Wenn Vater oder Mutter sich das Leben nimmt. Ihr seid nicht schuld

Ich weiß, ein plumper Titel aber die Wahrheit. Natürlich tut es weh, natürlich seid ihr als Kind oder Jugendlicher verzweifelt, wütend, orientierungslos, tieftraurig, verwirrt.

Ein Elternteil hat sich umgebracht. Wer dürfte da nicht all das sein? Es ist euer verdammtes Recht!

Das alles dürft ihr sein, aber glaubt nicht, bitte glaubt niemals, dass ihr schuld seid. Es sind meist sehr viele Einflüsse, die zu solch einem furchtbaren Schritt führen. Aber ihr seid kein Faktor dabei.

Im Gegenteil, selbst im Angesicht der Verzweiflungstat hat man euch geliebt. Man wollte euch Schmerz ersparen. Ja, das klingt verrückt und ist es in gewissem Maße auch. In der Verzweiflung, die zu einem Suizidversuch führt, denkt der oder die Betroffene, es wäre für alle, auch für euch das beste, er oder sie wäre nicht mehr da.

Darüber dürft ihr aber nie vergessen, dass ihr geliebt wurdet, dass einfach die Not viel zu groß war.

Wenn ihr mit der Trauer, der Wut, der Verzweiflung alleine bleibt, kann sie sich in euch fressen und euch kaputt machen. Sucht euch Hilfe. Bitte, ich weiß wovon ich spreche. Ihr seid damit nicht schwach sondern mutig. Und es ist nichts böses, nichts schlimmes, wenn die Narben kleiner werden, und ihr euch irgendwann wieder freut und Spaß empfindet. Damit hintergeht ihr euer verstorbenes Elternteil nicht. Ihr ehrt es, indem ihr euer Leben weiterlebt, indem ihr den Start, denn euch eure Eltern beide gegeben haben zu eurem besten nutzt. Macht euer Leben nicht kaputt, indem ihr in Trauer versinkt. Ihr seid Kinder eurer Eltern. Aber ihr seid auch wundervolle, eigene Persönlichkeiten. Und es ist im Sinne auch eures verstorbenen Elternteils, dass ihr das beste aus dieser Chance Leben macht.

Oh, und vielleicht schafft ihr es irgendwann, auch zu verzeihen. Das wäre das größte, was ihr als Kinder eures toten Elternteils tun könnt.

Das Kurio Tablet für Kinder. So sollte ein Kindertablet aussehen

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Der rote Rahmen ist nur ein Schutz gegen Stürze und lässt sich auch abnehmen.

Als mir angeboten wurde, das Kurio Tablet für meinen Blog zu testen, war ich zunächst zwiegespalten. Zu oft schon hatte ich Geräte in der Hand, die mit einem echten Tablet nur den Bildschirm gemein hatten.
Aber die Spezifikationen des Kurio Tablets klangen gut. Also ließ ich mich auf den Test ein. Und ich muss sagen, ja, das ist ein Kindertablet, das ich empfehlen kann.
Es basiert auf Android und die technischen Daten sind erstaunlich gut für den geringen Preis von knapp 120 Euro:
7 Zoll kapazitiver Touchscreen (5-Punkt)
Auflösung: 1024×600 pixel
Prozessor: Intel® Atom® Z2520–1.2 GHz Dual core
Betriebssystem: Android™ 4.4 KitKat
Speicher: 8GB
Arbeitsspeicher: 1GB
Kamera: Front: 0.3Mpx / Back: 2.1Mpx
Konnektivität: Wi-Fi, 802.11 b/g/n – Bluetooth 4.0
Lautsprecher: 2x1Watt
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch und viele weitere
USB Verbindung: Micro USB 2.0 – OTG support
Batterie: Lithium Polymer Akku 3000mAh
Micro SDHC Card Slot für bis zu 32GB mehr Speicher

