Was ist eigentlich Scham?

Zunächst mal Dankeschön an Laura, die mich eingeladen hat, für ihren Podcast über Scham und Schamgefühl zu sprechen. Wenn der Podcast online ist, werde ich ihn hier verlinken.

Sucht man bei Wikipedia nach dem Begriff „Scham“, findet sich ein ganzes Sammelsurium soziokultureller, philosophischer, anthropoligischer  und diverser anderer gesellschaftlich-wissenschaftlicher Erklärungen zum Begriff Scham, seiner Herkunft, der Entstehung des Schamgefühls und so weiter und so weiter.

Mich interessiert aber hier vor allem, wie ich durch Scham und Schamgefühl beeinflußt, bin welche Teile meines Lebens davon gesteuert oder verurteilt wurden und werden und wo ich mein Schamgefühl verloren habe und warum.

Mich interessieren hier vor allem die Schamgefühle, die ich habe oder hatte, obwohl sie im Rückblick unnötig oder sogar schädlich waren und sind.

Gerade der gesellschaftliche Aspekt von Scham ist hier für mich interessant, da er mein Leben über viele Jahre hinweg bestimmt hat und auch heute noch viel zu oft mein Handeln und Denken beeinflußt.

Gerade in der Werbung und insbesondere im Bereich des körperlichen wird die Schamhaftigkeit des Menschen häufig ausgenutzt. Man wird sehr gerne als defizitär dargestellt, wenn man nicht Produkt a oder Kleidungsmarke b nutzt. Natürlich wird kein Marketingfuzzi das gerne zugeben, schon gar nicht, dass oft etwas vorgegaukelt oder nennen wir das Kind ruhig beim Namen, gelogen wird. Gott sei Dank hat sich hier auch durch die #metoo Bewegung einiges verändert, werden Normen und insbesondere Frauenbilder hier mittlerweile hinterfragt.

Aber dennoch wird nach wie vor oft die „Schäm dich für dein Defizit“ Karte ausgespielt.

Und oft ist Scham auch paradox. Gerade im Bereich der Sexualität halte ich vieles, was in unserer Kultur schambehaftet ist für schlichtweg falsch.

Wir schämen uns, in Kontexten nackt oder leicht bekleidet zu sein meiner Ansicht nach oft viel mehr deshalb, weil wir glauben, nicht der Körpernorm aus Medien und Werbung zu entsprechen. Aber diese Norm ist so weltfremd, so menschenfeindlich, dass eigentlich fast jeder aus der Norm fällt. Sind wir doch mal ehrlich, gerade wenn etwas nicht der Norm entspricht, ist es doch oft interessant.

Hier finde ich sehr spannend, dass mittlerweile zum Beispiel Menschen mit körperlichen Einschränkungen oder nicht normgerechten Körpern nicht mehr länger Scham ihr Leben beherrschen lassen. Erotische Fotografien nicht normgerechter Körper, keine Verbergen mehr von Prothesen sondern vielmehr stolzes Tragen zum Beispiel ganz besonders gestylter künstlicher Arme oder Beine. Es bewegt sich was, auch deshalb, weil immer mehr Menschen erkennen, dass Scham in diesem Bereich auch viel mit Ausgrenzung und Diskriminierung zu tun hat.

Scham hat sehr oft etwas mit gesellschaftlichen und kulturellen Normen zu tun. Dabei ist es wichtig, diese immer wieder zu hinterfragen, zu prüfen. Selbst meine eigene Geschichte ist schambehaftet und erst durch „den Zwischenfall“ habe ich viel meiner unnötigen Schamgefühle verloren.

Was meine Scham bezüglich meiner Sexualität oder meines nackten Körpers angeht, war die nie besonders ausgeprägt. Als ich während meiner Therapie durch die Medikamente als Nebenwirkung impotent wurde, war es für mich nicht sonderlich schwer, dies vor meiner Therapeutin anzusprechen.

ABER: Ich konnte extrem gut über die Scham vor Blamage im beruflichen Umfeld gelenkt werden. Sobald Defizite, Fehler oder schlicht mein Wertemodell eventuell meine berufliche Laufbahn oder schlicht die Möglichkeit, durch das Geldverdienen zu überleben bedrohen konnten, schämte ich mich zutiefst für jeden noch so kleinen Fehler. Auch oder gerade das war ein ganz großer Faktor auch beim Suizidversuch. Ich schämte mich, weil ich glaubte, ein Versager zu sein, nichts zu können, beim Vortäuschen erwischt worden zu sein. Scham wird im Alltag sehr oft auch genutzt, um Menschen dazu zu bewegen, etwas zu tun, was sie sonst nicht tun würden.

Ich halte es für extrem verwerflich, welches Bild Medien und Öffentlichkeit zum Beispiel viel zu oft von Menschen zeichnen, um den Status Quo zu bewahren Wer in unserer Gesellschaft keine Arbeit findet, soll sich schämen und wird als Arbeitsloser all zu oft stigmatisiert. Wer nicht dem Konsumwahnsinn folgt, fühlt sich schnell ausgeschlossen oder defizitär.

