Mein Fundstück der Woche: Phonebloks. ein modulares, nachhaltiges Smartphone

phone_openDie Idee hinter Phonebloks ist so einfach wie genial. Ein Smartphone, dessen einzelne Komponenten wie Legobausteine zusammengesetzt werden können. Dabei sollen die Komponenten von bekannten Herstellern verschiedener Marken geliefert werden. Daraus kann ich mir dann das Smartphone zusammenstellen, das ich brauche. Und ist eine Komponente nicht mehr leistungsfähig genug, dann wird nur diese ausgetauscht und nicht das ganze Smartphone.

Bin mir zwar nicht sicher, ob das ganze wirklich so einfach funktioniert. Aber diese Idee, ein modulares System anzubieten hat etwas. Aber schaut es euch selbst an:

Mit der Kampagne auf Phonebloks.com will man nun die öffentliche Aufmerksamkeit erreichen, die ggf. Hersteller dazu bewegen könnte, hier mitzumachen und entsprechende Komponenten zu liefern.

Wir sind ein verlogenes Pack

Natürlich wollen wir das beste, ethisch und moralisch, ein Vorbild sein, ein Rollenmodell aber tut mir leid Leute. Das ist verlogene Scheisse. Ich kann hier auch von mir selbst sprechen, weil ich diesen Konflikt jeden verdammten Tag lebe. Es geht um das, was ich meinen Kindern beibringe, ihnen erkläre, wie wir leben, wie ihr lebt, wie wir alle leben.

Natürlich würde ich gerne immer ökologisch und ethisch korrekt einkaufen, aber hallo, wer gibt mir das Geld dafür? Eine Familie mit drei Kindern (so manch einer redet hier schon von asozial, und würde das wohl auch bei uns tun, wären wir nicht Akademikerhaushalt) zu ernähren geht nur, wenn man auch oft nach dem billigsten sucht. Und da greift dann schon die erste Lebenslüge. Natürlich kann das nicht sozial und ethisch korrekt produziert sein. So tickt die Wirtschaft nicht. Das wäre zwar schön und so manch eine Bierwerbung will uns das auch durch Kooperation mit nicht minder zwielichtigen Umweltorganisationen suggerieren.

Aber nur weil ich mir die Birne mit Bier zudröhne rette ich keinen Zentimeter Regenwald. Nein, was ich wirklich tue ist, die Kassen der Marketingagentur und des Bierbrauers füllen.

Und mal ganz ehrlich. Klar erklären wir unseren Kindern, sie sollen fair sein, nicht schlagen, ehrlich sein. Aber wenn ich Tag für Tag erlebe, wer untergebuttert wird und wer weiter kommt. Ganz ehrlich. Eigentlich sollte ich ihnen sagen: „Hau jedem der dir doof kommt eine aufs Maul, lüge, wenns was bringt und sei so unfair wie möglich.“

Natürlich will ich das nicht und tue es auch so selten wie möglich (gut, es gibt auch da Ausnahmen, aber wer hat nicht schon notgelogen) aber dass ich damit meine Kinder auf das Leben wie es eigentlich ist vorbereite, na ja, ich hab da so meine Zweifel.

Und ich als Informatiker, als Introvertierter, als jemand, der es gerne so fair wie möglich hat ertappe mich selbst dabei, dass ich gegen meine Ansprüche verstoße (n muss). Ich versuche das so weit es geht zu reduzieren, aber im Alltag wird eben oft nicht das erwartet, was vollmündig ausgesprochen wird. Auch heute macht nicht der Karriere, der lieb, freundlich und nett ist sondern meist das, verzeiht das harte Wort „Arschlochkind“ wird zum erfolgreichen „Arschlocherwachsenen“. Box dich durch, ist so ein Begriff, den ich immer wieder höre.

Wir wollen eine freundliche, offene und tolerante Gesellschaft sein. Aber hört doch nur ein paar Mal im Bus oder auf ganz normalen Festen den Gesprächen zu. Die triefen vor Vorurteilen, Rassismus bis hin zu Aluhutthesen. Wir wollen eine Wissensgesellschaft werden und dennoch gibt es tatsächlich Menschen, die wegen Chemtrails auf die Straße gehen oder glauben, ein Magnetarmband oder ein besonderer Kristall könnte sie heilen oder ihr Leben verbessern.

Im Moment laufe ich durch die Straßen, betrachte Wahlplakate und weiß eigentlich schon im Voraus: Alles Lüge. Da will jemand nicht das beste für uns, sondern von uns. Unsere Stimme, damit nacher wieder die Wirtschaft gefördert, die Rüstung exportiert und der Bürger geschröpft werden kann.