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Im Elternmodus hat man über ein eigenes Widget sehr einfach Zugriff auf die entsprechenden Einstellungen. Alles andere entspricht einem normalen Android Tablet

tabletkatjaDas Tablet besitzt zwei Account Kategorien, zum einen den Eltern Account, der einem Standard Android Account sehr nahe kommt zum zweiten Kinderaccounts. Diese können zum Beispiel keine Spiele selbst installieren und auch die sonstigen Einstellungen werden über den Elternaccoutn geregelt. Abhängig vom Alter des Kindes lassen sich verschiedene Internetdienste sperren, Apps können entsprechenden Kategorien zugeordnet werden und dezidiert je Kinderaccount freigegeben werden.
Dabei lassen sich zudem noch Parameter einstellen wie die Möglichkeit, ins Internet zu gehen, Die Zeit, die am Tablet verbracht werden darf sowie Werbefilter und ob der USB Port genutzt werden kann.

Um hier nicht vollständig von den Einstellmöglichkeiten erschlagen zu werden, hat das Tablet bereits vorgefertigte Profile für Kinder unter 7 Jahren, von 8-9, von 10-12 Jahren ab 13 und ab 13 mit sozialen Netzwerken. Wer es genauer haben will, kann sich aber auch seine eigenen Filter einrichten. Auf den Kinderaccounts ist das Installieren von Apps dann nicht möglich, die zur Verfügung stehenden Apps werden stets im Elternprofil freigegeben.
Interessant auch dass der Hersteller offenbar mit verschiedenen Kindersendern je nach Land kooperiert, auf unserem Testtablet waren einige Filme des Toggo Clever Clubs vorinstalliert sowie der Toggo TV Planer.

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Es lassen sich Zeiten, Webfilter und Zugriff auf USB einstellen

Was die Performanz angeht, so haben meine Kinder das Tablet mit ihrere Lieblingsapp Minecraft für Mobile ausgiebig getestet und für sehr gut befunden. Auch ich konnte keine größeren Lags feststellen. Lediglich der kleine Speicher von nur 8GB schränkt das ganze ein, Medien kann man aber zumindest auf eine Micro SD Karte auslagern.

 

Die in unserem Fall rote Plastikschutzhülle schützt das Tablet for Stössen und dem herunterfallen aber auch ohne Hülle wirkt das Tablet sehr robust.

Insgesamt ist das Kurio Tablet für den Preis eine gute Anschaffung, zumal es wirklich optimal auf die Verwendung in der Familie abgestimmt ist, und neben Standardeinstellungen viele Möglichkeiten bietet, das Tablet auf den eigenen Bedarf einzurichten.

Wenn ein Kind in der Familie sich ein Tablet wünscht, kann ich sehr zum Kurio Tablet raten.  Und dem haben auch meine drei Tester zugestimmt, die das Tablet wirklich auf Herz und Nieren geprüft haben. Auch von ihnen ein dickes Daumen hoch.

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Entweder, man greift auf ein festes Profil zurück oder erstellt ganz eigene Vorgaben
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Jedes Kind bekommt ein eigenes Profil das man dann auch noch mit entsprechenden Filtern hinterlegt.

Als Vater packt mich die blanke Wut: Wie wir die Zukunft unserer Kinder zerstören

Elter sein war noch nie leicht. Ich weiß. Ein beliebter Spruch, wenn man eine Diskussion im Keim ersticken will. Genau so wie „nie hatten wir ein besseres Bildungssystem als heute“ und „uns geht es doch gut, warum klagen wir eigentlich?“

Alles Bullshit. Wir sind wie ein Mensch in einem Sportwagen, der auf eine Klippe zufährt und statt zu bremsen, freut er sich, dass er beschleunigen kann, weil die Straße zur Klippe ja frisch geteert und frei ist.

