Dieter Hildebrandt, Crowdfunding und Stoersender

Dieter Hildebrandt unterstützt ein Crowdfunding Projekt von Stefan Hanitzsch? Das klingt nicht nur spannend, das ist es auch. stoersender.tv plant, im nächsten Jahr auf Sendung zu gehen mit einem Programm auf Sendung zu gehen, aber lassen wir die Initiatoren selbst zu Wort kommen, Zitat:

Eine Spielwiese für Störenfriede, die sich nicht abfinden wollen – das ist der Störsender.

stoersender.tv will nächstes Jahr 20 Mal ein TV-Magazin produzieren, in dem Dieter Hildebrandt regelmäßig auftritt.

Extremisten nimmt der Störsender aufs Korn, Politiker auf den Arm. Gestört wird durch diese Kampagnenplattform jeder, der sich dafür aufdrängt. Und zwar von Allen.
Und jeder kann dank startnext Teil der Idee werden. Dazu einfach unten auf die Info klicken. Ich bin dabei, ihr auch?



Der Messenger von Microsoft macht dicht. Umzug zu Skype am 15. März

Wie Microsoft in einer Massenmail (die mir witzigerweise wohl in meinem Spam Filter verloren gegangen ist) ankündigt, werden zum 15. März die bestehenden Accounts zum neu erworbenen Dienst Skype migriert und der Messengerservice (abzüglich China) dann geschlossen, so berichtet das Magazin T3N.

Nun bin ich schon seit mehreren Jahren bei Skype aktiv und zwar mit der gleichen EMail Adresse, insofern bin ich gespannt, ob dieser Umzug auch wirklich problemlos funktioniert und vor allem, ob Microsoft auch die Möglichkeit bietet, nach dem Umzug bestehende Accounts zu migrieren.

Netzgemüse, eine Leseempfehlung für verantwortungsbewußte UND moderne Eltern

Netzgemüse, ein Buch für Eltern, die nicht nur verbieten, sondern kompetent erziehen wollen

Ja, Manfred Spitzer regte und regt mich auf. Als Wissenschaftler, weil er mit extrem unwissenschaftlichen Verhaltensmustern Diskussionpartner niederbrüllt, als „Digital Resident“, weil ich nicht nur ob der Gefahren, sondern auch ob der Chancen des Netzes weiß. So geht es aber wohl nicht nur mir, sondern auch Tanja und Johnny Haeusler, die mit „Netzgemüse: Aufzucht und Pflege der Generation Internet
„ein Buch auf den Markt gebracht haben,  das wirklich aus der Sicht von Eltern berichtet, die zwar durchaus technologisch verständiger sein mögen als der Durchschnitt und vor allem als ein Herr Spitzer, die aber andererseits mit den gleichen erzieherischen Fragen zu kämpfen haben wie wir alle, die wir als Eltern zwischen verbieten und erlernen, zwischen der Angst vor dem Schmutz im Netz und dem Wissen ob der intellektuellen und kreativen Möglichkeiten hin und her gerissen sind.

Von Chat über Facebook bis hin zu Youtube präsentieren die Haeuslers nicht nur die Grundlagen der Dienste, ohne dabei zu sehr ins technische abzurutschen, sie stellen sich auch den Fragen nach dem korrekten Umgang, nach der Dosierung des Mediums. Und immer wieder zeigen sie, das Medienkompetenz durchaus und unbedingt ein wichtiges Thema ist. Und das es manchmal gar so ist, dass die „Jugend“ mehr Medienkompetenz aufweist, als wir ihr landläufig zutrauen.

Wer auch immer Kinder hat, die ins Alter kommen, in dem der Wunsch nach einem Smartphone, einem Facebook Account oder dem Zugang zum Internet generell sich stellt, und wer nicht so dumm ist, sein eigenes Unwissen darüber mit einem strengen Verbot zu kaschieren (was ja schon zu unserer Zeit eher die Attraktivität des Verbotenen gesteigert hat), dem kann ich „Netzgemüse“ nur dringend empfehlen.

