Jahren zuhauf gehört und hören wir noch heute. Seltsam daran, darüber berichtet die Presse, das wird in der Bevölkerung diskutiert. Dabei ist das meiner Ansicht nach sehr kurzsichtig um nicht zu sagen falsch.

Googles Geschäftsmodell bedingt neben der Datenanalyse vor allem auch ein Vertrauensverhältnis mit dem Nutzer. Ja, Google analysiert was wir suchen, aber das wird abstrahiert. Denn sind wir doch mal ehrlich. Was bringt es mir für die Optimierung von Suchergebnissen, wenn ich genau weiß, was Peter Lustig sucht? Dann kann ich ja schon bei Peter Traurig noch mal von vorne mit der Datenerhebung beginnen.

Was viele ignorieren ist, dass die abstrahierten Surfverhalten von PersonenGRUPPEN für Google von viel größerem Interesse sind, als die einzelne Person. Und für andere Unternehmen wie Apple, Microsoft oder Yahoo gilt ähnliches.

Das ist auch der Grund, warum ich die Wut der großen Player auf die NSA für durchaus ehrlich halte. Denn genau das, was man Google et al immer vorwirft, die einzelnen Nutzer auszuspionieren hat die NSA gnadenlos gemacht. Inwieweit da die Unternehmen wirklich freiwillig  mitgeholfen haben, kann ich natürlich nicht sagen, ich gehe aber stark davon aus, dass hier oftmals auf die eine oder andere Art Druck ausgeübt wurde.

Seltsam nur, wie wenig dieses Thema in der Öffentlichkeit behandelt wird, wie wenig Druck auf die Politik gemacht wird und wie ignorant die meisten Bürger damit umgehen. Statt auf die Barrikaden zu gehen gegen eine Spionage, die WIRKLICH in das Privatleben jedes einzelnen eingreift, wird weiter auf die Datenkraken Google und sonstige gebasht. Man sieht wieder einmal, was populistisch auch durch die Medien ausschlachtbar ist, das wird kolportiert, wo es aber an die wirklich relevanten Themen geht, die auch mit eigenen Maßnahmen und direkteer Einflussnahme auf die Politik geändert werden könnten, da wird der brave Michel plötzlich ganz still.

Auf Google schimpfen geht immer, da glaubt man ja, dass nur Geld dahintersteckt und die sind ja wie wir alle durch die Medien brav gelernt haben sowieso böse.

Warum funktioniert dies aber nicht bei den eigentlich bösen? Warum regen sich so wenige WIRKLICH über die Machenschaften von NSA und Co auf? Weil damit zu befassen wirkliches Interesse voraussetzt anstelle schlichten nachgeplappers dessen, was die eigene Peergroup meint.

Und das ist den meisten dann doch zu anstrengend.

Amüsant am Rande, dass jetzt der „oberste Sprecher“ aller Blogger das Internet für kaputt erklärt. Und damit kommt er an. Denn was kaputt ist, ist ja eigentlich unsere Gesellschaft, aber das würde ja… richtig, wieder heißen, man müsste sich selbst so seine Gedanken machen. Da ist dieses böse Internet doch viel einfacher als Schuldiger auszumachen. Das neumodisch Zeug wollte die Mehrheit ja eh noch nie (weil sie es nicht begreifen will).

Der Erfolg von Social Media ist der Misserfolg der Realität

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Auch Barcamps und deren wachsender Erfolg zeigen den Wandel hin zu Zusammenarbeit jenseits von Hierarchien

Immer wieder behaupten Gegner von Social Media, das sei ja nur ein Trend, eine Mode, das ginge wieder vorbei. Ich behaupte, Social Media wird gerade durch unseren Alltag zum Erfolge verdammt. Immer weniger Menschen können in Berufen arbeiten, die sie erfüllen, die sie in der alltäglichen Arbeit einen höheren Sinn sehen lassen. Unser Leben wird immer mehr durch Vorschriften, Regularien und Misswirtschaft einiger weniger eingeengt und überwacht.

