Auch die National Geographic Society nutzt Crowdsourcing

Nachdem ich vor kurzem bereits moonzoo und andere Projekte aus dem Zooniverse vorgestellt habe, jetzt eine neue spannende Anwendung von Crowdsourcing: Mongolia, Valleys of the Khans sucht Freiwillige, die im Rahmen des Crowdsourcing helfen, auf Satellitenaufnahmen historische Objekte zu finden. Das ist für mich immer wieder eine Chance, mein Interesse an Wissenschaft und Forschung im realen Einsatz in den Dienst der guten Sache zu stellen. Schon direkt nach meinem Studium habe ich sowohl zwei Wochen meines Urlaubs als auch über tausend Euro investiert, um damals bei einem Projekt der Earthwatch Gesellschaft bei der Beobachtung von Walen und Delphinen in der irischen See zu helfen. Bis heute verbinde ich mit dieser Expedition ganz besondere Erlebnisse, ganz besondere Menschen, die aus allen Teilen der Welt zusammen gekommen sind, um einem Wissenschaftler zu helfen,Wale und Delphine zu schützen. Und wir durften aktiv mitarbeiten, nicht als „Wasserträger“ sondern mit allen klassischen Mitteln der Forschung! Ich bin immer wieder mit Begeisterung dabei wenn es darum geht, wissenschaftlich zu arbeiten, jenseits von Profitdenken und Return of Investment 😉

Das Bild vom Wissenschaftler und warum wir normale Menschen sind

Eine schöne Geschichte habe ich bei Astrodicticum Simplex enteckt: Kinder stellen fest: Wissenschaftler sind ganz normale Menschen
Dort wird berichtet, dass Kinder die Wissenschaftler am Fermilab besuchen durften und über ihr Bild vom Wissenschaftler zuvor und danach befragt wurden. Schöne Geschichten, die da herauskamen.
Als Wissenschaftler find ich das schon deshalb amüsant, weil viele in meinem Umfeld gar nicht wissen, daß ich Wissenschaftler bin, bzw. denken, als Wissenschaftler müsste man an einer Universität oder einem Labor arbeiten. Wissenschaftler zu sein, ist aber vielmehr eine Geisteshaltung, eine Einstellung zum Leben. Es beinhaltet die Lust Fragen zu stellen, nach Antworten zu suchen, sich selbst und seine Arbeit immer wieder zu hinterfragen.
Es bedingt, dass man offen ist für neue Ansichten, daß man Freude an Wissen und Fakten hat. Schon deshalb bin ich auch Skeptiker, weil wir heute in einer Zeit leben, in der erstaunlicherweise Technophobie und der Glaube an esoterische Pseudowissenschaftler noch erschreckend weit verbreitet ist. Ein Wissenschaftler ist jemand, der Wissen schafft. Der sich nicht mit Halbwahrheiten und Pseudowissen abgibt.
Insofern sind wir schon etwas anders, wir wollen die Wahrheit wissen, auch wenn es unangenehm sein kann.
Allerdings gebe ich zu, daß es schwieriger sein kann, einen Wissenschaftler in einem „normalen Unternehmen“ zu beschäftigen. Dort zählt der Status Quo, dort geht es eher um Macht und Kontrolle und wer da zu viel fragt, fällt eher negativ auf. Da muss man als wissenschaftlich denkender Mensch so seine Strategien entwickeln. Hier gilt für mich:

„There are two kinds of people, those who do the work and those who take the credit. Try to be in the first group; there is less competition there.“ Indira Gandhi

Ich fühle mich in der „do the work“ Kategorie mittlerweile sehr wohl. Und wissenschaftlich arbeite ich dann halt eher in meiner „Freizeit“. Aber ganz wichtig. Wissenschaftler sein ist eher eine Geisteshaltung denn eine Berufsbezeichnung.

Living the Future, mein Prinzip für die Gegenwart, heute schon das Morgen leben.

Hier mal ein kurzer Blick darauf, wie ich „Living the Future“ für mich persönlich und meine Familie realisiert habe.
Es beginnt im kleinen. ca 90 % unserer Beleuchtung basiert mittlerweile auf LEDs. Und ja, es gibt LEDs, die bereits einen Schreibtisch ausleuchten können.
Wir nutzen Induktion fürs Kochen, da diese nur Strom verbraucht, wenn auch wirklich erhitzt werden muss und die Geschwindigkeit, mit der eine Speise warm/heiß wird unglaublich schnell ist (tatsächlich verbrannte uns zu Beginn einiges, weil wir nicht mit diesem enormen Effekt gerechnet hatten.)

