Die große Seuche des mobilen Gaming: Free to Play

IMG_1646Sind wir mal ehrlich. Alle finden wir es doch gut, wenn wir ein Spiel kostenlos bekommen. Seien es die Sims, Plants vs. Zombies oder Real Racing.

Aber bekommen wir diese Spiele wirklich umsonst? Nein, im Gegenteil, die werden richtig teuer, wenn man wirklich dauerhaft Freude daran haben will und vielleicht sogar mit und gegen Freunde spielen.

Free to Play ist in den allermeisten Fällen nichts weiter als eine Marketing Lüge um die Leute zu deutlich höheren Ausgaben zu verführen, als sie zu Beginn für den Erwerb des Spieles zu zahlen bereit wären.

In App Käufe sind das momentan größte Ärgernis der mobile gaming Industrie. Zwar behauptet jeder Hersteller, man könne das Spiel auch ohne sie genießen, aber entweder muss man dann zwischen den Partien ärgerlich lange warten (oder kauft sich weitere Level gegen Cash) oder man verliert früher oder später gegen diejenigen, die sich ihre Fahrzeuge oder Charaktere gegen Bares verbessern.

Ich bin für ein zurück zu den Spielen, für die ich zu Beginn einen reelen Preis zahle,  sagen wir, ca 5 Euro, anstelle im Lauf eines Spielerdaseins 20-50 Euro oder mehr für In App Käufe auszugeben, die ich zudem, sollte ich das Spiel mal später komplett neu spielen wollen ALLE verliere.

Hallo Hersteller, ja, es ist eine tolle Idee für eure Profite, aber für uns Gamer ist das ein Geld verschwendendes Ärgernis. Wenn ihr schon diesen Blödsinn betreibt, dann eine Bitte. Bietet gegen einen sinnvollen Preis die Vollversion an. Und damit MEINE ich die Vollversion.

Wer in einem Spiel, für das ich bezahlt habe tatsächlich auch noch in App Käufe versteckt, die für das Vorankommen im Spiel wichtig sind, tut mir leid, der will mich definitiv abzocken und dessen Spiele werde ich weder spielen, noch irgendjemandem weiterempfehlen.

Wie ich teste, was ich teste und was das hier alles soll

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Bloggen kann man an vielen Orten.

Nun bin ich schon über drei Jahre mit diesem thematischen Blog aktiv. Zeit, ein wenig zurück zu blicken.

Gestartet habe ich das ganze eher aus der Motivation, dass ich in Diskussionen oft der einzige war, der neuen Technologien auch etwas positives abgewinnen konnte. Manchmal hatte ich das Gefühl, der Mehrheit wäre es lieber, wir würden wieder zu Feuer und Speeren zurückkehren.

Aber andererseits konnte ich auch sehen, dass viel zu oft mit politischen Entwicklungen in Bezug auf die Digitalisierung viel zu salopp umgegangen wurde, deshalb sollte sich mein Blog nicht nur um Gadgets und technische Innovationen drehen, sondern auch um die Implikationen für die Gesellschaft.

Mittlerweile sind drei Jahre ins Land gezogen. Die Grundausrichtung ist die gleiche geblieben, allerdings hat sich die Zahl der Tests und Berichte zu Gadgets deutlich erhöht, da ich erkennen durfte, dass mittlerweile doch die Akzeptanz für die digitalen Technologien gestiegen ist und mehr Menschen sich für fundierte Tests zu neuen und vor allem innovativen Produkten interessieren.

Zudem sind einige Kooperationen mit Unternehmen zustande gekommen, die es mir ermöglichen, auch ohne dass ich mir jedes Gadget kaufen zu müssen, brandneue Geräte für mehrwöchige Tests geliehen zu bekommen.

Weil aber der eine oder andere schon mal gemeckert hat, ich würde ja alles über den grünen Klee loben, hier meine Herangehensweise an solche Tests.

Da mein Blog primär doch unterhalten will und informativ sein und ich tendenziell von Dingen berichten will, die mich vorab schon begeisterten bedingt dies, dass ich meist Dinge teste bzw. zum Test angeboten bekomme, die mich potentiell interessieren. Hat da dann der Hersteller nicht komplett versagt, dürfte die Grundaussage eines Beitrags schon mal positiv sein. Ich will schliesslich nicht über Dinge berichten, die ihr nicht kaufen sollt. Bei mir soll es Berichte zu Produkten geben, die mich überzeugt haben.

Und was ich überraschenderweise sagen muss, bislang habe ich noch kein Angebot für einen Test bekommen, bei dem mir nahegelegt wurde, doch bitte positiv zu berichten. Diesen Freiraum habe ich mir aber auch stets vorab erbeten.