Gleichzeitig verlieren Menschen in Machtpositionen immer mehr jede Scham. Für mich ist Donald Trump kein Einzelfall, sondern nur die extreme Form der Schamlosigkeit, die heute bei all zu vielen Menschen mit Macht vorherrscht.

Natürlich ist auch die Sexualität ein Feld, in dem vieles noch all zu sehr schambesetzt ist. Wir sind sicher schon weiter als noch vor Jahren, wenn es die Akzeptanz von Homosexualität oder bestimmten sexuellen Vorlieben angeht (okay, mit Ausnahme einiger, die in ihrer Sichtweise irgendwo bei der Inquisition und der Prüderie vergangener Jahrhunderte hängen geblieben sind) eigentlich sollte sich niemand für seine sexuellen Neigungen schämen müssen, sofern sie sich im Rahmen des ethisch moralischen Kontexts bewegen.

Missbrauch von Menschen, unabhängig von Alter oder Geschlecht ist falsch und wird es auch immer bleiben. Aber alles, was gesetzlich und kulturell nicht verboten ist, sollte nicht Grund für Schamhaftigkeit sein. im Gegenteil, gerade das Verstecken führt hier oft zu Problemen oder verhindert, dass Menschen, die sich hier außerhalb von Gesetz und Moral bewegen zur Rechenschaft gezogen werden. Es war ein sehr großer, sehr wichtiger Schritt, als Frauen es wagten, trotz kulturell indoktrinierter Scham, Missbrauch durch Männer öffentlich zu machen, Diskriminierung offenzulegen und zu hinterfragen, warum der Körper einer Frau entweder abgewertet wird, weil nicht einer Schönheitsnorm entsprechend oder sexualisiert wird, weil Männerfantasien befriedigt werden sollen.

Ich finde es eine berechtigte Frage, warum das Bild eines nackten männlichen Oberkörpers überhaupt kein Problem darzustellen scheint, eine nackte Frauenbrust aber mit nahezu 100% Sicherheit zum Beispiel in den sozialen Medien zu einer Mischung aus Anzüglichkeiten bzw. zu Zensur führt, selbst wenn diese Darstellung in Kontexten vorkommt, die eher medizinischer Natur sind wie Brustkrebsaufklärung und ähnlichem. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen, oder es wird der männliche Blick als Rechtfertigung für Zensur angeführt.

Etwas übertrieben gesagt, sollte es weder ein Grund für Zensur sein, wenn ein nackter Frauenkörper ästhetisch nackt dargestellt wird. Scham wird im Bereich der Sexualität noch all zu oft als Druckmittel eingesetzt. Missbrauch wird verheimlicht, weil ein falsches Schamgefühl die Opfer schweigen lässt.

Scham ist sicher in vielen Bereichen ein soziologischer oder moralischer Stellhebel, der oft sinnvoll ist.

Aber selbst heute, in einer angeblich so aufgeklärten Zeit wird Scham noch zu oft eingesetzt um zu lenken, zu beeinflußen oder zum Schweigen zu bringen.

Sobald ich mich für etwas schäme, sollte ich genau hinterfragen, ob diese Scham berechtigt ist oder ob ich mich schlicht nur deshalb schäme, weil ich glaube, hier defizitär zu sein. Scham darf schützen aber nicht behindern. Schamhaftigkeit darf nie dazu führen, dass Menschen mit Grenzüberschreitungen davonkommen.  Es sind sehr viel seltener die Täter, die sich schämen als die Opfer. Mein Suizidversuch und das, was zu ihm geführt hatte, nämlich eben auch Scham vor vermeintlichem beruflichen Versagen hätte mich nicht nur fast das Leben gekostet, es hat mir schon Jahre zuvor das Leben zur Hölle gemacht. Heute schäme ich mich auch noch viel zu oft wo es gar nicht angebracht ist.

Der Unterschied? Ich erkenne es häufiger und es gelingt mir häufiger, die Scham umzulenken in Richtung eines Hinterfragens der Normen, die meine Scham auslösen oder zu hinterfragen, ob sie überhaupt angebracht ist

Wir schämen uns zu oft für die völlig falschen Dinge und wir schämen uns zu oft.

Ergänzung:

Natürlich konnte dieser Beitrag erst ein kleiner Abriss sein, es gäbe und gibt da noch viel mehr Aspekte und Themen anzumerken. Deshalb wird das wohl auch eher der Auftakt einer Reihe sein, die sich mit Scham- und Schuldgefühlen befassen wird.

Und weil vermutlich wieder viele falsche Hälse darauf warten, gefüllt zu werden.