Bislang ist mir nur ein ehrliches Wahlplakat untergekommen. Ausgerechnet von den Piraten. Drauf steht: „Sorry, wir haben uns das einfacher vorgestellt.“

Wer glaubt, das, was die Politiker im Moment in Talkshows und auf Wahlveranstaltungen von sich absondern, hätte auch nur ein Jota mit dem zu tun, was sie hinterher machen, der sollte sich gleich wieder ganz schnell seinen Aluhut aufsetzen.

Und wer das Fernsehen anschaltet, der kann ebenfalls nie sicher sein,die Wahrheit zu erfahren sondern eigentlich nur, was die Mehrheit hören will bzw. was die größte Quote bringt. Oder erfahren wir etwas von den vielen Familien, die am Existenzminimum leben, eigentlich ungeheuer gerne eine Arbeit hätten aber keine mehr bekommen.

Oder von den vielen Menschen, die an den verlängerten Werkbänken im asiatischen Raum für Hungerlöhne schuften? Das erfahren wir nur, wenn ein prominentes Unternehmen wie Apple darin verwickelt ist. Aber seit ehrlich zu euch. Das meiste, was ihr an Klamotten tragt haben Menschen in Asien für einen Hungerlohn unter Drecksbedingungen zusammengenäht. Und unsere gute Milch muss auch vor allem billig sein. Wie es den Milchbauern geht interessiert uns nur, wenn wieder mal eine Treckerdemo die Straße blockiert, auf der wir zur Arbeit hetzen, die wir durchaus auch mit Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen könnten, was aber ja so „unbequem“ ist.

Also hört endlich auf, die Gutmenschen zu spielen, wenn ihr mit dem SUV in den Ökomarkt fahrt und überlegt euch ein oder zwei mal mehr, wie wir ernsthaft für unsere Kinder eine wenigstens gleich gute Welt hinterlassen können, wenn wir schon nicht in der Lage sind, sie zu verbessern.

Seit einfach ein wenig toleranter gegen Menschen, die nicht so sind wie ihr (davon gibt es mehr als ihr denkt).

Wir sollten nicht nur klagen, sondern endlich mal damit anfangen, wirklich etwas zu ändern.

Das sind wir unseren, das bin ich meinen Kindern schuldig.

Und ich werde gleich damit anfangen…….. Morgen….

Eine Entscheidungshilfe beim Tabletkauf

bildcompDie Auswahl wird immer größer und gleichzeitig wird es damit immer schwerer, für sich das richtige Tablet zu finden.

Deshalb hier ein paar Fragen, die man sich stellen sollte und deren Antwort eine Entscheidungshilfe darstellen kann.

1) wann will ich es nutzen?
Soll es immer dabei sein, dann empfehle ich entweder ein Phablet, also eine Kreuzung aus Smartphone und Tablet, das meist ab 5 Zoll Bildschirmgröße beginnt, oder ein 7 Zoll Tablet.
Bei einem Einsatz hauptsächlich zu Hause rate ich zum 10 Zoll Gerät.

2) was will ich damit tun?
Geht es hauptsächlich um die Verwendung als EBook Reader und Surfstation, genügt ein günstiges 7 Zoll oder 10 Zoll Gerät um die 100 bis 150 Euro, will ich auch anspruchsvolle Spiele, sollte man um die 400 Euro investieren für ein gutes 7 oder 10 Zoll Gerät

3) Will ich hauptsächlich konsumieren oder mit dem Tablet auch arbeiten?
Wenn ich nur konsumiere, darf es auch ein Android oder IOS Tablet sein, das ohne physische Tastatur auskommt. Sollen aber auch längere Texte erstellt werden, so rate ich zu einem der immer häufiger erscheinenden Hybriden wie der Transformer Serie von Asus, bei der eine physische Tastatur als Dock fungiert, und die dann oftmals auch noch als Zusatzakku dient. Bin ich zudem auf meine vertraute Microsoft Office Umgebung fixiert, bleibt fast nur noch der Griff zum Windows 8 Tablet, es sei denn, ich bin bereit, unterwegs mit ein paar Einschränkungen und einer etwas anderen Umgebung zu leben, denn auch IOS und Android Tablets können Office Dokumente (mit Einschränkungen) verarbeitene.

4) Will ich eine bekannte Umgebung, oder lasse ich mich auch mal auf was neues ein?