Da ist Social Media quasi eine Art neuer Gegenbewegung, die es ermöglicht, jenseits von öffentlichen Vorgaben, Hierarchien oder Denkmustern sich auszutauschen, Ideen, neue Gedanken und Erfahrungen zu teilen. Nicht umsonst begann der wahre Hype um Social Media Plattformen wie Twitter oder Facebook stets mit Fehlentwicklungen in der „realen Welt“. Zensursula oder die Revolution in Ägypten sind hier nur einige Beispiele. Wo die öffentliche Diskussion sich in polemischen Allgemeinplätzen von Managern und Politikern erschöpft, wo sich der Mensch nur noch als verplanbare Humanressource oder als Last (Hartz IV Bittsteller) erlebt, da sucht er zwangsläufig nach einem Gegenmodell.

Und gerade die Vernetzung über soziale, institutionelle und Ländergrenzen hinweg lässt neue Wege entstehen, sich jenseits der Massenmedien mit ihren platten, oft politikfreundlichen oder inhaltsleeren Nachrichten auszutauschen, und der Erfolg alternativer Nachrichtendienste wie Huffingtonpost oder propublica zeigt, dass die Vernetzung in sozialen Medien keineswegs ein Trend sondern vielmehr Ausdruck eines Bedürfnisses nach Sinn, nach Austausch und offener, gleichberechtigter Diskussion ist.

Während im TV die immer gleichen Fratzen von Talkshow zu Talkshow wandern um ihre zuvor geplanten Phrasen zu dreschen ohne auch nur ein Jota auf den Moderator, das Thema oder die Disputanten einzugehen, bildet sich im Netz eine Gegenöffentlichkeit, die frei, offen und auch kontrovers Inhalte diskutiert und oftmals die „reale Öffentlichkeit“ damit zu Reaktionen beeinflußt.

Und während die Mehrheit der Unternehmen Social Media als Kommunikationskanal mit dem Kunden auf Augenhöhe immer noch ignoriert und plumpe Werbephrasen über ihr ach so tolles Produkt in die Welt hinausposaunt konterkarieren diverse Webplattformen und Social Media Aufregungswellen (Shitstorms sagt man ja nicht mehr) genau dies auf den dummen Konsumenten zielende Werbung und fordern einen Dialog auf Augenhöhe und echte Information, ethischere Unternehmen, menschenwürdige Produktionsbedingungen.

So lange die „Reale Welt“ weiterhin dem einzelnen gegenüber so ignorant ja manchmal gar verletzend agiert, so lange Politiker und Manager dem Profit mehr huldigen als dem Bürger, so lange wird Social Media wachsen und gedeihen. Also vermutlich auch die nächsten Jahrzehnte.

Mein Fundstück der Woche: Miro Jennerjahn führt die NPD vor

Tja, liebe NPDler, man sollte sich schon etwas bilden, bevor man völligen Blödsinn blubbert. Die NPD wollte Anglizismen aus der deutschen Sprache verdammen, tja, aber das ist halt nicht so trivial wie die NPD sich das vorstellt: Vielen Dank Miro Jennerjahn dafür, dass sie der NPD gezeigt haben, dass nicht alles so einfältig lösbar ist.
Die Feder ist manchmal halt doch mächtiger, als das Schwert!

Hier das Video zum goutieren 😉

 

re:publica Tag 2, Bloggers Notes

Heute morgen #webicity Frühstück unter mit vielen anderen Social Media Geeks, Experten, Usern, Technikleuten zum Thema Social Media im Unternehmen. Viele neue Erkenntnisse und gute neue Kontakte. Dann wieder rein in die Sessions, beginnend mit Social Media Measuring, was allerdings komplett überlaufen war, dafür aber umso kontroverser. Hier die ersten Notizen. Auch für Tag 2 gilt. Erst findet ihr hier meine „Raw notes“ die ihr verwenden dürft, wie auch immer ihr wollt. Ich werde selbst nach der re:publica dann nochmal zusammenfassend meine Erkenntnisse und Kommentare zu einzelnen Sessions posten.

Also los, here is the raw stream of information:

Vortrag 1: Social Media Measurements – AG Social Media

Social Media wird mit Indikatoren gemessen (noch), die gar nicht zum Medium passen.
Werbung in Social Media ist eigentlich keine Werbung, oder darf keine sein.
Menschen sind auf Produktforen, weil das Produkt sie interessiert.