Schickt mir gerne die Drohbriefe. Die werden gesammelt, wer weiß, wofür das noch gut ist 😉

 

Jetzt lass doch mal los

Etwas, von dem ich mich relativ zügig verabschiedet habe, als ich in den Kliniken mehr über mein wahres Ich gelernt habe, waren falsche Erwartungen, falsche Ziele, falsche Ideale. Ich glaube mittlerweile, das war das eigentlich Schwierige. Einzugestehen, dass ich zwar ein guter Informatiker bin, aber im Herz ein Autor, ein Maler, ein Künstler. Und diesen Begriff „Künstler“ ernst nehmen, nicht abtun, so wie es meine Eltern taten, als ich diese Laufbahn einschlagen wollte.

Auch wenn wir meinen, wir würden über unser Leben entscheiden, erlauben wir viel zu vielen Menschen, für uns zu entscheiden oder sollten wir gar die Chuzpe haben, uns gegen deren Entscheidung wehren, dann wird gegen uns vorgegangen.

„Herr Hauck, sie spielen rum, sie organisieren sich schlecht“, gesagt von einem Gestrigen, der nicht wahr haben wollte, dass ich bereits digital arbeitete, wo er noch so sehr in sein Papier verliebt war. Nur ein Jahr später gab es dann das erste dienstliche Smartphone und vergessen war der Vorwurf der Spielerei, aber nicht vergeben die Konsequenzen.

Mittlerweile bin ich sehr vorsichtig bei unaufgeforderten Ratschlägen. Im Ratschlag steckt der Schlag, der mir mit dummen, vorwurfsbeladenen Ratschlägen gegeben wurde.

Aber auch ich muss loslassen. Vorwürfe und Schuldzuschreibungen mögen manchen unangenehmen Fakt leichter schluckbar machen, sind wie die Sauce beim Braten. Aber sie helfen nicht weiter. Wir müssen nicht vergessen, wer uns wohlwollend gesinnt ist und wer uns eher als Gefahr begegnet. Aber wir sollten loslassen, wenn es um Vergangenes Unrecht geht. Das wird nicht mehr besser und die allermeisten, die einem ein Unrecht zugefügt haben, sehen es gar nicht ein, dies sich oder uns einzugestehen, geschweige denn, sich zu entschuldigen.

Ich merke jetzt, wo ich leichter loslasse, wo ich mich als Person sehe, unabhängig von den Erwartungen anderer, dass ich wieder bei mir bin, wieder der Mensch, der einmal Kunst, Kreativität geliebt und gelebt hat. Es ist noch nicht zu spät. Ich werde versuchen, so authentisch wie möglich zu sein.

Und ungebetene Ratschläge bekommt ihr von mir hoffentlich nie zu hören. Eher schon einen Blick auf mein Erleben und meine Erkenntnisse daraus.

Live Mitschnitt einer Lesung von Katja und mir

Zum ersten Mal gibt es einen Live Mitschnitt einer Lesung meiner Tochter Katja und mir anlässlich des Tags der Seelischen Gesundheit, aufgezeichnet in Ludwigshafen-Frankenthal.

Eine Stunde Gespräch und Lesung.

Hier der Link, da einbetten von den Veranstaltern abgeschaltet ist.

Dennoch zumindest auch die Startseite, einfach oben dann „auf Youtube wiedergeben“ auswählen.

 

Meine Depression hat einen sehr schrägen Humor

Und meist ist die einzige, die darüber lachen kann meine Angststörung. Die beiden sind Kumpels, best friends, buddies, mein persönlicher Dr. Jekyll und Mister Hyde. Nur dass es meist eher der Hulk ist, den sie gemeinsam verkörpern.

Seit 2016, als ich endlich aus der Psychiatrie entlassen wurde und mich selbst wieder unter den „normalen Verrückten“ zu bewegen begann, ließen mich die beiden weitestgehend in Ruhe. Gut, vor jedem Auftritt streckte meine Angst ihren gehässigen, viel zu kleinen und genau genommen potthässlichen Kopf durch die Garderobentür um mir „nur das Schlechteste, totales Versagen oder ein gelangweiltes Publikum“ zu wünschen. Aber jedes Mal konnte ich sie bei der Rückkehr in die Garderobe auslachen, musste sie und meine Depression zugeben, dass ihre Macht mir gegenüber doch geschrumpft war. So nahm ich zumindest an. Aber auch das war nur ihr gehässiger, schwarzer, gemeiner und schräger Humor. Vor den Kliniken waren die beiden immer Teil meines Theaterstücks „Der Uwe und seine Psyche“. Aber damals saßen sie in den hinteren Reihen, versteckt, im Dunkeln, bereit zuzuschlagen, wenn ich es am wenigsten erwartete und dann kichernd und feixend wieder ins Dunkel der hinteren Ränge zu verschwinden, von wo aus sie schon den nächsten Coup planten, während ich noch vom letzten bösen Streich wieder aufzustehen versuchte.

In den Kliniken hab ich die beiden in die erste Reihe gezerrt. Angebunden, Knebel im Mund, die hellsten Theaterstrahler auf die beiden, die es in meinem Lebenstheater gibt.