Wenn ich nicht gerne neue Umgebungen nutze, dann sollte ich bei dem OS bleiben, das ich auch zu hause nutze.  Will sagen, als Mac User sollten sich die zwei IPad Varianten ansehen, Windows Nutzer die vielen verfügbaren Windows 8 Tablets. Schaue ich aber auch mal gerne über den Tellerrand gilt, einfach in einen Laden gehen, die verschiedenen Betriebssysteme  ausprobieren und zu dem greifen, das sich persönlich am besten anfühlt. Zumal man auch mit Android eine vollwertige Arbeitsumgebung inklusive Textverarbeitung, Bildbearbeitung etc. erhält.wpid-20130721_143845.jpg

5) Will ich selbst bestimmen, welche Software ich nutze, oder reicht mir das Portfolio des Herstellers der Hardware?

Wer sich ein IPad kauft, ist zwangsläufig an Apple gebunden und an dessen Appstore. Wer bei Android oder Windows 8 zugreift, kann zwar auch den hauseigenen Store nutzen, kann aber auch Software aus anderen Quellen installieren und wird nicht durch die interne Inhaltsprüfung des Herstellers beschränkt.

6) Will ich selbst Programme für das Tabet entwickeln?

Wenn nein, dann freie Auswahl, wenn ja, dann rate ich entweder zu Windows8 8 oder zu Android, die beide vielfältige Möglichkeiten bieten, kostenlos Software zu entwickeln. So gibt es für Android zwei frei verfügbare Entwicklungsumgebungen und Windows 8 kann, da darauf Java lauffähig ist mit freien Entwicklungsumgebungen wie Eclipse programmieren, aber auch mit anderen Programmiersprachen.

Letztlich empfehle ich persönlich für den mobilen Nutzer ein 7 Zoll Tablet ohne Vorgabe des Betriebssystems, für den Blogger oder Autor ein 10 Zoll Gerät mit Bluetooth oder Dockingtastatur und für den Entwickler ein 10 Zoll Windows 8 oder Android Tablet mit wahlweise Bluetooth oder Dockingtastatur.

Zum Schluß noch ein paar allgemeine Tipps. Nicht von Betriebssystemfanatikern, Werbung oder der Größe beeindrucken lassen sondern ehrlich hinterfragen, was man will und dann Testberichte studieren. Nur wenn ich ganz sicher das Tablet hauptsächlich zu hause nutze, sollte ich mir vor allem 10 Zoll Geräte ansehen.

Will ich unbedingt mit wenig Gepäck mobil sein, sollte ich mir auch die neue Kategorie der Phablets, also der Smartphones mit einer Bilddiagonale jenseits der 5 Zoll ansehen. Dort kann man auch sehr gut lesen und surfen, braucht aber nicht noch zusätzlich ein Tablet.

Und letztlich gilt, immer ausprobieren, und zu dem Greifen, womit man am schnellsten umgehen kann und das sich für einen persönlich richtig anfühlt.

Und nicht zwangsläufig das aktuellste Gerät kaufen. Dort sind die Einstiegspreise meist sehr hoch und erfahrungsgemäß verfallen sie in den ersten Monaten. Wir sind heute bei einer Qualität und Performanz angelangt, bei der auch das „Vorjahresmodell“ noch top Performanz liefert und für alle Anwendungen  mit Sicherheit ausreicht.

Und ein ganz persönlicher Rat: Wenn es ein Windows Tablet wird, Finger weg von Surface bzw. Windows RT Tablets. Damit kauft man sich nicht wirklich ein Windows Tablet sondern ein kastriertes System, das nur einen Bruchteil dessen bietet, was ein echtes Windows 8 Tablet kann.

Wer sich für IOS Geräte entscheidet muss sich darüber im Klaren sein, dass dann auch das Zubehör nur von Apple und für IOS Geräte funktioniert und somit einige Hardware, die man ggf. mit dem PC nutzt am Tablet nicht einsatzfähig ist.

Und will ich auch meine Fotos einfach aufs Tablet bringen, dann sollte ich zu einem Windows 8 oder Android Gerät greifen, und dabei darauf achten, dass ein externer SD oder Micro SD Slot verbaut ist.

Die Smartwatch Überraschung der IFA kommt von Simvalley und Pearl

Produktbild PX-1790Manchmal kommen echte Innovationen aus den seltsamsten Richtungen. Während die Fachpresse auf Samsung und seine Flop Smartwatch wartet, stellt der Discount Versender Pearl gemeinsam mit Simvalley für mich die Smartwatch der IFA vor, die diesen Namen auch verdient.