Währung des Social Media, entwickelt durch Social Media AG sm-ag.de
Kontakt wird in Deutschland anders gemessen als im Rest der Welt. Zählpixel der IVW… Grundlage der Währung aber komplett kontraproduktiv für Social Media.
Telefoninterviews helfen noch gerade so für grobe Measurements aber heruntergebrochen auf Content wird es sehr problematisch. Social Media ist in dieser Beziehung zu granular, es interessiert z.B. die Reichweite eines einzelnen Posts.
Panels als Weg für Measurements.
Reichweite der Seite durch Pixels. Danach aber, Reichweite in der Konversation. Wird gepostet und geantwortet? reichweite zweiter Ordnung….
Das wichtige ist die Beobachtung der Kommunikation, nicht des Postings an sich.
Messung des Wertes der Person in Social Media.. Bin ich ein Influencer???

Jetzt heisse Diskussion wie zum Beispiel viel negativer Zugriff noch sinnvoll bewertet werden kann.

Vortrag 2: Wir sind Urheber Till Kreutzer

Die Mehrheit im Saal hält das aktuelle Urheberrecht nicht mehr für geeignet, der Referent auch. Die Digitalisierung und das Internet haben die Anforderungen grundlegend verändert.

Kreativität verändert sich in Richtung einer Remix Culture

Kreativität entsteht heute mehr und mehr auf Grundlage schon existierender Schöpfung

Fremde Werke als Basis für etwas neues.

Alle kreativen Inhalte ständig und überall verfügbar.

Es entstehen völlig neue kreative Techniken und alte werden weiterentwickelt

All rights reserved widerspricht dem Remixing Prinzip

Wir verändern Kreativität weg von der individuellen hin zur kollektiven Kreativität. Das Schaffen eines Werkes wandelt sich vom one to many zu einem many to many. Alle machen mit…

Die neue Generation nutzt, was verfügbar, dass es rechliche Konventionen gibt, wird nicht verstanden und/oder nicht akzeptiert, dadurch massenhafte Verstöße. Nicht befolgte Rechte sind aber kontraproduktiv und insofern überholt.

Nach Kreutzer steht das Urheberrecht vor einem Kollaps und muss eu gedacht werden. Anstelle grosser Reform nur kleine Kosmetik

Im Prinzip stehen wir im Moment an der Position „Urheber sind Verbrecher“ nicht Raubkopierer sind Verbrecher“

Wer kreativ tätig wird, begeht meist Urheberrechtsverletzungen, wenn er veröffentlichn will.

Beispiele:

Campbell Dosen von Andy Warhol….
Ebenson Mickey Mouse

Bunnies do Scream von Misterlingo

Sampling von Musik verschwand wegen einer Urheberrechtsklage…

Das geltende Urheberrecht trägt den gesellschaftlichen Wandlungen nicht ausreichend Rechnung

Das Recht ist zu kompliziert, setzt zu viele Hürden.

Das widerspricht den Interessen der Allgemeinheit, der Infovermittler und der Urheber selbst.

Das Gros der Urheber profitiert überhaupt nicht von einer Ausweitung des Urheberrechts. Die meisten Urheber übertragen ihre Rechte sowieso an einen Verwerter.

Die einzigen, die vom aktuellen Urheberrecht profitieren, sind die Verwerter NICHT die Urheber!!!!!!

Wir brauchen ein Urhebervertragsrecht um die echten Urheber zu schützen und den Zwang zur Abtretung der Urheberschaft abzumildern.

Behauptung, Urheberrecht schafft Anreiz zum kreativen Schaffen ist widerlegt. Sie Open Source, Social Media, Web 2.0

Der Schutz von Geschäftsmodellen ist NICHT Aufgabe des Urheberrechts!!

Wir brauche endlich eine Debatte um ein gänzlich neues Urheberrecht. Wir alle sind Urheber und daher eine Anpassung

Handlungsempfehlungen:

Legalisierung von digitalen Kulturpraktiken der remix Culture durch neue Richtlinie auf eu Ebene

Orientierung an der amerikanischen „Fair Use Doctrin“

Perspektivisch. Die Fehler sind systemimanent, wir brauchen einen ganz neuen Ansatz!