Warum ich dieses Blog letztlich schreibe ist meine Freude am Schreiben an sich. Während andere vielleicht abends vor der Glotze sitzen, sitze ich lieber gemütlich mit Tablet auf der Couch, recherchiere etwas im Netz und schreibe meine Artikel für den Blog. Das ist für mich keine Anstrengung sondern etwas, das mir zutiefst Spaß macht und ein guter Ausgleich zu meiner Tätigkeit als Softwareentwickler.

Und ich werde auch weiterhin testen und die Tests werden auch weiterhin häufig positiv ausfallen. Denn was mir nicht gefällt, dass lehne ich auch schon mal ab. Will ja auch Spaß beim Testen haben und mich nicht aufregen müssen 😉

In diesem Sinne. Bleibt mir gewogen und schreibt mir gerne auch, worüber ihr hier gerne mal lesen würdet.

Die Galaxy Gear wird schlauer. Aber zu teuer ist sie immer noch

IMG_20131109_111329Ein jüngstes Update der Galaxy Gear ermöglicht jetzt alle Benachrichtigungen auf der Uhr darzustellen. Damit ist zumindest einer meiner Kritikpunkte an der Galaxy Gear entschärft.

Zudem informiert die Uhr nun nicht nur über den Erhalt einer Nachricht, sondern zeigt auch deren Inhalt an. Somit spart man sich jetzt doch des öfteren den Griff zum Smartphone.

Die Uhr wird durch das Update auf Version  Versionsnummer V700XXUAMK7 gehoben.

Ich muss aber weiterhin sagen, die Verbindung der Gear Software mit meiner Test Smartwatch läuft nicht problemlos. Bei jedem Installationsversuchs einer App verliert die Gear die Verbindung zum Smartphone.  Bin hier weiterhin auf der Ursachensuche und falls jemand sachdienliche Hinweise hat, wäre ich sehr dankbar dafür.

 

Spielerisch der Wissenschaft helfen: Fraxinus

screengrabs_02Es existiert ein Pilz namens Fraxinus excelsior der bei Eschen zu einem Triebsterben führt. Und es gibt Facebook und viele hundertausende Spieler, die gerne Spiele wie Candy Crush Saga spielen.

Daraus hat das Sainsbury Labor und die Spielefirma  Team Cooper das Spiel „Fraxinus” entwickelt, das auf den ersten Blick Spielen wie Candy Crush Saga sehr ähnelt, in Wirklichkeit aber dabei hilft, ein Mittel gegen den Pilz zu finden. Dabei hilft jedes einzelne Spiel ein wenig dabei, den genetischen Aufbau des Pilzes zu entschlüsseln, der im Moment in England ganze Waldgebiete vernichtet.

Dabei besteht die genetische Information aus Milliarden einzelner Einheiten. Jedes einzelne Muster im Spiel repräsentiert dabei eine möglicherweise zur Schädigung führende Informationseinheit innerhalb der Gesamtinformation.

Dr MacLean betont, dass hierbei reine Computerleistung nicht zielführend ist, aber durch die Teilnahme der freiwilligen Nicht-Spezialisten viel effektiver nach möglichen Gegenmitteln gesucht werden kann.

Die Webseite des Projekts findet sich unter: http://oadb.tsl.ac.uk/ und das Facebook Spiel unter: http://apps.facebook.com/fraxinusgame/

Und das dürfte wohl auch eines der wenigen Spiele sein, die ich unter Facebook nicht blockiere 😉

Fundstück der Woche: Ein ganz besonderer Muff

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Manchmal findet man bei Kickstarter auch Projekte, wo man sich fragt, ist das nun genial, irre oder einfach nur was für Geeks.
So bei dem Projekt Tahka, einem ganz speziellen Muff für die kalte Jahreszeit. Der Grundgedanke an sich ist dabei so simpel wie brilliant. Man nehme das Muff Konzept, ergänze es um ein Sichtfenster und schon hat man ein Behältnis, in dem man das Smartphone in der kalten Jahreszeit verwenden kann. Immerhin wissen wir ja, dass Smartphones und insbesondere deren Batterien mit extremen Temperaturen nicht so gut zurecht kommen. Und die kanadischen Initiatoren der Kickstarter Kampagne leben schließlich in einer Region, in der es durchaus mal deutlich unter 0 Grad Celsius kalt werden kann.