In der AW-414 steckt ein vollwertiges Smartphone mit dem man ganz ohne ein zweites Gerät arbeiten kann, Anrufe führen und mit einer integrierten Kamera sogar Fotos aufnehmen.

Die Uhr läuft unter Android 4.2.2 und bietet bis zu einem Tag Akkulaufzeit,  was betrachtet man den Funktionsumfang und die Größe der Uhr wirklich ordentlich ist. Ich werde im Oktober eines der ersten Exemplare für euch testen. Bis dahin gibt es von http://www.mobilegeeks.de einen guten Bericht von der IFA.

Übrigens ist die Uhr nach IP67 mit einem wasserdichten Gehäuse versehen, man kann mit ihr also sogar schwimmen gehen, die weiteren Daten klingen auch sehr gut:

  • Android-Smartwatch: Vollwertiges 3G-Smartphone für Ihr Handgelenk
  • High-sensitive AMOLED Touchscreen: 4-cm-Display (1,54 Zoll), 240 x 240 Pixel
  • Multitouch und präziser Touchscreen-Stift
  • Quadband GSM 850/900/1800/1900
  • Variabler Speicher: microSD/SDHC bis 32 GB
  • Schnittstellen: WLAN (IEEE 802.11 b/g), HSPA, Bluetooth
  • Betriebssystem: Android 4.2.2 JellyBean
  • Navigation: GPS, G-Sensor, E-Kompass
  • Kamera: 3-MP-Kamera
  • Akkuleistung: Li-Ion (800 mAh)
  • Wasserdichtes Metallgehäuse: IP67
  • Dual-Core Prozessor: Cortex A7-Prozessor mit 2 Kernen & 1,2-GHz-Taktung)
  • Smartwatch inklusive Stift, Akku, USB-Kabel, Schnellstart-Anleitung

 

Update: Da habe ich doch glatt den sensationellen Preis von 199 Euro vergessen. Selbst wenn dann nicht alles so gut funktioniert immer noch ein phantastisches Preis- Leistungsverhältnis.

Ist Musik die gemeinsame Sprache von Mensch und Tier? Ein beeindruckender TED Talk

Peter Gabriel , Neil Gershenfeld, Diana Reiss und Vint Cerf, gemeinsam auf der Bühne, mit einer beeindruckenden Vision von Musik, dem Internet und einer möglichen gemeinsamen Kommunikationsplattform von Menschen und Tieren. Eine Vision in der Entstehung, die ich faszinierend finde und weiter beobachten werde. Der Trick ist immer der gleiche. Jenseits bekannter Pfade denken, Menschen ignorieren, die behaupten, das gehe nicht und querdenken. Für mich sind solche Fragen, solche Forschungen viel tiefgehender, viel wichtiger als all diese irrsinnige Rüstungsforschung. Wir definieren uns nicht durch unsere Existenz oder unsere angebliche Überlegenheit sondern durch unsere Kultur, unseren Umgang miteinander und während ich diesen Talk sehe erkenne ich die Bedeutung auch dessen, wie wir mit der Natur und unseren Mitlebewesen umgehen. Man erkennt den Wert eines Menschen daran, wie er mit denen umgeht, die ihm keinen Nutzen bringen. Leider ist dieser Satz wahr und bedeutet für viele Menschen, ihr eigener Wert ist sehr gering, da sie nur jemanden wertschätzen, der Ihnen einen Nutzen bringt.

Mobile Computing ist die Killertechnologie für Social Media

Das Smartphone macht uns nicht zu virtuellen Menschen sondern verknüpft uns real viel besser
Das Smartphone macht uns nicht zu virtuellen Menschen sondern verknüpft uns real viel besser

Ich weiß, etwas provokant die These. Aber ich denke, da steckt viel wahres drin. Denn so lange ich dazu gezwungen bin, meine Social Media Aktivitäten nur an „bestimmten Orten“ durchführen zu können, ist Social Media nicht integraler Bestandteil sondern getrennte Technologie. Das „Immer erreichbar“ Prinzip hat damit nicht unbedingt etwas zu tun. Vielmehr ist es das „immer sozial sein können“ Prinzip.

Denn Social Media funktioniert, entgegen der Meinung so manchen Social Media Kritikers eben nur dann wirklich gut, wenn ich es mit dem real sozial sein verknüpfen kann. Wenn ich auch mal von dem Konzert, bei dem ich gerade bin, von der Konferenz oder einfach nur in einer Auszeit, in der ich mich mit anderen austauschen möchte auch posten kann.