Schaffung eines regulatorischen Rahmens, der alle Interessen gleichwertig berücksichtigt.

Verwerter UND Urheber müssen gleichberechtig sein!

Vortrag 3: Daniel Domscheit Berg: Openleaks

(Wikileaks reloaded)

Whistleblowing has great social potential, and it is needed more than ever cause many things happen in secrecy but we need to know.
But it is more than just cablegate. Its not only about big releases but even more the small ones. Corruption in small towns, small cooperations are as important as the big ones…

It is a very responsible topic to deal with

Cause you have raw information without an editorial process so you have to make sure it is authentic AND true.

This dictates the rules…..

Thus it requires a lot of ressources with ethics, standards, expertise and scalability

The important thing, the ressources are available now!!

We have to use them efficient, not reinvent the wheel.

Basic Lessons:
Leaks require context!
Its not our community it is the normal tv watcher that needs to know.
We need projects to join in and spread the word. But they face the exclusivity dilemma, they only publish if they do it exclusive.

The distribution of leaks is just a service. No political agenda no target to reach. Just a delivery service.

The service must be neutral as much as possible.

Power corrupts so we need standards, clear roles and responsibilities.

Such an endeavour requires basic funding…..

OpenLeaks offers something similar to a digital dropbox, you can an anonymously deliver data.

It must provide security for the source as well as the partners

NGOs, media and alike entities must have access to it unrelated to the financial ressources they have.

The problem is about the operational costs

So the idea is shifting part of the costs to the cooperating partners.

Openleaks creates a community of entities with sometimes conflicting interests.

The idea is providing basic security but also synergy effects

The toolbox provided consists of

secure document submission system
flexibly adaptible to the needs of partners
Synergy by sharing documents within the system
as decided by source

Tools for secure document screening, verification and analysis
and collaboration

read/write for partners to receive and publish
read only for some more to publish

OpenLeaks will enable anonymous sources to submit info secuerly to about 100 different orgas.

50:50 split of partners and ngos.
Document flow and distribution can be defined by the source.

The alpha will be launched with our first set of six partners

The public will have a say in the final partners compilation Openleaks wants to work with partners the community trusts.

Vortrag 4:
Some news about flattr
Flattr in different languages
you will be able to flattr anything in may

You can directly flattr but it will stay anonymous

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Nachmittag
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Vortrag 5 Gunter Dueck Das Internet als Gesellschaftsbetriebssystem

Der Vortrag ist eigentlich fast nicht notierbar, da eine amüsante Tour de Force durch diverse Themen.

Aber er beginnt mit Themen rund um Copyright, als „Opfer“ allerdings nicht ernsthaft

Das wertvolle könnte im Internet stecken und nicht in unserem Kopf (Wissen ausgelagert)

In Sackbahnhöfen gibts wenigstens Internet

Die Wohngebiete ohne Internet werden unattraktiv, ebenso die Wohngebiete

Wir brauchen nicht MBit sondern jetzt schon #GBit damit die neuen Techniken überhaupt implementiert werden können.

Infrastrukturen des Staates

Bankberater: Ich will diesen Aktienfond…. Aber wir haben nen hauseigenen

Industrialisierung der Berufe
„IQ“ ist im Internet!

Wissen wir mehr als ein „frisch Gesurfter“?

Industrialisierung der Dienstleistungen kostet gute Jobs

Wanted: Professionals mit EQ, Energie, Verkaufstalent, Sinn für Sinn und Attraktivität, Liebe zum Kunden

Flachbildschirmrückseitenberatung

Die Welt scheidet sich in Professioals und Unprofessionals

Lehrer müssen in Zukunft nicht mehr Kästchenrechnen sondern Pädagogik können…

Wir brauchen keine normale „Amateuerintelligenz“ mehr.
Die neuen Intelligenzen werden wichtiger.

Maximal 1/3 ist professionell. Es liegt daran, dass sie sich „komisch benehmen“.