Aber ich möchte verflucht sein, hie und da gelingt es den beiden doch wieder, mir einen Streich zu spielen.

Ein Beispiel gefällig? Gut, möge die Tragikcomedy beginnen.

Etwa vor einem Monat war es. Eigentlich alles gut, ich etwas gelangweilt, weil es keine Lesungen, keine Auftritte, kein Interview gab, das mich von der Alltagsroutine hätte ablenken können. Da hätte ich es ahnen können, dass die beiden die Routine, die Langeweile zu ihren Gunsten nutzen würden. Ich prüfte, wie fast jeden Tag meine Kontobuchungen, ja, Kontrollfreak kann ich.

Das bei meinem Konto vor allem das Minuszeichen auf jedem Bildschirm tiefe Brandspuren hinterließ, ja, kenn ich, jedes Mal, wenn ich das reparieren ließ, wars irgendwann wieder da. Geschenkt, meine Bank ist glücklich.

Da fielen mie drei mal 81 Euro auf, die von meiner Kreditkarte gebucht worden waren.  Eigentlich banal, eigentlich einfach zu handhaben, eigentlich kein Problem für mich. Eigentlich. Auftritt, Angst und Depression.

Irgendwie musste sich da die Angststörung befreit haben, denn ich hörte noch ein hämisches „Haben wir dich“, als ich einen Tritt gegen mein Nervenkostüm bekam. Stand ich gerade noch oben und blickte ins Tal meiner schwarzen, depressiven Stimmungen, war ich schon auf dem Abflug Richtung Dunkelheit und konnte im Fallen noch das hämische Grinsen meiner Angst sehen. Von unten rief dann auch schon die Depression:“Na? Komm zu Mami! (Mami ist meiner persönlichen Geschichte geschuldet und soll hier bitte nicht als Wertung eines Geschlechts oder einer familiären Berufsgruppe gelten)

Der Aufschlag war hart und meine Freude, meine Stabilität, meine Schutzmechanismen gegen meine beiden Schultersitzteufelchen  zerbarsten mit dem Aufschlag in tausend kleine emotionale Fragmente.

Es würde wieder Zeit brauchen, das zu kleben, mir eine Strickleiter oder ein Seil zu besorgen und mich wieder aus dem Tal nach oben zu arbeiten aber hey, war ja nicht das erste Mal. Mir gelang es irgendwie den Kreditkartenbetrug zu klären, sogar ne Anzeige bei der Polizei schaffte ich aufzugeben, obwohl ich eigentlich nur Ruhe wollte, nichts hören oder sehen. Gegen Ende der Woche schien auch alles gut zu sein. Aber Sonntag Abend beschloss wohl mein Kumpel Depression: „Nope, so leicht machen wirs dir nicht, du hast uns schon viel zu lange weggeschlossen.“  Panikattacken, Angst, Depressive Gedanken. Wie entlassen aus Pandoras Büchse waren sie alle wieder da, als ich gerade die oberste Stufe meiner Depressionstalentkommstrickleiter erreichte und mit einem hämischen Lachen schnitten sie den Knoten durch, der mich gerettet hätte, gerade als wollten sie einen neuen Abwärtsweg eröffnen, den sie frisch für mich gebaut hatten.

Mein Arzt kennt nun Gott sei Dank die Beiden zumindest von Erzählungen. So verschrieb er mir eine stabilere Leiter und mehr Zeit für deren Zusammenbau. Nach drei Wochen ging es mir wieder so weit gut, dass ich nicht nur meinem Umfeld beständig versichern konnte: „Nein, alles gut.“ ohne dabei zu lügen, ich glaubte es mir sogar selbst langsam wieder.

Im Moment sitzen die beiden wieder in der ersten Reihe. Hab die Fesseln verstärkt und das Pflaster über den Mündern ist Ducttape gewichen. Aber ich weiß, irgendwann schaffen es die beiden wieder, sich da raus zu tricksen. Den nötigen schrägen Humor und die Fantasie haben sie ja. Bin nur gespannt, wie sie mich dann überrumpeln werden.

Vernunft ist eine Illusion

Schon als Kinder kriegen wir doch alle gesagt, sei vernünftig, sei klug, sei strebsam.

Nur, was uns da an Vorstellungen zu dem vermittelt wird, was klug, vernünftig, strebsam sein soll; ganz ehrlich, bei wirklich vernünftigem, hellem Licht der Erkenntnis betrachtet, ist vieles davon mit Verlaub grandioser Bullshit.

Warum ich so denke? Weil ich mit Menschen spreche, weil andere Menschen miteinander sprechen. Und immer wieder gerate ich an Menschen, an Meinungen, an Wertesysteme bei denen ich lauthals „hör auf zu reden und fang zu denken an. “ rufen möchte. Und nein, ich nehme mich da nicht aus. Auch heute noch folge ich vielen Dogmen, Vorstellungen, Werten, die eigentlich Bullshit sind, aber leider hab ich mich entweder freiwillig drauf eingelassen, oder es ist so sehr gesellschaftlicher Konsens, dass ein Aussteigen so gut wie unmöglich ist. (Und kommt mir  nicht mit dem, wenn du willst, geht alles Bullshit. Habs versucht, stimmt einfach nicht.)