Das ist wohl der wichtigste Indikator dafür, dass die Trennung zwischen virtueller und realer Welt mittlerweile nur noch abstrakt in den Köpfen der Gesellschafts- und Technikkritiker steckt.

Wer lange mit Social Media vertraut ist merkt, wie es zu einem integralen Bestandteil eben auch der realen Welt wird. Mein Netzwerk nutze ich, um Fragen beantwortet zu bekommen, um herauszufinden, wo ich in einem bestimmten Ort am besten Essen gehe oder ins Kino, um mich sehr informell und einfach mit Bekannten in einer fremden Stadt treffen zu können und um mich über meine Interessen und Hobbies, aber auch meine Arbeit oder Forschung mit Menschen austauschen zu können. Es geht nicht darum, vor der realen in die virtuelle Welt zu flüchten, es geht darum, die reale Welt besser zu vernetzen, in dem man virtuelle Bande knüpft, die im realen Auswirkungen haben.

Wir alle tendieren dazu, in neuen Technologien zunächst eine Gefahr zu sehen, etwas, das alles schlechter werden lässt. Dabei übersehen wir viel zu oft die Chancen. Wer aber dauernd zum Wohle der anderen denkt und handelt tut nicht zwangsweise etwas für deren Wohl.

Nur weil ich selbst nicht damit zurecht komme, zwischen erreichbar sein, wenn ich will, und erreichbar sein, wenn andere wollen dies als Gefahr für alle zu sehen, ist ein ungültiger Schluss. Wie oft und wie sehr ich erreichbar bin, liegt und lag schon immer in meiner Verantwortung. Aber ich kann mich vernetzen, unabhängig von Zeit und Ort. Das ist die große neue Chance der Kombination mobiler Endgeräte und Social Media. Nicht umsonst erfolgen heutzutage mehr Zugriffe auf Social Media Portale von Smartphone oder Tablet als von Desktop PC oder Notebook.

Die Biennale würdigt Ultrashort Clips mit eigener Kategorie

Teilnehmer des weltweit ersten Vine/ Instagram Contests können ihre Videobeiträge in zwei Kategorien einreichen:

#B3expandednarration (03. September bis 03.Oktober) und #B3live (30. Oktober bis 03. November).

Die neue B3 Biennale des bewegten Bildes, die vom 30. Oktober bis 3. November 2013 in Frankfurt und der Region RheinMain stattfindet, startet den weltweit ersten Vine/Instagram Contest »B3 Ultrashort – First worldwide Video-App Contest«. Dies gab nun im Rahmen der Ausstellungseröffnung »Dreh Dein Ding!« im Museum für Kommunikation Frankfurt der Leiter der B3 Biennale, Prof. Bernd Kracke, bekannt: »Die B3 Biennale stellt Perspektiven für das bewegte Bild und innovative Erzähltechniken vor. Mit B3 Ultrashort fordern wir die »Digital Natives« auf, uns zu zeigen, welches künstlerische Potential im Umgang mit Video-Apps steckt. Die kreative Herausforderung besteht hier gerade in der extremen Begrenzung von Zeit und in der Unmittelbarkeit des Mediums.«

Das Leben ist kurz – ultrakurz. B3 gibt nun allen Freunden des bewegten Bildes – von Filmstudierenden über Social-Media-Aktivisten bis zu erfahrenen Regisseuren – die Möglichkeit, in wenigen Sekunden Großes zu erzählen und dafür ausgezeichnet zu werden.

Der B3 Ultrashort – First worldwide Video-App Contest findet in zwei Kategorien statt:

#B3expandednarration und #B3live.
Eine Jury wird aus den eingegangenen Beiträgen die besten Videos prämieren. Der jeweils erste und zweite Platz werden mit Preisgeldern in der Höhe von 600 Euro beziehungsweise 300 Euro ausgezeichnet.

Mitglieder der Jury sind:

Frédéric Boyer (Künstlerischer Leiter des
Tribeca Film Festival, New York)

Eva Paulitsch und Uta Weyrich (Künstlerinnen,
»Dreh Dein Ding – das Handyfilmprojekt
« im Museum für Kommunikation)

Prof. Bernd Kracke (Präsident der Hochschule
für Gestaltung Offenbach, Leiter der
B3 Biennale)

#B3expandednarration
Die Kategorie #B3expandednarration verschreibt sich dem Leitthema der ersten Biennale, »Expanded Narration. Das neue Erzählen«. Das Festival widmet sich den veränderten und erweiterten Erzählformen, die durch technologische Innovationen und eine fortschreitende Medienkonvergenz alle Arten des bewegten Bildes betreffen. Die Videobeiträge von #B3expandednarration sollen innovative Erzähltechniken im Bereich
Social Media präsentieren: in Form von ganz unterschiedlichen, ungewöhnlichen und faszinierenden, aber immer nur wenige Sekunden langen Geschichten. Einreichungen
sind vom 03. September bis 03. Oktober möglich.