Ich betreibe eine eigene kleine Wetterstation mit Anbindung ans Internet, die mir per EMail die aktuellen Wetterprognose liefert und sie gleichzeitig an drei Wetterdienste und auf unsere HP stellt.
Unsere Einfahrt wird mit einer WLan Webcam überwacht, und wenn wir mal nicht da sind, und jemand betritt die Einfahrt, werde ich auf mein Smartphone via EMail informiert und es werden mir zwei Bilder zugesandt, die Kamera kann ich natürlich via Internet über mein Smartphone steuern.
All unsere Geräte im Haus sind via WLan vernetzt, so daß jeder unserer Rechner auf den Drucker und das Mediacenter zugreifen kann. Ebenso kann dies der TFT Fernseher, der gleichzeitig via WLan auch Zugang zum Internet hat und so auch Twitter und PutPat darstellen kann. All unsere Geräte laufen, sofern sie mobil sind mit Akkus, die via Solar aufgeladen werden, wir verbrauchen keine herkömmlichen Batterien.
Ich bin via Twitter, Facebook und Location based Services immer auf dem Laufenden und kann, wenn ich es selbst will, jedem mitteilen, wo man mich erreichen kann oder mit einer Berührung des Smartphones komplett unerreichbar sein (ja, auch das ist wichtig).
All unsere Rechner laufen unter Linux, was bei dem Rechner meines Sohnes den grossen Vorteil hat, dass ich mir keine Gedanken über Viren oder Trojaner machen muss.
Ich selbst arbeite weitestgehend digital, mache auch im Beruf meine Notizen, so es mir die irritierten Blicke der Kollegen erlauben nicht mehr mit Papier und Bleistift sondern mit Smartphone, Netbook oder Tablet.
Unsere Rechner und all die wichtigen Daten wie auch unsere Bilder und Musik sind digital gespeichert und in der Cloud als Backup verfügbar, auf das ich von jedem Platz der Erde zugreifen kann und sollte einer unserer Rechner ausfallen, sind alle Daten noch vorhanden in der Cloud.
Und das erstaunliche an all dem (mal die Solaranlage auf dem Dach ganz verschweigend) wir verbrauchen Jahr für Jahr WENIGER Strom, weil ich bei all diesen Devices auch stehts auf höchste Energieeffizienz achte.
Und über die ganzen Techniken halten mich diverse Webdienste automatisch auf dem Laufenden in dem sie mir z.B: jeden Morgen eine frisch erstellte Tageszeitung als PDF generieren, bzw. mir die neuesten Informationen als einen Stream auf allen verfügbaren Medien bereitstellen können. So brauche ich pro Tag max. 15-20 Minuten um über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden zu sein.
Und jetzt warte ich auf weitere Ideen, wie die Zukunft noch besser gelebt werden kann.
Einfach zu leben heisst nich zwangsweise auf Technik zu verzichten sondern vielmehr, neue Technologien wo sinnvoll so vernünftig einzusetzen, dass sie das Leben erleichtern. Woher ich die Zeit dafür nehme? Die brauch ich gar nicht, ein Gerät, für dessen Funktionieren ich Zeit aufwenden muss, ist pers se schon falsch designt.

Willkommen zu hause Hayabusa! Was für eine flammende Heimkehr!

Die Raumsonde Hayabusa ist heute mit Material eines Asteroiden „nach hause“ gekommen und das nach siebenjähriger Mission. Planmässig verglühte sie in der Atmosphäre über der australischen Wüste, nach dem sie die Proben des Asteroiden abgeworfen hatte. Gratulation zu dieser gelungenen Mission, die zwar länger dauerte als geplant und zum Schluss nur noch mit einem von vier Triebwerken durchgeführt wurde, aber letztlich die Proben sicher nach hause brachte. Jetzt sind wir gespannt, was die Analyse der Proben ergibt.

Im Scienceblog „Astrodictium Simplex“ werden die Hintergründe der Mission noch etwas genauer beleuchtet.
Ein wahres Highlight für jeden Wissenschaftsinteressierten.. Hier die Aufnahmen der NASA vom Wiedereintritt der Sonde.