Das nächste Zeitalter geht nicht mehr um Wissen sondern um andere Skills.
Professionalisierung bedeutet „Persoenlichkeitserziehung!!“

Wir sind der neue „Durchschnitt“ wir müssen die Führung übernehmen!!

Vortrag 6: Panel Medienkompetenz

Lernen für die Gesellschaft der Zukunft

Gute Diskussion aber eigentlich waren nur moderne Lehrer da und nicht diejenigen, die eigentlich gehört hätten werden müssen.

Vortrag 7: Übermorgen.tv

Der Sixtus präsentiert die neue Konzepte des ZDF wie der Elektrische Reporter reloaded.

Der elektrische Reporter war ein Konzept, um aus der Unterhaltung mit intelligenten Menschen einen Beruf zu machen.

der Reporter ist unter der creative commons license… Remixing wenn nicht kommerziell ist erlaubt.

Netzpolitik, Kultur etc. wird eingehen in den elektrischen Reporter

Hyperland und elektrischer Reporter bestehen weiter. Hyperland als Blog der Heute Seite.

Elektrischer Reporter auf ZDF Info, im Blog, im Netz, auf YouTube

Der elektrische Reporter / ZDF Kulturkanal wird ihn in „Marker“ einbauen.

Das kleine Fernsehspiel, neues Projekt: Wer rettet Dina Foxx als crossmediales Format über alle Medienkanäle hinweg.

Leider viel Werbung, wenig Diskussion eher Werbung zu den neuen Formaten.

Abends dann noch mit dem Taxi zur Invite only : NetSchelterhaus Tech Influencer Party ins Sage Restaurant. Ausgesprochen delikates Essen, sehr gute Gespräche und neue Kontakte. Danke Sascha für das Soziale der Media 😉 Für die Hin- und Rückfahrt nutzte ich Taxis, die ich mit der neu für Berlin verfügbaren App MyTaxi buchte, einer App, über die ich morgen nochmals getrennt bloggen werde.

OpenLeaks will enable anonymous sources to submit info secuerly to about 100 different orgas.

50:50 split of partners and ngos.
Document flow and distribution can be defined by the source.

The alpha will be launched with our first set of six partners

The public will have a say in the final partners compilation Openleaks wants to work with partners the community trusts.

Vortrag 4:
Some news about flattr
Flattr in different languages
you will be able to flattr anything in may

You can directly flattr but it will stay anonymous

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Nachmittag
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Vortrag 5 Gunter Dueck Das Internet als Gesellschaftsbetriebssystem

Der Vortrag ist eigentlich fast nicht notierbar, da eine amüsante Tour de Force durch diverse Themen.

Aber er beginnt mit Themen rund um Copyright, als „Opfer“ allerdings nicht ernsthaft

Das wertvolle könnte im Internet stecken und nicht in unserem Kopf (Wissen ausgelagert)

In Sackbahnhöfen gibts wenigstens Internet

Die Wohngebiete ohne Internet werden unattraktiv, ebenso die Wohngebiete

Wir brauchen nicht MBit sondern jetzt schon #GBit damit die neuen Techniken überhaupt implementiert werden können.

Infrastrukturen des Staates

Bankberater: Ich will diesen Aktienfond…. Aber wir haben nen hauseigenen

Industrialisierung der Berufe
„IQ“ ist im Internet!

Wissen wir mehr als ein „frisch Gesurfter“?

Industrialisierung der Dienstleistungen kostet gute Jobs

Wanted: Professionals mit EQ, Energie, Verkaufstalent, Sinn für Sinn und Attraktivität, Liebe zum Kunden

Flachbildschirmrückseitenberatung

Die Welt scheidet sich in Professioals und Unprofessionals

Lehrer müssen in Zukunft nicht mehr Kästchenrechnen sondern Pädagogik können…

Wir brauchen keine normale „Amateuerintelligenz“ mehr.
Die neuen Intelligenzen werden wichtiger.

Maximal 1/3 ist professionell. Es liegt daran, dass sie sich „komisch benehmen“.