#B3live
Die Kategorie #B3live fordert die Besucher der B3 Biennale des bewegten Bildes auf, ihre Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse während des Festivals, vom 30. Oktober bis zum 03. November, live und vor Ort festzuhalten – in Momentaufnahmen oder im Zeitraffer, ausschnittweise oder episodenhaft,im Zentrum oder in der Peripherie. Letzter möglicher Tag der Einreichungen ist der 03. November (15 Uhr), auch der letzte Tag der ersten Biennale.

Instagram vs. Vine

Instagram und Vine, das sind sogenannte Mobile Apps, Anwendungssoftware für Smartphones und Tablet-Computer. Im April 2013 hat der Internetkonzern Twitter die Video-Sharing-App Vine auf den Markt gebracht, die es ermöglicht, Videos zu drehen und über die sozialen Netze Twitter und Facebook auszutauschen. Die Aufnahmefunktion erlaubt es, Sequenzen ohne nachträglichen Schnitt aneinander zu reihen, das fertige Video hat einen Länge von 6 Sekunden. Die Begeisterung war und ist groß: Nach knapp drei Monaten konnte Vine 13 Millionen Benutzer verzeichnen, Tendenz steigend.

Im Juni 2013 zog Facebook nach und führte für seinen Foto-Sharing-Dienst Instagram auch eine Videofunktion ein, die sich an Vine orientiert. Unterschiede sind, dass Instagram-Videos bis zu 15 Sekunden lang sein und unterschiedliche Filter verwendet werden können. Zudem laufen die Videos nicht im Loop.

Unter den Nutzern und Liebhabern dieses neuen Formats finden sich zunehmend auch Filmemacher, die mit den Video-Apps unter künstlerischen Gesichtspunkten laborieren. Früh erkannt hat das Frédéric Boyer, Jurymitglied des B3 Ultrashort – First worldwide Video-App Contest und künstlerischer Leiter des Tribeca Film Festivals, New York. Er hat Anfang des Jahres mit der #6SECFILMS Vine Competition einen zusätzlichen
Wettbewerb ins Programm des Tribeca Film Festival genommen und über 400 Einreichungen erhalten.

B3 Ultrashort – First worldwide Video-App Contest macht sich nun zu einem weiteren Schauplatz im Kampf der Giganten Twitter und Facebook, indem es neben Vine-Videos auch jene von Instagram im Wettbewerb zulässt.
Wer die Schlacht für sich entscheidet und welche beeindruckenden Geschichten in wenigen Sekunden erzählt werden können, darf mit Spannung erwartet werden. Auf den Social Media Kanälen der B3
Biennale, auf Facebook und Twitter, werden ab Anfang September tägliche Updates erscheinen und ausgewählte Videobeiträge veröffentlicht. Reinschauen lohnt sich.
Detaillierte Informationen zu den Modalitäten des B3 Ultrashort – First worldwide Video-App Contest finden sich auf www.b3biennale.com .

B3 Biennale des Bewegten Bildes 2013
Die B3 Biennale des bewegten Bildes wird in diesem Jahr erstmals ausgetragen. Unter dem Motto »Expanded Narration. Das neue Erzählen« findet sie vom 30. Oktober bis 03. November 2013 in Frankfurt und der Region
RheinMain statt. Ziel der Biennale ist es, interdisziplinär und genreübergreifend eine breit angelegte Allianz für das bewegte Bild zu schaffen. In drei Modulen, dem Festival, dem Parcours und dem Campus, bietet
die Biennale eine internationale Plattform für den Diskurs und die Vernetzung von Film- und Fernsehmachern, Künstlern, Designern, Wissenschaftlern, Technologieanbietern und Nachwuchstalenten.
Veranstalter der B3 Biennale des bewegten Bildes ist die Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach in Kooperation mit der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA).

Träger sind das Land Hessen mit dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK). Die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) sowie die Stadt Frankfurt am Main. Die B3 wird gefördert vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL). Der B3 Parcours wird gefördert vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain.