Gadgettest: Video Messenger: Postit des digital/medialen Zeitalters

Wer mich kennt weiß, dass ich ein bekennender Gadgetfreak bin. Um so grösser mein Interesse als einer meiner Lieblingsnerdspielzeugversender www.getdigital.de wieder ein neues Gadget im Programm hatte. Den sogenannten Video Messenger oder wie ich es nennen würde, das Video Postit für uns Spielkinder.

Hier nun ein Testbericht des Video-Postits in drei Videos und einem Bericht.

Der Videomessenger ist sehr einfach zu bedienen, ich habe nach dem Auspacken ohne Lesen der Anleitung binnen Minuten das erste Video aufgezeichnet.
Das Gerät wird mit Anleitung und USB Kabel zum Aufladen und übertragen der Filme auf den PC geliefert. Vom Einschalten bis zur Einsatzbereitschaft vergehen nur wenige Sekunden. Es werden auf dem Gerät drei Speicherslots angeboten, die sinnigerweise mit einem Icon eines Mannes, einer Frau und eines Kindes hinterlegt sind (warum bloss). Die Kamera zeichnet Botschaften in für den kleinen Bildschirm völlig ausreichender Qualität auf, auch der Ton ist in Ordnung. Es lassen sich pro Slot auch mehrere Botschaften speichern, die beim Abrufen dann in einer Übersicht angezeigt und einzeln angewählt werden können.
Zusätzlich ist es bei jeder Botschaft noch möglich, diese mit einem Timer zu versehen, so daß sie zu einer bestimmten Zeit abgespielt wird.
Die Rückseite des Messenger ist magnetisch, so daß er an jeder metallenen Oberfläche haftet.
Wurden Botschaften hinterlegt blinkt in der rechten oberen Ecke eine kleine Diode rot.

Erste Test mit der Familie haben zumindest schon mal einen hohen Spassfaktor ergeben und das Gerät wird sicher das ein oder andere Mal zum Einsatz kommen, zumal unsere Familie doch recht „mobil“ ist.

Das ganze kostet bei Getdigital.de knapp 28 Euro. Wenn man es sich nicht selbst gönnt (Gadgetfreaks dürfte es wirklich sehr gefallen) so finde ich das auf jeden Fall ein klasse Geschenk für Verrückte wie mich 😉

Einziger Wehrmutstropfen. Es wäre noch genial, wenn ein Infrarotsensor eingebaut würde, so daß eine Botschaft automatisch beim Vorbeilaufen am Gerät gestartet würde. Damit liesen sich dann sehr einfach wichtige Nachrichten hinterlegen.

Dennoch eine klare Kaufempfehlung für jeden, der kurze Nachrichten auf eine etwas andere geekigere Art hinterlassen will. Und für unsere Familie auf jeden Fall ein grosser Spaß! Ich glaube, unsere Kinder haben uns noch nie so viele Nachrichten hinterlassen wie in den letzten Tagen 😉


Erstes Kennenlernen und Aufzeichnen einer Botschaft


Das Postit in Aktion am Kühlschrank. Abspielen


Die Videobotschaft selbst.

 

 

Wo bleibt denn da der Sinn? Arbeit ohne Sinn oder Sinn neben der Arbeit?

Die Zeit titelt aktuell: Weniger Stress, mehr Sinn.. Eine eigentlich berechtigte Frage, die man aber zumindest als Arbeitnehmer und als Konsument nicht stellen durfte. Darf man es eigentlich heute? Ich wage es zu bezweifeln.

Technik ist nicht per se schlecht. Aber sie soll das Leben leichter machen, nicht komplizierter.

Denn seien wir doch mal ehrlich. Vieles unseres Konsumentenverhaltens und vieles, was in der Wirtschaft geschieht, kann man schon seit langem nicht mehr mit einer tieferen Sinnhaftigkeit erklären.

Immer mehr Burnouts immer mehr Klagen über sinnentleerte Tätigkeiten, reines Profitstreben oder immer höheren Leistungsanspruch bringen Menschen dazu, das System als ganzes zu hinterfragen. Auch die Bankenkrise hat hier ihr Schärflein dazu beigetragen durch Banken, die Profite sofort in die eigene Tasche stecken und Verluste viel lieber vom Staat, also vom Bürger bezahlen lassen.

Eine Kultur der Spitzenleistung vergisst leider viel zu oft, dass niemand Spitzenleistung auf Dauer ohne gesundheitlichen Schaden zu nehmen liefern kann. Selbst Spitzensportler benötigen Ruhephasen. Und was ist so schlimm an einer konstant guten und völlig ausreichenden Leistung, wenn dadurch Gesundheit und Motivation des Einzelnen viel besser geschützt werden.

Aber erst durch die Wiederholung der Krise, durch die Offenbarmachung der Unbelehrbarkeit einer Wirtschaft, die Gewinn und Shareholder Value vor alles stellt, wagen wir es, in der Öffentlichkeit über Themen laut nachzudenken, für die wir vor kurzem noch als Kommunist abgestempelt, und mit der Frage konfrontiert worden wären, ob wir denn die DDR wieder haben wollen.