Wir alle kennen doch diesen inhärenten Irrsinn, dass so manche von uns in einem Job (ich spreche nicht von Beruf, der kann einem immense Freude bereiten) arbeiten, den sie hassen, den sie aber auch nicht kündigen wollen. Witzigerweise gibt es dann aber auch wieder Umfragen, so und so viele wären mit ihrem Job zufrieden. Ja was denn nun? Oft ist es die Diskrepanz zwischen dem, was man vernünfitgerweise tun möchte im Beruf und dem, was erwartet wird. Oder auch, die Arbeit an sich würde ja Spass machen, hätte man genug Zeit, weniger Druck und weniger Überwachung. Oder anders herum, Stress kann selbst einen Bürojob zur Gesundheitsgefährdung werden lassen.

Gerade Menschen mit kreativen Berufen finden in ihrer Jobbbeschreibung oft die kreativen Entfaltungsmöglichkeiten, die dann von der Realität auf ein Minimum an Freiheit eingestampft werden (sie dürfen gerne wählen, welche von zwei Farben, welche von zwei Schriftarten sie für das Design verwenden dürfen, aber wie sie zu arbeiten haben, dass bestimme ich, ich bin ihr Chef)

Wir leben in so vielen Korsetts, was Job, was Konsum, was soziale Interaktion, ja sogar was Sex angeht.

Leistung ist wichtig, es gesellschaftlich konform zu tun. Ich war und bin auch heute noch in meinem Umfeld Außenseiter, weil ich weder ein gesteigertes Interesse an Autos, an Besäufnissen oder Fussball hatte und habe. Wir mögen uns so aufgeklärt geben, gendergerechte Sprache, keine Diskriminierung von Minderheiten fordern aber im kleinen, im privaten, im persönlichen Umfeld jenseits derer, die für political correctness kämpfen, läuft der Wahnsinn weiter wie bisher.

Da wird nach wie vor konsumiert, als gäbe es kein Morgen. Kaum, dass nach Corona Lockdown wieder Geschäfte öffnen durften, die nicht für den alltäglichen Bedarf zuständig sind, wurde wieder konsumiert, als gäbe es kein Morgen (nun gut, wenn wir so weiterleben, ist dass in nicht allzuferner Zukunft für viele richtig).

Wenn ich reflektiere, was ich seit Beginn meines Homeoffice wirklich vermisse, dann ist das eigentlich ziemlich wenig. Soziale Kontakte reichen mir bei vielen Menschen virtuell, alleine bin ich dank Familie nicht und unser Haus bietet genug Platz, um sich auch zurückziehen zu können.

Was aber viel mehr zählt: Mir wurde und wird vor Augen geführt, wie viel unnötiges ich bislang freiwillig mitgemacht habe, nur weil man das halt so macht. Wie viele Manager haben in der Vergangenheit behauptet: „Also bei uns geht kein Homeoffice“ und dann festgestellt, dass das wenn alternativlos doch plötzlich binnen Tagen, manchmal Stunden geht. Microsoft hat die 4 Tage Woche in Japan testweise eingeführt, weil erkannt wurde, dass Produktivität eben nicht das Ausdehnen von Arbeit in den zeitlichen Rahmen bedeutet.  Und oh Überraschung, die Effekte waren überwiegende positiv.

 

Im Home Office ist es plötzlich nicht mehr möglich, die Untergebenen wie kleine Kinder zu überwachen, damit sie überhaupt arbeiten, und siehe da, die Arbeit wird erledigt (wobei es ja an sich ein krankes Menschenbild ist, wenn jemand glaubt, Mitarbeiter würden nur arbeiten, wenn das auch überwacht wird)

Wir stehen vor großen Herausforderungen. Klimawandel, Gender Paygap. Ein immer höheres Rentenalter obwohl die Unternehmen ältere nach wie vor eher feuern als einstellen. Machtgier bei Staatsoberhäuptern, gepaart mit Dummheit und manchmal auch noch einer besch…eidenen Frisur. (Person, Man, Woman, Camera, TV, Yellow Hair). Wir müssten eigentlich vieles, das unser aktuelles Wirtschafts- und Sozialsystem zusammenhält hinterfragen, ändern, beenden oder gänzlich neu gestalten. Das wäre vernünftig. Aber Vernunft ist nichts, an dem man wirklich viel Geld verdienen kann. Schaut euch mal bei euch um, was ihr an Dingen besitzt, die vernünftig sind, was ihr an Verhaltensmustern lebt, die vernünftig sind. Und wenn bei euch alles vernünftig ist, seid ihr dann auch wirklich ehrlich?