Alleine, ob ich wirklich mit so etwas um den Hals rumlaufen möchte. Ich weiß es nicht. Nichts desto trotz läuft die Unterstützungskampagne bei Kickstarter und von den benötigten 20.000 kanadischen Dollar, um das Produkt wirklich in Serie zu produzieren sind von 9 Backern bislang knapp 490 Dollar bereitgestellt worden. Das ganze läuft noch 25 Tage und wer so etwas haben möchte sollte dort seinen Beitrag leisten. Wie gesagt, ich kann es mir nicht wirklich vorstellen, so etwas zu nutzen, aber die Idee an sich hat schon was.

Und ein Anwendungsfeld kann ich mir sehr gut vorstellen. Ingress Spieler, denn jetzt, wo die Wintersaison kommt, möchte man ja doch weiterhin um die Portale kämpfen. Und in so einen Muff würde neben dem Smartphone auch noch ein fetter 10.000 mA Akku passen 😉

 

 

 

Aber seht selbst in folgendem Video:

Nur noch eine Karte statt diverser Bezahlkarten. Coin bringt sie alle zusammen

Es gibt sie, die disruptiven Ideen. Und Coin ist meines Erachtens eine davon. Denn wenn stört es nicht auch, wie viele Karten man mittlerweile mit sich rumtragen muss. Und genau hier will Coin mit einer Karte das Problem lösen. Die Karte ermöglicht es, die Daten aller Bezahlkarten auf ihr zu speichern und je nach Bedarf die Karte quasi elektronisch zur entsprechenden Bezahlkarte umzubauen.

Seht selbst, und wer Interesse hat. Im Sommer 2014 wird die Karte verfügbar sein, vorbestellt werden kann aber schon jetzt.

Hausvernetzung ganz einfach. Die Ninjasphere.

e8911c3af362c5b6a581f11a6752bd67_largeEine Philosophie, die ich für technische Geräte schon immer fordere ist. Es muss möglichst einfach sein. Die gerade auf Kickstarter gestartete Kampagne für die „Ninjasphere“ verspricht genau das. Die Sphere erkennt automatisch alle im Haus funkenden Geräte, mit denen sie auch nur irgendwas anfangen kann und vernetzt diese. Dabei kommen verschiedenste Protokolle zum Einsatz wie Bluetooth, WLan oder Zigbee.

Damit kann die Sphere alle mögllichen Home Automation Systeme abdecken und ggf. ohne Änderungen in der Hausinfrastruktur und ohne lästiges Löcher in Wände bohren oder Leitungen verlegen ein ganzes Haus intelligent vernetzen und von Ferne steuerbar machen.

 

Zum Start bietet die Sphere bereits Kompatibilität mit den folgenden Protokollen:

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Ab Juni 2014 soll die Sphere für 150 Dollar ausgeliefert werden. Wir dürfen gespannt sein. Das Finanzierungsziel ist schon jetzt so gut wie erreicht, die Kampagne läuft aber noch knapp 2 Monate, insofern dürfte es hier wieder ein interessante neues Produkt geben, das möglicherweise einen ähnlich disruptiven Effekt haben könnte, wie einst die Pebble. Denn bislang kocht jeder Homeautomation Player sein eigenes Süppchen, was den Erfolg der Idee an sich nicht gerade fördert.

Samsung Galaxy Gear im Test und Vergleich zur Pebble

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Galaxy Gear und Pebble im direkten Vergleich. Klar wirkt das Amoled Display besser, aber EInk ist deutlich energiesparender.

 Simyo bietet mir an, eine Galaxy Gear für 4 Wochen zu testen. Da kann der Gadget Freak und der Markt-und Trendforscher in mir natürlich nicht nein sagen. Und wie alle, die mit mir kooperieren es gewohnt sind, ich teste objektiv.

Und seit langem zum ersten Mal überzeugt mich ein Produkt so gar nicht. Die Gear sieht zunächst mal wirklich schick aus, wenn man sie auspackt, definitiv.

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Entweder sitzt die Uhr zu locker oder der Verschluss springt immer wieder auf.

Aber bereits beim ersten anlegen an den Arm fällt mir der Verschluß negativ auf. Wenn ich meinen Arm bzw. meine Hand in bestimmte Positionen bringe (Beispiel beim Autofahren am Lenkrad oder beim Öffnen einer Tür) kann es immer wieder passieren, dass ich den Verschluss aufdrücke. Alternativ weiter stellen des Armbandes hilft auch nicht wirklich, denn dann schlackert mir die Uhr am Handgelenk.