Und ganz nebenbei schreiben Tanja und Johnny auch noch in einem sehr lesbaren und amüsanten Schreibstil.

Danke euch zwei für dieses längst überflüssige Buch. Ihr solltet es Manfred Spitzer schenken. Aber das wird er ja nicht lesen. Passt ja nicht in sein Weltbild 😉

Alle anderen aber, die sich der Zukunft stellen wollen, die nicht nur aus einer Position der Schwäche, der Vorurteile und der Angst erziehen möchten, holt euch dieses Buch, es wird euch ein guter Begleiter sein, um gemeinsam mit euren Kindern die unglaublichen Möglichkeiten des Netzes zu entdecken,ohne die Gefahren zu ignorieren!

Ein Werbeproxy fürs Hausnetz

Hab gerade wieder mal ein meiner Ansicht nach längst überfälliges Konzept auf Kickstarter unterstützt. Einen Proxy, den man in jedes beliebige Netzwerk einklinken kann und der dann automatisch jegliche Art von Internet-Werbung filtert. Für mich ist die im Netz geschaltete Werbung schon seit langem eher eine Mischung aus Ärgernis und intellektueller Beleidigung und ich filtere sie nun schon seit mehreren Jahren auf jedem Endgerät. Nur musst ich dazu bislang auf jedem Gerät den Adblocker selbst einrichten bzw. auf den Smartphones diese sogar zuvor rooten. Das alles gehört mit Adtrap der Vergangenheit an.

Adtrap ist eine kleine Box, basierend auf Linux, die sich als Werbeproxy zwischen Internet und die Geräte im Hausnetz schaltet. Einmal eingebunden, werden für alle Endgeräte die Werbeschaltungen automatisch geblockt. Dafür muss keines der Endgeräte extra umkonfiguriert werden, da die Filterung quasi „out of the box“ funktioniert. Jedem, der an herkömmlicher Hinausschreiwerbung im Internet Geld verdient, wird das ganze ein Grauen sein, aber ich finde es eine sehr gute Sache, da ich schon seit längerem predige, dass wir das Ende der klassischen Marktschreierei zu Gunsten eines echten Dialogs auf Augenhöhe erleben.

Das Hausnetzwerk und PCs kindersicher machen, eine Anleitung

Die Filter sind hochgefahren

Da mein letzter Artikel auf unerwartet grosses Echo stieß und auch angemerkt wurde, es wäre doch sinnvoll, einen Howto Artikel zu schreiben hier nun eine Beschreibung, wie ich unser Familiennetzwerk kindgerecht gestaltet habe.

Zunächst aber ein paar klärende Worte.
Zum einen. DAS sichere Internet für Kinder gibt es nicht. Wer will, kann immer auch Dinge sehen, die für ihr/sein Alter nicht geeignet sind. Aber als Elternteil sehe ich mich in der Pflicht, zumindest den Rahmen abzustecken und dafür zu sorgen, dass nicht versehentlich irgendwelcher Müll erscheint.
Alles weitere ist keine Frage der Absicherung sondern der Erziehung. Und der Handhabung des Mediums. Wer meint, seinem Kind schon mit 10 oder 8 Jahren einen eigenen Fernseher ins Kinderzimmer zu stellen, der hat schon hier ein Problem mit der Medienkompetenz. Für mich gilt, ein PC macht für das Kind im eigenen Zimmer frühestens Sinn, wenn es in eine weiterführende Schule kommt. Und dann sollte es nicht unbedingt der SpielePC sein. Unsere Lösung: Netbooks mit Linux und einer externen Tastatur sowie externem Monitor. Das reicht für die Internet Recherche und das schreiben von Texten und Mails. Mehr ist da auch nicht nötig. Und wenn ein Spielecomputer im Haus ist, dann unter der elterlichen Kontrolle, will sagen, ich als Elternteil kann SEHEN, was meine Kinder am Computer spielen und wann.

