Wie Brancheninsider Eldar Murtazin vermeldet, will Samsung zum Unpacking Event im April oder Mai eine eigene Version einer Brille ähnlich Google Glass vorstellen.
Unwahrscheinlich ist das nicht, da offensichtlich neben Smartwatches die Technologie einer Brille, die als externes Display für ein Smartphone fungiert auf großes Interesse stößt. Warten wir ab, was Samsung da plant und ob das dann ausgereifter sein wird, als Google Glass.
Immerhin hat der Kopf hinter Samsungs Galaxy Gear, Pranav Mistry in seiner Zeit an der Universität an einem neuen Interface auf der Basis eines Beamers und Gesten gearbeitet, das sicher als Grundlage für eine etwas andere Art einer Computerbrille dienen könnte. Anbei das Video zur Vorstellung von sixthsense.
Als gäbe es nicht jetzt schon diverse Möglichkeiten, aufzuzeichnen. Google Glass und der Datenschutz.
Google Glass ist noch nicht mal auf dem Markt, schon regt sich Widerstand und es wird nach dem Datenschutz gefragt. Das paradoxe daran, es fragen genau jene, die sonst keine Probleme damit haben, den Bürger zu überwachen, Bewegungsprofile zu erstellen, Kameraüberwachung auch präventiv einzuführen.
Warum aber haben sie mit Technologien wie Google Glass ein Problem?
Nun, ganz klar. Hier verliert der Staat auch ein Stück die Kontrolle. Bzw. die Unternehmen. Denn sobald Technologie verschwindet und genutzt werden kann, um sich zu vernetzen jenseits von Hierarchien und Kontrollmechanismen, verliert der Kontrollierende die Oberhoheit über Information und Wissensaustausch. Das ist meiner Ansicht nach einer der Hauptgründe, warum speziell in Deutschland Social Media gerade in Unternehmen und der Öffentlichkeit noch immer nicht wirklich ernst genommen wird. Diejenigen, die daraus Nutzen ziehen könnten bekommen von den Medien immer wieder vorgegaukelt, dass Social Media doch alles von einem preis gibt (ja, aber nur das, was man auch online stellt) und diejenigen, deren Position vor allem von einer gewissen Wissenshoheit lebt, erkennen insgeheim, dass Social Media zu einer Demokratisierung der Information führt und letztendlich ganze Hierachieebenen überflüssig werden lässt. So zeigt gerade die große und mächtige Open Source Bewegung, dass komplexe Systeme durchaus auch stark durch Vernetzung und ohne viele Hierarchieebenen funktionieren können.
Bei Google Glass Bedenken wegen des Datenschutzes zu haben ist etwa so albern, wie Videokameras und Photoapparate zu verbieten, weil man mit ihnen ja auch etwas aufnehmen kann. Und dass man die aufgenommenen Daten direkt auswerten kann, das ist auch jetzt schon mit jedem Smartphone möglich. Es geht vielmehr darum, dass bestimmte Ebenen jetzt immer mehr die Kontrolle verlieren darüber, was der Bürger weiß und kann.
Aber aufhalten wird man das ganze nicht können. Das ist der große Vorteil der hierarchiefreien Vernetzung.
Zu Google Glass gibt es übrigens auch eine Blogparade, zu der ich diesen Artikel jetzt beitrage.
Ich weiß, alle sind im Fieber, im Google Glass Fieber. Die Brille, die Google wohl noch in diesem Jahr auf den Markt bringen wird, lässt Fachpresse und Geeks jubeln.
Dennoch sehe ich in der JETZIGEN Form für die Brille keinen Markt. Und ich sehe dafür vor allem zwei Gründe.
Zum einen ist das ganze noch zu klobig. Es sieht zwar stylisch aus, ist aber kein Device, das ich auf Dauer tragen möchte.
Zum anderen ist die Technologie noch viel zu sichtbar. Ganz ehrlich, ähnlich den Businesskaspern mit ihren Headsets, weil sie ja so wichtig sind wird es wohl zu Beginn nur eine sehr kleine Gruppe von Menschen sein, die sich freiwillig diese Brille aufsetzt. Dazu müsste sie sich viel mehr in das gewohnte Bild einer Brille integrieren.
Aber das heißt nicht, dass ich in der etwas ferneren Zukunft Google Glass nicht große Chancen einräume. Im Gegenteil. Wird die Technologie noch mehr verschwinden, kann ich mir Google Glass als valide zukünftige Interaktionsplattform anstelle des Smartphones vorstellen. Denn machen wir uns im Moment nicht alle darüber lustig, wie viele Menschen mit gebeugtem Kopf durch die Fußgängerzonen taumeln, den Blick aufs Display ihres Smartphones gerichtet und fast gegen Masten oder Bäume rennen? Hier könnte eine zukünftige Designerversion von Google Glass den Markt revolutionieren. Aber dazu fehlt noch eines. Die Technik muss verschwinden.
Das nenn ich mal ne Live Demo. Auf der Google IO Konferenz konnten die Besucher live miterleben, wie Google Glass tragende Fallschirmspringer auf dem Dach des Konferenzgebäudes landen, wie Biker dann zum Rand des Daches fahren und sich dort wiederum Menschen mit Seilen abseilen. Absolut brilliant und ohne einen Absturz oder Fehler. Für mich DIE Demo des Jahres!
Aber seht selbst:
Aber auch die weiteren Demos waren wirklich beeindruckend:
Das Nexus 7 kommt mit einem hochauflösendem 7-Zoll-Display für 199 Dollar.
Die neue Nexus Q Kugel, ein Multimediadevice mit NFC Anbindung.
Google Now. Der Sprachassistent von Google, der auch vorausschauend denken soll und nicht nur reine Antworten geben.
Es gibt erste Live Aufnahmen von Larry Page bei einer ersten Präsentation eines frühen Stadiums von Google Glass!
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