Dabei liegt so vieles im Argen. Wir sind eine reiche Nation, das mag wahr sein. Aber nur finanziell. Wir spielen in der Bildung, oder sollte ich besser sagen Ausbildung nur im Mittelfeld. Die skandinavischen Länder führen uns immer wieder vor, wie man seine Kinder nicht nur ausbildet, sondern wirklich an Bildung und die Freude an Wissen heranführt.

Wir haben Rektoren an unseren Schulen, die versuchen, mit geschönten Statistiken zu belegen, dass der Irrsinn G8 wirklich für alle Schüler von Vorteil ist. Und gleichzeitig verschicken diese Rektoren, oder besser, lassen Briefe verschicken, in denen sie schon den schwächeren Schülern, noch bevor überhaupt eine Versetzung gefährdet ist zu einem Verlassen der Schule raten (ja, ich habe solche Empfehlungen gesehen, nein, das waren keine dummen Schüler).

Wir sind stolz darauf, dass wir ein Bildungssystem haben, das quasi in jeder Legislaturperiode wieder umgebaut, neu strukturiert wird, und das dann teilweise mit Methoden, die eigentlich begabten Kindern ihre Grundlagen ruinieren. So gibt es in Grundschulen diesen idiotischen Ansatz, wir lernen schreiben in dem wir schreiben, wie wir sprechen. Seltsam, dass sich gerade dort, wo diese Schulen aktiv sind, die weiterführenden Lehr(straf)anstalten dann darüber beklagen, dass die Kinder schlecht vorbereitet seien.

Und wir hören von Unternehmen, die sich über mangelndes Wissen, mangelnde Grundlagen ihrer Auszubildenden oder Studenten beklagen. Tja, es soll ja tatsächlich so sein, dass nicht alle gleich schnell lernen oder auf die gleiche Art. Warum aber setzt man das an deutschen Schulen offensichtlich voraus? Und was ist mit all den nicht normgerechten Schülern, die introvertiert, sehr aufgeweckt sind? Ach halt, die werden ja alle ritalinisiert, weil der arme Lehrer sich ja nicht um jedes Kind kümmern kann.

Doch, verdammt noch mal. Das erwarte ich als Elter. Schliesslich ist das mein Anspruch zuhause. Nur weil eines meiner drei Kinder anders als die anderen ist, werde ich das ja nicht umbiegen. Aber genau das tun wir. Wir basteln uns den Normmenschen zusammen, der möglichst die herrschenden Politikerversuche brav wählt, nicht viel hinterfragt, seiner Arbeit folgsam und mit möglichst wenig eigenem Denken folgt.

Wir züchten uns eine Kultur der unkreativen Ja Sager. Denn mal ganz ehrlich, wann galt schon mal Kreativität in der Schule als eine herausragende Leistung. Das packt man in Arbeitskreise und außerschulische Aktivitäten. Oder wie mein Sohn, der ein begabter Klavierspieler ist so schön persiflierte: Toll, dass ich in Musik gute Noten habe, in einem Fach, das mir gar nix bringt.

Wie weit ist eine Gesellschaft eigentlich geraten, bei der alles nur noch auf Effizienz getrimmt wird, bei der wir alle wie die Idioten der Doktrin des Konsums und des Geldes nachlaufen. Kultureinrichtungen müssen sparen, Krankenhäuser und Schulen werden auf ökonomische Effizienz getrimmt (sollen also nicht mehr Menschen helfen, sondern Gewinne steigern. Wie ekelhaft ist das eigentlich)

Wenn wir einen Aufschrei brauchen, dann für eine neue Werteordnung unserer Gesellschaft. Wo rechter Sumpf von ermittelnden Behörden ignoriert, ja manchmal fast schon gefördert wird, wo Polizisten über Jahre im Ku Klux Clan aktiv sein können und Topmanager Milliarden hinterziehen und gleichzeitig ganze Unternehmensbereiche feuern dürfen, da kann man eigentlich nur froh sein, dass der deutsche Michel ein so ruhiger Geselle ist. Eigentlich sollten wir hier jeden verdammten Tag auf die Straße gehen und für eine andere Denkweise protestieren.

Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. Das gilt bei uns schon lange nicht mehr, bei uns ist die Doktrin: Spare bei den Durchschnittsbürgern, dann hast du in Mengen, Geldadel. (Wobei Adel ja eigentlich ein zu positives Wort ist, aber alles andere, was mir einfällt, könnte mir Beleidigungsklagen einbringen)

Nein, ich halte weder unser Schulsystem, noch unsere momentane Wirtschaft für bewundernswert. Wir alle rasen mit immer höherer Geschwindigkeit auf eine Wand zu. Aber wir machen es wie Mutti. So lange niemand meckert, ist ja alles bestens.

Und auch unser eigenes Denken gilt es zu hinterfragen. Wir leben in einer Zeit, die geprägt ist von Digitalisierung, von Online Services und dem Internet. Aber als gute Deutsche schimpfen wir auf die Technologien und wollen sie verbieten.

Wir haben ernsthaft Schulen, die glauben, wenn ein Kind Excel und Word bedienen kann, ist es fit für den Arbeitsmarkt? Ja, vielleicht für einen der berüchtigten Zahlenschubser Jobs, die mit der Realität der Welt nichts zu tun haben. Aber wir bieten weder Medienkompetenz, noch wollen wir sie wichtig nehmen. Und wenn ich Lehrer drauf anspreche, dann bekomme ich sehr oft zu hören, würde ich ja gerne, aber da fehlt mir das Wissen und die Zeit. Ja verdammt nochmal, dann sollten wir dafür sorgen, dass Lehrer dies bekommen. Vom Elternhaus das zu verlangen ist illusorisch ob der mangelnden Medienkompetenz vieler Eltern, die entweder alles verbieten (sehr ignorant und dumm) bis hin zu alles erlauben (ebenso ignorant und dumm) aber selten differenzierten Umgang mit den Medien lehren (wie auch, wenn die erfolgreichste… na ja, Zeitungsimitation Die Zeitung mit den vier blutroten Buchstaben und das erfolgreichste Fernsehen die privaten mit Unterschichten TV und Spannershows sind). Schon mal drüber nachgedacht, für bestimmte Themen wie Medienkompetenz externe Experten in die Schulen zu lassen. Ach so, geht ja nicht, weil die ja keine didaktische Ausbildung haben. Aber Lehrer haben die, entschuldigt mich, ich muss mal kurz… nee, eigentlich lange und herzlich lachen.

Oh, und noch was: Warum brauchen wir eigentlich immer noch solche Reden wie die von Emma Watson, warum braucht es immer noch Kampagnen wie „HeForShe“? Weil ich in meinem Umfeld immer noch erlebe, dass viele Eltern ihre Jungs zu echten Testosteron Trotteln erziehen und dass Kinder, die mal nicht den Macho raushängen lassen oder den starken Mann, das schwache Mädchen spielen gemobbt und verspottet werden. Warum? Weil wir nichts, aber auch gar nichts besser machen. Wir leben immer noch die Klischees und lügen uns selbst an, dass dem nicht so ist. Ja, nach Emma Watsons Definition bin ich ein Feminist, weil ich als introvertierter, eher kreativer, linkshändiger, etwas sehr großer Mann noch nie in das übliche dumme Machoschema passen wollte und damit natürlich Außenseiter und mobbenswert war. Deshalb vielleicht rege ich mich auch so auf, bin so wütend über die Ignoranz in unserer Gesellschaft. Weil sich NICHTS gebessert hat, es wird nur anders verkauft.

Bis es zu spät ist. Und nicht nur beim Klima, auch bei unserer Gesellschaft steht die Uhr bereits ganz knapp vor zwölf.