Nun aber zu unserer Netzwerklösung. Wir nutzen einen Zugang von 1und1 und haben deshalb auch eine Fritzbox 7270. Um nun Inhalte, die nicht für Kinder geeignet sind, fahre ich eine Doppelstrategie. Die Fritzbox bietet an sich schon einen Jugenschutzfilter, den ich aktiviere und der es mir ermöglicht, zum einen die Onlinezeiten einzelner Rechner im Netzwerk festzulegen, zum anderen auch via Blacklist oder Whitelist Inhalte zu filtern. Zusätzlich kann man dann auch noch die in Windows integrierte Kindersicherung nutzen. Was der eigene WLan Router anbietet, ist meist in der Anleitung beschrieben und mit wenigen Klicks eingerichtet.
Der nächste Schritt für mich lautete, etwas Geld investieren und einen Premium Account bei OpenDNS besorgt. Damit erhält man zwei neue DNS Adressen (also Adressen von Servern, die die Namen von Webseiten in die passenden IP Adressen umwandeln, also www.zumbeispiel.de in 192.124.22.1 oder ähnlich). Bei OpenDNS heißen die beiden Server Adressen

208.67.222.222
208.67.220.220

Der Zugriff auf das Internet lässt sich auch zeitlich kontrollieren.

Diese trägt man, so das im eigenen WLan Router möglich ist, anstelle der dort eingestellten DNS Server ein.
Wie man das bei einer Fritzbox in der Fritzbox selbst am besten macht, beschreibt folgende Anleitung sehr gut. Das hat zugleich den Vorteil, dass auch etwaige mobile Endgeräte, die über den Router ins Internet gehen, damit den OpenDNS Proxy verwenden.

Wem das zu kompliziert ist, eine Umstellung ist auch am entsprechenden Rechner selbst möglich. Eine Beschreibung für alle gängigen Betriebssysteme bietet unter anderem der CCC.
Auf www.opendns.com kann man dann je nachdem, ob man etwas ausgeben will oder nicht entweder die Parental Controls aktivieren, die dann entsprechende Inhalte ausfiltern, oder sich einen Account kaufen, der dann noch andere Features bietet wie abgestufte Filterung, Auswertungen und weitere Features.

Generell rate ich, keinen ADMIN Account fürs Kind, guten Virenscanner, hier lohnt sich definitiv der Kauf und klare Zeiten festlegen. Und ein Spielcomputer hat im Kinderzimmer nichts verloren.

Das ist eigentlich alles, was es braucht, um das hauseigene Netz FÜR DEN ANFANG sicher zu machen. Wichtiger noch, wie ich oben erwähnt habe ist aber Erziehung, zum einen im Umgang mit dem Medium Internet, zum anderen auch Aufklärung darüber, was man im Netz findet, warum man als Eltern das nicht gut findet und warum das das Kind nicht sehen darf/soll. Denn spätestens mit dem Verlassen der eigenen vier Wände greift maximal noch das, was man als Elternteil seinem Kind über den richtigen Umgang mit dem Internet vermittelt hat.

Update: Die neuesten Firmware Updates unserer Fritzbox bieten jetzt auch direkt im normalen Fritzbox Menü die Möglichkeit, alternative DNS Server einzurichten, damit entfällt für die neue Firmware Version natürlich der komplizierte Weg über Telnet.

 

Die Grünen und das Internet. Die wollen uns umarmen.

Komisch, warum hat der neue Beschluß der Grünen zum Internet für mich nur einen komischen Beigeschmack.

Vielleicht, weil parallel gerade Grüne beweisen, wie wenig sie immer noch die Mechanismen des Internet verstanden haben, und einen Shitstorm heraufbeschwören, indem sie mit eben jener Abmahnquelle drohen, die gerade die Netzgemeinde eben nicht akzeptabel findet? So sieht Glaubwürdigkeit wirklich nicht aus, liebe Grüne. Und auch die Versuche, modern zu wirken waren eher hilflos, wenn man Apps auf den Markt wirft, die  nur auf eine ganz bestimmte Community abzielen, und dabei ignoriert, dass gerade auch hier Empfindlichkeiten existieren.