Und wenn ich mir die Bezahlung und dazu die Relevanz der betroffenen Berufe ansehe (dank Corona sehr schön mit „systemrelevante Berufe“ bezeichnet) dann wird nicht der gut bezahlt, der wichtige Arbeit leistet, wie Pfleger*innen, Ärzt*innen oder Mitarbeiter in Supermärkten oder diejenigen, die die Versorgung mit WESENTLICHEM aufrechterhalten. Investmentbroker, Menschen, die mit Geld spielen, Berufe, die niemand vermissen würde, gäbe es sie plötzlich nicht mehr, die werden teuer bezahlt. Erinnert mich an die Golgafrincham Arche aus Anhalter durch die Galaxis.

Wo die Gesundheit des Menschen nur noch als ökonomischer Wert betrachtet wird, wo Krankenhäuser wirtschaftlich sein müssen, statt erfolgreich in der Heilung von kranken Menschen, da läuft was extrem falsch.

Wo Verschwörungstheoretikern geglaubt wird, statt der Vernunft, wo man persönliche Interessen und Freiheiten vor vernünftigem Handeln für eine Gemeinschaft stellt, da sehe ich nicht wirklich die Vernunft am Ruder. Gier, Dummheit, Machtstreben, Faulheit, Ignoranz. Alles Eigenarten, die ich gefühlt heute viel häufiger erlebe, als Vernunft.

Und, Spoileralert. Da schließe ich mich beileibe nicht aus.

Was die Lösung ist? Bildung. Nicht Ausbildung, Bildung. Und eine Wertegemeinschaft, die Streben nach Besitz ersetzt durch Streben nach Gemeinschaft, Toleranz, Freiheit und vor allem, die es Menschen ermöglicht, unabhängig von Sorgen um Geld und das Überleben durch Geld  zu existieren. Wer gleichzeitig Arbeitsplätze wegrationalisiert und diejenigen bestraft, die dadurch keine Stelle mehr finden, wer digitalisiert und ignoriert, dass damit immer. mehr einst sichere Jobs wegfallen, der hat noch nicht gemerkt, wie sehr sich die Gesellschaft wandeln muss, wollen wir auch in Zukunft einigermaßen friedlich zusammenleben.

Rente mit 70 ist genauso ignorant wie die Annahme man könne einen Banker einfach mal zum Altenpfleger machen, wenn seine Stelle wegfällt oder ein über 50 jähriger, der entlassen wird, weil jüngeres Material zu verbrennen vorhanden ist, würde so einfach eine neue Stelle für die Zeit bis zur Rente finden.

Wir brauchen einen Diskurs der Vernunft. Ich sehe aber noch nicht mal ansatzweise, dass der irgendwo begonnen hat. Der Finger in der Wunde ist da, aber statt die Wunde zu behandeln, wird sie noch größer gemacht. Hey, Klimawandel, das erleb ich ja eh nicht mehr. Vernünftig ist so eine Haltung nicht, maximal fatalistisch und ignorant.

Und wenn ich an die Corona Krise, die plötzlich mögliche Digitalisierung und das schlagartig funktionierende Home Office denke. Warum nicht beibehalten?  Warum nicht endlich mal begreifen, dass immer mehr und immer schneller nicht der Weg sein kann. Und warum nicht da wo möglich weiterhin auf Wunsch Home Office. Und die, die vor Ort sein müssen, dann evtl. dafür wertschätzen (und das darf durchaus monetär sein, in dem man zum Beispiel eine Vor Ort Pauschale zahlt. Schliesslich sparen viele Arbeitgeber ja wiederum bei denen, die zuhause arbeiten können zumindest den Büroplatz in der Firma).

 

Zurück und einiges gelernt

Das kam unerwartet. Nach einem eigentlich kleinen Zwischenfall kam quasi ad hoc der Zusammenbruch. Wieder alles da. Die Angst, die Depression und ich stand vermeintlich vor den Trümmern dessen, was ich mir seit 2015 wieder Stück für Stück zurückgeholt hatte.

Also erst mal zum Arzt, der mir gleich mal mindestens eine Woche Auszeit verordnete.  Es sollten drei werden.

Aber ich habe einiges gelernt. Ja, meine Depression und die Angst hat mich nicht mehr im Griff, aber sie kann immer noch ganz schön Ärger machen.

Ich hatte wohl zu viel Stabilität erwartet. Was ich aber auch erkannt habe und was man mir damals in den Kliniken zu einem Strick drehen wollte (ein ziemlich gruseliges Bild, wenn ich es recht überlese) , das intensive Beschäftigen mit einem Thema ist für mich Teil meiner Stabilität. Und in den letzten Jahren war das meine Rolle als Autor, als Aktivist und als Redner. Ich brauche nicht viele Menschen um mich, aber ich brauche die Abwechslung, den Kontakt mit meinen Leser*innen und Follower*innen und ja, auch dem einen oder der andern Fan*in. Es war zu eintönig, die Arbeit war ja wie immer, nur an anderem Ort, aber danach passiert nichts neues. Und das zu lange nicht. Langsam laufen die Termine wieder an, was mich mit stabilisiert hat. Genauso wie Interviews (Aktuell vom Nachtcafé des SWR für deren Podcast).