Das nächste Zeitalter geht nicht mehr um Wissen sondern um andere Skills.
Professionalisierung bedeutet „Persoenlichkeitserziehung!!“

Wir sind der neue „Durchschnitt“ wir müssen die Führung übernehmen!!

Vortrag 6: Panel Medienkompetenz

Lernen für die Gesellschaft der Zukunft

Gute Diskussion aber eigentlich waren nur moderne Lehrer da und nicht diejenigen, die eigentlich gehört hätten werden müssen.

Vortrag 7: Übermorgen.tv

Der Sixtus präsentiert die neue Konzepte des ZDF wie der Elektrische Reporter reloaded.

Der elektrische Reporter war ein Konzept, um aus der Unterhaltung mit intelligenten Menschen einen Beruf zu machen.

der Reporter ist unter der creative commons license… Remixing wenn nicht kommerziell ist erlaubt.

Netzpolitik, Kultur etc. wird eingehen in den elektrischen Reporter

Hyperland und elektrischer Reporter bestehen weiter. Hyperland als Blog der Heute Seite.

Elektrischer Reporter auf ZDF Info, im Blog, im Netz, auf YouTube

Der elektrische Reporter / ZDF Kulturkanal wird ihn in „Marker“ einbauen.

Das kleine Fernsehspiel, neues Projekt: Wer rettet Dina Foxx als crossmediales Format über alle Medienkanäle hinweg.

Leider viel Werbung, wenig Diskussion eher Werbung zu den neuen Formaten.

Abends dann noch mit dem Taxi zur Invite only : NetSchelterhaus Tech Influencer Party ins Sage Restaurant. Ausgesprochen delikates Essen, sehr gute Gespräche und neue Kontakte. Danke Sascha für das Soziale der Media 😉 Für die Hin- und Rückfahrt nutzte ich Taxis, die ich mit der neu für Berlin verfügbaren App MyTaxi buchte, einer App, über die ich morgen nochmals getrennt bloggen werde.

Cybermobbing und warum Seitenindizierung keine Lösung ist.

Wieder ein populistisches Thema. Jetzt will die Regierung „Lästerseiten“ sperren oder indizieren lassen. Als ob das, was schon bei Kinderpornographie nicht hilft bei Cybermobbing funktionieren würde. Sicher, die liebe Frau Guttenberg und mit Sicherheit auch der Kinderschutzbund werden auf das Thema wieder anfliegen wie die Schmeissfliege auf die Fliegenfalle. Aber es hilft den Opfern keinen Millimeter. Denn zum einen sind die Seiten nicht weg, sondern immer noch im Netz.

Was aber viel schwerer wiegt. Wer glaubt, Cybermobbing wäre nur virtuell, der irrt gewaltig. Cybergemobbte Kinder werden oft auch real gemobbt, denn nur Cybermobbing würde keinen Sinn machen, wenn das Mobbingopfer nicht im persönlichen Umfeld angesiedelt wäre und somit das Mobbing auch real stattfinden kann. Aber wie bei Kinderpornographie ist hier der Politik nicht an wirklichen Lösungen gelegen, die wieder mehr Personal, höhere Kosten, mehr Engagement gegen Mobbing und für die Opfer bedeutet. Nein, schon wieder wird der Sichtschutz hervorgeholt, der vemeintlich hilft, in Wirklichkeit aber nur die Täter schützt, die nun nicht verfolgt werden, sondern deren Opfer nur wieder für die Allgemeinheit aus dem Blickfeld geraten.

Man meint, es läge Kinderschutzorganisationen etwas am Wohl der Kinder. Bis man sieht, mit welch hilflosen und zum Teil opferschädigenden Methoden hier Populismus betrieben wird.

Helft den Opfern, fast die Mobbingtäter anstelle wieder nur an die Wählerstimme und den Spendenfluß zu denken!