Euer Wille zur Veränderung gut und schön, aber solche Formulierungen wie “

Die Frage, wie und in welcher digitalen Zukunft wir demokratisch zusammenleben wollen, wie wir die neuen Herausforderungen, die mit zunehmender Digitalisierung und der Verbreitung des Internets entstehen, angehen und lösen möchten, gilt es jetzt zu beantworten. Wir als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nehmen uns dieser Fragen seit über einem Jahrzehnt leidenschaftlich an, die öffentliche Diskussion wird seit Jahren auch von grünen Stimmen mitgeprägt. „

finde ich eher peinlich, denn genau DAS habt ihr eben nicht getan, sonst wären die Piraten nicht so erfolgreich und ihr nicht so gnadenlos durchgefallen.

Seid ehrlicher mit uns, gebt auch mal Defizite zu, statt euch genau in jenen Formulierungen zu suhlen, die Politik für die Mehrheit der Bürger unglaubwürdig haben werden lassen.

Ihr habt die Themen rund um Datenschutz, Urheberrecht und Netzneutralität genauso verschlafen, wie der Rest des „klassischen“ Parteienspektrums. Alternativ und zukunftsorientiert sind jetzt leider andere. DAS solltet ihr verarbeiten, statt euch immer noch als die alternativen Rebellen in der digitalen Welt zu gerieren.

 

Das Internet macht dumm, nicht dumm, dumm, nicht dumm

 

„Internet macht vielleicht doch nicht dumm!“ schreibt die ZEIT. Ach, natürlich nicht! Eine Technik an sich kann weder dumm, noch schlau machen. Wenn überhaupt, dann ihre Anwendung. Und warum um Himmels Willen sollte das Internet dumm machen? Der Mensch hat in der Geschichte schon mal eine Kulturtechnik entwickelt, die Wissen aus seinem Kopf auslagerte. Man nannte und nennt das Buch. Und offensichtlich sind wir wirklich dümmer geworden, haben keine neuen Erfindungen gemacht, sind nicht zum Mond geflogen, haben keine Computer entwickelt.

Es geht nie darum, ob eine Technologie verdummt, es geht darum, ob der Mensch Wissen intelligent anwendet, ob er schlussfolgern und intelligente Schlüsse ziehen kann. Ich erinnere mich an mein Studium und die Hilflosigkeit der Studenten, die mit ihren super Zeugnissen plötzlich vor einer Wand standen. Sie konnten nicht mehr einfach auswendiglernen, bekamen den Stoff nicht zum Auswendiglernen vorgelegt, sondern sollten sich Wissen erarbeiten. Damit hatte ich überhaupt keine Probleme, weil das für mich schon immer das Spannendste war. Aber so mancher Einser Kandidat wollte schier daran verzweifeln.

Meiner Ansicht nach ist dieses Gerede vom Verdummen des Internets eine Schutzbehauptung all jener, die schon immer Schwierigkeiten mit neuem hatten, die sich nicht wirklich gerne verändern, die ihr Weltbild möglichst lange aufrechterhalten wollen. Sonst müsste ja eigentlich auch jeder Brockhaus zur Verdummung der Menschheit geführt haben.

Ich verdumme nur dann, wenn ich mich entscheide, mich nicht mehr weiterentwickeln zu wollen. Für mich ist aber gerade das Netz und die IT die grösste neue Möglichkeit, mich weiterzubilden. Ich habe Zugriff auf riesige Datenmengen, die für mich extern gespeichert sind, die ich nicht mehr memorieren muss, aus denen ich aber Schlüsse ziehen, Erkenntnis gewinnen kann.

All ihr Kulturpessimisten, wettert nur weiter gegen das Internet. Wir nutzen es derweil, um uns weiterzuentwickeln und intelligenter zu handeln.

Wobei es natürlich für verschiedene Institutionen ausgesprochen ärgerlich ist, wenn der Mensch sich plötzlich unabhängig von Kontrollinstanzen informieren kann. Das haben wir schon früher erlebt, denn der Buchdruck war ein echtes Ärgernis für die Kirche, da sie jetzt nicht mehr mit verlogenen Drohszenarien die Menschen kontrollieren konnte. Schliesslich konnten jetzt ja, oh schlimm, die Menschen das Herrschaftswissen hinterfragen und die Lügen entlarven. Ähnliches passiert auch heute, ich sage nur: Gutenplag.