Es geht aber vielmehr darum, dass immer mehr Menschen ein System hinterfragen, das offensichtlich materielle Werte und im Moment gar immaterielle, virtuelle Werte wie Börsenkurse vor das Glück derer stellt, für die die Wirtschaft eigentlich da sein sollte. Wirtschaft zum Selbstzweck mag ja manchem Manager gefallen, der sich von Chefsessel zu Chefsessel hangelt, stehts nur bestrebt, den Gewinn zu steigern, wenig interessiert daran, wie es den Kunden, geschweige denn den Mitarbeitern dabei geht.

Das jetzt die Wirtschaft zu spüren bekommt, was für Auswirkungen es hat, wenn man eine Kultur und eine Denkweise propagiert, die den vereinzelten Humanressourcenlieferanten vor gesellschaftliche Werte wie Zusammenhalt, nachhaltiges Wirtschaften, Familie und Bildung stellt, das war zu erwarten.

Pech nur, dass gerade jetzt der Einzelne darüber nachzudenken beginnt, ob er die Prämissen der Wirtschaft nach stetigem Wachstum, nach immer mehr Besitz überhaupt mitzutragen bereit ist. Denn die Frage, wofür das ganze kann die Wirtschaft nur mit Blick auf das eigene Unternehmen, nicht aber auf die Gesellschaft beantworten, zumindest nicht mehr, seit durch Börsencrashs, Immobilienblasen und Finanzmarktkrisen offensichtlich geworden ist, dass schon seit längerem nur noch des Profits wegen gewirtschaftet wird.

Für mich werden sich in den kommenden Jahren deshalb zwei grosse Megatrends ganz deutlich etablieren. Zum einen wird, auch bedingt durch eine Verlagerung des Marktes von einem Arbeitgebermarkt hin zu einem Arbeitnehmermarkt der einzelne viel selbstbewusster fragen: Will ich den ganzen Stress, will ich eine Karriere, unter der meine Familie, mein Privatleben leidet? Brauche ich all den Plunder überhaupt?

Warum ist so etwas wie Stockbrot am Lagerfeuer so "schön". Es ist einfach.

Zum anderen wird man erleben, dass gerade die gut ausgebildeten, gefragten Bevölkerungsschichten, also gerade diejenigen, die in der kommenden Wissensgesellschaft gefragt sein werden immer mehr die eine, wirklich interessante Frage stellen werden: Was macht meine Tätigkeit für einen Sinn? Muss ich meine Existenz überhaupt aus dem Beruf definieren? Bin ich wirklich ein besserer Mensch, wenn ich täglich Überstunden schiebe und Gesundheit und Privatleben für den Beruf opfere? Wir werden etwas erleben, das die ZEIT mit dem Begriff des Downshifting bezeichnet. Nicht mehr alleine für den Beruf leben, Sinn nicht mehr aus dem Beruf definieren, sondern sich viel mehr eigene Freiräume für Projekte und Tätigkeiten schaffen, die einem wirklich am Herzen liegen oder auf der Seele brennen.

Auch das ist meiner Ansicht nach ein sehr wichtiger Aspekt des Arbeitsplatzes der Zukunft. Gute Leistung bedingt auch ein gutes, leistungsförderndes und motivierendes Umfeld. Der Mensch ist mehr als Kostenfaktor und mehr als Humanressource.
Und spätestens in der immer verwobeneren, vernetzteren Welt der sozialen Medien wird die strikte Trennung zwischen Arbeitnehmer, Kunde und Privatperson sich auflösen. Spätestens dann ist es dringend angeraten, auch die Sinnhaftigkeit und die Arbeitsmotivation in den Vordergrund zu rücken.

 

 

 

 

Alter Wein in neuen Schläuchen: Microsoft Omnitouch wurde schon 2009 präsentiert vom MIT Media Lab

Na, Microsoft, so innovativ, wie ihr euch da geriert, seid ihr nun wirklich nicht.
Eure ach so moderne Oberfläche Omnitouch ist doch schon recht alt und unter dem Namen sixthsense schon 2009 vom MIT Medialab leicht abgewandelt vorgestellt worden.

Das Original: The sixthsense

Und die Kopie: Omnitouch

Das einzig innovative ist wohl die Position auf der Schulter.
Aber wenns von Microsoft ist, muss es ja innovativ sein.

Mein Fundstück der Woche: Miro Jennerjahn führt die NPD vor

Tja, liebe NPDler, man sollte sich schon etwas bilden, bevor man völligen Blödsinn blubbert. Die NPD wollte Anglizismen aus der deutschen Sprache verdammen, tja, aber das ist halt nicht so trivial wie die NPD sich das vorstellt: Vielen Dank Miro Jennerjahn dafür, dass sie der NPD gezeigt haben, dass nicht alles so einfältig lösbar ist.
Die Feder ist manchmal halt doch mächtiger, als das Schwert!

Hier das Video zum goutieren 😉

 

Mein Fazit vom Social Business Jamcamp der IBM: Es hat gerockt (oder besser, gejamt)

Die Bühne, auf der auch ich vortragen durfte. Ja, die war auch in Real so stylisch.