Update: Ein interessanter Artikel zu dem Thema mit einem ähnlichen Tenor wie ich ihn vertrete findet sich bei ZEIT-Online:CYBERMOBBING
Die Schmähungen sind wie ein Tattoo

Das Internet als Gewissen und Protokollant der politischen Kaste

Was gerade sehr akut auffällt. Das Internet wird vermehrt als Ressource genutzt um der Politik den Spiegel vor zuhalten. Wahlkampfaussagen, Politikerreden, Recherchen von Fernsehmagazinen aus der Vergangenheit, all das wird wieder ausgegraben und belegt, dass vieles was heute im Angesicht der Fukushima Katastrophe plötzlich aus Angst vor der Wählerstimme vorgebracht wird, nichts als leere Worthülsen sind. Dass exakt diejenigen, die nun betroffen auf die Opposition zeigen und ihr Stimmungsmache vorwerfen genau das mit diesem scheinheiligen Moratorium tun. Wenn die drei Monate vorüber sind, UND die wichtigsten Wahlen, wird wieder zur Tagesordnung zurückgekehrt, man will sich ja nicht die Atomlobby gegen sich aufbringen.

Die Politik ist durchschaubar geworden, und das auch durch das Crowdsourcing vieler, die alte Versprechen, alte Aussagen von Politikern wieder ausgraben und somit viele der aktuellen Betroffenheitsaussagen als das darstellen, was sie sind. Lügen und Fähnchen in den Wind drehen.

Frau Aigner, ich wusste ja garnicht, daß Facebook gesundheitschädlicher ist als Dioxin!

In einem Interview mit dem Tagesspiegel meint Frau Aigner mal wieder, sie müsse sich nicht um wichtige Themen kümmern, sondern wieder mit ihrem ablenkenden Facebook Bashing weitermachen:

Verbraucherministerin Aigner
„Ich halte Facebook für problematisch“

Tja, Facebook ist halt als Gutmenschennebelkerze hervorragend geeignet. Die Mehrheit der Bundesbürger versteht dieses ganze Internet sowieso nicht und würd dieses böse Ding eh am liebsten abschalten, da kann man gerne mal populistisch und inkompetent wie Frau Aigner draufhauen. Sie sollte sich mal um die wirklich wichtigen Dinge kümmern, die die Gesundheit der Bürger betreffen. Aber da stecken ja mächtige Konzernlobbies dahinter, die in Deutschland ihre Lobbyisten haben und deshalb natürlich alles tun, damit sie auch nach solchen Skandalen wieder so weiter machen können wie bisher.
Ich wünsche mir endlich, daß Politiker wieder Politik für Bürger machen, nicht für Kernkraftwerksbetreiber, Hotelbesitzer und Lebensmittelkonzerne, die uns chemische Cocktails als gesunde Lebensmittel verkaufen.

Gehe deshalb gleich mal wieder zu meinem kleinen Bauern ums Eck, der nichts anderes als Grünfutter füttert und zu unserem regionalen Bauernmarkt, der gentechnikfreie Produkte aus der Region verkauft.

Mit Verlaub Frau Aigner, ihre Art wie sie Prioritäten setzen halte ich für viel problematischer. So lange unsere Lebensmittelqualität nicht vernünftig überwacht wird, sollten manche Politiker vielleicht zu anderen Themen erst mal die Klappe halten. Die Gesundheit von mir und meiner Familie hat gefälligst stets gewährleistet zu sein, zumal in einem Land, das sich so mit seinen angeblichen Erfolgen brüstet!

Aber sie sind ja nicht alleine. So lange es noch weitere Kapazitäten wie Herrn Ramsauer gibt, die anstelle sich für eine vernünftige, nachhaltige und am Bürger orientierte Verkehrspolitik einzusetzen glauben, sie müssten die deutsche Sprache retten brauche ich mir Gott sei Dank keine Gedanken machen, dass sich in relevanten Bereichen etwas verbessert. Wer braucht schon Straßenbahnen, Züge und vernünftigen öffentlichen Nahverkehr, so lange die Autolobby noch so mächtig ist?

Ach und zum Abschluß. Man sollte nicht so großartig gegen Facebook schimpfen, wenn man andererseits der US Regierung das Ausspähen der Bankkonten von Bundesbürgern erlaubt und die Vorratsdatenspeicherung für ALLE Bundesbürger einführen will, ohne dass ich da mein Veto einlegen oder nicht dran teilnehmen kann. Schon mal was von dem Satz „Mit zweierlei Maß messen“ gehört?