Oder wie ein altes chinesisches Sprichwort sagt:

Es gibt Menschen, die Fische fangen, und solche, die nur das Wasser trüben.

Lasst uns Fische fangen, während die ganzen Kritiker immer noch mit Wasser trüben beschäftigt sind.

Update: Lustig auch: Spiegel Online behauptet zur selben Studie, das Internet mache vergesslich, so viel zum Thema Qualitätsjournalismus. Leider muss ich sagen, der Artikel zeigt offensichtlich, dass hier nicht wirklich genau gelesen wurde. Schade, so schürt man Vorurteile. Aber wir reden ja von professionellem Journalismus, da kann ich als Blogger ja nur vor Ehrfurcht die Klappe halt: NOOOOOT!

 

re:publica Tag 2, Bloggers Notes

Heute morgen #webicity Frühstück unter mit vielen anderen Social Media Geeks, Experten, Usern, Technikleuten zum Thema Social Media im Unternehmen. Viele neue Erkenntnisse und gute neue Kontakte. Dann wieder rein in die Sessions, beginnend mit Social Media Measuring, was allerdings komplett überlaufen war, dafür aber umso kontroverser. Hier die ersten Notizen. Auch für Tag 2 gilt. Erst findet ihr hier meine „Raw notes“ die ihr verwenden dürft, wie auch immer ihr wollt. Ich werde selbst nach der re:publica dann nochmal zusammenfassend meine Erkenntnisse und Kommentare zu einzelnen Sessions posten.

Also los, here is the raw stream of information:

Vortrag 1: Social Media Measurements – AG Social Media

Social Media wird mit Indikatoren gemessen (noch), die gar nicht zum Medium passen.
Werbung in Social Media ist eigentlich keine Werbung, oder darf keine sein.
Menschen sind auf Produktforen, weil das Produkt sie interessiert.

Währung des Social Media, entwickelt durch Social Media AG sm-ag.de
Kontakt wird in Deutschland anders gemessen als im Rest der Welt. Zählpixel der IVW… Grundlage der Währung aber komplett kontraproduktiv für Social Media.
Telefoninterviews helfen noch gerade so für grobe Measurements aber heruntergebrochen auf Content wird es sehr problematisch. Social Media ist in dieser Beziehung zu granular, es interessiert z.B. die Reichweite eines einzelnen Posts.
Panels als Weg für Measurements.
Reichweite der Seite durch Pixels. Danach aber, Reichweite in der Konversation. Wird gepostet und geantwortet? reichweite zweiter Ordnung….
Das wichtige ist die Beobachtung der Kommunikation, nicht des Postings an sich.
Messung des Wertes der Person in Social Media.. Bin ich ein Influencer???

Jetzt heisse Diskussion wie zum Beispiel viel negativer Zugriff noch sinnvoll bewertet werden kann.

Vortrag 2: Wir sind Urheber Till Kreutzer

Die Mehrheit im Saal hält das aktuelle Urheberrecht nicht mehr für geeignet, der Referent auch. Die Digitalisierung und das Internet haben die Anforderungen grundlegend verändert.

Kreativität verändert sich in Richtung einer Remix Culture

Kreativität entsteht heute mehr und mehr auf Grundlage schon existierender Schöpfung

Fremde Werke als Basis für etwas neues.

Alle kreativen Inhalte ständig und überall verfügbar.

Es entstehen völlig neue kreative Techniken und alte werden weiterentwickelt

All rights reserved widerspricht dem Remixing Prinzip

Wir verändern Kreativität weg von der individuellen hin zur kollektiven Kreativität. Das Schaffen eines Werkes wandelt sich vom one to many zu einem many to many. Alle machen mit…

Die neue Generation nutzt, was verfügbar, dass es rechliche Konventionen gibt, wird nicht verstanden und/oder nicht akzeptiert, dadurch massenhafte Verstöße. Nicht befolgte Rechte sind aber kontraproduktiv und insofern überholt.