Statt eines Neujahrsgrußes: Brief an meine Kinder

rezensenten-666893576rezensenten-666893576Ich weiß, ich bin noch nicht „alt“. Zumindest nicht in den Augen meiner Kinder. Aber ich denke, mit meinen mittlerweile 46 Lenzen hat sich doch eine ganze Menge an Lebenserfahrung angesammelt, die ich hier nach und nach weitergeben möchte. In der einen oder anderen Art wird dieser „Brief“ vielleicht eine Serie ergeben, jetzt liegt mir aber zunächst einmal daran, ein paar Gedanken zu sammeln, da meine Kinder mittlerweile mit ausgesprochen guten und oft nicht einfach zu beantwortenden Fragen auf mich zu kommen und ich denke, dass das sicher auch für meine Leserschaft interessant sein dürfte.

 

Lieber Jan, liebe Katja, lieber Marc.

Ein neues Jahr, 2014 hat begonnen und ich habe beschlossen, hier meine Gedanken dazu zu sammeln, was ich in meinem bisherigen Leben so erlebt/erfahren habe und denke, dass es erwähnens- bzw. weitergebenswert ist.

Ihr drei seid für mich wirklich etwas besonderes, und jeder von euch liegt mir sehr am Herzen und bedeutet mir unendlich viel. Ihr stellt euch schon jetzt sehr bedeutsame Fragen nach dem Sinn des Lebens, dem Beruf, den ihr einmal ergreifen sollt und was ich für gut und was für böse halte.

Fangen wir mal von hinten an. Gut und Böse, da habt ihr gleich einen der schwierigsten Punkte. Denn das kann man überhaupt nicht pauschal sagen. Vieles, was gut gemeint ist, wird zu etwas Bösem oder etwas Böses kann der Quell für etwas ungeheuer Gutes sein. Für mich habe ich gut so festgelegt, dass ich mit meinen Handlungen niemandem bewusst schade und stets versuchen will, hilfsbereit, freundlich und tolerant zu sein. Das schließt für mich Hautfarbe, Geschlecht, Nationalität und ja, auch wenn ihr alle nicht getauft seid und ich mittlerweile Atheist auch die Freiheit des Glaubens ein. Euer Opa hat hier ein schönes Bild, das Igel Prinzip, ich will und verlange von meiner Umwelt so zu leben, dass wir alle unseren Platz haben und niemand den anderen willentlich beschränkt.

Das ist dann aber auch schon die nächste Lektion. Ihr werdet nie etwas 100% bekommen. Seid stets bestrebt, das Beste zu tun, zu sein, zu wollen. Aber seid euch auch im Klaren, dass das, was ihr für das Beste haltet immer auch nur das Zweitbeste sein kann. Wisst, dass das Leben aus einer immerwährenden Kette von Entscheidungen, Erfolgen, Misserfolgen, Fehlern ja auch kleinen und größeren Katastrophen ist. Beinahe schon abgegriffen ist das lateinische Zitat „Carpe Diem“ Nutze den Tag. Aber es ist wahr. Macht euch nicht zu viele Sorgen über die Vergangenheit, denn die ist vorbei und plant eure Zukunft aber sorgt euch nicht um sie, denn sie ist noch nicht da und ihr könnt nur mit euren HEUTIGEN Entscheidungen beeinflussen, wie die Zukunft sich gestalten wird. Bestimmen könnt ihr es nicht.

Auch wenn ihr euch Gedanken darüber macht, was ihr einmal werden wollt, übt euch in Gelassenheit. Freut euch über eure Begabungen, jede davon ist wertvoll und wichtig und kümmert euch um eure Defizite aber lasst euch von niemandem einreden, weil ihr etwas nicht so gut könnt, seid ihr ein schlechter Mensch. Und bei der Wahl eures Berufes, bedenkt stets, dass einen Beruf zu haben auch immer bedeutet, dass man nicht nur das tun kann, was einem an diesem Beruf Freude bereitet. Stets wird es auch Dinge geben, die nun mal gemacht werden müssen. Doch sucht nach etwas, das ihr mit dem Herzen tut. Denn es gibt schon genug Menschen, die in einem Beruf arbeiten, der sie nur unglücklich sein lässt. Versucht stets, den Entscheidungsdreiklang zu bedenken: Wenn etwas euch nicht gefällt, dann entweder ändert es, findet dennoch Gefallen daran oder geht weg. Und bitte umgebt euch nicht mit Menschen, die euch nach unten ziehen.