Der obere Teil des ziemlich großen und klobigen Gehäuses ist aus Metall, Armband und Rückseite der Uhr aus Plastik. In dem Armband ist die Kamera intergriert und in der Schließe ein Lautsprecher und ein Microfon. Somit kann man mit der Uhr wie mit

einem Freisprechgerät direkt telefonieren, Wobei ich nicht wirklich wissen will, wie ich aussehe, wenn ich mir den Verschluss einer Uhr ans Ohr halte. Mich stören auch die vielen kleinen Denkfehler in der Software der Gear. Wenn ich zum Beispiel eine der Anwendungen wie den Schrittzähler nutze, dann sehe ich dessen Angaben so lange, bis der Bildschirm in Ruhemodus geht. Aktiviere ich diesen danach wieder, springt die Uhr nicht, wie ich es erwartet hätte zum Schrittzähler zurück sondern zeigt wieder die Uhrzeit an. Ziemlich störend vor allem wenn man die Uhr fürs Joggen verwenden will und regelmässig seine Daten abrufen.

Das Koppeln der Uhr mit Bluetooth an mein Note 3 stellt kein Problem dar, allerdings kann ich bis jetzt noch keinerlei Aussagen zu den Zusatzapps machen, da sich bei mir zumindest regelmässig und das auch nach einem Factory Reset meines Note 3 die Verbindung zwischen Galaxy Gear und der Gear Manager Software wieder abbricht und dann auch nicht mehr vernünftig innerhalb der Gear Software wiederherstellbar ist. Seltsamerweise zeigt mir mein Bluetooth Status aber weiterhin an, dass Gear und Note 3 in Verbindung stehen. Falls hier jemand einen Hinweis für mich hat, woran das liegen kann, wäre ich sehr dankbar, im Netz finde ich bislang nur Leidensgenossen, die hier auch nicht weiter kommen.

Auch die Akkulaufzeit kann insbesondere im Vergleich zu den ca. 4 Tagen, die meine Pebble durchhält nicht wirklich überzeugen. Nutze ich die Gear auch nur etwas intensiver, z.B. in dem ich eine Joggingrunde damit mache und gelegentlich auf die Infos der Gear schaue, reicht der Akku gerade mal knapp einen Tag, bei intensiver Nutzung nicht mal 8 Stunden (also keine Uhr fürs Büro) und nur wenn ich die Gear praktisch so gut wie permanent im Ruhezustand halte, schaffe ich es noch bis in den zweiten Tag hinein.

Es gibt aber auch ein paar schöne Features, die ich durchaus bemerkenswert finde. So ist die Lösung, die Gear mit dem Note 3via NFC und Ladestation zu koppeln durchaus bemerkenswert. Und die Kamera im Armband liefert zwar keine brillianten Fotos, aber für den gelegentlichen Schnappschuss ist sie allemal ideal, zumal man auf die Fotoapp durch einmaliges Wischen auf dem Starbildschirm gelangt.

Auch die Geste, durch die die Gear erkennt, dass man jetzt „auf die Uhr“ schauen will, klappt ganz gut. Man muss lediglich seinen Arm so bewegen, wie man es sowieso tut, wenn man auf eine Uhr sieht.

Der Touchscreen ist einerseits natürlich eine elegantere Lösung als die Knöpfe der Pebble, andererseits habe ich ihn auch schon das eine oder andere Mal versehentlich ausgelöst, was ziemlich unangenehm werden kann, wenn man damit eine Funktion auf dem Smartphone aktiviert, wie z.B. einen Anruf. Angenehm ist auch der Amoled Bildschirm der Gear, der auch im freien bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut ablesbar ist, aber mit Sicherheit auch seinen Beitrag zu der im Vergleich deutlich schlechteren Akkulaufzeit der Gear im Vergleich mit der Pebble leistet.

Natürlich ist es nach ein paar Tagen mit der Gear noch zu früh für ein abschliessendes Urteil. Aber sie hat jetzt schon einen schweren Stand, denn so schnell sind mir noch bei keinem Produkt die Designfehler aufgefallen wie bei ihr.

Ich werde die Gear jetzt im November anstelle meiner Pebble nutzen und schauen, wie sie sich im Prasxiseinsatz schlägt. Und ich hoffe, ich schaffe es auch noch, mein Note 3 mit der Gear so zu verkoppeln, dass ich auch die eine oder andere Anwendung darauf laden kann. Aber schon jetzt ist das ein Unding, denn der normale Nutzer wäre mit der Recherche nach dem „Problem“ hoffnungslos überfordert.

Alles in allem kann ich der Gear im Moment nur mit sehr viel Wohlwollen 3 von 5 Punkten geben.  Mal sehen, was die nächsten Wochen bringen. Und jetzt schon mal dank an Simyo, die mir die Uhr ohne Auflagen bereitgestellt haben. Ehrliches Interesse an Tests von Bloggern erfreut mich immer wieder.