Ich habe gelernt, dass ich schon früher gute Methoden hatte, mit kleineren Krisen umzugehen, die ich mir aber fast hab ausreden lassen. Nein, ich habe keine Internetsucht, aber das Internet ist für mich ein Anker, eine Abwechslung.

Gut, im Moment ist es eher Aufreger, wenn ich da an die Demo in Berlin denke, die das Ende einer Pandemie feiert, die gerade erst so richtig hochläuft. Ich gehöre zu denen, die Verantwortung auch für andere übernehmen. Eine Maske tragen ist ein kleiner Preis dafür, keine Menschenleben auf dem Gewissen zu haben. Mögen mich die Dunning Kruger Jünger doch als „Schlafschaf“ betiteln. Ich glaube lieber „Mainstream“ und Wissenschaft, als Köchen und Musikern, die scheinbar plötzlich alles durchschauen. Meine Erde ist rund, der Mond beeinflußt mich nicht und Homöopathie ist für mich keine Medizin sondern Placebo.

Anyway. Ich bin wieder da. Stabiler als zuvor und mit einer nochmal relativierten Sicht auf das, was anderen und das, was mir wichtig ist.

Und wir sehen uns hoffentlich bald auch in Person auf einem Barcamp oder einer Lesung wieder. Ich würde mich freuen.

Kontrollverlust

Ich denke, Kontrolle haben, Kontrolle bewahren war immer ein Schlüsselthema in meiner psychischen Geschichte. Die besten Zeiten meines Lebens waren das Studium (ein Humboldtsches, in dem noch nicht Studenten wie Kindern vorgeschrieben wurde, was sie wann zu studieren haben) und das dreijährige Forschungsstipendium bei IBM. Gott sei Dank hat meine Frau mich in dieser Zeit kennengelernt und zwar den echten Uwe. Dramatisch wurde es erst, als ich die Kontrolle abgeben musste. Als ich in ein Angestelltenverhältnis gewechselt bin. Noch dazu eins, bei dem ich mit meinem Magister in Computerlinguistik und Künstlicher Intelligenz eigentlich völlig überqualifiziert war. Aber da damals, Mitte der Neunziger die allerwenigsten eine Ahnung von CL&KI hatten, fiel das nicht weiter ins Gewicht.

Aber dort war ich Angestellter, erhielt Anweisungen, musste brav sein und folgen, wie ein kleines Kind. Meine Frau hat recht, ich hätte in der Forschung bleiben sollen oder mich selbständig machen. Denn seit diesem Zeitpunkt fühlte ich mich nicht mehr sicher. Ich hatte nach meinem Empfinden die Kontrolle über mein Leben verloren. Und beim nächsten Job kam noch dazu, dass mir aus meiner fortschrittlichen Arbeitsweise sogar ein Strick gedreht wurde. Wieder keine Kontrolle, kein selbständiges Entscheiden, wie ich optimal arbeite.

Erst nach den Klinikaufenthalten erkenne ich langsam, dass ich mehr Kontrolle hatte, als ich dachte. Sicher, einige Entscheidungen wurden durch meine Angststörung beeinflußt und dieses eine verdammte Gespräch hätte ich wütend abbrechen sollen, statt brav wie ein scheues Reh zu allem ja zu sagen.

Ich bin nach wie vor ein Angestellter, die Verpflichtungen, die auf mir liegen bedingen das (noch?) aber mein Herz ist endlich wieder frei. Ich bin Autor und habe einen Brot und Butter Job, der mir wirklich gefällt, zu mir passt und wo man auf Augenhöhe kommuniziert. Mein Leben dreht sich aber nicht mehr nur darum, wie ich möglichst viel leisten kann, um zu überleben.

Als ich die größte Angst davor hatte, die Kontrolle völlig zu verlieren und deshalb losgelassen und überhaupt keine Kontrolle mehr erwartet habe, genau dann bot man mir Chancen und Wege an, die mich mehr in die Kontrolle meines Lebens brachten, als jemals zuvor. Schade nur, dass es fast mein ganzes Erwerbsleben dauern musste, bis ich endlich auf den Trichter kam.

Jetzt stehe ich immer wieder auf der Bühne, ein Ort, an dem ich mich seltsam in der Kontrolle fühle. Ich erzähle meine Geschichte und kann dadurch anderen Menschen helfen. Und ich möchte helfen, möchte, dass mehr Menschen ihren Wert jenseits von Geld und Leistung erkennen. Eigentlich sogar noch mehr, ich möchte, dass dieser idiotische Drang nach immer mehr endlich aufhört, dass erwachsene Menschen nicht mehr im Beruf wie Kinder behandelt werden. Und das wir alle endlich wieder arbeiten, um zu leben und nicht, wie es uns immer noch als Ultima Ratio vorgegaukelt wird, leben um zu arbeiten.