Nach Kreutzer steht das Urheberrecht vor einem Kollaps und muss eu gedacht werden. Anstelle grosser Reform nur kleine Kosmetik

Im Prinzip stehen wir im Moment an der Position „Urheber sind Verbrecher“ nicht Raubkopierer sind Verbrecher“

Wer kreativ tätig wird, begeht meist Urheberrechtsverletzungen, wenn er veröffentlichn will.

Beispiele:

Campbell Dosen von Andy Warhol….
Ebenson Mickey Mouse

Bunnies do Scream von Misterlingo

Sampling von Musik verschwand wegen einer Urheberrechtsklage…

Das geltende Urheberrecht trägt den gesellschaftlichen Wandlungen nicht ausreichend Rechnung

Das Recht ist zu kompliziert, setzt zu viele Hürden.

Das widerspricht den Interessen der Allgemeinheit, der Infovermittler und der Urheber selbst.

Das Gros der Urheber profitiert überhaupt nicht von einer Ausweitung des Urheberrechts. Die meisten Urheber übertragen ihre Rechte sowieso an einen Verwerter.

Die einzigen, die vom aktuellen Urheberrecht profitieren, sind die Verwerter NICHT die Urheber!!!!!!

Wir brauchen ein Urhebervertragsrecht um die echten Urheber zu schützen und den Zwang zur Abtretung der Urheberschaft abzumildern.

Behauptung, Urheberrecht schafft Anreiz zum kreativen Schaffen ist widerlegt. Sie Open Source, Social Media, Web 2.0

Der Schutz von Geschäftsmodellen ist NICHT Aufgabe des Urheberrechts!!

Wir brauche endlich eine Debatte um ein gänzlich neues Urheberrecht. Wir alle sind Urheber und daher eine Anpassung

Handlungsempfehlungen:

Legalisierung von digitalen Kulturpraktiken der remix Culture durch neue Richtlinie auf eu Ebene

Orientierung an der amerikanischen „Fair Use Doctrin“

Perspektivisch. Die Fehler sind systemimanent, wir brauchen einen ganz neuen Ansatz!

Schaffung eines regulatorischen Rahmens, der alle Interessen gleichwertig berücksichtigt.

Verwerter UND Urheber müssen gleichberechtig sein!

Vortrag 3: Daniel Domscheit Berg: Openleaks

(Wikileaks reloaded)

Whistleblowing has great social potential, and it is needed more than ever cause many things happen in secrecy but we need to know.
But it is more than just cablegate. Its not only about big releases but even more the small ones. Corruption in small towns, small cooperations are as important as the big ones…

It is a very responsible topic to deal with

Cause you have raw information without an editorial process so you have to make sure it is authentic AND true.

This dictates the rules…..

Thus it requires a lot of ressources with ethics, standards, expertise and scalability

The important thing, the ressources are available now!!

We have to use them efficient, not reinvent the wheel.

Basic Lessons:
Leaks require context!
Its not our community it is the normal tv watcher that needs to know.
We need projects to join in and spread the word. But they face the exclusivity dilemma, they only publish if they do it exclusive.

The distribution of leaks is just a service. No political agenda no target to reach. Just a delivery service.

The service must be neutral as much as possible.

Power corrupts so we need standards, clear roles and responsibilities.

Such an endeavour requires basic funding…..

OpenLeaks offers something similar to a digital dropbox, you can an anonymously deliver data.

It must provide security for the source as well as the partners

NGOs, media and alike entities must have access to it unrelated to the financial ressources they have.

The problem is about the operational costs

So the idea is shifting part of the costs to the cooperating partners.

Openleaks creates a community of entities with sometimes conflicting interests.

The idea is providing basic security but also synergy effects

The toolbox provided consists of

secure document submission system
flexibly adaptible to the needs of partners
Synergy by sharing documents within the system
as decided by source

Tools for secure document screening, verification and analysis
and collaboration

read/write for partners to receive and publish
read only for some more to publish

OpenLeaks will enable anonymous sources to submit info secuerly to about 100 different orgas.