Menschen, die den ganzen Tag nur das negative sehen, die sich immerfort beklagen, sich selbst leid tun, die schaden auch ihrer Umwelt. Ihr könnt nicht glücklich, optimistisch, erfolgreich sein, wenn ihr euch mit beständigen Nörglern und negativen Menschen umgeht. Sucht die Gesellschaft von Optimisten, die die Welt realistisch aber positiv sehen.

Seid immer bestrebt, das beste zu geben, aber sucht nicht den Perfektionismus und was das absolut wichtigste ist. MACHT FEHLER. Fehler sind der wichtigste Bausteine auf dem Weg, besser zu werden. Und seid wissbegierig. Lasst euch nicht einreden, wir würden erst heute in einer Zeit lebenslangen Lernens leben. Ich lerne immer wieder mit Freuden etwas neues. Und wer das tut, der hat gar keine Zeit für Traurigkeit, Langeweile oder gar Einsamkeit. Lernt, und genießt es, immer wieder etwas neues zu erfahren, immer wieder den eigenen Tellerrand zu verlassen. Es gibt so viele Menschen, die sind seelisch jetzt schon tot, weil sie in der Vergangenheit leben, weil sie meinen, schon alles zu wissen. Und das schlimmste, sie selbst wissen es gar nicht, wie verkümmert ihre Seele bereits ist.

Toleranz, Freude, Entdeckergeist, ein positiver Blick auf die Zukunft ist nur dann möglich, wenn ihr die Zukunft als das anseht, was sie eigentlich ist. Ein unbegangener Weg, der erst durch das darauf voranschreiten entsteht. Und ein Weg, der so viele Abzweigungen, Gabelungen hat, dass es DEN richtigen Weg gar nicht gibt. Oder besser, alle Wege sind richtig, so lange sie sich nach vorne orientieren und ihr euch nicht mit dem befasst, was längst geschehen und hinter euch liegt. Macht Fehler, aber lernt daraus. Kein Fehler ist umsonst, wenn er euch auf eurem Lebensweg weiter bringt.

Ein Optimist zu sein, muss nicht heißen, den ganzen Tag nur die rosa Brille zu tragen und auch das größte Unglück noch wundervoll zu finden. Aber es bedeutet, dass ihr euch dessen bewusst seid, dass immer wieder ein Weg nach vorne führt, auch aus einem tiefen Tal kann man wieder empor steigen, wenn man nur will. Und vor allem bedeutet Optimist zu sein, nicht gleich aufzugeben, wenn etwas nicht auf Anhieb klappt oder auf dem Weg zum Ziel plötzlich Probleme auftauchen. Denn gerade, wenn ich etwas besonderes auf die Beine stellen will, dann gibt es Hindernisse, Hürden, Neider, Widersacher. Nur wer den Biss hat, seine Sache durchzukämpfen, wird auch seine Wünsche, seine Ziele erreichen.

Also lasst euch nicht entmutigen, wenn etwas nicht gleich klappt. Ist es eure Herzensangelegenheit, werdet ihr sie auch erreichen. Nicht gleich, aber auf jeden Fall irgendwann.

Und was den Sinn des Lebens angeht, für mich habe ich festgestellt, dass er einfach darin besteht, für sich persönlich möglichst viele Glücksmomente im Leben zu schaffen. Und da das größte Glück nichts wert ist, wenn es ein einsames, ein ungeteiltes Glück ist, bedeuten mir Momente wie das Zusammensein mit euch oder eurer Mutter, Gemeinschaft und Zuneigung viel mehr, als all die Dinge, mit denen ich mich umgebe. Sicher, ich hänge auch an Dingen, weil sie für mich Erinnerungen tragen oder mir der Umgang mit Ihnen Freude bereitet. Aber die wirklich tollen Momente im Leben waren nicht mit Dingen, sondern mit Menschen verknüpft.  Eure Geburt, das Ja Wort eurer Mutter, als ich sie fragte, ob sie mich heiraten will. Der Moment, als ich einem Menschen das Leben retten durfte. Es sind immer diese Momente gewesen, die in meinem Herzen den größten Platz einnehmen.

Lasst euch in eurem Leben von niemandem den Weg vorschreiben, den ihr gehen wollt. Und bedenkt, dass der Weg, so er mit Blick auf die Zukunft gerichtet ist, immer dunkel und unklar sein muss. Achtet auf das, was um euch geschieht, nutzt Gelegenheiten, die sich euch bieten und wenn ihr euren Wunschberuf oder ein anderes euch wichtiges Ziel nicht auf direktem Weg erreicht, habt Geduld, es wird sich zur unerwartetsten Stunde ein neuer Weg auftun.

Als ich mir über meine Zukunft begann, Gedanken zu machen, und das muss so ungefähr zu der Zeit gewesen sein, als ich so alt war, wie ihr, da war ein großer Traum, denn wie ihr wisst bin ich ein großer Bücherwurm, dass ich irgendwann einmal ein Buch schreiben wollte, Autor werden, dessen Bücher man in jedem Buchladen erwerben kann. Es hat gedauert bis ich 46 Jahre alt wurde, aber nun ist der Traum war geworden. Ganz anders, als ich mir das damals ausmalte, aber nun kann ich tatsächlich in einen Buchladen gehen, und nach dem Autor „Uwe Hauck“ fragen.

Es gibt immer einen Weg und es wird auch immer eure Mutter und mich geben, die euch mit Freuden dabei unterstützen, jedweden eurer beruflichen Träume nach euren Möglichkeiten zu erfüllen. Aber wird werden euch nicht sagen, was ihr tun sollt, was ihr werden sollt, woran ihr glauben sollt. Wir können euch nur dabei helfen, die Erkenntnis zu gewinnen, was ihr für wichtig, gut, erstrebenswert haltet. Es ist nicht an uns, euer Leben zu bestimmen. Aber es ist unsere Aufgabe,  euch so viel Wissen und moralisch-ethische Hilfe zu geben, wie ihr anzunehmen bereit seid.

Und wir werden da sein, auch wenn wir ganz fern sind. Alleine im Leben mögt ihr des öfteren sein, sei es durch einen Umzug, durch eine enttäuschte Liebe oder andere Umstände, doch einsam seid ihr nie, denn ihr habt uns, und ihr habt euch als Geschwister. Und das ist ein Band, das ein Leben lang hält.

 

Netzgemüse, eine Leseempfehlung für verantwortungsbewußte UND moderne Eltern

Netzgemüse, ein Buch für Eltern, die nicht nur verbieten, sondern kompetent erziehen wollen

Ja, Manfred Spitzer regte und regt mich auf. Als Wissenschaftler, weil er mit extrem unwissenschaftlichen Verhaltensmustern Diskussionpartner niederbrüllt, als „Digital Resident“, weil ich nicht nur ob der Gefahren, sondern auch ob der Chancen des Netzes weiß. So geht es aber wohl nicht nur mir, sondern auch Tanja und Johnny Haeusler, die mit „Netzgemüse: Aufzucht und Pflege der Generation Internet
„ein Buch auf den Markt gebracht haben,  das wirklich aus der Sicht von Eltern berichtet, die zwar durchaus technologisch verständiger sein mögen als der Durchschnitt und vor allem als ein Herr Spitzer, die aber andererseits mit den gleichen erzieherischen Fragen zu kämpfen haben wie wir alle, die wir als Eltern zwischen verbieten und erlernen, zwischen der Angst vor dem Schmutz im Netz und dem Wissen ob der intellektuellen und kreativen Möglichkeiten hin und her gerissen sind.

Von Chat über Facebook bis hin zu Youtube präsentieren die Haeuslers nicht nur die Grundlagen der Dienste, ohne dabei zu sehr ins technische abzurutschen, sie stellen sich auch den Fragen nach dem korrekten Umgang, nach der Dosierung des Mediums. Und immer wieder zeigen sie, das Medienkompetenz durchaus und unbedingt ein wichtiges Thema ist. Und das es manchmal gar so ist, dass die „Jugend“ mehr Medienkompetenz aufweist, als wir ihr landläufig zutrauen.

Wer auch immer Kinder hat, die ins Alter kommen, in dem der Wunsch nach einem Smartphone, einem Facebook Account oder dem Zugang zum Internet generell sich stellt, und wer nicht so dumm ist, sein eigenes Unwissen darüber mit einem strengen Verbot zu kaschieren (was ja schon zu unserer Zeit eher die Attraktivität des Verbotenen gesteigert hat), dem kann ich „Netzgemüse“ nur dringend empfehlen.

Und ganz nebenbei schreiben Tanja und Johnny auch noch in einem sehr lesbaren und amüsanten Schreibstil.

Danke euch zwei für dieses längst überflüssige Buch. Ihr solltet es Manfred Spitzer schenken. Aber das wird er ja nicht lesen. Passt ja nicht in sein Weltbild 😉

Alle anderen aber, die sich der Zukunft stellen wollen, die nicht nur aus einer Position der Schwäche, der Vorurteile und der Angst erziehen möchten, holt euch dieses Buch, es wird euch ein guter Begleiter sein, um gemeinsam mit euren Kindern die unglaublichen Möglichkeiten des Netzes zu entdecken,ohne die Gefahren zu ignorieren!

Mein Buchtipp und eine Rezension: Mein Kind auf Facebook

Wirklich empfehlenswert und auch für Eltern sind viele neue Infos dabei, die sich schon auszukennen glauben.


Ja, dieser Text wurde auch bei Amazon veröffentlicht, aber ich muß es einfach hier nochmal wiederholen. Für mich der Social Media Buchtipp für Eltern schlechthin:

Selten begeistert mich ein Buch, aber dieses tut es. „Mein Kind auf Facebook“. Fundiert, dabei in einem angenehmen Schreibstil, den Eltern wie Kinder lesen können und ohne gleich die große „Facebook ist böse“ Keule zu schwingen, beschreiben die Autoren, wie man sich sicher und sinnvoll auf Facebook bewegt. Dabei gehen sie auch auf Details ein, die so manch ein anderer Autor vergessen hat. Wie behandle ich Gewinnspiele auf Facebook? Was steckt hinter all den kostenlosen Spielen?

Durchwoben von vielen Beispielen und üppig illustriert fühlt man sich als Leser auch dann gut informiert, wenn man geglaubt hat, schon alle Fallstricke auf Facebook zu kennen.

Dabei ist das Buch nicht ausschweifend sondern präsentiert kompakt und dennoch vollständig, was es bei Facebook zu beachten gilt. Zeichen der Aktualität, auch die neue Timeline wird im Buch behandelt. Wer dieses Buch erwirbt, bekommt den idealen Leitfaden, um seinen Kindern eine sichere Nutzung von Facebook zu ermöglichen.

Und auch die Eltern lernen durchaus noch den einen oder anderen Kniff und erfahren neues.

Ohne wenn und aber ist dieses Buch seine 5 Sterne wert.

Danke für dieses Fundstück!