Es wird noch ein langer Weg sein. Aber immerhin habe ich jetzt meinen Weg gefunden. Und der hat nichts mit Geld für Leistung zu tun. Der hat mit Freude am Austausch, Freude, anderen zu helfen zu tun.

(Bin mal gespannt, wer da wieder alles mögliche reininterpretiert, das nicht wahr ist. In der Vergangenheit gerne mal passiert. Die Briefe werde ich mir mein Leben lang aufheben. Denn ein Satz, in einem bestimmten Brief, hätte mich fast das Leben gekostet.)

An meine Leser (Spoiler: DANKE)

Danke. Damit falle ich schon mal durch die berühmte Tür ins Haus. Danke für euren Zuspruch, euer überwältigendes Interesse an meiner Geschichte.
2015 dachte ich, das wars mit meinem Leben. Mein Umfeld hatte mir übel mitgespielt, man hatte versucht, mich zum Schweigen zu bringen über meine Krankheit, meine Geschichte. Und dann entstand aus einer Verkettung von Zufällen dieses Buch. Weil ihr auf Twitter Interesse an meinen Gedanken #ausderklapse zeigtet.
Dadurch wurde ein Literaturagent auf mich aufmerksam, der zum ersten Mal den Gedanken ins Spiel brachte, meine Geschichte, mein Erleben wäre relevant genug, interessant genug, zwischen die Deckel eines Buchs gepresst zu werden. Und ein Verlag vertraute der Idee so sehr, dass ich tatsächlich verlegt wurde. Etwas, das ich nicht mal zu träumen gewagt hatte. Ich ein Autor? Und jetzt, nach nun knapp über 3 Jahren sogar mit einigem Erfolg? Niemals! Doch, ich sollte ehrlich sein.
Als damals oft gemobbter und zuhause nicht wirklich geliebter Jugendlicher habe ich sehr schnell für mich Kunst, Literatur als Fluchtpunkt entdeckt. Ein Traum war es, den ich aber ohne jede Hoffnung auf Realisierung träumte. Etwas von Bedeutung schaffen, etwas, das die Welt für mich und für uns alle etwas besser hinterlässt. Ihr habt diesen Traum war werden lassen. Ich bin kein Star, das wollte ich auch nicht. Aber jetzt hat mein Leben mehr Bedeutung, mehr Verantwortung, mehr Gewicht als jemals zuvor. Ich kann Menschen helfen, ich, als Person, kann Bedeutsames bewegen.
Das verdanke ich nur euch, meinen Lesern, Followern, Unterstützern.
Ich bin kein Schauspieler geworden, kein Kunstmaler. Alles Jugendträume eines Kindes, das so etwas wie Zuneigung und Freundschaft erst ganz spät erfahren hat.Uwe zeigt ein Herz mit seinen Händen
Ihr habt mir gezeigt, dass ich mehr bin als nur ein Stück irrelevanten Daseins ohne Weg, Wert oder Ziel. Jetzt gibt alles irgendwie Sinn. Jetzt fühle ich mich zumindest als Mensch anerkannt, der Wünsche, Träume, Ziele hat. Euer Feedback ermutigt mich, weiter zu kämpfen. Eure Leserbriefe, die Gespräche auf Lesungen. Es zeigt mir, dass ICH als Person einen Wert haben kann.
Und gleichzeitig habe ich gelernt, dass dieser Wert immer schon da war. Nur vergraben unter Selbstzweifeln, Ängsten und Traumata. Ich bin immer noch nicht ganz frei davon. Aber ihr meine LeserInnen seid es, die mich weitermachen lassen.
Dafür möchte ich euch von ganz tiefstem Herzen danken. Es ist nicht selbstverständlich und ich muss mich immer wieder daran erinnern, dass ich tatsächlich Autor geworden bin, dass Menschen mein Buch mögen, dass sie gar etwas für ihr eigenes Leben daraus ziehen können.
Ein größeres Geschenk gibt es nicht. Ich bin nicht reicher an materiellen Werten, definitiv nicht, aber als Mensch bin ich endlich in der Lage, der Welt entgegenzuhalten: DAS BIN ICH. Und ich bin gut so, wie ich bin. Das sind wir alle, das seid ihr alle.
Aber ihr habt einen großen Anteil an meinem Wandel, vermutlich weit größer als alle Therapeuten und Kliniken zusammen.
Und gerade helft ihr mir mit eurem Zuspruch, wieder aus einem Tal zu kommen, kämpft mit mir gegen meinen ganz persönlichen schwarzen Hund.

Danke. Ich bin so unendlich dankbar. Ihr habt mich verändert, vielleicht sogar weit mehr als ich euch. Wir sind viele und wir kämpfen alle einen Kampf, den wir gemeinsam besser schaffen, eher gewinnen.

Sagte ich es schon? Egal: DANKE!