50:50 split of partners and ngos.
Document flow and distribution can be defined by the source.

The alpha will be launched with our first set of six partners

The public will have a say in the final partners compilation Openleaks wants to work with partners the community trusts.

Vortrag 4:
Some news about flattr
Flattr in different languages
you will be able to flattr anything in may

You can directly flattr but it will stay anonymous

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Nachmittag
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Vortrag 5 Gunter Dueck Das Internet als Gesellschaftsbetriebssystem

Der Vortrag ist eigentlich fast nicht notierbar, da eine amüsante Tour de Force durch diverse Themen.

Aber er beginnt mit Themen rund um Copyright, als „Opfer“ allerdings nicht ernsthaft

Das wertvolle könnte im Internet stecken und nicht in unserem Kopf (Wissen ausgelagert)

In Sackbahnhöfen gibts wenigstens Internet

Die Wohngebiete ohne Internet werden unattraktiv, ebenso die Wohngebiete

Wir brauchen nicht MBit sondern jetzt schon #GBit damit die neuen Techniken überhaupt implementiert werden können.

Infrastrukturen des Staates

Bankberater: Ich will diesen Aktienfond…. Aber wir haben nen hauseigenen

Industrialisierung der Berufe
„IQ“ ist im Internet!

Wissen wir mehr als ein „frisch Gesurfter“?

Industrialisierung der Dienstleistungen kostet gute Jobs

Wanted: Professionals mit EQ, Energie, Verkaufstalent, Sinn für Sinn und Attraktivität, Liebe zum Kunden

Flachbildschirmrückseitenberatung

Die Welt scheidet sich in Professioals und Unprofessionals

Lehrer müssen in Zukunft nicht mehr Kästchenrechnen sondern Pädagogik können…

Wir brauchen keine normale „Amateuerintelligenz“ mehr.
Die neuen Intelligenzen werden wichtiger.

Maximal 1/3 ist professionell. Es liegt daran, dass sie sich „komisch benehmen“.

Das nächste Zeitalter geht nicht mehr um Wissen sondern um andere Skills.
Professionalisierung bedeutet „Persoenlichkeitserziehung!!“

Wir sind der neue „Durchschnitt“ wir müssen die Führung übernehmen!!

Vortrag 6: Panel Medienkompetenz

Lernen für die Gesellschaft der Zukunft

Gute Diskussion aber eigentlich waren nur moderne Lehrer da und nicht diejenigen, die eigentlich gehört hätten werden müssen.

Vortrag 7: Übermorgen.tv

Der Sixtus präsentiert die neue Konzepte des ZDF wie der Elektrische Reporter reloaded.

Der elektrische Reporter war ein Konzept, um aus der Unterhaltung mit intelligenten Menschen einen Beruf zu machen.

der Reporter ist unter der creative commons license… Remixing wenn nicht kommerziell ist erlaubt.

Netzpolitik, Kultur etc. wird eingehen in den elektrischen Reporter

Hyperland und elektrischer Reporter bestehen weiter. Hyperland als Blog der Heute Seite.

Elektrischer Reporter auf ZDF Info, im Blog, im Netz, auf YouTube

Der elektrische Reporter / ZDF Kulturkanal wird ihn in „Marker“ einbauen.

Das kleine Fernsehspiel, neues Projekt: Wer rettet Dina Foxx als crossmediales Format über alle Medienkanäle hinweg.

Leider viel Werbung, wenig Diskussion eher Werbung zu den neuen Formaten.

Abends dann noch mit dem Taxi zur Invite only : NetSchelterhaus Tech Influencer Party ins Sage Restaurant. Ausgesprochen delikates Essen, sehr gute Gespräche und neue Kontakte. Danke Sascha für das Soziale der Media 😉 Für die Hin- und Rückfahrt nutzte ich Taxis, die ich mit der neu für Berlin verfügbaren App MyTaxi buchte, einer App, über die ich morgen nochmals getrennt bloggen werde.

OpenLeaks will enable anonymous sources to submit info secuerly to about 100 different orgas.

50:50 split of partners and ngos.
Document flow and distribution can be defined by the source.

The alpha will be launched with our first set of six partners

The public will have a say in the final partners compilation Openleaks wants to work with partners the community trusts.

Vortrag 4:
Some news about flattr
Flattr in different languages
you will be able to flattr anything in may

You can directly flattr but it will stay anonymous

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Nachmittag
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Vortrag 5 Gunter Dueck Das Internet als Gesellschaftsbetriebssystem

Der Vortrag ist eigentlich fast nicht notierbar, da eine amüsante Tour de Force durch diverse Themen.

Aber er beginnt mit Themen rund um Copyright, als „Opfer“ allerdings nicht ernsthaft

Das wertvolle könnte im Internet stecken und nicht in unserem Kopf (Wissen ausgelagert)

In Sackbahnhöfen gibts wenigstens Internet

Die Wohngebiete ohne Internet werden unattraktiv, ebenso die Wohngebiete

Wir brauchen nicht MBit sondern jetzt schon #GBit damit die neuen Techniken überhaupt implementiert werden können.

Infrastrukturen des Staates

Bankberater: Ich will diesen Aktienfond…. Aber wir haben nen hauseigenen

Industrialisierung der Berufe
„IQ“ ist im Internet!

Wissen wir mehr als ein „frisch Gesurfter“?

Industrialisierung der Dienstleistungen kostet gute Jobs

Wanted: Professionals mit EQ, Energie, Verkaufstalent, Sinn für Sinn und Attraktivität, Liebe zum Kunden

Flachbildschirmrückseitenberatung

Die Welt scheidet sich in Professioals und Unprofessionals

Lehrer müssen in Zukunft nicht mehr Kästchenrechnen sondern Pädagogik können…

Wir brauchen keine normale „Amateuerintelligenz“ mehr.
Die neuen Intelligenzen werden wichtiger.

Maximal 1/3 ist professionell. Es liegt daran, dass sie sich „komisch benehmen“.

Das nächste Zeitalter geht nicht mehr um Wissen sondern um andere Skills.
Professionalisierung bedeutet „Persoenlichkeitserziehung!!“

Wir sind der neue „Durchschnitt“ wir müssen die Führung übernehmen!!

Vortrag 6: Panel Medienkompetenz

Lernen für die Gesellschaft der Zukunft

Gute Diskussion aber eigentlich waren nur moderne Lehrer da und nicht diejenigen, die eigentlich gehört hätten werden müssen.

Vortrag 7: Übermorgen.tv

Der Sixtus präsentiert die neue Konzepte des ZDF wie der Elektrische Reporter reloaded.

Der elektrische Reporter war ein Konzept, um aus der Unterhaltung mit intelligenten Menschen einen Beruf zu machen.

der Reporter ist unter der creative commons license… Remixing wenn nicht kommerziell ist erlaubt.

Netzpolitik, Kultur etc. wird eingehen in den elektrischen Reporter

Hyperland und elektrischer Reporter bestehen weiter. Hyperland als Blog der Heute Seite.

Elektrischer Reporter auf ZDF Info, im Blog, im Netz, auf YouTube

Der elektrische Reporter / ZDF Kulturkanal wird ihn in „Marker“ einbauen.

Das kleine Fernsehspiel, neues Projekt: Wer rettet Dina Foxx als crossmediales Format über alle Medienkanäle hinweg.

Leider viel Werbung, wenig Diskussion eher Werbung zu den neuen Formaten.

Abends dann noch mit dem Taxi zur Invite only : NetSchelterhaus Tech Influencer Party ins Sage Restaurant. Ausgesprochen delikates Essen, sehr gute Gespräche und neue Kontakte. Danke Sascha für das Soziale der Media 😉 Für die Hin- und Rückfahrt nutzte ich Taxis, die ich mit der neu für Berlin verfügbaren App MyTaxi buchte, einer App, über die ich morgen nochmals getrennt bloggen werde.