Am 20. Oktober war auch ich dabei beim Jamcamp der IBM. Als Zuhörer aber auch als Vortragender. Spannende Themen rund um die Möglichkeiten einer mobilen Arbeitswelt und Crowdsourcing als gänzlich neuer Aspekt der Arbeitswelt von morgen haben mich doch stark darin bestätigt, mich weiterhin intensiv mit dieser Fragestellung zu befassen.

Und ja, wir haben technologisch heute die Möglichkeit, komplett unabhängig von Ort und Zeit zu arbeiten. Aber es bedarf eines Kulturwandels, der, wie mir Diskussionsteilnehmer bei meiner Breakout Session dankenswerterweise aufgezeigt haben, weit über die Arbeitswelt hinaus gehen muss. Arbeit muss völlig neu bewertet werden und gesellschaftlich mehr nach ihrem Effekt denn nach der aufgewendeten Zeit gesehen werden.

Ich live während meines Vortrags
Ich live während meines Vortrags - Foto: Netmedianer

Und was ich ebenso mitgenommen habe: Der Kunde hat durch die sozialen Medien immer mehr Relevanz für die Entscheidungen des Unternehmens.

Es genügt nicht mehr, Fans auf Facebook zu sammeln, viel wichtiger ist relevanter Content, der auch auf Augenhöhe geliefert wird. Marketing als Einwegkanal ist vorüber, jetzt ist echter Dialog gefragt.

Watch live streaming video from ibmwebcastgermany at livestream.com

Mein Vortrag ist ab 01:58 zu sehen.

Ansonsten kann ich der Orga für das gesamte Ambiente, die Settings, das Equipment für die Präsentatoren nur ein höchstes Lob aussprechen. Dank auch an @digialnaiv Stefan Pfeiffer für das erneute Vertrauen in mich als Vortragenden. Sehr gut gemacht. Ok, eine Anmerkung, aber die gabs ja schon öfter. Das nächste Mal muss definitiv der Twitter Nick auf das Namensschild.

 

Als wäre es für mich bereitgestellt worden 😉

 

Und zum Abschluss noch ein schönes Zitat aus meinem persönlichen Highlight des Tages, dem Vortrag von Gunter Dueck: „Nicht nur mehr Leute mit Abitur, sondern die Bildung eine ganze Stufe heben.“ Definitive Zustimmung von einem INFP (Die Zuhörer wissen, was gemeint ist ;))

Und eine persönliche Erkenntnis: Blogger sind INFP und suchen nach Relevanz/Bedeutung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

NXTDroid: Android Smartphone Lagesensor als Mindstorms Roboter Fernsteuerung

Es gibt doch immer wieder coole Entdeckungen: So zum Beispiel die APP NXTDroid für Android Smartphones.

Damit lässt sich der Lego Mindstorms Roboter via Bluetooth fernsteuern, in dem man den Lagesensor des Android Smartphones als Steuerung nutzt. Kippen nach vorne, Bewegung nach vorne, kippen nach hinten, Bewegung nach hinten, kippen nach Rechts, Rechtsdrehung, nach Links, Linksdrehung.

Einfach und sehr genial, die Kinder und der Herr Papa haben damit viel Spass.

Im ersten Video steuert mein jüngster Sohn, im zweiten meine Tochter den Roboter mit dem Samsung Galaxy Tab.

Einfach eine klasse Idee von Lego!

 

Weleda stellt klar: „Wir betreiben keine Fake-Accounts“

Nachdem die Recherchen von Susanne Popp jetzt ja doch für einiges Aufsehen in der Social Media Szene gesorgt haben, meldet sich jetzt Weleda zu Wort und dementiert jegliche Manipulation ihrer Fan Seiten.
Welche Schlüsse lassen sich aus diesem Fall ziehen?

Zum einen hat Weleda hier richtig reagiert, in dem es zu den Vorwürfen Stellung nimmt. Letztlich merkt man aber auch, dass soziale Netzwerke gerade wenn sie auch mit anonymen Accounts arbeiten, nicht gefeit vor Vorwürfen sind und gleichzeitig eine Kontrolle des Verhaltens und dem Vermeiden von Betrügereien lassen sich schwer verhindern und Authentizität von Nutzern lassen sich schwer nachvollziehen.

Möglicherweise liegt hier auch einer der Gründe für die Klarnamenpflicht, die Google+ weiterhin verlangt. Möglicherweise liegt dahinter das Interesse, die Qualität der Postings auf einem höheren Niveau zu halten. Denn was auch ich in meinem Blog zu spüren bekam. Sobald man anonym posten kann, werden die Texte sehr schnell persönlich und beleidigend. Das ist aber kritisch, gerade für ein Unternehmen, das ja von einem positiven Image lebt.

Es bleibt zu beobachten, wie die Geschichte sich weiter entwickelt. Vermutlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Es mag Fake Postings gegeben haben, jetzt wäre es aber für alle Beteiligten zuallererst an der Zeit, in Kontakt miteinander zu treten und die Sache auf einem ruhigen und sachlichen Level zu klären.